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Tomaten-Landwirtschaft-Wittenberg

Tomaten aus Wittenberg – nicht einfach nur Tomaten

Tomaten, eine Massenproduktion ohne Gesicht, oder? Die Geschichte des größten Gewächshauses in Deutschland zeigt, wie es auch anders geht.

Bei Tomaten denken die meisten sicherlich sofort an die Niederlanden mit ihren riesigen Anlagen, in denen Gemüse “rund um die Uhr” produziert wird.

Aber auch in Deutschland wird Gemüse in Gewächshäusern produziert. Zugegeben, wahrscheinlich nicht ganz vergleichbar. 

In Sachsen-Anhalt zeigt sich jedoch, wie es auch in Deutschland funktionieren kann. 

Hier in Wittenberg, befindet sich die größte, geschlossene Gewächshausanlage Deutschlands.

Das kühne Projekt zeigt, wie eine Idee erfolgreich umgesetzt werden kann und neue Wege in der deutschen Landwirtschaft gegangen werden können. 

Tomaten aus Wittenberg – Einzigartigkeit statt Masse

300 x 500 Meter misst die Anlage, die das erste Gewächshaus des kühnen Projekts gilt. Betreiber der Riesengewächshauses ist die Wittenberg Gemüse GmbH.

2013 wurden 600.000 Tomatenpflanzen wuchsen auf ca. 15 Hektar in bis zu 4 Metern Höhe.

Dies war nur die erste Bauphase des Projektes, dass zum größten Gewächshaus Deutschlands werden sollte. Geplant ist der Ausbau mit einer Anbaufläche von 45 Hektar.

Dann folgen auch Gurken und Paprika im Anbau. 

Aber Massenproduktion ohne Namen ist hier fehl am Platz. Das Projekt ist gut durchdacht und zeigt, wie ein erfolgreiches Business aufgebaut werden.

Von der Idee bis zum Bau der Anlage über der Vermarktung der Tomate, nichts wurde dem Zufall überlassen.

Deshalb lasst uns einfach auf die Faktoren schauen, die zum Erfolg dieses gigantischen Projekts geführt hat. 

(Quelle: Mitteldeutsche Zeitung, Wittenberger Sonntag, Zeit Online, Leipziger Volkszeitung)

Spezialisiertes Wissen der Branche

Zunächst konnten drei Investoren mit viel Erfahrung im Gemüseanbau in Gewächshäusern gewonnen werden.

Ihr ahnt es, es wurden 3 niederländische Investoren begeistert.

Ein wirklich gut durchdachter Schritt. Die Investoren waren bereits auf der Suche, nach Möglichkeiten in Deutschland zu produzieren.

Um die Geschäftsidee in ein erfolgreiches Business zu verwandeln, wurde somit von Anfang an eine strategisch gut durchdachte Partnerschaft eingegangen.

Mit den notwendigen Finanzen und vor allem auch Know-How ausgestattet, konnte der Bau der Anlage beginnen.

Gezieltes und Strategisches Vorgehen bei der Umsetzung

Ein Projekt dieser Größenordnung sollte gut durchdacht sein. 

Aber dennoch lasst uns auf einige Aspekte schauen, die Euch zeigen, wie durchdacht der Bau der Anlage war. 

Das genau in Wittenberg Tomaten produziert werden, ist kein Zufall.

Als Standort wurde Wittenberg mit seinen optimalen Bedingungen gewählt, die Ideal für den Anbau der Tomate im großen Stil ist.

“Hier ist alles beisammen. Wärme, sauberes Kohlendioxid, eine riesige freie Fläche und die Lage zwischen mehreren großen Städten, so Helmut Rehhahn, Geschäftsführer der Unternehmensberatung Management GmbH Magdeburg.

Er war als Projektmanager bei der Umsetzung der Idee zu einem erfolgreichen Business dabei.

Nicht nur bei den Investoren wurde auf strategische gute Partnerschaften geachtet. Die Anlage wurde in der Nähe der Kraftwerkriesen SKW Stickstoffwerke Piesteritz gebaut.

Bei der Produktion im Kraftwerk fallen Wärme und Stickstoff an. Über eine 500 Meter lange Pipeline gelangen beide zur Tomate und sorgen für deren gutes Wachstum.

Für beide Unternehmen eine Win-Win-Situation.

Auch wurden die örtlichen Entscheidungsträger, etwa die Stadt Wittenberg mit an Bord geholt.

Die Standortwahl richtete sich jedoch nicht nur noch den Produktionsvorgaben. Die Lage ist ebenso wichtig für die Distribution und Vermarktung.

Wie wir im nächsten Punkt sehen werden, es lag auch hierfür ein solides Konzept zugrunde. 

Stellt sich noch die Frage, warum es ausgerechnet Tomaten geworden ist. 

Sie wurden ausgewählt, weil die Tomatewächst gut und erzielt relative hohe Preise”, so Rehhahn.

Eine Produkterweiterung, etwa der Anbau von Paprika, war von Beginn an nicht ausgeschlossen. Aber zunächst wurde gezielt die Tomate produziert.

Ein Schritt nach dem anderen. Jeder sehr gut durchdacht und mit den vor- und nachgelagerten Prozessen abgestimmt. 

Nicht einfach nur Tomaten – Eine clevere Vermarktung

Wie hebt sich ein Gewächshaus in Deutschland von der Konkurrenz aus den Niederlanden ab?

In dem es sich eine sogenannte Unique Selling Proposition schafft, abgekürzt ein sogenannter USP.

Das habt Ihr bestimmt schon mal gehört, auf was heißt es eigentlich?

Auf gut Deutsch heißt es Alleinstellungsmerkmal. Das sind so die Begrifflichkeiten, aber aussagen tun sie nicht viel, oder?

Deshalb einfach gesprochen, ein USP drückt aus, wofür Eure Landwirtschaft steht.

Ein Unternehmen kann nicht Alles für Alle sein. Es wird klang- und sanglos im großen Ozean der Konkurrenz untergehen.

Erfolgreiche Unternehmen wissen wofür sie stehen und für wenn genau sie da sind.

Unique – das heißt einzigartig.

Und davon verstehen die Wittenberger etwas. Sie produzieren nicht eine Tomate.

Sie produzieren die Luther-Tomate.

Der USP der Wittenberger Gemüse GmbH sagt alles aus: “Die Luther Tomate – Tomaten mit Geschmack”.

Den Namen “Luther-Tomate” haben sich die Wittenberger auch schützen lassen.

Regionalität und Geschmack

Gemüse aus Wittenberg, von der Region, für die Region.

Die Tomate ist stark mit der Region verbunden. Heimische, regional produzierte Produkte sind für Käufer in Deutschland ein wichtiges Merkmal.

Etwas, was eine niederländische Tomate nicht bieten.

Die Wittenberger legen Wert auf die Anbindung an die Region und auch auf eine nachhaltige Produktion.

Angebaut wird in Töpfen mit Kokosfasern. Diese sind leicht kompostierbar.

Die hauseigenen Hummeln sorgen für eine optimale Bestäubung, d.h. der Anbau erfolgt ohne Pflanzenschutzmittel.

Das Unternehmen schafft Arbeitsplätze in der Region und arbeitet mit Unternehmen der Region zusammen.

Im USP ist jedoch noch ein zweiter Punkt herausgestellt: der Geschmack.

Frisches Gemüse, reif geerntet und mit viel Geschmack, wenn es verkauft wird, weil es muss nicht erst lange Transportwege hinter sich legen.

Das Konzept ist tatsächlich einzigartig in Deutschland: im Werksverkauf kann sich jeder seine Tomate direkt abholen. Dort wo produziert wird, wird verkauft.

Dort wo angebaut wird, wird auch der Versand abgefertigt. So kann auch individuell verpackt werden, ganz nach Kundenwunsch.

„Die Luther-Tomate – Tomaten mit Geschmack“ – ein wirklich starker USP, der heraussticht und sagt, wofür das Unternehmen steht. 

Wie steht es eigentlich um Euren USP? Was macht Eure Landwirtschaft so einzigartig? Wofür steht Ihr?

Übrigens, der Werksverkauf der Wittenberger Gemüse GmbH ist noch bis zum 17. November geöffnet.

Dann endet für dieses Jahr die Saison der Luther-Tomate.

Geht nochmal die Punkte diese Erfolgsgeschichte durch. Das größte geschlossene Gewächshaus Deutschlands ist mit Sicherheit kein kleines Projekt.

Es war auch nur eine Idee, die vor einigen Jahren im Kopf von jemanden entstanden ist, der den Mut hatte, dieser Idee nachzugehen.

Die Umsetzung erfolgte nicht durch diese einzelne Person. Es war nicht notwendig, dass sie das notwendige Wissen hatte oder die finanziellen Ressourcen. 

Ihr seht, es lassen sich Wege finden, egal wie groß das Projekt.

Sicherlich habt Ihr auch noch die eine oder andere Idee für Eure Landwirtschaft. Wie könntet Ihr diese Idee umsetzen?

AgTech-Landwirtschaft-Digitalisierung

AgTech – Fluch oder Segen für Jobs in der Landwirtschaft?

Die Digitalisierung und Automatisierung in der Landwirtschaft wird immer ausgefeilter. Der AgTech-Sektor ist definitiv auf dem Vormarsch. Aber ist er ein Fluch oder Segen für landwirtschaftliche Jobs?

Smart Farming, Landwirtschaft 4.0, Precision Farming, … die Landwirtschaft der Zukunft setzt auf High-Tech und Digitalisierung.

Auf der einen Seite ist es ein Segen. Die neuen Technologien ermöglichen ein landwirtschaftliches Arbeiten, wie es nie zuvor möglich war.

Die Maschinen übernehmen mehr und mehr das “Denken”, können einschätzen, welche Aktion jetzt am besten ausgeführt wird, um das optimale Wachstam der Pflanzen oder auch Tiere zu gewährleisten.

Individuell, schnell, resourcenschonend, präzise, … – wieso sollte High Tech in der Landwirtschaft ein Fluch sein?

Weil die Technologie menschliche Arbeitskraft ersetzt. Wozu benötigt man noch den Landwirt, wenn die Maschine quasi einen besseren Job macht? 

Kostet Smart Farming uns die Jobs? Bevor wir jedoch zur Beantwortung dieser Frage kommen, lasst uns kurz noch auf eine aktuelle Stellungnahme der WHO schauen:

Antibiotikaeinsatz in vielen Ländern zu hoch

Am Dienstag hat sich die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu dem Antibiotika-Einsatz im Human- und Tierbereich geäußert.

Sie hat vor allem vor einer zu häufigen und sorglosen Verwendung von Antibiotika in vielen Ländern gewarnt.

So gibt es Länder, in denen bis zu 80 Prozent des landesweiten Antibiotika-Verbrauchs in den Ställen eingesetzt wird. 

Vor allem warnt die WHO vor dem Einsatz von Antibiotika um das Wachstum von gesunden Tieren zu fördern oder die Verabreichung der Medikamente ohne eine Diagnose vorab zu erstellen. 

Die Überdosierung bzw. den Missbrauch von Antibiotika in Tieren und Menschen trägt laut WHO zur wachsenden Antibiotika-Resistenz bei. 

„Ein Mangel an wirksamen Antibiotika ist eine ähnlich große Gefahr wie der plötzliche Ausbruch einer tödlichen Krankheit“, sagte Dr. Tedros Adhanom Ghenreyesus, Generaldirektor der WHO.

Laut WHO steige weltweit, aufgrund der steigenden Nachfrage nach tierischen Produkten, der Einsatz von Antibiotika. 

Gleichzeit gibt es aber auch Länder, die den Einsatz reduzieren. So wird die Europäische Union genannt, die bereits seit 2006 Antibiotika zur Wachstumsförderung verbietet. 

Der Deutsche Bauernverband sieht sich in seiner Strategie, den Einsatz von Antiobiotika zu Minimieren, bestätigt. 

Generell hat sich der Antibiotika-Einsatz in Deutschland stark reduziert. So wurden seit 2011 fast 60 Prozent weniger Antibiotika an Tierärzte abgegeben. 

Der Trend zur Reduzierung ist auch aus dem QS-Antibiotikamonitoring deutlich erkennbar. Dieses wirtschaftsgetragene Monitoring zeigt auf, wieviel Antibiotika bei Geflügel, Schweinen und Mastkälbern eingesetzt wird. 

Auch der Einsatz für Wirkstoffe, die zur Therapie bei Menschen eingesetzt werden, hat sich signifikant reduziert. Gegenüber dem Vorjahr wurden 20,2 Prozent weniger eingesetzt. Bei weniger als 1,1 Prozent machten davon kritische Antibiotika aus. 

(Quelle: Deutscher Bauernverband)

Aber nun zur spannenden Frage – kostet uns die AgTech-Branche Jobs?

AgTech – die innovative Branche boomt

Der Suchmaschinenbetreiber Joblift, hat den Stellenmarkt der Agrarwirtschaft der letzten 24 Monate ausgewertet.

Bereits 4 Prozent der Stellenausschreibungen konnten AgTech – Unternehmen zugeordnet werden. 

Und – trotz zunehmender Automisierung wurden in diesem Jahr gegenüber dem Vorjahr 20 Prozent mehr Stellenanzeigen veröffentlicht. 

Die Wachstumstrends sind für die einzelnen Bundesländer jedoch unterschiedlich verteilt. Die folgenden Bundesländer konnten den größten Teil der Stellenausschreibungen für sich verbuchen:

  • Niedersachsen: 14 Prozent
  • Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Bayern: 10 Prozent
  • Schleswig-Holstein: 7 Prozent

Einen kleinen Dämpfer gibt es in den Wachstumszahlen: die Auswertung zeigt auf, dass die befristeten Stellen in 2017 abgenommen haben.

Die Arbeit fällt in der Landwirtschaft saisonal an, so dass die folgende Verteilung durchaus typisch für den Sektor ist:

  • 20 Prozent der Stellenausschreibungen sind Teilzeitstellen
  • 18 Prozent der Stellenausschreibungen sind unbefristete Arbeitsverhältnisse

Allerdings: haben sich in 2017 gegenüber 2016 – trotz wachsendem Agrar-Arbeitsmarkt – die Angebote für befristete Stellen verringert.

So wurden in 2017 gegenüber dem Vorjahr bisher 1.587 mehr Stellen ausgeschrieben, aber zugleich 1.122 weniger befristete Stellen veröffentlicht. 

Für die vergangenen 2 Jahre wurde insgesamt 19.405 Stellen ausgeschrieben.

Rund um den landwirtschaftlichen High-Tech, sprich um agricultural technology (AgTech), ging es bei 4 Prozent der Stellenausschreibungen in den letzten 24 Monaten.

Klingt erstmal vielleicht noch nicht wirklich viel, allerdings:

Der gesamtdeutsche Stellenmarkt als auch die konventionelle Landwirtschaft wuchsen durchschnittlich um die 3 Prozent pro Monat.

Der AgTech-Sektor konnte einen durchschnittlichen Anstieg von freien Stellen um die 12 Prozent pro Monat verzeichnet.

Dies bedeutet, dass die AgTech-Branche boomt. Sie wächst viermal so schnell wie der konventionelle Agrarsektor. 

Agrarinnovationen finden in Konzernen statt

Die Auswertung von Joblift zeigt auch auf, dass sich der innovative Agrarsektor anders als andere Wirtschaftszweige entwickelt. 

Üblicherweise werden Innovationen eher von Startups entwickelt. In der AgTech-Branche werden jedoch nur 11 Prozent der Stellen von Unternehmen mit weniger als 50 Mitarbeiter ausgeschrieben. 

Stattdessen werden Agrartechnologien, wenn man die Stellenausschreiben betrachtet, von Konzernen angeführt. 

Ein Drittel der offenen Stellen wurde von Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeiter angeführt. An der Spitze stehen: 

  • Bayer AG: 7 Prozent der offenen Stellen
  • Robert Bosch GmbH: 5 Prozent der offenen Stellen
  • BayWa AG: 2 Prozent der offenen Stellen

Stellt sich noch die Frage, welche Bereiche besonders gesucht werden. Die AgTech-Branche schreibt vor allem in drei Gebieten aus: 

  • Biomaterials and Food Processing (biochemische Weiterentwicklung von Lebensmitteln sowie deren Qualität und Sicherheit): 19 Prozent der offenen Stellen
  • Smart Farming: Entwicklung von
    • Hardware in Form von Drohnen: 16 Prozent der offenen Stellen;
    • Robotern: 7 Prozent der offenen Stellen
    • Software für Sensor- und Messtechnik, Bilderkennung oder Machine-to-Machine Kommunikation: 16 Prozent der offenen Stellen
  • Crop Science und Soil Tech (Düngermanagement, biologische Inputfaktoren und Behandlung von Saatgut und Böden): 15 Prozent der offenen Stellen

Wer unter Euch mehr wissen möchte zu Berufs- und Karrierechancen in der Landwirtschaft, der sollte auf der Agritechnica 2017 in Halle 21 vorbeischauen. 

Hier gibt es für Euch ein breites Angebot im Bereich Campus & Career.  Der 16. November 2017 ist der Young Farmers Day auf der Agritechnica. 

Hier wird insbesondere für Junglandwirte und Nachwuchskräfte den ganzen Tag ein Fachprogramm mit Fragen zu „Berufseinstieg, Karriere und Gehälter“ geboten. 

Digitalisierung und Automatisierung ändern das Berufsfeld des Landwirt. 

Aber was meint Ihr: wie wird die berufliche Zukunft von Landwirten aussehen? 

Halloween-Landwirtschaft-Kürbis

Haltet etwas Süsses bereit – es ist Halloween

Es ist Halloween! Früher kannte man es nur aus amerikanischen Filmen, aber immer mehr breitet sich der Brauch auch in Deutschland aus.

Mittlerweile werden auch überall in Deutschland schaurige und schöne gruselige Partys gefeiert.

Kinder ziehen verkleidet um die Häuser und fragen nach „Süsses oder Saures“.

Ob im Supermarkt oder in der Lieblingsbar – überall wird für Grusel derzeit gesorgt. Man kommt um Halloween einfach nicht mehr vorbei.

Halloween – vom Druidenkult zum römisch-katholischen Fest

Ursprünglich stammt der Brauch aus Irland. Das Fest geht nach der Encyclopedia Britannica auf ein Fest der Druiden im alten Gallien und Britannien zurück.

Vor über 2.000 Jahren feierten die Kelten dort das Fest „Samhain“. Mit dem Fest wurde Abschied vom Sommer genommen und der Winter begrüsst.

Das Fest fand seit eher am 31. Oktober statt. Dies war in keltischer und angelsächsischer Zeit die Neujahrsnacht. Mit riesigen Feuern auf Bergkuppen sollten auch böse Geister vertrieben werden.

Es wurden große Feuer entzündet. Diese sollten auch den Seelen der Verstorbenen, die als Geister in dieser Nacht auf die Erde zurückkehrten, den Weg zu ihrem ehemaligen zu Hause führen.

Die Geister, die ihren Weg nicht mehr finden konnten, trieben ihr Unwesen in dieser Nacht, erschreckten die Menschen mit ihrem Spuk.

Das Fest, dass immer in der Nacht vor Allerheiligen stattfindet, etabliert sich seit den 90ern immer mehr in Deutschland.

Hier zeigt sich, dass – auch wenn Halloween ein neumodischer Trend aus den USA zu sein scheint – der Grundgedanke und die Wurzeln auch in unserer Kultur verankert sind.

Ein heidnisches Fest, das in Frühzeiten des Christentums assimiliert wurde. „Hallow“ bedeutet übrigens soviel wie „etwas für heilig erachten“ und „heilig machen“.

Auch nach der Christianisierung Britanniens erfreute sich das Fest großer Beliebtheit. Deshalb wurde es letztendlich von der christlichen Kirche in Britannien übernommen.

Allerheiligen, das bis Ende des achten Jahrhunderts noch am 13. Mai gefeiert wurde, wurde schließlich auf den 01. November gelegt.

Dieser Brauch verbreitete sich von Britannien schließlich auf andere Länder aus, weshalb Allerheiligen auch vom Papst in Rom Anfang des neunten Jahrhunderts offiziell vom 13. Mai auf den 01. November verlegt wurde.

Insbesondere in Irland blieben die alten Bräuche zur Nacht am 31. Oktober erhalten. Mit den Hungersnöten in Irland im 19. Jahrhundert, suchten viele Iren eine neue Heimat in Amerika und prägten die neue Welt mit ihren Bräuchen.

Heute ist Halloween von seinen ursprünglichen druidischen bzw. auch religiösen Wurzeln getrennt und ein eher kommerzielles Fest, das für die jüngere Generation in Deutschland einfach dazugehört.

Von regionaler Besonderheit zur globalen Kultur

Ich weiß nicht, wie es Euch geht, aber ich finde die Geschichte von Halloween schon faszinierend. Wir leben in einer Zeit, in der technische Innovationen, die es nie zuvor gab, unser Leben komplett auf den Kopf stellen.

Und gleichzeitig schleicht sich ein jahrtausende alter Brauch in unser Leben und verändert ebenso innerhalb weniger Jahre unsere Wirtschaft und Gesellschaft.

Halloween ist nicht das einzige Fest, dass weltweit auf Eroberungszug geht. Auch in Asien wird mittlerweile Weihnachten gefeiert, wenn auch mit anderen Nuancen.

Ebenso ist das Oktoberfest nicht mehr nur ein bayerisches Phänomen.

Diese und auch andere Beispiele zeigen beeindruckend, wie sich Trends und frühere regionale, kulturelle Bräuche global vereinheitlichen.

Auch wer kein Halloween-Fan ist, tut sich gut daran, diese Trends im Auge zu behalten. Den letztendlich bietet sie jede Menge wirtschaftliche Möglichkeiten.

In Deutschland etwa nutzen mehr Landwirte die steigende Nachfrage nach Kürbissen, angekurbelt durch Halloween, aus.

Kürbisse erobern Deutschland

Zwar gehören Geister, Gespenster und andere untote Gestalten zum Halloween. Aber die erste Assoziation ist wohl der Kürbis.

Zwar sind Kürbisse zur Herbstzeit in der Küche beliebt, aber durch Halloween haben Kürbisse sicherlich nochmals einen Aufwind erlebt.

Mit lustig oder schaurig geschnitzten Gesichtern gehören sie zur Halloween-Dekoration einfach dazu.

Laut Zahlen der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) hat sich der Kürbisanbau in Deutschland in den letzten Jahren gut erhöht:

Von 2012 bis 2016 hat sich die Anbaufläche um rund ein Drittel auf 4000 Hektar erhöht. Von 2006 bis 2016 hat sich der Ernteertrag verdoppelt.

Von den rund 2100 Landwirten, die Kürbis anbauen wurden 90 000 Tonnen produziert. Dennoch spielt der Kürbis mit seinen rund 3 Prozent Anbaufläche für Gemüse in Deutschland eine untergeordnete Rolle ein.

Die diesjährige Ernte fällt scheinbar mässig aus. „Das Jahr war weder schlecht noch spitze – es war ein normales Jahr“, meint Hans-Dieter Stallknecht vom Deutschen Bauernverband.

Viele unter uns kennen die Maschinen, die für Getreide, Raps und Co. zum Einsatz kommen wohl ziemlich genau. Aber wie sieht es bei den Maschinen für die Kürbisernte aus. 

Das diese auch beeindruckend sind, zeigt der folgende Beitrag: 

Maschinen für die Kürbisernte

Quelle: Epische Maschinen

Der Kürbis liebt es etwas wärmer, weshalb die Anbauflächen vor allem im westlichen und südlichen Teil von Deutschland zu finden sind. Außerdem brauch er reichlich Wasser und Sonne.

Auch wenn die Wetterbedingungen insgesamt ganz gut waren für Kürbisse, in einigen Regionen hatten die Landwirte jedoch mit zuviel Regen oder zuviel Sonne zu tun.

Der Kürbis ist eine Beere, die beliebteste unter ihnen ist der Hokkaido-Kürbis. Früher waren vor allem die öl- und eiweißreichen Samen geschätzt, da diese auch gut gelagert werden konnten.

Weltweit werden Speisekürbisse vor allem in China, Indien und in der Russichen Förderation angebaut. (FAO, 2013). In Europa sind es die Ukraine, Spanien und Italien, die beim Kürbisanbau führend sind.

Wie steht es mit Euch – seit Ihr heute auch im Halloween-Fieber?

Safran-Landwirtschaft-Glyphosat

Der Orient in Deutschland: Safran wird in Franken angebaut

Safran – die einen denken direkt an den Orient, die anderen erinnern sich an die Paella im letzten Spanienurlaub.

Aber wer verbindet Safran mit Franken?

Auf der Suche nach neuen Einkommensquellen entdeckt der eine oder andere Landwirt neue, bisher für Europa eher exotische Pflanzen zum Anbau.

Längst beschränkt sich Landwirtschaft nicht mehr nur auf traditionelle, heimische Pflanzen.

Es lohnt sich, die Augen aufzumachen und nach neuen Ideen und Möglichkeiten Ausschau zu halten.

Ein Ehepaar aus Franken macht es vor, wie es aussehen kann, wenn man neue Wege geht.

Aber zunächst noch einen kurzen Ausflug zum wohl Thema der letzten Monate, Wochen und auch Tage.

Glyphosat bis 2022 oder 2024?

Am Mittwoch letzter Woche stimmten die EU-Staaten ab, ob Glyphosat die weitere Zulassung erhält. Zumindest war dies der Plan.

Eine Einigung konnte abermals nicht erzielt werden, d.h. im zuständigen Fachausschuss wurde keine Abstimmung vorgenommen.

Ursprünglich wollte die EU-Kommission die Verlängerung der Zulassung, die im Dezember ausläuft, auf 10 Jahre auslegen.

Das EU-Parlament fordert jedoch eine maximale Verlängerung von 5 Jahren. Als Kompromis steht jetzt die Zulassung für 5-7 Jahre im Raum, d.h. bis 2022 – 2024.

Während die einen vor den schädlichen Auswirkungen des Mittels warnen, halten die anderen es für unerlässlich.

Das Totalherbizid wirkt auf alles was grün ist. Es blockiert ein Enzym, was für den Pflanzenwachstum wichtig ist. D.h. wo Glyphosat ausgebracht wurde, ist im wahrsten Sinne des Wortes Wüste.

Es kann dort nichts mehr wachsen. Außer Pflanzen, die aufrund von Veränderungen in ihren Anlagen, resistent sind. Das Mittel ist also eine sehr einfach Methode, das Feld schnell von allem Unkraut zu befreien.

Herbizidhersteller wie Bayer, Monsanto oder Syngenta produzieren jährlich ca. 800.000 Tonnen des Mittels. Das Haupteinkommen erzielen die Unternehmen jedoch mit dem Verkauf von Saatgut, dass gegen Glyphosat resistent ist.

Es ist heißt also weiterhin abwarten. Bis dahin können wir uns aber den schönen Dingen des Lebens widmen.

Etwa dem Safran, der als Luxusgewürz nicht nur in Gourmethäusern, für einen Gaumenschmaus sorgt.

Safran – das Gold auf dem Teller

Manch einer kennt noch das Kinderlied “Safran macht den Kuchen gel”. Gel bedeutet dabei gelb.

Auch Spanier schwören bei ihrem Essen, etwa der Paella, auf die schöne gelbe Farbe. Safran kommt übrigens auch aus dem Arabischen, wo “Za’fran , ganz grob “gelb sein” bedeutet.

Ursprünglich wurde das Gewürz nur im persischen und arabischen Raum angebaut, mittlerweile ist es aber weltweit in ausgewählten Regionen zu finden.

Das Gelbe kommt von dem im Safran enthaltenen Farbstoff Crocin. Dieser ist so potent, dass bereits 0,01 Gramm ca. 3 Liter Wasser einfärben können.

Aber stop! Ja, Safran ist nicht nur eine schöne Lebensmittelfarbe.

Das Edelgewürz ist würzig und leicht bitter im Geschmack. Wer Safran an die Nase hält, dem wird der intensive, durchaus schwere Geruch auffallen.

Stellt sich die Frage, warum Safran so teuer ist.

Das liegt an seiner sehr aufwendigen Produktion. Die Erntezeit ist zeitlich sehr begrenzt und die Ernte ist schwierig:

Handarbeit von A bis Z

Alles um Safran ist Handarbeit.

Bei dem Gewürz handelt es sich um die Stempelfäden des “Safran” genannten Krokus. Diese Krokusart hat violette Blüten, die jeweils drei orangerote Safranfäden besitzt.

Während der ca. zwei wöchigen Blütezeit werden die Blüten von Hand geerntet. Die der Blüte entnommenen Fäden werden anschließend getrocknet, bevor sie gehandelt werden.

Zudem handelt es sich bei der Pflanze um einen Hybriden. D.h. der Krokus kann sich nicht selber fortpflanzen. Auch für die Vermehrung der Pflanze ist Handarbeit gefragt: jede Knolle muss für den Anbau geteilt werden.

Ja, Fäden hab nicht viel Gewicht. Hier zeigt sich, warum Safran das teuerste Gewürz ist und auch gerne mal gefälscht wird.

150.000 Blüten müssen geerntet werden, d.h. von Hand gepflückt werden, um ein Kilo getrockene Safranfäden zu gewinnen.

Heilung und Potenz

Wusstet Ihr, dass dem Safran auch heilende und Potenz fördernde Wirkungen zugesprochen werden?

In früheren Zeiten wurde etwa der Hochzeitschleier der Braut mit Safran gelb gefärbt. Der Brauch versprach nicht nur Gesundheit und ein langes Leben, sondern auch Potenz und Gebärfähigkeit.

Wer mit Safran seine Speisen würzt, sollte entsprechend vorsichtig sein.

Das Gewürz ist sehr intensiv. Neulinge sollten deshalb auch erstmal sehr vorsichtig vorgehen und kleine Mengen ansetzten.

Zudem ist Vorsicht geboten, weil das Gewürz, das auch zum Färben hochwertiger Seide genutzt wird, Flecken in Kleidung und Oberflächen verursacht, die nicht mehr rausgehen.

Lohnt sich der Anbau des Gewürzes? Die Produktion ist sehr aufwendig. Jedoch kann ein Gramm Safran zwischen 7 bis 17 EUR kosten.

In Franken hat sich ein Hof auf die Produktion des Krokus eingelassen.

Safran aus Franken

Quelle: Bayerischer Rundfunk

Auch wenn der Anbau in Franken noch ein Nebenerwerb ist, es zeigt, dass es sich durchaus lohnen kann, in neue Wege und Ideen zu investieren.

Der Preis für ein Kilo Safran geht schnell in mehrere Tausende EUR. Kein Wunder, dass das Gewürz damit ein lukratives Geschäft für allerlei auch dubiose Händler ist.

Nehmen wir zum Beispiel Spanien. Obwohl das Land nur 1,5 Tonnen Safran herstellt, werden 90 Tonnen Safran jährlich exportiert. (Quelle: Die Welt)

Wie funktioniert dies? Indem beispielsweise günstig Safran aus dem Iran eingekauft, in Spanien veredelt und zu wesentlichen höheren Preisen in alle Welt als in Spanien produzierter Safran verkauft wird.

Auf diese Art können nicht nur Handelsembargos umgangen werden (etwa darf Safran nicht vom Iran in die USA verkauft werden, aber durchaus von Spanien).

Auch muss sich die Produktion im Ausland nicht an die doch strikteren Bestimmung der EU halten.  Es lohnt sich deshalb für Verbraucher, sehr genau auf die Herkunft zu achten.

Ein florierender Handel zeigt jedoch, es besteht eine starke Nachfrage. Und Qualität und Herkunft sind wichtige Merkmale für Verbraucher.

Wie steht es mit Euch – habt Ihr auch bereits über den Anbau von nicht heimischen Pflanzen, die jedoch stark nachgefragt sind, nachgedacht? 

Agritechnica-Fendt-Landtechnik

Innovative Landtechnik auf der Agritechnica 2017

Nicht nur Hersteller von Landtechnik bereiten sich gerade auf das landwirtschaftliche Großereignis des Jahres, der Agritechnica 2017, vor.

Auch Ihr seid wohl mitten dabei, nicht nur Hotel und Anfahrt zu planen.

Denn, wenn sich vom 12. – 18. November die landwirtschaftliche Welt in Hannover trifft, ist man wohl besser vorbereitet.

Auf einer Fläche von 394.000 Quadratmeter präsentieren sich 2.900 Aussteller.

Die Agritechnica 2017 ist die weltweit größte Messe für Landtechnik. Aussteller aus 52 Länder sind vertreten.

Zudem gibt es 200 Foren und Fachtagungen, in denen relavante Themen für unsere Landwirtschaft vorgestellt und diskutiert werden, dann kann man wohl meinen, die Messe ist viel zu kurz.

Die Qual der Wahl ist groß. Aber ich weiß nicht wie es Euch geht, aber ich habe auch viel Spaß dran, in ruhigeren Minuten, meine Agritechnica-Tage zu planen.

In den letzten Wochen hab ich schon die eine oder andere Technik, die mit dem Agritechnica Innovations Award ausgezeichnet wurde, vorgestellt.

Hier kommen ein paar weitere Vorstellungen:

Innovation Award in Silver für Krone LiftCab

Krone erhielt für seinen Kabinenlift LiftCab die Silbermedialle.

LiftCab hebt per Knopfdruck den die Kabine um 70 Zentimeter in die Höhe und ist bisher die einzige Technik dieser Art auf dem Markt.

Der Kabinenlift soll die Arbeit der Landwirte beim Häckseln von Mais erleichtern:

Mais kann mittlerweile Höhen von bis zu 4 Meter erreichen. Mit herkömmlicher Technik sieht der Maschinenführer quasi immer nur eine dicke Wand aus Mais.

Mit dem Anheben der Kabine wird damit herblich die Sicht des Fahrers verbessert. Er behält den Überblick, sieht, was um ihn herum alles abläuft.

Neugierig? Dann schaut in Halle 27 beim Stand G21 vorbei.

Innovation Award in Silver für Düsen-Schaltung von Lechler

Auch Lechler konnte für eine wegweisende Innovation einen Preis einheimsen.

Das Unternehmen hat ein Elektrisches-Schließ-Ventil (ESV) entwickelt, welches das Ventil, die Verkabelung als auch den Stecker miteinander verbindet.

Das Lechler ESV ermöglicht damit eine einfache und verwechslungsfreie Montage auf Einzel- und Mehrfachdüsenträgern.

Wie funktioniert das Ventil? Geöffnet und geschlossen wird es über eine CAN-Bus-Steuerung mit geringen Schaltzeiten.

Das ESV ist mit seinen schnellen Reaktionszeiten und seiner hohen Anwendungsgenauigkeit besonderes interessant für Anwendungen in Richtung SmartFarming / Precision Farming.

Wenn die Lechler ESV für Euch interessant ist, dann schaut in Halle 08 am Stand B20 vorbei.

Pflanzenschutztechnik von Fendt auf der Agritechnica

AGCO/ Fendt baut sein Sortiment weiter aus und bietet nun auch angehängte (Rogator 300) und selbstfahrende (Rogator 600) Pflanzenschutzspritzen an.

Beide Serien wurden in Europa entwickelt und werden ab 2018 im AGCO Werk in Hohenmölsen gebaut.

Rogator 600

  • 3 Modelle: Nennvolumen von 4000, 5000 und 600o Litern
  • Arbeitsbreiten von bis zu 36 Meter
  • Zielgruppe: Großflächenbetriebe und Lohnunternehmer
  • Besondere Merkmale: Chassis-Konzept, präzise Gestängeführung sowie erweiterte Technologie- und Spurführungsangebote

Der Rogator 600 wird von AGCO Power Motoren mit 175 bis 242 PS angetrieben. Zusammen mit dem stufenlosen Antriebskonzept und der ausgeklügelten Traktionsregelung kann sich der Selbstfahrer im Einsatz behaupten.

Das Chassis-Konzept sorgt mit seiner hervorragenden, ausgewogenne Gewichtsverteilung bei einem niedrigsten Schwerpunkt für eine sehr ruhige Gestängelage.

Weiterhin zeichnet sich der Rogator 600 aus, durch:

  • vielfältige, serienmäßige Lenkungsvarianten bis hin zur Vierradlenkung bei bestem Wendekreis
  • stufenlose Anpassung der Bodenfreiheit im Feldeinsatz
  • Maximale Flexibilität mit der hydraulischen Spurbreitenanpassung bis zu 2,25 Meter
  • Breite Palette an Befüll-, Gestänge- und Düsentechnologie

Nicht nur die Einzelradaufhängung, sondern auch die neue VisionCab sorgen für ein sehr komfortables Arbeiten.

Der Rogator 600 ist serienmäßig mit einem 10,4 Zoll Varioterminal ausgestattet. Wer Fendt fährt, der wird auch hier die bekannte Bedienlogik des Unternehmens vorfinden.

Rogator 300

  • komplette Neuentwicklung
  • Nennvolumen von 3300, 4400, 5500 sowie 6600
  • Arbeitsbreiten von 24 bis 30 Metern
  • Besondere Merkmale: präzise Gestängeführung, gutes Handling, Chassiskonzept sowie hohe Einsatzsicherheit

Auch beim Rogator 300 kommt das stabile und verwindungssteife Einträger-Chassiskonzept zur Anwendung. Es wurde lediglich um eine universelle Deichsel-Lösung im vorderen Bereich ergänzt.

Der Wechsel zwischen Oben- oder Untenanhängung und die Anpassung der Technik an unterschiedliche Traktoren und Reifengrößen ist damit kein Problem.

Fendt Rogator 300 im Einsatz

Quelle: Fendt TV

Der Fendt Rogator 300 ist mit einer weit hinten angeordneten Achse eine kompakte Maschine mit einem flexiblen Schwerpunkt.

Das schlanke Chassiskonzept ermöglicht jedoch dem OptiSteer-Lenkachsenkonzept reifenabhängig Lenkwinkel von bis zu 35 Prozent und damit eine maximale Wendigkeit.

Das Modell ist zudem vollständig ISOBUS kompatible und AEF zertifiziert. Weitere Merkmale sind unter anderem:

  • Bedienung über Fendt Varioterminal ab Baureihe Fendt 500 aufwärts in ProfiPlus Ausführung
  • Optimierte OptiControl Joystick für einfache und sichere Bedienung
  • serienmäßige, elektrische Einzeldüsenschaltung mit 50 Zentimeter Teilbreiten
  • Mitführung von bis zu 900 Liter Frischwasser in zwei gewichtsoptimierten Tank

Das Fendt Rogator Konzept

Beiden Baureihen liegt das Fendt Rogator Konzept zu Grunde.

So sind die Maschinen serienmäßig mit verwindungsfreien und dennoch leichten Aluminiumgestängen ausgestattet, in denen die Düsen geschützt und einfach auswechselbar eingebaut sind. 

Die Gestängeausleger werden zu beiden Seiten, sprich links und rechts, unabhängig von bis zu fünf OptiSonic Ultraschallsensoren über die Zielflächen geführt. 

Die Gestänge reagieren sehr schnell, so dass gleichbleibende Zielflächenabstände erreicht werden. Es erfolgt zudem ein permanenter Ausgleich von horizontalen Gestängeanregungen bei gleichzeitiger Reduzierung der Belastung des Hauptrahmens.

Die ausreichende Rührleistung für den Brühekreislauf als auch die hohen Ansaugleistung für kurze Befüllzeiten werden von der hydraulisch angetriebenen, schnell reagierenden Zentrifugalpumpe (Förderleistung 785 Liter/ Minute) gewährleistet. 

Auch bei variablen Ausbringmengen können schnellste Mengenanpassungen vorgenommen werden, da ein speziell entwickelter Durchflussmengenmesser mit einem Messbereich von 5 bis 430 Liter / Minute die Information an die Elektrik weitergibt. 

Fendt Rogator 300 und 600 sind sehr ausgeklügelte Systeme, die das Spritzen von Pflanzenschutzmitteln vereinfachen. 

Ihr wollte noch mehr von Fendt? Dann besucht das Unternehmen in Halle 20 auf der Agritechnica 2017.

Worauf freut Ihr Euch am meisten auf der Agritechnica 2017?