Landtechnik auf der Agritechnica 2015

Landtechnik: Valtra, Amazone, Deutz AG

Landtechnik hat was zu bieten… Der Valtra T234 Traktor hat vor wenigen Tagen den Red Dot Design Award 2016 in der Kategorie Produktdesign gewonnen. Amazone weitet die 30 Meter-Marke auch auf seine UF-Anbauspritzen aus. Deutz AG verkauft 30% weniger Motoren in 2015.

Unsere heutige Reise führt uns in eine edle Welt – die Welt des Designs. Um genauer zu sein, die Welt des Produktdesigns. Jawohl, auch in der Landwirtschaft gibts was für die Augen. Es muss ja nicht immer Apple sein, der für Furore sorgt.

Der international begehrte Red Dot Design Award in der Kategorie Produktdesign geht dieses Jahr an Valtra für seinen T234 Traktor.

Eine internationale Jury bestehend aus 41 Design-Fachleuten hatte es auch dieses Jahr nicht leicht. Mehr als 5.200 Produkte aus 57 Ländern haben sich beworben. Wie wir alle wissen, nur die Wenigsten gewinnen.

Tolle Auszeichnung also für den Valtra T234 Traktor….

 

 

Avantgarde Design in der Landtechnik

Design, Innovation und Qualität zahlt sich nicht nur bei den IT Hich-Tech-Giganten aus. Immer mehr Landwirte bevorzugen die Kombination „PS-starke Maschine was gleichzeitig gut aussieht“.

Technik als alleinstehender Baustein ist auch bei uns in der Branche längst passe, sonst würden die Landtechnikhersteller nicht so viel Geld in Design und Erscheinung investieren.

Nein, Valtra ist kein Einzelfall. Denkt doch mal kurz an die letztjährige Agritechnica zurück… Da gab es zum Beispiel für den Fendt 1000 Vario ein speziell eingerichtetes Podest. Landtechnikbegeisterte aus der ganzen Welt standen Schlange, um Bilder zu machen.

Klar bietet der Fendt jede Menge Power aber gleichzeitig ist die Maschine auch was fürs Auge… Übrigens, der gute Fendt 1000 Vario erhielt ebenfalls einen Red Dot Design Award, nur mal so am Rande.

Zurück zu Valtra und dem finnischen Design…

Sieben Jahre Forschung und Entwicklung haben sich ausgezahlt. So lange haben die finnischen Kollegen an der Valtra T4-Serie gebastelt und getüftelt.

„Neben den klaren Linien des Äußeren hat sich die Design-Arbeit auch besonders auf die Benutzerfreundlichkeit, Ergonomie, Sicherheit, Haltbarkeit, Wartungsfreundlichkeit und Produktivität der Maschine konzentriert.“

Die vielen Stunden der Techniker und Designer haben sich ausgezahlt. Neben dem diesjährigen Red Dot Design Award, der bereits seit den 50-er Jahren vergeben wird — erhielt die T4-Serie von Valtra den Preis Maschine des Jahres 2015.

Amazone jetzt auch mit 30 m UF-Anbauspritze

Was sich bei einer Baureihe bewährt hat wird auch in einem anderen Bereich eingesetzt…

Das dachte sich auch Amazone und deshalb gibts jetzt das Super-S2-Gestänge mit 30 m Arbeitsbreite auch für die UF-Baureihe.

Klappt man die Spritze zusammen, dann gilt eine

  • Transportbreite von 2,40 m
  • Transporthöhe von 3,05 m

Weitere technische Details die man wissen sollte…

  • Fahrgassensysteme mit 24 m, 18 m und 12 m sind durch die reduzierte Klappung kein Problem
  • Leistungspotenzial der Spritze lässt sich am besten in Kombination mit dem Fronttank FT ausnutzen

In einer aktuellen Pressemitteilung von Amazone heißt es:

„Mit einem Behältervolumen von maximal 2.800 l ist diese Fronttankkombination genauso leistungsfähig wie eine Anhängespritze oder ein Selbstfahrer gleichen Füllvolumens.“

So wie es aussieht, gibt es jetzt im Hinblick auf die Investitionskosten eine überzeugende Alternative zur Selbstfahrerspritze.

Bleibt abzuwarten wie sich der Kuchen Anhängerspitze-Anbauspritze-Selbstfahrerspritze in den kommenden Monaten und Jahren aufteilt.

 

 

BREAKING NEWS: Die beiden US-Hersteller John Deere und Hagie haben ein Joint Venture gegründet.

Die Nr. #1 im Bereich Landwirtschaft erwirbt eine Mehrheitsbeteiligung an Hagie Manufacturing. Beide wollen gemeinsam an der Entwicklung und Vermarktung von selbstfahrenden Feldspritzen arbeiten.

Der Markenname Hagie bleibt bestehen. Vertrieb und Kundendienst von Hagie sollen in den kommenden Monaten in den John Deere Vertriebsnetz integriert werden.

Erneut ein klares Zeichen von John Deere in Richtung: Gesamtanbieter. Das Portfolio wird erweitert und damit einhergehend die Bedeutung im Markt (mehr Marktanteile).

Fettes Minus für die Deutz AG in 2015

Friede, Freude, Eierkuchen – von wegen…

Der Deutz AG gehts absatztechnisch ähnlich schlecht wie John Deere oder AGCO. Die Kölner haben vor zwei Wochen ihre 2015 Jahreszahlen vorgelegt. Das Unternehmen verkaufte letztes Jahr 137.781 Motoren. Das sind 29,8% weniger verkaufte Motoren als noch vor einem Jahr.

Der Auftragseingang lag bei 1.255,9 Mio. EUR (rund 11% unter Vorjahr). Der Umsatz ging um 18,5% auf 1.247,4 Mio. EUR zurück. Der einzige Bereich der sich positiv entwickelte war das Servicegeschäft mit einem Plus von 7,2% gegenüber Vorjahr.

Als Gründe für die schlechte Entwicklung werden Investitionszurückhaltung und die Einführung einer neuen Emissionsstufe für Motoren unter 130 kW genannt.

Landtechnik und Design

Tolles Design passiert nicht über Nacht. Erfolg passiert nicht über Nacht – obwohl das von vielen Gurus gerne geprädigt wird. Nur mal so: die Jungs würden es nicht machen, wenn sie nicht so viele Zuschauer hätten die das gerne glauben (würden).

Sieben Jahre haben die Finnen an dem Valtra getüftelt und jetzt gabs endlich die lang erwartete „Ernte“. Ja zur starken Technik. Ja zum tollen Design.

Ich gehe davon aus, dass wir zukünftig deutlich mehr Verpflechtungun zwischen Design und Technik sehen werden. Und das betrifft nicht nur die Landtechnik.

Wer die Innovationen von Google, Apple, Facebook und Tesla verfolgt, weiss was uns in den Bereichen Landwirtschaft und Landtechnik auf kurz oder lang erwartet.

Wie wichtig ist Euch das Design einer Landmaschine?

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