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Ackerbau 2016: Technik, Apps, Checklisten

Bodenbearbeitung, Aussaat, Düngung, Pflanzenschutz… Ackerbau ist sehr facettenreich. Manchmal mühsam, manchmal leicht. Oft sehr spannend, andere Mal routiniert.

In dem heutigen Blog widmen wir uns drei verschiedenen Themen die alle wiederum mehr oder weniger auf den Bereich Ackerbau zurückzuführen sind.

Die LIZ stellt ab sofort eine praktische Checkliste für Sägeräte zur Verfügung. Der theoretische Teil wird durch einen kurzen Videobeitrag aus der Praxis ergänzt, um sicherzustellen, dass die Sätechnik fit ist für die Rübenaussaat.

Danach werfen wir einen Blick auf den EU-Markt und die Entwicklungen im Bereich Geräte für den Ackerbau. Soviel schonmal vorne weg: der Branche gehts nicht gut. Die Verluste gegenüber Vorjahr liegen bei ca. 14%.

Anschließend gibts noch etwas Spannendes für alle App-Liebhaber. Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen hat eine tolle Marketinginitiative ins Leben gerufen: ab sofort könnt Ihr Euren Hofladen, Hofcafe oder Ferienhof hier registrieren lassen. Der Vorteil: Verbraucher müssen nicht mehr ewig suchen, sie tun sich jetzt leichter, Eure Angebote zu finden bzw. einzusehen.

Checklisten funktionieren auch im Ackerbau

Checklisten… Viele können damit nichts anfangen und sträuben sich dagegen. Dabei können Checklisten einem sogar das Leben retten. Wie das denn?

Fragt doch mal Piloten die eine super hohe Verantwortung für uns Reisende tragen. Checklisten gehören zum Job. Ohne eine bestimmte Checkliste durchzugehen, startet keine Maschine. Wenn es Turbulenzen gibt, wenn es technische Probleme an Bord gibt, dann greifen Piloten & Crew immer zur bewährten Checkliste. Die gute alte Checkliste hat schon manch einem Piloten und damit auch unzähligen Passagieren an Bord das Leben gerettet.

Verlassen wir die luftige Perspektive und kehren zurück zum Boden…

Der Landwirtschaftliche Informationsdienst Zuckerrübe (kurz LIZ) hat eine Sägeräte-Checkliste entwickelt. Damit soll sichergestellt werden, dass die eingesetzten Sägeräte funktionstüchtig und einwandfrei sind.

Worauf sollte man bei dem Check besonders achten? Wie geht man bei der Überprüfung am besten vor?

Hier ein paar wertvolle Tipps von einem Landmaschinenprofi…

 

Quelle: YouTube-Video der LIZRuebenTV

Die LIZ-Checkliste könnt Ihr hier als PDF herunterladen.

Landwirte in der EU sind alles andere als kauflustig

Das Geld sitzt bei den EU-Landwirten nicht mehr ganz so locker wie die Jahre zuvor.

Laut CEMA, dem EU-Dachverband der Landmaschinenindustrie, sanken die Verkäufe von Geräten für den Ackerbau zweistellig. Das Marktvolumen in 2015 lag bei 3,09 Milliarden EUR, ein Rückgang von 14% gegenüber dem Vorjahr.

Eine Erholung ist jedoch nicht in Sicht. Der Trend soll sich auch in diesem Jahr weiter fortsetzen. Die Experten rechnen mit einer weiteren Marktreduzierung von 11%.

Für Philip Nonnenmacher, Koordinator der dazugehörigen CEMA-Produktgruppen liegen die Hauptgründe für die gesunkene Nachfrage in den „niedrigen Rohstoffpreisen und den verhältnismäßig niedrigen Einnahmen der Landwirte“.

Die aktuellen Verkaufszahlen entsprechen demnach dem Durchschnittsniveau der letzten 8 Jahre. Das Rekordjahr 2013 wird schwer zu toppen werden.

Wie sieht die Entwicklung je Gerätetyp- und -segment aus?

  • Die Nachfrage nach Bodenbearbeitungsgeräten ging um 16% zurück (Erwartungen für 2016 liegen bei einer weiteren Reduzierung um 4%)
  • Die Nachfrage nach Pflanzenschutzspritzen, Düngerstreuer und Sämaschinen ging um 12% zurück (CEMA erwartet in 2016 eine weitere Schrumpfung von bis zu 19%)

Hof-App: Bauer trifft Verbraucher

Die Kollegen aus Niedersachsen haben einen großen Vorteil gegenüber dem Rest der Republik – eine Online-Plattform auf der Hofläden, Hofcafes und verschiedene Bauernhöfe für ihre Produkte und Dienstleistungen werben können.

Dieser Service wird von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen bereitgestellt. Unter der Webseite www.service-vom-hof.de kann man sich als Basis- bzw. Premiummitglied registrieren. Der Basiseintrag ist kostenlos. Für eine Premium-Mitgliedschaft muss man im ersten Jahr 42€ zzgl. MwSt. bezahlen. In den darauffolgenden Jahren wird eine Gebühr von 32€ zzgl. MwSt. fällig.

Wie funktioniert die Hof-App und was kann sie?

Die App hilft Kunden bei der Suche des nächstgelegenen Direktvermarkters oder Bauernhofgastronomen. Einfach „Mein Standort“ im Smartphone freischalten und schon können die benachbarten Höfe angezeigt werden.

Zur Zeit stehen vier Bereiche zur Auswahl:

  1. Einkaufen & Genießen
  2. Einkehren & Feiern
  3. Erleben & Erkunden
  4. Übernachten & Erholen

Alle registrierten Bauernhöfe und Mit-Mach-Höfe werden in die oben aufgeführten Kategorien untergebracht. Die App bietet detaillierte Informationen über die jeweiligen landwirtschaftlichen Betriebe und ihre Produkte. Es gibt viele erprobte Rezepte und auch viel Wissenswertes rundum die Themen Ernährung und Kochen.

Wenn Ihr aus Niedersachsen seid und eine umfassende Marktpräsenz für Euer Betrieb wünscht, dann könnt Ihr Euch hier registrieren:

www.service-vom-hof.de

Hier könnt Ihr auch die Hof-App herunterladen.

Gute Zeiten, schlechte Zeiten…

Die guten Zeiten assoziieren ganz viele mit 2013 – ein Rekordjahr wie im Bilderbuch. Die Ernte passte, die Preise passten und Geld für Investitionen war auch noch genügend da.

Seitdem hat sich vieles verändert: Russlandembargo, Wechselkursschwankungen, niedrige Preise, weniger Geld in der Tasche… Tja, wieso wundern sich dann so viele, dass es mit den landwirtschaftlichen Investionen auch den Bach herunter geht?

Eine Trendwende ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht in Sicht. Schlechte Zeiten „hellau“… oder doch nicht?

Fakt ist, Ackerbau ist und bleibt ein wichtiges Standbein der Landwirtschaft. RoboCop und Yoda können ihre Transformationskräfte woanders besser ausüben. Noch wurden wir verschont… wer weiss für wie lange….

Wer von Euch ist aus Niedersachsen und hat sich bei der Hof-App registriert? Seid Ihr mit der Dienstleistung zufrieden?

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