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News aus der Landtechnik: JCB, Vogelsang, Lemken

Mehr als nur Landtechnik: Der britische Konzern JCB hat sich entschieden, im Westen von Köln eine neue Zentrale zu bauen. Die Firma Vogelsang präsentiert den XTill VarioCrop und verspricht mehr Flexibilität in der Gülleausbringung. Lemken stellt neue Konzepte zur Bodenbearbeitung vor. Das neue Aufsattelkonzept ist für schwere Anbaugeräte geeignet.

Die letzten beiden Wochen waren mal wieder richtig spannend. Brüssel hat einen neuen EU-Agrarkommissar vorgestellt. Der Nachfolger von Dacian Ciolos ist der Ire Phil Hogan. Bis zuletzt wurden dem Spanier Miguel Arias Canete große Chancen auf das Agrarressort zugeschrieben. Nun wird er Kommissar für Klimapolitik und Energie. Die neu zusammengesetzte EU-Kommission soll Anfang November ihre Arbeit aufnehmen.

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Parallel zu den oben aufgeführten politischen Entscheidungen, gab es jede Menge Ereignisse rundum Landtechnik & Co.: Wettbewerbe (z.B. Pflug-WM, Geotrac Supercup) und Ausstellungen wie die PotatoEurope 2014 – worüber wir in unserem letzten Beitrag ausführlich berichtet haben.

So erzielten die deutschen Teilnehmer bei der 61- Pflug-WM im französischen Saint Jean D’Illac vom 05. und 06. September den 9-ten (Johannes Bendele) und den 21-ten Platz (Matthias Stenglein). Beim Traktorenwettbewerb Geotrac Supercup durften die geschicktesten Traktorfahrer im Alpenraum ihr Können unter Beweis stellen. Bei den Herren gewann der Bayer Georg Schartner und bei den Damen, die Tirolerin Nadia Kritzinger.

Wie das Ganze LIVE vor Ort ausgesehen hat, das sehen Sie in dem unten aufgeführten Videobeitrag…

Landtechnik bei der Geotrac Supercup Europafinale 2014

Der Sieger erhält einen Lindner Lintrac für ein Jahr

Neuheiten aus der Landtechnik

1. JCB investiert 25 Millionen EUR für eine neue Zentrale in Köln.

Der britische Konzern JCB will seinen 50. Firmenjahrestag nächstes Jahr (2015) in einer komplett neuen Zentrale im Westen von Köln feiern. Dafür investiert JCB 25 Millionen Euro. Es handelt sich hierbei um die größte Einzelinvestition in der Geschichte des Unternehmens.

Der neue Hauptsitz von JCB Deutschland wird sich auf einem Areal von über 51.000 m² erstrecken. Der neue Standort verfügt über eine optimale Verbindung zur Autobahn, zum Flughafen sowie Stadtzentrum. Neben modernen Geschäftsräumen und Büros plant JCB auch eine Ausstellungshalle und ein Demonstrationsgelände, um neue Produkte vorzuführen.

Aus der Pressemitteilung des JCB Deutschland vom 09.09.2014 erfahren wir folgendes:

„Deutschland ist Europas größter Binnenmarkt für Baumaschinen und der fünftgrößte weltweit. JCB ist hier kontinuierlich erfolgreich mit dem Vertrieb von Bau-, Land- und Industriemaschinen. Wir sind sehr ambitioniert, unsere Geschäftstätigkeiten in den kommenden Jahren global auszuweiten und Deutschland spielt für dieses Wachstum eine wichtige Rolle. Es ist jetzt der richtige Zeitpunkt für umfangreiche Investitionen in diesen ganz entscheidenden Markt.” – JCB Chairman Lord Bamford

Die Bauarbeiten an den neuen JCB Geschäftsräumen sollen noch in diesem Jahr starten.

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2. Das neue XTill VarioCrop von Vogelsang bietet mehr Flexibilität in der Gülleausbringung.

Der Landtechnikhersteller aus Essen stellte letzte Woche auf dem Vogelsang-Kompetenztag seine Produktneuheit vor. Der neue XTill VarioCrop soll für mehr Flexibilität in der Gülleausbringung sorgen. Laut Unternehmensangaben soll es zum ersten Mal möglich sein, die Reihenabstände flexibel einzustellen.

Durch die flexible Einstellung der Reihenweite der bearbeitenden Aggregate von 75 bis 45 cm, kann der Landwirt ab sofort nicht nur Mais, sondern auch Raps, Sonnenblumen und Zuckerrüben im bewährten Strip Till-Verfahren anbauen. Die Gülle wird während der streifenförmigen Bearbeitung des Bodens direkt im späteren Wurzelbereich der angebauten Pflanze abgelegt, wodurch wiederum umweltschädliche Emissionen vermieden werden.

Bei dem XTill VarioCrop lassen sich laut Vogelsang die Gülleablage- und Bearbeitungstiefe variabel und unabhängig voneinander einstellen. Durch die Zusammenlegung der beiden Arbeitsgänge Bodenbearbeitung und Düngung, reduziert sich die Anzahl der Überfahrten. Zeit und Kraftstoffkosten werden gespart.

Der Geschäftsführer Harald Vogelsang äußerte sich zur aktuellen Güllewirtschaft wie folgt:

„Im Hinblick auf die neue Gülleverordnung, die als Entwurf derzeit in den zuständigen Gremien diskutiert wird, gehen wir von einer weiteren Verschärfung der Vorgaben für die Gülleausbringung aus. Trend wird daher sein, Gülle direkt einzuarbeiten, wann immer es möglich ist, und sie bodennah in den Bestand auszubringen. Gefragt ist ein sinnvolles Gesamtkonzept. Deshalb bieten wir unseren Kunden mit unserem erweiterten Agrar-Portfolio flexible Kombinationsmöglichkeiten für eine wirtschaftliche Gülleverarbeitung an.“

3. Lemken stellt neues Aufsattelkonzept für schwere Anbaugeräte vor.

Lemken präsentiert ein neues Aufsattelkonzept speziell für schwere Anbaugeräte. Die angebaute Version der Kurzscheibenegge Rubin 12 überträgt beim Aushub Gewicht auf das Spornrad, ohne dass ein zusätzliches Steuergerät benötigt wird. Das Aufsattelkonzept soll demnächst auch für weitere Grubber- und Kurzscheibeneggen-Baureihen zur Verfügung gestellt werden, so das Unternehmen Lemken.

Der Rubin 12 ist mit einer Arbeitstiefe bis 20 cm sowohl für die Stoppelbearbeitung als auch für die Grundbodenbearbeitung selbst in schwersten Bodenverhältnissen geeignet.

Landtechnik von Lemken: Vorstellung der Kurzscheibenegge Rubin 12

Vorteile des neuen Aufsattelsystems

  • Bessere Rückverfestigung: Der Anwender kann sein Anbaugerät mit einer schweren Walz ausrüsten.
  • Aufsattelgeräte können zukünftig ohne Deichsel gefahren werden.

Ihre Meinung zur Landtechnik

Was halten Sie von dem neuen Aufsattelkonzept der Firma Lemken? Welche Innovationen aus dem Bereich Landtechnik und Agrarwirtschaft interessieren Sie am meisten?

 

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