New Holland Ernte Weltrekord

Landtechnik: New Holland stellt neuen Weltrekord auf

Während in Deutschland Greenpeace in der Landwirtschaft für Turbulenzen sorgt, gibt es anderswo Grund zu feiern, denn New Holland konnte mit seinem CR 8.90 Mähdrescher einen neuen Weltrekord aufstellen. 

Greenpeace wirbelt derzeit in der deutschen Landwirtschaft die Gemüter auf. Bevor wir aber hierzu kommen, lasst uns erstmal einen Blick auf die Neuigkeiten in der Landtechnik schauen.

Hier hat diese Woche noch jemand anderes für Wirbel gesorgt.

Das neue Strohgebläse von BvL

In Amstetten hat die Fa. van Lengerich in dieser Woche sein neues Strohgebläse V-Comfort Turbo vorgestellt.

Das Strohgebläse erweitert die BvL Futtermischwagen (Fremd- als auch Selbstbefüller) um eine weitere Funktion: es ermöglicht die Laufställe bequem einzustreuen.

Schauen wir uns kurz die Merkmale des DLG-anerkannten Gerätes an:

  • maximale Wurfweite: 30 Meter bei einer guten Strohverteilung
  • sehr hohe Durchsatzleistung bei einem Leistungsbedarf von 10,9 KW sek./kg
  • Optimaler Materialfluss durch patentierte asymmetrische Austrageöffnung zum Strohgebläse sowie patentierte Strohglocke im Mischbehälter
  • Kraftvoller mechanischer Antrieb verspricht nicht nur eine einfache Wartung, sondern begünstigt auch zusätzliche Kosten- und Zeitersparnis
  • Optionale Ausstattung mit einem drehbaren Auswurfturm ermöglicht rechts- und linksseitiges Einstreuen

Aber kommen wir zu dem Thema, worauf Ihr wohl wirklich gespannt seid: es gibt einen neuen Weltrekord in der Landwirtschaft.

New Holland stellt neuen Weltrekord auf

New Holland hat es abermals geschafft, nach 2014 stellt die Firma mit demMähdrescher New Holland CR 8.90 einen neuen Weltrekord auf:

Weltrekord bei der Sojabohnenernte

Quelle: NewHollandAgriculture

Bekommt Ihr auch Gänsehaut beim Zuschauen? Ganz schön beeindruckend, oder?

New Holland ist damit der derzeitige Weltrekordhalter im Ernten von Sojabohnen in 8 Stunden. Ja, es gibt einen Weltrekord hierfür.

Mit dem CR8.90-Mähdrescher wurde am 5. April in Brasilien der neue Standard gesetzt: 439,73 Tonnen Sojabohnen in 8 Stunden.

Was gibt es noch zu wissen zum neuen Weltrekordversuch?

  • 90 Hektar wurden von 10:30 Uhr bis 18:30 Uhr abgefahren
  • Durchschnittlich wurden 54,97 Tonnen pro Stunde geernet mit einem Ertrag von 4.88 Tonnen pro Hektar
  • Bei Temperaturen von 25 – 28 Grad Celsius und einer hohen Luftfeuchtigkeit aufgrund von kürzlichem Regen wies die Ernte eine durchschnittliche Feuchtigkeit von 17 Prozent auf

Möglich wurde diese Leistung, weil bei den CR – Mähdreschern verschiedene hochleistungsstarke Technologien zum Einsatz kommen:

  • New Holland’s Vorzeigetechnologie, das Twin Rotor™- System, welches auch bei hoher Druschleistung eine hohe Korn- und Strohqualität gewährleistet
  • New Holland’s starke und effiziente FPT Industrial – Motoren, die mit optimalen Bedingungen für eine saubere Verbrennung nicht nur den Umweltschutz unterstützen, sondern hierdurch auch höhere Motorleistungen bei niedrigen Verbrauchswerten erreichen
  • New Holland’s intelligente Erntesysteme wie die IntelliSteer® – Automatiklenkung, die ein Dreschen rund um die Uhr ermöglichen

Und nun wieder zurück nach Deutschland: Hier sorgt Greenpeace mit einem Rechtsgutachten zur Schweinehaltung für Furore.

Die Organisation gab das Gutachten in Auftrag, um überprüfen zu lassen, ob die konventionelle Mastschweinehaltung, wie von der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung vorgeschrieben, mit dem Tierschutzgesetz vereinbar ist.

Konventionelle Schweinehaltung verfassungswidrig?

Das Ergebnis des Gutachtens beantwortet die Frage mit Ja.

Für Greenpeace ist die konventionelle Schweinehaltung verfassungswidrig und es strebt, wie bei der Legehennenhaltung, eine Normenkontrollklage an.

Unterstützung erhält Greenpeace unter anderem von den Grünen-Politikern Ostendorff und Maisch.

Andere Meinungen äußern hingegen Unverständnis. So meint der Deutsche Bauernverband (DBV): 

„Nach dem bisher bekannt gewordenen Inhalt scheinen die juristischen Aussagen wenig belastbar zu sein“.

„Die von Greenpeace vorgeschlagene Normenkontrollklage würde die laufenden und kommenden Anstrengungen für eine Weiterentwicklung der Tierhaltung konterkarieren, weil zusätzliche Rechtsunsicherheit entsteht“.

Ebenso reagiert die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) mit Kopfschütteln, ist jedoch wenig verwundert, von dem Ergebniss des Gutachtens, welches von „Greenpeace zusammen mit Tierrechtlern vorangetrieben wurde, welche die Nutztierhaltung in Deutschland abschaffen wollen“.

Der ISN stellt zudem die Forderung, dass sich Greenpeace nicht nur rechtlich, sondern auch durchaus fachlich mit dem Thema auseinandersetzt.

Die Organisation würde nicht in den vielen runden Tischen und Arbeitskreisen vertreten sein, um konstruktiv an der Weiterentwicklung der Tierhaltung in Deutschland mitzuwirken.

Auch Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt betont, dass die derzeit geltenen Regelungen mit der Verfassung konform sind.

Die gesetzlichen Standards der Tierhaltungsverfahren werden ständig angepasst, an Verbesserungen mit Hochdruck gearbeitet. So der Chorus der Interessengruppen, die dem Rechtsgutachten nicht zustimmen.

Viele Fragen bleiben offen:

  • Gewährleisten die aktuellen Gesetze und Regelungen bereits einen hohen Tierschutzstandard, vor dem Hintergrund, dass in der Praxis viele unterschiedliche Interessen und Ziele vereint werden müssen?
  • Sollte die Veröffentlichung des Gutachtens in den heißen Wahlkampfzeiten von Landes- und Bundeswahlen gar andere strategische Ziele unterstützen?
  • Wird mit einer stärkeren Regulierung eine Abschaffung der Tierhaltung in Deutschland mit entsprechender Auslagerung ins Ausland gefördert?

Sind dies nur die Argumente der Unterstützer der konventionellen Tierhaltung oder bringt Greenpeace einen wichtigen Stein zum Rollen? 

Die Vorfälle in denen Landwirte, insbesondere Tierviehhalter, von diversen Seiten angegriffen werden, scheinen immer häufiger zu werden. 

Wie sieht Ihr die Entwicklung in der Landwirtschaft?

Gießen solche Aktionen wie die von Greenpeace Öl ins Feuer oder können sie beitragen, die Landwirtschaft in Deutschland voranzubringen?

Landtechnik Deutz-Fahr Stand Agritechnica

Landtechnik: Neues von Deutz-Fahr, Pichon und Stegemann

Heute werfen wir einen Blick auf folgende Neuheiten aus der Landtechnik: Stegemann überarbeitet Gülle-Ansaugarm und trägt damit zu einer besseren Sicht des Fahrers bei. Pichon erweitert seine Miststreuer-Baureihe ML um vier Modelle. Deutz-Fahr präsentiert seine neue Schmalspurtraktor-Serien 5 DF/DS/DV und 5 DF Ecoline.

Überarbeiteter Gülle-Ansaugarm von Stegemann sorgt für bessere Sicht und mehr Komfort

Der westfälische Hersteller Stegemann hat seinen Überladeansaugarm überarbeitet und optimiert. Demnach sind die beiden Saug-/Druckrohre nicht mehr hintereinander sondern nebeneinander angeordnet.

Die Vorteile dieser neuen Bauart liegen auf der Hand:

  • Der Fahrer hat eine bessere Sicht auf die Straßen.
  • Die Hauptscheinwerfer werden beim Anbau des Ansaugarms nicht mehr verdeckt, d.h. Gülle kann ab sofort auch bei Dunkelheit ausgebracht werden.
  • Mehr Komfort beim Andocken: Fahrer muss bei Umfüllen von Gülle nicht die Kabine verlassen.
  • Kurze Umfüllzeiten aufgrund eines Saugbeschleunigers.

Die Gülle-Saugleitungen können über oder neben dem Traktor verlegt werden.

Das Ganze sieht dann wie folgt aus…

Quelle: YouTube, Stegemann Landtechnik

Pichon erweitert ML-Baureihe um vier neue Modelle

Kommen wir zum französischen Hersteller Pichon der sein Produktportfolio um die ML-Baureihe der Muck Master Miststreuer erweitert. Die vier neuen Modelle mit einem Ladevolumen von 21 bis 34 Kubikmeter kommen insbesondere für große landwirtschaftliche Betriebe in Frage.

Ein paar technische Details im Überblick:

  • alle Modelle sind verzinkt
  • erhältlich als Tandem- oder Tridem-Ausführung
  • 6 bis 8,5 m Ladefläche
  • verschiedene vertikale Verteiloptionen wie z.B. Dosierwalzen (1,70 m oder 1,90 m Länge) oder Streuscheiben
  • Wide-Body-Modelle mit Abschiebefunktion der Stirnwand (optional)
  • Silage-Kit für alle vier Modelle erhältlich (5 Kubikmeter große Heckklappe und 700 mm Bordwanderhöhungen)
  • ISOBUS

Hinzu kommt, dass die verzinkten Miststreuer über eine neue Ausbringmengensteuerung verfügen. Die Anpassungen erfolgen mit Hilfe des In-Cab-Touchscreen-Panels via des DPAE-Systems.

Die neue ML-Serie mit den Modellen ML60, ML65, ML75 und ML85 ist laut Pichon für jede Art von Festmist geeignet.

Die neue Schmalspurtraktor-Serie 5 DF/DS/DV und 5 DF Ecoline von Deutz-Fahr

Die laut Deutz-Fahr wendigsten Spezialtraktoren sollen die Arbeit im Wein- und Obstbau, Garten- und Landschaftsbau sowie bei Kommualeinsätzen produktiver und damit auch erfolgreicher machen.

Steigen wir doch direkt in die technischen Details ein:

  • Neuer Frontbereich
  • Neu designte Motorhaube
  • Lenkeinschlagswinkel von bis zu 60 Grad (sorgt für außerordentliche Wendigkeit dieser Spezialtraktoren: der Wenderadius schrumpft um 10% und beträgt durchschnittlich 3 m)
  • Einzelradgefederte Vorderachse
  • 3- und 4-Zylinder FARMotion Stage 3B Motoren (Common-Rail-Motoren mit elektronischer Einspritzung und 2.000 bar Einspritzdruck)
  • Kompaktes Kühlsystem mit vergößerter Kühlfläche, Ladeluftkühlung, Kraftstoffkühlung, Klimakondensator und Powercore Luftfilter mit Staubabscheidung
  • Kompakter Kraftstofftank mit 55 Liter Tankvolumen in den Vorderachsbock integriert
  • Dreistufige 5-Gang Powershift Getriebe mit bis zu 45 Vorwärts- und 45 Rückwärtsgänge und 40 km/h ECO
  • 5 verschiedene Hydraulikoptionen von einfach bis High-Tech
  • 6 Sitzvarianten mit verschiedenen Federungskonzepten, Materialien und Einstelloptionen
  • Infocenter im Armaturenbrett mit digitaler und analoger Anzeige

Damit sichergestellt wird, dass für jeden Betriebsprofil etwas dabei ist, stellt Deutz-Fahr insgesamt 44 Modelle von 75 PS bis 113 PS zur Auwahl.

Ein kurzer Blick noch in die Vergangenheit…

Deutz-Fahr Agroplus V/S/F Spezialtraktoren – wo alles begann…

Quelle: YouTube, Deutz Traktoren

Landtechnik gestern und heute

Unsere Landmaschinen werden immer technischer, innovativer, kompakter, wendiger, produktiver….

Die Wahrheit ist, dass der eine oder andere Landwirt bereits heute schon seine Schwierigkeiten hat mit dem ganzen Schnickschnack, auch dem Touchscreen-Panel zum Beispiel — so einfach dieser auch sein mag. Geschweige davon alle Funktionen des Software-Programms zu kennen bzw. gezielt einzusetzen. Und was tun wenn etwas in der Elektronik kaputt geht?

Die Zeiten wo wir selbst noch unter die Motorhaube gekuckt haben, um Ventile auszupusten oder Schläuche zu reparieren sind so gut wie vorbei. Je kompakter und komplexer es unter der Motorhaube wird, umso mehr haben die Service-Stellen der jeweiligen Hersteller zu tun und umso weniger Einfluss haben wir darauf.

Für uns Landwirte, muss der Traktor oder der Mähdrescher funktionieren. Gleichzeitig wollen wir unsere Arbeit produktiver und effizienter gestalten. Und das erfordert bessere Technologien und damit einhergehend auch fortlaufende Innovationen.

Wo geht es mit der Landtechnik in 2020 hin? Wird in drei Jahren noch jemand am Steuer eines Traktors sitzen oder dauert es noch bis unsere Fahrer durch autonome Landmaschinen bzw. Roboter ersetzt werden?

Landtechnik Lemken Vega 12

Landtechnik: Neues von Krone, Lemken und Amazone

In dem heutigen Beitrag über Neuheiten aus der Landtechnik erfahrt Ihr folgendes: von Krone gibt es jetzt die AX-Baureihe mit Häckselaufbau, Lemken bastelt an einer selbstfahrenden Feldspritze und geht dafür eine Kooperation mit der Firma Bräutigam ein und Amazone überarbeitet den Pantera 4502.

Bevor wir uns auf Krone, Lemken und Amazone stürzen, hier noch ein paar aktuelle Meldungen aus unserer Branche…

1. Ab Oktober 2017 heisst es Goodbye für die Zuckerquote.

Landwirte aus Europa müssen sich ab dem 1. Oktober 2017 dem globalen Wettbewerb stellen. Das marktregulierende Quotensystem endet. Es wird eine kräftige Steigerung der Zuckerproduktion in der EU erwartet.

EU-weit gibt es immer größere Rübenflächen. In Frankreich rechnet die Europäische Kommission mit einer Anbauflächenausweitung von rund 20%. Eine Flächenausweitung lässt sich auch hierzulande feststellen sowie in Polen und dem Vereinigten Königreich.

2. Valtra und Arbos gewinnen Red Dot Design Award 2017.

Der Red Dot Design Award gilt als einer der weltweit renommiertesten Designwettbewerben. Mehr als 5.500 Bewerber aus 55 Ländern konkurrierten dieses Jahr für diese Auszeichnung.

Zu den Gewinnern zählen:

  • Valtra SmartTouch Armlehne
  • Arbos 5130 Traktor => Gewinner in der Kategorie Produktdesign, gehört zur chinesischen Lovol Arbos Group

AGCO, zu der auch die Marke Valtra gehört, hatte bereits in 2016 zwei Red Dot Design Awards abgeräumt, und zwar für den Valtra T234 sowie dem Fendt 1000 Vario.

Neues aus der Landtechnik von Krone, Lemken und Amazone

AX-Ladewagen Baureihe von Krone jetzt auch mit Häckselaufbau

Neben den Optionen Faltgatter und Ganzstahlaufbau sind die Ladewagen-Varianten AX 280 und AX 310 fortan auch mit einem Häckselaufbau ausgestattet.

Kommen wir zu den technischen Spezifikationen der neuen AX von Krone:

  • Pickup-Technik: Durch die Anordnung der Zinken in W-Form erfolgt eine gleichmäßige Verteilung des Erntegutes.
  • Arbeitsbreite des Pickup liegt bei 1.800 Millimeter (nach DIN 11220)
  • AX Förder- und Schneidrotor mit 25 mm Hardoxförderauflagen => 32 Messer ermöglichen eine Schnittlänge von 45 mm
  • Bedienung des Schneidwerks über die linke Seite; Schneidwerk ist klappbar und zur Seite schwenkbar
  • Obere Teil der Vorderwand ist hydraulisch abklappbar (gilt für die AX-Varianten HL/HD)
  • Geschlossener Rahmen mit abgeschrägten Kotflügeln und Haube

Designtechnisch ähnelt der AX mit der neuen RX-Baureihe.

Lemken setzt auf Pflanzenschutz-Selbstfahrer und holt die Firma Bräutigam mit ins Boot

Die beiden Landtechnikhersteller Lemken und Bräutigam sind eine strategische Partnerschaft eingegangen. Der Spezialist für Hydraulikanlagen und Selbstfahrern soll Fahrwerk und Kabine für den neu geplanten Pflanzenschutzselbstfahrer von Lemken bereitstellen.

Lemken meint es ernst. Der Geschäftsbereich Pflanzenschutz wird seit dem 1. Februar vom Niederländer Iljan Schouten in Eigenregie geführt. In dem neu errichteten Werk in Haren an der Ems, kümmern sich 59 Mitarbeiter um alles was mit Pflanzenschutz zu tun hat. Es wurden sogar zusätzliche Ingenieurs-Stellen geschaffen.

Bevor wir auf einen anderen Pflanzenschutzspezialisten übergehen, hier noch ein Blick auf die neue Pflanzenschutzspritze Vega 12 aus dem Hause Lemken.

Quelle: YouTube, tractortube.com

Amazone überarbeitet selbstfahrende Feldspritze Pantera 4502

Ab dem neuen Modelljahr erfüllt die Selbstfahrerspritze Pantera von Amazone die Abgasnorm 4 (Tier 4 final).

Neben der veränderten Abgastechnik gibt es auch weitere Änderungen bei diesem Modellwechsel:

  • DEF-Tank inkl. neuer Tanktreppe auf der rechten Seite
  • LED-Rückleuchten
  • LED-Arbeitsbeleuchtung (optional)
  • max. 600 l/min Saugleistung (20% Leistungserhöhung mit Hilfe eines Injektors)
  • automatischer Befüllstopp

Weiterhin ist der Pantera 4502 wie gewohnt mit einem 6-Zylinder Motor von Deutz mit 160 kW/ 218 PS ausgestattet.

Landtechnik: verbessern, neu erfinden oder gehen

Selbstfahrende Autos, Busse, Traktoren, Mähdrescher und Feldspritzen…

Das was vor wenigen Jahren noch schwer vorstellbar war, ist heute Realität geworden. In nur drei Monaten blickt die ganze Welt auf den neuen Tesla und im November freuen wir uns (hoffentlich) auf die eine oder andere autonome Maschine aus unserer Branche.

Was glaubt Ihr: kriegen wir die autonomen Traktoren von Case IH oder New Holland auf der Agritechnica zu sehen?

Fendt Traktor auf Feldtage 2014

Fendt weitet flachdichtende Hydraulikkupplung und PowerPlus aus

Die Allgäuer setzen im Frühling des Agritechnica-Jahres 2017 ein starkes Zeichen: die Fendt Vario-Baureihen 800 und 900 werden mit dem Hydraulikkuppelsystem Flat Face Coupling ausgestattet. Die Serien 500 und 700 Vario gibt es ab Juni 2017 auch als PowerPlus-Varianten zu kaufen.

Bevor wir die Produktneuheiten von Fendt unter die Lupe nehmen, hier noch ein kurzer Blick auf zwei aktuelle Meldungen aus unserer Branche:

1. EU billigt 130 Milliarden US-Dollar schwere Fusion von Dow Chemical und Dupont – allerdings unter gewissen Auflagen.

Es ist vollbracht. Die erste große Fusion zwischen den US-Chemiegiganten Dow und Dupont wurde von der EU-Kommission gebilligt, allerdings mit Auflagen. So muss Dupont einen großen Teil seiner Pflanzenschutzmittelsparte verkaufen. Der deutsche Konkurrent BASF könnte daran interessiert sein.

Die Konsolidierungswelle in der Branche lässt sich schwer aufhalten. Zwei weitere Mega-Fusionen warten auf grünes Licht seitens der Kartellbehörden. So will Bayer, den US-Saatgutriesen Monsanto übernehmen und Chemchina den Schweizer Pflanzenschutzspezialisten Syngenta schlucken.

Quelle: Handelsblatt

2. Coceral schätzt die diesjährige EU-Getreideernte auf 304 Mio. Tonnen

In 2016 erzielte die EU eine Getreideproduktion von 295 Mio. Tonnen. In diesem Jahr, sollen es 304 Mio. Tonnen werden, so der Europäische Verband des Getreidehandels, Coceral.

Die Prognose für die Getreideernte in Deutschland liegt bei rund 46 Mio. Tonnen; auch hier leicht über die Vorjahreswerte von 45,6 Mio. Tonnen. Frankreich, das letztes Jahr aufgrund der kühlen Temperaturen und starken Regenfälle stark gelitten hat, soll sich dieses Jahr sehr positiv zeigen. Coceral schätzt die französische Getreideernte auf 68,6 Mio. Tonnen (14 Mio. Tonnen mehr als in 2016).

Fendt weitet Hydraulikkuppelsystem Flat Face Coupling (FFC) auf die Baureihen 800 und 900 Vario aus

Das was bei dem Fendt 1000 Vario hervorragend funktioniert hat, wird jetzt auch auf die Baureihen Fendt 800 und 900 Vario ausgeweitet. Die Rede ist von dem modularen flachdichtenden Hydraulikkupplung.

Und nicht vergessen: bei der Agritechnica 2013 erhielt Fendt dafür eine Silbermedaille.

Ein paar technische Parameter im Überblick:

  • Höhere Öldurchflussmengen 140 l/min für die Heckventile 1 bis 6 oder 170 l/min am 4-ten Heckventil
  • Hydraulikblock mit unterschiedlichen Kupplungsgrößen: 1/2-Zoll, 3/4-Zoll und 5/8-Zoll flachdichtende Kupplung
  • FFC-Kupplung beidseitig unter Druck möglich
  • Abreißsicherung
  • Hebelbedienung
  • Farbkodierung der Anschlüsse
  • flexibler Cartridge-Einsatz zur Erleichterung der Umstellung von Standardkupplungen auf flachdichtende Kupplungen

Kommen wir nun zu den Vorteilen, d.h. wie können Landwirte von dieser Fendt-Neuheit profitieren?

  1. FFC Hydrauliksystem verhindert Leckölverluste => Umweltbewusstsein steigern
  2. FFC-Kupplungen lassen sich aufgrund der glatten Oberfläche schneller reinigen => kostbare Zeit sparen
  3. FFC-Kupplung werden ohne Aufpreis angeboten => Sparschwein freut sich

Das wäre die eine Produktneuheit aus dem Hause Fendt, die wir auf der diesjährigen Agritechnica antreffen werden. Das zweite Highlight ist die Integration der PowerPlus-Technologie in die Traktorenserien 500 und 700 Vario.

Auf der SIMA 2017 haben wir schonmal einen Vorgeschmack erhalten, auf das was uns in wenigen Monaten auf der weltgrößten Landtechnikmesse in Hannover erwartet.

Quelle: FendtTV, YouTube

Fendt 500 und 700 Vario nun auch mit PowerPlus ausgestattet

Fendt stockt weitere Traktorenserien mit der PowerPlus-Technik auf: nach den Baureihen 800 und 900 Vario, sind jetzt die Modelle 500 und 700 Vario dran. Demnach sollen zukünftig auch kleinere Betriebe von der hohen Wirtschaftlichkeit der Spurführung profitieren. Die VarioGuide Spurführung ist optional erhältlich.

Optional erhältlich sind je Modell folgende Features:

  • 500 Vario PowerPlus: Rückfahrwarnton, ISOBUS-Gerätesteuerung
  • 700 Vario PowerPlus: Rückfahrwarnton, ISOBUS-Gerätesteuerung, automatische Lenkbremse

Hinzu kommt, dass alle Traktoren von Fendt 300 Vario bis 1000 Vario bereits Mitte 2017 die neue EU-Sicherheitsverordung Nr. 167/2013 erfüllen (tritt in Kraft ab 01.01.2018). Alle Traktoren verfügen ab diesem Zeitpunkt serienmäßig über Weitwinkelspiegeln.

Fendt Produktneuheiten-Feuerwerk auf der Agritechnica 2017

Den heutigen Beitrag möchte ich mit den Worten von Peter-Josef Paffen, Vorsitzender der Geschäftsführung AGCO/Fendt abschliessen.

In dem oben aufgeführten YouTube-Video, welcher auf der diesjährigen SIMA entstand, äußerte sich Herr Paffen wie folgt:

„Ich glaube nicht untertreiben, sagen zu dürfen, dass die Agritechnica, die größte Neuheiten-Messe für Fendt in der ganzen Geschichte sein wird.“

Das macht doch gleich noch mehr Laune auf die Messe in Hannover, oder?

Was glaubt Ihr: welche weiteren Produktneuheiten erwarten uns noch auf der Agritechnica von Fendt?

Landtechnik von Fendt AGCO auf agra

Die Fulliner-Strategie: AGCO übernimmt Grünfuttersparte von Lely

Das Programm „Route 66“ des AGCO-Konzerns ist kein Geheimnis. Mit der Übernahme der Grünfuttersparte von Lely führt AGCO, wozu u.a. auch Fendt, Valtra und Massey Ferguson gehören, sein Fulliner-Konzept unbeirrt weiter.

Gemäß dem Prinzip, „die Großen werden immer grösser“, kam die Nachricht zur Übernahme der Lely Agrartechnik durch AGCO für den einen oder anderen doch recht überraschend daher. Dabei ist Lely nicht die erste Firmenübernahme im Bereich Futtererntetechnik.

So gehört Fella seit März 2011 zum AGCO Markenportfolio. Die Fella Werke GmbH wurden in AGCO Feucht GmbH umfirmiert. Und was passierte nach der Integration ins Konzern? Das Futterernte-Programm von Fendt wurde weiterentwickelt.

Mit der Übernahme von Lely, will AGCO seine Futtererntetechnik-Sparte stärken. Da passt Europas führender Hersteller von Ballenpressen und Ladewagen natürlich hervorragend dazu.

„Die Integration der branchenweit führenden Kompetenz der Lely Heu- und Grünfuttererntetechnik wird das Full Line Angebot von AGCO weiter stärken“, so Martin Richenhagen, AGCO Chairman, President und CEO.

Quelle: Fendt

Noch befindet sich nichts in trockenen Tüchern. Die Übernahme muss erst behördlich genehmigt werden. Laut einer aktuellen Pressemitteilung von Fendt, erwartet AGCO, dass dies im vierten Quartal 2017 abgeschlossen sein wird.

Wie wird Lely in AGCO integriert? Was passiert mit den anderen Sparten von Lely?

Zuerst einmal Folgendes: Lely besteht aus viel mehr als nur Ladewagen und Ballenpressen.

Lely fokussiert sich zukünftig auf die Entwicklung von Robotertechnik und den Bereich Melk-, Fütterungs- und Stalltechnik. Dank seiner Kompetenz mit automatisierten Systemen hat Lely jetzt die Chance, die übriggebliebenen Ressourcen stärker zu bündeln und seine führende Position als Innovator im weltweiten Milchsektor weiter auszubauen.

Quelle: Lely North America

AGCO soll Presseberichten zufolge sein Ladewagen-Programm exlusiv der Marke Fendt zuordnen. Rundballenpressen, Wickler und Mähwerke sollen sowohl Fendt als auch Massey Ferguson zur Verfügung stehen. Die Marke Lely soll erstmals noch „am Leben“ bleiben.

Wie das letztendlich aussehen wird, das werden wir in den kommenden Monaten nach Genehmigung der Übernahme live erleben. Das wird sicherlich für ganz viel Gesprächsstoff auf der anstehenden Agritechnica 2017 sorgen.

Welche Auswirkungen hat die Übernahme auf die Arbeitsplätze bei Lely?

Bei Übernahmen werden oft die Würfel geschmissen und die Figuren auf dem Schachbrett neu sortiert. Im Falle der Lely-Übernahme soll jobtechnisch folgendes passieren:

  • Deutschland: Die deutschen Werke in Wolfenbüttel (Ballenpressen) und Waldstetten (Ladewagen) werden Eigentum der AGCO Corporation und die Mitarbeiter an diesen Standorten werden von der AGCO Corporation angestellt.
  • Niederlande: Die Produktion von Futtererntemaschinen in Maassluis (Mähwerke, Zettwender und Schwader) wird aufgrund der Überschneidung mit der AGCO-Produktpalette nach dem Verkauf reduziert und voraussichtlich zum 31. März 2018 eingestellt. Alle Mitarbeiter behalten ihre Anstellung bei Lely. Die Mehrheit (ca. 95%) der in der Produktion tätigen Mitarbeitern werden vorübergehend in die AGCO Corporation versetzt, um anschließend nach Lösungen für ihre Zukunft zu suchen.
  • International: Einige Mitarbeiter der internationalen Lely Support Organisationen (LSO) werden von der AGCO Corporation übernommen.

Quelle: Lely

Mehr Ressourcen für Grünland- und Erntetechnik

Die Turbulenzen an den Märkten, die Unruhen in der Politik und die niedrigen Erzeugerpreise wirken sich nicht nur auf die Großen der Agrarbranche aus. Die negativen Folgen machen sich insbesondere bei kleineren Unternehmen bemerkbar.

Und Lely gehört nunmal auch dazu.

So kam es, dass Lely seine Teilnahme an der EuroTier 2016 absagte. Ende 2016 verkündete das Unternehmen, seine Kipperproduktion in Waldstetten einzustellen. Heute die Übernahme durch ACGO.

Es geht weiter… Lely stellt neuen Tigo-Ladewagen MR 100 Profi vor

Übernahmen hin oder her; neue Produkte einführen und sich weiterentwickeln muss man trotzdem. Und so bekommt die Tigo-Ladewagenfamilie ein neues Mitglied.

Der große Bruder heisst Tigo MR 100 Profi und ist laut Hersteller der „größte Ladewagen seiner Klasse für die Heuernte“. Der Tandemwagen hat 50 m³ Ladevolumen, einen 1,80 m breiten Pick-up zur Futteraufnahmen und arbeitet mit der beweglichen, multifunktionalen Stirnwand.

Der Vorpressdruck lässt sich am Bedienterminal stufenlos einstellen und auf die Futterart abstimmen. Landwirte können zwischen einer 12 oder 17-Tonnen-Tandemachse mit Parabelfederung wählen.

Was sagt Ihr zur geplanten Übernahme? Werden alle bekannten Marken nur noch in der Hand von Wenigen sein? Welche Auswirkungen wird das Eurer Meinung nach auf uns „User“ haben?