Agrarbetrieb - Bayerische Landwirtschaft - Agrarbericht

Bayerischer Agrarbericht 2014: Strukturwandel wurde abgebremst

Alle zwei Jahre wird der Bayerische Agrarbericht aktualisiert und veröffentlicht. Es ist das umfassendste Informationswerk über die bayerische Agrar- und Forstwirtschaft. Das Highlight in 2014: der Strukturwandel wurde abgebremst. Dieser liegt mit 1,5% jährlich so niedrig wie seit langem nicht mehr.

Bayern trotzt dem Strukturwandel, so die positive Meldung aus dem Agrarbericht 2014. Nach Angaben des Landwirtschaftsministers Helmut Brunner hat sich die Quote der alljährlichen Betriebsaufgaben in den letzten 10 Jahren von drei auf 1,5% halbiert. Insgesamt rund 111.700 landwirtschaftliche Betriebe gab es 2013 in Bayern. Damit stehen 1/3 der deutschen Bauernhöfe im Freistaat Bayern.

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Fakten aus dem Agrarbericht im Überblick

Die große Bedeutung der Landwirtschaft für Bayerns Gesamtwirtschaft steht außer Frage. Die wichtigsten Erkenntnisse aus dem Agrarbericht 2014 lauten wie folgt:

  • Die bayerische Land- und Forstwirtschaft erwirtschaftet rund 153 Mrd. EUR Umsatz pro Jahr.
  • Dieser Betrag entspricht 15% der Gesamtsumsätze in Bayern.
  • Jeder 7-te Arbeitsplatz hängt mit der Land- und Forstwirtschaft zusammen.
  • Der Anteil der Nebenerwerbsbetriebe liegt bei 59% und ist konstant geblieben.
  • Der Agrarexport 2013 lag bei rd. 8,5 Mrd. EUR und der Agrarimport bei rd. 8 Mrd. EUR. Bayern ist damit ein Nettoexporteur bei Agrargütern.
  • Die Durschschnittsgewinne der Haupterwerbsbetriebe betragen 54.360 EUR. Das entspricht einem Plus von 3,4% gegenüber dem Vorjahr.
  • Fast 5.000 junge Menschen befanden sich 2013 in einem Agrarberuf in Ausbildung. 805 angehende Landwirte haben letztes Jahr ihre Ausbildung begonnen – so viele wie seit 20 Jahren nicht mehr. Nachwuchssorgen hat die Branche in Bayern derzeit nicht.
  • Die Direktzahlungen für Bayern im Jahr 2013 beliefen sich auf mehr als 3,5 Mrd. EUR.
  • Ende 2012 gab es in Bayern ca. 2.300 landwirtschaftliche Biogasanlangen in Betrieb.
  • Gewinnwachstum wurde durch steigende Erzeugerpreise für landwirtschaftliche Produkte erzielt.

Landwirtschaft in Bayern

Um ein realistisches Bild von Bayerns Bauern zu erhalten, hat der gleichnamige YouTube Botschafter mehrere Interviews mit bayerischen Land- und Forstwirten durchgeführt.

In dem für heute ausgewählten Videobeitrag erhalten wir einen Einblick in die Landwirtschaft im Landkreis Mühldorf in Oberbayern.

Fazit zum Agrarbericht 2014 

Die gezielten Investitionsmaßnahmen haben den Strukturwandel in Bayern abgebremst. Das Ziel ist es, wettbewerbsfähige bäuerlich geprägte Familienbetriebe in Ihrer Entwicklung zu unterstützen.

Der Trend zu mehr Transparenz und regionaler Herkunft verhilft der „Marke Bayern“ bei der Vermarktung heimischer Agrarprodukte und Lebensmittel im In- und Ausland. Des Weiteren wird durch die Offensive zu BioRegio ein wichtiger Beitrag zur gesunden Ernährung in Deutschland geleistet.

Eine gesunde und ausgewogene Ernährung bleibt zwar eine vordringliche gesamtgesellschaftliche Aufgabe bei der Bewältigung dessen die bayerischen Landwirte eine wichtige Rolle spielen.

Detaillierte Informationen zum Agrarbericht 2014 erhalten Sie HIER.

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