Tomaten-Landwirtschaft-Wittenberg

Tomaten aus Wittenberg – nicht einfach nur Tomaten

Tomaten, eine Massenproduktion ohne Gesicht, oder? Die Geschichte des größten Gewächshauses in Deutschland zeigt, wie es auch anders geht.

Bei Tomaten denken die meisten sicherlich sofort an die Niederlanden mit ihren riesigen Anlagen, in denen Gemüse “rund um die Uhr” produziert wird.

Aber auch in Deutschland wird Gemüse in Gewächshäusern produziert. Zugegeben, wahrscheinlich nicht ganz vergleichbar. 

In Sachsen-Anhalt zeigt sich jedoch, wie es auch in Deutschland funktionieren kann. 

Hier in Wittenberg, befindet sich die größte, geschlossene Gewächshausanlage Deutschlands.

Das kühne Projekt zeigt, wie eine Idee erfolgreich umgesetzt werden kann und neue Wege in der deutschen Landwirtschaft gegangen werden können. 

Tomaten aus Wittenberg – Einzigartigkeit statt Masse

300 x 500 Meter misst die Anlage, die das erste Gewächshaus des kühnen Projekts gilt. Betreiber der Riesengewächshauses ist die Wittenberg Gemüse GmbH.

2013 wurden 600.000 Tomatenpflanzen wuchsen auf ca. 15 Hektar in bis zu 4 Metern Höhe.

Dies war nur die erste Bauphase des Projektes, dass zum größten Gewächshaus Deutschlands werden sollte. Geplant ist der Ausbau mit einer Anbaufläche von 45 Hektar.

Dann folgen auch Gurken und Paprika im Anbau. 

Aber Massenproduktion ohne Namen ist hier fehl am Platz. Das Projekt ist gut durchdacht und zeigt, wie ein erfolgreiches Business aufgebaut werden.

Von der Idee bis zum Bau der Anlage über der Vermarktung der Tomate, nichts wurde dem Zufall überlassen.

Deshalb lasst uns einfach auf die Faktoren schauen, die zum Erfolg dieses gigantischen Projekts geführt hat. 

(Quelle: Mitteldeutsche Zeitung, Wittenberger Sonntag, Zeit Online, Leipziger Volkszeitung)

Spezialisiertes Wissen der Branche

Zunächst konnten drei Investoren mit viel Erfahrung im Gemüseanbau in Gewächshäusern gewonnen werden.

Ihr ahnt es, es wurden 3 niederländische Investoren begeistert.

Ein wirklich gut durchdachter Schritt. Die Investoren waren bereits auf der Suche, nach Möglichkeiten in Deutschland zu produzieren.

Um die Geschäftsidee in ein erfolgreiches Business zu verwandeln, wurde somit von Anfang an eine strategisch gut durchdachte Partnerschaft eingegangen.

Mit den notwendigen Finanzen und vor allem auch Know-How ausgestattet, konnte der Bau der Anlage beginnen.

Gezieltes und Strategisches Vorgehen bei der Umsetzung

Ein Projekt dieser Größenordnung sollte gut durchdacht sein. 

Aber dennoch lasst uns auf einige Aspekte schauen, die Euch zeigen, wie durchdacht der Bau der Anlage war. 

Das genau in Wittenberg Tomaten produziert werden, ist kein Zufall.

Als Standort wurde Wittenberg mit seinen optimalen Bedingungen gewählt, die Ideal für den Anbau der Tomate im großen Stil ist.

“Hier ist alles beisammen. Wärme, sauberes Kohlendioxid, eine riesige freie Fläche und die Lage zwischen mehreren großen Städten, so Helmut Rehhahn, Geschäftsführer der Unternehmensberatung Management GmbH Magdeburg.

Er war als Projektmanager bei der Umsetzung der Idee zu einem erfolgreichen Business dabei.

Nicht nur bei den Investoren wurde auf strategische gute Partnerschaften geachtet. Die Anlage wurde in der Nähe der Kraftwerkriesen SKW Stickstoffwerke Piesteritz gebaut.

Bei der Produktion im Kraftwerk fallen Wärme und Stickstoff an. Über eine 500 Meter lange Pipeline gelangen beide zur Tomate und sorgen für deren gutes Wachstum.

Für beide Unternehmen eine Win-Win-Situation.

Auch wurden die örtlichen Entscheidungsträger, etwa die Stadt Wittenberg mit an Bord geholt.

Die Standortwahl richtete sich jedoch nicht nur noch den Produktionsvorgaben. Die Lage ist ebenso wichtig für die Distribution und Vermarktung.

Wie wir im nächsten Punkt sehen werden, es lag auch hierfür ein solides Konzept zugrunde. 

Stellt sich noch die Frage, warum es ausgerechnet Tomaten geworden ist. 

Sie wurden ausgewählt, weil die Tomatewächst gut und erzielt relative hohe Preise”, so Rehhahn.

Eine Produkterweiterung, etwa der Anbau von Paprika, war von Beginn an nicht ausgeschlossen. Aber zunächst wurde gezielt die Tomate produziert.

Ein Schritt nach dem anderen. Jeder sehr gut durchdacht und mit den vor- und nachgelagerten Prozessen abgestimmt. 

Nicht einfach nur Tomaten – Eine clevere Vermarktung

Wie hebt sich ein Gewächshaus in Deutschland von der Konkurrenz aus den Niederlanden ab?

In dem es sich eine sogenannte Unique Selling Proposition schafft, abgekürzt ein sogenannter USP.

Das habt Ihr bestimmt schon mal gehört, auf was heißt es eigentlich?

Auf gut Deutsch heißt es Alleinstellungsmerkmal. Das sind so die Begrifflichkeiten, aber aussagen tun sie nicht viel, oder?

Deshalb einfach gesprochen, ein USP drückt aus, wofür Eure Landwirtschaft steht.

Ein Unternehmen kann nicht Alles für Alle sein. Es wird klang- und sanglos im großen Ozean der Konkurrenz untergehen.

Erfolgreiche Unternehmen wissen wofür sie stehen und für wenn genau sie da sind.

Unique – das heißt einzigartig.

Und davon verstehen die Wittenberger etwas. Sie produzieren nicht eine Tomate.

Sie produzieren die Luther-Tomate.

Der USP der Wittenberger Gemüse GmbH sagt alles aus: “Die Luther Tomate – Tomaten mit Geschmack”.

Den Namen “Luther-Tomate” haben sich die Wittenberger auch schützen lassen.

Regionalität und Geschmack

Gemüse aus Wittenberg, von der Region, für die Region.

Die Tomate ist stark mit der Region verbunden. Heimische, regional produzierte Produkte sind für Käufer in Deutschland ein wichtiges Merkmal.

Etwas, was eine niederländische Tomate nicht bieten.

Die Wittenberger legen Wert auf die Anbindung an die Region und auch auf eine nachhaltige Produktion.

Angebaut wird in Töpfen mit Kokosfasern. Diese sind leicht kompostierbar.

Die hauseigenen Hummeln sorgen für eine optimale Bestäubung, d.h. der Anbau erfolgt ohne Pflanzenschutzmittel.

Das Unternehmen schafft Arbeitsplätze in der Region und arbeitet mit Unternehmen der Region zusammen.

Im USP ist jedoch noch ein zweiter Punkt herausgestellt: der Geschmack.

Frisches Gemüse, reif geerntet und mit viel Geschmack, wenn es verkauft wird, weil es muss nicht erst lange Transportwege hinter sich legen.

Das Konzept ist tatsächlich einzigartig in Deutschland: im Werksverkauf kann sich jeder seine Tomate direkt abholen. Dort wo produziert wird, wird verkauft.

Dort wo angebaut wird, wird auch der Versand abgefertigt. So kann auch individuell verpackt werden, ganz nach Kundenwunsch.

„Die Luther-Tomate – Tomaten mit Geschmack“ – ein wirklich starker USP, der heraussticht und sagt, wofür das Unternehmen steht. 

Wie steht es eigentlich um Euren USP? Was macht Eure Landwirtschaft so einzigartig? Wofür steht Ihr?

Übrigens, der Werksverkauf der Wittenberger Gemüse GmbH ist noch bis zum 17. November geöffnet.

Dann endet für dieses Jahr die Saison der Luther-Tomate.

Geht nochmal die Punkte diese Erfolgsgeschichte durch. Das größte geschlossene Gewächshaus Deutschlands ist mit Sicherheit kein kleines Projekt.

Es war auch nur eine Idee, die vor einigen Jahren im Kopf von jemanden entstanden ist, der den Mut hatte, dieser Idee nachzugehen.

Die Umsetzung erfolgte nicht durch diese einzelne Person. Es war nicht notwendig, dass sie das notwendige Wissen hatte oder die finanziellen Ressourcen. 

Ihr seht, es lassen sich Wege finden, egal wie groß das Projekt.

Sicherlich habt Ihr auch noch die eine oder andere Idee für Eure Landwirtschaft. Wie könntet Ihr diese Idee umsetzen?

Halloween-Landwirtschaft-Kürbis

Haltet etwas Süsses bereit – es ist Halloween

Es ist Halloween! Früher kannte man es nur aus amerikanischen Filmen, aber immer mehr breitet sich der Brauch auch in Deutschland aus.

Mittlerweile werden auch überall in Deutschland schaurige und schöne gruselige Partys gefeiert.

Kinder ziehen verkleidet um die Häuser und fragen nach „Süsses oder Saures“.

Ob im Supermarkt oder in der Lieblingsbar – überall wird für Grusel derzeit gesorgt. Man kommt um Halloween einfach nicht mehr vorbei.

Halloween – vom Druidenkult zum römisch-katholischen Fest

Ursprünglich stammt der Brauch aus Irland. Das Fest geht nach der Encyclopedia Britannica auf ein Fest der Druiden im alten Gallien und Britannien zurück.

Vor über 2.000 Jahren feierten die Kelten dort das Fest „Samhain“. Mit dem Fest wurde Abschied vom Sommer genommen und der Winter begrüsst.

Das Fest fand seit eher am 31. Oktober statt. Dies war in keltischer und angelsächsischer Zeit die Neujahrsnacht. Mit riesigen Feuern auf Bergkuppen sollten auch böse Geister vertrieben werden.

Es wurden große Feuer entzündet. Diese sollten auch den Seelen der Verstorbenen, die als Geister in dieser Nacht auf die Erde zurückkehrten, den Weg zu ihrem ehemaligen zu Hause führen.

Die Geister, die ihren Weg nicht mehr finden konnten, trieben ihr Unwesen in dieser Nacht, erschreckten die Menschen mit ihrem Spuk.

Das Fest, dass immer in der Nacht vor Allerheiligen stattfindet, etabliert sich seit den 90ern immer mehr in Deutschland.

Hier zeigt sich, dass – auch wenn Halloween ein neumodischer Trend aus den USA zu sein scheint – der Grundgedanke und die Wurzeln auch in unserer Kultur verankert sind.

Ein heidnisches Fest, das in Frühzeiten des Christentums assimiliert wurde. „Hallow“ bedeutet übrigens soviel wie „etwas für heilig erachten“ und „heilig machen“.

Auch nach der Christianisierung Britanniens erfreute sich das Fest großer Beliebtheit. Deshalb wurde es letztendlich von der christlichen Kirche in Britannien übernommen.

Allerheiligen, das bis Ende des achten Jahrhunderts noch am 13. Mai gefeiert wurde, wurde schließlich auf den 01. November gelegt.

Dieser Brauch verbreitete sich von Britannien schließlich auf andere Länder aus, weshalb Allerheiligen auch vom Papst in Rom Anfang des neunten Jahrhunderts offiziell vom 13. Mai auf den 01. November verlegt wurde.

Insbesondere in Irland blieben die alten Bräuche zur Nacht am 31. Oktober erhalten. Mit den Hungersnöten in Irland im 19. Jahrhundert, suchten viele Iren eine neue Heimat in Amerika und prägten die neue Welt mit ihren Bräuchen.

Heute ist Halloween von seinen ursprünglichen druidischen bzw. auch religiösen Wurzeln getrennt und ein eher kommerzielles Fest, das für die jüngere Generation in Deutschland einfach dazugehört.

Von regionaler Besonderheit zur globalen Kultur

Ich weiß nicht, wie es Euch geht, aber ich finde die Geschichte von Halloween schon faszinierend. Wir leben in einer Zeit, in der technische Innovationen, die es nie zuvor gab, unser Leben komplett auf den Kopf stellen.

Und gleichzeitig schleicht sich ein jahrtausende alter Brauch in unser Leben und verändert ebenso innerhalb weniger Jahre unsere Wirtschaft und Gesellschaft.

Halloween ist nicht das einzige Fest, dass weltweit auf Eroberungszug geht. Auch in Asien wird mittlerweile Weihnachten gefeiert, wenn auch mit anderen Nuancen.

Ebenso ist das Oktoberfest nicht mehr nur ein bayerisches Phänomen.

Diese und auch andere Beispiele zeigen beeindruckend, wie sich Trends und frühere regionale, kulturelle Bräuche global vereinheitlichen.

Auch wer kein Halloween-Fan ist, tut sich gut daran, diese Trends im Auge zu behalten. Den letztendlich bietet sie jede Menge wirtschaftliche Möglichkeiten.

In Deutschland etwa nutzen mehr Landwirte die steigende Nachfrage nach Kürbissen, angekurbelt durch Halloween, aus.

Kürbisse erobern Deutschland

Zwar gehören Geister, Gespenster und andere untote Gestalten zum Halloween. Aber die erste Assoziation ist wohl der Kürbis.

Zwar sind Kürbisse zur Herbstzeit in der Küche beliebt, aber durch Halloween haben Kürbisse sicherlich nochmals einen Aufwind erlebt.

Mit lustig oder schaurig geschnitzten Gesichtern gehören sie zur Halloween-Dekoration einfach dazu.

Laut Zahlen der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) hat sich der Kürbisanbau in Deutschland in den letzten Jahren gut erhöht:

Von 2012 bis 2016 hat sich die Anbaufläche um rund ein Drittel auf 4000 Hektar erhöht. Von 2006 bis 2016 hat sich der Ernteertrag verdoppelt.

Von den rund 2100 Landwirten, die Kürbis anbauen wurden 90 000 Tonnen produziert. Dennoch spielt der Kürbis mit seinen rund 3 Prozent Anbaufläche für Gemüse in Deutschland eine untergeordnete Rolle ein.

Die diesjährige Ernte fällt scheinbar mässig aus. „Das Jahr war weder schlecht noch spitze – es war ein normales Jahr“, meint Hans-Dieter Stallknecht vom Deutschen Bauernverband.

Viele unter uns kennen die Maschinen, die für Getreide, Raps und Co. zum Einsatz kommen wohl ziemlich genau. Aber wie sieht es bei den Maschinen für die Kürbisernte aus. 

Das diese auch beeindruckend sind, zeigt der folgende Beitrag: 

Maschinen für die Kürbisernte

Quelle: Epische Maschinen

Der Kürbis liebt es etwas wärmer, weshalb die Anbauflächen vor allem im westlichen und südlichen Teil von Deutschland zu finden sind. Außerdem brauch er reichlich Wasser und Sonne.

Auch wenn die Wetterbedingungen insgesamt ganz gut waren für Kürbisse, in einigen Regionen hatten die Landwirte jedoch mit zuviel Regen oder zuviel Sonne zu tun.

Der Kürbis ist eine Beere, die beliebteste unter ihnen ist der Hokkaido-Kürbis. Früher waren vor allem die öl- und eiweißreichen Samen geschätzt, da diese auch gut gelagert werden konnten.

Weltweit werden Speisekürbisse vor allem in China, Indien und in der Russichen Förderation angebaut. (FAO, 2013). In Europa sind es die Ukraine, Spanien und Italien, die beim Kürbisanbau führend sind.

Wie steht es mit Euch – seit Ihr heute auch im Halloween-Fieber?

Safran-Landwirtschaft-Glyphosat

Der Orient in Deutschland: Safran wird in Franken angebaut

Safran – die einen denken direkt an den Orient, die anderen erinnern sich an die Paella im letzten Spanienurlaub.

Aber wer verbindet Safran mit Franken?

Auf der Suche nach neuen Einkommensquellen entdeckt der eine oder andere Landwirt neue, bisher für Europa eher exotische Pflanzen zum Anbau.

Längst beschränkt sich Landwirtschaft nicht mehr nur auf traditionelle, heimische Pflanzen.

Es lohnt sich, die Augen aufzumachen und nach neuen Ideen und Möglichkeiten Ausschau zu halten.

Ein Ehepaar aus Franken macht es vor, wie es aussehen kann, wenn man neue Wege geht.

Aber zunächst noch einen kurzen Ausflug zum wohl Thema der letzten Monate, Wochen und auch Tage.

Glyphosat bis 2022 oder 2024?

Am Mittwoch letzter Woche stimmten die EU-Staaten ab, ob Glyphosat die weitere Zulassung erhält. Zumindest war dies der Plan.

Eine Einigung konnte abermals nicht erzielt werden, d.h. im zuständigen Fachausschuss wurde keine Abstimmung vorgenommen.

Ursprünglich wollte die EU-Kommission die Verlängerung der Zulassung, die im Dezember ausläuft, auf 10 Jahre auslegen.

Das EU-Parlament fordert jedoch eine maximale Verlängerung von 5 Jahren. Als Kompromis steht jetzt die Zulassung für 5-7 Jahre im Raum, d.h. bis 2022 – 2024.

Während die einen vor den schädlichen Auswirkungen des Mittels warnen, halten die anderen es für unerlässlich.

Das Totalherbizid wirkt auf alles was grün ist. Es blockiert ein Enzym, was für den Pflanzenwachstum wichtig ist. D.h. wo Glyphosat ausgebracht wurde, ist im wahrsten Sinne des Wortes Wüste.

Es kann dort nichts mehr wachsen. Außer Pflanzen, die aufrund von Veränderungen in ihren Anlagen, resistent sind. Das Mittel ist also eine sehr einfach Methode, das Feld schnell von allem Unkraut zu befreien.

Herbizidhersteller wie Bayer, Monsanto oder Syngenta produzieren jährlich ca. 800.000 Tonnen des Mittels. Das Haupteinkommen erzielen die Unternehmen jedoch mit dem Verkauf von Saatgut, dass gegen Glyphosat resistent ist.

Es ist heißt also weiterhin abwarten. Bis dahin können wir uns aber den schönen Dingen des Lebens widmen.

Etwa dem Safran, der als Luxusgewürz nicht nur in Gourmethäusern, für einen Gaumenschmaus sorgt.

Safran – das Gold auf dem Teller

Manch einer kennt noch das Kinderlied “Safran macht den Kuchen gel”. Gel bedeutet dabei gelb.

Auch Spanier schwören bei ihrem Essen, etwa der Paella, auf die schöne gelbe Farbe. Safran kommt übrigens auch aus dem Arabischen, wo “Za’fran , ganz grob “gelb sein” bedeutet.

Ursprünglich wurde das Gewürz nur im persischen und arabischen Raum angebaut, mittlerweile ist es aber weltweit in ausgewählten Regionen zu finden.

Das Gelbe kommt von dem im Safran enthaltenen Farbstoff Crocin. Dieser ist so potent, dass bereits 0,01 Gramm ca. 3 Liter Wasser einfärben können.

Aber stop! Ja, Safran ist nicht nur eine schöne Lebensmittelfarbe.

Das Edelgewürz ist würzig und leicht bitter im Geschmack. Wer Safran an die Nase hält, dem wird der intensive, durchaus schwere Geruch auffallen.

Stellt sich die Frage, warum Safran so teuer ist.

Das liegt an seiner sehr aufwendigen Produktion. Die Erntezeit ist zeitlich sehr begrenzt und die Ernte ist schwierig:

Handarbeit von A bis Z

Alles um Safran ist Handarbeit.

Bei dem Gewürz handelt es sich um die Stempelfäden des “Safran” genannten Krokus. Diese Krokusart hat violette Blüten, die jeweils drei orangerote Safranfäden besitzt.

Während der ca. zwei wöchigen Blütezeit werden die Blüten von Hand geerntet. Die der Blüte entnommenen Fäden werden anschließend getrocknet, bevor sie gehandelt werden.

Zudem handelt es sich bei der Pflanze um einen Hybriden. D.h. der Krokus kann sich nicht selber fortpflanzen. Auch für die Vermehrung der Pflanze ist Handarbeit gefragt: jede Knolle muss für den Anbau geteilt werden.

Ja, Fäden hab nicht viel Gewicht. Hier zeigt sich, warum Safran das teuerste Gewürz ist und auch gerne mal gefälscht wird.

150.000 Blüten müssen geerntet werden, d.h. von Hand gepflückt werden, um ein Kilo getrockene Safranfäden zu gewinnen.

Heilung und Potenz

Wusstet Ihr, dass dem Safran auch heilende und Potenz fördernde Wirkungen zugesprochen werden?

In früheren Zeiten wurde etwa der Hochzeitschleier der Braut mit Safran gelb gefärbt. Der Brauch versprach nicht nur Gesundheit und ein langes Leben, sondern auch Potenz und Gebärfähigkeit.

Wer mit Safran seine Speisen würzt, sollte entsprechend vorsichtig sein.

Das Gewürz ist sehr intensiv. Neulinge sollten deshalb auch erstmal sehr vorsichtig vorgehen und kleine Mengen ansetzten.

Zudem ist Vorsicht geboten, weil das Gewürz, das auch zum Färben hochwertiger Seide genutzt wird, Flecken in Kleidung und Oberflächen verursacht, die nicht mehr rausgehen.

Lohnt sich der Anbau des Gewürzes? Die Produktion ist sehr aufwendig. Jedoch kann ein Gramm Safran zwischen 7 bis 17 EUR kosten.

In Franken hat sich ein Hof auf die Produktion des Krokus eingelassen.

Safran aus Franken

Quelle: Bayerischer Rundfunk

Auch wenn der Anbau in Franken noch ein Nebenerwerb ist, es zeigt, dass es sich durchaus lohnen kann, in neue Wege und Ideen zu investieren.

Der Preis für ein Kilo Safran geht schnell in mehrere Tausende EUR. Kein Wunder, dass das Gewürz damit ein lukratives Geschäft für allerlei auch dubiose Händler ist.

Nehmen wir zum Beispiel Spanien. Obwohl das Land nur 1,5 Tonnen Safran herstellt, werden 90 Tonnen Safran jährlich exportiert. (Quelle: Die Welt)

Wie funktioniert dies? Indem beispielsweise günstig Safran aus dem Iran eingekauft, in Spanien veredelt und zu wesentlichen höheren Preisen in alle Welt als in Spanien produzierter Safran verkauft wird.

Auf diese Art können nicht nur Handelsembargos umgangen werden (etwa darf Safran nicht vom Iran in die USA verkauft werden, aber durchaus von Spanien).

Auch muss sich die Produktion im Ausland nicht an die doch strikteren Bestimmung der EU halten.  Es lohnt sich deshalb für Verbraucher, sehr genau auf die Herkunft zu achten.

Ein florierender Handel zeigt jedoch, es besteht eine starke Nachfrage. Und Qualität und Herkunft sind wichtige Merkmale für Verbraucher.

Wie steht es mit Euch – habt Ihr auch bereits über den Anbau von nicht heimischen Pflanzen, die jedoch stark nachgefragt sind, nachgedacht? 

Einzelhandel-Innenstadt-Landwirtschaft

Einzelhandel in deutschen Innenstädten kämpft ums Überleben

Man braucht keinen Report, um zu wissen, wie es um den deutschen Einzelhandel steht. 

Vielleicht ist es Euch auch aufgefallen, beim Bummel durch Eure Heimatstadt: die Geschäfte routieren gefühlt so oft wie nie zuvor.

Wo Anfang des Jahre noch ein Uhrengeschäft war, gibt es nun Premium-Hundefutter. Mal sehen für wie lange. 

Teils stehen Geschäfte auch einfach leer und die Plakate „Zu Vermieten“ im Gewerbegebiet hängen schon seit Monaten. 

Der Einzelhandel in Deutschland steht unter einem großen Druck. 

Einzelhandel in Deutschland kämpft ums Überleben

Das Institut für Handelsforschung hat in seinem Report „Stadt, Land, Handel 2020“ eröffnet, dass jedes zehnte Ladengeschäft in Deutschland von der Schließung bedroht ist. 

Aber es gibt einen Unterschied zwischen den florierenden Großstädten und kleineren Städten. 

Während in den Großstädten die Geschäfte florieren und Trends gesetzt werden, geht es bei mittelgroßen und kleinen Städten im wahrsten Sinne ums blanke Überleben

Mit eingeschränktem Angebot wird der Einkaufsbummel direkt von der Stadt ins Netz und die Metropolen gelegt. Womit die Spirale ihren Lauf nimmt und der Überlebenskampf für den städtischen Einzelhandel verschärft wird. 

Als Gründe hierfür sind vor allem zwei genannt: 

  • der steigende E-Commerce und
  • der fehlende Veränderungswille von traditionellen Handelsunternehmen

Aber auch wenn der Einzelhandel in Großstädten boomt, auch hier ist nicht alles rosig. Wer öfters in der Welt unterwegs ist, um kulturelle Vielfalt zu erleben, dem wird es bereits aufgefallen sein: 

Vielleicht ist die Sprache noch etwas anders, aber eigentlich spricht man überall in den großen Städten mittlerweile Englisch. 

Und so einheitlich wie die Sprache wird, so einheitlich werden die Innenstädte. Die großen Handelsketten sind mit dem gleichen Angebot in jeder größeren Stadt vertreten. 

Den japanischen „Ein-Euro“-Laden gibt es genauso in Dubai und New York, um ein Beispiel zu nennen. 

Etwas besonders für die Lieben zu Hause mitbringen, dass es nur am Urlaubsort gibt? Eine wahre Herausforderung. 

Und so schreitet die Verödung in deutschen Innenstädten voran. 

„Der Online-Handel droht zum Ladenkiller zu werden“, so Gerrit Heinemann, Handelsexperte und Leiter des eWeb-Research-Centers.

Hat der stationäre Einzelhandel in Deutschland überhaupt eine Chance? 

„Er hat einerseits das Problem Amazon, und er hat ein strukturelles Problem: Die Innenstädte funktionieren nicht mehr“, so Jochen Krisch,  E-Commerce-Experte und Blogger. 

Seit Jahrtausenden war der Einzelhandel an einen Raum gebunden, einen Ort, an dem potentiellen Käufern die Waren physisch präsentiert werden. 

Diese Bedingung wird durch E-Commerce überflüssig und erfordert einen klompletten Strukturwandel. Der deutsche Einzelhandel ist längst überfällig, sich an die neuen Rahmenbedingungen anzupassen. 

Die scheint wohl auch die Rewe-Gruppe erkannt zu haben. 

Rewe plant Investition in Modernisierung und Digitalisierung

Die Rewe Gruppe hat vor, im nächsten Jahr über 2 Milliarden EUR investieren. Nicht nur sollen die Filialen modernisiert werden, so Vorstandsvorsitzender Lionel Souque.

Schwerpunkte der Investitionen sollen auch die Digitalisierung als auch Qualifikation der Mitarbeiter sein.

Zwar läuft das Geschäft der Gruppe relativ gut, besser als manch Konkurrent, aber der digitale Fortschritt geht auch an Rewe nicht vorbei. Neben dem Verdrängungswettbewerb in der Branche nannte Lionel Souque die Digitalisierung als große Herausforderung.

„Amazon wird alle Branchen in Frage stellen“, so Lionel Souque.

Aber noch jemand muss sich Gedanken um die Zukunft machen. Die Fröste im Frühjahr haben viele Landwirte einen Strich durch den Umsatz gezogen. 

Frostschäden: Finanzielle Hilfe bis 15. Dezember beantragen

Die bayerischen Obstbauern und Winzer hat es dieses Jahr hart getroffen.

Aufgrund von Frost zur Blütezeit ist die Ernte sehr bescheiden ausgefallen, was zu enormen Ertragseinbußen führte.

Bayern hat deshalb ein Hilfsprogramm für die Betroffenen beschlossen. Bayerische Obstbauern und Winzer können bis zum 15. Dezember einen Antrag auf finanziellen Ausgleich stellen.

Das Hilfsprogramm umfasst drei Stufen. Ein finanzieller Ausgleich kann beantragt werden, wenn aufgrund des Frostes die Ernteerträge um mindestens 30 Prozent geringer ausgefallen sind.

Vergleichswert ist der mehrjährige Schnitt der vorangegangenen Jahre. Für Schäden können Hilfsmittel in folgender Höhe beantragt werden:

  • Stufe 1: Es werden maximal 50 Prozent der Schäden ausgeglichen. Der Höchsbetrag beträgt 50.000 EUR.
  • Stufe 2: Hier geht es um besondere Härtefälle, bei denen Schäden in Höhe von über 100.000 EUR entstanden sind, die Fortführung des Betriebes auf dem Spiel steht oder ein Darlehen aufgenommen werden muss. Es werden auch hier maximal 50 Prozent der Schäden beglichen.
  • Stufe 3: In Härtefällen, bei denen die Existenz eines Betriebes grundlegend gefährdet ist, kann auch ein Ausgleich in Höhe von bis zu 80 Prozent der Schäden erfolgen. Die Höchstbetrag für die Unterstützung beträgt 150.000 EUR.

Weitere Informationen sowie die Formulare für die Beantragung findet ihr hier

Ein Thema, das derzeit die Gemüter bei vielen Landwirten hochkochen lässt, sind die wiederholten Einbrüche in Stallanlagen. 

Rechtstreit um Stalleinbruch von Tierschützern geht weiter

Stalleinbrüche von Tierschützern haben in der letzten Zeit des öfteren für Schlagzeilen gesorgt.

In 2013 sind drei Aktivisten der Organisation Animal Right Watch (ARIWA) in einen Stall in Sachsen-Anhalt eingebrochen.

Auch wenn vom Landgericht bestätigt wurde, dass die Täter sich widerrechtlich Zugriff zum Stall verschafft haben, sprich Hausfriedensbruch begangen haben, wurden die Angeklagten freigesprochen.

Freispruch gab es, da das Handeln der Angeklagten wegen Notstands nach § 34 StGB gerechtfertigt sei.

Dies bedeutet, dass jemand in einen fremden Stall eindringen darf, um dort zu filmen und auf Missstände aufmerksam zu machen.

In dem Fall habe die Haltung teilweise auch nicht den Regeln entsprechend der Tierschutzverordnung entsprochen.

Der Stalleinbruch wurde auch damit gerechtfertigt, dass eine Anzeige keinen Erfolg gebracht hätte. Dies sei die bisherige Erfahrung der Aktivisten gewesen.

Der Einbruch sei das mildeste Mittel gewesen und die Tierschützer hätten sich vorbereitet, so dass sie keine Gefahr für das Tier darstellten.

Zusammenfassend: das Tierwohl geht dem Hausrecht vor. Die Staatsanwaltschaft hat nun abermals Revision angemeldet, so dass der Fall nun beim Oberlandesgericht Naumburg vorgelegt wird.

„Wenn das Schule macht, sind wir schnell an der Grenze des Rechtsstaates angelangt“, meinte Prof. Otto Depenheuer, Kölner Rechtswissenschaftler.

(Quelle: Volksstimme)

Entsprechend fordert er ein breite öffentliche Diskussion über das Urteil und seine Konsequenzen. Wir stimmen sicherlich alle zu, dass das Tierwohl und die Einhaltung von Tierschutzgesetzen wichtig sind.

Das aktuelle Urteil erteilt aber wohl jeden eine Freifahrtsschein zum Hausfriedensbruch.

Wie beurteilt Ihr den Freispruch?

Glyphosat-Krebs-Landtechnik

Glyphosat: Dinosaurier aus dem letzten Jahrhundert?

Die Zulassung den umstrittenen Pestizides Glyphosat läuft Ende des Jahres aus.  Und die Schlagzeilen brechen nicht ab. 

In den fortlaufenden Streit mischen sich nun auch  Krebspatentienten und Anwälte aus den USA ein.

Diese warnen die EU vor „Roundup“, einem Unkrautvernichtungsmittel, das Glyphosat enthält.

Zusammenhang von Glyphosat und Krebs

Die Anwälte fordern das EU-Parlament auf, die manipulativen Praktiken von Monsanto zu untersuchen.

In den USA läuft das Gerichtsverfahren der Krebspatienten gegen Monsanto noch.

Die US-Anwälte wollen anhand interner Dokumente belegen können, dass Monsanto über die Zusammenhänge zwischen Krebs und ihrem Pestizid gewusst haben, und nicht erst seit gestern.

Auch handele es sich nur um die Spitze „eines gigantischen Eisberges“.

Die Krebsopfer und deren Anwälte hatten Treffen mit den EU-Behörden angefragt, um ihnen die Unterlagen zur Verfügung zu stellen.

Die Treffen wurden von den EU-Agenturen verweigert. Als Begründung wurde das laufende Gerichtsverfahren in den USA genannt.

Die EFSA hat sich für die Verlängerung der Zulassung von Glyphosat ausgesprochen.

Ebenso wie die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) wird die Meinung vertreten, dass kein Grund vorläge, Glyphosat als krebserregend einzustufen.

Die EU-Kommission will der Empfehlung folgen, sprich das Pestizid weiterhin zulassen.

Derweil wachsen die kritischen Stimmen, dass die EU-Agenturen unabhängige Studien bei ihrer Überprüfung ignorieren.

Es wird von Kritikern beanstandet, dass Behörden, wie etwa das Bundesinsitut für Risikobewertung (BfR) in ihren Gutachten in nicht unerheblichen Umfang einfach von den Herstellern, wie Monsanto, abgeschrieben hätten.

(Quelle: Süddeutsche Zeitung, Deutschlandfunk Kultur, EU-Parlament

Monsanto-Vertreter aus EU-Parlament verbannt

Da bauen die Schlagzeilen darüber, dass Monsanto ein Vorladung des Europäischen Parlaments zum Thema Glyphosat ignorierte, nicht gerade Vertrauen auf.

Lobbyisten von Konzernen im EU-Parlament oder anderen politisch wichtigen Institutionen – dies ist wohl generell eine Ansichtssache, inwieweit hierdurch Demokratie wirklich gefördert wird.

Monsanto ist nun der erste Konzern, der aus dem EU-Parlament verbannt wurde.

So teilte Europaabgeordneter Sven Giegold mit, dass Lobbyisten und anderen Vertretern des Saatgutkonzerns die Zugangsausweise entzogen werden.

Anhörung zur Monsanto-Papers ignoriert

Zu der Massnahme ist es gekommen, weil sich Monsanto geweigert hat, zu einer Anhörung zu den sogenannten Monsanto-Paper zu erscheinen.

In der Anhörung sollte dem Verdacht, dass der Konzern in die Studien zu Glyphosat eingegriffen hat, nachgegangen werden.

„Wenn Monsanto in Europa Geschäfte macht, muss es sich auch vor dem EU-Parlament seiner Verantwortung stellen“, meinte Sven Giegold.

Nächste Woche, am 11. Oktober, ist eine Anhörung des EU-Parlaments geplant, zu der Vertreter und Gegner der Agrarindustrie erwartet werden.

Hier dürfte nochmals die Frage auf den Tisch kommen, inwieweit Monsanto die Studienergebnisse zu Glyphosat zu seinem Gunsten beeinflusst hat.

In den USA häufen sich derweil die Sammelklagen gegen den Konzern, auch wegen seinem umstrittenen Unkrautvernichter Dicamba.

„Wir haben so etwas noch nie zuvor gesehen“, so Kevin Bradley, Agrarexperte an der Universität Missouri.

So seien landesweit über eine Million Hektar Sojabohnen-Felder durch Verwehungen mit Dicamba verseucht.

Höchst umstrittene Unkrautvernichter und genmanipulierten Saatgut, für beide Produkte von Monsanto sind die Folgen für Landwirtschaft, Umwelt und generell die Gesundheit nicht absehbar.

Moderne Errungenschaften – Segen oder Fluch?

Beide „Phänomene“ sind erst in den letzten Jahrzehnten aufgekommen. Geschichtlich gesehen wirklich absolutes Neuland.

Langsam scheinen die ersten Wirkungen sichtbar zu werden. Die Natur hat Millionen von Jahre gebraucht, um ein sehr sensibles und ausgeklügeltes System zu entwickeln.

Seit dem letzten Jahrhundert hat der Mensch zunehmend in dieses System eingegriffen und stärker und stärker Änderungen vorgenommen, die ein modernes und besseres Leben ermöglichen.

Gleichzeitig erleben wir seit den letzten Jahrzehnten eine Epedimie:

Weltweit gibt es soviele Kriege und Unruhen wie nie zuvor. Weltweit erkranken die Menschen an Allergien, Autoimmun-Krankheiten und Krebs in einem in dagewesenen Umfang.

Mindestens jeder vierte Mensch in der EU wird, statistisch gesehen, wohl an Krebs erkranken. In Deutschland dürfte die Zahl höher liegen.

Pestizide und genmanipuliertes Saatgut, von Konzernen wie Monsanto zur Verfügung gestellt und scheinbar die Errungenschaften, die moderne Landwirtschaft und die Ernährung überhaupt erst ermöglichen.

Es scheint, eine Landwirtschaft ohne die beiden ist nicht umsetzbar, oder?

Genmanipuliertes Saatgut und Pestizide

Quelle: Terra Iguana

Landwirtschaft ist sehr viel vielfältig und ich denke, die Vielfalt – von konventioneller bis ökokologischer Landwirtschaft ist wichtig. 

Aber wie bei allem ist es wichtig im Hinterkopf zu behalten, wer welche Interesse verfolgt. Und nicht aus den Augen zu verlieren, dass es immer mehrere Lösungsansätze gibt. 

Läuten technische Entwicklungen eine neue Ära ein?

Wie wir jetzt auf der Agritechnica 2017 wieder mit eigenen Augen bestaunen dürfen, die Technik schreitet rasant fort.

Die neueste Landtechnik erlaubt eine Produktion, die vor 10-20 Jahren undenkbar gewesen wäre.

Man denke nur an den Fendt Roboter XAVER, vom letzten Beitrag.

Fast jede derzeit entwickelte Landtechnik trägt dazu bei, den Einsatz von Pestiziden erheblich zu reduzieren. Manche Technik erlaubt gar für jede Pflanze fast eine Einzelbetreuung.

Mit fortschreitender Entwicklung kann Technik, wie der Roboter XAVER, günstiger angeboten werden und Landwirtschaft in anderen Dimensionen, beispielsweise für kleinere, lokale Regionen ermöglichen.

Die wirklichen Kosten von Pestiziden und genmanipulierten Pflanzen werden in den nächsten Jahren sicherlich deutlich sichtbarer werden.

Das zeigt die zunehmende Kritik, die auf neuere Erkenntnisse aufbaut, die scheinbar jetzt nach und nach ans Tageslicht kommen.

Vielleicht gehören die Errungenschaften des letzten Jahrhunderts, sprich Glyphosat und Co., wirklich dem letzten Jahrhundert an.

Meint Ihr, dass moderne Agrartechnik eine wirtschaftliche, ertragreiche Bearbeitung der Felder ermöglich, die mehr im Einklang mit der Natur steht?