Landtechnik bei Agrarbetrieb_MD Claas 560 (c) Agrarbetrieb

Landtechnik-Neuheiten: Mähdrescher, Pflüge und Sensoren

Neues aus dem Bereich der Landtechnik: In Bayern besitzt jeder fünfte Betrieb einen Mähdrescher, pfluglose Methoden werden beim Maisanbau immer beliebter und es gibt einen neuen Trend im Bereich Spezialsensoren.

Die EEG-Novelle sorgte in den letzten Tagen für ganz viele Schlagzeilen. Da einige Neuregelungen auch uns Landwirte betreffen, habe ich letzte Woche einen Beitrag über dieses Thema geschrieben. Während Regierung und Verbände darüber debattieren was gut bzw. schlecht an der neuen Reform ist, hat sich im Bereich Landtechnik einiges getan.

Der Landtechnikhersteller Kotte hat mit dem garant XST 16.000 ein neues Gülleaufbau-Modell für den Claas Xerion 4.000 auf den Markt gebracht. Gegenüber den Vorgängermodellen spart der XST 16.000 der mit einem Behälter aus GFK ausgestattet ist, drei Tonnen an Gewicht ein. Durch die Verlagerung der Pumpentechnik ins Heck des Xerion strebt Kotte eine optimtale Gewichtsverteilung an.

Claas Xerion 3800 mit Kotte Gülleaufbau

Das war jedoch nicht alles. Weitere News und Trends aus dem Bereich Landtechnik erfahren Sie gleich hier. Einfach weiterlesen.

Aktuelles rund um Landtechnik

#1. Mähdrescher erobern Bayern: Jeder 5-te landwirtschaftliche Betrieb besitzt einen.

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung in seiner Pressemitteilung vom 25. Juni 2014 mitteilt, hatten zum Stichtag 1. März 2013 rund 98,1 Prozent (91.500 Betriebe) der im Rahmen der Agrarstrukturerhebung ermittelten landwirtschaftlichen Betriebe zumindest einen Traktor, einen Einachsschlepper oder eine Erntemaschine im Alleinbesitz.

Weitere Statistiken kurz zusammengefasst:

  • Ein landwirtschaftliches Betrieb in Bayern besitzt im Schnitt 3 Traktoren, Geräteträger, Systemschlepper oder andere Zugmaschinen.
  • Jeder 5-te landwirtschaftliche Betrieb hat einen oder mehrere Mähdrescher im Alleinbesitz.
  • Mehr als die Hälfte der landwirtschaftlichen Betriebe (50.600) verwendet einen Mähdrescher in einer Maschinengemeinschaft.
  • Rund 27% besaßen selbstfahrende oder angehängte vollmechanisierte Erntemaschinen.
  • Rund 74,1% aller landwirtschaftlichen Betriebe (69.100) nutzten Traktoren, Einachsschlepper und Erntemaschinen von Dritten (z.B. Lohnunternehmen, Maschinenringen oder Maschinengemeinschaften).

#2. Pfluglose Methoden gewinnen beim Maisanbau an Bedeutung.

In Westdeutschland kommt der Pflug häufiger beim Maisanbau zum Einsatz als in Ostdeutschland, so eine aktuelle Pressemitteilung des Deutschen Maiskomitee (DMK). Mulch- und Direktsaat haben mit Anwendung auf 57% der Anbauflächen im Osten einen klar höheren Stellenwert als im Westen, wo 2013 nur 29% der Flächen pfluglos bearbeitet wurden.

Die pfluglose Bodenbearbeitung verzeichnet gegenüber 2004 einen Anstieg von 37% in den ostdeutschen und 14% in den westdeutschen Bundesländern.

In 2013 verzichteten deutsche Landwirte demnach bei 36% der Maisanbaufläche auf einen Pflugeinsatz. In 2004 lag der Anteil noch bei 16%, so eine Umfrage des Marktforschungsunternehmens Kleffmann Group.

#3. Agricon stellt einen neuen Trend im Sensorenbereich vor.

Auf den DLG-Feldtagen stellte das Precision Farming-Unternehmen Agricon eine neue Sensorenfamilie vor: die beiden P3-Sensoren RX und US. Es handelt sich dabei um Spezialsensoren für den Pflanzenschutz.

Der RX-Sensor arbeitet mit Reflexionsmessung und kann zwischen 3 und 6 Metern erfassen. Der US-Sensor misst via Ultraschall die Biomasse, ist nur in Getreide einsetzbar und umfasst eine Messfläche von 4 Meter. Beide Sensoren werden mit einer Quickfix-Halterung am Spritzgestänge montiert.

Passend zur Innovation bietet die Firma Agricon auch ein neues Softwaremodul „Fungizide“ an. Damit lassen sich Fungizide ab sofort bedarfsgerecht dosieren.

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