Landwirtschaft Social Media Marketing

Die 3 Erfolgsstufen in Landwirtschaft und Social Media Marketing

Seit Jahrtausenden betreiben die Menschen Landwirtschaft. Im Vergleich dazu gibt es Social Media erst wenige Jahre. Und dennoch nimmt in der Landwirtschaft, wie in anderen Branchen auch, Social Media immer stärker Einfluß auf Euren wirtschaftlichen Erfolg. 

Zugegeben, Social Media Marketing ist ein komplexes Themengebiet.

Kein Wunder, wenn es für den einen oder anderen ein Buch mit sieben Siegeln ist. Aber wem die Prozesse in der Landwirtschaft vertraut sind, der wird den Kern von Social Media Marketing schnell erfassen.

In 3 Schritten zum Erfolg in Landwirtschaft und Social Media Marketing

Die zwei Themengebiete sollen was gemeinsam haben? Neeee….

Was aber wenn doch?!

1. Die Auswahl des richtigen Korns

Ein Landwirt baut nicht einfach irgendetwas nach Lust und Laune an.

Aufbauend auf seinen Erfahrungen und seiner Expertise wählt er das beste Korn für seinen Acker aus. Er berücksichtigt geographische und klimatische Gegebenheiten seiner Region, bedenkt wirtschaftliche Faktoren wie die Nachfrage an den Märkten und die Ressourcen (wie Arbeitskraft und Werkzeuge), die ihm für den Anbau zur Verfügung stehen.

Genauso ist es mit Social Media Marketing.

Wenn man Instagram, Facebook und Co. erfolgreich für sich einsetzen möchte, eröffnet man nicht einfach überall ein Konto und sendet wild Nachrichten in die Welt.

Wie bei der richtigen Auswahl des Korns, wählt man die Netzwerke aus, mit denen man seine Ziele am effektivsten erreichen kann. Auch hier spielen verschiedene geographische, demographische oder auch wirtschaftliche Faktoren eine wichtige Rolle.  

2. Aussähen und Wachsen lassen

Die Aussaat einer Handvoll Körner führt nicht zu einer reichen Ernte.

Ebenso wenig wächst und gedeiht das Korn nicht über Nacht. Und sicherlich erwartet kein Landwirt, dass er eine gute Ernte einbringen wird, wenn er nach der Aussaat der Samen das Feld sich selbst überlässt.

Er behält das Wachstum seines Kornes im Auge. Unterstützt ihn durch gezielte Maßnahmen, die das Getreide in bestimmten Phasen stärken oder in kritischen Phasen schützen.

Auch Social Media wird Euch nicht reichlich neue Kunden bescheren oder Eure Bekanntheit merklich erhöhen, nur weil Ihr ein paar Tweets gesendet habt oder auf Facebook hin und wieder einen Beitrag veröffentlicht.

Genauso wie das Korn zum Wachsen seine Zeit benötigt, braucht auch Social Media Marketing stetige Maßnahmen über einen längeren Zeitraum, eh es seine Wirkung entfalten kann. Dabei muss der „Wachstum“ ständig überwacht und mit gezielten Maßnahmen unterstützt werden.

3. Ernte und Verkauf

Der Landwirt steckt viel Zeit und Energie in das Gedeihen seines Kornfeldes, weil er sich davon eine reichliche Ernte und letztendlich gute Verkäufe an den Märkten verspricht.

Der Aufwand muss sich rechnen. Kosten wollen gedeckt und die Familie ernährt sein.

Ebenso ist es mit den Social Media Maßnahmen. Sie benötigen Zeit und Ressourcen, aber zum Schluß müssen sie sich auszahlen.

Die Ziele, die man sich gesetzt hat, müssen erreicht werden. Und wenn sie es nicht werden, dann muß für die nächste Saison die Strategie angepasst werden. Vielleicht probiert man ein neues Korn bzw. ein neues Netzwerk aus, ändert die Fruchtfolge bzw. die Reihenfolge von bestimmten Marketingaktionen, nutzt neue Werkzeuge usw.

Während in anderen Branchen die Präsenz in den sozialen Medien bereits üblich ist, entdecken Landwirte erst nach und nach die Kraft von Social Media Marketing.

Nach so viel Social Media ist es an der Zeit wieder auf den Feld zu blicken…

Jetzt gegen Fusarium schützen

Mit dem Beginn der Blühphase bei Winterweizen steigt das Risiko für Neuinfektionen mit Fusarium. Die steigenden Temperaturen sowie die Niederschläge in dieser Woche sind optimal für die Verbreitung von Pilzkrankheiten und erfordern jetzt gezielte Schutzmaßnahmen.

Denn die Infektion mit Fusarien kann nicht nur die Ernte verderben und damit den Ertrag verringern. Sie vermindert auch generell die Qualität und die Keimfähigkeit des Saatgutes. Ganz zu schweigen davon, dass die Pilze giftige Mykotoxine produzieren.

Fusarien lieben eine feuchte Witterung bei milden Temperaturen zur Blütezeit. Auf das Wetter kann jedoch leider niemand Einfluß nehmen.

Wie kommt es zu einer Infektion mit Fusarien?

Quelle: aid infodienst Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz e. V.

Wie kann man die Ausbreitung von Pilzen verhindern?

Vor einem Pilzbefall sichert man sich am besten, in dem man

  1. weniger pilzanfällige Getreidesorten auswählt,
  2. ein weite Fruchtfolge mit einjähriger Anbaupause einführt oder zumindest bei direkter Maisvorfrucht frühreife Maissorten anbaut,
  3. wendende Bodenbearbeitungsgeräte und – system nutzt, so dass ein sauberes Saatbeet geschaffen wird und indem man darauf achtet, dass keine Ernterückstände von Mais und Getreide an der Bodenoberfläche verbleiben.

Optimal ist die Fusariumspritzung, wenn sie in der Blütezeit 2-4 Tage nach einem Niederschlagsereignis erfolgt.

Bei großen Spritzbreiten ist wichtig, dass Unkrautnester schnellstmöglich abgemulcht werden. Denn was bringt die Spritzung, wenn in unerreichten Ecken Unkrautnester infizierte Samen weit über das Feld streuen.

Feldarbeiten, Schädlingsbekämpfung und jetzt auch noch Social Media?

„Ich bin Landwirt. Ich bin den ganzen Tag auf dem Feld oder bei meinen Tieren, halte mein Betrieb am Laufen so gut ich nur kann und ernähre meine Familie. Und jetzt soll ich obendrein auch noch Facebook machen?“

Ja, diese Einzelgespräche kommen einem bekannt vor.

Wichtig dabei ist folgendes vor den Augen zu behalten: die Welt entwickelt sich weiter. Die Menschheit entwickelt sich weiter. Und die neuen Technologien ändern unser „Status quo“ mit Lichtgeschwindigkeit.

Nach dem Industriealter kam das Internetalter. Und heute haben wir auch das Internetalter verlassen und befinden uns im Social Media Alter.

Auch das wird in wenigen Jahren vorbei sein, denn Virtual Reality und Artifical Intelligence – ob wir diese Begriffe verstehen, mögen oder nicht – klopfen bereits an der Tür.

Nutzt das Social Media Alter um Euer Betrieb bekannt zu machen. Nutzt Instrumente wie Crowdfunding, Twitter und Facebook, um eine Community von Gleichgesinnten aufzubauen, die ganz stark an Euer Betrieb, Eure Produkte und Eure Werte glauben.

Letztendlich erfordert Social Media Marketing genauso ein langfristig strategisches Vorgehen, wie es ein Landwirt von dem Anbau seines Feldes kennt.

Facebook, Instagram oder Twitter – welches bevorzugt Ihr und warum?

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