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Landtechnikbranche rechnet mit einem Umsatzrückgang

Die Landtechnikbranche stellt sich nach einem vierjährigem Aufschwung auf geringere Umsätze ein. Der aktuelle Wirtschaftsbericht der VDMA rechnet mit einem weltweitem Rückgang von 4%.

Letztes Jahr gab es für die Landtechnikhersteller viele Gründe zum feieren. Die weltweite Produktion wurde um weitere 7%-punkte gesteigert, was dazu führte, dass die Branche einen neuen Spitzenrekord mit über 96 Milliarden Euro erzielte.

Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA) prognostiziert auf der Basis jüngster Ergebnisse einen weltweiten Umsatz 2014 in Höhe von 93 Milliarden Euro. Das entspricht einem Rückgang von 4%.

Im Zuge der Veröffentlichung des aktuellen Wirtschaftsberichts, äußerte sich Dr. Bernd Scherer, Geschäftsführer des VDMA Landtechnik wie folgt:

„Auf das globale Branchenwachstum von sieben Prozent im vergangenen Jahr folgt ein Rückgang von drei bis fünf Prozent in diesem Jahr, womit wir uns jedoch nach wie vor auf einem ausgesprochen hohen Niveau bewegen“.

Landtechnikbranche in Deutschland

Lassen Sie uns doch erstmals gemeinsam einen Blick in die Zahlen werfen. Wie es aussieht, entfielen 37% des deutschen Gesamtvolumens auf Trakoren. Mit einem Anteil von 14% lagen die Erntemaschinen an zweiter Stelle.

Rein statistisch kaufte also jeder dritte landwirtschaftliche Betrieb einen neuen Traktor. Die Zulassungszahl lieg konstant bei 36.000 Einheiten pro Jahr.

Marktvolumina in Deutschland

Angaben in Stück, bezogen auf das Kalender- oder Saisonjahr

Landtechnikbranche DeutschlandDie europäischen Traktorenhersteller konnten vom konjunkturellen Aufschwung der letzten Jahre ordentlich profitierten. Der Umsatz stieg zwischen 2011 und 2013 um 18% auf insgesamt 10,5 Milliarden Euro. Die Haupthebel waren die starken Heimatmärkte Deutschland und Frankreich, sowie der Exportmarkt USA. Was den europäischen Traktorenmarkt 2013 anbelangt, so stagnierte dieser mit etwa 180.000 Einheiten.

Die Landtechnikbranche muss sich in 2014 auf einen Umsatzrückgang einstellen. Dieser soll dem Bericht zufolge jedoch überschaubar bleiben. Die beiden Länder mit dem größten Einfluß auf den Abwärtstrend in der EU sind Frankreich und Polen. Die solide Entwicklung der Märkte in Skandinavien und Großbritannien sowie die abzeichnende Erholung der südeuropäischen Märkte sollen dem Negativtrend etwas entgegenwirken.

Wie wird sich die Landtechnikbranche Ihrer Meinung nach im zweiten Halbjahr entwickeln? Schwächt der Negativtrend etwas ab?

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