Landtechnik fuer Forstwirtschaft

Landtechnik: Schneider, Tankwürfel, Mini-Harvester

Der französische Landtechnikhersteller Nicolas präsentiert mit der neuen Schneidergeneration Natura zwei robuste Modelle für die Landschaftspflege. Die Firma CEMO stellt uns mit dem CUBE-Tank eine stationäre Eigenbedarfstankstelle zur Verfügung. Der neu entwickelte Mini-Harvester soll die motormanuelle Holzernte erleichtern.

Vor einem Monat haben viele von uns die Innovationen aus Landtechnik & Co. auf der Messe in Hannover bewundert. Die Zeit ist wie im Flug vergangen… dabei scheint es gar nicht so lange her zu sein.

Die diesjährige Agritechnica hatte es in sich. Russische Gäste waren wohl weniger investitionsfreudig, dafür gab es mehr Geld aus anderen Ländern. Die Stände waren Top. Interessante und teilweise merkwürdige Shows (z.B. die Roboter-Show bei der Präsentation des neuen McCormick X8) begleiteten die „Entüllung“ neuer Modelle. Und selbstverständlich gabs auch dieses Jahr jede Menge Diskussionsstoff…

Kommen wir doch zu den drei Innovationen und schauen uns an, wie Sie uns die Arbeit in der Land- und Forstwirtschaft erleichtern können.

1. Nicolas präsentiert zwei neue Schneidermodelle mit 1,25 Breite

Der französische Landtechnikhersteller Nicolas, bekannt für seine Mulcher (Marke Evora) hat sein Produktportfolio um zwei neue Schneider für die Landschaftspflege erweitert.

Die beiden Modelle Natura 52 und Natura 55 Z verfügen über eine Schnittbreite von 1,25 m. Der Häckselkopf wird von einem versetzten Hydraulikmotor angetrieben. Das Häckselwerk ist um 220 Grad schwenkbar.

Eine weitere Besonderheit der neuen Baureihe ist die „Can-Open-Technologie“. Mit Hilfe eines Kontrollbildschirms kann die eigene Bewegungsgeschwindigkeit eingestellt und verwaltet werden. Die Konsole kann laut Unternehmensangaben in alle Traktorarten eingebaut werden.

Weitere technische Details im Überblick:

  • Rotor mit Hydraulikkreislauf
  • Rotorleistung von 70 PS bzw. 80 PS
  • Verstärkte, höhenverstellbare Tastwalze mit 160 mm Durchmesser
  • Rotorantrieb erfolgt über 2 Zahnriemen
  • 110 Liter Ölvolumen
  • 300 Bar Betriebsdruck
  • Stabilisatoren
  • Kühler mit automatischem Staubabscheider
  • Stoßfänger mit LED-Lichtzeichenanlage hinten
  • Kompakte Konsole

2. CUBE-Tank von CEMO hat ein Fassungsvermögen von 7,500 Liter

Der CUBE-Tank ist stationärer Tankwürfel in dem Diesel, Motoröl oder Altöl gelagert werden kann. Die kompakte Tankstelle mit bis zu 7,500 Liter ist für Einsätze in der Bau-, Forst- und Landwirtschaft bestens geeignet.

Ihr braucht nicht mehr zur Tankstelle fahren und auch die Öffnungszeiten spielen keine Rolle mehr. Der CUBE-Tank von CEMO spart Zeit und Kosten.

Die eigenständige Tankanlage beinhaltet laut Hersteller alle nötigen Ausrüstungselemente: Zapfgerät, Förderpumpe, Schlauch, Zapfpistole (seitzt in einer Halterung) bzw. optional Schlauchrolle und Zählwerk.

Der CUBE-Tank ist in drei Grössen verfügbar:

  • Bautiefe von 80, 115 oder 180 cm
  • Bei den 1,000, 1,500 und 2,500 Liter-Ausführungen gilt eine Höhe und Breite von 180 x 120 cm
  • Das 2,500 Liter-Modell hat ein Fassungsvermögen von bis zu 7,500 Liter

Der CUBE-Tank lässt sich leicht bedienen und ist zudem bauaufsichtlich nach Z-40.21.510 zugelassen.

3. Der Mini-Harvester soll bei der Holzernte unterstützen

Es wird getüftelt und gebastelt… Wissenschaft und Industrie haben sich zusammen getan, um eine bodenschonende Holzernte auf kleinen Waldflächen zu ermöglichen.

Der weltweit erste Mini-Harvester soll die Arbeit vieler Privatwaldbesitzer, Forstbetriebsgemeinschaften und Kommunen erleichtern. Der erste Prototyp ist ca. 1 m schmal und hat eine bodenschonende Fahrwerkstechnik.

Das Ziel: die Durchführung einer vollmechanisierten Ernte im Schwachholz.

Laut einer Presseinformation der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe äusserten sich Projektleiter Professor Herbert Sonntag von der Technischen Hochschule Wildau und Projektmitarbeiterin und Diplom-Forstwirtin Mareike Schultze zum Projekt Mini-Harvester wie folgt:

„Geeignete voll- oder hochmechanisierte Verfahren für den kleinstrukturierten Wald existieren bisher überhaupt nicht.“ – Prof. Herbert Sonntag

„Diese Lücke schließen wir mit der Entwicklung des Mini-Harvesters und einer umfangreichen Untersuchung zu den Auswirkungen der Maschine auf Umwelt und Wirtschaftlichkeit.“ – Dipl.-Forstwirtin Mareike Schultze

Das vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) geförderte Projekt wird von der TH Wildau in Zusammenarbeit mit der Tyroller Hydraulik Herzberg GmbH entwickelt und umgesetzt.

Landtechnik mal anders…

Es müssen ja nicht immer die „grossen“ Innovationen sein, die uns voranbringen und vor allem unsere Arbeit in der Landwirtschaft verbessern.

Wenn es darum geht Zeit und Geld zu sparen, dann ist jede noch so abstruse Lösung willkommen. Hauptsache die Landtechnik unterstützt uns und schont gleichzeitig auch noch den Boden.

Welche Innovationen aus Landtechnik & Co. findet Ihr am besten?

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