Autonome Landtechnik Agritechnica 2017

Landtechnik: Spargelroboter, autonome Mähdrescher und Unkrautroboter

Neues aus der Welt der Landtechnik: In Russland rollte im August der erste selbstfahrende Mähdrescher vom Band, eine Schweizer Firma arbeitet an dem ersten vollständig autonomen Unkrautroboter und die Niederländer basteln an dem weltweit ersten Spargelroboter rum.

Bevor wir loslegen, hier noch ein kurzer Blick auf die neuesten Schlagzeilen aus unserer Branche. Wir starten mit den Direktzahlungen 2016 weil diese den einen oder anderen von Euch besonders stark interessieren könnten.

1. Landwirtschaftliche Direktzahlung in 2016 liegen bei 4,84 Mrd. EUR

Das Bundeslandwirtschaftministerium hat die aktuellen Zahlen bzgl. Direktzahlungen für das Antragsjahr 2016 veröffentlicht. Diese lauten wie folgt: rund 4,84 Mrd. EUR wurden an insgesamt 316.600 Antragssteller ausgeschüttet.

Die Aufteilung auf die jeweiligen Posten sieht wie folgt aus:

  • 2,95 Mrd. EUR Basisprämie (61% an der Gesamtzahlung)
  • 1,43 Mrd. EUR Greeningprämie (rund 30% von der Gesamtsumme)
  • 332,5 Mio. EUR Umverteilungsprämie für kleine und mittlere Betriebe
  • 45,5 Mio. EUR Unterstützung für Junglandwirte
  • 22,0 Mio. EUR Unterstützung für Kleinerzeuger

Die ausgezahlte Prämiensumme lag unter dem Niveau von 2015. Die meisten Empfänger von Direktzahlungen kamen aus Bayern.

Quelle: Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft

2. Strategische Allianz: Amazone und die Agrom-Gruppe intensivieren ihre Zusammenarbeit

Eine breitere Produktpalette und damit einhergehend auch mehr Kunden — das ist das Ziel der verstärkten Zusammenarbeit zwischen Amazone und der Agrom-Gruppe.

In den Niederlassungen Württemberg und Nordbaden soll es ab Januar sämtliche Dünge- und Pflanzenschutztechnik von Amazone zu kaufen geben. Am neuen Standort Billigheim, welches Januar 2018 große Eröffnung feiert, bietet Agrom die komplette Produktpalette von Amazone an. Die Standorte in Baden werden ihre Amazone-Produktportfolio später aufstocken.

Martin Bauknecht, Geschäftsführer der ZG Raiffeisen Technik-Gruppe (die Muttergesellschaft der Agrom-Gruppe) äußerte sich zur Kooperation mit Amazone wie folgt:

„Amazone Landmaschinen ist bekannt als Spezialist für erfolgreiche Dünge- und Pflanzenschutztechnik. Wir sind überzeugt, dass auch die Produkte in Bodenbearbeitung und Aussaat unsere Kunden begeistern werden.“

Quelle: ZG Raiffeisen

3. Ranking: Universität Hohenheim ist die beste Agrar-Uni Deutschlands

Die Zeitschrift „U.S. News & World Report“ hat das aktuelle „Best Global Universities Ranking 2018“ bekannt gegeben. Dabei belegt die Universität Hohenheim in Stuttgart die Pole Position im Bereich Agrarforschung in Deutschland.

Im europäischen Vergleich belegt die Uni Hohenheim Platz 3 und weltweit Platz 9.

Auf das gleiche Ergebnis kommt auch das NTU-Ranking der National Taiwan University. Auch in diesem Ranking belegt die Universität Hohenheim den ersten Platz in Deutschland.

Laut NTU-Ranking belegen folgende Unis die ersten fünf Plätze in Deutschland:

  1. Universität Hohenheim
  2. TU München
  3. Universität Bonn
  4. Universität Göttingen
  5. Universität Gießen

Quelle: Universität Hohenheim, US News & World Report

Weltweit erster Spargelroboter erntet präziser als ein Mensch

Ein StartUp aus den Niederlanden setzt bei der Spargelernte auf modernste Technik. Die Firma Cerescon hat nach eigenen Angaben den weltweit ersten Roboter hierfür entwickelt.

Die Vorteile: bessere Qualität und mehr Ertrag.

Und wie läuft dieser Prozess ab?

Die 3-reihige Maschine erfasst den Spargel in der Erde und erntet ihn während der Fahrt. Die selektive, vollautomatische Spargelerntemaschine funktioniert wie folgt…

Quelle: Cerescon, YouTube

Der 1-reihige Prototyp hat bereits eine Saison geerntet und erfolgreich abgeschlossen. Jetzt ist die 3-reihige Maschine dran; diese soll bereits im nächsten Jahr einsatzfähig sein.

Die beiden großen Vorteile nochmal im Überblick:

  • Halbierung der Erntekosten: Der Roboter ersetzt rund 70 Saisonarbeitskräfte und ernte bis zu 50 Hektar Spargel pro Saison.
  • Verbesserte Qualität aufgrund der unterirdischen Erfassung des Spargels

GPS gesteuerter autonomer Unkrautroboter soll 20-Mal weniger Pflanzenschutzmittel verbrauchen

Autonome Landtechnik, selbstfahrende Landmaschinen – das ist der neue Trend und darüber werden wir in den kommenden Monaten und Jahren noch jede Menge hören.

Laut Angaben des Schweizer Start-Up Unternehmens Ecorobotix sei der Unkrautroboter der erste vollständig autonome Feldroboter zur Unkrautbekämpfung in Reihenkulturen, beim Zwischenfruchtanbau und auf Grünland.

Die intelligente Maschine erkennt die Unkräuter mit Hilfe von Farbkameras und besprüht mit Pflanzenschutzmitteln sehr gezielt das Unkraut an der richtigen Stelle.

Quelle: ecoRobotix, YouTube

Ein paar technische Details im Überblick:

  • Der selbstfahrende Unkrautroboter wiegt 130 kg
  • GPS-Steuerung
  • Arbeitet bis zu 12 Stunden pro Tag ohne menschliche Kontrolle
  • Zwei Photovoltaikmodule sorgen für Energie

Der Unkrautroboter der laut Unternehmensangaben 20-mal weniger Pflanzenschutzmittel benötigt, soll 2019 auf den Markt kommen.

Autonomer Mähdrescher schmückt zum ersten Mal die Felder in Russland

Nach fünf Jahren Projektarbeit ist es soweit. Der erste selbstfahrende Mähdrescher ist vom Band gelaufen und die Russen jubeln. Die aktuelle Maschine muss noch von einem Menschen kontrolliert werden, aber das AI-System befreit den Landwirt von den meisten Tätigkeiten.

Ausgerechnet eine Frau revolutioniert mit ihrer Firma Cognitive Technologies die fahrerlose Landtechniklandschaft in Russland. Olga Uskowa und ihr Team haben fünf Jahre hart dafür gearbeitet, dass der selbstfahrende Mähdrescher im August in der Region Rostow im Süden Russlands zum ersten Mal zum Einsatz kommt.

Die vollautonome Version ist für 2023 geplant.

Autonome Landtechnik

Die Roboter erobern nicht nur unsere Autobahnen und Fabriken, sondern auch unsere Felder. In Japan entstand eine Roboter -Salat-Farm, zur Unkrautbekämpfung werden Drohnen und Feldroboter eingesetzt und jetzt kommt auch noch ein Spargelroboter zum Einsatz.

Ja, die Welt der Landtechnik hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Und was in den nächsten Jahren auf uns zukommt, das traue ich mich teilweise kaum auszusprechen bzw. zu schreiben.

Fakt ist, Roboter werden Arbeitsplätze ersetzen.

Fakt ist, es werden neue Arbeitsplätze geschaffen, denn die lieben Roboter muss auch jemand kontrollieren, pollieren und warten. Es kommen spannende Zeiten auf uns zu.

Autonome Landtechnik – wo geht Eurer Meinung nach die Reise hin?

John Deere Traktoren Agritechnica

Traktoren: Autonom, gepanzert, exotisch

Wir haben zwar die diesjährige Agritechnica hinter uns gelassen, aber die vielen interessanten Gespräche über autonome Traktoren und Mähdrescher, Drohnen, Feldroboter und Virtual Reality sind hängen geblieben.

Das was innovative Landtechnikhersteller in den USA und Russland hinkriegen, schaffen auch die Inder. Heute möchte ich Euch Indiens erstes fahrerlose Traktor vorstellen. In wenigen Monaten kommt dieser bereits auf den Markt. Anschließend werfen wir einen Blick auf den gepanzerten 6R John Deere Traktor – ein Hinkucker auf der Agritechnica.

Bevor wir loslegen, hier noch die aktuellsten Meldungen aus unserer Branche.

1. Glyphosat wird für weitere 5 Jahre zugelassen

Die Entscheidung ist gefallen: Glyphosat wird bis 2022 zugelassen.

18 EU-Mitgliedstaaten haben dafür gestimmt, darunter Deutschland, Großbritannien, Dänemark, Spanien, Polen und Rumänien. Neun EU-Länder waren dagegen, u.a. Österreich, Frankreich und Italien. Portugal war das einzige Land was sich enthalten hat.

Damit hat das ganze Durcheinander rund um das Thema Neuzulassung ein Ende. Die EU-Kommission wollte zunächst eine Verlängerung um 10, dann 7 und zuletzt dann 5 Jahre. Die Reaktionen aus der Politik ließen nach der Entscheidung nicht lange auf sich warten. SPD und Grüne sind empört.

Quelle: EU-Kommission, ZDF

2. Stellenabbau bei Nordex wegen starkem Erlösrückgang

Der Hamburger Ökostrom-Anlagenbauer Nordex steckt in großen Schwierigkeiten. Das Unternehmen musste seine Umsatzziele erneut nach unten korrigieren. Die Gründe: Auftragsflaute und Gewinneinbruch.

Im dritten Quartal betrug der Umsatz 818,3 Millionen EUR; das sind 4% weniger als im Vorjahr. Die Hanseaten rechnen für 2017 mit einem Erlös von weniger als 3,1 Mrd. EUR. Von den mehr als 5.000 Mitarbeitern sollen nun 500 Jobs in Europa wegfallen.

Quelle: Nordex, NDR

3. Salzstöcke – eine neue Speichertechnik für erneuerbare Energien

Die Frage nach der Speicherung von überschüssiger Energie aus regenerativen Energiequellen wie z.B. Strom, Wind oder Sonne beschäftigt Wissenschaftler und Forscher auf der ganzen Welt.

Eine mögliche Antwort auf diese Frage soll nun aus Deutschland kommen, u.z. aus einer gemeinsamen Kooperation der Universität Jena mit dem Unternehmen EWE aus Oldenburg. Die Damen und Herren wollen unterirdische Salzstöcke als Speicherort verwenden.

Das Projekt „brine4Power“ läuft. In einem Salzstock in Norddeutschland werden zur Zeit 700 Megawattstunden, Energie von rund zwei Dutzend Windrädern, gespeichert. Damit können täglich 75.000 Haushalte mit Strom versorgt werden.

Ob sich „die größte Batterie der Welt“ bewährt, das werden die nächsten Tests zeigen.

Quelle: EWE, Spiegel Online

Indiens erster autonomer Traktor ist Anfang 2018 einsatzbereit

Der indische Landtechnikhersteller Mahindra & Mahindra hat seinen ersten autonomen Traktor vorgestellt. Nächstes Jahr kommt die Version mit Fahrer-Assistenz auf den Markt. In 2019 soll dann die 100% fahrerlose Variante einsatzbereit sein.

Quelle: Mahindra Tractors, YouTube

Wie funktionieren die autonomen Traktoren von Mahindra?

Die Basis stellt das Geofencing-System dar. Eingebaute Kameras erkennen die Hindernisse und weichen aus oder stoppen das Fahrzeug. Die Kontrolle findet über ein Tablet statt.

Weitere technische Details:

  • GPS-gesteuerte automatische Lenkung
  • automatische Steuerung des Hubwerks
  • automatisierter Wendevorgang am Vorgewende
  • Einbau in Mahindra-Traktoren mit 20 bis 100 PS

Der Traktorenhersteller Mahindra hat seinen Hauptsitz in Chennai und beschäftigt rund 200.000 Mitarbeiter in 100 Ländern. In Indien liegt der Marktanteil bei 43% im Segment Traktoren. Mit der innovativen Technologie erhofft sich Mahindra einen Marktanteilsanstieg von drei Prozentpunkten.

Quelle: Mahindra & Mahindra, ETtech.com

Agritechnica-Highlight: Gepanzerte Traktoren von John Deere

Jeder der mal auf der Agritechnica zu Besuch war, weiss wie groß der John Deere Stand ist. Und wenn alles schön grün funkelt, dann fällt es jedem auf, wenn auf einmal etwas Graues aus der Reihe tanzt. In diesem Falle handelt es sich um den gepanzerten John Deere 6R der Landtechnikhändler Rebo und Rheinmetall Defence.

Der „große Junge“ mit Panzerglasscheiben und Stahlboden ist nicht für den Gemüseanbau gedacht und auch nicht für Krisengebiete. Ganz im Gegenteil, der Traktor soll beim Mähen des heimischen Truppenübungsplatzes eingesetzt werden und den Fahrer vor Splitter und Blindgängern schützen.

Ein paar technische Details:

  • die Basis stellt der JD 6R Traktor dar
  • Stahlplatten schützen den Unterboden
  • Beheizte Panzerglasscheiben rings um die Kabine (bessere Sicht, Glas wird nicht beschlagen)
  • Kabine erfüllt NATO-Norm

Die Bedienbarkeit der Maschine wird dadurch nicht eingeschränkt. Das Duo Komfort und Sicherheit ist gegeben.

Quelle: Rebo-Landmaschinen

John Deere Geschäftsjahr 2017: Höhere Nachfrage führt zu einer Gewinnsteigerung von 42%

John Deere beendet das Geschäftsjahr 2017 mit einem deutlichen Umsatz- und Gewinnplus.

Der Umsatz für 2017 beträgt 29,738 Mrd. USD und ist demnach um 12% zum Vorjahr gestiegen. Der Nettogewinn stieg auf 2,159 Mrd. USD, d.h. ein plus von 41,6% gegenüber 2016.

Die Gründe für dieses gute Ergebnis liegen vorrangig in den höheren Liefermengen und Preisen sowie dem vorteilhaft zusammengesetzten Produktportfolios.

Ende des Jahres soll auch die Übernahme der Wirtgen Group in trockenen Tüchern sein. In 2018 erwartet die amerikanische Company einen Umsatz von 3,1 Mrd. USD durch die Wirtgen Group. Der Nettogewinn 2018 für die gesamte JD Gruppe soll bei 2,6 Mrd. USD liegen. Das entspricht einer Erwartungshaltung von +20% Gewinnsteigerung.

Weg frei für autonome Landmaschinen und Traktoren

Das was noch vor wenigen Jahren absolut unvorstellbar war, ist heute Realität geworden.

Die fahrerlosen „Genossen“ sollen bald nicht nur unsere Strassenbegleiter werden – im Sinne von PKWs, LKWs und Bussen, sondern auch unsere Felder erobern. Die USA investiert jede Menge Geld in Tech-Innovationen und sie dominieren zur Zeit die Schlagzeilen mit Tesla oder Google. Wir dürfen jedoch die anderen Teilnehmer nicht vernachlässigen, vor allem die Power die hinter einem Land wie China steckt.

Es bleibt auf jeden Fall spannend.

Welche autonome Traktoren findet Ihr am tollsten?

VENTOR 4150-Kartoffelernte-Kartoffelroder

Von Kartoffeln und dem VENTOR 4150

Grimme präsentiert auf der Agritechnica seinen selbstfahrenden Kartoffelroder VENTOR 4150, der mit seinen vier Reihen neue Standards setzt. 

Bevor wir uns auf die technischen Details der Neuheit stürzen, lasst uns noch einen Blick auf aktuelle Ereignisse in der deutschen Landwirtschaft schauen: 

Ende der Zuckerquote

Zum 01. Oktober fällt die Zuckerquote weg.

Viele Landwirte hatten bereits ihre Anbaufläche erweitert, so dass in den deutschen Zuckerfabriken dieses Jahr mehr Hände als bisher gebraucht werden dürften.

Es wird sich zeigen, wie der Wegfall der Quote sich auf die Märkte auswirken wirkt. Mit einem erhöhten Angebot an Zuckerrüben kann es durchaus zu einer Verschärfung des Wettbewerbs kommen.

Sturmtief Sebastian sorgt für massive Schäden

Das Wetter in Deutschland zieht vielen Landwirten derzeit einen Strich durch die Ernteerwartungen.

Nachdem in den letzten Wochen bereits der Süden vom Sturmtief „Kolle“ getroffen wurde, ist nun der Norden und Westen vom Sturmtief „Sebastian“ stark getroffen wurden.

Die neuesten Schätzungen gehen von knapp 25.000 Hektar Mais aus, der von dem Unwetter abgeknickt oder auch abgebrochen wurden ist.

Insbesondere für die abgebrochenen Stängel ist eine baldige Ernte ratsam. Vom Strum getroffen wurden insbesondere ertragsreiche, hohe Maissorten mit einem gut ausgebildeten Kolben.

Allein in Nordrhein-Westfalen sind nach Schätzungen bis zu 40 Prozent der Maisfläche geschädigt.

Die am Boden liegenden Maispflanzen sind von den Erntemaschinen nur schwer fassbar. Die Schäden für die Landwirte dürften sich im zweistelliger Millionenhöhe beziffern.

In Deutschland wird Mais auf rund 15 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche angebaut. Der Maisanbau wurde um etwa 1,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr eingeschränkt.

Gründe hierfür liegen in der gute Vorjahresernte, die für gut gefüllte Lager sorgte als auch in der Deckelung auf maximal 50 Prozent Masseanteil Mais für Biogasanlagen.

Aber nicht nur für den Maisanbau wird 2017 ein eher bescheidenes Jahr. Es ist Erntesaison für die Spätsorten von Kartoffeln.

(Quelle: Agrarheute, Wochenblatt)

Berg- und Talbahn beim Kartoffelanbau

Der Regen, der in einigen Regionen zu früh, in anderen zu heftig und zuviel auftrat, sorgte für Bangen beim Wachstum.

Hinzu kamen wärme Temperaturen. Warm und feucht – genauo wie es Pilze lieben. Das Klima der letzten Wochen begünstigte damit die Ausbreitung von Phytophtora-Fäule.

Die Frühkartoffeln sorgten bei den Landwirten bereits für ein stetiges Hoffen und Bangen. Und auch wenn die Ernte geringer ausfiel, die Preise für Kartoffeln blieben auf einem niedrigen Niveau.

Nun heisst es bei den Spätkartoffeln nochmals Nerven zu behalten.

Das mit Abstand wichtigste Bundesland für den Kartoffelanbau ist Niedersachsen (111.700 Hektar).

An zweiter und dritter Stelle liegen Nordrhein-Westfalen (41.500 Hektar) und Bayer (30.000 Hektar). (Quelle: Deutscher Bauernverband, DBV)

Wusstet Ihr, dass derzeit nur jeder dritte Kartoffel auch letztendlich vom Endverbraucher gekauft und als normale Speisekartoffel verzehrt wird?

Die meisten Kartoffeln landen in verarbeiteter Form im Haushalt der Endverbraucher. Als Industrie- oder Verarbeitungskartoffel liefern sie den Rohstoff für die Herstellung von Pommes, Chips und Co.

Dieser ist übrigens stark in asiatischen Ländern wie beispielsweise Japan nachgefragt, wo Naturkatastrophen die natürlichen Kartoffelbestände stark dezimiert haben.

Pünktlich zur Kartoffelsaison hat Grimme seinen neuen Kartoffelroder vorgestellt. Präsentiert wird der VENTOR 4150 auf der Agritechnica 2017.

VENTOR 4150 – Leistung pur

Die Maschine mit ihren 15 Tonnen und 530 PS glänzt vor allem durch die erstmalige Umsetzung eines 4-reihigen Systems, das auf dem SE-Prinzip basiert.

Damit wurde von Grimme realisiert, was vom Markt schon länger gefordert wurde.

VENTOR 4150 setzt neue Standards

Quelle: Agrifoto

Der selbstfahrende Kartoffelroder mit seinen 4 Reihen beeindruckt sehr, oder? Hier sind die wesentlichsten Highlights des Hochleistungsgerätes für Euch zusammengefasst:

  • Selbstfahrend und straßenzugelassen
  • Problemloses Anroden aus der Gare ermöglicht den Verzicht auf energieintensive Krautschläger
  • TerraFloat: Breitflächige Verbreitung für eine optimale Absiebung bereits ab dem ersten Siebband
  • Speedtronic: geschwindigkeitsabhängige, automatische Regelung der Trenngeräte
  • Inspektionsplattform: Platz für bis zu 3 Personen für das Verlesen der Kartoffeln
  • Überladebunker: 15 Tonnen Fassungsvolumen
  • Spurversetztes Fahren (sogenannter Hundegang): Ganzflächiges Überfahren des Bodes mit großvolumigen Breitreifen
  • kleiner, innerer Wendekreis von nur 6,1 Metern
  • zum Patent angemeldete Verschränkung: immer gleichbleibende, produktschonende Übergabe vom ersten auf das zweite Siebband

(Quelle: Grimme Gruppe)

Der VENTOR 4150 ist also ein Kraftpaket, das ein produktives Arbeiten mit enormer Leistung ermöglicht.

So robust die „Arbeitstechnik“ ist, so ausgeklügelt ist der Komfort für den Fahrer. Dieser hat

  • einen optimalen Blick auf das Aufnahmeaggregat und dank ErgoDrive Bedienoberfläche alle Funktionen des Roders im Griff.
  • perfekten Überblick über alle Funktionen und den Maschinenstatus mit einem 12,1 Zoll großen CCI 1200 Terminal
  • serienmäßig an Board: Videoüberwachungssystem Visual Protect, Coming Home Funktion, MemoryControl zum Speichern und Abrufen von Rodeparametern, Autopilot
  • einen vollständigen Rundumblick ohne tote Winkel dank der hochmodernen, verzerrungsarmen Weitwinkelkameras und dem hochauflösenden Monitor mit Splitscreenfunktion

Den VENTOR 4150 werden wir uns auf der Agritechnica 2017 von Nahen anschauen dürfen.

Welches sind für Euch derzeit die größten Herausforderungen bei der Ernte? 

New Holland Landtechnik agra

Landtechnik: Neues von New Holland und Kverneland

Neues aus der Welt der Landtechnik: New Holland setzt in puncto Innovation nicht nur auf autonome Traktoren sondern auch auf Traktoren mit Methangas. Auf der Farm Progress Show in Illinois (USA) wurde ein neuer Prototyp vorgestellt.

Auch von Kverneland Vicon gibt es Neues zu berichten: dieser wird auf der kommenden Agritechnica seinen Vierkreiselschwader Andex 1505 mit GPS-Steuerung vorstellen.

Bevor wir loslegen, hier noch ein kurzer Blick auf die neuesten Schlagzeilen aus unserer Branche. John Deere hat seine Q3-Zahlen veröffentlicht. Der amerikanische Landtechnikhersteller schloss das dritte Quartal mit 160 Mio. USD weniger Gewinn ab als in Q2.

1. John Deere mit weniger Nettogewinn

Am 30. Juli 2017 ist bei John Deere das dritte Quartal des Geschäftsjahres zu Ende gegangen. Die Ergebnisse sind wie folgt:

  • Nettogewinn Q3/2017 liegt bei 641,8 Mio. USD (Vorjahr Q3/2016 bei 488,8 Mio. USD)
  • Kumulierter Gewinn der ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2017 liegt bei 1,649 Mrd. USD (Q1-Q3/2016 bei 1,239 Mrd. USD)
  • Umsätze weltweit Q1-Q3/2017 stiegen um 8% auf 21.720 Mrd. USD

Die positive Entwicklung wird insbesondere von der steigenden Nachfrage nach Land- und Baumaschinen getragen.

2. Cargill investiert in „clean meat“ und setzt auf Fleisch aus Zellkulturen

Fleisch vom Rind, Huhn oder Schaf?

Das war gestern.

Die Zukunft heißt „clean meat“ oder „sauberes Fleisch“.

Das Besondere dabei: dieses Fleisch kommt nicht vom Tier, sondern wird im Labor aus Zellkulturen hergestellt. Und glaubt man dem Start-up Unternehmen Memphis Meats aus San Francisco, dann kommt das „saubere Fleisch“ bereits 2021 auf die Teller der Verbraucher.

Memphis Meats hat mächtig Geld bekommen, um die Produktion des „clean meats“ im industriellen Maßstab zu konkurrenzfähigen Kosten möglich zu machen. Mehrere Konzerne, darunter auch Cargill und Privatanleger wie z.B. Bill Gates oder Richard Branson haben insgesamt 17 Mio. USD in die Entwicklung des „clean meats“ investiert.

Und wie lautet die Begründung für das Labor-Fleisch?

Um den Proteinhunger der wachsenden Weltbevölkerung zu stillen, braucht man zukünftig keine Tiere mehr zu halten und schlachten. Wer Lust auf einen Burger hat wird zukünftig auf Wunsch eine kultivierte Fleischmasse erhalten.

Quelle: Cargill, Wall Street Journal

3. Aldi Süd verkauft Möhren und Äpfel der Handelsklasse II

In der westlichen Welt ist das Thema Lebensmittelverschwendung ganz akut. Was optisch nicht passt, wird aussortiert und landet in den Müll. Damit soll Schluss sein.

Mit der Kennzeichnung „Krumme Dinger“ bietet Aldi Süd ab sofort Obst und Gemüse an, die Schönheitsfehler aufweisen. Zunächst sind es Möhren aus biologischem Anbau. Ab Ende September gibts dann auch Bio-Äpfel mit dem Logo „Krumme Dinger“.

Mit dieser Initiative setzt Aldi Süd ein Zeichen gegen Lebensmittelverschwendung. Gleichzeitig möchte das Unternehmen die Ursachen für Lebensmittelverluste eruiren und Reduktionspotenziale identifizieren.

Landtechnik und Neuheiten

Heute ist der letzte Tag der Farm Progress Show 2017 aus Decatur im Bundesstaat Illinois, USA. Es ist Amerika’s größtes Outdoor Farm Event, ein Ort wo sich die Agro-Community seit mehr als 64 Jahren trifft.

Eine Klasse Gelegenheit für Landtechnik-Experten und -Hersteller aus der ganzen Welt sich auszutauschen und neue Ideen und Inspiration zu sammeln. Vieles was hier gezeigt wird, landet im November auch in den Hannoverschen Hallen.

New Holland plant serienreifen Methangas-Traktor

New Holland hat die diesjährige Farm Progress Show aus den USA dafür genutzt um unter anderem:

  • sein NHDrive Concept – dem fahrerlosen Traktor und
  • einen neuen Prototypen eines Methangas-Traktors vorzustellen

Letztes Jahr im Herbst stellte New Holland erstmals einen Methangas-Traktor vor. Nun steht die zweite Generation des T6.180 in den Startlöchern. Die Pläne des Unternehmens sind ambitioniert: innerhalb der nächsten drei Jahren soll der Methangas-Traktor serienmäßig angeboten werden.

Quelle: YouTube, New Holland North America

Ein paar technische Details im Überblick:

  • 6-Zylinder Methangas-Motor mit einer Leistung von 180 PS und 740 Nm wie ein vergleichbarer Diesel-Traktor
  • 10% weniger CO2-Ausstoß und 80% weniger Ausstoß insgesamt als vergleichbare Diesel-Traktoren
  • 30% weniger laufende Kosten als vergleichbare Diesel-Traktoren

Quelle: New Holland Agriculture, The Weekly Times

Vicon Andex 1505 ganz neu mit GPS-Steuerung

Diejenigen unter uns die Kreiselschwader bei der Arbeit einsetzen, kennen die Marke Vicon der Kverneland Group. Der Vierkreiselschwader Andex 1505 wurde mit der GPS-Funktion GeoRake gepimpt.

Wie funktioniert das Ganze?

Die Kreisel heben automatisch am Vorgewende aus und setzen in der neuen Bahn wieder ein.

Der Vorteil für den Fahrer: dieser kann sich auf den Wendevorgang bzw. die Einstellung der Maschine konzentrieren. GeoRake soll letztendlich den Fahrer entlasten.

Quelle: YouTube, Kverneland Group

Ein paar technische Details im Überblick:

  • Arbeitsbreite von max. 15 m
  • variable Arbeitsbreite von 9,80 bis 15 m stufenlos hydraulisch verstellbar
  • Transportbreite und -höhe unter 4 m
  • ProLine Ölbad-Getriebe (wartungsfrei)
  • ISOBUS-Steuerung

Der neue Schwader mit GPS soll im November auf der Agritechnica 2017 vorgestellt werden.

„Clean Meat“, Landtechnik und GPS

Heute war ja alles in den News dabei: vom Labor-Fleisch über einen Schwader mit GPS-Steuerung bis hin zum serienmäßigen Methantraktor. Dass wir im Bereich Agro und Landtechnik innovativ sind, steht ausser Frage. Ob wir dabei immer öfter die ethischen Grenzen überschreiten ist eine völlig andere Sache.

Ich bin gespannt wie das deutsche und europäische Publikum auf das aus den USA stammenden Konzepts des „sauberen Fleisches“ oder „clean meat“ reagieren wird. Ich gehe davon aus, dass wir ganz viele Debatten hören werden und dieses Thema auch auf der Agritechnica die eine oder andere kontroverse Meinung hervorrufen wird.

Roboter, autonome Traktoren, Drohnen, Labor-Fleisch-Diskussionen… Worauf freut Ihr Euch am meisten wenn es heisst: Tor auf für die weltweit größte Landtechnikmesse?

NOVACAT A9 Landwirtschaft-Agrarbetrieb

Der NOVACAT A9 – Nachwuchs bei Pöttinger

Pöttinger hat mit seinem neuen NOVACAT A9 für Nachwuchs bei seinen Mähkombinationen gesorgt.

Diesen müssen wir natürlich direkt mal näher unter die Lupe nehmen.

Aber zuvor noch ein kurzes Update zur Übernahme von Monsanto durch Bayer.

EU-Kommission äussert Bedenken

Der Zusammenschluss der Konzerne Monsanto und Bayer ruft für die EU-Kommission wettbewerbsrechtliche Bedenken hervor.

Der Wettbewerb für Pflanzenschutzmittel, Saatgut und Gentechnik-Konstrukte könnten durch die Übernahme erheblich beeinträchtigt werden.

Die möglichen Konsequenzen eines Zusammenschlusses in dieser Größenordnung sind nicht gering:

höhere Preise, geringere Qualität, weniger Auswahl und geringere Innovation. Insbesondere äußerte die EU-Kommission Besorgnis hinsichtlich eines erschwerten Zuganges von Wettbewerbern zu Verteilern und Landwirten.

“Saatgut und Pestizide sind für Landwirte und letztendlich auch für die Verbraucher von entscheidender Bedeutung. Wir müssen auf diesen Märkten einen wirksamen Wettbewerb sicherstellen, sodas Landwirte Zugang zu innovativen Produkten und einer besseren Qualität haben und Produkte zu wettbewerbsfähigen Preisen kaufen. Gleichzeitig müssen wire in Umfeld wahren, in dem Unternehmen innovative tätig sind und in verbesserte Produkte investieren”, meinte EU-Kommissarin Margrethe Verstager.

Bis zum 8. Januar 2017, d.h. 90 Arbeitstage, hat die Kommission, um einen Beschluss zu erlassen.

Die bisher vorliegenden Verpflichtungsangebote von Bayer und Monsanto reichen der EU-Kommission nicht, um die wettbewerbsrechtlichen Bedenken auszuräumen.

Aber kommen wir nun zum Nachwuchs bei den Mähkombinationen: 

Der Neue NOVACAT A9 – kompakte Qualität

Der kleine Bruder des NOVACAT A10 misst in Kombination mit einem Frontmähwerk 8,92 oder 9,18 Meter Arbeitsbreite.

Lasst uns auf die weiteren Besonderheiten des NOVACAT A9 schauen:

Die Mähkombination ist sehr anpassungfähig: Er kann mit einer Front-/Heck-Kombination (Anbaubock für 3,0 bzw. 3,5 Meter Frontmäher) genutzt werden. Die Anpassung der Arbeitsbreite erfolgt über zwei Absteckpositionen.

Die Überdeckung beträgt:

  • in der engsten Position zwischen einem 3,0 Meter Frontmähwerk und der Kombination 52 Zentimeter und
  • in der maximalen Position zwischen einem 3,50 Meter Frontmähwerk und der Kombination 60 Zentimeter.

Der Mittelrahmen zeichnet sich durch Stabilität aus. Einzigartig sind

  • der neue Antriebsstrang Y DRIVE und
  • die beidseitige, hydraulische Anfahrsicherung NONSTOP LIFT.

Y DRIVE – Antrieb der neuen Generation

Das spezielle Eingangsgetriebe Y DRIVE mit Stirnradgetriebe verfügt über einen gegenüberliegenden Antrieb und sorgt für:

  • einen ruhigeren Lauf bei gleichzeitig
  • höherer Leistungsfähigkeit (auch bei hartem Einsatz und in Vorgewendeposition)
  • einer deutlich verlängerten Lebensdauer

Der Y DRIVE erlaubt den Einsatz von längeren Standardwellen mit geringerer Abwinkelung.

Ermöglicht wurde der spielfreie Antrieb über Standardgelenkwellen durch die Positionierung der Überlastkupplung am Getriebe und der optimalen Drehzahlübersetzung des Getriebes.

Ein Doppelgelenk in der inneren Mähtrommel sorgt für eine spannungsfreie Verbindung zwischen Winkelgetriebe und Balken.

NONSTOP-LIFT – neue, hydraulische Anfahrsicherung

Mit der innovativen Technik NONSTOP-Lift wird der Mähbalken optimal geschützt.

Ein effizientes Ausweichen des Mähbalkens bei Hindernissen wird hierbei durch die beidseitige Anfahrsicherung ermöglicht.

Mit NONSTOP-LIFT löst sich das Mähwerk leichter vom Hindernis. Größere Schäden des Mähwerks können auch bei höheren Geschwindigkeiten vermieden werden. Die wird ermöglicht durch:

  • Ausleger: Lagerung über ein Kugelgelenk und hydraulische Vorspannung über einen Dreieckslenker
  • Auslösedruck: ersichtliche und leichte Einstellung am Manometer
  • „dreidimensionaler“ Schutzmechanismus: beim Auslösen wird der Ausleger über den Dreieckslenker nach hinten geschwenkt und zusätzlich über das Kugelgelenk vorne hochgedreht

Den NOVACAT A9 gibt es mit Schwadformer ohne Aufbereiter, mit ED-Zinkenaufbereiter oder mit RCB-Walzenaufbereiter. Bei allen Modellen ist eine hydraulische Mähwerkentlastung inklusive.

Auch der NOVACAT A9 ist mit dem Markenzeichen der NOVACAT-Serie ausgestattet: dem Mähbalken mit dem serienmäßigen Klingen-Schnellwechselsystem.

Ein perfekter Futterfluss, eine erstklassige Schnittqualität als auch die optimale Schonung der Grasnarbe werden erreicht durch

  • abgeflachte Kegelflächen
  • einen optimierten Gegenschneidebereich sowie
  • die großzügige Überlappung der Messerlaufbahnen.

Komfortabel, einfach und Kompakt

Für die Straße kann das Mähwerk hydraulisch hochgeklappt werden. Die Sicherung erfolgt über die stabile Transportverriegelung.

Zudem ist in Transportposition der Mittelrahmen der tiefste Punkt, d.h. es besteht keine Beschädigungsgefahr.

Der NOVACAT 9 zeichnet sich durch sein kompaktes Format aus:

  • Transporthöhe: 4,0 Meter
  • Transportbreite: 2,95 Meter
  • Bodenfreiheit im Transport: 31 Zentimeter (schmale Variante) bzw. 18 Zentimeter (breite Variante)

Serienmäßig hat Pöttinger die Mähkombination mit dem SELECT CONTROL Bedienterminal ausgestattet. Das doppelt wirksame Steuergerät zeichnet sich aus durch:

  • Vorwahl der Mäheinheiten
  • Steuerung der Seitenschutzklappung
  • Hydraulische Transportentriegelung
  • Einstellung der Entlastung über Absperrhähne
  • Integration einer Wartungsanzeige

Pöttinger fasst die Merkmale seines neusten NOVACAT- Zuwachses zusammen mit: erstklassige Schnittqualität, Einsatzsicherheit, Wirtschaftlichkeit und einer hohen Lebensdauer.

Für alle Technikfans, die am Wochenende noch nichts vorhaben, hab ich jetzt noch einen Leckerbissen:

am 27.08.2017, sprich diesen Sonntag, findet auf dem Feld zwischen Rambrouch und Roodt, Luxembourg, der 12. Internationale Mähdreschercross statt.

Ein Rennen der besonderen Art

In drei Klassen und in drei Runden treten bei dem Motorspektakel aufgemotzte Mähdrescher gegeneinander an. Auf der 450 Meter langen Piste dürfen sie zeigen, was in ihnen steckt.

Die 35 teilnehmenden Rennfahrer kommen aus Luxembourg, Deutschland und den Niederlanden und dürfen Ihre Maschinen mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 100 Stundenkilometern über das Feld preschen lassen.

In der Standardklasse dürfen die Motoren und der Antrieb nicht ausgetauscht werden. Hier darf jedoch in der Spezialklasse fleissig aufgepimpt werden.

Auch Frauen gehen in einer eigenen Klasse an den Start. Und wem das Rennen von Erntemaschinen an sich zu langweilig ist, für den gibt es noch die Klasse, in der Mähdrescher einen Wohnwagen hinter sich herziehen.

Jawohl, einen Wohnwagen. Und hier soll es richtig krachen, denn hier geht darum, den Anhänger der Gegner zu zerstören.

Wer von heulenden Motoren und dicken, schwarzen Rauchschwaden nicht genug bekommen kann, der ist am Wochenende in Luxemburg genau richtig.

Welchen Spaß erlaubt Ihr Euch mit Euren Mähdreschern, die als Erntemaschinen ausrangiert sind?