Bayer-Monsanto-EU-Landwirtschaft

Wie Bayer von Monsanto profitieren will

Die Übernahme von Monsanto durch Bayer wäre der größte Zukauf eines deutschen Unternehmens im Ausland.

Ca. 30 Behörden müssen der Übernahme zustimmen. Einige Forderungen für die Genehmigung wurden bereits gestellt. Etwa von der südafrikanischen Wettbewerbsbehörde.

Ihre Auflage für ein Ja ist Bayers weltweite Aufgabe seiner Saatgut-Marke LibertyLink und dem dazugehörigen Unkrautvernichter Liberty.

Bevor wir uns der Frage zuwenden, was der Bayer von Monsanto für das Eigengeschäft lernen kann, lasst uns einen Blick auf  den aktuellen EU-Markt werfen:

Exporte von Agrarprodukten und Lebensmittel auf Höhenflug

Die Agrar- und Lebensmittelexporte der Europäischen Union sind auf Siegeszug.

Im März konnten sich die Ausfuhren gegenüber dem Vormonat um 11,3 Prozent auf 12,7 Milliarden EUR steigern.

Dies entspricht dem höchsten monatlichen Exportwert der vergangenen 5 Jahre. Die Exporte in die USA, nach Japan, Russland und die Schweiz konnten den größten Zuwachs verzeichnen.

Der Export von Schweinfleisch scheint sich laut den Zahlen der EU-Kommission zu erholen.

In dem Zeitraum von April 2016 bis März 2017 konnte, gegenüber dem Vorjahreszeitraum, im Export von Agrarprodukten und Lebensmitteln eine Steigerung von 3,6 Prozent auf 133,5 Milliarden EUR erzielt werden.

Die wichtigsten Exportländer der Europäischen Union waren laut Bericht: Brasilien, USA, Argentinien und China.

Weitere Länder, die europäische Agrar- und Lebensmittel im größeren Ausmaß importieren sind: die Schweiz, die Türkei, Indonesien, die Ukraine und die Elfenbeinküste.

Nicht ganz so Jubeln tut der Europäische Markt für Landmaschinen:

Nachfrage nach Traktoren leicht rückläufig

Der Europäische Dachverband der Landmaschinenindustrie (CEMA) berichtet, dass im ersten Quartal dieses Jahres die Verkäufe von Landmaschinen um 1,3 Prozent unter dem Ergebnis des Vorjahreszeitraumes lagen.

Aber schauen wir uns den Zuwachs und den Rückgang der Verkaufszahlen für die einzelnen Länder an:

  • Frankreich: -25,9 Prozent
  • Österreich: -10,3 Prozent
  • Niederlande: -2,3 Prozent
  • Belgien: +4,9 Prozent
  • Deutschland: +5,7 Prozent
  • Dänemark: +12,6 Prozent
  • Italien: +13,8 Prozent
  • Spanien: +22,3 Prozent
  • Großbritannien: +26,4 Prozent

Insbesondere der starke Rückgang der Nachfrage in Frankreich führte zu dem rückläufigen Gesamtergebnis.

Es wird mit einer anhaltenden negativen Entwicklung in Frankreich gerechnet.

Für Deutschland rechnet die CEMA mit einer steigenden Nachfrage nach Futtererntemaschinen und Pressen.

Mit dem durchwachsenem Ergebnis auf dem europäischen Inlandsmarkt setzt die CEMA ihre Hoffnungen auf den Export von Landmaschinen in andere Staaten.

Zuversicht über die zukünftige Entwicklung auf den Märkten äußert hingegen der Pharmachef von Bayer, Dieter Weinland.

Bayer will von Monsanto lernen

Die geplante Übernahme von Monsanto beschäftigt bereits seit Monaten die Schlagzeiten.

Die Eingliederung von Monsanto würde Bayer weltweit zur Nummer eins bei Saatgut und Pflanzenschutzmittel katapultieren.

Weinland setzt darauf, dass Bayer in Punkto Gentechnik und Digital Farming von Monsanto profitieren kann.

Monsantos Ansätze in der „grünen Gentechnik“, sprich in der Landwirtschaft, könnten so auch in die „rote Gentechnik“, sprich in den medizinischen Bereich, übertragen werden.

Die digitalen Lösungen, die Monsanto für die Optimierung von Bewässerung, Düngung und beim Einsatz von Pflanzenschutzmitteln einsetzt, könnten nach Weinland ebenfalls für den Pharmakonzern inspirierend sein.

„Digital Farming“ in der Pharmaindustrie? Nicht ganz. Aber auch im Gesundheitswesen spielt die Digitalisierung eine immer größere Rolle.

Der Trend geht hier zur computergestützten Diagnose und Behandlung.

„Unsere Wissenschaftler können da etwas von Monsanto lernen“, sagte Weinand.

Aber erstmal müssen Behörden rund um den Globus der Übernahme zustimmen. Bayer rechnet damit, dass Ende 2017 alles unter Dach und Fach ist.

Nach all der Statistik und Politik zum Abschluß noch ein Thema, dass wir alle lieben: Landtechnik.

INO Duplex 800 Mulcherkombination

Die Dreifach-Mulchkombination von INO ist zwar für den Einsatz auf Großflächen konstruiert, kann aber auch auf kleineren Flächen zum Einsatz kommen:

INO Großflächenmulcher Duplex 800

Quelle: Landwirt.com

In der Praxis konnte sich die Mulcherkombination behaupten. Bis zu sieben Hektor kann das Gerät pro Stunde bearbeiten und läuft dabei ruhig und geschmeidig.

Selbst mit einer Maschine wie dem 130 PS starken John Deere 6125R waren noch mindestens drei Hektar pro Stunde schaffbar.

Herzstück des Gerätes ist der Doppelspiralmotor. Nach Angaben des Herstellers verfügt er über elektronisch ausgewuchtete Wellen, die mit knapp 2.200 Umdrehungen pro Minute drehen.

Hohe Schlagkraft bei einem geringen Leistungsbedarf? Das klingt gut. Mit robuster und innovativer Technik möchte das Gerät am Markt punkten.

Mit der richtigen Technik macht das Arbeiten auf dem Feld auch richtig Spaß.

Es stellt sich nur die Frage, wohin es mit der Landwirtschaft gehen wird. Wie denkt Ihr über den Zusammenschluß von Bayer und Monsanto?

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