Getreideernte 2013 Agrarbetrieb John Deere 2266 HM (c) Agrarbetrieb.com

Bayern: Spargelernte Top, Getreideernte in vollem Gange

Die bayerischen Spargelbauern haben allen Grund zur Freude. Die optimalen Witterungsbedingungen verhalfen ihnen ersten Schätzungen zufolge ein 6% Wachstum gegenüber Vorjahr zu erzielen. Jetzt ist die Getreideernte dran. Je nach Region ist von Spitzenergebnissen bis zu Mindererträgen alles dabei.

Bevor wir uns der Getreideernte widmen, lassen Sie uns kurz auf die Spargelernte 2014 zurückblicken.

Das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung meldet eine Spitzenernte von gut 15.000 Tonnen. Das entspricht einer Steigerung von 5,6% bzw. 800 Tonnen gegenüber dem Vorjahr. Das Vorjahresergebnis lag bei 14.200 Tonnen. Der Ertrag je Hektar in 2014 lag durchschnittlich bei fast 59 Dezitonnen (1 Dezitonne = 100 kg).

Ein Grund für das tolle Ergebnis liegt höchstwahrscheinlich daran, dass die Spargelsaison, die traditionell am 24. Juni (Johannistag) endet, witterungsbedingt dieses Jahr zwei Wochen früher als üblich begonnen hat.

Noch besser Ergebnisse erzielten die Freiland-Bauern bei Erdbeeren. Trotz kurzzeitiger Kältephasen in April und Mai, bescherte der milde Winter ersten Schätzungen zufolge eine Ernte von rund 11.500 Tonnen. Die Erdbeer-Erträge waren demnach ein Fünftel über dem Vorjahr (11.000 Tonnen). Der durchschnittliche Ertrag je Hektar soll bei gut 74 Dezitonnen liegen.

Bayern erwartet eine gute Getreideernte

Bei der diesjährigen Getreideernte erwarten die bayerischen Bauern je nach Region sehr unterschiedliche Ergebnisse. Der Bayerische Bauernverband (BBV) rechnet mit einem Ergebnis in Vorjahreshöhe.

“Die Wasserversorgung und die Bodenart spielen in diesem Jahr eine entscheidende Rolle für die Erntemengen in Bayern”, sagte BBV-Präsident Walter Heidl bei der traditionellen Erntefahrt am Donnerstag in Andechs (Landkreis Starnberg). [Quelle: Mittelbayerische, 17.07.2014]

Auf sandigen Böden sei der Ertrag bei der Wintergerste niedriger, auf Lehmböden höher.

Getreideernte 2014

Gerste dreschen mit 4 John Deere S 680

In 2013 lag Bayerns Getreideernte bei 6,9 Millionen Tonnen, Körnermais ausgenommen. 2013 war ein Spitzenjahr; der langjährige Durchschnitt liegt bei 6,7 Millionen Tonnen.

Für 2014 erwartet Bayerns Landwirtschaftsminister Helmut Brunner (CSU) eine überdurchschnittliche Erntemenge. Voraussetzung dafür ist viel Sonne und wenig Regen.

„Neben der Menge ist aber die Qualität entscheidend, ob es eine zufriedenstellende Getreideernte wird“, so BBV-Präsident Walter Heidl. [Quelle: Mittelbayerische, 17.07.2014]

Bei der gemeinsamen Erntepressefahrt des BBV und des Bayerischen Agrarministeriums wurden auch die Themen „Regulierungswahn“ bei Düngemitteln sowie der Preisdruck am Getreidemarkt angesprochen.

„Die Politik muss sich bewusstwerden, dass sie mit ihren überzogenen Forderungen den Ackerbaustandort Deutschland gefährdet“, erklärte BBV-Getreidefachmann Hermann Greif. [Quelle: Mittelbayerische, 17.07.2014]

Die Preise für Getreide und Rapps liegen zur Zeit den Beobachtungen des BBV-Experten zur Folge unter dem Ausgangsniveau vor der Ernte 2013. Als Hauptgrund für den Preisdruck sehen die Experten, die hohen Ernteerwartungen weltweit. Ähnlich wie in den vergangenen Jahren, geht man davon aus, dass sich die Preise nach der Ernte erholen werden.

Ihre Meinung zur Getreideernte 2014

Wie lautet Ihre Prognose für die diesjährige Getreideernte? Wird 2014 erneut ein Spitzenjahr?

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