Land kaufen und pachten: EU plädiert für eine gerechte Agrarpolitik

Land kaufen und pachten: EU plädiert für eine gerechte Agrarpolitik

In unserer heutigen Beitragsserie ‚Land kaufen und pachten‘ geht es um die Ziele der EU, denn diese hat sich vorgenommen die Landwirtschaft grüner und gerechter zu machen.

Was genau bedeutet das für die Landwirte in Deutschland?

In erster Linie wird die Förderung reformiert. Wie die künftigen Fördergelder ab 2014 verteilt werden sollen, darüber wird zur Zeit heiß diskutiert und verhandelt.

Land kaufen und pachten

Interview mit Gerd Sonnleitner, Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV) über die neue EU-Agrarreform

Die genauen Auswirkungen auf die West- und Ost-Landwirte werden nach Abschluß der Verhandlungen klarer. Fakt ist, dass viele Landwirte in Ostdeutschland mit Sorge auf die zukünftige Verteilung der Fördergelder nach Brüssel blicken.

In einem aktuellen Beitrag von n-tv Wirtschaft erfahren wir folgendes…

Zu DDR-Zeiten wurden in den 50er und 60er Jahren per Zwang Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaften (LPG) gegründet. Nach der Wende entstanden daraus meist große Agrargenossenschaften mit viel Land. Einige Landwirte entschieden sich auch für einen Neustart: Sie erhielten enteignetes Land zurück, pachteten oder kauften große Flächen zusammen.

In der Folge bearbeitet ein Betrieb in Mecklenburg-Vorpommern im Durchschnitt 285 Hektar, in Sachsen-Anhalt sind es 278 Hektar und in Brandenburg mehr als 238 Hektar. Dagegen bewirtschaften Betriebe in Niedersachsen knapp 71 Hektar und in Bayern sind es gerade einmal 32 Hektar.

Dem Bericht zufolge, erhielten die Bauern in Bayern das meiste Geld…

 

Land kaufen und pachten: EU plädiert für eine gerechte Agrarpolitik

Land kaufen und pachten: EU plädiert für eine gerechte Agrarpolitik

Betrachtet man die Gesamtsumme der Direktzahlungen, die an Landwirte in den einzelnen Bundesländern fließt, liegt der Westen zwar vorn. Dort gibt es allerdings auch deutlich mehr Betriebe. Zwischen Oktober 2011 und Oktober 2012 flossen beispielsweise 245 Millionen Euro nach Thüringen und 405 Millionen Euro nach Mecklenburg-Vorpommern. Die Landwirte in Bayern erhielten insgesamt rund 1,1 Milliarden Euro und damit bundesweit die größte Summe.

Bauern rechnen mit finanziellen Verlusten…

In allen Fällen jedoch sind die Direktzahlungen für die Bauern eine wichtige Einnahmequelle. Bei einigen Betrieben machen sie sogar die Hälfte der Einnahmen aus. Derzeit ist noch unklar, was auf den einzelnen Betrieb zukommt. Finanzielle Verluste können möglicherweise durch die Erfüllung von Umweltauflagen ausgeglichen werden. „Ich rechne mit etwa zehn Prozent weniger Förderung“, sagt der Brandenburger Landwirt Eberhard Tietz, Geschäftsführer der Agrargenossenschaft Brück. „Vielleicht mehr, viel weniger bestimmt nicht.“

Was erwarten Sie von den aktuellen EU-Verhandlungen? Rechnen Sie mit finanziellen Einbußen?

Wir bleiben für Sie am Ball und werden Sie über Neuigkeiten aus Brüssel informieren. Wie sich das Ganze auf die Themen Land kaufen und Agrarflächen pachten auswirken wird, bleibt abzuwarten.

ab 2014 will ab

0 Kommentare

Dein Kommentar

Want to join the discussion?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.