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Fendt Landtechnik auf Agra 2017

Landtechnik: Neues von AGCO, Case IH und Fendt

Neues aus der Welt der Landtechnik: AGCO übernimmt die Sparte Precision Planting LLC von der Monsanto-Tochter Climate Corporation. Case IH rüstet seine Maxxum-Baureihe mit einem neuen achtstufigen Lastschaltgetriebe ActiveDrive 8 aus und bei Challenger findet ein Re-Branding statt.

Bevor wir loslegen, hier noch ein kurzer Blick auf die neuesten Schlagzeilen aus unserer Branche. Das Thema „Diesel“ beschäftigt auch die Agrarwelt – so ganz ohne Skandale, kommen wir dann doch nicht davon.

1. EU-Schutzzölle für Biodiesel: Bleiben sie bestehen oder war’s das?

In Brüssel wird erneut über das Thema Importzölle u.a. auch für Biodiesel diskutiert. Sollten diese wegfallen, dann steht die deutsche und europäische Biodieselindustrie inkl. der Rapsanbauern vor großen Herausforderungen. Es drohen starke Absatzeinbrüche.

Die Gefahr kommt aus Argentinien und Indonesien. Ob die Anti-Dumping-Zölle der EU aufrecht erhalten bleiben, das werden wir sehen. Der Druck auf den europäischen Markt dürfte sich aufgrund der ab August 2017 von den USA eingeführten Anti-Dumping-Maßnahmen gegen argentinischen Biodiesel wesentlich erhöhen.

Sollte die EU-Kommission die Höhe der Zölle drastisch nach unten schrauben, dann gäbe es für die europäischen Anbieter kaum noch einen Außenschutz.

2. Fendt auf der Pole-Position bei Traktoren-Neuzulassungen

Im ersten Halbjahr 2017 wurden in Deutschland 14.280 Traktoren neu zugelassen. Den ersten Platz belegt Fendt mit 3.332 neu zugelassene Traktoren und erreicht damit einen Marktanteil von 23,3%.

John Deere belegte den zweiten Platz mit 2.726 Traktoren.

Quelle: VDMA

3. Cross-Compliance-Kontrollen und die neue Düngeverordnung

Die Behörden kontrollieren ab August die Einhaltung der neuen Regelungen.

Dabei gilt folgendes zu beachten:

  • Seit 2. Juni 2017 ist die neue Düngeverordnung in Kraft getreten
  • Ab 1. August 2017 tritt die neue Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen ein

Nun weist das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft darauf hin, dass die beiden Verordnungen auch auf Cross-Compliance eine Auswirkung haben.

Landtechnik und Neuheiten

Diejenigen unter uns die dachten, „jetzt kehrt endlich etwas Ruhe in unsere Branche ein“ – haben sich gewaltig geirrt.

Von wegen Ruhe. Das kennen wir Landwirte doch auch nicht. Warum soll es den „Goliaths“ unserer Branche nicht anders gehen?

Und prompt rüttelt und schüttelt die nächste Übernahme die Kalkulationen des Einen oder Anderen. Die Rede hierbei ist von der jüngsten AGCO-Übernahme im Bereich Precision Farming.

John Deere ist gescheitert. Jetzt versucht es die AGCO.

Deere & Company wollte bereits in 2015 den Deal mit der Monsanto-Tochter Climate Corporation LLC besiegeln, aber da hatte das US-amerikanische Justizministerium etwas dagegen. Die US-Behörden sagten 2016 nein und im Mai diesen Jahres, trat JD nach weiteren gescheiterten Verhandlungen zurück.

Jetzt kommt der Ball wieder ins Rollen, denn es gibt einen neuen Käufer am Horizont. Es handelt sich hierbei um den Multi-Brand Konzern AGCO. Beide Unternehmen gaben gestern bekannt, dass sie eine endgültige Vereinbarung unterzeichnet haben.

Ganz so überraschend kommt die Übernahme dann doch nicht, denn es gibt jede Menge Handlungsbedarf wenn es um die Präzisionslandwirtschaft geht. Führende Landtechnikhersteller die ihre Positionen und Marktanteile als Fullliner beibehalten wollen, müssen diese Investitionen rechtzeitig in die Zukunft tätigen. Lieber gestern und heute, als morgen.

Die Transaktion muss erst noch von den Behörden genehmigt werden.

Ab sofort 8 Lastschaltstufen für die Case IH Maxxum-Baureihe

Case IH’s Maxxum-Baureihe ist ab sofort mit einer zusätzlichen Getriebeoption ausgestattet: ActiveDrive 8  besteht aus acht Lastschaltstufen und ist mit jeweils 24 Vorwärts- und Rückwärtsgängen für alle Maxxum Multicontroller lieferbar.

Die Getriebepalette der Maxxum-Baureihe besteht fortan aus dem:

  • ActiveDrive 4, dem vierstufigen Lastschaltgetriebe mit jeweils 16 Vorwärts- und Rückwärtsgänge und einer Höchstgeschwindigkeit von 40 km/h
  • CVXDrive, dem stufenlosen Getriebe für die Modelle von 116 bis 145 PS und einer Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h
  • ActiveDrive 8, dem neuen achtstufigen Getriebe

Weitere Besonderheiten des neuen Getriebe:

  • Diese ist mit einer Schaltautomatik ausgestattet. Die Automatik kann durch die Betätigung des Kickdown-Pedals übersteuert werden.
  • Die Kupplung muss beim Schalten in den nächsten Gang nicht betätigt werden.
  • Lastschaltbare Wendeschaltung via Multicontroller-Bedienarmlehne mit Joystick.

Hier noch ein Blick auf die Ergebnisse eines aktuellen Praxistests vom Case IH Maxxum 145 CVX…

Quelle: top agrar, YouTube

Rebranding in der Landtechnik: Challenger-Raupen und -Spritzen laufen zukünftig unter der Marke Fendt

Zurück zu AGCO und seiner Marke Challenger

Jetzt ist es besiegelt: das Challenger-Team in der Vertriebsregion Europa und Mittlerer Osten wird in die AGCO-Marke Fendt integriert. Aus gelb wird grün und für Fendt ein weiterer Schritt in Richtung Fullliner. In den anderen AGCO-Regionen firmieren die Raupen und Spritzen weiterhin unter der Marke Challenger. 

Fendt-Vertriebspartner können in West- und Zentraleuropa bereits ab der Agritechnica 2017 die Raupen und Spritzen anbieten und verkaufen. Die Umstellung in Osteuropa findet ein Jahr später statt, zur Agrosalon 2018 (Moskau) bzw. Interagro 2018 (Kiew).

Hinzu kommt, dass die Produktion der Challenger-Produkte aus dem niederländischen Grubbenvorst nach Hohenmölsen verlagert wird. Die anderen Abteilungen, u.a. auch Forschung und Entwicklung, bleiben in Grubbenvorst.

Landtechnik aus einer Hand

Jeder der Großen verfolgt die Full-Liner-Strategie, das ist mittlerweile auch dem kleinsten Glied in der Kett klar geworden. Egal ob John Deere oder AGCO, die Fusionen, Übernahmen und strategische Kooperationen nehmen kein Ende.

Immer mehr in immer weniger Händen. Das ist Konzentration. Das verleiht Macht. Und genau diese Tendenzen werden auch bei uns in der Landwirtschaft immer ausgeprägter. Wir brauchen nicht mehr den Einzelhandel beschimpfen oder mißtrauisch auf die großen Pharmakonzerne und Banken blicken, denn in unserem „Metier“ ist es langsam auch nicht mehr ganz so ohne…

Was kommt als Nächstes? Wer übernimmt wen? Wie lauten Eure Tipps zur Zukunft der Landtechnik und Agrarbranche?

Landtechnik von Fendt AGCO auf agra

Die Fulliner-Strategie: AGCO übernimmt Grünfuttersparte von Lely

Das Programm „Route 66“ des AGCO-Konzerns ist kein Geheimnis. Mit der Übernahme der Grünfuttersparte von Lely führt AGCO, wozu u.a. auch Fendt, Valtra und Massey Ferguson gehören, sein Fulliner-Konzept unbeirrt weiter.

Gemäß dem Prinzip, „die Großen werden immer grösser“, kam die Nachricht zur Übernahme der Lely Agrartechnik durch AGCO für den einen oder anderen doch recht überraschend daher. Dabei ist Lely nicht die erste Firmenübernahme im Bereich Futtererntetechnik.

So gehört Fella seit März 2011 zum AGCO Markenportfolio. Die Fella Werke GmbH wurden in AGCO Feucht GmbH umfirmiert. Und was passierte nach der Integration ins Konzern? Das Futterernte-Programm von Fendt wurde weiterentwickelt.

Mit der Übernahme von Lely, will AGCO seine Futtererntetechnik-Sparte stärken. Da passt Europas führender Hersteller von Ballenpressen und Ladewagen natürlich hervorragend dazu.

„Die Integration der branchenweit führenden Kompetenz der Lely Heu- und Grünfuttererntetechnik wird das Full Line Angebot von AGCO weiter stärken“, so Martin Richenhagen, AGCO Chairman, President und CEO.

Quelle: Fendt

Noch befindet sich nichts in trockenen Tüchern. Die Übernahme muss erst behördlich genehmigt werden. Laut einer aktuellen Pressemitteilung von Fendt, erwartet AGCO, dass dies im vierten Quartal 2017 abgeschlossen sein wird.

Wie wird Lely in AGCO integriert? Was passiert mit den anderen Sparten von Lely?

Zuerst einmal Folgendes: Lely besteht aus viel mehr als nur Ladewagen und Ballenpressen.

Lely fokussiert sich zukünftig auf die Entwicklung von Robotertechnik und den Bereich Melk-, Fütterungs- und Stalltechnik. Dank seiner Kompetenz mit automatisierten Systemen hat Lely jetzt die Chance, die übriggebliebenen Ressourcen stärker zu bündeln und seine führende Position als Innovator im weltweiten Milchsektor weiter auszubauen.

Quelle: Lely North America

AGCO soll Presseberichten zufolge sein Ladewagen-Programm exlusiv der Marke Fendt zuordnen. Rundballenpressen, Wickler und Mähwerke sollen sowohl Fendt als auch Massey Ferguson zur Verfügung stehen. Die Marke Lely soll erstmals noch „am Leben“ bleiben.

Wie das letztendlich aussehen wird, das werden wir in den kommenden Monaten nach Genehmigung der Übernahme live erleben. Das wird sicherlich für ganz viel Gesprächsstoff auf der anstehenden Agritechnica 2017 sorgen.

Welche Auswirkungen hat die Übernahme auf die Arbeitsplätze bei Lely?

Bei Übernahmen werden oft die Würfel geschmissen und die Figuren auf dem Schachbrett neu sortiert. Im Falle der Lely-Übernahme soll jobtechnisch folgendes passieren:

  • Deutschland: Die deutschen Werke in Wolfenbüttel (Ballenpressen) und Waldstetten (Ladewagen) werden Eigentum der AGCO Corporation und die Mitarbeiter an diesen Standorten werden von der AGCO Corporation angestellt.
  • Niederlande: Die Produktion von Futtererntemaschinen in Maassluis (Mähwerke, Zettwender und Schwader) wird aufgrund der Überschneidung mit der AGCO-Produktpalette nach dem Verkauf reduziert und voraussichtlich zum 31. März 2018 eingestellt. Alle Mitarbeiter behalten ihre Anstellung bei Lely. Die Mehrheit (ca. 95%) der in der Produktion tätigen Mitarbeitern werden vorübergehend in die AGCO Corporation versetzt, um anschließend nach Lösungen für ihre Zukunft zu suchen.
  • International: Einige Mitarbeiter der internationalen Lely Support Organisationen (LSO) werden von der AGCO Corporation übernommen.

Quelle: Lely

Mehr Ressourcen für Grünland- und Erntetechnik

Die Turbulenzen an den Märkten, die Unruhen in der Politik und die niedrigen Erzeugerpreise wirken sich nicht nur auf die Großen der Agrarbranche aus. Die negativen Folgen machen sich insbesondere bei kleineren Unternehmen bemerkbar.

Und Lely gehört nunmal auch dazu.

So kam es, dass Lely seine Teilnahme an der EuroTier 2016 absagte. Ende 2016 verkündete das Unternehmen, seine Kipperproduktion in Waldstetten einzustellen. Heute die Übernahme durch ACGO.

Es geht weiter… Lely stellt neuen Tigo-Ladewagen MR 100 Profi vor

Übernahmen hin oder her; neue Produkte einführen und sich weiterentwickeln muss man trotzdem. Und so bekommt die Tigo-Ladewagenfamilie ein neues Mitglied.

Der große Bruder heisst Tigo MR 100 Profi und ist laut Hersteller der „größte Ladewagen seiner Klasse für die Heuernte“. Der Tandemwagen hat 50 m³ Ladevolumen, einen 1,80 m breiten Pick-up zur Futteraufnahmen und arbeitet mit der beweglichen, multifunktionalen Stirnwand.

Der Vorpressdruck lässt sich am Bedienterminal stufenlos einstellen und auf die Futterart abstimmen. Landwirte können zwischen einer 12 oder 17-Tonnen-Tandemachse mit Parabelfederung wählen.

Was sagt Ihr zur geplanten Übernahme? Werden alle bekannten Marken nur noch in der Hand von Wenigen sein? Welche Auswirkungen wird das Eurer Meinung nach auf uns „User“ haben?

Landtechnik von AGCO Fendt Agritechnica 2015

Landtechnik: AGCO mit Umsatzrückgang von 23,2%

So langsam veröffentlichen die einzelnen Landtechnikhersteller ihre Geschäftsberichte 2015. Die Zahlen rufen alles andere als Begeisterung hervor. Bei AGCO gehts gleich zweistellig zurück. Die Krise im Bereich Landtechnik trifft nicht nur den Platzhirschen John Deere, sondern auch AGCO…

Fendt, Massey-Ferguson, Challenger, Valtra, Fella, Laverda… das ist die Markenwelt von AGCO.

Der weltweit bekannte US-Landtechnikriese mit Sitz in Duluth, Georgia konnte trotz seiner gewaltigen Markenpower nichts gegen einen Umsatzrückgang in Höhe von 23,2% tun. Der Konzern schloss das Geschäftsjahr 2015 mit einem Umsatz von insgesamt 7,5 Mrd. US-Dollar.

Werfen wir doch einen Blick zurück auf November 2015 und damit auch auf die Agritechnica. Der Stand war bunt, die Fendt Fashion-Show noch bunter… nur die Zahlen waren damals schon nicht so bunt.

 

 

Hot News rund um Landwirtschaft, Landtechnik & Co.

Bevor wir uns die Geschäftszahlen 2015 von AGCO etwas detaillierter anschauen, lasst uns erst einen Blick auf die aktuellen Nachrichten werfen.

1. Der Streit um die Übernahme von Kaiser’s Tengelmann durch Edeka geht in die nächste Runde.

Rewe passt der Entschluss von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel das Bündnis KT-Edeka per Ministererlaubnis zu ermöglichen, überhaupt nicht. Die „Roten“ drohen jetzt mit einer Beschwerde beim Oberlandesgericht Düsseldorf.

Wie der Spiegel in einer aktuellen Pressemeldung berichtet, wäre eine Ministererlaubnis…

„unter den beabsichtigten Bedingungen „rechtswidrig und in einem Beschwerdeverfahren vom OLG Düsseldorf aufzuheben“, heißt es in dem Brief der Rewe-Anwälte an das Bundeswirtschaftsministerium.“

Die Übernahme darf nur dann stattfinden, wenn u.a. Edeka die rund 16.000 Kaisers-Arbeitsplätze für mindestens 5 Jahre sicher stellt und die Mitarbeiter durch verbindliche Tarifverträge abgesichert werden.

2. Klopf, Klopf, Klopf. In der Schweiz steht bereits der Nächste vor Syngenta’s Tür; dieses Mal sind es die Chinesen.

Der chinesische Chemikonzern ChemChina will das hinkriegen, was Monsanto und DuPont nicht hinbekommen haben – nämlich Syngenta zu übernehmen. Das Übernahmeangebot liegt bei 43 Milliarden USD. Die Aktionäre sollen 480 CHF pro Anteil plus eine Sonderdividende in Höhe von 5 CHF erhalten.

Die Transaktion soll bis Ende des Jahres abgeschlossen sein. Kommt das so zustande wie geplant, dann wäre dies der bisher größte chinesische Zukauf im Ausland. ChemChina mit Sitz in Peking ist das größte Chemieunternehmen Chinas.

Auch bei AGCO macht sich die Krise in der Landtechnikbranche bemerkbar

Der Gesamtumsatz 2015 von AGCO lag bei 7,5 Mrd. USD und damit 23,2% unter dem Umsatz im Jahr zuvor. Der Nettogewinn sank auf 264 Mio. USD. In 2014 waren es noch 404,2 Mio. USD.

Im vierten Quartal wurde ein Umsatz von 2 Mrd. USD erzielt. Das sind 21,2% weniger als in Q4/ 2014.

Wie sieht die Situation in den einzelnen Regionen aus?

Die negativen Zahlen ziehen sich durch alle Regionen hinweg. Es gab keine einzige Region die etwas von den Verlusten auffangen konnte.

  • Nordamerika: Erlöse lagen bei 1,965 Mrd. USD (18,6% weniger als in 2014)
  • Europa/Afrika/Nahost: Erlöse von 4,151 Mrd. USD (19,5% weniger als in 2014) => Wachstum in Frankreich und Türkei konnte die Verluste in Deutschland, Skandinavien und Afrika kompensieren
  • Südamerika: Erlöse von 949 Mio. USD (42,9% weniger als in 2014)
  • Asien/Pazifik: 402 Mio. USD (17,6% weniger als in 2014)

Die Ursachen für die schlechte Entwicklung sind auch bei AGCO die gleichen wie bei John Deere, nämlich ungünstige Wechselkurse und eine sinkende Nachfrage für Landmaschinen und Traktoren.

Entsperchend negativ sehen auch die Prognosen für das aktuelle Geschäftsjahr aus. AGCO rechnet in 2016 mit einem Gesamtumsatz von 7 Mrd. USD. Verschiedene Kostensenkungsmaßnahmen sollen dafür sorgen, dass die beiden oben aufgeführten Ursachen, so gut wie möglich in den Schach gehalten werden.

Landtechnik, Prognosen, Zukunft…

Sinkende Nachfrage, Russlandembargo, ungünstige Wechselkurse, politische Instabilität…

Solche und ähnliche Gründe für eine schlechte Performance gab es immer und wird es auch weiterhin geben.

Vieles kann man nicht beeinflussen (externe Faktoren), deshalb gilt es eher auf interne Prozesse zu schauen und hier rechtzeitig Optimierungen vorzunehmen. Damit meine ich nicht Arbeitskräfte entlassen, weil das wird sehr gerne von der Chefetage als Lösung Nummer #1 herangezogen. 

Wie wärs mit Innovationen? Wie wärs mit bewährte Systeme etablieren und Prozesse effektiv gestalten & steuern? Viele Wege führen nach Rom; man muss nur bereit sein nach anderen Wegen Aussicht zu halten und gegebenermaßen neue Wege zu schaffen. Die menschliche Kreativität darf nicht unterschätzt werden.

Was können Eurer Meinung nach die Großen und Kleinen der Landtechnik – Branche gegen die aktuelle Umsatzkrise tun?

 

Landtechnik Massey Ferguson Fendt agra 2015

Landtechnik: Massey Ferguson MF 5700 SL, Fendt Elektro-Schwader

Während sich auf den Wiesn in München wieder X-Millionen Gäste die Kante geben, bastelt die Landtechnik-Industrie an brandneuen Konzepten und Technologien.

In weniger als zwei Monaten heisst es nämlich: Herzlich Willkommen auf der Agritechnica 2015.

… Und wie wir bereits wissen, lässt sich hier die neugierige Kundschaft aus dem In- und Ausland mit Bier und Würstel weniger begeistern als auf dem Oktoberfest. (Das soll jetzt bitte nicht heissen, dass wir Landwirte nicht wissen wie man richtig feiert… ).

Zurück zum Thema…

In dem heutigen Artikel widme ich mich der komplett überarbeiteten Allrounder-Baureihe von Massey Ferguson. Es heisst, die Neuerungen sollen die Effizienz steigern und die Betriebskosten senken. Des Weiteren berichte ich noch von Fendt’s neuer Grünfuttertechnik, die zwar erst zur Saison 2017 gelauncht wird, welches wir jedoch bereits in wenigen Wochen auf der Messe in Hannover zu sehen bekommen werden.

Moderne Landtechnik von Massey Ferguson

Starten wir unsere heutige Reise mit den Neuheiten aus dem Hause Massey Ferguson.

Die größeren Schlepper der Serie 5600 sollen bald durch vier neue Modelle ersetzt werden. Die Vierzylindermodelle wurden aufgrund der strengeren EU-Abgasnorm komplett überarbeitet und weiterentwickelt.

„Mit unseren neuen Traktoren der Baureihe MF 5700 SL bauen wir auf dem Erfolgskonzept der MF 5600er auf. (…) Gleichzeitig hat MF seine Lösung, um den strengsten Abgasnormen von Tier 4 final gerecht zu werden, auf elegante Weise verfeinert.“ – Campbell Scott, Director, Marketing Services Massey Ferguson

Bevor wir uns auf die technischen Details stürzen, hier noch ein kurzer Videobeitrag der Redaktion Agrartechnik. Die Testredakteure haben sich den MF 5600 Traktor näher angeschaut und mussten dabei folgendes feststellen…

MF 5700 SL: Vier neue Modelle

Die vier neuen Grundmodelle haben Motoren von Agco Power mit 4,4 LT Hubraum und entsprechen den Abgasvorschriften von Tier 4 final.

  • Modell 5710 SL mit 74 kW Maximalleistung ersetzt das kleinste Modell MF 5610
  • MF 5711 SL mit 81 kW Maximalleistung ersetzt Typ MF 5611
  • MF 5712 SL mit 88 kW Maximalleistung ersetzt Typ MF 5612
  • MF 5713 SL mit einer Maximalleistung von 96 kW ersetzt das Modell MF 5613

Weitere Merkmale des MF 5700 SL im Überblick:

  • 4-Zylindermotoren
  • „All-In-One“ SCR-System mit Diesel-Oxidations-Katalysator (DOC) => ist wartungsfrei!
  • 2 Getriebe-Versionen stehen zur Auswahl: Dyna-4 (16/16) oder Dyna-6 (24/24)
  • Leistungsstarke Hydraulik-Systeme: CCLS mit 110 l/min oder Open Center High Flow 100 l/min
  • Vorderachsfederung wurde neu entwickelt
  • Frontladervorbereitungs ab Werk
  • Radstand von 2.55 m
  • Leergewicht von ca. 48 Tonnen
  • elektronisch geregelter Wastegate-Turbolader
  • neue CommonRail-Einspritzung

MF rüstet sich für die Saison 2016 strategisch aus.

Erst wurden zwei neue Mähdrescher präsentiert, der MF 7340 Activa mit 4-Zylindern und der MF 7344 Activa mit 6-Zylindern, dann ging es an die komplette Überarbeitung der Traktorenserie 5600 und zuletzt noch die Meldung zur Weiterentwicklung der Marke zum weltweiten Full-Liner.

MF wird auf der Agritechnica sein Programm zur Grünfutterernte für den europäischen Markt vorstellen. Der Konzern AGCO gibt auf jeden Fall Gas und pusht seine Marken wie es nur geht.

Agrarbetrieb Geschenk Landwirte 05

Landtechnik von Fendt: Auf dem Weg zum Full-Liner…

Bleiben wir doch bei AGCO und werfen den Blick auf seine führende Marke Fendt.

Alle Augen richten sich auf die Hauptmarke Fendt. Diese soll ein Komplettanbieter werden und Mutterkonzern setzt tatsächlich alles dran, um dies bald Realität werden zu lassen.

1x GOLD und 4x SILBER, so lautet die Entscheidung der unabhängigen Agritechnica-Expertenkommission.

Dem nicht genug. Jetzt heisst es, auf in die Grünfuttertechnik mit Hilfe von Fella Schwader, Wender und Mähwerke. Zum Hintergrund: Fella gehört ebenfalls zur AGCO-Gruppe.

Die Futtererntemaschinen soll es erst zur Saison 2017 geben; wer jedoch zur Agritechnica nach Hannover kommt, kriegt die Neuheiten auf dem Fendt-Stand zu sehen.

Futtererntetechnik von Fendt

Zum Programm gehören folgende Maschinen:

  • Fendt Cutter Trommelmähwerk: 2,20-3,26 m Arbeitsbreite, 2-4 Mähtrommeln
  • Fendt Slicer Scheibenmähwerk: 1,66-9,30 m Arbeitsbreite
  • Fendt Former Kreiselschwader: 3,40 – 12,50 m Arbeitsbreite, 1-4 Kreisel
  • Fendt Twister Heuwender: 4 – 17,5 m Arbeitsbreite, 4-14 Kreisel

DLG-Silber für den elektrischen Schwader Fendt Former 12555 X

Die Auszeichnung gilt für das Herzstück des Kreiselschwaders Fendt Former 12555 X. Diese wird von einem elektrischem Integralantrieb angetrieben, bei dem „der Elektromotor direkt in die Schwaderglocke integriert ist“.

Der Schwader wird laut Fendt über eine Agricultural Industry Electronics Foundation / AEF-spezifizierte 770 V-Gleichspannungsschnittstelle mit Elektrizität versorgt.

Der grosse Vorteil des E-Schwaders: elektrische Antriebe sind gegenüber mechanischen Geräten umweltfreundlicher.

AGCO gibt Gas…

Komplettanbieter bzw. Full-Liner… und das bezieht sich sowohl auf die Konzernperle Fendt, als auch auf die Marke Massey-Ferguson.

Ich bin sehr gespannt, wie die Reaktionen von John Deere & Co. auf diese „Markteroberung“ lauten werden.

Bis dahin gilt, Landtechnik in vollen Zügen geniessen. Auf der Agritechnica-Webseite freut man sich bereits auf den Countdown…

Welche Landtechnik-Neuheiten wollt Ihr Euch auf der Agritechnica auf keinen Fall entgehen lassen?

Landmaschinen für Landwirte Bild von xedos4 / FreeDigitalPhotos.net

Neues für Landwirte: Massey Ferguson, Husqvarna, Dubex

Für alle innovationsbegeisterte Landwirte und Landtechnikfans gibts diese Woche Neues von den drei Herstellern Massey Ferguson, Husqvarna und Dubex. Der Erste steigert seine Produktivität um 20%, der Zweite feiert sein 325-jähriges Jubiläum und der Dritte im Bunde hat die variable Gestängegeometrie neu im Sortiment.

Unterschiedlicher und vielfältiger könnten die Themen mit denen wir uns diese Woche auseinandersetzen nicht sein. Jedes Mal wenn ich über Landmaschinen und High-tech im Bereich Landwirtschaft berichte, erhalte ich viele positive Rückmeldungen auf den sozialen Plattformen.

Falls Sie noch kein Facebook-Fan von Agrarbetrieb sind, dann lade ich Sie ganz herzlich ein, Teil unserer innovationsbegeisterten Community zu werden.

  • Was bewegt den modernen Landwirt?
  • Welche Neuheiten gibt es in der Agrarwelt und worauf sollte ich als Landwirt achten?
  • Wo gibts interessante Veranstaltungen aus unserer Branche?
  • Was machen unsere Kollegen in den USA, Australien, Asien etc.?
  • Welche Technologien und Verfahren würden uns in Europa ebenfalls weiterhelfen?

Das und vieles mehr erfahren Sie auf der Facebook Fanpage.

DEIN GESCHENK VON AGRARBETRIEB: Startpaket für innovative Landwirte

Top Neuheiten für Landwirte

#1. Massey Ferguson steigert Produktivität um 20%

Der Landtechnikkonzern AGCO hat seine ehrgeizigen Optimierungsziele bei der französischen Tochtergesellschaft Massey Ferguson übetroffen, so das Unternehmen. Das Ziel der Optimierung bestand in der Erhöhung der Produktivität um 20% und die Verringerung des Flächenbedarfs um 25%. In Frankreich befindet sich der größte ACGO-Produktionsstandort Europas sowie die größte Traktorenfertigungsanlage Frankreichs.

Die Steigerung der Produktionseffizienz in Beauvais erfolgte entsprechend des Line-Back-Verfahrens. Im Rahmen dieser Optimierungsmethode wird die Wertschöpfungskette rückwärtsgehend, d.h. angefangen in der Montage bis hin zum Endlieferanten analysiert und verbessert. Entsprechende Ansätze sollen für die langfristige Sicherung des Erfolges sorgen.

Massey Ferguson Roadshow 2013

World Experience Tour 2.0 für Landwirte

#2. Der schwedische Husqvarna-Konzern feierte sein 325-jähriges Jubiläum

Der schwedische Konzern Husqvarna wurde 1689 als Hammerschmiede gegründet. Im Laufe der letzten 325 Jahren hat das Unternehmen sein Angebotsportfolio komplett verändert. Von Waffentechnik über Haushaltsgeräte, Öfen, Motorräder bis hin zu Gartenutensilien — der Fokus lag immer auf die Herstellung von hochwertigen Produkten, die dem Anwender den bestmöglichen Nutzen anbieten, so Kai Wärn, Präsident und CEO Husqvarna Group.

Heute legen die Stockholmer ihre Energie in die Entwicklung autarker, autonomer und umweltfreundlicher Technik für Wald und Garten. An dieser Stelle soll noch erwähnt werden, dass die Marke Gardena ebenfalls Teil des Husqvarna-Konzerns ist.

#3. Feldspritzenspezialist Dubex setzt auf variable Gestängegeometrie

Landmaschinen für Landwirte Bild von xedos4 / FreeDigitalPhotos.net

Landmaschinen für Landwirte
Bild von xedos4 / FreeDigitalPhotos.net

Der holländische Hersteller Dubex hat sein Sortiment um eine variable Gestängegeometrie ausgeweitet. Diese soll mit Hilfe seiner 4 Sensoren eine optimale Anpassung der bis zu 48m breiten Gestänge ermöglichen. Eine Besonderheit der Maschine liegt in dem Modus „Anwinkelung“. Das mittig geteilte Spritzgestänge passt sich automatisch der Geländekontur an und ermöglicht dadurch eine bodennahe Ausbringung.

Weitere Vorteile der neuen Dubex-Spritze für Landwirte

Die automatische Anpassung entlastet den Fahrer und gewährleistet eine höhere Flächenleistung.

Haben Sie Dubex-Pflanzenschutzgeräte im Einsatz? Und wie siehts mit Massey Ferguson Traktoren, Mähdreschern oder Ballenpressen aus?

Empfehlenswerte Landmaschinen für Landwirte: Wie lautet Ihr Urteil?