New Holland Ernte Weltrekord

Landtechnik: New Holland stellt neuen Weltrekord auf

Während in Deutschland Greenpeace in der Landwirtschaft für Turbulenzen sorgt, gibt es anderswo Grund zu feiern, denn New Holland konnte mit seinem CR 8.90 Mähdrescher einen neuen Weltrekord aufstellen. 

Greenpeace wirbelt derzeit in der deutschen Landwirtschaft die Gemüter auf. Bevor wir aber hierzu kommen, lasst uns erstmal einen Blick auf die Neuigkeiten in der Landtechnik schauen.

Hier hat diese Woche noch jemand anderes für Wirbel gesorgt.

Das neue Strohgebläse von BvL

In Amstetten hat die Fa. van Lengerich in dieser Woche sein neues Strohgebläse V-Comfort Turbo vorgestellt.

Das Strohgebläse erweitert die BvL Futtermischwagen (Fremd- als auch Selbstbefüller) um eine weitere Funktion: es ermöglicht die Laufställe bequem einzustreuen.

Schauen wir uns kurz die Merkmale des DLG-anerkannten Gerätes an:

  • maximale Wurfweite: 30 Meter bei einer guten Strohverteilung
  • sehr hohe Durchsatzleistung bei einem Leistungsbedarf von 10,9 KW sek./kg
  • Optimaler Materialfluss durch patentierte asymmetrische Austrageöffnung zum Strohgebläse sowie patentierte Strohglocke im Mischbehälter
  • Kraftvoller mechanischer Antrieb verspricht nicht nur eine einfache Wartung, sondern begünstigt auch zusätzliche Kosten- und Zeitersparnis
  • Optionale Ausstattung mit einem drehbaren Auswurfturm ermöglicht rechts- und linksseitiges Einstreuen

Aber kommen wir zu dem Thema, worauf Ihr wohl wirklich gespannt seid: es gibt einen neuen Weltrekord in der Landwirtschaft.

New Holland stellt neuen Weltrekord auf

New Holland hat es abermals geschafft, nach 2014 stellt die Firma mit demMähdrescher New Holland CR 8.90 einen neuen Weltrekord auf:

Weltrekord bei der Sojabohnenernte

Quelle: NewHollandAgriculture

Bekommt Ihr auch Gänsehaut beim Zuschauen? Ganz schön beeindruckend, oder?

New Holland ist damit der derzeitige Weltrekordhalter im Ernten von Sojabohnen in 8 Stunden. Ja, es gibt einen Weltrekord hierfür.

Mit dem CR8.90-Mähdrescher wurde am 5. April in Brasilien der neue Standard gesetzt: 439,73 Tonnen Sojabohnen in 8 Stunden.

Was gibt es noch zu wissen zum neuen Weltrekordversuch?

  • 90 Hektar wurden von 10:30 Uhr bis 18:30 Uhr abgefahren
  • Durchschnittlich wurden 54,97 Tonnen pro Stunde geernet mit einem Ertrag von 4.88 Tonnen pro Hektar
  • Bei Temperaturen von 25 – 28 Grad Celsius und einer hohen Luftfeuchtigkeit aufgrund von kürzlichem Regen wies die Ernte eine durchschnittliche Feuchtigkeit von 17 Prozent auf

Möglich wurde diese Leistung, weil bei den CR – Mähdreschern verschiedene hochleistungsstarke Technologien zum Einsatz kommen:

  • New Holland’s Vorzeigetechnologie, das Twin Rotor™- System, welches auch bei hoher Druschleistung eine hohe Korn- und Strohqualität gewährleistet
  • New Holland’s starke und effiziente FPT Industrial – Motoren, die mit optimalen Bedingungen für eine saubere Verbrennung nicht nur den Umweltschutz unterstützen, sondern hierdurch auch höhere Motorleistungen bei niedrigen Verbrauchswerten erreichen
  • New Holland’s intelligente Erntesysteme wie die IntelliSteer® – Automatiklenkung, die ein Dreschen rund um die Uhr ermöglichen

Und nun wieder zurück nach Deutschland: Hier sorgt Greenpeace mit einem Rechtsgutachten zur Schweinehaltung für Furore.

Die Organisation gab das Gutachten in Auftrag, um überprüfen zu lassen, ob die konventionelle Mastschweinehaltung, wie von der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung vorgeschrieben, mit dem Tierschutzgesetz vereinbar ist.

Konventionelle Schweinehaltung verfassungswidrig?

Das Ergebnis des Gutachtens beantwortet die Frage mit Ja.

Für Greenpeace ist die konventionelle Schweinehaltung verfassungswidrig und es strebt, wie bei der Legehennenhaltung, eine Normenkontrollklage an.

Unterstützung erhält Greenpeace unter anderem von den Grünen-Politikern Ostendorff und Maisch.

Andere Meinungen äußern hingegen Unverständnis. So meint der Deutsche Bauernverband (DBV): 

„Nach dem bisher bekannt gewordenen Inhalt scheinen die juristischen Aussagen wenig belastbar zu sein“.

„Die von Greenpeace vorgeschlagene Normenkontrollklage würde die laufenden und kommenden Anstrengungen für eine Weiterentwicklung der Tierhaltung konterkarieren, weil zusätzliche Rechtsunsicherheit entsteht“.

Ebenso reagiert die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) mit Kopfschütteln, ist jedoch wenig verwundert, von dem Ergebniss des Gutachtens, welches von „Greenpeace zusammen mit Tierrechtlern vorangetrieben wurde, welche die Nutztierhaltung in Deutschland abschaffen wollen“.

Der ISN stellt zudem die Forderung, dass sich Greenpeace nicht nur rechtlich, sondern auch durchaus fachlich mit dem Thema auseinandersetzt.

Die Organisation würde nicht in den vielen runden Tischen und Arbeitskreisen vertreten sein, um konstruktiv an der Weiterentwicklung der Tierhaltung in Deutschland mitzuwirken.

Auch Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt betont, dass die derzeit geltenen Regelungen mit der Verfassung konform sind.

Die gesetzlichen Standards der Tierhaltungsverfahren werden ständig angepasst, an Verbesserungen mit Hochdruck gearbeitet. So der Chorus der Interessengruppen, die dem Rechtsgutachten nicht zustimmen.

Viele Fragen bleiben offen:

  • Gewährleisten die aktuellen Gesetze und Regelungen bereits einen hohen Tierschutzstandard, vor dem Hintergrund, dass in der Praxis viele unterschiedliche Interessen und Ziele vereint werden müssen?
  • Sollte die Veröffentlichung des Gutachtens in den heißen Wahlkampfzeiten von Landes- und Bundeswahlen gar andere strategische Ziele unterstützen?
  • Wird mit einer stärkeren Regulierung eine Abschaffung der Tierhaltung in Deutschland mit entsprechender Auslagerung ins Ausland gefördert?

Sind dies nur die Argumente der Unterstützer der konventionellen Tierhaltung oder bringt Greenpeace einen wichtigen Stein zum Rollen? 

Die Vorfälle in denen Landwirte, insbesondere Tierviehhalter, von diversen Seiten angegriffen werden, scheinen immer häufiger zu werden. 

Wie sieht Ihr die Entwicklung in der Landwirtschaft?

Gießen solche Aktionen wie die von Greenpeace Öl ins Feuer oder können sie beitragen, die Landwirtschaft in Deutschland voranzubringen?

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