Düngebedarfsrechner zum Kosten sparen

2 Düngebedarfsrechner die uns helfen, Kosten zu sparen

Die neue Düngeverordnung wird mit großer Wahrscheinlichkeit im März verabschiedet. Bis dahin müssen wir weiterhin die Düngung preiswert und bedarfsorientiert gestalten.

Wie tun wir das?

Mit Hilfe von Online-Rechner oder sogenannte Düngebedarfsrechner.

Zwei dieser Düngebedarfsrechner schauen wir uns heute näher an. Der eine Rechner hilft uns bei der Rübendüngung, der andere bei der Berechnung des Düngebedarfs im Maisbestand.

Bevor wir tiefer in die Materie einsteigen, kurz noch der Rückblick auf ein paar Top-Meldungen aus unserer Branche…

1. Die Firma Gebrüder Pfeiffer GmbH & Co. KG sind seit Januar exklusive Importeure für Claydon-Technik in Deutschland und den Niederlanden.

Die Zusammenarbeit des deutschen Unternehmens mit Claydon startete in 2016 als dieser der erste Vertriebspartner für Claydon in Deutschland wurde. Aufgrund der positiven Erfahrungen wurde heute die Kooperation der Gebrüder Pfeiffer mit Claydon weiter ausgebaut.

Die Aufteilung der Verantwortlichkeiten ist klar:

  • Pfeiffer soll das Händler-Netzwerk in Deutschland und den Niederlanden ausbauen, d.h. sie sind als exklusiver Vertriebspartner für Vertrieb und Service zuständig
  • Claydon Deutschland ist weiterhin für die Betreuung und Beratung von Bestandskunden zuständig

2. Die Bundesregierung verabschiedet Neuregelung von Drohnen, um die Sicherheit im Luftraum zu erhöhen.

Drohnen geraten immer häufiger in die Schlagzeilen weil sie nicht zweckmäßig „manevriert“ werden. Mit den neu aufgesetzten Regeln, hofft die Bundesregierung auf etwas mehr Sicherheit im Luftraum.

Folgende vier Regeln sollen gelten:

  • Kennzeichnungspflicht: Drohnen die mehr als 250 Gramm wiegen, müssen mit einer Plakete auf der Name + Adresse steht, gekennzeichnet werden.
  • Erlaubnispflicht: Für Flugmodelle die mehr als 5 kg wiegen bzw. die Nachts eingesetzt werden, ist zukünftig eine Erlaubnis von den Landesluftfahrtbehörden nötig.
  • Drohnen-Führerschein: Das Mindestalter soll 16 Jahre betragen. Es soll eine Prüfung abgelegt werden. Wer diese Führerscheine ausstellen soll und wie lange sie gültig sein sollen – darüber herrscht noch Unklarheit. Die Bundesregierung spricht in der Pressemitteilung von 10 Jahren.
  • Betriebsverbot: Modelle unter 5 kg müssen in Sichtweite bleiben und dürfen nicht über sensible Bereiche (z.B. Polizei, Rettungskräfte, Menschensammlungen, Naturschutzgebiete) eingesetzt werden.

Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel.

Quelle: Bundesregierung

3. CNH Industrial veröffentlicht Geschäftsbericht 2016: Weniger Umsätze, weniger Gewinne.

2016 war kein gutes Jahr für CNH Industrial. Zum Konzern gehören u.a. die Marken Case IH und New Holland. Der Nettoumsatz sank um 4,1% auf 23,669 Mrd. USD. Der operative Gewinn lag bei 1,291 Mrd. USD (in 2015 betrug dieser 1,432 Mrd. USD).

Das letzte Jahr war für viele Landtechnikhersteller ein schweres Jahr. Mal schauen wie locker das Investitionsgeld in diesem Jahr sitzt.

Der Düngebedarfsrechner von LIZ für Zuckerrüben

Wer auf der überarbeiteten Webseite des Informationsdienstes Zuckerrüber (LIZ) landet, dem können die neuen Düngebedarfsrechner nicht entgehen. Diese erscheinen nämlich direkt auf der Homepage.

Die Tools sind eine tolle Sache. Sie helfen uns bei der Planung für die neue Düngersaison — denn Landwirte wissen nur zu genau, „wer gezielt düngt, der spart Kosten“.

Hinzu kommt es, dass die Online-Rechner jedem kostenlos zur Verfügung stehen.

Rechner #1: LIZ-Düngungskosten

Ihr wolltet schon immer einen Preisvergleich zwischen mineralischen und organischen Dünger vornehmen, um anschließend eine bessere Entscheidung treffen zu können?

Bingo.

Der neue Kostenrechner von LIZ hilft Euch dabei.

Rechner #2: Dungpro

Hiermit kann der Nährstoffbedarf aller Grundnährstoffe für beides, Fruchtart und Fruchtfolge, problemlos ermittelt werden.

Rechner #3: Npro 2017

Dieses Tool hilft bei der Ermittlung des Stickstoffbedarfs. Die Eingabe erfolgt unter Berücksichtigung des Nmin-Wertes (kalkuliert oder gemessen) und der N-Nachlieferung des Standorts.

Die Einschränkung: Kalkulation erfolgt auf Basis der LIZ-Gebiete Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Brandenburg und Sachsen-Einhalt.

Der Düngebedarfsrechner des Deutschen Maiskomitees für Körner- und Silomais

Ein weiterer kostenloser Düngebedarfsrechner wird vom Deutschen Maiskomitee (DMK) zur Verfügung gestellt. Damit können Landwirte den Nährstoffentzug und die benötigte Höhe der Ausgleichsdüngung im Maisbestand berechnen.

Und wozu das Ganze?

Klar doch… um Kosten zu sparen.

Wie funktioniert der Düngebedarfsrechner?

1. Als erstes wählt man zwischen Körnermais oder Silomais (Trockenmasse) aus.

2. Danach erfolgt die manuelle Eingabe in folgende zwei Felder:

  • Ertragserwartung: einfach den angestrebten Ertrag eingeben
  • N-min Gehalt: Wert eintragen

3. Auf „berechnen“ klicken.

Das Programm errechnet den Nährstoffentzug je Hektar und zeigt die benötigte Höhe der Ausgleichsdüngung für Stickstoff, Phosphat, Kali und Magnesium an.

Ihr habt über mehrere Jahre hinweg organische Dünger eingesetzt? Dann müsst Ihr diese Effekte bei der Kalkulation ebenfalls berücksichtigen.

Hier geht’s zum Tool des DMK

Tools sind eine feine Sache

Heutzutage setzen wir jede Menge Apps und Tools ein, um unsere Planung zu optimieren, die Effizienz zu erhöhen und selbstverständlich auch deshalb, um bei der ganzen Sache Kosten zu sparen.

Dabei muss ich jedoch eins gestehen: wir sind verwöhnt! Ja, richtig gelesen. Wir sind sogar sehr verwöhnt, denn viele tolle Apps und Tools stehen uns nämlich „frei“ zur Verfügung.

Viele bejubeln die „Freebie“-Ära, wiederum andere verteufeln sie. Sicherlich liegt die Wahrheit irgendwo in der Mitte.

Welche weiteren Düngebedarfsrechner verwendet Ihr? Teilt das doch hier mit der Agrarbetrieb-Community, damit wir alle voneinander lernen können.

LinkedIn in der Landwirtschaft

LinkedIn: Social Media in der Landwirtschaft

LinkedIn? Das ist doch der internationale Bruder von Xing, oder etwa nicht? Und was soll ich damit in der Landwirtschaft?

Ja, es stimmt, LinkedIn ist der große Bruder von Xing. Und weil es Sinn macht sich auch mal mit Landwirten aus anderen Ländern auszutauschen, kann ein LinkedIn-Account durchaus von Nutzen sein.

Setzen wir doch unsere Social Media in der Landwirtschaft Serie fort. Nach Facebook, Twitter, Instagram, Pinterest und Google Plus steht heute LinkedIn in den Startlöchern. Das sind nämlich die Top 6 sozialen Netzwerke der Welt.

Microsoft kauft LinkedIn

Mitte Juli war es soweit: das Business-Netzwerk LinkedIn ging für 26,2 Milliarden Dollar an Microsoft. Das sind umgerechnet 23,3 Milliarden EUR.

Warum der Kauf?

Ist doch logisch, denn Microsoft will nicht mehr länger zuschauen wie die beiden Konkurrenten Google und Facebook das soziale Netzwerk-Kuchen und damit einhergehend, den „digitalen Werbekuchen“ dominieren.

„Der Deal vereint die weltweit führende professionelle Cloud und das global führende berufliche Netzwerk“, sagte Microsoft-Chef Satya Nadella. Auch die Bürosoftware Office 365 und Dynamics werde mit dem Kauf wachsen – „weil wir jeden Menschen und jedes Unternehmen auf der Welt damit ausstatten wollen“. [Quelle: Spiegel Online]

LinkedIn ist das Business-Netzwerk schlechthin. Hier treffen junge Universitätsabsolventen und hochkarätige Businessleute auf Headhunter und Dealmaker.

Es wird ‚präsentiert‘ was das Zeug hält. Jeder zeigt sich von der Schokoladenseite versteht sich…

Anders als auf Facebook, Instagram oder Snapchat, wo Katzen- und Hundebilder die „Feeds“ dominieren, gelten solche Bilder auf LinkedIn als verpöhnt und als absolutes NO GO. Wer die Regeln nicht kennt und einhält, den bestraft die Community.

Top Tipps für Euren Start auf LinkedIn…

Quelle: YouTube Video von LinkedIn

Wie funktioniert LinkedIn?

LinkedIn gilt als die seriöse Social Media Plattform unter den englischsprachigen Netzwerken (in Deutschland ist es Xing).

Hier werden wirtschaftliche, politische und technische Themen diskuttiert. Es existieren Gruppen für Finanzliebhaber, Marketingjunkies und Tauchfreunde. Wer sich auf der Suche nach einem exotischen Urlaubsort befindet, wird hier ebenfalls fündig.

Wie wir bereits wissen, ticken die Deutschen in punkto „Datensicherheit“ ein bischen anders als unsere US-amerikanischen Freunde. Deshalb untersuchten TÜV und Statista die Social Media Giganten Facebook, Google+, LinkedIn und Xing.

Die Ergebnisse der Studie wurden in folgender Infografik zusammen getragen…

Infografik: Die Deutschen und soziale Netzwerke | Statista
 Quelle: Statista

Kurzes Fazit

Im privaten Bereich setzen die deutschen Nutzer auf Facebook. Um berufliche Kontakte zu pflegen bzw. einen entsprechenden Job zu finden sind Xing und LinkedIn unverzichtbar.

In punkto Vertrauen, hat das heimische Karrierenetzwerk Xing die Nase vorn. Bei den Netzwerken in den USA besteht weiterhin Rechtsunsicherheit bzgl. Datenverwertung und Datenschutz.

Kleiner Exkurs…

Keiner zwingt einen, seine gesamten Daten preis zu geben, Katzenbilder hochzuladen, Bilder von der Enkeltochter zu verteilen bzw. jedem mitzuteilen, was man zum Frühstück gegessen hat. Egal ob deutsches oder US-amerikanisches Netzwerk, die Verwantwortung liegt bei einem selbst.

LinkedIn in der Landwirtschaft

LinkedIn ist doch was für Businessleute, oder habe ich da was falsch verstanden? Was soll jetzt ein Landwirt mit dieser Plattform?

Ich habe Spaßes halber mal eine Suche auf LinkedIn gestartet um Euch die Power dieses sozialen Netzwerks aufzuzeigen. Als Suchbegriff habe ich „Landwirtschaft“ eingegeben und als Land „Germany“.

Und siehe da: 271 Stellen im Bereich Landwirtschaft…

LinkedIn Landwirtschaft in Deutschland

Hier kann man sich ganz in Ruhe, von zu Hause aus, die unterschiedlichen Stellen anschauen. Mit Sicherheit ist unter den 271 Stellen etwas passendes dabei.

Das wäre also ein Vorteil von LinkedIn für Landwirte: gezielte Stellensuche.

Ein weiterer Vorteil liegt in der Unternehmensvorstellung. Durch die Erstellung einer sogenannten Company Page, können Interessenten mehr über Euer Bauernhof erfahren.

Hier ein paar Beispiele von sogenannten Company Pages aus unserer Branche:

Zuletzt noch das Beispiel von John Deere, damit Ihr seht wie man das richtig macht bzw. wie man das Meiste aus einer LinkedIn Unternehmensseite rausholen kann:

John Deere Unternehmensprofil.

Alle guten Dinge sind drei…

Der dritte Vorteil von LinkedIn sind Gruppen.

Ein paar Beispiele von Gruppen wo sich Landwirte aus aller Welt treffen, um sich über relevante Themen auszutauschen, findet Ihr unter:

  • Agri Jobs mit fast 60.000 Mitglieder
  • Agro Commodity, eine internationale Gruppe wo Informationen zu Getreide & Co. ausgetauscht werden
  • Agri Marketing, ein Treffpunkt für knapp 55.000 Mitglieder um sich über aktuelle Marketingtrends in der Landwirtschaft auszutauschen
  • Natur & Jagd, eine kleine Gruppe für Liebhaber von Natur- und Jagdphotographie

Das ist nur eine kleine Auswahl von Gruppen. Geht einfach auf Gruppensuche und ich bin sicher Ihr findet die passende Community, um Euch auszutauschen und vor allem, wichtige internationale Kontakte zu anderen Landwirten zu knüpfen.

Meine bisherigen Erfahrungen mit LinkedIn

Ich nutze LinkedIn um mich mit Kollegen und Gleichgesinnten aus dem internationalen Umfeld auszutauschen. Einige von ihnen bevorzugen LinkedIn, andere wiederum Facebook.

Gleichzeitig nutze ich auch die deutsche Version von LinkedIn, nämlich Xing. Da es eine Plattform für deutschsprachige Social Media Benutzer ist, kann ich hier meine heimischen Kontakte ganz gut pflegen.

Wie ich schon immer in meinen Blogs geschrieben habe:

Es geht nicht um die X / Y / Z Plattform an sich. Vielmehr geht es darum, auf die Stärken des jeweiligen Netzwerks zu setzen und diese in Kombination mit anderen Plattformen zu verwenden. Integratives Denken ist gefordert.

Das was bei Facebook gut ankommt, ist eine Blamage auf LinkedIn oder Snapchat. Die seriöse Umgangform auf Xing und LinkedIn hingegen, kann wie ein Boomerang auf Snapchat oder Instagram wirken.

Jede Plattform hat seine eigene Communities und Regeln, und damit einhergehend, seine Eigenheiten. Diese zu kennen ist von großem Vorteil.

Nutzt Ihr LinkedIn? Welches soziale Netzwerk bevorzugt Ihr und wie setzt Ihr diesen in der Landwirtschaft ein?

Agrar-Apps zum selber ausprobieren

3 Agrar-Apps zum selber ausprobieren

Pokemon Go, das kostenlose Augmented-Reality-Spiel sorgt weltweit für Kopfschütteln und Irritation. Generation Y und die Millennials jubeln, der Rest tut sich schwer den Wahnsinn zu verstehen. Im Vergleich dazu, sind Agrar-Apps recht harmlos…

Menschen die vom Bürgersteig auf die Fahrbahn stolpern weil sie ihr Blick von ihren Smartphones nicht abwenden können sind keine Seltenheit mehr.

Jugendliche die sich im Park treffen um „auszuhängen“, die anschließend ihre gesamte ‚gemeinsame‘ Zeit durch individuelles surfen auf dem Smartphone verbringen…

Geht damit die Smartphone und App-Krankheit in die nächste Runde?

Die Oma versteht das alles lange nicht mehr. Papa und Mama schütteln so langsam auch schon den Kopf und 25+ Jährige kommen auch nicht mehr ganz so mit… mit der App-Manie.

App-gelenkt?

Ein Bericht über Generation ‚Kopf runter’…

Quelle: YouTube Video von ARD Mittagsmagazin

Aber Apps bringen auch viele Vorteile mit sich — wenn man weiss wie man sie gezielt für die eigenen Zwecke einzusetzen hat und gleichzeitig auch noch die Kontrolle über das eigene Leben behält.

Und auch bei uns in der Landwirtschaft haben sich Apps bzw. Agrar-Apps fest etabliert.

Will ein Landwirt wissen wie das Wetter in seiner Region in den kommenden Stunden sein wird, greift er / sie auf eine entsprechende App zu. Wer mehr über Schädlinge und Unkräuter erfahren möchte, die eventuell das eigene Feld befallen haben, greift auf eine für Schädlinge und Unkräuter spezialisierte Agrar-App zu.

Die Angebote im Google Play Store und App Store sind vielfältig — und täglich kommen weitere Agrar-Apps hinzu. Den Überblick hat lange keiner mehr, ausser die beiden Tech-Giganten Google und Apple.

Kommen wir nun zu den drei Agrar-Apps die ich Euch heute kurz vorstellen möchte…

1. NINA warnt vor Unwetter, Hochwasser, Feuer und weiteren Gefahren

NINA steht für Notfall-Informations- und Nachrichten-App.

Die Katastrophen-App aus dem Hause Bundesamt für Katastrophenhilfe (BBK) warnt per Eilmeldung vor Gefahren wie z.B. Großbrand oder Gefahrstoffausbreitung. Des weiteren sind in der Warn-App die Wetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes und die Hochwasserinformationen der zuständigen Stellen der Bundesländer integriert.

Alle Gefahren quasi in einem App-Überblick…

Quelle: YouTube Video von retter.tv

Die Warn-App ist auch visuell bzw. graphisch hinterlegt. Die Warngebiete werden in der Kartenansicht dargestellt.

Der User hat die Möglichkeit zwischen verschiedenen Warnkategorien (Wetter, Hochwasser, Bevölkerungsschutz) zu wählen. Tippt man auf ein Warngebiet so erscheint die entsprechende Warnmeldung. Sollten mehrere Warnmeldungen für das ausgewählte Gebiet vorliegen, so werden diese in einer Liste aufgezeigt.

NINA für Android

NINA für iPhone

2. Agricon-App ermöglicht ME-Kunden den Zugriff auf die Precision-Farming-Plattform agriBOX

Folgende App von Agricon ist was für Landwirte mit Müller Elektronik-Terminals.

Zur agriBox:

  • ist ein Jobrechner der speziell für den Digitalen Pflanzenbau entwickelt wurde
  • enthält alle agronomischen Regelfunktionen für die N-Düngung, Wachstumsregler- und Fungizid-Applikation
  • ist mit dem agriPORT Datenmanagementsystem vernetzt (Zugriff auf Daten auch im Büro)
  • wird herstellerunabhängig in die Schlepperkabine montiert

Welche Vorteile bietet denn agriBox?

Zum einen wird durch den Einsatz der agriBOX der Einbau eines zusätzlichen Terminals im Schlepper erspart. Das ME-Terminal zeigt alle Anwendungen an.

Zum anderen ist agriBOX vollständig in die ISOBUS-Welt von ME integriert. Software-Updates sorgen für neue Features und Funktionen; damit wird sichergestellt, dass der Anwender auch zukünftig im Bereich Technologie & agronomische Weiterentwicklung, gut aufgestellt ist.

Auf der Webseite von Müller Elektronik habt Ihr Zugriff auf die beiden Geräte Agricon Touch 800 und Touch 1200. Support und technischer Service werden von Agricon gedeckt.

3. MF Explore App hilft bei der Konfiguration eines Massey Ferguson „Wunschtraktors“

Autos nach Wunsch und Belieben konfigurieren, Küchen selbst konfigurieren… Warum soll das nicht auch bei Traktoren möglich sein?

Das dachte sich auch Massey Ferguson. Seit Ende März kann jeder MF-Begeisterter seinen eigenen Wunschtraktor selbst konfigurieren.

Was man dazu braucht?

Eine Agrar-App, nämlich die MF Explore App. Diese kann kostenlos im Apple Store heruntergeladen werden. Die App kann aktuell nur auf Apple-Geräte installiert werden.

MF Explore im Apple Store

Zum Konfigurationsprozess:

Los geht’s mit der Angabe der PS. Zur Auswahl steht das MF Traktorenprogramm von 85-400 PS. Zukünftig soll das gesamte Traktorensortiment inkl. Mähdrescher, Ballenpressen & Co. abgebildet werden.

Wie bei jedem anderen Konfigurator auch, können anschliessend z.B. die Hydraulik und bestimmte Accessoires ausgewählt werden. Letztendlich wollen die MF-Fans einen möglich schicken und „gepimpten“ Traktor vor sich haben, zumindest virtuell.

Das Modell wird anschließend in einem virtuellen Einkaufswagen gespeichert und kann später mit Familie und Freunden geteilt werden.

Die faszinierende Welt der Agrar-Apps

Wo man nur hinschaut Apps, Games, soziale Netzwerke und natürlich Smartphones…

Die Welt hat sich in den letzten 10 Jahren sehr stark verändert. Wir werden regelrecht mit Informationen, Nachrichten und allerlei Werbung bombardiert. Die Herausforderung besteht darin, die uns wichtigen und nützlichen Komponenten herauszufiltern.

Jeder von uns hat andere Interessen, Jobs, Hobbies… Es gibt nicht DAS perfekte Modell. Es gibt nicht die für alle passenden Games, Facebook’s und Instagram’s, oder Agrar-Apps.

Deshalb bleibt es uns überlassen aus dieser großen Angebotspalette ein Puzzle-Kuchen zusammen zu basteln das unserem eigenen Geschmacks-DNA entspricht. Manche nennen es „die Qual der Wahl“.

Welche Agrar-Apps benutzt Ihr? Warum bevorzugt Ihr diese?

Wochenmarkt Marketing

Erfolg auf dem Wochenmarkt

Der Kauf von Lebensmitteln ist Vertrauenssache. Und Einkaufen beim Erzeuger ist im Trend. Jeder neue Lebensmittelskandal bringt Erzeugern, die Ihre Produkte auf dem Wochenmarkt oder Bauernmarkt, im Hofladen oder am Straßenstand anbieten, einen Wachstumsschub.

Die Käufer auf Wochenmärkten und Co. schätzen den persönlichen Kontakt zum landwirtschaftlichen Erzeuger und die Qualität der Produkte. Auf dem Wochenmarkt muss nicht dem Gedrucktem auf der Verpackung geglaubt werden.

Man kann dem Erzeuger direkt Fragen zur Herstellung und Herkunft stellen. Und man kann die Menge kaufen, die man wirklich braucht. Für den Landwirt kann diese Form der Direktvermarktung eine lukrative Einkommensquelle darstellen.

Marketing auf dem Wochenmarkt

Dennoch lässt sich für Direktanbieter auf Wochenmärkten einiges von Supermärkten abschauen, insbesondere in Sachen Marketing. Ihr könnt darauf bauen, dass im Supermarkt nichts dem Zufall überlassen ist.

Jede Auslage, jede Präsentation oder Anordnung der Produkte ist bis in kleinste Details auf bestmögliche Verkaufszahlen optimiert worden.

Also wenn Ihr das nächste Mal die Gemüse- und Obstabteilung im Supermarkt durchlauft, schaut doch einfach, was Ihr Euch eventuell abschauen könnt.

Tips für die erfolgreiche  Vermarktung auf dem Wochenmarkt

Gebt Eurem Stand ein Gesicht

Der Name und ggf. das Logo Eures Standes sollten gut sichtbar sein und am besten an verschiedenen Positionen auf Eurem Stand erscheinen.

Stellt sicher, dass Euer Stand nicht einer unter vielen ist, sondern sich Eurer Name und Logo gut im Gedächtnis Eurer Kunden verankern können. Denn Ihr wollt nicht einer der vielen Stände auf dem Wochenmarkt sein.

Gerade Neukunden sollten Euch beim nächsten Besuch auf dem Wochenmarkt direkt wiedererkennen bzw. -finden.

Und wenn einer Eurer Kunden zu Hause von Freunden gefragt wird, wo er die Gurken gekauft hat, dann ist es besser für Euch, wenn der Kunde Euren Namen kennt und Euch direkt weiterempfehlen kann. Die allgemeine Antwort „auf dem Wochenmarkt“ ist bei weitem nicht ausreichend.

Schildert den Namen und Preis gut aus

Stellt sicher, dass Ihr Eure Produkte mit dem Namen und dem Preis gut sichtbar ausweist.

Viele Kunden mögen es nicht, wenn sie erst fragen müssen, wieviel etwas kostet. Mit klaren Informationen, die gut sichtbare sind, gebt Ihr Euren Kunden eine Chance, schon beim Zulaufen auf den Euren Stand zu entscheiden, was sie in welche Menge kaufen möchten. 

Gebt den Besuchern auf dem Wochenmarkt keine Chance, an Eurem Stand vorbeizulaufen, weil Ihnen das Angebot nicht direkt ins Auge sticht.

Bietet ein Erlebnis

Das Auge ist nicht nur mit, es kauft auch mit. Auch wenn es nur ein Wochenstand ist, bietet Euren Kunden ein Einkaufserlebnis. Dies ist gar nicht so schwer: legt etwa Obst und Gemüse der gleichen Farbe nicht direkt nebeneinander.

Bringt mit Gegensätzen etwas Spannung in Euren Stand: hell versus dunkel, sanft versus rau, groß versus klein…

Und bringt Atmosphäre ins Spiel: versucht etwa kaltes Plastik auszublenden, indem Ihr es mit anderen Materialien umwickelt oder abdeckt. Die Tischbeine lassen sich verdecken, indem längeres Gemüse direkt davor gestellt wird.

Ihr seht, mit kleinen Mitteln und wenig Aufwand können große Effekte erzielt werden. Euren Ideen sind keine Grenzen gesetzt.

Erfolgreiches Erlebnismarketing in der Landwirtschaft

Quelle: agrarheute

Der Erfolg der Direktvermarktung hängt also nicht nur von der Qualität des Produktes ab. So wie im Fall des Stadtladens diverse Faktoren für den Erfolg verantwortlich sind, setzt sich der Erfolg Eures Standes auf dem Wochenmarkt aus mehreren kleinen Puzzleteilen zusammen.

Nach soviel Marketing gibt es nun noch Spannendes aus der Technikwelt. Ab 2017 werden 3 neue, schwere Maschinen mit jeder Menge Leistung erhältlich sein:

Die 3 Neuen von Claas

Mit seinen 3 neuen Liner-Modellen, erweitert Class seine Produktpalette im Bereich der Zweikreisel-Seitenschwader. Der Liner 1250 wird durch die Liner 1600 und 1600 Twin ersetzt. In den größeren Arbeitsbreiten wird der Liner 1700 schlagkräftig schwaden. Vor allem Betriebe mit Eigenmechanisierung dürften bei den folgenden Ausstattungsmerkmalen aufhorchen. So verfügen jetzt alle 3 Modelle über

  • eine einfache und komfortable Bedienung ohne Terminal über die Steuergeräte des Traktors
  • große Aushubhöhen von über 50 cm
  • einen sichereren Stand am Hang und auf der Straße
  • flottes Fahren bei Geschwindigkeiten von bis zu 50 km/h.

Alle Modelle verfügen nun über einen hohen Rahmen und außenliegenden Klappzylindern. Ganzer Stolz der Seitenschwader ist die innovative, gezogene kardanische Aufhängung der Kreisel. Die Einzelaufhängung jedes Kreisels und ein Kugelgelenk auf der Vorderseite ermöglichen:

  • Freie Anpassung an die Bodenkontur
  • Sehr hohe Beweglichkeit des gesamten Kreiselkörpers
  • Vermeidung von unerwünschtem Radieren der Räder bei engen Kurvenfahrten

Die weitere Ausstattung wie die dauergeschmierten, hermetisch geschlossenen Schwadlocken, die bewährten doppelt abgewinkelten Zinken oder die Transportposition von unter 4 Metern verlangen danach, sich die Modelle näher anzuschauen, was sie nicht noch alles zu bieten haben.

Es bleibt spannend in der Landwirtschaft. Ob moderne Maschinentechnik oder moderne Marketingtechniken, beide sind letztendlich enorm wichtig für den Erfolg Eurer Landwirtschaft. Welche Marketingtips könnt Ihr anderen für die Vermarktung mit auf den Weg geben?

Landwirtschaft Social Media Marketing

Die 3 Erfolgsstufen in Landwirtschaft und Social Media Marketing

Seit Jahrtausenden betreiben die Menschen Landwirtschaft. Im Vergleich dazu gibt es Social Media erst wenige Jahre. Und dennoch nimmt in der Landwirtschaft, wie in anderen Branchen auch, Social Media immer stärker Einfluß auf Euren wirtschaftlichen Erfolg. 

Zugegeben, Social Media Marketing ist ein komplexes Themengebiet.

Kein Wunder, wenn es für den einen oder anderen ein Buch mit sieben Siegeln ist. Aber wem die Prozesse in der Landwirtschaft vertraut sind, der wird den Kern von Social Media Marketing schnell erfassen.

In 3 Schritten zum Erfolg in Landwirtschaft und Social Media Marketing

Die zwei Themengebiete sollen was gemeinsam haben? Neeee….

Was aber wenn doch?!

1. Die Auswahl des richtigen Korns

Ein Landwirt baut nicht einfach irgendetwas nach Lust und Laune an.

Aufbauend auf seinen Erfahrungen und seiner Expertise wählt er das beste Korn für seinen Acker aus. Er berücksichtigt geographische und klimatische Gegebenheiten seiner Region, bedenkt wirtschaftliche Faktoren wie die Nachfrage an den Märkten und die Ressourcen (wie Arbeitskraft und Werkzeuge), die ihm für den Anbau zur Verfügung stehen.

Genauso ist es mit Social Media Marketing.

Wenn man Instagram, Facebook und Co. erfolgreich für sich einsetzen möchte, eröffnet man nicht einfach überall ein Konto und sendet wild Nachrichten in die Welt.

Wie bei der richtigen Auswahl des Korns, wählt man die Netzwerke aus, mit denen man seine Ziele am effektivsten erreichen kann. Auch hier spielen verschiedene geographische, demographische oder auch wirtschaftliche Faktoren eine wichtige Rolle.  

2. Aussähen und Wachsen lassen

Die Aussaat einer Handvoll Körner führt nicht zu einer reichen Ernte.

Ebenso wenig wächst und gedeiht das Korn nicht über Nacht. Und sicherlich erwartet kein Landwirt, dass er eine gute Ernte einbringen wird, wenn er nach der Aussaat der Samen das Feld sich selbst überlässt.

Er behält das Wachstum seines Kornes im Auge. Unterstützt ihn durch gezielte Maßnahmen, die das Getreide in bestimmten Phasen stärken oder in kritischen Phasen schützen.

Auch Social Media wird Euch nicht reichlich neue Kunden bescheren oder Eure Bekanntheit merklich erhöhen, nur weil Ihr ein paar Tweets gesendet habt oder auf Facebook hin und wieder einen Beitrag veröffentlicht.

Genauso wie das Korn zum Wachsen seine Zeit benötigt, braucht auch Social Media Marketing stetige Maßnahmen über einen längeren Zeitraum, eh es seine Wirkung entfalten kann. Dabei muss der „Wachstum“ ständig überwacht und mit gezielten Maßnahmen unterstützt werden.

3. Ernte und Verkauf

Der Landwirt steckt viel Zeit und Energie in das Gedeihen seines Kornfeldes, weil er sich davon eine reichliche Ernte und letztendlich gute Verkäufe an den Märkten verspricht.

Der Aufwand muss sich rechnen. Kosten wollen gedeckt und die Familie ernährt sein.

Ebenso ist es mit den Social Media Maßnahmen. Sie benötigen Zeit und Ressourcen, aber zum Schluß müssen sie sich auszahlen.

Die Ziele, die man sich gesetzt hat, müssen erreicht werden. Und wenn sie es nicht werden, dann muß für die nächste Saison die Strategie angepasst werden. Vielleicht probiert man ein neues Korn bzw. ein neues Netzwerk aus, ändert die Fruchtfolge bzw. die Reihenfolge von bestimmten Marketingaktionen, nutzt neue Werkzeuge usw.

Während in anderen Branchen die Präsenz in den sozialen Medien bereits üblich ist, entdecken Landwirte erst nach und nach die Kraft von Social Media Marketing.

Nach so viel Social Media ist es an der Zeit wieder auf den Feld zu blicken…

Jetzt gegen Fusarium schützen

Mit dem Beginn der Blühphase bei Winterweizen steigt das Risiko für Neuinfektionen mit Fusarium. Die steigenden Temperaturen sowie die Niederschläge in dieser Woche sind optimal für die Verbreitung von Pilzkrankheiten und erfordern jetzt gezielte Schutzmaßnahmen.

Denn die Infektion mit Fusarien kann nicht nur die Ernte verderben und damit den Ertrag verringern. Sie vermindert auch generell die Qualität und die Keimfähigkeit des Saatgutes. Ganz zu schweigen davon, dass die Pilze giftige Mykotoxine produzieren.

Fusarien lieben eine feuchte Witterung bei milden Temperaturen zur Blütezeit. Auf das Wetter kann jedoch leider niemand Einfluß nehmen.

Wie kommt es zu einer Infektion mit Fusarien?

Quelle: aid infodienst Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz e. V.

Wie kann man die Ausbreitung von Pilzen verhindern?

Vor einem Pilzbefall sichert man sich am besten, in dem man

  1. weniger pilzanfällige Getreidesorten auswählt,
  2. ein weite Fruchtfolge mit einjähriger Anbaupause einführt oder zumindest bei direkter Maisvorfrucht frühreife Maissorten anbaut,
  3. wendende Bodenbearbeitungsgeräte und – system nutzt, so dass ein sauberes Saatbeet geschaffen wird und indem man darauf achtet, dass keine Ernterückstände von Mais und Getreide an der Bodenoberfläche verbleiben.

Optimal ist die Fusariumspritzung, wenn sie in der Blütezeit 2-4 Tage nach einem Niederschlagsereignis erfolgt.

Bei großen Spritzbreiten ist wichtig, dass Unkrautnester schnellstmöglich abgemulcht werden. Denn was bringt die Spritzung, wenn in unerreichten Ecken Unkrautnester infizierte Samen weit über das Feld streuen.

Feldarbeiten, Schädlingsbekämpfung und jetzt auch noch Social Media?

„Ich bin Landwirt. Ich bin den ganzen Tag auf dem Feld oder bei meinen Tieren, halte mein Betrieb am Laufen so gut ich nur kann und ernähre meine Familie. Und jetzt soll ich obendrein auch noch Facebook machen?“

Ja, diese Einzelgespräche kommen einem bekannt vor.

Wichtig dabei ist folgendes vor den Augen zu behalten: die Welt entwickelt sich weiter. Die Menschheit entwickelt sich weiter. Und die neuen Technologien ändern unser „Status quo“ mit Lichtgeschwindigkeit.

Nach dem Industriealter kam das Internetalter. Und heute haben wir auch das Internetalter verlassen und befinden uns im Social Media Alter.

Auch das wird in wenigen Jahren vorbei sein, denn Virtual Reality und Artifical Intelligence – ob wir diese Begriffe verstehen, mögen oder nicht – klopfen bereits an der Tür.

Nutzt das Social Media Alter um Euer Betrieb bekannt zu machen. Nutzt Instrumente wie Crowdfunding, Twitter und Facebook, um eine Community von Gleichgesinnten aufzubauen, die ganz stark an Euer Betrieb, Eure Produkte und Eure Werte glauben.

Letztendlich erfordert Social Media Marketing genauso ein langfristig strategisches Vorgehen, wie es ein Landwirt von dem Anbau seines Feldes kennt.

Facebook, Instagram oder Twitter – welches bevorzugt Ihr und warum?