Landwirtschaft in Deutschland: Solaranlagen

Landwirtschaft in Deutschland: Solaranlagen pflastern deutsche Bauernhöfe

Landwirtschaft in Deutschland – „Gewinner sind alle, die in Solaranlagen investieren, sie herstellen, installieren oder betreiben. […] Deutschland ist das einzige Land der Welt, das eine grenzenlose Solarförderung ermöglicht“ so die Aussage von Bernd Schüßler vom unabhängigen und kritischen Fachmagazin Photon in einem Beitrag der FAZ.

Warum ist das ‚Spiel‘ mit Solarmodulen so attraktiv? Liegt es vielleicht an den Subventionen?

Der nachfolgende Beitrag der Deutschen Welle stammt zwar aus 2008 veranschaulicht jedoch sehr gut was uns ‚Solarland Deutschland‘ alles bietet.

Solaranlagen: Sonnige Aussichten für die Landwirtschaft in Deutschland

Die Solartechnik in Deutschland boomt und mit ihr auch die Nachfrage nach entsprechenden Solarflächen. Immer mehr Bauern pflastern ihre Agrarflächen mit dem attraktiven Energiespender zu. Wie sieht es denn mit Fördermitteln aus?

Aus dem oben aufgeführten FAZ-Bericht erfahren wir noch folgendes…

Bis zu 6 Prozent Rendite fahren Solaranlagenbesitzer dank sinkender Modulpreise und garantierter Fördersätze ein. Zum Beispiel Bayerns Bauern, die ihre Äcker und Scheunendächer mit Solaranlagen pflastern. 40 Prozent der Solarförderung fließt in den Freistaat. Profiteure sind Supermarktketten wie Rewe, die Solaranlagen auf die Dächer ihrer Märkte packen. Profiteur ist auch die Deutsche Bahn, die Grundstücke an Anlagenbetreiber verpachtet.

Landwirtschaft in Deutschland: Solaranlagen

Landwirtschaft in Deutschland: Solaranlagen

Dieser Trend schmeckt nicht jedem. Bauernpräsident Joachim Rukwied fordert die Bauern in Deutschland mit dem ‚Solar-Irrsinn‘ aufzuhören. In der Bild-Ausgabe vom 23.07.2013 äußerte sich der Bauernpräsident wie folgt:

BILD: Bauern pflastern ganze Landstriche mit Solarmodulen zu.

Rukwied: Das lehnen wir ab, der Solar-Irrsinn in der Fläche muss aufhören. Unsere Forderungen dazu liegen Umweltminister Altmaier und Agrarministerin Aigner längst vor. Solar gehört auf die Dächer.

Der Traumsommer in Deutschland erfreut nicht nur die Schwimmbadbesitzer, sondern auch die Solaranlagen-Besitzer. Seit Wochen scheint die Sonne pausenlos in allen Teilen Deutschlands. Die Solar- und Photovoltaik-Module laufen auf Hochtouren. Und trotzdem schießen die Preise in Deutschland und bei unseren europäischen Nachbarn in die Höhe. Woran liegt das?

Während Solaranlagen zur Zeit Großes leisten, stehen die Windräder still. Das heisst, während wir uns der Sonne und dem strahlend blauen Himmel erfreuen, herrscht an der Küste – wo die meisten Windmühlen stehen – windstille. Weil Windmühlen im deutschen Strom-Mix eine wichtigere Rolle spielen als Sonnenstrom, wirkt sich das auf die Preise aus. Der schöne Sommer hat also auch seine Schattenseiten.

Haben Sie Solar- bzw. Photovoltaik-Module auf ihrer Agrarfläche? Wie halten Sie von der regional höchst differenzierten und vielfältigen Landwirtschaft in Deutschland?

2 Kommentare
  1. Reinhard Baumgartner
    Reinhard Baumgartner says:

    Der Kommentatr bzw. der FAZ – Artikel ist fachlich falsch und nur dazu angetan Neiddebatten zu führen. Billigste Polemik und Halbwissen. Derzeit ist es kaum noch möglich zu vernünftigen Renditen Anlagen zu bauen und bei einer unternehmerischen Tätigkeit ist 6 % Rendite bei allem Risiko zu wenig. Zudem werden seit 2 Jahren diese Renditen nur noch durch Leathering-Massnahmen erreicht, das heisst 100 % Risiko bei 10 oder 20 % Eigenkapital. Die Landwirtschaft hat aufgrund der vorhanden Dachflächen, hoher Verbräuche und poitiver Effekte bei Belegung der Dächer mit PV den Photovoltaikboom genutzt, Gewinner sind jedoch weichende Betriebe die ihre Flächen durch überteuerte Verpachtung und halbseidenen Finanzangebote verwerten konnten.
    So kann und darf kein Reporter argumentieren das ist billigste Mache und Vertretung von Eigeninteresse.

    R.B.

    Antworten
  2. Roland
    Roland says:

    Hallo Herr Baumgartner,

    danke für Ihren Beitrag.
    Es werden hohe Rendite versprochen doch wenn die Anlagen dann mal Strom erzeugen, kommen die richtigen Zahlen auf den Tisch und die schauen oft ganz anders aus.
    Das in der Presse nicht immer alles so genau genommen wird ist doch klar.

    Wo Sie auf jeden Fall recht haben ist die überteuerte Verpachtung von Ackerflächen die auch immer eine Neiddebatte erzeugen kann. Wir haben genug Dächer in Deutschland. Da kann der erzeugte Strom gleich verbraucht werden. Die großen Stromerzeuger tun alles dafür das der so genante Ökostrom immer schön teuer bleibt oder wird.

    In meinem Blogbeitrag

    http://agrarbetrieb.com/erneuerbare-energien-11-in-hand-von-landwirten/#more-1149

    kann man schön erkennen wer die Ökostromerzeuger zur Zeit sind. Da braucht man sich nicht wundern wenn die großen Stromerzeuger alles versuchen um ihre Geschäfte zu schützen. Die Politik und Presse werden da natürlich mit eingespannt zum wohl der Allgemeinheit natürlich.

    Antworten

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