Landtechnikhersteller Horsch trotzt dem Trend

Landtechnikhersteller Horsch trotzt dem Trend und wächst

John Deere verliert zweistellig. AGCO verliert ebenfalls im zweistelligen Bereich. Ganz anders im Falle von Horsch.

Der deutsche Landtechnikhersteller beendet 2015, als das zweiterfolgreichste Jahr in seiner Firmengeschichte. Wie die Kollegen aus Schwandorf das hinbekommen haben… das schauen wir uns im heutigen Blog etwas genauer an.

Bevor ich die letzten Branchennews mit Euch teile und auf den Erfolg von Horsch eingehe, gibts erstmals etwas spannendes für alle Action & Stunt Fans.

Es geht darum einen 500 PS starken Volvo FH Lastwagen auf zwei Reifen zu balancieren. Und wie das bei solchen extremen Stunts immer so ist… da läuft nicht immer alles nach Plan. Schaut doch selbst!

 

Quelle: YouTube-Video von YouCar

Aktuelle News: Traktoren, Investitionen, Fusion

Weiter gehts mit drei brandaktuellen News aus unserer Branche…

1. Gold + Silber + Bronze… Fendt belegt die vorderen drei Plätze der beliebtesten Traktoren in 2015.

In der Top 10 Liste der meistgekauften Traktoren 2015 belegt Fendt gleich vier Plätze.

  • Platz #1 für den 313 Vario mit 120 PS
  • Platz #2 für den 724 Vario mit 220 PS
  • Platz #3 für den 516 Vario mit 163 PS und
  • Platz #10 für den 718 Vario mit 180 PS

Auf den vierten Platz befindet sich John Deere, dicht gefolgt von Claas auf den Plätzen 5 und 6. Platz 7 und 8 gehen an Deutz-Fahr. Platz 9 erneut an ein John Deere Modell (JD 6150R).

Quellen: Fendt News-Center und Kraftfahrt-Bundesamt (KBA)

2. Kuhn investiert 17 Millionen EUR in ein neues Logistikzentrum in Saverne, Frankreich.

Der Landmaschinenhersteller Kuhn befindet sich auf einem Umstrukturierung- und Moderniedierungstripp seiner Logistik. Damit soll man dem Trend „steigende Profuktvielfalt und Produktgröße“ gerecht werden. Gemeint ist mit dem Letzteren, die zunehmende Größe der Landmaschinen, Traktoren & Co.

In Saverne (Frankreich) wo derzeit 1.200 Mitarbeiter beschäftigt sind, entsteht auf einer 10.000 qm großen Fläche, ein neues modernes Logistikzentrum. Die alten Fabrikhallen wurden bereits abgerissen. Das 20 m hohe moderne Gebäudekomplex soll genügend Platz bieten, um u.a. 18.000 Komponenten zu lagern.

Das 17 Millionen EUR teure Zentrum soll in der Lage sein, alle Kuhn Fertigungs- und Montagehallen rechtzeitig mit den exakt vorgegebenen Mengen beliefern zu können.

Die Inbetriebnahme des neuen Kuhn-Logistikzentrums erfolgt in der zweiten Hälfte von 2017.

3. Deutschlands größtes Molkereiunternehmen DMK fusioniert mit DOC Kaas.

Am 4. März hat die EU Kommission den Zusammenschluss von DMK Group und DOC Kaas aus den Niederlanden ohne Auflagen und Bedingungen freigegeben. Die Fusion soll mit Wirkung zum 1. April vollzogen werden.

Durch den Zusammenschluss wird die Wettbewerbsfähigkeit der Molkereiunternehmen nicht nur in Deutschland und den Niederlanden gestärkt, sondern in ganz Europa.

Landtechnikhersteller Horsch auf der Erfolgsspur

Horsch steht für Technik & Innovation, sowie Qualität & Kundenservice.

In 2015 stand Horsch auch für etwas ganz Besonderes — nämlich für ERFOLG!

Und das in einem Markt der weltweit Verluste einheimsen musste. Umso faszinierender finde ich die Top Leistung des deutschen Landtechnikherstellers.

Werfen wir doch einen Blick auf die Zahlen:

  • Umsatz 2015: 245,8 Millionen EUR (233 Mio. EUR in 2014)
  • Anstieg von 5,6% und damit
  • das zweiterfolgreichste Jahr in der Firmengeschichte

Die Entwicklung in den einzelnen Märkten stellte sich wie folgt dar:

  • 71% Exportanteil
  • Deutschland bleibt weiterhin der Hauptsabsatzmarkt gefolgt von Frankreich, Ukraine und Russland
  • Gute Ergebnisse gab es in Polen, Großbritannien, Dänemark, den skandinavischen Ländern, Bulgarien, rumänien, Tschechien und Ungarn

Und während die anderen Landtechnikhersteller ihre mehr oder minder miserable Performance auf schlechte Marktbedingungen und den ungünstigen Wechselkurs schieben, erweiterte die Tochtergesellschaft Horsch LLC das Produktportfolio und trug damit positiv zum Gesamtergebnis bei.

Des Weiteren setzt das Unternehmen aus Schwandorf auf die beiden Ländern China und Brasilien. So wurde in Brasilien z.B. bereits eine eigene Tochter gegründet.

Der „Umsatzkuchen“ teilt sich je Gerätetyp wie folgt auf:

  • 43% Umsatzanteil für Sätetechnik
  • 32% für die Bodenbearbeitung
  • 10% für Pflanzenschutz
  • 15% sind auf den Bereich Original Horsch-Ersatzteile entfallen

Entwicklung ohne Innovationen und Investitionen ist unvorstellbar. So investierte Horsch rund 8 Mio. EUR in sein Farming-Innovation-Training Zentrum (kurz FITZentraum) in Schwandorf. In Landau wurde die Produktionsfläche für rund 1,5 Mio. EUR wesentlich erweitert.

Jeder erzählt eine andere Story…

Ich finde es immer wieder faszinierend wie Unternehmen – sei es aus unserer Branche oder aus einer anderen, ihre Erfolge bzw. Mißerfolge erklären.

Jedes Mal wenn es um Verluste geht, dann werden externe Faktoren wie z.B schlechte Marktbedingungen, schlechtes Wetter, ungünstige Wechselkurse usw. als Hauptursachen für die negative Performance angegeben. In den seltensten Fällen trifft man auf eine Pressemeldung, wo das Unternehmen so fair ist und sich selbst als Grund für den Mißerfolg sieht.

Sobald es um Erfolge geht, dreht sich merkwürdigerweise das Rad. Als Hauptgrund werden auf einmal interne Faktoren genannt.

Machen wir das nicht genauso im alltäglichen Leben? Wenn etwas super läuft, dann liegt es an uns. Wenn etwas schief läuft, dann liegt es an der Politik, am Wetter, am Land, am was auch immer bloss nicht einer selbst…

Der Mensch ist und bleibt kreativ, das muss man uns lassen.

Von welchem Landtechnikhersteller seid Ihr am meisten überzeugt? Welche Firma beeindruckt Euch am meisten und warum?

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