Rapsernte weitgehend abgeschlossen - Preise unter Druck

Rapsernte weitgehend abgeschlossen – Preise unter Druck

Die Rapsernte hat vor wenigen Wochen angefangen und ist heute in Deutschland weitgehend abgeschlossen. Nach den Produktionskorrekturen für Deutschland, Frankreich, Polen und das Vereinigte Königreich Ende Juli, erwartet die EU-Kommission insgesamt eine niedrigere Ernte.

In Deutschland erwartet das Statistische Bundesamt eine Rapsernte von 5,4 Mio. t. Dies ist in erster Linie auf eine um rund 157.000 ha größeren Anbaufläche zurückzuführen.

Rapsernte 2013 mit dem Claas Lexion 780 TT Mähdrescher

Raps ist das beliebteste Speiseöl der Deutschen. Aufgrund seines hohen Gehalts an Omega 3 Fettsäuren und dem neutralen Geschmack eignet sich das Pflanzenöl hervorragend in der Küche. In 2012 lag der Verbrauch bei 74,4 Millionen Liter.

Des Weiteren eignet sich Raps sehr gut zur Herstellung von Biodiesel und wird auch bei Versorgung von Nutztieren eingesetzt.

Den richtigen Zeitpunkt für die Rapsernte zu finden ist ausschlaggebend. Werden die Mähdrescher zu früh eingesetzt, dann lösen sich die Schoten nicht und das wirkt sich negativ auf den Ertrag aus. Schiebt man die Ernte zu weit nach hinten, so können die Schoten platzen und die Rapskörner sind verloren.

Rapspreise unter Druck

Rapsernte weitgehend abgeschlossen - Preise unter Druck

Rapsernte weitgehend abgeschlossen – Preise unter Druck

Die Rapspreise in Europa und Kanada sind in den letzten Wochen stark zurückgefallen. Die Meinungen der Analysten bzgl. der Hauptgründe für diesen Preisrückgang gehen stark auseinander. Einerseits sollen die Preisstürze am Soja- und Maismarkt dafür verantwortlich sein und andererseits soll es an der guten Ernteprognose liegen.

Einem aktuellen Beitrag von Agrarheute.com entnehmen wir folgende Erklärung…

In den letzten vier Wochen verlor die neue Rapsernte am Terminmarkt in Europa 60 Euro und auch im Großhandel lagen die Kurse zuletzt nur noch zwischen 340 und 345 Euro. Auch bei Raps waren jedoch in der Hauptsache nicht die guten Ernteaussichten für Europa und Kanada verantwortlich – sondern vielmehr die witterungsbedingt massiv gefallenen Sojapreise in den USA. Kurz vor dem Monatswechsel scheinen sich auch die Rapspreise wieder zu stabilisieren, auch wenn das Niveau von 350 Euro noch wieder erreicht ist.
Die Rapsernte ist auch bei uns im Agrarbetrieb.com so gut wie erledigt. Zur Zeit dreschen wir die Sommergerste und in wenigen Tagen sind dann der Winterweizen und im Anschluss der Dinkel dran.
Sind die zufrieden mit der diesjährigen Rapsernte? Was tun Sie gegen dem Preisdruck an den Märkten?
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