Landwirtschaftliche Betriebe 2010 (c) Statistisches Bundesamt www.atlas-agrarstatistik.nrw.de/

Landwirtschaftliche Betriebe im neuen Online-Kartenatlas

Wie viele landwirtschaftliche Betriebe gibt es je Bundesland? Welches Gebiet hat den größten Weizen- und Rapsanteil? Und wie sieht es mit den Ökoflächen in Deutschland aus? Auf alle diese Fragen gibt es ab sofort Antworten im Online-Kartenatlas.

Das Statistische Bundesamt bietet ab sofort einen Online-Kartenatlas zur Agrarstatistik. Mit nur einem Klick können Landwirtschaftsbegeisterte den Blick in 16 Karten wagen. Es handelt sich hierbei um georeferenzierte Daten die aus der Landwirtschaftszählung 2010 stammen.

DEIN GESCHENK VON AGRARBETRIEB: Startpaket für innovative Landwirte

Um einen Eindruck darüber zu bekommen was Sie auf dieser Seite erwartet, habe ich folgendes Karten-Beispiel zur Veranschaulichung ausgesucht.

Online-Kartenatlas: Landwirtschaftliche Betriebe 2010

Landwirtschaftliche Betriebe 2010 (c) Statistisches Bundesamt www.atlas-agrarstatistik.nrw.de/

Landwirtschaftliche Betriebe 2010
(c) Statistisches Bundesamt www.atlas-agrarstatistik.nrw.de/

Im Einzelnen lassen sich folgende Rasterkarten anzeigen:

  1. Landwirtschaftliche Betriebe
  2. Betriebsgröße
  3. Schweinedichte
  4. Schweinedichte in FGE
  5. Rinderdichte
  6. Rinderdichte in FGE
  7. Dichte Großvieheinheiten
  8. Dichte Großvieheinheiten in FGE
  9. Anteil der Maisfläche
  10. Anteil der Dauergrünlandfläche
  11. Anteil der Weizenfläche
  12. Anteil der Rapsfläche
  13. Anteil der Ökofläche
  14. Dichte Arbeitskräfte-Einheiten
  15. Dichte Saisonarbeitskräfte-Einheiten
  16. Betriebswirtschaftliche Ausrichtung

Kartenatlas mit detaillierten Hintergrundinformationen

Zu jeder einzelnen Karte gibt es detaillierte Informationen, die wiederum aus umfassenden Metadaten stammen. Rechts neben den Karten finden Sie jeweils eine Legende. Links haben Sie die Möglichkeit zwischen den 16 oben aufgeführten Kartentypen auszuwählen.

Des Weiteren lassen sich verschiedene Ebenen wie z.B. Bundeslandgrenzen, Kreis- und Gemeindegrenzen, Flüsse, Planungseinheiten etc. beliebig hinzufügen.

Wer die Karten ausdrucken möchte um die Informationen mit Kollegen und Familienangehörigen zu teilen, kann diese als PDF-Dokument oder als Bilder herunterladen.

Gleichzeitig bietet das Statistische Bundesamt den sog. WMS-Dienst (Web Map Service) an. Dadurch können Sie die Karten in anderen GIS-Anwendungen (Geographisches Informationssystem) wie z.B. ArcGIS, integrieren.

Möchten Sie dieses Onlineinstrument selbst testen und Ihre Lieblingskarte erstellen?

Hier gelangen Sie zum Online-Kartenatlas des Statistischen Bundesamts…

Ich habe mir ein paar Karten online angeschaut und betrachte die Anwendung als eine gute Hilfestellung für uns Landwirte. Selbstverständlich gehe ich davon aus, dass wir bald auch die aktuelleren Zahlen sehen werden. Wäre auf jeden Fall wünschenswert.

Die Karten für landwirtschaftliche Betriebe lassen sich beliebig strukturieren und gestalten. Und wie lautet Ihre Lieblingskarte?

Landwirtschaftliche Betriebe_Agrarbetrieb Sommergerstensaatgut

285.000 landwirtschaftliche Betriebe in Deutschland

In 2013 gab es nur noch 285.000 landwirtschaftliche Betriebe in Deutschland. Das sind 5% weniger als noch vor 3 Jahren — in 2010. Die Fläche blieb mit 16,7 Millionen Hektar fast unverändert.

Das Statistische Bundesamt (Destatis) veröffentlichte im Rahmen einer Pressemitteilung die ersten vorläufigen Ergebnisse der Agrarstrukturerhebung 2013. Aus dieser geht weiterhin hervor, dass die durchschnittliche Betriebsgröße von 56 Hektar auf 59 Hektar je Betrieb angestiegen ist. Der Hauptgrund für den Anstieg der Betriebsgröße liegt in der annähernd gleich gebliebenen landwirtschaftlich genutzten Fläche.

DEIN GESCHENK VON AGRARBETRIEB: Startpaket für innovative Landwirte

Die Agrarstrukturerhebung basiert auf einer Befragung von rund 80.000 landwirtschaftlichen Betriebe. Die Fragen beziehen sich einerseits auf die Produktionsgrundlagen wie z.B. landwirtschaftlich genutzte Fläche und Viehbestände und andererseits auf die im Betrieb vorherrschende Beschäftigtenstruktur.

Landwirtschaftliche Betriebe

Siegfried Hofreiter – Der größte Bauer in Europa

Familienbetriebe dominieren deutsche Landwirtschaft

Von den insgesamt 285.000 Landwirtschaftsbetrieben zählten 256.000 zu Familienbetrieben. Das entspricht einem Anteil von 90%! Das Interessante dabei ist, dass über die Hälfte – also 52% – im Nebenerwerb geführt wurden.

In 2013 bewirtschafteten demnach die Familienbetriebe 65% der gesamten landwirtschaftlich genutzen Fläche. Eine rückläufige Entwicklung gab es auch in der Beschäftigtenzahl. Verglichen mit der letzten Landwirtschaftszählung in 2010 ist die Zahl der landwirtschaftlichen Arbeitskräfte um 6% auf rund 1 Million gesunken. Hiervon entfiel die Hälfte auf Familienarbeitskräfte, u.z. 506.000 Personen. Die andere Hälfte bestand aus ständig Beschäftigten (201.000 Personen) und Saisonarbeitskräften (314.000 Personen).

Zahl der Ökobetriebe nimmt zu

Eine gegenläufige Entwicklung gab es im Bereich Öko. Die Zahl der Betriebe mit ökologischem Landbau ist in 1013 auf 18.000 Betriebe gestiegen. Das entspricht einem Wachstum von 9%. Damit stieg die ökologisch bewirtschaftete Fläche im Vergleich zu 2010 um 7% auf rund 1 Million Hektar.

Aus der aktuellen Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes erfahren wir, dass die endgültigen Ergebnisse der Agrarstrukturerhebung 2013 voraussichtlich ab April 2014 zur Verfügung stehen werden.

Produkte aus der Region schneller finden

Ab sofort gibt es ein neues Onlineportal www.regionales-bayern.de auf dem ab Frühjahr mittels einer Suchmaske detaillierte Angebote aus der Region zu finden werden. Die Plattform steht zunächst nur für regionale Anbieter zur Verfügung. Ab dem Frühjahr soll das Netzwerk auch auf die Verbraucher ausgeweitet werden.

Landwirtschaftliche Betriebe_Agrarbetrieb Sommergerstensaatgut

Landwirtschaftliche Betriebe
Agrarbetrieb Sommergerstensaatgut

Landwirtschaftsminister Helmut Brunner äußerte sich zu dieser Initiative wie folgt:

„Mit dem neuen Angebot tragen wir dem Wunsch vieler Verbraucher Rechnung, die zunehmend Produkte aus ihrer Region kaufen wollen. (…) Nur wenn möglichst viele bayerische Direktvermarkter und Anbieter mitmachen, wird die neue Plattform zu einem nachhaltigen Erfolg.“

An dem bayerischen Onlineportal können sowohl die Direktvermarkter klassischer landwirtschaftlicher Produkte teilnehmen als auch Dienstleister wie z.B. Fachservices, Baumhaushotels und Hoftavernen.

Spätestens im Frühjahr steht dann das Portal auch für die Verbraucher bereit.

Die Anforderungen für landwirtschaftliche Betriebe werden immer komplexer. Wird im Zuge des Strukturwandels die Anzahl der Betriebe in Deutschland weiter zurückgehen? Was glauben Sie wird passieren? Ich freue mich auf Ihr Feedback im Kommentarfeld.

Grüne Woche Berlin 2014 Kornblume

Agritechnica Ade, Grüne Woche 2014 Helau

In zwei Wochen ist es soweit. Am Freitag, dem 17-ten Januar startet in Berlin die weltgrößte Messe für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau bekannt als die Internationale Grüne Woche (IGW). Das diesjährige Motto ist „Wunderbar anders“.

Vom 17. bis 26. Januar werden rund 5.000 Journalisten aus über 70 Ländern sowie 36 Landwirtschaftsministerien und Marketinggesellschaften aus aller Welt erwartet. Insgesamt sollen 2 komplette Hallenstränge mit Ausstellern aus dem Ausland belegt sein.

Nicht zu vernachlässigen ist der Global Forum for Food and Agriculture (GEFA) der vom 16. – 18. Januar ebenfalls in Berlin stattfindet und auch auf die IGW ausstrahlt. Hauptthema der diesjährigen GEFA lautet „Landwirtschaft stärken: Krisen meistern – Ernährung sichern“.

Grüne Woche mit Estland als Partnerland

Partnerland Estland bereitet sich mit großem Engagement auf seinen Messeauftritt in zwei Wochen vor und lädt alle Besucher zu täglich wechselnden, attraktiven Thementagen ein.

Ab 19. Januar werden im estnischen Messe-Café in Halle 8.2 jeweils um 11 und um 15 Uhr Spezialitäten vorgestellt. Bei diesen kurzweiligen Info-Shows geht es nicht nur um Lebensmittel, die probiert werden können, sondern auch um Reiseziele und eine ganz besondere Spezialität Estlands: IT-Technologie. Kaum ein anderes Land in Europa ist in der elektronischen Kommunikation so weit fortgeschritten wie Estland, wo Skype entwickelt wurde und so manch ein Landwirt seine Felder per Laptop bewirtschaftet. [Pressemitteilung IGW]

Verstehen Sie Spaß: Bodo Bach auf der Grünen Woche

Die diesjährige Grüne Woche bietet dem neuen Bundeslandwirtschaftsminister Dr. Hans-Peter Friedrich, die erste Gelegenheit, sich umfassend zu nationalen, agrarpolitischen Themen und Fragestellungen zu äußern. Weiterlesen

Landwirte: Maisfeld bei Agrarbetrieb

Unterstützung für Landwirte: Verdoppelung der De-minimis-Beihilfen

Liebe Agrarbetrieb-Fans, wir wünschen Ihnen und Ihren Familien ein frohes neues Jahr und alles Gute für 2014!

Das neue Jahr möchten wir gleich mit einer guten Nachricht beginnen. Folgende positive Meldung von der Europäischen Kommission aus Brüssel dürfte die Landwirte freuen. Die Obergrenze für De-minimis-Beihilfen wird ab dieses Jahr verdoppelt, nämlich auf 15.000 EUR innerhalb von 3 Steuerjahren.

Neben der Erhöhung der Staatsbeihilfen, hat sich Brüssel auch für die Anhebung des möglichen Gesamtbetrags, der ausgegeben werden darf, entschieden. Der Wert wird von aktuell 0,75% auf 1,0% des Produktionswerts der Landwirtschaft erhöht. Des Weiteren erfolgt eine genaue Definition der Einsetzbarkeit dieser Mittel. Landwirte sollen zukünftig wissen, wann solche Mittel nicht als staatliche Beihilfen anzusehen sind. Weiterlesen

Landwirtschaft in Deutschland 2014

Landwirtschaft in Deutschland: Änderungen zum 1. Januar 2014

Nächsten Mittwoch starten wir alle – hoffentlich – frisch, erholt und voller Energie ins Neue Jahr. Aus der Politik kommen einige Änderungen auf uns zu aber bevor ich auf diese eingehe, möchte ich die letzten Meldungen des Jahres 2013 kurz zusammentragen. Welche waren die wichtigsten Trends und Entwicklungen in der Landwirtschaft in Deutschland?

Strukturwandel in der Landwirtschaft

Mitte Dezember legte die EU-Kommission in Brüssel den aktuellen Jahresbericht zur Entwicklung der ländlichen Räume vor. Der Bericht weist darauf hin, dass die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe in der Europäischen Union zwischen 2007 und 2010 um 12% gesunken ist. Laut dem Bericht dominieren in der EU weiterhin die kleinen Betriebe obwohl die durchschnittliche Betriebgrösse steigt. Fast alle kleinen Höfe werden von Familien bewirtschaftet. Familienbetriebe sind die herrschende Organisationsform in der EU-Landwirtschaft.

DEIN GESCHENK VON AGRARBETRIEB: Startpaket für innovative Landwirte

In folgenden EU-Ländern finden sich weiterhin die größten Durschnittsbetriebe: Ostdeutschland, Großbritannien, Frankreich, Dänemark, Slowakei, Tschechische Republik und Spanien (in Teilen von Spanien).

Landwirtschaft in Deutschland – Strukturwandel und die Folgen

Landwirtschaft in Deutschland: Preise für Ackerland explodieren

In unserem Beitrag vom 19.12 haben wir über das Land Grabbing Phänomen berichtet. Im Mittelpunkt des Beitrags waren junge Bauern und Familienbetriebe die hierzulande gegen Konsortien (internationale Anlegerfonds und Investoren) kämpfen. Weiterlesen