Landtechnik Deutz-Fahr Stand Agritechnica

Landtechnik: Neues von Deutz-Fahr, Pichon und Stegemann

Heute werfen wir einen Blick auf folgende Neuheiten aus der Landtechnik: Stegemann überarbeitet Gülle-Ansaugarm und trägt damit zu einer besseren Sicht des Fahrers bei. Pichon erweitert seine Miststreuer-Baureihe ML um vier Modelle. Deutz-Fahr präsentiert seine neue Schmalspurtraktor-Serien 5 DF/DS/DV und 5 DF Ecoline.

Überarbeiteter Gülle-Ansaugarm von Stegemann sorgt für bessere Sicht und mehr Komfort

Der westfälische Hersteller Stegemann hat seinen Überladeansaugarm überarbeitet und optimiert. Demnach sind die beiden Saug-/Druckrohre nicht mehr hintereinander sondern nebeneinander angeordnet.

Die Vorteile dieser neuen Bauart liegen auf der Hand:

  • Der Fahrer hat eine bessere Sicht auf die Straßen.
  • Die Hauptscheinwerfer werden beim Anbau des Ansaugarms nicht mehr verdeckt, d.h. Gülle kann ab sofort auch bei Dunkelheit ausgebracht werden.
  • Mehr Komfort beim Andocken: Fahrer muss bei Umfüllen von Gülle nicht die Kabine verlassen.
  • Kurze Umfüllzeiten aufgrund eines Saugbeschleunigers.

Die Gülle-Saugleitungen können über oder neben dem Traktor verlegt werden.

Das Ganze sieht dann wie folgt aus…

Quelle: YouTube, Stegemann Landtechnik

Pichon erweitert ML-Baureihe um vier neue Modelle

Kommen wir zum französischen Hersteller Pichon der sein Produktportfolio um die ML-Baureihe der Muck Master Miststreuer erweitert. Die vier neuen Modelle mit einem Ladevolumen von 21 bis 34 Kubikmeter kommen insbesondere für große landwirtschaftliche Betriebe in Frage.

Ein paar technische Details im Überblick:

  • alle Modelle sind verzinkt
  • erhältlich als Tandem- oder Tridem-Ausführung
  • 6 bis 8,5 m Ladefläche
  • verschiedene vertikale Verteiloptionen wie z.B. Dosierwalzen (1,70 m oder 1,90 m Länge) oder Streuscheiben
  • Wide-Body-Modelle mit Abschiebefunktion der Stirnwand (optional)
  • Silage-Kit für alle vier Modelle erhältlich (5 Kubikmeter große Heckklappe und 700 mm Bordwanderhöhungen)
  • ISOBUS

Hinzu kommt, dass die verzinkten Miststreuer über eine neue Ausbringmengensteuerung verfügen. Die Anpassungen erfolgen mit Hilfe des In-Cab-Touchscreen-Panels via des DPAE-Systems.

Die neue ML-Serie mit den Modellen ML60, ML65, ML75 und ML85 ist laut Pichon für jede Art von Festmist geeignet.

Die neue Schmalspurtraktor-Serie 5 DF/DS/DV und 5 DF Ecoline von Deutz-Fahr

Die laut Deutz-Fahr wendigsten Spezialtraktoren sollen die Arbeit im Wein- und Obstbau, Garten- und Landschaftsbau sowie bei Kommualeinsätzen produktiver und damit auch erfolgreicher machen.

Steigen wir doch direkt in die technischen Details ein:

  • Neuer Frontbereich
  • Neu designte Motorhaube
  • Lenkeinschlagswinkel von bis zu 60 Grad (sorgt für außerordentliche Wendigkeit dieser Spezialtraktoren: der Wenderadius schrumpft um 10% und beträgt durchschnittlich 3 m)
  • Einzelradgefederte Vorderachse
  • 3- und 4-Zylinder FARMotion Stage 3B Motoren (Common-Rail-Motoren mit elektronischer Einspritzung und 2.000 bar Einspritzdruck)
  • Kompaktes Kühlsystem mit vergößerter Kühlfläche, Ladeluftkühlung, Kraftstoffkühlung, Klimakondensator und Powercore Luftfilter mit Staubabscheidung
  • Kompakter Kraftstofftank mit 55 Liter Tankvolumen in den Vorderachsbock integriert
  • Dreistufige 5-Gang Powershift Getriebe mit bis zu 45 Vorwärts- und 45 Rückwärtsgänge und 40 km/h ECO
  • 5 verschiedene Hydraulikoptionen von einfach bis High-Tech
  • 6 Sitzvarianten mit verschiedenen Federungskonzepten, Materialien und Einstelloptionen
  • Infocenter im Armaturenbrett mit digitaler und analoger Anzeige

Damit sichergestellt wird, dass für jeden Betriebsprofil etwas dabei ist, stellt Deutz-Fahr insgesamt 44 Modelle von 75 PS bis 113 PS zur Auwahl.

Ein kurzer Blick noch in die Vergangenheit…

Deutz-Fahr Agroplus V/S/F Spezialtraktoren – wo alles begann…

Quelle: YouTube, Deutz Traktoren

Landtechnik gestern und heute

Unsere Landmaschinen werden immer technischer, innovativer, kompakter, wendiger, produktiver….

Die Wahrheit ist, dass der eine oder andere Landwirt bereits heute schon seine Schwierigkeiten hat mit dem ganzen Schnickschnack, auch dem Touchscreen-Panel zum Beispiel — so einfach dieser auch sein mag. Geschweige davon alle Funktionen des Software-Programms zu kennen bzw. gezielt einzusetzen. Und was tun wenn etwas in der Elektronik kaputt geht?

Die Zeiten wo wir selbst noch unter die Motorhaube gekuckt haben, um Ventile auszupusten oder Schläuche zu reparieren sind so gut wie vorbei. Je kompakter und komplexer es unter der Motorhaube wird, umso mehr haben die Service-Stellen der jeweiligen Hersteller zu tun und umso weniger Einfluss haben wir darauf.

Für uns Landwirte, muss der Traktor oder der Mähdrescher funktionieren. Gleichzeitig wollen wir unsere Arbeit produktiver und effizienter gestalten. Und das erfordert bessere Technologien und damit einhergehend auch fortlaufende Innovationen.

Wo geht es mit der Landtechnik in 2020 hin? Wird in drei Jahren noch jemand am Steuer eines Traktors sitzen oder dauert es noch bis unsere Fahrer durch autonome Landmaschinen bzw. Roboter ersetzt werden?

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