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Einigung: Entwurf zur Novelle der Düngeverordnung

Die Ministerien haben sich endlich auf einen Entwurf zur Novelle der Düngeverordnung geeinigt. Der Verordnungsentwurf sieht eine Länderöffnungs-Klausel und verlängerte Sperrfristen vor.

Die wichtigsten Punkte der neuen Düngeverordnung lauten wie folgt:

  • Landesregierungen in Gebieten, in denen im Grundwasser mehr als 50 mg Nitrat je Liter enthalten sind, sollen zukünftig die zusätzliche Nachdüngung auf 10% des ermittelten Düngebedarfs begrenzen können.
  • Fassungsvermögen von Güllelager soll von 6 auf 7 Monate angehoben werden.
  • Sperrzeit für die Stickstoffdüngung im Gemüsebau soll um 4 Wochen verlängert werden.
  • Phosphatdüngung wird ab 2018 stärker begrenzt. In Böden, die sehr hoch mit Phosphor versorgt sind, wird die Phosphatdüngung auf die Hälfte der Nährstoffabfuhr begrenzt.

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  • Einführung einer Hoftorbilanz (Bilanzierung Nährstoffzufuhr und -abfuhr) ab dem 1. Januar 2018. Diese Regelung soll am Anfang nur für Betriebe mit mehr als 2.000 Mastschweineplätzen und 3 Großvieheinheiten je Hektar gelten.
  • Die Sperrfristen für die Gülleausbringung sollen verlängert werden.

Die Pros und Cons der seit längerem geplanten Düngeverordnung, sehen Sie in dem folgenden Beitrag des Bayerischen Rundfunks zusammengetragen. Das Thema „Nitrat“ sorgt weiterhin in vielen Gemeinden für Kopfschütteln.

Düngeverordnung: eine umstrittene Reform

Düngeverordnung: Sperrfristen für die Gülleausbringung werden verlängert

Die Sperrfrist für stickstoffhaltige Dünger auf Ackerland soll vom 1. Oktober bis zum 31. Januar gelten. Die Sperrfrist für Festmist soll vom 15. November bis 31. Januar greifen.

Die Länder verfügen über einen Spielraum von 4 Wochen bei der Festlegung der Sperrfrist. An der Gesamtdauer darf jedoch nichts verändert werden. Diese ist von allen betroffenen Parteien einzuhalten.

Wenn Sie einen Blick auf den Verordnungsentwurf des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft werfen wollen, so können Sie das entsprechende PDF-Dokument hier herunterladen.

Düngekosten im Blick behalten

Bleiben wir noch eine Weile beim Thema Düngen. Wie Sie sicherlich wissen, spielt die Auswahl diverser Düngemittel und die passende Strategie eine wichtige Rolle bei der Kostenkalkulation. 

Sie möchten per Mausklick die Düngekosten je Hektar berechnen? Kein Problem. Ein neues Tool (Excel-Tabelle) von Möller Agrarmarketing hilft die Kosten für Mineraldünger zu ermitteln.

In der Excel-Tabelle können Düngemittel wie z.B. KAS, TSP 45, Kali 60, Harnstoff, Einzel- oder Mehrnährstoffdünger individuell ausgewählt werden. Preise und Mengen können ebenfalls verändert werden. Der Mineraldünger-Check zeigt anschließend die Kosten je Hektar an.

Das Ganze sieht dann wie folgt aus…

Das Beratungstool ist für Landwirte und Studenten kostenlos. Vergleichen Sie verschiedene Düngestrategien und sparen Sie bares Geld.

Ihre Meinung zur Düngeverordnung

Was halten Sie vom Entwurf zur Novelle der Düngeverordnung? Entspricht die Reform Ihren Erwartungen?

 

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