Landtechnik von Horsch auf Agritechnica

Agritechnica 2017: Digitalisierung, Branding und mehr

Diese Woche steht alles im Zeichen der Agritechnica.

Die weltweit größte Landtechnikmesse hat am Sonntag, dem 12. November seine Tore geöffnet. Wer noch etwas Luft hat, der sollte unbedingt in Hannover vorbei schauen. Die Messe geht noch bis Samstag, dem 18. November.

Quelle: YouTube, landtechnikvideos de

Was erwartet Euch auf der diesjährigen Agritechnica?

Starten wir mit ein paar Zahlen, Daten und Fakten.

  • 27 Messehallen
  • 40 ha Ausstellungsfläche
  • 2.800 Aussteller aus
  • 53 Ländern
  • 60% der Aussteller kommen aus dem Ausland
  • Chinesische Landtechnikunternehmen stehen nach Italien auf Platz #2

Zu den Neuheiten zählen u.a. der neue Fendt 900 Vario MT, der Selbstfahrer AT4103 von Ploeger, die neueste Generation der Kartoffelmaus System Palandt und die neuen Teleskoplader-Modelle von Kramer.

Heutzutage sind wir alle mobil unterwegs, daher empfiehlt sich die Agritechnica-Wegweiser App. Sie ist kostenlos für iPhone und Google Android verfügbar. Die App funktioniert auch ohne Internetverbindung.

Branding & Rebranding: Aus dlz, agrarmanager und Joule wird agrarheute

Die Kollegen vom Nachrichtenportal agrarheute haben Ihre Brand vereinheitlicht und treten jetzt auf der Agritechnica unter einer gemeinsamen Marke auf. Die überregionalen Fachmagazine dlz, agrarmanager und joule wurden unter agrarheute vereint.

Der Auftritt sowohl Online als auch Offline hat mehr Pepp.

Sicherlich hilft da auch die neu ausgwählte orangene Farbe, das neu erstellte Logo und die Vereinfachung der Menüführung auf der Webseite.

Wer also einen Blick hinter die Kulissen der neuen Brand schauen möchte, der sollte die Kollegen von agrarheute in Halle 4 einen Besuch erstatten. Ihr bekommt nicht nur ein kostenloses Probeheft des neuen agrarheute Magazins, sondern auch ein Biergutschein.

Zusätzlich gibt es für alle kleinen und großen Fans von Virtual Reality eine Möglichkeit in die 3D-Welt der Landwirtschaft einzutauchen.

Schaut vorbei; kann ich nur empfehlen.

Ist Open Source Software ein mögliches Modell für die Landwirtschaft?

WordPress ist bekannterweise eins der weltweit größten Open Source Projekte.

Das Ganze startete in 2003 mit ein paar Codes. Heute wird die Software von Millionen von Usern und Unternehmen benutzt, um Blogs und jegliche weitere Informationen auf deren Webseiten zu veröffentlichen.

Interessantes Konzept. Ein stabiles System. Eine Software die recht intuitiv ist.

Wie wär’s mit einer ähnlichen Lösung für uns Landwirte?

Jeder Hersteller hat sein eigenes System. Die Software aus dem Traktor X lässt sich mit den Daten aus dem Mähdrescher Y nicht kombinieren, weil die Systeme inkompatibel sind. Es wäre doch für alle eine Erleichterung — zumindest für uns User. Na ja, und mit der Monetarisierung müssten sich die Damen und Herren der Herstellerfirmen X und Y (um auf das obige Beispiel zurückzugreifen) ebenfalls etwas einfallen lassen.

Alles ist möglich; man muss es nur wollen.

Vielleicht ist folgende Intitiative ein erster Schritt in die richtige Richtung.

Sechs Landtechnik-Firmen und die BayWa-Tochter FarmFacts wollen ein offenes Digital-Farming-System entwickeln. Die herstellerunabhängige Management-Software soll die Daten von allen Maschinen und Geräten verarbeiten und auswerten können.

An der „Next Machine Management“ Software beteiligen sich AGCO, Krone, Kuhn, Lemken, Pöttinger, Rauch und FarmFacts von BayWa. Das Modul soll in das Farm-Management-System Next Farming der Firma FarmFacts integriert werden.

Noch ein weiter Weg zu Open Source…

Verlassen wir die schöne Welt des Open Source und kehren zurück in die „Realität“.

Mit Daten sammeln und auswerten verfasst sich auch die Monsanto-Tochter The Climate Corporation. Nun will das Unternehmen ab 2018 seine Plattform auch in Deutschland, Frankreich und der Ukraine mit einer vorkommerziellen Version starten. Ähnlich wie in den USA, soll das Dienstleistungs-Tool „Climate FieldView“ die Daten vom Mähdrescher, Düngerstreuer und Co. sammeln, bündeln und auswerten.

Laut Unternehmensangaben, nutzen rund 100.000 Landwirte aus den USA die Software. Nun sollen auch die Europäer davon profitieren.

Ein paar technische Details:

Die App läuft auf handelsüblichen Tablets und ist kostenpflichtig. Die Daten werden per Funk übertragen. Die Datenbank basiert auf einer Cloud-Lösung, d.h. man kann mit mehreren Geräten darauf zurückgreifen. Ein Teilen der Daten mit Mitarbeitern und Beratern ist ebenfalls möglich.

Auf der Agritechnica ist für jeden etwas dabei

Egal ob Landtechnik-Hardcore-Fan oder Drohnen, Smart Farming und Virtual Reality Befürworter — auf der diesjährigen Agritechnica ist definitiv für jeden etwas dabei.

Verirren kann sich heute wirklich keiner mehr; die kostenlose Agritechnica-App steht jedem zur Verfügung der ein Smartphone hat und sollte der eine oder andere von Euch auf die „old-school Lösung“ des miteinander redens zurückgreifen (wovon ich ein großer Fan bin), dann kommt Ihr problemlos mit der Navigation zwischen den Messehallen klar.

In diesem Sinne, viel Spass auf der Agritechnica 2017. Ich freue mich Euch in Hannover persönlich kennen zu lernen.

0 Kommentare

Dein Kommentar

Want to join the discussion?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.