Landtechnik Claas Lexion 580 bei Agrarbetrieb

Landtechnik: Neues von Claas, John Deere und Lemken

VW-Abgasskandal, Flüchtlingskrise in Europa, Bayern sagt „ja“ zur Übernahme von Tegelmann durch Edeka trotz Ablehnung des Bundeskartellamts und Aldi hebt jetzt doch noch die Milchpreise an… Das sind ja ganz schön viele Ereignisse…

Verlassen wir doch für ein paar Augenblicke die „harte“ Realität und widmen uns unserer Branche.

In der Landtechnik tut sich zur Zeit sehr viel: Claas eröffnet ein neues Betrieb im russischen Krasnodar, John Deere stockt sein Portfolio um vier neue Hochdruckreiniger auf und Lemken erobert die Welt mit der wohl größten Kurzscheibenegge Heliodor.

Bevor wir uns auf die Neuheiten aus Landtechnik & Co. stürzen, möchte ich vorher noch einen Mähdrescher-Derby der besonderen Art mit Euch teilen.

Die USA war schon immer für seine „crazy“ Veranstaltungen bekannt.

Im sogenannten Combine Demolition Derby treten jedes Jahr Landtechnik-Fans aus unterschiedlichen Berufsgruppen (also nicht nur Landwirte) mit ihren Mähdreschern gegeneinander an und zeigen dabei was Fahrer & Maschine drauf haben. Der Wettkamp läuft so lange bis die Mähdrescher fahruntüchtig sind und aus dem Derby genommen werden.

Das Ganze sieht dann so aus…

 

Der Videobeitrag stammt vom 14. Juni 2014, dem 27. Derby aus Lind, Washington. Video von PalousePictures.

Nachrichten-Flash Landtechnik, Ackerbau & Co.

  • Steueränderungsgesetz 2015 bringt steuerliche Erleichterungen für Landwirte. Die Funktionsbenennungserfordernis und die Glaubhaftmachung der Investitionsabsicht für kleine und mittlere Betriebe wird gestrichen. Demnach muss ein Investitionsgut nicht mehr exakt benannt werden, um Investitionskosten teilweise steuermindernd geltend zu machen (gilt nur für kleine und mittlere Betriebe). Hierbei gilt es folgende Obergrenzen zu beachten:

    • Wirtschafts- oder Ersatzwirtschaftswert bis maximal 100.000 EUR
    • Betriebsvermögen von 235.000 EUR
    • Jahresgewinn von 100.000 EUR
  • Aldi hat den Milchpreis um 4 Cent erhöht. Auf den sozialen Kanälen wird derzeit heftigst debattiert: Milchbauern fragen sich nämlich wieviel von den 4 Cent tatsächlich beim Erzeuger ankommen wird. Der Deutsche Bauernverband fordert indessen die Weitergabe der höheren Milchpreise in vollem Umfang an die notleidenden Landwirte.

Agrarbetrieb Geschenk Landwirte 05

Claas eröffnet in Russland die wohl modernste Produktionsstätte für Landtechnik aus ganz Europa

Während die einen nichts mit Russland zu tun haben wollen, setzen andere wiederum ganz bewusst auf diesen Standort. So auch im Falle des deutschen Familienunternehmens und Landtechnik-Herstellers Claas.

Rund 120 Millionen EUR sind in dem südrussischen Werk in Krasnodar investiert worden. Jawohl, Claas glaubt an die strategische Bedeutung Russlands für die europäische Landwirtschaft.

„In nur 27 Monaten entstand in Krasnodar die gegenwärtig modernste Produktionsstätte für Landtechnik in Europa. In unserer Branche gibt es kein anderes Unternehmen, das in solchem Umfang in die russische Wirtschaft investiert und modernste Fertigungstechnologien ins Land bringt. Wir tun das, weil die russische Landwirtschaft hervorragende Zukunftsperspektiven hat“, erklärt Lothar Kriszun, Sprecher der CLAAS Konzernleitung.

Ein paar Details zur Produktionsstätte in Krasnodar

Um als echter russischer Hersteller anerkannt zu werden, muss man auch einiges tun. Mit dem aktuellen Werk kommt Claas diesem Ziel etwas näher.

  • Die Produktionsfläche beträgt 45.000 qm.
  • Das Produktionsvolumen wird auf 2.500 Mähdrescher und Traktoren pro Jahr geschätzt.
  • Das Werk zählt zu den 4 größten der 11 Claas-Produktionsstätten weltweit.

Bis zu 2.000 km sollen Menschen aus vielen Regionen Russlands angereist sein, um in Krasnodar zu arbeiten. Die Einführung der neuen Technologien und Berufe stellte die Personalabteilung sicherlich vor große Herausforderungen.

Kein neues Terrain für Claas, denn das Unternehmen ist seit über 20 Jahren in Russland aktiv. In 2005 eröffnete Claas als erstes ausländisches Landtechnikunternehmen ein eigenes Produktionsbetrieb in Russland.

John Deere erweitert sein Hochdruckreiniger-Portfolio

Der amerikanische Landtechnikhersteller John Deere setzt auf Sauberkeit.

Gleich 4 neue Hochdruckreiniger –  3 davon laufen mit Kaltwasser und eins mit Heißwasser, sind ab sofort ein fester Bestandteil des Produktportfolios.

Das Angebot setzt sich wie folgt zusammen:

  • AC-200EC: Elektrischer Kaltwasser-Hochdruckreiniger, Anschlussleistung 7 kW, Förderleistung 460-900 l/h, Arbeitsdruck 40-200 bar
  • AC-180EC: Elektrischer Kaltwasser-Hochdruckreiniger, Anschlussleistung 9,2 kW, Förderleistung 650-1.300 l/h, Arbeitsdruck 30-180 bar
  • AC-150ECC: Elektrischer Kaltwasser-Hochdruckreiniger, Anschlussleistung 9,5 kW, Förderleistung 500-1.600 l/h, Arbeitsdruck 30-150 bar
  • AC-230PC: Kaltwasser-Hochdruckreiniger mit Benzinmotor, Motorleistung 9,75 kW, Förderleistung 400-930 l/h, Arbeitsdruck 40-150 bar
  • AC-180EH: Elektrischer Heißwasser-Hochdruckreiniger, Anschlussleistung 8,4 kW, Förderleistung 600-1.200 l/h, Arbeitsdruck 30-180 bar

Leistungsstarke Hochdruckreiniger helfen bei der Reinhaltung von Landmaschinen und Traktoren. Die strengen gesetzlichen Hygienebestimmungen müssen einbehalten werden.

Die größte Kurzscheibenegge der Welt heißt Lemken Gigant Heliodor

Der neue Riese schafft mit seiner 16 m Arbeitsbreite eine Flächenleistung von 25 Hektar pro Stunde.

Lemken hat seinen Giganten in Ostdeutschland und Nordamerika getestet. Anbei ein kurzer Videobeitrag von LemkenLive wo wir die vielseitige Kurzscheibenegge im Einsatz sehen können…

 

Weitere technische Spezifikationen zum Gigant Heliodor:

  • Scheibendurchmesse von 510 mm
  • Arbeitstiefe von maximal 14 cm
  • Transportbreite von 3,50 m
  • Transporthöhe von 4 m

Die Zugöse verbindet die Kurzscheibenegge Heliodor mit dem doppellachsigen Zugpendel des Schleppers.

„Dank der beiden Dreipunktgestänge und der einzelnen Arbeitsfelder ergibt sich eine unübertroffene Bodenanpassung, die wiederum eine gleich­mäßige Bearbeitungstiefe und einen geringeren Kraftstoffverbrauch garantieren.“

Ob wir diesen Giganten auf der Agritechnica zu sehen bekommen werden, bleibt abzuwarten.

Egal ob Lemken, John Deere oder Claas – sie alle werden sich in „Schale“ setzen, um sich von ihrer besten Seiten zu zeigen und gleichzeitig die Herzen vieler Landtechnik-Fans so richtig zum Klopfen zu bringen.

Bald gehts ja zur Agritechnica…

Auf welche Landtechnik-Hersteller seid Ihr besonders gespannt? Und vor allem, weshalb?

Ich freue mich auf Euer Kommentar.

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