Landtechnik von Fendt und Claas (c) Agrarbetrieb.com

Landtechnik: Stimmung bei Fendt und Claas ist im Keller

Neuheiten aus der Landtechnik: Neuer Investor übernimmt das Danone-Werk in der mecklenburg-vorpommerschen Region Hagenow, Fendt streicht zum 1. Januar 570 Stellen und Claas kämpft mit einem Gewinneinbruch von 46,7%.

Starten wir doch unsere wöchentliche Reise in die Welt der Innovationen rundum das Thema Landtechnik mit etwas Lustigem. Dass unsere Branche viele Eigenheiten hat, dürfte keinen so richtig überraschen. Manchmal fallen unseren Jungs und Mädels aber Ideen ein, die richtig Spass machen. So kommt es auch dazu, dass traktorbegeisterte Fußballfans die erste Europameisterschaft im Traktorfußball auf die Beine gestellt haben.

In dem nachfolgenden Video tritt das Team Case IH gegen die Traktorenmannschaft Steyr an. Schauen Sie doch selbst, was Mensch und Maschine zusammen hinkriegen. Achten Sie auf die Fahrkünste der beiden Teams.

 Und nun zum Spiel…

Nachrichten-Flash Landtechnik & Co.

  • Danone-Werk in Hagenow geht an die Berliner Milcheinfuhr GmbH (BMG). Die Milcherzeuger in der mecklemburg-vorpommerschen Hagenow können aufatmen. Der neue Investor BMG übernimmt nach Angaben des NDR das Grundstück und Teil der Anlagen des derzeitigen Danone-Werks. Die Übernahme soll nach Angaben von Danone nächsten Sommer vollzogen werden. Mecklenburg-Vorpommerns Agrarminister Till Backhaus äußerte sich bzgl. der Übernahme wie folgt: „Damit bleiben Arbeitsplätze in der Region erhalten und die Landwirte können auf einen neuen Abnehmer ihrer Milch hoffen“.
  • Seit dem 13. Dezember gelten EU-weit neue Regeln bei der Kennzeichnung von Lebensmitteln. Mit Inkrafttreten der Lebensmittel-Informationsverordnung (LMIV) wird u.a. eine klarere Kennzeichnung von Lebensmittel-Imitaten und eine verbesserte Allergenkennzeichnung sicher gestellt. Ab Dezember 2016 wird auch die einheitliche Angabe von Nährwerten für vorgepackte Lebensmittel verpflichtend.

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Es rappelt in der Landtechnik-Kiste

Die Branche ist im Umbruch. Nach Rekordverkäufen und fulminanten Gewinnen in 2013, sind die Absätze für Landmaschinen, Traktoren und Co. dieses Jahr richtig in den Keller gesackt.

Fendt streicht zum 1. Januar 570 Stellen

Über den massiven Personalabbau bei Fendt hatte ich bereits in meinem Oktober-Blog berichtet. Nun ist es offiziell. Zum 1. Januar heisst es „danke und goodbye“ für 120 Stammarbeiter und 450 Leiharbeiter, deren Verträge nicht verlängert werden. Die Rede ist von den schwäbischen Standorten Marktoberdorf und Asbach-Bäumenheim.

Als Gründe für die Streichung der Arbeitsplätze nennt der Traktorenhersteller, die sinkende Nachfrage der Landwirte nach Traktoren und Landtechnik, der Preisverfall bei Milch und Getreide sowie die politischen Unruhen in Osteuropa, vor allem die Sanktionen in Russland.

„Die Agrarpreise sind deutlich gesunken. Die Einkommenssituation der Kunden hat sich dadurch verschlechtert“, sagte ein Fendt-Sprecher. (Die Welt, Pressebericht vom 17.12.2014)

Außerdem soll Fendt von einem Zwei- auf einen Einschichtbetrieb umstellen wollen, so ein aktueller Bericht des Bayerischen Rundfunks.

Der Stellenabbau hatte Fendt bereits im Oktober angekündigt. Die Augsburger Allgemeine und die Allgäuer Zeitung hatten ausgiebig darüber berichtet.

Class verzeichnet 2014 einen Gewinneinbruch von 46,7%

Der Gewinn des Landtechnikherstellers Claas aus Harsewinkel ist um fast 50% auf 113,1 Millionen EUR eingebrochen. Der Umsatz hingegen blieb konstant auf Vorjahresniveau (3.823 Millionen EUR).

Gründe dafür seien:

  • die hohen Abschreibungen auf das Werk in Russland
  • die hohen Kosten durch neue Abgasnormen in Europa und den USA

„Das schlägt auf die Marge, die Kunden sind nicht bereit, dafür zu bezahlen“, sagte Lothar Kriszun als Sprecher der Claas-Konzernleitung. (Die Welt, 15.12.2014)

Positives gibt es insbesondere aus China zu berichten. Die Übernahme von Shandong Jinyee Machinery Manufacturing soll laut Claas erfolgreich abgeschlossen worden. Des Weiteren habe das neue Unternehmen zu einer deutlichen Umsatzsteigerung in Asien beigetragen. Zur Zeit arbeitet jeder 10-te Mitarbeiter in China, meldet Claas.

„Wir haben uns 2014 in einem schwierigen wirtschaftlichen und geopolitischen Umfeld gut behauptet und konnten unseren Marktanteil bei Kernprodukten wie Mähdreschern und Traktoren weiter ausbauen. Gleichzeitig ging die Internationalisierung von CLAAS mit großen Schritten voran“, sagte Lothar Kriszun, Sprecher der Claas Konzernleitung.

Ihre Meinung zur Landtechnik: Umbruch bei Fendt und Claas

Was glauben Sie wird in 2015 passieren? Wer aus der Landtechnik wird gewinnen bzw. verlieren? Freue mich auf Ihre Schätzungen und Prognosen.

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