Blumenwiese-Bienen

Blumenwiesen für Bienen

Bienen sind eines der wichtigsten Nutztiere der Menschen. Zusammen mit Hummeln oder auch Schmetterlingen sind sie von großer ökologischer als auch ökonomischer Bedeutung. Denn ohne Bienen keine Bestäubung. Ohne Bestäubung keine Ernte. 

Wie wichtig die kleinen Insekten für uns sind, hat wohl schon Einstein erkannt, auch wenn es zu seiner Zeit wohl noch kein Problem mit dem Lebensraum für Biene und Co. gab:

„Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben. Keine Bienen mehr, keineBestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, kein Mensch mehr.“ Albert Einstein

Monokulturen, gentechnisch veränderte Pflanzen, der Einsatz von Pestiziden, das Verschwinden von natürlichen Grünflächen, Schädlinge wie die Varroamilbe … die Feinde für Bienen und Co. klingen übermächtig. Und mit Ihnen steht die Landwirtschaft schnell in einem schlechten Licht. 

Aber es braucht keine übermächtigen Maßnahmen, um Bienen und andere Insekten einen Lebensraum und Nahrung zu bieten. Bei Agrarbetrieb schließen sich Nachhaltigkeit und Landwirtschaft nicht aus.

Blumenstreifen und -flächen werden entlang der Felder angebaut und bieten mit Ihrem Mix an sorgfältig ausgewählten Pflanzen auch für größere Tiere eine vielseitige Nahrungsquelle. 

„Mir ist es wichtig, dass ich über diese Schiene einen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt leisten kann.“ Roland Dömling

Blumenstreifen gegen das Verhungern von Bienen

Bewusst gepflanzte Blühstreifen und -flächen in der Landwirtschaft sehen nicht nur schön aus, sondern sichern auch das Überleben unzähliger Insekten und andere Tiere. 

Blumenstreifen sind zudem nicht nur schön anzusehen. Die bunten Streifen am Rande der Felder können, wenn sie richtig angelegt werden, Schädlinge abhalten, und damit sogar den Einsatz von Pestiziden eingrenzen.

 

Anlegen einer Blumenwiese

 

Quelle: FiBLFilm

Die Schritte zur erfolgreichen Blumenwiese

Auswahl des Standorts

Das Anlegen einer Blumenwiese beginnt mit der Auswahl des Standortes. Es müssen nicht immer gleich großflächige Blühflächen angelegt werden.

Für viel Insekten ist ein Blühstreifen am Rand des Feldes schon eine große Oase. Ideal sind Hecken und Baumgruppen in der Nähe der Blühstreifen, die den Insekten zudem noch eine zu Hause bieten.

Generell gilt jedoch, desto breiter der Streifen, desto mehr Artenvielfalt.

Auswahl der Saatmischung

Der nächste Schritt ist die Auswahl der Saatmischung: einjährige, überjährige oder mehrjährige Mischungen.

Im Gegensatz zu einjährigen Mischungen, enthalten mehrjährige Mischungen einen Mix aus Kultur- und auch Wildpflanzen,  die zumeist frosthart sind.

Von Frühjahr bis in den Spätherbst benötigen Bienen Blumen. Deshalb ist ein Mix, der verschiedene Pflanzen über das Jahr verteilt blühen lässt besonders attraktiv.

Es ist zudem empfehlenswert, besonders naturbelassenes Saatgut zu nutzen, da viele neu gezüchtete Blumen nur wenig oder sogar keinen Nektar produzieren.

Und nicht zuletzt gibt es da auch die regionalen Unterschiede. Mischungen mit gebietstypischen Pflanzen berücksichtigen die spezifischen Gegebenheiten vor Ort, auf welche sich Pflanzen und Tiere über Jahrtausende hin spezialisiert haben.

Vorbereitung des Saatbeetes

Weiterhin ist die gründliche Vorbereitung des Saatbettes für den Erfolg der Blühfläche entscheidend.

Der Anbau einer Blühfläche ist in dieser Hinsicht ebenso anspruchsvoll wie der Anbau eines Getreidefeldes. Die Aussaat sollte auf einem unkrautfreien, lockerem und feinkrümeligen Feld erfolgen.

Wenn das Unkraut vorab nicht sorgfältig entfernt wurde, kann passieren, dass sich das Unkraut schnell ausbreitet.

Blühmischungen werden sich gegen dieses nicht durchsetzen können.

Technik bei der Aussaat

Im weiteren Schritt ist die richtige Technik bei der Aussaat ebenso kritisch für eine schöne Blumenwiese. Generell können Drillmaschinen für die Aussaat genutzt werden.

Das Saatgut sollte hierbei am besten, aufgrund der unterschiedlichen Korngrößen, mit einem Füllstoff aufbereitet werden, damit die gleichmäßige Durchmischung und Dosierung gegeben ist.

Während ein- und überjährige Mischungen eine Saattiefe von 1-2 Zentimetern bevorzugen, lieben mehrjährige Saatmischungen wenn möglich das Ablegen auf der Oberfläche mit einem anschließenden Anwalzen.

Erfreuen an der Farbenpracht

Nach all der Arbeit kommt nun der schöne Teil: einmal ausgesäht und erblüht, könnt Ihr das Ergebnis Eurer Arbeit einfach geniessen. Die Blumenwiesen können nun sich selbst überlassen werden.

Auch das Mulchen oder Mähen sollte nur im äußersten Notfall erfolgen, denn hierdurch wird der Lebensraum der in der Blühfläche lebenden Tiere zerstört.

Am Unkraut stört sich mehr der Landwirt als das Tier.

Patenschaft für eine Blumenwiese

Aber die eigene Blumenwiese geht auch ganz ohne Arbeitsaufwand. Ihr könnt Eure eigene Blumenwiese mit einer Blumenwiesenpatenschaft haben.

Wenn Ihr etwas persönliches an einen ganz besonderen Menschen verschenken möchtet, dann schenkt ihm doch eine Wiese voller Blumen für ein ganzes Jahr.

Eine Blumenwiesenpatenschaft bereitet nicht nur Freude, sondern gibt vielen Insekten zudem einen Lebensraum. Das passende Geschenk für alle Naturliebhaber. 

Agrarbetrieb sieht an den Schmetterlingen, welche wieder in größere Anzahl und Vielfalt über die Felder fliegen, dass die Blumenwiesen ein Erfolg sind. Was ist Eure Erfahrung mit Blühstreifen- und flächen?  

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