CLAAS-CEMOS-LANDTECHNIK

Autonomes Arbeiten mit Claas CEMOS Auto Treshing

Für fünf Innovationen in der Landtechnik wurde Claas mit dem Innovation Award ausgezeichnet. Für sein CEMOS Auto Treshing sogar mit Gold. 

Dabei gab es einmal Gold und viermal Silber für das Unternehmen.

Lasst uns heute einen Blick auf die innovative Technik werfen, die von der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) mit der Goldmedaille ausgezeichnet wurde.

Gold für Claas CEMOS Auto Treshing

Mit dem CEMOS Auto Treshing hat Claas ein autonomes Dreschwerk für Claas Schüttler- und Hybrid-Mähdrescher entwickelt.

Die Technik ermöglicht einen Ausdruschprozess im Dreschwerk, der kontinuierlich und automatisch bis an die technischen Leistungsgrenzen optimiert wird.

Von dem Assistenzsystem wird der Dreschkorbabstand und die Dreschtrommeldrehzahl von Tangentioaldreschwerken vollautomatisch geregelt.

Bisher musste die Einstellung manuell erfolgen. Der Landwirt musste entscheiden, was die optimale Kombination aus Korbabstand, Trommeldrehzahl und Kornqualität ist.

Komplexe Zusammenhänge mit einer lästigen, manuellen Einstellung. Verständlich, dass die Maschine zumeist nicht optimal an die Erntebedingungen angepasst wurde.

Die Voreinstellungen können nun automatisch mit dem CEMOS Auto Treshing vorgenommen werden.

Auf der Agritechnica 2017 können wir das System genauer unter die Lupe nehmen. Hier aber einfach schonmal ein bisschen Claas, um die Vorfreude zu wecken:

Claas Electronic Machine Optimisation System (CEMOS) in Aktion

Quelle: CLAAS

Das CEMOS Auto Treshing System ist unter dem Dach von CEMOS Automatic eingegliedert. Dies bedeutet, dass es mit sämtlichen Assistenzsystemen an Board zusammenarbeitet. Im Detail bedeutet dies: 

  • Automatische Regelung der Fahrgeschwindigkeit durch Vernetzung mit Cruise Pilot
  • Zentrale Überwachung und Steuerung alle Assistenzsysteme des Mähdreschers
  • Optimale Einstellung des Dreschwerks, basierend auf der Grundeinstellung für die jeweilige Druschfrucht, d.h. 
  • Optimales Dreschen abgestimmt auf die Restkornabscheidung, die Reinigung und die Fahrgeschwindigkeit

Der Fahrer muss nicht mehr alle Einstellschritte seiner Maschine, die er für die Erreichung seiner Ziele vornehmen muss, kennen. 

Der Mähdrescher erntet kontinuierlich effizient, da mit CEMOS Auto Treshing agronomische Strategien vorgegeben werden können. 

Das selbstlernende System nimmt diese als Grundlage für eine optimale Einstellung der Maschine. 

Damit bewegt sich die Landtechnik wieder einen Schritt weiter in Richtung autonomes Arbeiten

Von den Neuheiten der Agritechnica 2017 kommen wir nun zu einem anderen Thema, das dringend Antworten und Lösungen bedarf: 

Wieviel darf der Wolf kosten?

Die Ansiedlung des Wolfes in Deutschland ist erfolgreich. Die hiermit verbundenen Konsequenzen zeigen sich jedoch erst nach und nach.

Und sie sorgen für kontroverse Diskussionen zwischen Landwirten, Naturschützern und Politikern.

Das niedersächsische Umweltministerium hat nun veröffentlicht, wieviel es bereits in den Wolf, seit dessen Neuansiedlung, investiert hat.

Mit rund 2,3 Millionen Euro werden von Niedersachsen die Kosten für das Raubtier beziffert. Die Höhe der Kosten dürfte den einen oder anderen unter uns durchaus überraschen.

Hohe Kosten für den Beweis

Ein Großteil des Geldes wurde in DNA-Untersuchungen gesteckt. Landwirte erhalten nur Entschädigungen für ihre gerissenen Tiere, wenn nachgewissen ist, dass es sich um einen Wolfsriss handelt.

Berechtigterweise stellt sich die Frage, ob der finanzielle Aufwand für den Nachweis auch dem Nutzen entspricht.

Das niedersächsiche Umweltministerium meint „Ja“, denn es handelt sich beim Wolf um ein streng geschütztes Tier.

Es gibt jedoch auch Politiker, wie Ernst-Ingolf Angermann (CDU), die die Frage mit „Nein“ beantworten und eine Umkehr der Beweislast fordern.

Landwirte, deren Tiere dem Raubtier zum Opfer gefallen sind, könnten dann die Entschädigungszahlen mit wesentlich weniger Aufwand und zügiger erhalten.

Aber es geht nicht nur um die Zahlungen für die gerissenen Tiere.

Mahnfeuer gegen grenzenlosen Schutz

„Wir haben das Recht und die moralische Pflicht, unsere wehrlosen Tiere gegen Wolfsangriffe zu verteidigen“, so Henrik Wendorff (Landesbauernverband, Brandenburg) und Marco Hintze (Bauernbund, Brandenburg).

Europaweit wurden Mahnfeuer gegen die unkontrollierte Ausbreitung des Raubtieres gezündet.

Der uneingeschränkte Schutz eines Raubtieres, das keine natürlichen Feinde hat und am obersten Ende der Nahrungskette steht, bedeutet zwangsläufig, das andere Tiere entsprechend schutzlos ausgeliefert sind.

„Der bedingungslose Schutz für den Wolf schadet der Natur. Wenn immer mehr Betriebe die Weidehaltung einstellen und das Grünland nur noch gemäht wird, bedeutet das das Ende für zahlreiche wertvolle Biotope.“ Jens Schreinicke (Wolsbeaufragter des Landesbauernverbandes, Brandenburg)

Die Summe von 2,3 Millionen Euro, die allein von Niedersachsen in den Wolf investiert wurden, beziffern also nur einen Teil der Kosten.

Es geht nicht darum, die Summe oberflächlich als „zu hoch“ oder „angemessen“ zu bewerten.

Die Frage, die sich stellt, ist: wie weit darf der Schutz eines Teils der Natur gehen, bevor die Kosten für das restliche System zu hoch werden?

Habt Ihr bereits Erfahrung mit dem Wolf gesammelt?

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