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Landwirtschaft: mit Innovation ins neue Jahr

Es geht auf den Winter zu. Auch wenn die Arbeit in der Landwirtschaft nie ausgeht,  jetzt ist ein guter Zeitpunkt, seinen landwirtschaftlichen Betrieb näher unter die Lupe zu nehmen.

Oder besser, dessen Performance in diesem Jahr. Denn das Jahr geht dem Ende zu. Und in nur wenigen Wochen beginnt ein neues Jahr mit vielen Möglichkeiten und Herausforderungen.

Lasst uns nicht erst auf Sylvester warten, um die Ziele für 2017 festzulegen. Jetzt ist eine gute Zeit, um zu reflektieren, was wir in diesem Jahr auf die Beine gestellt haben.

Wie? Stellt Euch Fragen. Viele Fragen.

 Fragen zu Eurer Landwirtschaft in 2016

  1. Was haben wir dieses Jahr mit unserer Landwirtschaft erreicht?
  2. Haben wir unsere Ziele erreicht? Wenn nicht, warum?
  3. Was ist besonders gut gelaufen in diesem Jahr? Worauf können wir stolz sein?
  4. Was waren unsere größten Herausforderungen in diesem Jahr? Wie sind wir mit diesen umgegangen?
  5. Welche Entwicklungen zeichnen sich im landwirtschaftlichen Sektor ab?
  6. Was wollen wir nächstes Jahr besser machen?

Die Liste an Fragen kann noch fortgeführt werden. Aber ich denke, Ihr seht, in welche Richtung es geht. Bezieht auch Eure Mitarbeiter ein, um ein umfassendes Bild zu erhalten.

Und natürlich werden Eure betriebswirtschaftlichen Zahlen viele Antworten geben können.

Wenn Ihr wisst, wo Ihr aktuell mit Eurer Landwirtschaft steht, wird es Euch wesentlich einfacher fallen, die Ziele für das nächste Jahr zu definieren und Eure landwirtschaftlichen Prozesse zu verbessern.

Dieses Jahr war für viele Landwirte ein herausforderndes Jahr.

Vom Wetter, über Gesetzesänderungen, über schwierige Bedingungen an den Märkten – es gabe viele Faktoren, die das wirtschaftliche Ergebnis unterm Strich stark beeinflusst haben.

Ihr wisst selbst am besten, welche Rahmenfaktoren in Eurer Landwirtschaft in diesem Jahr die Hauptthemen waren. Und Euch vielleicht die eine oder andere Nacht den Schlaf geraubt haben.

Manchmal reicht eine „Kurskorrektur“ oder Verbesserung der bisherigen Abläufe auch einfach nicht mehr aus, um wirtschaftlich bestehen oder wachsen zu können. Dann ist das Gehen von neuen, innovativen Wegen gefragt.

Innovation in der Landwirtschaft

Die Landwirtschaft ist ein Sektor, der voller Kontraste steckt. Denn zum einen gehört die Landwirtschaft zu den modernsten Wirtschaftszweigen. Zum anderen ist sie oft aber auch gleichmaßen stark in Traditionen verhaftet.

Betriebe werden von Generation zu Generation weitergegeben. Neue Wege zu gehen, kann zur Herausforderung werden, wenn dadurch mit altbewährten Traditionen gebrochen werden muss.

Sich ständig ändernde Marktbedingungen erfordern jedoch ein flexibles Reagieren. Und wir leben in einem Zeitalter, in dem die Änderungen schneller als je zuvor eintreffen.

So ging es beispielsweise Sepp Häcki (ja, ein Schweizer Landwirt). Seine Schweinezucht stand von heute auf morgen vor dem Aus, weil eine neue Gewässerschutzverordnung in Kraft trat.

Auf der Suche nach Alternativen war Flexibilität gefragt. Der Landwirt ist schließlich auf den Pilz gekommen:

Innovative Landwirte: Pilz statt Schwein

Quelle: TheStudi2

Es heißt ja, Not macht erfinderisch. Sepp Häcki war auf jeden Fall erfinderisch. Und ist sehr erfolgreich innovative Wege gegangen.

Aber es ist nicht ratsam, immer erst zu warten, bis Not am Mann ist. Sicher gibt es die einschneidenden Ereignisse, die quasi sofort ein komplettes Umdenken erfordern. 

Zumeist zeichnen sich Entwicklungen jedoch ab. Es ist ratsam, seine „Augen und Ohren offen“ zu halten.

Ja klar, werdet Ihr jetzt sagen. Ich weiß, was auf meinem Markt abgeht. 

Aber es ist hiermit auch gemeint, mal über den Tellerrand zu schauen, was in anderen Branchen so passiert. Sei es in anderen Wirtschaftsbereichen oder näher dran, auf anderen landwirtschaftlichen Märkten. 

Dies kann zu wertvollen Ideen für den eigenen Betrieb führen.

Fragt Euch, was die Entwicklungen auf den anderen Märkten für die eigene Landwirtschaft bedeuten könnten. Ihr seht, Fragen stellen, führt zu Antworten.

Was wäre, wenn … ?

Es gibt kein generelles Konzept, um innovatives Denken zu entwickeln. Um an den heutigen Märkten bestehen zu können, ist es für jeden Landwirt jedoch von essentieller Bedeutung.

Die gute Nachricht, man kann es sich aneignen. Vorausgesetzt, man ist bereit, offen und aufgeschlossen zu bleiben.

Einer der einfachsten Wege, sein innovatives Denken „zu starten“, ist sich folgende, einfache Frage zu stellen:

Wie kann ich „… “ verbessern?

Wer einen Schritt weiter gehen möchte, der sollte es sich zur Angewohnheit werden lassen, seine landwirtschaftlichen Prozesse mit “ Was wäre, wenn … ?“ zu hinterfragen:

  • Was wäre, wenn ich dies oder jenes ändere?
  • Was wäre, wenn ich mit XY zusammenarbeite?
  • Was wäre, wenn ich die Summe XY für Verbesserungen zur Verfügung hätte?

Dies sind natürlich nur Beispielfragen. Welche Tips und Tricks habt Ihr, um Innovation in Eurer Landwirtschaft zu stärken?

 

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