Fendt Landtechnik auf Agra 2017

Landtechnik: Neues von AGCO, Case IH und Fendt

Neues aus der Welt der Landtechnik: AGCO übernimmt die Sparte Precision Planting LLC von der Monsanto-Tochter Climate Corporation. Case IH rüstet seine Maxxum-Baureihe mit einem neuen achtstufigen Lastschaltgetriebe ActiveDrive 8 aus und bei Challenger findet ein Re-Branding statt.

Bevor wir loslegen, hier noch ein kurzer Blick auf die neuesten Schlagzeilen aus unserer Branche. Das Thema „Diesel“ beschäftigt auch die Agrarwelt – so ganz ohne Skandale, kommen wir dann doch nicht davon.

1. EU-Schutzzölle für Biodiesel: Bleiben sie bestehen oder war’s das?

In Brüssel wird erneut über das Thema Importzölle u.a. auch für Biodiesel diskutiert. Sollten diese wegfallen, dann steht die deutsche und europäische Biodieselindustrie inkl. der Rapsanbauern vor großen Herausforderungen. Es drohen starke Absatzeinbrüche.

Die Gefahr kommt aus Argentinien und Indonesien. Ob die Anti-Dumping-Zölle der EU aufrecht erhalten bleiben, das werden wir sehen. Der Druck auf den europäischen Markt dürfte sich aufgrund der ab August 2017 von den USA eingeführten Anti-Dumping-Maßnahmen gegen argentinischen Biodiesel wesentlich erhöhen.

Sollte die EU-Kommission die Höhe der Zölle drastisch nach unten schrauben, dann gäbe es für die europäischen Anbieter kaum noch einen Außenschutz.

2. Fendt auf der Pole-Position bei Traktoren-Neuzulassungen

Im ersten Halbjahr 2017 wurden in Deutschland 14.280 Traktoren neu zugelassen. Den ersten Platz belegt Fendt mit 3.332 neu zugelassene Traktoren und erreicht damit einen Marktanteil von 23,3%.

John Deere belegte den zweiten Platz mit 2.726 Traktoren.

Quelle: VDMA

3. Cross-Compliance-Kontrollen und die neue Düngeverordnung

Die Behörden kontrollieren ab August die Einhaltung der neuen Regelungen.

Dabei gilt folgendes zu beachten:

  • Seit 2. Juni 2017 ist die neue Düngeverordnung in Kraft getreten
  • Ab 1. August 2017 tritt die neue Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen ein

Nun weist das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft darauf hin, dass die beiden Verordnungen auch auf Cross-Compliance eine Auswirkung haben.

Landtechnik und Neuheiten

Diejenigen unter uns die dachten, „jetzt kehrt endlich etwas Ruhe in unsere Branche ein“ – haben sich gewaltig geirrt.

Von wegen Ruhe. Das kennen wir Landwirte doch auch nicht. Warum soll es den „Goliaths“ unserer Branche nicht anders gehen?

Und prompt rüttelt und schüttelt die nächste Übernahme die Kalkulationen des Einen oder Anderen. Die Rede hierbei ist von der jüngsten AGCO-Übernahme im Bereich Precision Farming.

John Deere ist gescheitert. Jetzt versucht es die AGCO.

Deere & Company wollte bereits in 2015 den Deal mit der Monsanto-Tochter Climate Corporation LLC besiegeln, aber da hatte das US-amerikanische Justizministerium etwas dagegen. Die US-Behörden sagten 2016 nein und im Mai diesen Jahres, trat JD nach weiteren gescheiterten Verhandlungen zurück.

Jetzt kommt der Ball wieder ins Rollen, denn es gibt einen neuen Käufer am Horizont. Es handelt sich hierbei um den Multi-Brand Konzern AGCO. Beide Unternehmen gaben gestern bekannt, dass sie eine endgültige Vereinbarung unterzeichnet haben.

Ganz so überraschend kommt die Übernahme dann doch nicht, denn es gibt jede Menge Handlungsbedarf wenn es um die Präzisionslandwirtschaft geht. Führende Landtechnikhersteller die ihre Positionen und Marktanteile als Fullliner beibehalten wollen, müssen diese Investitionen rechtzeitig in die Zukunft tätigen. Lieber gestern und heute, als morgen.

Die Transaktion muss erst noch von den Behörden genehmigt werden.

Ab sofort 8 Lastschaltstufen für die Case IH Maxxum-Baureihe

Case IH’s Maxxum-Baureihe ist ab sofort mit einer zusätzlichen Getriebeoption ausgestattet: ActiveDrive 8  besteht aus acht Lastschaltstufen und ist mit jeweils 24 Vorwärts- und Rückwärtsgängen für alle Maxxum Multicontroller lieferbar.

Die Getriebepalette der Maxxum-Baureihe besteht fortan aus dem:

  • ActiveDrive 4, dem vierstufigen Lastschaltgetriebe mit jeweils 16 Vorwärts- und Rückwärtsgänge und einer Höchstgeschwindigkeit von 40 km/h
  • CVXDrive, dem stufenlosen Getriebe für die Modelle von 116 bis 145 PS und einer Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h
  • ActiveDrive 8, dem neuen achtstufigen Getriebe

Weitere Besonderheiten des neuen Getriebe:

  • Diese ist mit einer Schaltautomatik ausgestattet. Die Automatik kann durch die Betätigung des Kickdown-Pedals übersteuert werden.
  • Die Kupplung muss beim Schalten in den nächsten Gang nicht betätigt werden.
  • Lastschaltbare Wendeschaltung via Multicontroller-Bedienarmlehne mit Joystick.

Hier noch ein Blick auf die Ergebnisse eines aktuellen Praxistests vom Case IH Maxxum 145 CVX…

Quelle: top agrar, YouTube

Rebranding in der Landtechnik: Challenger-Raupen und -Spritzen laufen zukünftig unter der Marke Fendt

Zurück zu AGCO und seiner Marke Challenger

Jetzt ist es besiegelt: das Challenger-Team in der Vertriebsregion Europa und Mittlerer Osten wird in die AGCO-Marke Fendt integriert. Aus gelb wird grün und für Fendt ein weiterer Schritt in Richtung Fullliner. In den anderen AGCO-Regionen firmieren die Raupen und Spritzen weiterhin unter der Marke Challenger. 

Fendt-Vertriebspartner können in West- und Zentraleuropa bereits ab der Agritechnica 2017 die Raupen und Spritzen anbieten und verkaufen. Die Umstellung in Osteuropa findet ein Jahr später statt, zur Agrosalon 2018 (Moskau) bzw. Interagro 2018 (Kiew).

Hinzu kommt, dass die Produktion der Challenger-Produkte aus dem niederländischen Grubbenvorst nach Hohenmölsen verlagert wird. Die anderen Abteilungen, u.a. auch Forschung und Entwicklung, bleiben in Grubbenvorst.

Landtechnik aus einer Hand

Jeder der Großen verfolgt die Full-Liner-Strategie, das ist mittlerweile auch dem kleinsten Glied in der Kett klar geworden. Egal ob John Deere oder AGCO, die Fusionen, Übernahmen und strategische Kooperationen nehmen kein Ende.

Immer mehr in immer weniger Händen. Das ist Konzentration. Das verleiht Macht. Und genau diese Tendenzen werden auch bei uns in der Landwirtschaft immer ausgeprägter. Wir brauchen nicht mehr den Einzelhandel beschimpfen oder mißtrauisch auf die großen Pharmakonzerne und Banken blicken, denn in unserem „Metier“ ist es langsam auch nicht mehr ganz so ohne…

Was kommt als Nächstes? Wer übernimmt wen? Wie lauten Eure Tipps zur Zukunft der Landtechnik und Agrarbranche?

Autonome Landtechnik

Autonome Landtechnik: Von der Zulassung und KfZ-Steuer befreit

Während sich die Presse auf die klimaschädlichen Diesel- und Benzinmotoren stürzt und über den eventuellen Verlust von mehr als 600.000 Jobs berichtet, blickt unsere Branche in die Zukunft. Die Aufmerksamkeit richtet sich auf die autonome Landtechnik.

Der Bundesrat hat selbstfahrende Futtermischwagen in die Kategorie „selbstfahrende Arbeitsmaschinen“ eingeordnet. Dadurch sind sie zulassungsfrei und nicht mehr kraftfahrtsteuerpflichtig.

Bevor wir in die Welt der autonomen Landmaschinen einsteigen, hier noch ein kurzer Blick auf die neuesten Schlagzeilen aus unserer Branche.

1. 100 EUR Zuschuss von der SVLFG sichern

Die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) bezuschusst Produkte wie z.B. Kameras, Reifenmontagegehilfen oder Fixiereinrichtungen in der Tierhaltung – welche die Arbeit sicherer und arbeitsgerechter machen.

  • Anträge können ab dem 1. August 2017 gestellt werden.
  • Es steht ein Fördertopf mit 200.000 EUR zur Verfügung.
  • Pro Produkt wird ein Zuschuss von max. 100 EUR ausgezahlt.
  • Kostet das Produkt weniger als 100 EUR, dann wird der Anschaffungspreis erstattet.
  • Jeder Betrieb kann ein Produkt fördern lassen.

Welche Voraussetzungen das Produkt und Euer Unternehmen erfüllen müssen, erfahrt Ihr auf der Seite der SVLG.

2. Ökofläche in Deutschland steigt um 15%

Immer mehr Betriebe in Deutschland setzen auf Ökolandwirtschaft, so die aktuellen Strukturdaten der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE).

In 2016 stiegen 2.396 Betriebe neu in den Ökolandbau ein. Das entspricht einem Wahcstum von 9,6% gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt verzeichnete Deutschland 27.132 ökologische Betriebe in 2016.

Dieser Anstieg wirkte sich auch auf die Ökofläche aus. In 2016 wurden auf 1.251.320 ha Bio-Produkte hergestellt; ein Zuwachs von 14,9%. Der Anteil an der gesamten deutschen Agrarfläche beträgt 7,5%.

Im EU-Ökolandbau-Vergleich liegt Deutschland auf Platz 4 hinter Frankreich. Den ersten Platz belegt Spanien.

3. Lemken rüstet Anhängespritzen Primus und Albatros mit ISOBUS aus

Wer Optik und Technik verbessert und damit ständig am Ball bleibt, der fürchtet sich nicht vor der Zukunft. Und genau das zeigen die neuen Updates des Herstellers Lemken bei seinen Feldspritzen.

Zu den Neuheiten zählen:

  • Neuer Jobrechner und Terminal
  • ISOBUS serienmäßig für Primus 12 und Albatros 12 => bedienbar mit jedem Terminal
  • EES-Ausstattungspaket mit automatisierter Wasserhydraulik => Fahrer kann Reinigungsprozedur direkt aus der Kabine betätigen
  • Frischwasserbehälter mit 320 L Füllvermögen
  • LED-Beleuchtung
  • Rundere Verkleidungen

Die neuen Primus und Albatros von Lemken sind ab Juli 2017 bestellbar.

Autonome Landtechnik: Wie geht die Regierung mit diesem Trend um?

Umweltbewusster und schadstoffarm – darüber sind sich wohl alle einig wenn es um das Thema Elektroautos geht.

Wie wird aber das autonome Fahren eingeschätzt? Ist das immer noch ein Traumdenken des Tesla CEOs Elon Musk oder werden wir von dieser Realität eher „überrollt“ als es uns lieb ist?

Die Robotisierung kann keiner mehr aufhalten.

Die Maschinen werden immer präziser und sicherer, und ja, vieles erledigen sie besser als wir Menschen. Die Kunst besteht also darin Mensch und Maschine optimal im Einklang zu bringen, sie als ein integratives Ganzes unserer Gesellschaft zu sehen.

Selbstfahrende Futtermischwagen: Keine KfZ-Steuer und zulassungsfrei

Der Bundesrat hat im Juli 2017 zugestimmt, dass selbstfahrende Futtermischwagen in die Definition von „selbstfahrenden Arbeitsmaschinen“ aufgenommen werden und demnach:

  • von der Zulassung und
  • vom Kraftfahrtsteuer befreit sind.

Es gibt jedoch auch eine Eingrenzung die zu beachten ist, nämlich, dass die Fahrzeuge eine bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h nicht überschreiten dürfen. Diese Geschwindigkeitsgrenze soll bei der Abgrenzung selbstfahrender Futtermischer für die Fütterung von Tieren versus zum Transport von Gütern helfen. Der Zweck bleibt ausschlaggebend.

Die Angaben des Bundesverkehrsministeriums finden hier Berücksichtigung.

Der Bedarf für selbstfahrende Maschinen bzw. autonome Landtechnik ist da. Man kann sich dem Strukturwandel und der Nachfrage wiedersetzen oder wie hier in diesem positiven Beispiel, man packt das Thema rechtzeitig an und findet eine Lösung womit alle Parteien einverstanden sind.

Nachzulesen ist alles in der Zweiten Verordnung zur Änderung der Fahrzeug-Zulassungsverordnung und der Gebührenverordnung für Maßnahmen im Straßenverkehr.

Seedmaster präsentiert autonomen Multifunktions-Ackerroboter

Die nächste Innovation im Bereich autonome Landtechnik kommt von einem kanadischen Hersteller.

Seedmaster will mit der selbstfahrenden Systemmaschine DOT Power PlatformTM die Art und Weise wie wir Landwirtschaft betreiben, revolutionieren.

Was kann denn dieser Wunderroboter?

Quelle: Dot SeeDotRun, YouTube

Laut Hersteller sollen mit dem DOT-Ackerroboter zukünftig mehr als 100 verschiedene Funktionsgeräte angeschlossen werden können die jeweils diverse Feldarbeiten durchführen. Der Anbau der Ackerbaugeräte wird von der Roboterplattform selbständig vollzogen.

Die autonome, hydraulisch angetriebene Systemplattform soll ab 2018 auf Testbetrieben zum Feldeinsatz kommen.

Was wird sich in den kommenden Jahren auf unseren Feldern tun?

Autonom oder nicht – wie sieht die Zukunft der Landwirtschaft Eurer Meinung nach aus?

Landtechnik auf Agra 2017

Landtechnik: Güttler und Schäffer stellen Neuheiten vor

Neues aus der Welt der Landtechnik: Güttler erweitert sein Walzenportfolio um die Mayor Prismenwalze mit einer Arbeitsbreite von 7,70 Meter. Schäffer startet mit dem Modell 9640 T eine neue Generation von Teleskopradlader.

Bevor wir loslegen, hier noch ein kurzer Blick auf die neuesten Schlagzeilen aus unserer Branche. Eine neue strategische Allianz sorgt bei dem einen oder anderen für Staunen.

1. John Deere und Kramer rücken näher zusammen

Ist die Einkaufstour von John Deere zu Ende?

Wer weiss? …

Fakt ist, der Landtechnik-Hirsch aus den USA ist eine strategische Allianz mit der Firma Kramer-Werke GmbH (Tochterunternehmen von Wacker Neuson SE) eingegangen. Im Rahmen dieser Partnerschaft sollen Kramer Rad- und Teleskoplader über die John Deere Vertriebspartner angeboten werden. Der Markenname Kramer wird beibehalten.

Und was erhoffen sich die beiden Parteien von dieser strategischen Zusammenarbeit?

JD will seinen Vertriebspartnern ein umfassendes Programm von landwirtschaftlichen Rad- und Teleskopladern anbieten. Kramer wiederum erwartet durch die Kooperation einen besseren Zugang zu den Märkten weltweit.

Noch ist nicht alles in trockenen Tüchern. Die Zustimmung der Kartellbehörden steht noch aus.

2. Pöttinger setzt auf den Standort Österreich und investiert 100 Mio. EUR in ein neues Werk

Das österreichische Familienunternehmen Pöttinger hat ein 16 Hektar großes Grundstück im Gewerbepark Stritzing (St. Georgen) erworben und will dort ein neues Werk für Ladewagen und Rundballenpressen bauen.

Die Investitionen belaufen sich auf 100 Mio. EUR. Das neue Werk soll etwa 600 neue Arbeitsplätze schaffen. Produktions-Geschäftsführer Jörg Lechner begründet den Neubau mit dem Auslaufen des Mietvertrages in der alten Fabrik aus Grieskirchen sowie mit der „Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit und das weitere Wachstum“.

Die erste Ausbaustufe wird in 2021 in Betrieb genommen.

Quelle: nachrichten.at

3. Erste Ergebnisse des Milchmengen-Reduktionsprogramms: 834.000 t weniger Rohmilch angeliefert

Rund 48.000 Erzeuger haben insgesamt 834.000 t weniger Rohmilch an die Verarbeiter geliefert, so eine aktuelle Mitteilung der EU-Kommission. Das Milchmengen-Reduktionsprogramm wurde als eine „sehr erfolgreiche Maßnahme“ bezeichnet.

Die Milchmarktkrise sorgte für eine Schieflage am Markt. Um diese zu beseitigen wurde das oben aufgeführte Programm ins Leben gerufen. Die Umsetzung erfolgte in Q4/2016 bzw. im Januar 2017. Die Erzeuger bekamen 14 Cent/kg nicht ausgelieferter Milch. Die EU-Kommission hat hierfür 150 Mio. EUR budgetiert. Per heute wurden lediglich 112 Mio. EUR benötigt.

Landtechnik und Neuheiten

Es geht wieder aufwärts: Die wirtschaftliche Stimmung der deutschen Landwirte verbessert sich, so die aktuellen Zahlen des Konjunkturbarometer Agrar des Deutschen Bauernverbands (DBV) vom Juni 2017. Die verbesserte Stimmungslage wird von den positiven Zukunftserwartungen getragen und nicht von der aktuellen wirtschaftlichen Lage.

Egal wie, positive Stimmung klingt schonmal gut. Das dürfte auch die Innovationstreiber und Landtechnikhersteller neuer Maschinen freuen, denn positiv befindet sich oft in direkter Korrelation mit mehr Einkaufslust und -potenzial.

Bleiben wir bei den Innovationstreibern. Hier kommen zwei Neuheiten aus den Häusern Güttler und Schäffer.

Güttler präsentiert neue Walze mit 7,70 Meter Arbeitsbreite

Die Mayor 640 Prismenwalze von Güttler kennt jeder der mit Bodentechnik etwas zu tun hat. Jetzt hat der Landtechnikhersteller ein weiteres Modell zur Baureihe Mayor hinzugefügt. Es handelt sich um die Variante Mayor 770 mit 7,70 m Arbeitsbreite.

Kurzer Rückblick auf den Güttler-Stand von der letzten Agritechnica in 2015…

Quelle: Güttler, YouTube

Die Kunden haben danach gefragt. Landwirte wollten mehr Arbeitsbreite haben. Güttler hat zugehört und mit dem Mayor 770 diese Anfrage erfüllt.

Ein paar technische Details:

  • Ganzjahres-Prismenwalze, einsetzbar im Grünland und Ackerbau
  • Walzensterne in einer Flucht angeordnet
  • Kann an dem Nachsaat-Gerät GreenSeeder 750 gekoppelt werden

Schäffer stellt mit dem Modell 9640 T eine neue Generation Teleskopradlader vor

Steigen wir doch am besten direkt in die technischen Spezifikationen ein, damit Ihr Euch ein schnelles Bild von dem neuen Teleskoplader macht:

  • 4-Zylinder Deutz-Motor mit 100 kW (136 PS)
  • Abgasstufe Tier 4 Final ohne einen Dieselpartikelfilter (geringere Betriebskosten + Wartungsaufwand)
  • Einsatzgewicht zwischen 8,4 t und 9,7 t
  • Hubhöhe von 5,40 m
  • Hubkraft von 4,2 t
  • Load-Sensing-Arbeitshydraulik mit Fördervolumen von 145 l/min
  • hydraulisch angetriebener Lüfter
  • 24-Zoll Bereifung
  • Doppelkupplungsgetriebe + ECO-Fahrmodus sind feste Bestandteile der 40 km/h-Version

Das Auffälligste an dem neuen Schäffer Teleskoplader ist die Kabinengestaltung und das Kabinendesign. Der Joystick soll noch einfacher zu bedienen sein und neue Funktionen sollen bei der Erhöhung der Arbeitsproduktivität helfen.

Konventionelle und Autonome Landtechnik

Mercedes und Bosch testen fahrerlose Taxis, Tesla hat die Massenproduktion seines Billigmodels Tesla Model 3 begonnen und bei uns in der Landwirtschaft geht es mit selbstfahrenden Traktoren und Futtermischwagen sowie autonomen Feldrobotern auch ganz schön rund.

Lange Zeit wurde das autonome Fahren belächelt. Experten haben die Entwicklung für Quatsch gehalten. Und wie sieht es heute aus?

Die Zahl der Skeptiker vermindert sich und die Anzahl derjeniger, die Angst haben durch die „autonome Entwicklung“ ihre Jobs zu verlieren, steigt.

Wir sehen zur Zeit nur die Spitze vom Eisberg.

Vor 20-25 Jahren gabs noch kein Internet und heute kann sich kaum einer mehr eine Welt ohne Amazon, eBay, Facebook, WhatsApp & Co. vorstellen. Wer sich traut einen Blick in die Zukunft zu werfen, weiss, dass autonom die Norm sein wird. Viele können und wollen sich das heute nicht vorstellen. Aber das war es doch immer so mit bahnbrechenden Innovationen. Irgendwie scheint die Menschheit sehr wenig aus der Vergangenheit gelernt zu haben…

Wo gehts hin mit den Innovationen in der Landtechnik? Was glaubt Ihr?

Gülletechnik bei Agrarbetrieb Gülleausbringung

Gülletechnik: Samson und Vredo stellen Neuheiten vor

Im Bereich Gülletechnik tut sich sehr viel. Der dänische Hersteller Samson bringt mit dem Güllefass PG II 28 ein neues Modell u.a. mit mehr Platz für Schleppschlauchgestänge und mehr Bodenfreiheit auf den Markt. Der niederländische Hersteller Vredo hat einen Gülle-Flex-Tank für seinen Gülle-Selbstfahrer VT7028-3 entwickelt.

Bevor wir die beiden Neuheiten aus der Welt der Gülletechnik näher unter die Lupe nehmen, werfen wir doch einen kurzen Blick auf die aktuellen Meldungen aus unserer Branche.

1. John Deere auf Einkaufstour: nach Wirtgen folgt Mazzotti

Erst vor wenigen Wochen machte Deere & Company Schlagzeilen durch den Kauf der deutschen Wirtgen Group.Die Amerikaner weiten ihre Markanteile ungebremst weiter aus. Jetzt ist der italienische Pflanzenschutzgerätehersteller Mazzotti aus Ravenna dran.

Das Familienunternehmen Mazzotti gibt es bereits seit 30 Jahren. Die Marke Mazzotti hat sich weltweit in der Pflanzenschutzspritzen-Industrie bewährt. Nach der Übernahme, sollen die Marke und der Name Mazzotti trotzdem beibehalten werden.

2. Volvo VM Autonomous – der erste autonom fahrende LKW wird in Brasilien bei der Zuckerrohrernte eingesetzt

Tesla, Google, Case IH, New Holland… autonome PKWs und Traktoren erobern der Reihe nach unsere Straßen und Felder. Jetzt bietet ein autonom fahrender LKW Unterstützung bei der Zuckerrübenernte.

Der Volvo VM Autonomous fährt geschmeidig über die Rübernplantagen in Brasilien. Der Dreiachser mit Auffangbehälter rollt synchron neben der Erntemaschine.

Das moderne Fahrerassistenzsystem sorgt dafür, dass der 270 PS starke Volvo VM 6×4 immer aus Kurs bleibt und seine Spuren nicht verlässt. Präzision ist wichtig; der LKW soll ja nicht über die Zuckerrohrpflanzen fahren.

Quelle: Volvo Trucks & Buses Argentina, YouTube

Zwei GPS-Antennen auf dem Dach helfen bei der Standorterkennung. Der LKW folgt anschliessend den Koordinaten einer digitalen Karte von der Zuckerrohrplantage. Die Pflanzenreihen sind genau markiert. Dadurch werden Verluste minimiert, da der LKW in seiner Spur bleibt und die Reihen nicht überfährt.

Die Produktivität steigt ebenfalls, da diese Arbeit auch während der Nacht problemlos weitergeführt werden kann.

Kaufen kann man den Volvo VM Autonomous noch nicht. Dieser befindet sich in der Entwicklungsphase und soll frühestens 2018 auf den Markt kommen.

Gülletechnik von Samson und Vredo

Samson präsentiert neuen Güllefass PG II 28

Flexible und unabhängige Füllsysteme sind für Samson von großer Bedeutung. Aus diesem Grund wird das ältere Modell PG 27 durch den neuen Güllefass PG II 28 ersetzt. Bei dem Upgrade wurden mehrere Sachen geändert und optimiert.

Die wichtigsten Änderungen im Überblick:

  • Der Güllefass PG II 28 ist um 35 cm länger wodurch mehr Platz für Schleppschlauchgestänge geschaffen wird.
  • Vollhydraulischer Radantrieb (HWD)
  • Vereinfachte Bedienung der Achsanhebung
  • Geänderter Unterboden bietet mehr Bodenfreiheit
  • Der Drehpunkt des Krafthebers wurde abgesenkt, um die Zuglinien zum Gerät zu verbessern

Die Kraftheber werden auch bei den Güllewagen PG II 31 und PG II 35 angepasst, damit diese die gleiche geometrische Form haben.

Zur Verabschiedung des Vorgängermodells, hier noch ein kurzes Video vom Samson PG 27 bereitgestellt von den Kollegen von Trekkerweb aus den Niederlanden.

Quelle: Trekkerweb.nl, YouTube

Vredo präsentiert ein neues Konzept, den Gülle-Flex-Tank

Der holländische Hersteller Vredo hat für seinen größten Gülle-Selbstfahrer einen speziellen Tank entwickelt. Es handelt sich hierbei um einen aufpumpbaren Gülle-Flex-Tank.

Anders als der Standardtank aus Glasfaser und Kunststoff, hat der neue Tank eine geringere Breite, und zwar nur 2,1 m (Standardtank liegt bei 2,6 m Breite). Trotz der geringeren Breite, fasst der neue aufpumpbare Tank 32 m³.

Der aufpumpbare Gülle-Flex-Tank ist für den dreiachsigen VT7028-3 gedacht und erreicht bei der Nutzung eines Schleppschlauch- oder Schleppschuhgestänges bis 30 m eine Transportbreite von 3 m.

Der große Vorteil: die Maschine kann ohne Ausnahmegenehmigung gefahren werden.

High-Tech und Gülletechnik

High-Tech gehört dazu… egal ob Landtechnik, Gülletechnik oder xxx-Technik.

Ideen gibt es wie Sand am Meer. Eine Idee kann jedoch noch so brilliant sein, wenn sie nicht umgesetzt wird, wenn man nicht einmal einen Prototypen vorzeigen kann, dann ist diese Idee wertlos. Und das gilt in jeder Branche, unabhängig vom Industriezweig.

Dabei dürfen wir nicht vergessen, dass diejenigen Ideen die ganze Branchen ändern, oft aus einer anderen Branche stammen. Ford war zu seiner Zeit so begeistert vom Fleischverarbeitungsprozess in einer Metzgerei, dass er dieses System in die Automobilbranche einführte. Ähnliches gilt für autonome Vehikeln, egal ob PKWs oder LKWs. Das was Roboter können, das kriegen auch Transportmittel hin.

Wir werden in den kommenden Jahren noch sehr viele Änderungen und Neuheiten erleben. Das was wir heute sehen ist nur die Spitze vom Eisberg.

Was glaubt Ihr? Wie wird Eurer Meinung nach die Welt der Land- und Gülletechnik in den kommenden zehn Jahren aussehen?

Landtechnik von JD agra 2017

Landtechnik: John Deere, Kuhn und Kramer stellen Neuheiten vor

Neues aus der Welt der Landtechnik: John Deere stellt seine neue Mähdrescher-Serie S700 vor. Mit gleich vier Modellen will JD die Saison 2018 erobern.

Kuhn präsentiert den Performer 3000, eine Grubberkombination für Traktoren von 200 bis 350 PS. Kramer wiederum erweitert sein Produktportfolio um neue Teleskoplader mit bis zu 9 m Stapelhöhe.

Bevor wir loslegen, hier noch ein kurzer Blick auf die neuesten Schlagzeilen aus unserer Branche. Eine Kündigungswelle sorgt für Aufsehen.

1. 330 Mio. EUR für ein neues Milchwerk? Ohne uns!

Im Rahmen der „Hochwald 2020“-Strategie soll ein neues, hocheffizientes Milchwerk gebaut werden. Die Mitglieder sollen am Neubau beteiligt werden, d.h. für die kommenden fünf Jahren gibt es 2,5 Cent/kg weniger.

Viele Bauern ziehen die rote Karte; sie machen Gebrauch von ihrem Sonderkündigungsrecht. Die Frist läuft jedoch Ende Juni 2017 ab. Bis dahin sollen laut dlz-Informationen insbesondere aus Rheinland-Pfalz jede Menge Kündigungen eingehen.

2. Syngenta verkauft Rübengeschäft an die DLF Seeds

Noch ist die Übernahme von Syngenta durch ChemChina nicht in trockenen Tüchern und da erreicht uns schon eine neue Nachricht. Es handelt sich hierbei um die Rübensparte der Schweizer. Diese wird von der dänischen DLF Seeds übernommen.

Das Rübengeschäft soll das Produktportfolio von DLF Seeds erweitern. Das Unternehmen ist auf Leguminosen, Zwischen- und Hülsenfrüchte sowie Futter- und Rasengräser spezialisiert.

Die Übernahme soll bis zum Ende des 3-ten Quartals behördlich genehmigt und abgeschlossen sein.

3. Case IH Puma Viper Stryker zum 175-jährigen Jubiläum

Case IH feiert 175-jähriges Bestehen. Grund genug für eine Limited Edition. Der Hersteller produziert eine Limited Edition des Puma 175 CVX in Viper-roter Perleffektlackierung.

Was wird gefeiert?

175 Jahre Case IH und 10 Jahre Puma Baureihe.

Für die ersten 175 Bestellungen gilt außerdem folgendes: Sonderlackierung + Aufkleber sind kostenlos!

Neuheiten aus der Landtechnik

John Deere präsentiert Mähdrescher-Serie S700 für die Saison 2018

Bei John Deere läutet eine neue Ära ein…

Die Ära der Mähdrescher-Flagschiffe S700. Mit den vier Modellen S760, S770, S780 und S790 ist JD bestens für die Saison 2018 vorbereitet.

Quelle: John Deere, YouTube

Die Besonderheiten der neuen Mähdrescher S700

Die neue Serie baut auf das 2012-Modell S600 auf.

Als neu gelten die Automatik bzw. Smart Technology Funktionalitäten. Die CommandCenter-Kabine sorgt für eine erhöhte Sichtbarkeit und bietet zahlreiche Bedien-Features an.

Zu den neuen Features zählen u.a.:

  • CommandCenter mit Generation 4 Schnittstelle und 4.600 Prozessor-Monitor
  • CommandArm und Multifunktions-Bedienhebel mit Schaltknöpfen die individuell belegt werden können
  • Premiumaktivierung mit AutoTrac, RowSense und HarvestDoc
  • Komfortabler Fahrersitz aus Leder (optional)
  • Combine Advisor Paket bestehend aus 7 Technologien soll bei der Druscheinstellung und -optimierung mit Vorschlägen unterstützen

Gleichzeitig bringt John Deere einen neuen Maispflücker 700C/FC für die Front der S700-Mähdrescher auf den Markt. Die Ketten sollen laut JD-Pressemitteilung 50% länger halten. Hier setzt der Marktführer auf Buchsen aus Alu-Legierung. Durch die Verwendung härterer Materialien und neuer Schutzschichten an der Front sollen Einsparungen an Verschleißteilen von 20.000 USD in 5 Jahren möglich sein.

Der 700C/FC ist mit 6 bis 18 Reihen erhältlich. Es gilt zwischen den Reihenabständen 50.8, 55.9 oder 63.5 zu wählen. Die klappbaren Modelle verfügen über 8 oder 12 Reihen.

Kuhn Performer 3000 – die neue Grubberkombination für Traktoren von 200 bis 350 PS

Die Grubberkombination-Baureihe Performer von Kuhn bekommt Nachwuchs… oder besser gesagt, einen großen Bruder.

Mit dem Performer 3000 kommt ein 3 Meter breites Gerät dazu. Damit sind ab sofort Grubberkombinationen mit Scheiben und Zinken von 3 bis 7 Meter erhältlich.

Ein paar technische Details im Überblick:

  • Geeignet für Traktoren im Leistungsbereich zwischen 200 bis 350 PS
  • Erledigt 4 Arbeitsschritte in einer Überfahrt: Zerkleinern + Mischen / Lockern + Einebnen + Rückverfestigen
  • Scheiben, Zinken und Walzen lassen sich einzeln oder in Kombination einsetzen
  • 2 Walzentypen zur Verfügung: HD Liner 700 (festigt bis in tiefe Bodenschichten) oder Doppelwalze mit U-Profil (festigt mehr an der Oberfläche)

Alle Einstellungen sind hydraulisch und werden von der Traktorkabine aus gesteuert. Ein 4-Funktions-Wahlschalter im Fahrerhaus erlaubt es, alle hydraulischen Funktionen zu zentralisieren.

Bis zu 9 Meter Stapelhöhe – die neuen Teleskoplader von Kramer

Professionelle Landwirtschaft ohne Teleskoplader?

Neee, das geht nicht.

Das dachte sich auch Kramer. Das Unternehmen erweitert sein Produktportfolio um zwei Produktgruppen mit jeweils mehreren Modellen. Die insgesamt 8 Modelle weisen eine Stapelhöhe zwischen 6 und knapp 9 Meter auf.

  • Teleskoplader < 3,5 Tonnen: KT306, KT 356, KT307 und KT357
  • Teleskoplader > 4 Tonnen: KT447, KT 507, KT 557 und KT559

Ein paar Worte zu jeder Produktgruppe im Einzelnen.

Die kompakten Teleskoplader bis 3,5 Tonnen

Vier Modelle mit einer Stapelhöhe von maximal 6 oder 7 Meter. Die Nutzlast liegt bei 3 Tonnen (KT306 und KT307) sowie 3,5 Tonnen (KT 356 und KT357).

Die Motorleistung liegt bei 100 kW. Die Gesamtbreite ohne Anbaugerät beträgt 2,280 mm.

Die Modelle KT356 und KT357 verfügen serienmäßig über eine Load-Sensing-Hydraulik. Mit der Option EcoSpeed lassen sich die Teleskoplader auf eine Höchstgeschwindigkeit von 40 km/h ausbauen.

Die großen Lader bis 5,5 Tonnen

Unterschiedliche Nutzlasten von 4,4 Tonnen (KT447) bis 5,5 Tonnen (KT557, KT559). Die maximale Stapelhöhe liegt bei 7 Meter sowie 8,75 Meter bei dem KT559-Modell. Die Motorleistung liegt bei max. 115 kW für die beiden stärkeren Modelle KT557 und KT559.

Die Gesamtbreite ohne Anbaugerät liegt bei allen Modellen bei 2,5 Meter.

Alle vier sind serienmäßig ausgestattet mit der Load-Sensing-Hydraulik, dem EcoSpeed bzw. EcoSpeed Plus sowie dem Smart Driving — Drehzahlabsenkung bei maximaler Geschwindigkeit.

Mit Landtechnik & Innovationen allen einen Schritt voraus sein

Die Gerüchteküche brodelt… Die neuen JD-Mähdrescher S700 sollen gegenüber dem Vorgänger S600 nicht viele Neuheiten ausweisen. Ein bischen neue Technologie hier und da, aber nix revolutionär grosses.

Sind wir denn schon so verwöhnt? Können wir uns über den Einsatz neuer Screens und Smart Driving Technologien gar nicht mehr freuen? Oder hat uns die Branche in den letzten Jahren zu stark verwöhnt?

Viele unterschiedliche Meinungen… und das ist auch gut so. Der eine mag JD, der nächste setzt auf Fendt und ein anderer will nichts ausser Deutz-Fahr kaufen. Zum Glück gibt es Landtechnik für jeden Geschmack und noch wichtiger, für jedes Budget.

Ich bin sehr gespannt ob JD uns ein S700-Modell in Hannover zeigen wird. Abwarten.

Wo gehts hin mit den Innovationen in der Landtechnik? Was glaubt Ihr?