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Schlechtes Wetter für die Landwirtschaft: 173 Mio. Euro Schäden wegen Überflutungen

Hochwasser, Überflutungen, Extremniederschläge – so lauteten die Schlagzeilen der letzten Wochen. Das schlechte Wetter für die Landwirtschaft wollte kein Ende nehmen.

Laut einer ersten Erhebung von Bund und Ländern haben diese extremen Wetterkapriolen erhebliche Schäden in der deutschen Landwirtschaft verursacht. Bauernverbände und Landwirte sprechen von einer Katastrophe.

httpv://www.youtube.com/watch?v=uVgY-6yh3iM

In einem aktuellen Beitrag der Top Agrar Online wird der Schaden auf 173 Mio. Euro geschätzt. Hierbei handelt es sich lediglich um eine Zwischenbilanz, denn tatsächlich geht man davon aus, dass die Schadenssumme deutlich höher ausfallen wird. Die Bundeslandeswirtschaftsministerin Ilse Aigner berichtete wie folgt…

…bisher sind etwa 335 000 ha Acker- und Grünland sowie Gartenkulturen bzw. 2 % der gesamten deutschen landwirtschaftlichen Nutzfläche unmittelbar betroffen.

Dabei sollen neben Spargel- und Erdbeerpflanzungen insbesondere Mais und Kartoffelschläge in Mitleidenschaft gezogen worden sein. Baden-Württemberg spricht beim Mais schon von Totalverlusten auf 10 % bis 15 % der ausgesäten Flächen.

Die größten finanziellen Ausfälle wurden nach Angaben des Ministeriums bisher mit 75 Mio. Euro aus Bayern gemeldet, gefolgt von Sachsen mit knapp 29 Mio. Euro sowie Thüringen und Sachsen-Anhalt mit jeweils rund 20 Mio. Euro. Der Deutsche Bauernverband (DBV) geht davon aus, dass die Schäden durch das Hochwasser in der Landwirtschaft noch erheblich zunehmen werden. […]

Die durch die Überflutung ausgelösten finanziellen Schäden der Bauern schätzen die Fachleute des Bauernverbandes bereits jetzt auf 150 Mio. Euro, mit einem weiteren Schadenspotential von bis zu 250 Mio. Euro. Zuzüglich der verzeichneten und erwarteten Gebäudeschäden in der Landwirtschaft und Verluste in der Tierhaltung könnte der Gesamtschaden bis auf 345 Mio. Euro steigen. […]

Welche Auswirkungen hat das schlechte Wetter für die Landwirtschaft in Bayern?

Bayern: Flächen wohl lange nicht befahrbar

Dauerregen und Hochwasser haben auch in der bayerischen Land- und Forstwirtschaft erhebliche Schäden verursacht. Wie Landwirtschaftsminister Helmut Brunner mitteilte, standen bzw. stehen nach ersten Schätzungen landesweit rund 30 000 ha Ackerfläche komplett unter Wasser. Insgesamt sind mindestens 70 000 ha landwirtschaftliche Nutzfläche betroffen, darunter 40 000 ha Grünland, aber auch 2 500 ha Garten- und Dauerkulturen.

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Schlechtes Wetter für die Landwirtschaft
Foto von khuruzero / Freedigitalphotos.net

Der vorläufige Schaden für die betroffenen Landwirte wird vom Münchner Landwirtschaftsministerium auf 75 Mio. Euro geschätzt, wobei auch hier deutliche Korrekturen nach oben erwartet werden. „Entscheidend wird sein, wie schnell sich das Wasser in den nächsten Tagen von den landwirtschaftlichen Flächen zurückzieht“, erläuterte der Minister. Aber auch danach seien wohl viele Flächen auf Wochen hinaus nicht befahrbar und könnten damit nicht bewirtschaftet werden.

Erhebliche Schäden erwartet Brunner gerade bei empfindlichen Kulturen wie Kartoffeln oder Rüben. Aber auch Mais und Grünland sowie Sonderkulturen wie Spargel, Erdbeeren, Salat, Gurken und Zwiebeln seien durch die Überflutung stark geschädigt.

In der Zwischenzeit hat sich die Lage etwas stabilisiert. Nichtsdestotrotz benötigen und erwarten viele Landwirte entsprechende Unterstützung von der Regierung.

Finanzielle Ausfälle, Ernteausfälle und steigende Preise sind die direkten Auswirkungen dieser Naturkatastrophe. Heute spüren es die Landwirte, morgen die Konsumenten.

Die spannende Frage ist und bleibt:

Wie können sich Landwirte zukünftig besser gegen derartige Unwetter schützen?

Welche weiteren Konsequenzen hat das schlechte Wetter für die Landwirtschaft?

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