Autonome Landtechnik Agritechnica 2017

Landtechnik: Spargelroboter, autonome Mähdrescher und Unkrautroboter

Neues aus der Welt der Landtechnik: In Russland rollte im August der erste selbstfahrende Mähdrescher vom Band, eine Schweizer Firma arbeitet an dem ersten vollständig autonomen Unkrautroboter und die Niederländer basteln an dem weltweit ersten Spargelroboter rum.

Bevor wir loslegen, hier noch ein kurzer Blick auf die neuesten Schlagzeilen aus unserer Branche. Wir starten mit den Direktzahlungen 2016 weil diese den einen oder anderen von Euch besonders stark interessieren könnten.

1. Landwirtschaftliche Direktzahlung in 2016 liegen bei 4,84 Mrd. EUR

Das Bundeslandwirtschaftministerium hat die aktuellen Zahlen bzgl. Direktzahlungen für das Antragsjahr 2016 veröffentlicht. Diese lauten wie folgt: rund 4,84 Mrd. EUR wurden an insgesamt 316.600 Antragssteller ausgeschüttet.

Die Aufteilung auf die jeweiligen Posten sieht wie folgt aus:

  • 2,95 Mrd. EUR Basisprämie (61% an der Gesamtzahlung)
  • 1,43 Mrd. EUR Greeningprämie (rund 30% von der Gesamtsumme)
  • 332,5 Mio. EUR Umverteilungsprämie für kleine und mittlere Betriebe
  • 45,5 Mio. EUR Unterstützung für Junglandwirte
  • 22,0 Mio. EUR Unterstützung für Kleinerzeuger

Die ausgezahlte Prämiensumme lag unter dem Niveau von 2015. Die meisten Empfänger von Direktzahlungen kamen aus Bayern.

Quelle: Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft

2. Strategische Allianz: Amazone und die Agrom-Gruppe intensivieren ihre Zusammenarbeit

Eine breitere Produktpalette und damit einhergehend auch mehr Kunden — das ist das Ziel der verstärkten Zusammenarbeit zwischen Amazone und der Agrom-Gruppe.

In den Niederlassungen Württemberg und Nordbaden soll es ab Januar sämtliche Dünge- und Pflanzenschutztechnik von Amazone zu kaufen geben. Am neuen Standort Billigheim, welches Januar 2018 große Eröffnung feiert, bietet Agrom die komplette Produktpalette von Amazone an. Die Standorte in Baden werden ihre Amazone-Produktportfolio später aufstocken.

Martin Bauknecht, Geschäftsführer der ZG Raiffeisen Technik-Gruppe (die Muttergesellschaft der Agrom-Gruppe) äußerte sich zur Kooperation mit Amazone wie folgt:

„Amazone Landmaschinen ist bekannt als Spezialist für erfolgreiche Dünge- und Pflanzenschutztechnik. Wir sind überzeugt, dass auch die Produkte in Bodenbearbeitung und Aussaat unsere Kunden begeistern werden.“

Quelle: ZG Raiffeisen

3. Ranking: Universität Hohenheim ist die beste Agrar-Uni Deutschlands

Die Zeitschrift „U.S. News & World Report“ hat das aktuelle „Best Global Universities Ranking 2018“ bekannt gegeben. Dabei belegt die Universität Hohenheim in Stuttgart die Pole Position im Bereich Agrarforschung in Deutschland.

Im europäischen Vergleich belegt die Uni Hohenheim Platz 3 und weltweit Platz 9.

Auf das gleiche Ergebnis kommt auch das NTU-Ranking der National Taiwan University. Auch in diesem Ranking belegt die Universität Hohenheim den ersten Platz in Deutschland.

Laut NTU-Ranking belegen folgende Unis die ersten fünf Plätze in Deutschland:

  1. Universität Hohenheim
  2. TU München
  3. Universität Bonn
  4. Universität Göttingen
  5. Universität Gießen

Quelle: Universität Hohenheim, US News & World Report

Weltweit erster Spargelroboter erntet präziser als ein Mensch

Ein StartUp aus den Niederlanden setzt bei der Spargelernte auf modernste Technik. Die Firma Cerescon hat nach eigenen Angaben den weltweit ersten Roboter hierfür entwickelt.

Die Vorteile: bessere Qualität und mehr Ertrag.

Und wie läuft dieser Prozess ab?

Die 3-reihige Maschine erfasst den Spargel in der Erde und erntet ihn während der Fahrt. Die selektive, vollautomatische Spargelerntemaschine funktioniert wie folgt…

Quelle: Cerescon, YouTube

Der 1-reihige Prototyp hat bereits eine Saison geerntet und erfolgreich abgeschlossen. Jetzt ist die 3-reihige Maschine dran; diese soll bereits im nächsten Jahr einsatzfähig sein.

Die beiden großen Vorteile nochmal im Überblick:

  • Halbierung der Erntekosten: Der Roboter ersetzt rund 70 Saisonarbeitskräfte und ernte bis zu 50 Hektar Spargel pro Saison.
  • Verbesserte Qualität aufgrund der unterirdischen Erfassung des Spargels

GPS gesteuerter autonomer Unkrautroboter soll 20-Mal weniger Pflanzenschutzmittel verbrauchen

Autonome Landtechnik, selbstfahrende Landmaschinen – das ist der neue Trend und darüber werden wir in den kommenden Monaten und Jahren noch jede Menge hören.

Laut Angaben des Schweizer Start-Up Unternehmens Ecorobotix sei der Unkrautroboter der erste vollständig autonome Feldroboter zur Unkrautbekämpfung in Reihenkulturen, beim Zwischenfruchtanbau und auf Grünland.

Die intelligente Maschine erkennt die Unkräuter mit Hilfe von Farbkameras und besprüht mit Pflanzenschutzmitteln sehr gezielt das Unkraut an der richtigen Stelle.

Quelle: ecoRobotix, YouTube

Ein paar technische Details im Überblick:

  • Der selbstfahrende Unkrautroboter wiegt 130 kg
  • GPS-Steuerung
  • Arbeitet bis zu 12 Stunden pro Tag ohne menschliche Kontrolle
  • Zwei Photovoltaikmodule sorgen für Energie

Der Unkrautroboter der laut Unternehmensangaben 20-mal weniger Pflanzenschutzmittel benötigt, soll 2019 auf den Markt kommen.

Autonomer Mähdrescher schmückt zum ersten Mal die Felder in Russland

Nach fünf Jahren Projektarbeit ist es soweit. Der erste selbstfahrende Mähdrescher ist vom Band gelaufen und die Russen jubeln. Die aktuelle Maschine muss noch von einem Menschen kontrolliert werden, aber das AI-System befreit den Landwirt von den meisten Tätigkeiten.

Ausgerechnet eine Frau revolutioniert mit ihrer Firma Cognitive Technologies die fahrerlose Landtechniklandschaft in Russland. Olga Uskowa und ihr Team haben fünf Jahre hart dafür gearbeitet, dass der selbstfahrende Mähdrescher im August in der Region Rostow im Süden Russlands zum ersten Mal zum Einsatz kommt.

Die vollautonome Version ist für 2023 geplant.

Autonome Landtechnik

Die Roboter erobern nicht nur unsere Autobahnen und Fabriken, sondern auch unsere Felder. In Japan entstand eine Roboter -Salat-Farm, zur Unkrautbekämpfung werden Drohnen und Feldroboter eingesetzt und jetzt kommt auch noch ein Spargelroboter zum Einsatz.

Ja, die Welt der Landtechnik hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Und was in den nächsten Jahren auf uns zukommt, das traue ich mich teilweise kaum auszusprechen bzw. zu schreiben.

Fakt ist, Roboter werden Arbeitsplätze ersetzen.

Fakt ist, es werden neue Arbeitsplätze geschaffen, denn die lieben Roboter muss auch jemand kontrollieren, pollieren und warten. Es kommen spannende Zeiten auf uns zu.

Autonome Landtechnik – wo geht Eurer Meinung nach die Reise hin?

Auf dem Land-Landwirtschaft-Internet

Scheibchenweise Internet auf dem Land

Auf der Agritechnica gab es die neuesten Technologien zum bewundern. Aber was nützt diese, wenn es auf dem Land kein Internet gibt?

Gerade jetzt zur Wahl wurden die Diskussionen und Versprechungen um den Ausbau des Internets in Deutschlands lauter.

Man brauch keine Statistiken, um zu wissen, dass es auf dem Land mit schnellem Datenaustausch nicht gut bestellt ist.

Sobald man sich von der Stadt aufs Land bewegt, nehmen die Balken für Netzempfang auf dem Handy ab oder man erhält gar die Nachricht “Kein Service”.

Fehlendes Netzwerk auf dem Land

Seit Jahren hinkt Deutschland im internationalen Vergleich beim Ausbau von mobiler Bandbreite und moderner Glasfasernetze hinterher.

Mit Highspeed beispielsweise Filme im Internet anschauen, ist für jeden Städter wohl ein Mindeststandard.

Auf dem Land ist dies jedoch in vielen Regionen ein Luxus, von dem man nur träumen kann.

Ein zügiger Ausbau der ländlichen Netzversorgung ist aber nicht aus Entertainmentzwecken notwendig.

Wenn mittelständische Betriebe sich nicht in ländlichen Regionen ansiedeln können oder weiterhin bestehen können, weil sie im wahrsten Sinne des Wortes von der Welt abgeschnitten sind, verstärkt dies auch die Landflucht.

In der Landwirtschaft ist der gesamte Wirtschaftszweig von dem zügigen Ausbau von HighSpeed-Datennetzen abhängig.

Ohne diese, wird die Landwirtschaft einfach nicht mehr konkurrenzfähig bleiben.

Maschinen kommunizieren mit Maschinen

Auf dem Land kommen immer mehr Anwendungen zum Einsatz, die miteinander reden. Und dafür brauchen sie High-Speed-Netzwerke.

Der zu übertragende Datenstrom nimmt stetig zu. Wo früher 50 Mb / Sekunde revulotionär schnell war, ist es heute lächerlich langsam.

Und dennoch wird in vielen Regionen nicht mal dies auf dem Land erreicht.

Von Agrardrohnen, über Roboterschwärme bis hin zu Apps, die den gesamten landwirtschaftlichen Prozess überwachen und stetig anpassen – ohne schnelles Internet läuft nichts.

Derzeit wird von Politikern insbesondere der Ausbau des Glasfasernetzes diskutiert.

Der Hacken an der Sache ist, dass Glaserfasernetze teuer sind.

In städtischen Ballungszentren mag es sich rechnen, das ein Anbieter in Glasfaser investiert. Er findet hier genügend Kundschaft, die für den Service zahlt, sprich, Gewinne generiert.

Auf dem Land fehlt diese kritische Masse. Es sind also andere Modelle gefragt, die die Kosten für Anbieter und Kommunen im finanzierbaren Rahmen hält.

Die Problematik vom zu langsamen Internet auf dem Land ins anscheinend ins Bewusstsein der Politiker gerückt, sprich die Dringlichkeit wurde erkannt.

Allerdings: solange die Finanzierungsfrage nicht geklärt ist, wird wohl nichts umgreifendes passieren.

Den Schwerpunkt auf den Ausbau der Glasfaser zu legen, ist auch nicht zielführend.

Für Traktoren und Co. brauchen 5G.

Vom Städte- und Gemeinschaftsbund wird deshalb eine Kombination von Festnetz und Mobilfunk gefordert:

“Ziel muss es sein, die Bandbreiten flächendeckend zu erhöhen, anstatt eine Hochleistungsversorgung für wenige anzustreben …. Wir warnen davor, das Wünschenswerte mit dem Machbaren zu verwechseln. Bei der Breitbandversorgung muss der Grundsatz ‘Flächendeckung vor Hochgeschwindigkeit’ gelten”, so Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes (DStGB).

Wie steht es bei Landwirten mit der digitalen Kompetent?

Bernhard Kürsken, Generalsektretär vom Deutschen Bauernverband (DBV) sagte der “Neuen Osnabrücker Zeitung”:

“70 Prozent der Landwirte sind mit ihrer verfügbaren Bandbreite auf dem Hof und dem Acker absolut unzufrieden.”

Dies ist eine durchaus beachtliche Prozentzahl und zeigt den akuten Handlungsbedarf aus.

Aber wie fit sind deutsche Landwirte bei all den digitalen Techniken?

Eine Umfrage des Deutschen Bauernverbandes (DBV) ergab, dass sich Landwirte in Punkto Digitalkompetenz mit der Note “3” bewerten.

Für die Erhebung wurden 850 Betriebsleiter durch ein Marktforschungsinstitut in Zusammenarbeit mit der Bitkom Research befragt.

In der Umfrage gaben die Landwirte folgende Bewertungen ab:

  • 67 Prozent: sehr gute bis befriedigende Digitalkompetenz
  • 16 Prozent: noch ausreichende Digitalkompetenz
  • 16 Prozent: ungenügende oder mangelhafte Digitalkompetenz

Auffällig ist in den Umfrageergebnissen der Altersunterschied bei den Angaben. Je jünger, desto kompetenter, lässt es sich wohl verallgemeinern.

Dies gilt sowohl für Betriebsleiter, als auch für die Mitarbeiter:

  • Alter des Mitarbeiters bis 35 Jahre: 92 Prozent erhielten mindestens die Note “3”
  • Alter des Mitarbeiters über 50 Jahre: 37 Prozent erhielten mindestens die Note “3”

Aber auch wenn die jungen Landwirte mit 87 Prozent angaben, „sehr gut“ oder „gut“ mit den neuen digitalen Entwicklungen zurechtzukommen, 46 Prozent von ihnen ist auch bewusst, dass sie noch mehr Digitalkompetenz für ihren Betrieb benötigen.

Zusammenfassend sehen sich viele Landwirte also nicht gut auf das digitale Zeitalter vorbereitet.

Dies zeigt, dass es nicht nur am Aufbau von Hochgeschwindigkeit auf dem Land mangelt.

Es ist auch wichtig, dass der Umgang mit den Technologien geschult wird. Die Möglichkeiten der digitalen Technik nehmen rasant zu und ändern sich in atemberaubendem Tempo.

Wie bereitet ihr Euch auf die zunehmende Digitalisierung vor und bleibt Up-to-date mit den neuesten Entwicklungen?

AgTech-Landwirtschaft-Digitalisierung

AgTech – Fluch oder Segen für Jobs in der Landwirtschaft?

Die Digitalisierung und Automatisierung in der Landwirtschaft wird immer ausgefeilter. Der AgTech-Sektor ist definitiv auf dem Vormarsch. Aber ist er ein Fluch oder Segen für landwirtschaftliche Jobs?

Smart Farming, Landwirtschaft 4.0, Precision Farming, … die Landwirtschaft der Zukunft setzt auf High-Tech und Digitalisierung.

Auf der einen Seite ist es ein Segen. Die neuen Technologien ermöglichen ein landwirtschaftliches Arbeiten, wie es nie zuvor möglich war.

Die Maschinen übernehmen mehr und mehr das “Denken”, können einschätzen, welche Aktion jetzt am besten ausgeführt wird, um das optimale Wachstam der Pflanzen oder auch Tiere zu gewährleisten.

Individuell, schnell, resourcenschonend, präzise, … – wieso sollte High Tech in der Landwirtschaft ein Fluch sein?

Weil die Technologie menschliche Arbeitskraft ersetzt. Wozu benötigt man noch den Landwirt, wenn die Maschine quasi einen besseren Job macht? 

Kostet Smart Farming uns die Jobs? Bevor wir jedoch zur Beantwortung dieser Frage kommen, lasst uns kurz noch auf eine aktuelle Stellungnahme der WHO schauen:

Antibiotikaeinsatz in vielen Ländern zu hoch

Am Dienstag hat sich die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu dem Antibiotika-Einsatz im Human- und Tierbereich geäußert.

Sie hat vor allem vor einer zu häufigen und sorglosen Verwendung von Antibiotika in vielen Ländern gewarnt.

So gibt es Länder, in denen bis zu 80 Prozent des landesweiten Antibiotika-Verbrauchs in den Ställen eingesetzt wird. 

Vor allem warnt die WHO vor dem Einsatz von Antibiotika um das Wachstum von gesunden Tieren zu fördern oder die Verabreichung der Medikamente ohne eine Diagnose vorab zu erstellen. 

Die Überdosierung bzw. den Missbrauch von Antibiotika in Tieren und Menschen trägt laut WHO zur wachsenden Antibiotika-Resistenz bei. 

„Ein Mangel an wirksamen Antibiotika ist eine ähnlich große Gefahr wie der plötzliche Ausbruch einer tödlichen Krankheit“, sagte Dr. Tedros Adhanom Ghenreyesus, Generaldirektor der WHO.

Laut WHO steige weltweit, aufgrund der steigenden Nachfrage nach tierischen Produkten, der Einsatz von Antibiotika. 

Gleichzeit gibt es aber auch Länder, die den Einsatz reduzieren. So wird die Europäische Union genannt, die bereits seit 2006 Antibiotika zur Wachstumsförderung verbietet. 

Der Deutsche Bauernverband sieht sich in seiner Strategie, den Einsatz von Antiobiotika zu Minimieren, bestätigt. 

Generell hat sich der Antibiotika-Einsatz in Deutschland stark reduziert. So wurden seit 2011 fast 60 Prozent weniger Antibiotika an Tierärzte abgegeben. 

Der Trend zur Reduzierung ist auch aus dem QS-Antibiotikamonitoring deutlich erkennbar. Dieses wirtschaftsgetragene Monitoring zeigt auf, wieviel Antibiotika bei Geflügel, Schweinen und Mastkälbern eingesetzt wird. 

Auch der Einsatz für Wirkstoffe, die zur Therapie bei Menschen eingesetzt werden, hat sich signifikant reduziert. Gegenüber dem Vorjahr wurden 20,2 Prozent weniger eingesetzt. Bei weniger als 1,1 Prozent machten davon kritische Antibiotika aus. 

(Quelle: Deutscher Bauernverband)

Aber nun zur spannenden Frage – kostet uns die AgTech-Branche Jobs?

AgTech – die innovative Branche boomt

Der Suchmaschinenbetreiber Joblift, hat den Stellenmarkt der Agrarwirtschaft der letzten 24 Monate ausgewertet.

Bereits 4 Prozent der Stellenausschreibungen konnten AgTech – Unternehmen zugeordnet werden. 

Und – trotz zunehmender Automisierung wurden in diesem Jahr gegenüber dem Vorjahr 20 Prozent mehr Stellenanzeigen veröffentlicht. 

Die Wachstumstrends sind für die einzelnen Bundesländer jedoch unterschiedlich verteilt. Die folgenden Bundesländer konnten den größten Teil der Stellenausschreibungen für sich verbuchen:

  • Niedersachsen: 14 Prozent
  • Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Bayern: 10 Prozent
  • Schleswig-Holstein: 7 Prozent

Einen kleinen Dämpfer gibt es in den Wachstumszahlen: die Auswertung zeigt auf, dass die befristeten Stellen in 2017 abgenommen haben.

Die Arbeit fällt in der Landwirtschaft saisonal an, so dass die folgende Verteilung durchaus typisch für den Sektor ist:

  • 20 Prozent der Stellenausschreibungen sind Teilzeitstellen
  • 18 Prozent der Stellenausschreibungen sind unbefristete Arbeitsverhältnisse

Allerdings: haben sich in 2017 gegenüber 2016 – trotz wachsendem Agrar-Arbeitsmarkt – die Angebote für befristete Stellen verringert.

So wurden in 2017 gegenüber dem Vorjahr bisher 1.587 mehr Stellen ausgeschrieben, aber zugleich 1.122 weniger befristete Stellen veröffentlicht. 

Für die vergangenen 2 Jahre wurde insgesamt 19.405 Stellen ausgeschrieben.

Rund um den landwirtschaftlichen High-Tech, sprich um agricultural technology (AgTech), ging es bei 4 Prozent der Stellenausschreibungen in den letzten 24 Monaten.

Klingt erstmal vielleicht noch nicht wirklich viel, allerdings:

Der gesamtdeutsche Stellenmarkt als auch die konventionelle Landwirtschaft wuchsen durchschnittlich um die 3 Prozent pro Monat.

Der AgTech-Sektor konnte einen durchschnittlichen Anstieg von freien Stellen um die 12 Prozent pro Monat verzeichnet.

Dies bedeutet, dass die AgTech-Branche boomt. Sie wächst viermal so schnell wie der konventionelle Agrarsektor. 

Agrarinnovationen finden in Konzernen statt

Die Auswertung von Joblift zeigt auch auf, dass sich der innovative Agrarsektor anders als andere Wirtschaftszweige entwickelt. 

Üblicherweise werden Innovationen eher von Startups entwickelt. In der AgTech-Branche werden jedoch nur 11 Prozent der Stellen von Unternehmen mit weniger als 50 Mitarbeiter ausgeschrieben. 

Stattdessen werden Agrartechnologien, wenn man die Stellenausschreiben betrachtet, von Konzernen angeführt. 

Ein Drittel der offenen Stellen wurde von Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeiter angeführt. An der Spitze stehen: 

  • Bayer AG: 7 Prozent der offenen Stellen
  • Robert Bosch GmbH: 5 Prozent der offenen Stellen
  • BayWa AG: 2 Prozent der offenen Stellen

Stellt sich noch die Frage, welche Bereiche besonders gesucht werden. Die AgTech-Branche schreibt vor allem in drei Gebieten aus: 

  • Biomaterials and Food Processing (biochemische Weiterentwicklung von Lebensmitteln sowie deren Qualität und Sicherheit): 19 Prozent der offenen Stellen
  • Smart Farming: Entwicklung von
    • Hardware in Form von Drohnen: 16 Prozent der offenen Stellen;
    • Robotern: 7 Prozent der offenen Stellen
    • Software für Sensor- und Messtechnik, Bilderkennung oder Machine-to-Machine Kommunikation: 16 Prozent der offenen Stellen
  • Crop Science und Soil Tech (Düngermanagement, biologische Inputfaktoren und Behandlung von Saatgut und Böden): 15 Prozent der offenen Stellen

Wer unter Euch mehr wissen möchte zu Berufs- und Karrierechancen in der Landwirtschaft, der sollte auf der Agritechnica 2017 in Halle 21 vorbeischauen. 

Hier gibt es für Euch ein breites Angebot im Bereich Campus & Career.  Der 16. November 2017 ist der Young Farmers Day auf der Agritechnica. 

Hier wird insbesondere für Junglandwirte und Nachwuchskräfte den ganzen Tag ein Fachprogramm mit Fragen zu „Berufseinstieg, Karriere und Gehälter“ geboten. 

Digitalisierung und Automatisierung ändern das Berufsfeld des Landwirt. 

Aber was meint Ihr: wie wird die berufliche Zukunft von Landwirten aussehen? 

Agritechnica-Fendt-Landtechnik

Innovative Landtechnik auf der Agritechnica 2017

Nicht nur Hersteller von Landtechnik bereiten sich gerade auf das landwirtschaftliche Großereignis des Jahres, der Agritechnica 2017, vor.

Auch Ihr seid wohl mitten dabei, nicht nur Hotel und Anfahrt zu planen.

Denn, wenn sich vom 12. – 18. November die landwirtschaftliche Welt in Hannover trifft, ist man wohl besser vorbereitet.

Auf einer Fläche von 394.000 Quadratmeter präsentieren sich 2.900 Aussteller.

Die Agritechnica 2017 ist die weltweit größte Messe für Landtechnik. Aussteller aus 52 Länder sind vertreten.

Zudem gibt es 200 Foren und Fachtagungen, in denen relavante Themen für unsere Landwirtschaft vorgestellt und diskutiert werden, dann kann man wohl meinen, die Messe ist viel zu kurz.

Die Qual der Wahl ist groß. Aber ich weiß nicht wie es Euch geht, aber ich habe auch viel Spaß dran, in ruhigeren Minuten, meine Agritechnica-Tage zu planen.

In den letzten Wochen hab ich schon die eine oder andere Technik, die mit dem Agritechnica Innovations Award ausgezeichnet wurde, vorgestellt.

Hier kommen ein paar weitere Vorstellungen:

Innovation Award in Silver für Krone LiftCab

Krone erhielt für seinen Kabinenlift LiftCab die Silbermedialle.

LiftCab hebt per Knopfdruck den die Kabine um 70 Zentimeter in die Höhe und ist bisher die einzige Technik dieser Art auf dem Markt.

Der Kabinenlift soll die Arbeit der Landwirte beim Häckseln von Mais erleichtern:

Mais kann mittlerweile Höhen von bis zu 4 Meter erreichen. Mit herkömmlicher Technik sieht der Maschinenführer quasi immer nur eine dicke Wand aus Mais.

Mit dem Anheben der Kabine wird damit herblich die Sicht des Fahrers verbessert. Er behält den Überblick, sieht, was um ihn herum alles abläuft.

Neugierig? Dann schaut in Halle 27 beim Stand G21 vorbei.

Innovation Award in Silver für Düsen-Schaltung von Lechler

Auch Lechler konnte für eine wegweisende Innovation einen Preis einheimsen.

Das Unternehmen hat ein Elektrisches-Schließ-Ventil (ESV) entwickelt, welches das Ventil, die Verkabelung als auch den Stecker miteinander verbindet.

Das Lechler ESV ermöglicht damit eine einfache und verwechslungsfreie Montage auf Einzel- und Mehrfachdüsenträgern.

Wie funktioniert das Ventil? Geöffnet und geschlossen wird es über eine CAN-Bus-Steuerung mit geringen Schaltzeiten.

Das ESV ist mit seinen schnellen Reaktionszeiten und seiner hohen Anwendungsgenauigkeit besonderes interessant für Anwendungen in Richtung SmartFarming / Precision Farming.

Wenn die Lechler ESV für Euch interessant ist, dann schaut in Halle 08 am Stand B20 vorbei.

Pflanzenschutztechnik von Fendt auf der Agritechnica

AGCO/ Fendt baut sein Sortiment weiter aus und bietet nun auch angehängte (Rogator 300) und selbstfahrende (Rogator 600) Pflanzenschutzspritzen an.

Beide Serien wurden in Europa entwickelt und werden ab 2018 im AGCO Werk in Hohenmölsen gebaut.

Rogator 600

  • 3 Modelle: Nennvolumen von 4000, 5000 und 600o Litern
  • Arbeitsbreiten von bis zu 36 Meter
  • Zielgruppe: Großflächenbetriebe und Lohnunternehmer
  • Besondere Merkmale: Chassis-Konzept, präzise Gestängeführung sowie erweiterte Technologie- und Spurführungsangebote

Der Rogator 600 wird von AGCO Power Motoren mit 175 bis 242 PS angetrieben. Zusammen mit dem stufenlosen Antriebskonzept und der ausgeklügelten Traktionsregelung kann sich der Selbstfahrer im Einsatz behaupten.

Das Chassis-Konzept sorgt mit seiner hervorragenden, ausgewogenne Gewichtsverteilung bei einem niedrigsten Schwerpunkt für eine sehr ruhige Gestängelage.

Weiterhin zeichnet sich der Rogator 600 aus, durch:

  • vielfältige, serienmäßige Lenkungsvarianten bis hin zur Vierradlenkung bei bestem Wendekreis
  • stufenlose Anpassung der Bodenfreiheit im Feldeinsatz
  • Maximale Flexibilität mit der hydraulischen Spurbreitenanpassung bis zu 2,25 Meter
  • Breite Palette an Befüll-, Gestänge- und Düsentechnologie

Nicht nur die Einzelradaufhängung, sondern auch die neue VisionCab sorgen für ein sehr komfortables Arbeiten.

Der Rogator 600 ist serienmäßig mit einem 10,4 Zoll Varioterminal ausgestattet. Wer Fendt fährt, der wird auch hier die bekannte Bedienlogik des Unternehmens vorfinden.

Rogator 300

  • komplette Neuentwicklung
  • Nennvolumen von 3300, 4400, 5500 sowie 6600
  • Arbeitsbreiten von 24 bis 30 Metern
  • Besondere Merkmale: präzise Gestängeführung, gutes Handling, Chassiskonzept sowie hohe Einsatzsicherheit

Auch beim Rogator 300 kommt das stabile und verwindungssteife Einträger-Chassiskonzept zur Anwendung. Es wurde lediglich um eine universelle Deichsel-Lösung im vorderen Bereich ergänzt.

Der Wechsel zwischen Oben- oder Untenanhängung und die Anpassung der Technik an unterschiedliche Traktoren und Reifengrößen ist damit kein Problem.

Fendt Rogator 300 im Einsatz

Quelle: Fendt TV

Der Fendt Rogator 300 ist mit einer weit hinten angeordneten Achse eine kompakte Maschine mit einem flexiblen Schwerpunkt.

Das schlanke Chassiskonzept ermöglicht jedoch dem OptiSteer-Lenkachsenkonzept reifenabhängig Lenkwinkel von bis zu 35 Prozent und damit eine maximale Wendigkeit.

Das Modell ist zudem vollständig ISOBUS kompatible und AEF zertifiziert. Weitere Merkmale sind unter anderem:

  • Bedienung über Fendt Varioterminal ab Baureihe Fendt 500 aufwärts in ProfiPlus Ausführung
  • Optimierte OptiControl Joystick für einfache und sichere Bedienung
  • serienmäßige, elektrische Einzeldüsenschaltung mit 50 Zentimeter Teilbreiten
  • Mitführung von bis zu 900 Liter Frischwasser in zwei gewichtsoptimierten Tank

Das Fendt Rogator Konzept

Beiden Baureihen liegt das Fendt Rogator Konzept zu Grunde.

So sind die Maschinen serienmäßig mit verwindungsfreien und dennoch leichten Aluminiumgestängen ausgestattet, in denen die Düsen geschützt und einfach auswechselbar eingebaut sind. 

Die Gestängeausleger werden zu beiden Seiten, sprich links und rechts, unabhängig von bis zu fünf OptiSonic Ultraschallsensoren über die Zielflächen geführt. 

Die Gestänge reagieren sehr schnell, so dass gleichbleibende Zielflächenabstände erreicht werden. Es erfolgt zudem ein permanenter Ausgleich von horizontalen Gestängeanregungen bei gleichzeitiger Reduzierung der Belastung des Hauptrahmens.

Die ausreichende Rührleistung für den Brühekreislauf als auch die hohen Ansaugleistung für kurze Befüllzeiten werden von der hydraulisch angetriebenen, schnell reagierenden Zentrifugalpumpe (Förderleistung 785 Liter/ Minute) gewährleistet. 

Auch bei variablen Ausbringmengen können schnellste Mengenanpassungen vorgenommen werden, da ein speziell entwickelter Durchflussmengenmesser mit einem Messbereich von 5 bis 430 Liter / Minute die Information an die Elektrik weitergibt. 

Fendt Rogator 300 und 600 sind sehr ausgeklügelte Systeme, die das Spritzen von Pflanzenschutzmitteln vereinfachen. 

Ihr wollte noch mehr von Fendt? Dann besucht das Unternehmen in Halle 20 auf der Agritechnica 2017.

Worauf freut Ihr Euch am meisten auf der Agritechnica 2017?

John Deere-Landtechnik

John Deere investiert in künstliche Intelligenz

Künstliche Intelligenz ist die Zukunft der Landwirtschaft. Mit seiner Übernahme von Blue River Technology zeigt John Deere, dass das Unternehmen definitiv dieser Meinung ist. 

Für viele klingt „Künstliche Intelligenz“ nach Science Fiction. Es ist immer wieder in den Schlagzeilen. Aber im Alltag ist es eigentlich bisher kaum vertreten.

Der eine oder andere unter uns ist noch in einer Welt aufgewachsen, in der man zum Telefonieren zur nächsten Telefonzelle gegangen ist.

Maschinen die eigenständig denken, in nicht allzu ferner Zukunft gehören Sie wohl genauso zum Alltag dazu wie heute das Handy.

Wahrscheinlich können wir Landwirte uns in dieser Hinsicht glücklich schätzen, weil in unserem Bereich mit Hochdruck nach effizienteren und produktiveren Lösungen gesucht wird.

Aber zunächst erstmal die Schlagzeilen der vergangenen Tage:

1) Für Mais, Roggen und Sorghum gesenkte Zölle

Die Europäische Union hat die Importzölle für Mais, Roggen und Sorghum auf 5,61 Euro pro Tonne gesenkt.

Die Anpassung der Zölle erfolgt, damit die europäischen Landwirte vor einer Benachteiligung auf dem Markt geschützt werden.

Der Einfuhrzoll wird stetig automatisch angepasst. Er ergibt sich aus der Differenz zwischen dem EU-Referenzpreis und der US-Maisnotierung.

Die US-Maisnotierung gilt als Maßstab für das Maismarktpreisniveau. Aufgrund der aktuellen Stärke des Dollars erfolgte die Senkung der Einfuhrzölle.

2)  Xavier stoppt Ernte und Gülleausbringung

In Niedersachsen hat Xavier vielen Landwirten einen dicken Strich durch die diesjährige Ernte und der Aussaat von Wintergetreide gezogen.

In seiner Wucht hat er nicht nur Baum zum Umstürzen gebracht. Viele Maisbestände haben sich ebenfalls teilweise und ganz auf die Erde gelegt.

Wegen dem starken Regen können viele Maisschläge nicht befahren werden. Mit anhaltendem Regen wird die Ernte zunehmend weiter erschwert.

Die Gülleverordnung schreibt sehr klare Fristen für die Ausbringung vor. Leider richten sich Naturgewalten mit ihren Auswirkungen nicht nach den bürokratisch festgelegten Terminen.

Aufgrund des starken Dauerregens sind die Felder unbefahrbar.

Niedersächsische Landwirte stehen vor der Herausforderung, trotz Xavier und Bürokratie die Aussaat des Wintergetreide bestmöglich zu vollziehen.

(Quelle: Agrarheute)

3) Brexit und mögliche Auswirkungen für britische Landwirte

Vom britischen Büro für die Entwicklung des Land- und Gartenbaus (Agriculture & Horticulture Development Board – AHDB) wurden die Auswirkungen für die britischen Landwirte nach Brexit unter die Lupe genommen.

Drei Szenarien wurden von der Behörde näher beleuchtet:

  • Freihandelsabkommen mit der EU: die Landwirte können mit einem stabilen, gegebenenfalls leicht ansteigendem Einkommen rechnen
  • Abschaffung von Freihandelsabkommen mit der EU und der  Direktzahlungen sowie Null-Setzung der Einfuhrzöllen: das durchschnittliche Betriebseinkommen kann von 23.000 GBP auf bis zu 15.000 GBP sinken
  • Beibehaltung eins Teils des Außenschutzes: das durchschnittliche Betriebseinkommen kann auf bis zu 20.000 GBP fallen.

Wie bei allen politischen Veränderungen gilt auch beim Brexit für die britischen Landwirte sich so früh wie möglich über die Konsequenzen für den eigenen Hof ein Bild zu verschaffen, um rechtzeitig notwendige Anpassungen einleiten zu können.

4) 300 Millionen an Strafzahlung rechtens

Die EU-Milchabgabevorschriften, die für jeden Milchviehhalter die Höhe der Milchlieferungen festlegte, gehören seit dem 31. März 2015 der Vergangenheit an.

Milchviehhalter hatten geklagt, da sie Strafen, die wegen einer Überlieferung im Milchwirtschaftsjahr 2014/2015 gezahlt werden mussten, für nicht rechtswidrig hielten, da diese nach dem 31. März 2015 fällig wurden.

Nun hat der Bundesfinanzhof in letzter Instanz bestätigt, dass diese rechtskonform sind. Bis zum Stichtag der Abschaffung, war die Milchquote in Kraft. Dies ist ausschlaggebend, auch wenn die Zahlung erst zu einem späteren Zeitpunkt rückwirkend eingefordert wurde.

Die Strafzahlungen sind wohl nicht der einzige Punkt, der im Zusammenhang mit der Milchquote die Landwirte beschäftigt.

Seit dem Wegfall im Frühjahr 2015 haben netto über 5600 Betriebe die Milchproduktion aufgegeben. Insbesondere in Süddeutschland haben viele Landwirte ihren Betrieb aufgegeben.

Auffällig ist, dass inbesondere die Milchviehhaltung mit kleineren Betriebseinheiten nicht mehr rentabel erscheint.

Von den Betrieben mit weniger als 100 Kühen haben über 6100 Höfe aufgeben. Die Zahl der Betriebe mit über 100 Kühen ist hingegen um rund 560 Betriebe gestiegen.

John Deere auf Zukunftskurs

Landtechnik weißt heutzutage bereits mehr intelligente Technik auf, als Aussenstehende wohl vermuten würden.

Landwirtschaft gehört zu einer der innovatisten Branchen. Dies beweist jetzt auch John Deere.

Das Unternehmen hat eine Vereinbarung zur Übernahme von Blue River Technology unterzeichnet.

Hier ein kurzer Einblick, wenn auch auf Englisch, was das Unternehmen macht.

Sehen und Sprühen – Gezielte Unkrautkontrolle

Quelle: Blue River Technology

Die Maschinen erkennen die einzelne Pflanzen, sprich das Unkraut und wenden entsprechend nur für die einzelne Unkrautpflanze gezielt die Pflanzenmittel an. 

Blue River Technology ist spezialisiert auf die Entwicklung von Technologien und Anwendungen von Künstlicher Intelligenz, die eine gezielte Behandlung von Einzelpflanzen ermöglichen.

John Deere nimmt damit ein kalifornisches Start-Up auf, dass als innovativer Vorreiter neue, zukunftsweisende Ansätze einbringen wird.

Blue River Technology setzt auf Bilderkennungssystemen, Robotertechnologie und „lernenden Maschinen“, die einzelne Pflanzen erkennen, identifizieren und entsprechende Maßnahmen gezielt durchführen.

Ziel ist es

  • Maßnahmen an den Pflanzen gezielter durchführen zu können damit
  • Ganzflächenbehandlungen überflüssig werden und somit
  • der Herbizidaufwand deutlich gesenkt werden kann.

Damit ist auch John Deere definitiv auf Innovation in Richtung Precision Farming eingenordet.

Was meint Ihr, wie lange wird es noch dauern, bis die Behandlung von Einzelpflanzen in der deutschen Landwirtschaft Standard sein wird?