Rüben - Geheimnis der Zuckereinlagerung gelüftet (c) Agrarbetrieb.com

Rüben: Geheimnis der Zuckereinlagerung gelüftet

Vor zwei Wochen ging es noch darum die freiliegenden Rüben mit Vlies zuzudecken, um Frostschäden zu vermeiden. Heute freuen sich alle über die Spitenerträge und die hohen Zuckergehalte des außergewöhnlichen Rübenjahres 2014.

Während Landwirte mit ihren letzten Rübentransporten beschäftigt waren, sind Forscher der Universität Würzburg dem Geheimnis der Zuckereinlagerung auf die Schliche gekommen. Das Team um Prof. Dr. Hedrich vom Institut für Molekulare Pflanzenphysiologie und Biophysik hat herausgefunden, dass ein Rüben-Transporter-Gen names BvTST2.1, das selektiv Saccharose in die Vakuole (Saftspeicher) der Rübenzellen leitet, für die Zuckerspeicherung bzw. -einlagerung in den Rüben verantwortlich ist.

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Sollte dieses Prinzip von weiterführenden Laborversuchen bestätigt werden, dann steht der Rübenzüchtung mit einem höheren Zuckergehalt nichts mehr im Weg. Wird diese bahnbrechende Erfindung der Beginn der Zuckerspeicherung?

Ein Zuckerertrag von über 22 t/ha ist schon der pure Wahnsinn. Erwarten uns zukünftig noch höhere Zuckergehalte?

Ropa Euro Tiger V8 beim Rüben roden in 2014

Hohe Zuckererträge bei Rüben im liz-Gebiet

Erfahrene Rübenanbauer aus ganz Deutschland staunen über die Spitzenerträge und außergewöhnlich hohen Zuckererträgen von über 22 t/ha. Der Landwirtschaftliche Informationsdienst Zuckerrübe hat eine Übersicht mit den Spitzenerträgen der einzelnen Regionen erstellt.

Des Weiteren fordert die liz in einer seiner aktuellen Meldungen, Landwirte dazu auf, ihre persönlichen Rekorderträge mit allen zu teilen.

Wer wird wohl den Rekord brechen?

Die Top 5 der liz-Liste lauten wie folgt:

  1. Kreis Kleve, Werk Apperdorn: 130 t/ha Rübenertrag, 17% Zuckergehalt, 22,1 t/ha Zuckerertrag
  2. Landkreis Rotenburg (Wümme), Werk Uelzen: 122 t/ha Rübenertrag, 18,10% Zuckergehalt, 22,1 t/ha Zuckerertrag
  3. Landkreis Göttingen, Werk Schladen: 116 t/ha Rübenertrag, 18,50% Zuckergehalt, 21,5 t/ha Zuckerertrag
  4. Kreis Düren, Werk Euskirchen: 121 t/ha Rübenertrag, 17,66% Zuckergehalt, 21,4 t/ha Zuckerertrag
  5. Kreis Vorpommers-Greifswald, Werk Anklam: 125 t/ha Rübenertrag, 16,80% Zuckergehalt, 21,0 t/ha Zuckerertrag

Top-Rübenernte auch im DNZ-Gebiet erwartet

Die Rübenernte im Gebiet des Dachverbands Norddeutscher Zuckerrübenanbauer e.V. (DNZ) verspricht einen Rübenertrag von rund 80 t/ha mit einem Zuckergehalt von knapp 18%. Der Zuckerertrag entspricht damit fast 15 t/ha.

Die 6 Zuckerrübenfabriken im Verbandgebiet werden ihren Betrieb bis voraussichtlich Ende Januar noch fortführen. Es bleibt demnach abzuwarten ob die diesjährige Kampagne dem Jahr 2011 den Titel „Rekordrübenjahr“ streitig macht und das bei deutlich reduzierten Anbauflächen.

Aufgrund der reichlich vorhandenen Rüben, haben die Zuckerunternehmen den Rübenanbauern angeboten, mit Rüben aus diesem Jahr einen Teil der Vertragsmengen des kommenden Anbaujahres 2015 zu erfüllen. Dadurch sollen die gut gefüllten Zuckerläger in der EU entlastet werden. [laut DNZ]

Rüben & Herbizide: Hoffnung für neuen Wirkstoff erst ab 2016

Im Bereich der Herbizide wird es in 2015 keine große Änderungen geben. Laut liz stehen alle bisherigen Wirkstoffe für die Unkraut- und Ungrasbekämpfung in Zuckerrüben weiterhin zur Verfügung.

Die Herbizide Goltic Super (Metamitron+Ethofumesat) und Kontakt 320 SC (Phenmedipham) sowie das Additiv Oleo FC werden in 2015 nicht mehr vermarktet.

Die Zulassung von Venzar (Lenacil) ist weiterhin unsicher. Neue Herbizid-Kombinationen sollen erst in 2016 neu auf den Markt kommen.

Rekordrübenjahr oder nicht?

Wie siehts denn bei Ihnen aus? Überschreiten Ihre Rüben den Zuckerertrag von 22 t/ha?

 

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