Agrarbetrieb Felder - kein GV-Soja

GV-Soja: Boom in Amerika, verboten in Europa

In drei weiteren südamerikanischen Sojaerzeuger-Länder beträgt die GVO-Fläche mehr als 1 Mio. ha. Die Rede ist von Paraguay, Uruguay und Bolivien.

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Herbizidtoleranz gilt als wichtigstes Verkaufsargument

Neue Verfahren bei der Pflanzenzüchtung die es ermöglichen einzelne Gene abzuschalten oder umzuschalten, vergrössern die GV-Kluft zwischen der Europäischen Union und anderen Kontinenten. Während die EU debattiert ob diese neu erzeugten Pflanzen als gentechnisch verändert eingestuft werden sollen, steigen die Herausforderungen im weltweiten Agrarhandel.

Verliert Europa den Anschluss?

Der britische Pflanzenforscher Huw D. Jones äußerte sich in der Januar-Ausgabe der Zeitschrift Nature Plants wie folgt zu diesem Thema:

„Wir stehen am Vorabend eines Paradigmenwechsels in der Pflanzenzüchtung. (…) Wenn Europa keinen angemessenen Umgang mit den neuen Genome editing-Verfahren findet, wird es weltweit den Anschuss verlieren.“

Anbei ein informativer Videobeitrag von transGEN zum Thema Hybridzüchtung. Zwar geht es dabei um Roggen und die Entscheidung der meisten Landwirte in Richtung Hybridsorten, die Parallelen zu GV-Soja sollten jedoch nicht vernachlässigt werden.

Das mit Abstand kommerziell wichtigste Argument für GV-Soja bleibt weiterhin die Herbizidtoleranz. Die bekanntesten Sorten sind weiterhin die RoundupReady-Sojabohnen mit ihrer Resistenz gegen das Herbizidwirkstoff Glyphosat. Sehr beliebt auf dem amerikanischen Kontinent wo sie seit Jahren großflächig angebaut werden.

In der Zwischenzeit hat sich vieles weiterentwickelt, so dass nunmehr auch GV-Soja erhältlich ist, was über Resistenzen gegen andere Herbizidwirkstoffe wie Glufosinat, Imidazolinone und Dicamba verfügt.

GV-Soja in Futtermitteln

Beziehen Landwirte ihr Futtermittel aus dem Agrarhandel, so enthalten diese in der Regel Rohstoffe aus GVO-Pflanzen wie z.B. Soja.

In Europa ist Sojaschrot das wichtigste eiweißreiche Futtermittel. Die strengen Auflagen der Gentechnik-Gesetze hierzulande und auf unserem europäischen Kontinent verlangen eine Kennzeichnung der Futtermittel deren Anteil an gentechnisch veränderte Organismen 0,9% übersteigt. Futterzusätze müssen auf der Verpackung ebenfalls deklariert werden.

Wenn Sie auf der Suche nach Futtermittel ohne Gentechnik-Pflanzen sind, dann wird Ihnen folgende Liste von Futtermittellieferanten in Deutschland sicherlich weiterhelfen.

Führt das Null-Toleranz-Prinzip in Europa in Bezug auf Einfuhr und Zulassung von GVO-Pflanzen dazu, dass wir uns von der restlichen Welt abkapseln? Sehen Sie das als notwendige Schutzmaßnahme um die starke Ausbreitung von GV-Soja und Co. aufzuhalten? Ich freue mich auf Ihr Kommentar und bin auf Ihre Sichtweise sehr gespannt.

 

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