Ran an Schaedlinge mit Smartphone Apps

Ran an Schädlinge und Unkräuter – Smartphone Apps helfen dabei

Bewaffnet mit Smartphone oder Tablet ist fast jeder Deutsche mittlerweile 24 Stunden auf Empfang. Shoppen, Emails lesen und schreiben, Videos kucken, auf Facebook surfen, oder einfach so im Netz dahinvegitieren… Ob sinnvoll oder nicht, so sieht heute die Realität aus. Und diese Realität ist auch im Bereich der Landwirtschaft angekommen.

Smartphones oder „kluge Telefone“ bestimmen zwar den Alltag vieler Menschen – oft kommt deshalb die Frage auf, wer hier wohl wen kontrolliert <<Mensch die Technologie, oder eher andersrum>>, sie sind gleichzeitig sehr hilfreich wenn man diese entsprechend einzusetzen weiss.

So werden uns beispielsweise in der Landwirtschaft immer mehr Apps zur Verfügung gestellt, um Schädlinge, Unkräuter und -gräser blitzschnell zu bestimmen, um anschließend gezielter bekämpfen zu können.

Smartphone App hilft bei der Diagnose

Bayer CropScience bietet eine Reihe von kostenlosen Smartphone-Anwendungen, mit denen sich die häufigsten

  • Schädlinge von Kulturpflanzen wie Getreide, Kartoffeln, Raps und Rübe
  • sowie verschiedene Unkräuter bestimmen lassen

Zur genauen Bestimmung der Schädlinge und Unkräuter finden sich in den Smartphone Apps detaillierte Beschreibungen von Tieren und Ungräsern, sowie zahlreiche aussagekräftige Fotos. Des Weiteren werden auch Informationen hinsichtlich Schädlingsbekämpfung zur Verfügung gestellt.

Die Apps „Schädlinge“ und „Unkräuter“ stehen als iPhone- und Android-Version zur Verfügung. Zum downloaden der für Sie in Frage kommenden App, klicken Sie bitte auf folgende Links:

Schädlinge-App für iPhone

Schädlinge-App für Android

Unkraut-App für iPhone

Unkraut-App für Android

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Schädlinge auf Raps- und Getreidefeldern

Wer Landwirt in Baden-Württemberg ist und auf seinen Getreidefeldern den neuen Schädling – es handelt sicht vermutlich um die Gelbe Weizenhalmfliege, beobachtet, wird dringend gebeten sich beim LTZ Augustenberg zu melden.

Im vergangenen Jahr wurden bei Heilbronn auffällige Schäden an Getreidepflanzen entdeckt. In der Region Freiburg wurde eine Made im Mais gefunden, die zu keiner bisher bekannten Gattung passt.

Unglücklicherweise zeigt sich dieses Schadbild auch in diesem Jahr, jedoch in wesentlich größerem Umfang u.z. bis zu 10 befallene Triebe je Quadratmeter, so der Experte O. Zimmermann der LTZ Augustenberg. Die Untersuchungen laufen auf Hochtouren.

Und wie sieht es mit den Rapsschädlingen in diesem Jahr aus?

Goodbye Großer Rapsstengelrüssler und Gefleckter Kohltriebsrüssler, und hellau Kleine Kohlfliege.

Nicht so ganz, denn die Kleine Kohlfliege (Delia Radicum) gilt laut Deutscher Saatveredlung als der gefährlichste Rapsschädling der letzten Jahre. Je nach Witterung tritt der Schädling im April / Anfang Mai auf. Nach 8-10 Tagen beginnt die Eiablage an den Wurzelhälsen junger Kohlpflanzen. Die daraus schlüpfenden Maden fressen sich in die Wurzeln der Pflanzen ein und schädigen diese erheblich.

Zur Zeit gibt es kein geeignetes Mittel gegen diesen Rapsschädling. Die Bekämpfung mit der Rapsbeizung mit Chinnook verspricht einen Wirkungsgrad von lediglich 60-80%.

Umso wichtiger sind deshalb folgende drei Vorkehrmaßnahmen:

  • Intensive Bodenbearbeitung nach der Rapsernte (Rapsstoppeln mehrmals flach bearbeiten)
  • Saattermin in der letzten Augustdekade einhalten
  • Frühsaaten und Dünnsaaten möglichst vermeiden

Hingegen erscheint die Bekämpfung eines weiteren Schädlings, der in letzter Zeit sein Unwesen treibt – die Rede ist vom Rapsglanzkäfer, ein Kinderspiel zu sein. Immerhin können hier verschiedene Insektizide erfolgreich eingesetzt werden.

Wie gehen Sie gegen Schädlinge vor? Welche Methode hat sich am besten bewährt?

 

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