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Oktoberfest-Landwirtschaft-Bayern

Das Oktoberfest – ein bayerisches Erlebnis

Das Großereignis in Deutschland schlechthin ist wohl aktuell das Oktoberfest in München. 

Bier, Dirndl, Brandhendl, Schweinswürstl, Brezeln, Musi zum Tanzen auf den Bänken, … locken Millionen Gäste aus der ganzen Welt an.

Dieses Jahr findet das 184. Oktoberfest statt. Das erste Oktoberfest fand am 17. Oktober 1810 statt.

Es war ein großen Pferderennen zu Ehren der Hochzeit von Ludwig von Bayern und Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburghausen.

Rund um das Oktoberfest

Das Fest war anscheinend ein großer Erfolg, denn es wird bisher jährlich „wiederholt“.

Aber wusstet Ihr, dass …

  • seit 1882 aus Glasbierkrügen und nicht mehr aus Steinkrügen ausgeschenkt wird
  • das Oktoberfest im September stattfindet, einfach weil das Wetter dann besser ist
  • das Fest insgesamt 24 Mal ausfallen musste (etwa wegen dem Krieg gegen Napoleon 1813 und den beiden Weltkriegen, Cholera-Epidemien in 1854 und Hyperinflation in 1923 und 1924)
  • früher die Damentoiletten Löcher in den Holzwänden hatten, damit die Männer den einen oder anderen Blick erhaschen konnten
  • auf dem Fest um die 4000 Wertgegenstände im Fundbüro abgegeben werden
  • nur noch das Augustiner aus traditionellen Holzfässern ausschenkt
  • das gesamte auf den Wiesn getrunkene Bier ein Becken von 50 Meter Länge, 25 Meter Breite und 6 Meter Tiefe fühlen würde
  • die Wiesn über 900 Tonnen Restmüll produzieren
  • 1891 die erste Hendlbraterei eröffnet wurde
  • die Tradition des Pferderennens nach dem zweiten Weltkrieg nicht wiederaufgenommen wurde (mit Ausnahmen zum 150. und zum 200. Jubiläum)
  • die Tradition, dass der Oberbürgermeister den Oktoberfest-Anstich vornimmt seit 1950 besteht
  • das Oktoberfest mittlerweile das größte Volksfest der Welt ist

(Quelle: München.TV)

Lust auf ein bisschen Oktoberfest bekommen? Hier kommt ein kleiner Einblick vom diesjährigen Fest:

Oktoberfest 2017 – Tag 1 live – Der Anstich aus dem Hofbräu-Festzelt

Quelle: Munich Television

Ein Fest, dass seit über 200 Jahren gefeiert wird, durch diverse geschichtliche Epochen hindurch – die Veranstalter und Anbieter auf dem Oktoberfest müssen einiges richtig machen. 

Erfolgsstrategie „Erlebnis Oktoberfest“

Lasst uns auf das Marketing der Wiesn schauen. Es lässt sich nicht abstreiten, dass die Wiesn so erfolgreich sind, weil Sie ein unvergessliches Erlebnis bieten.

Zu dem Fest kommen Menschen aus der ganzen Welt, weil sie etwas erleben möchten. Vom ersten bis zum letzten Tag bietet das Fest Unterhaltung und Spaß.

Von Familienzeit auf den Fahrattraktionen mit zum Abfeiern in den Zelten zu den aktuellsten Wiesnschlagern. 

Den Besuchern wird ein Erlebnis geboten, quasi ein rundum „Fühl-Dich-gut-und-hab-Spaß“-Packet. 

Wie könnte Ihr Euren Kunden ein Erlebnis anbieten? Ob eine familiäre Atmosphäre beim Einkauf im Hofladen, entspannte Familienzeit in den Ferien oder ein Hoffest fürs Dorf.

Bietet Euren Kunden etwas Persönliches, damit sie sich gut fühlen und sie Spaß haben, bei Euch einzukaufen, den Urlaub zu verbringen oder mit Euch Geschäfte zu machen.

Dies könnt Ihr über viele Marketingkanäle erreichen: ob auf Facebook oder im persönlichen Kontakt.

Fragt Euch, was Eure Kunden von Euch erwarten? Warum kommen Sie zu Euch und kaufen nicht woanders? 

Wie könnt Ihr den Kontakt mit Euch zu etwas Besonderem werden lassen? Hierfür müsst Ihr nicht etwas Gigantisches wie ein Oktoberfest aufziehen. 

Auch kleine Dinge und Gesten, oder gar insbesondere die kleinen Dinge und Gesten, können den größten Effekt haben. 

Wie könnt Ihr Euren Kunden etwas Besonderes bieten, wofür sie gerne extra zu Euch wiederkommen?

Auch wenn derzeit Millionen Menschen die Atmosphäre auf den Wiesn geniessen, nicht jeder in Münschen ist derzeit auf Gemütlichkeit und Feierlaune eingestellt.

Regionale Lebensmittel für die Wiesn 2018

Zukünftig sollen mehr Produkte aus Bayern auf der Wiesn verkauft werden. Hierfür hat der Münchner Stadtrat ein neues Bewertungssystem verabschiedet, dass nicht von jedem gut aufgenommen wird.

Demnach gibt es Punkte für die Herkunft der Lebensmittel, die auf dem Oktoberfest angeboten werden. Regionale Lebensmittel erhalten höhere Punktzahlen als andere, die aus anderen Regionen importiert werden.

Diese Punktzahl ist eine von mehreren, die letztendlich darüber entscheidet, wer einen Platz auf den Wiesn erhält.

Klingt ja erstmal ganz gut und vernünftig, das Produkte von bayerischen Landwirten gefördert werden sollen.

Zu kontroversen Diskussionen führt jedoch, dass zunächst nicht berücksichtig wird, ob die Produkte aus einer ökologischen oder Massentierhaltung stammen, sondern die Regionalität ausschlaggebend ist.

Bioprodukte aus Bayern erhalten die höchste Punktzahl. Aus anderen Regionen gibt es jedoch weniger Punkte für sie.

Definitiv wird die bayerische Herkunft, ob Bio oder nicht, mit Punkten honoriert. Lange Transportwege sind schließlich auch unökologisch, so Wiesnchef Josef Schmid.

Die Grünen haben Bedenken, dass Bioprodukte auf dem Oktoberfest ausgebremst werden. Andere Meinungen halten dagegen, dass Bio, auch wegen der erhöhten Preise, nicht von jedem gern gesehen wird.

Das neue Bewertungssystem soll dann für die Bewerbung für die Wiesn im nächsten Jahr zum Einsatz kommen.

Meint Ihr, der Ansatz zur Förderung regionaler Lebensmittel ist übertragbar auf andere regionale Veranstaltung und sollte übernommen werden?

StalkBuster-Mais-Winterweizen

StalkBuster schützt Mais und Winterweizen

Die Goldmedaille der Agritechnica 2017 wurde ebenfalls für den StalkBuster von Kemper und John Deere verliehen. 

Wer derzeit in Maisernte steckt und die Aussaat von Winterweizen vorbereitet wird die technologische Neuheit zu schätzen wissen. 

Aber schauen wir zunächst auf die vorläufigen Ergebnisse der Bundestagswahl, die gestern morgen veröffentlich wurden. 

Das Wahlergebnis deutet darauf hin, dass die Koalitionsverhandlungen, insbesondere beim Thema Agrarpolitik nicht leicht werden.

Wird Jamaika die Agrarpolitik bestimmen?

Mit rund 33 Prozent bleibt die CDU/CSU mit Abstand an der Spitze. Die SPD folgt mit 20,5 Prozent, die AfD mit 12,6 Prozent, die FDP mit 10,7 Prozent, die Linke mit 9,2 Prozent und die Grünen mit 8,9 Prozent bilden das Schlusslicht.

Den Zahlen nach hat eine Jamaika-Koalitions gute Chancen. Insbesondere in der Agrarpolitik verfolgen die möglichen Bündnispartner jedoch sehr unterschiedliche Zielsetzungen.

Von Tierhaltung, über Direktzahlungen oder Pflanzenschutz und Düngung – die Themen werden von den Partein sehr widersprüchlich in den Lösungsansätzen angegangen.

Der Deutsche Bauernverband (DBV) hat derweil in einer ersten Stellungsnahme zum Ergebnis der Wahl geäussert.

Er erwartet demnach eine sachlich fundierte Erörterung der landwirtschaftlichen Themen erwartet und warnt vor eine kleinteiligen und bürokratischen Überregulierung.

„Unsere Bauern haben in den vergangenen Jahren bewiesen, dass sie für Veränderungen und Weiterentwicklungen bereit sind und sie aktiv gestalten. Eine künftige Agrarpolitik mit Perspektiven sollte diesen Prozess unterstützen und Sorge dafür tragen, dass die Wettbewerbsfähigkeit der Landwirtschaft erhalten und weiter verbessert wird“, meinte Joachim Rukwied, Präsident des DBV

Wir werden in den nächsten Wochen sehen, welchen Stellenwert Landwirtschaft in den Koalitionsverhandlungen einnehmen und welche zukünftige Richtung mit dem Koalitionsvertrag vorgeben werden wird.

Aber kommen wir von der Politik aufs Feld. Derzeit gibt es viel zu tun.

Zeit für die Aussaat von Winterweizen

Wer als Zwischenfrucht Mais- und Zuckerrüben anbaut, ist diese Tage mit der Ernte ausgelastet.

In den nächsten Wochen steht dann die Aussaat von Winterweizen an. Winterweizen ist sicherlich ein sehr genügsames Getreide.

Das Aussaatfenster kann breit ausfallen und auch wenn die Bedingungen mal nicht so optimal sind, kann sich Winterweizen durchaus gut entwickeln.

Dennoch kann es nicht schaden, für optimale Bedingungen bei der Aussaat zu sorgen.

Tipps zur Aussaat von Winterweizen

Quelle: Landwirt.com

Eine zu frühe Aussaat kann das Krankheitsrisiko steigern. Bei Mais als Vorfrucht kann der Einsatz des Pfluges Fusarien entgegenwirken.

Mit den heutigen Techniken ist auch die pfluglose Bestellung möglich. Wichtig sind hierbei

  • eine auf das Getreide ausgerichtete Stoppelbearbeitung
  • ein geschicktes Strohmanagement als auch
  • eine, in Abhängigkeit von der Vorfrucht, wirksame Bekämpfung von Ausfallgetreide und Unkräutern

Erfolgt das Drillen zu spät, kann es zeitlich mit der Bestockung eng werden.

250 bis 350 Körner pro Quadratmeter ist der „Standard“, wenn unter guten Bedingungen gedrillt wird.

Bei einer späteren Aussaat oder wenn die Saatbedingungen nicht optimal sind, gilt es, stärkere Weizensorten auszuwählen und die Saatstärke zu erhöhen.

Abgelegt werden die Weizenkörner ideallerweise in einer Tiefe von zwei bis drei Zentimer.

Generell empfiehlt es sich bei der Sortenauswahl auf die Empfehlungen der Landesstellen zu achten, um die Weizensorte aussuchen, die am besten unter den regionalen Bedingungen gedeiht.

Unabhängig von Region und Sorte ist wichtig, dass der Weizen vor einem möglichen Befall mit Fusarien geschützt wird.

Goldmedaille für den StalkBuster

Gerade hier kann der StalkBuster von Kemper und John Deere mit seiner Technikneuheit unterstützen. 

Neben dem CEMOS Auto Treshing von Claas erhielt auch der StalkBuster den Innovation Award in Gold und wird auf der Agritechnica 2017 wohl viele Besucher anziehen. 

Seit rund 15 Jahren ist der Maiszünsler in Deutschland verbreitet und ist gerade für den Silomaisanbau ein Problem. 

Für Winterweizen stellt er eine Gefahr dar, weil die Auswirkungen des Schädlings auch den Befall mit Fusarien umfassen. 

Und die Übertragen sich vom Mais auf die Folgefrucht, den Winterweizen. 

Die gründliche Zerkleinerung der Maisstoppeln unmittelbar nach der Maisernte ist eine der wichtigsten Massnahmen, um dem Fusarienbefall entgegenzuwirken. 

Und sie ist wichtig, um den Mais im Folgejahr vor dem Schädling zu schützen. Die bisherige Technik konnte jedoch nur ca. 70 Prozent der Maisstoppeln erfolgreich bekämpfen. 

In den restlichen 30 Prozent überwintern die Rauben friedlich bis zum Frühjahr. 

Der StalkBuster von Kemper ist die erste in den Mähvorsatz des Feldhäckslers integrierte stoppelzerstörende Technik

Der Maiszünsler – und Fusarienbefall lässt sich damit ohne einen zusätzlichen Mulchvorgang wirkungsvoll bekämpfen. 

Was sind die Merkmale des StalkBuster?

  • Integration im Grundrahmen des Mähvorsatzes
  • Zerfetzen jeder einzelnen Stoppelreihe durch speziell angeordnete und geformte Schlägel bevor die Räder des Feldhäckslers oder der Transportfahrtzeuge die Pflanzenreste niederdrücken
  • Kein Abschneiden der Stängel sondern eine schrittweise Zerschlagung von oben nach unten
  • Optimale Bodenanpassung durch spezielle Schwenkgetriebe
  • Pneumatisches Drucksystem ermöglicht, dass die Aggregate konsequent der Bodenkontur folgen und den Stängelfuß direkt über der Oberfläche abschneiden
  • Schlegel aus verschleißfesten Material und ohne Spezialwerkzeug austauschbar
  • Geringer Leistungsbedarf bei durchschnittlich nicht mehr als 4 PS pro Reihe
  • Relativ geringes Gewicht und keine Einschränkungen für den vorschriftsgemäßen Straßentransport

Nach Angaben von Kemper und John Deere kann der StalkBuster dem Landwirt einen ökonomischen Vorteil von bis zu 84 Euro pro Hektar einbringen. 

Dieser ergibt sich aus dem reduzierten Einsatz von Pflanzenschutzmitteln, der leichteren Bodenbearbeitung als auch dem geringeren Befall mit Fusarien. 

Die Goldmedaille der Agritechnica 2017 gab es für den StalkBuster, für seine technische Neuheit, die einen hohen praktischen, ökologischen als auch ökonomischen Wert hat. 

Welche Neuheit auf der Agritechnica 2017 hätte Eurer Meinung nach auch Gold verdient?

VENTOR 4150-Kartoffelernte-Kartoffelroder

Von Kartoffeln und dem VENTOR 4150

Grimme präsentiert auf der Agritechnica seinen selbstfahrenden Kartoffelroder VENTOR 4150, der mit seinen vier Reihen neue Standards setzt. 

Bevor wir uns auf die technischen Details der Neuheit stürzen, lasst uns noch einen Blick auf aktuelle Ereignisse in der deutschen Landwirtschaft schauen: 

Ende der Zuckerquote

Zum 01. Oktober fällt die Zuckerquote weg.

Viele Landwirte hatten bereits ihre Anbaufläche erweitert, so dass in den deutschen Zuckerfabriken dieses Jahr mehr Hände als bisher gebraucht werden dürften.

Es wird sich zeigen, wie der Wegfall der Quote sich auf die Märkte auswirken wirkt. Mit einem erhöhten Angebot an Zuckerrüben kann es durchaus zu einer Verschärfung des Wettbewerbs kommen.

Sturmtief Sebastian sorgt für massive Schäden

Das Wetter in Deutschland zieht vielen Landwirten derzeit einen Strich durch die Ernteerwartungen.

Nachdem in den letzten Wochen bereits der Süden vom Sturmtief „Kolle“ getroffen wurde, ist nun der Norden und Westen vom Sturmtief „Sebastian“ stark getroffen wurden.

Die neuesten Schätzungen gehen von knapp 25.000 Hektar Mais aus, der von dem Unwetter abgeknickt oder auch abgebrochen wurden ist.

Insbesondere für die abgebrochenen Stängel ist eine baldige Ernte ratsam. Vom Strum getroffen wurden insbesondere ertragsreiche, hohe Maissorten mit einem gut ausgebildeten Kolben.

Allein in Nordrhein-Westfalen sind nach Schätzungen bis zu 40 Prozent der Maisfläche geschädigt.

Die am Boden liegenden Maispflanzen sind von den Erntemaschinen nur schwer fassbar. Die Schäden für die Landwirte dürften sich im zweistelliger Millionenhöhe beziffern.

In Deutschland wird Mais auf rund 15 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche angebaut. Der Maisanbau wurde um etwa 1,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr eingeschränkt.

Gründe hierfür liegen in der gute Vorjahresernte, die für gut gefüllte Lager sorgte als auch in der Deckelung auf maximal 50 Prozent Masseanteil Mais für Biogasanlagen.

Aber nicht nur für den Maisanbau wird 2017 ein eher bescheidenes Jahr. Es ist Erntesaison für die Spätsorten von Kartoffeln.

(Quelle: Agrarheute, Wochenblatt)

Berg- und Talbahn beim Kartoffelanbau

Der Regen, der in einigen Regionen zu früh, in anderen zu heftig und zuviel auftrat, sorgte für Bangen beim Wachstum.

Hinzu kamen wärme Temperaturen. Warm und feucht – genauo wie es Pilze lieben. Das Klima der letzten Wochen begünstigte damit die Ausbreitung von Phytophtora-Fäule.

Die Frühkartoffeln sorgten bei den Landwirten bereits für ein stetiges Hoffen und Bangen. Und auch wenn die Ernte geringer ausfiel, die Preise für Kartoffeln blieben auf einem niedrigen Niveau.

Nun heisst es bei den Spätkartoffeln nochmals Nerven zu behalten.

Das mit Abstand wichtigste Bundesland für den Kartoffelanbau ist Niedersachsen (111.700 Hektar).

An zweiter und dritter Stelle liegen Nordrhein-Westfalen (41.500 Hektar) und Bayer (30.000 Hektar). (Quelle: Deutscher Bauernverband, DBV)

Wusstet Ihr, dass derzeit nur jeder dritte Kartoffel auch letztendlich vom Endverbraucher gekauft und als normale Speisekartoffel verzehrt wird?

Die meisten Kartoffeln landen in verarbeiteter Form im Haushalt der Endverbraucher. Als Industrie- oder Verarbeitungskartoffel liefern sie den Rohstoff für die Herstellung von Pommes, Chips und Co.

Dieser ist übrigens stark in asiatischen Ländern wie beispielsweise Japan nachgefragt, wo Naturkatastrophen die natürlichen Kartoffelbestände stark dezimiert haben.

Pünktlich zur Kartoffelsaison hat Grimme seinen neuen Kartoffelroder vorgestellt. Präsentiert wird der VENTOR 4150 auf der Agritechnica 2017.

VENTOR 4150 – Leistung pur

Die Maschine mit ihren 15 Tonnen und 530 PS glänzt vor allem durch die erstmalige Umsetzung eines 4-reihigen Systems, das auf dem SE-Prinzip basiert.

Damit wurde von Grimme realisiert, was vom Markt schon länger gefordert wurde.

VENTOR 4150 setzt neue Standards

Quelle: Agrifoto

Der selbstfahrende Kartoffelroder mit seinen 4 Reihen beeindruckt sehr, oder? Hier sind die wesentlichsten Highlights des Hochleistungsgerätes für Euch zusammengefasst:

  • Selbstfahrend und straßenzugelassen
  • Problemloses Anroden aus der Gare ermöglicht den Verzicht auf energieintensive Krautschläger
  • TerraFloat: Breitflächige Verbreitung für eine optimale Absiebung bereits ab dem ersten Siebband
  • Speedtronic: geschwindigkeitsabhängige, automatische Regelung der Trenngeräte
  • Inspektionsplattform: Platz für bis zu 3 Personen für das Verlesen der Kartoffeln
  • Überladebunker: 15 Tonnen Fassungsvolumen
  • Spurversetztes Fahren (sogenannter Hundegang): Ganzflächiges Überfahren des Bodes mit großvolumigen Breitreifen
  • kleiner, innerer Wendekreis von nur 6,1 Metern
  • zum Patent angemeldete Verschränkung: immer gleichbleibende, produktschonende Übergabe vom ersten auf das zweite Siebband

(Quelle: Grimme Gruppe)

Der VENTOR 4150 ist also ein Kraftpaket, das ein produktives Arbeiten mit enormer Leistung ermöglicht.

So robust die „Arbeitstechnik“ ist, so ausgeklügelt ist der Komfort für den Fahrer. Dieser hat

  • einen optimalen Blick auf das Aufnahmeaggregat und dank ErgoDrive Bedienoberfläche alle Funktionen des Roders im Griff.
  • perfekten Überblick über alle Funktionen und den Maschinenstatus mit einem 12,1 Zoll großen CCI 1200 Terminal
  • serienmäßig an Board: Videoüberwachungssystem Visual Protect, Coming Home Funktion, MemoryControl zum Speichern und Abrufen von Rodeparametern, Autopilot
  • einen vollständigen Rundumblick ohne tote Winkel dank der hochmodernen, verzerrungsarmen Weitwinkelkameras und dem hochauflösenden Monitor mit Splitscreenfunktion

Den VENTOR 4150 werden wir uns auf der Agritechnica 2017 von Nahen anschauen dürfen.

Welches sind für Euch derzeit die größten Herausforderungen bei der Ernte? 

MON 810-Genmais-Landwirtschaft

Genmais MON 810 muss erlaubt werden

Der Europäische Gerichtshof hat nun in höchster Instanz ein Urteil zur gentechnisch veränderten Maissorte MON 810 getroffen.

Der Anbau der gentechnisch veränderten Pflanze ist in den meisten europäischen Staaten bisher verboten. Italien hat nun einen jahrelangen Rechtsstreit bezüglich des Anbauverbotes in seinem Land verloren.

Bevor wir auf das Urteil schauen, lasst uns aber noch einen kurzen Blick auf aktuelle Berichte werfen, deren Ergebnisse in den letzten Tagen veröffentlicht wurden.

Pünktlich zur Hochsaison für Pilzliebhaber hat die Bundesregierung ihren Waldbericht 2017 dem Bundestag vorgelegt.

Und die Ergebnisse dürften nicht nur Wanderer und Pilzsammler erfreuen:

Deutschen Wälder in gutem Zustand

Derzeit sind elf Millionen Hektar, sprich 32 Prozent der Landesfläche, mit Wald bedeckt.

Durchschnittlich 77 Jahre sind unsere Bäume alt und 77 Prozent der inländischen Rohholzverwendung wird durch Nadelholz bereitgestellt.

Für die Holzwirtschaft ist dabei die Fichte der mit Abstand wichtigste Baum für die Wertschöpfung.

Laubholz kann mit den technologischen Eigenschaften von Nadelholz nicht mithalten, wenn es um die Herstellung markttauglicher und konkurrenzfähiger Produkte geht.

Es wird daher überwiegend energetisch genutzt.

Jetzt ist die perfekte Zeit, mal wieder die Wanderstiefel rauszuholen und ein paar Stündchen, etwa zum Pilzesammeln, durch den Wald zu schlendern:

Pilze Sammeln, Bestimmen und Kochen

Quelle: WildpflanzenTV

Na, Lust auf Pilzesammeln bekommen?

Wusstet Ihr, dass der deutsche Wald vor allem durch lediglich vier Baumarten gebildet wird? Diese sind:

  • Die Fichte wächst auf rund 2,8 Millionen Hektar, d.h. 25 Prozent der Waldfläche, und belegt damit den ersten Platz.
  • Die Kiefer nimmt 2,4 Millionen Hektar, also rund 22 Prozent der Waldfläche ein.
  • Die Buche folgt mit 1,7 Millionen Hektar, d.h. 15 Prozent der Waldfläche, auf dem dritten Platz.
  • Die Eiche, die wohl der deutsche Baum ist, folgt erst auf vierter Stelle, mit 1,1 Millionen Hektar. Dies entsprechen 10 Prozent der Waldfläche.

Während der Bestand von Fichte und Kiefer in den letzten Jahren zurückgegangen ist, konnten die beiden Laubbäume Fläche für sich hinzugewinnen.

In den Jahren 2002 bis 2012 gingen laut dem Waldbericht zwar 58.000 Hektar verloren. Allerdings konnten im gleichen Zeitraum auch 108.000 Hektar neuer Wald aufgebaut werden.

Aktuelle Statistiken gab es auch von anderer Seite:

Erneuerbare Energien übertreffen Atomkraftwerke

Die Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) hat Daten der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEA) und von Agora Energiewende ausgewertet.

Um 2 Prozent, auf rund 800 Milliarden Kilowattstunden (kWh), sank die Produktion von Atomstrom in der Europäischen Union von 2015 auf 2016.

Dagegen stieg die Produktion von Strom aus Erneuerbaren Energien um 2 Prozent auf 950 Milliarden Kilowattstunden (kWh).

„Der Trend geht klar in Richtung erneuerbare Energien, auch wenn der Ausbau noch zügiger voranschreiten könnte. Damit die Atomkraft europaweit endlich an ihren wahren horrenden Kosten gemessen wird und ins Museum kommt, brauchen wir aber faire Regeln in der EU“, so Nils Boenigk, Stellvertretender AEE-Geschäftsführer.

Fast die Hälfte der europäischen Atomreaktoren steht in Frankreich. Deutschland ist weiterhin der zweitgrößte Atomstromproduzent der Europäischen Union.

Der Ausstieg oder Nicht-Ausstieg aus der Atomkraft ist ein brisantes Thema mit vielen Meinungen. Mindestens ebenso kontrovers diskutiert ist das Thema Gentechnik.

MON 810 muss erlaubt werden

Nach jahrelangem Rechtsstreit hat der Europäische Gerichtshof eine Entscheidung getroffen: Italien darf seinen Landwirten den Anbau der genmodifizierten Maissorte MON 810 nicht verbieten.

Nur wenn nachgewiesen ist, dass das Produkt ein „ernstes Risiko für Mensch oder Tier oder die Umwelt darstellt“, darf ein Staat den Anbau untersagen, so die Richter.

2013 hatte Italien bei der Europäischen Kommission ein Verbot für das eigene Land beantragt. Italien sah die Sofortmaßnahme als notwendig an, da zwei neue italienische Studien die Gefährlichkeit der Maissorte belegen würden.

Die Europäische Kommission verwies jedoch auf ein Gutachten der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) und widersprich Italien. Dennoch erlies Italien das Verbot.

Im Jahr 1998 wurde MON 810 als einzige, genveränderte Maissorte in Europa zugelassen. Entwickelt wurde sie von Monsanto. Das Unternehmen baute in den Mais ein Gen des Bakteriums Bacillus thuringiensis ein.

Derart veränderter Mais produziert ununterbrochen ein Insektengift, das insbesondere vor den Larven des Maiszünslers schützt. Mit dem Eigenschutz soll der zusätzliche Einsatz von Pflanzschutzmitteln überflüssig werden.

Allerdings, wie bei allen gentechnisch veränderten Pflanzen, die wahren Auswirkungen auf die Umwelt sind nicht wirklich bekannt.

So gibt es Studien, die darauf hindeuten, dass das Gift der Pflanze auch anderen Insekten, wie beispielsweise Schmetterlingen oder Marienkäfern, schadet.

MON 810 bisher in den meisten EU-Staaten verboten

Auch wenn MON 810 in der Europäischen Union generell zugelassen ist, angebaut wird es derzeit nur in Spanien.

In 2009 erließ Deutschland ein Verbot für den Anbau und den Vertrieb dieser Maissorte.

Seit März 2016 ist der nationale Anbau ebenfalls in den folgenden Ländern verboten:

Bulgarien, Dänemark, Frankreich, Griechenland, Italien, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, den Niederlanden, Österreich, Polen, in den Regionen Nordirland, Schottland, Wales und Wallonien, Slowenien, Ungarn und auch Zypern.

Also so ziemlich in ganz Europa. Griechenland und Österreich untersagen zudem den Import von MON 810.

Klausel im EU-Recht zur Sicherheitsbewertung

Von den Staaten wurde eine Klausel im EU-Recht genutzt, die besagt, dass Mitgliedsstaaten per Dekret den Anbau im eigenen Land verbieten können, wenn neue wissenschaftliche Erkenntnisse vorliegen, die die Sicherheitsbewertung der EFSA in Zweifel ziehen.

Das Italien nun beim Anwenden genau dieser Klausel vor dem Europäischen Gerichtshof gescheitert ist, wird damit weitreichende Folgen haben.

Die Natur hat sich seit Millionen und Millionen von Jahren weiterentwickelt und sehr sensible Umweltsysteme kreiert.

Das gentechnische Eingreifen gibt es dagegen erst seit einem Zeitraum, der so kurz ist, dass wir denke sagen können: wir wissen noch nichts.

In den meisten europäischen Staaten wurde das Vorsorgeprinzip angewendet und der Anbau von MON 810 verboten. Die nationalen Verbote sind laut Europäischen Gerichtshof nun alle nicht rechtskonform.

Ob Brexit, Flüchtlingskrise oder generell Agrarpolitik, die Meinungen in der EU, unter den Staaten und von EU und ihren Mitgliedsstaaten, liegen teils an sehr entgegengesetzten Enden.

Was meint Ihr, wird die aktuelle Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes weiteres Feuer schüren?

Volksbegehren-Bayern-Landwirtschaft

Von bayerischen Volksbegehren und milchigen Rekorden

In Bayern stellt den Rekord in Deutschland, was den täglichen Flächenverbrauch angeht. Ein Volksbegehren soll nun für Einhalt sorgen.

Bevor wir uns das Volksbegehren näher anschauen, lasst uns auf die landwirtschaftlichen Nachrichten schauen.

Während Milchpreise für Jubel sorgen, regen die Ergebnisse einer wissenschaftlichen Studie zu Kosten, die von den Landwirten getragen werden, zum Nachdenken an.

Aber fangen wir mit dem Jubel an.

Der Milchpreisindikator auf Rekordjagd

Der Milchpreis befindet sich weiter auf Höhenflug. Im August erreichte der Milchpreisindikator mit 43,25 Cent seinen bisherigen Rekord aus dem September 2017.

Für den Anstieg des Milchpreisindikators sind vor allem die Preissteigerungen bei Käse und Butter verantwortlich.

Die Käsepreise sind auf dem höchsten Stand seit April 2014, die Butterpreise konnten im August einen neuen Allzeitrekord aufstellen.

Die Berg- und vor allem Talfahrten der Milchpreise in den letzten Jahren haben in der Branche ein Interesse an der Preisabsicherung, etwa über Terminkontrakte gesteigert.

(Quelle: Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH, AMI)

Aufbau einer Europäischen Auktion für Milchprodukte

Heute wurde von der European Energy Exchange (EEX) und der Global Dairy Trade (GDT) eine Absichtserklärung unterschrieben, eine europäische Versteigerung für Milchprodukte aufzubauen.

Die Leipziger Warenterminbörse und das neuseeländische Auktionshaus haben sich vorgenommen, in den nächsten Monaten mit Käufern und Verkäufern von Milchprodukten über die Option eines gemeinsam angebotenen Auktionsmechanismus sich auszutauschen.

Die GDT versteigert zweimal monatlich allgemeine Milchprodukte dreier Anbieter an Käufer rund um den Globus. An der EEX werden Terminkontrakte für Molken- und Magermilchpulver als auch Butter gehandelt.

Die Zusammenarbeit von EEX und GDT soll nun zeigen, ob ein derartiges Auktionsmodel auch für den europäischen Markt erfolgreich umgesetzt werden kann.

„Wir sind davon überzeugt, dass dieses Angebot für die Wertschöpfungskette in der Milchbranche erheblichen Nutzen generieren kann, unter anderem als zusätzlicher Vertriebskanal für den Export von europäischen Milchprodukten, aber auch potenziell als eine weitere Datengrundlage für neue Risikomanagementinstrumente“ meint Sascha Siegel, Leiter des EEX-Handels für Agrarrohstoffe

Frist zur Änderung ökologischer Vorrangflächen läuft bald ab

Bis zum 02. Oktober haben Landwirte in Bayern noch Zeit, um ihre bereits beantragten, ökologischen Vorrangflächen (ÖVF) noch zu ändern.

Als Ersatz für beantragte, ökologische Vorrangflächen dürfen lediglich Zwischenfrüchte angebaut werden, die auf bereits im Flächen- und Nutzungsnachweis 2017 enthaltenen Flächen spätestens bis 1. Oktober angebaut werden.

Kulturpflanzenmischungen auf den Flächen mit Zwischenfruchtanbau müssen aus mindestens zwei Pflanzenarten bestehen. Zulässige Anbaupflanzen sind etwa Raps oder Ölrettich.

Diverse Saatgutanbieter führen geeignete Spezialmischungen in ihrem Sortiment.

Nicht mehr möglich ist eine Änderung für als ökologische Vorangflächen beantragte Aufforstungsflächen sowie Landschaftselemente und Terrassen, die den Cross-Compliance-Bestimmungen unterliegen.

Das Formular, um Eure ökologischen Vorrangsflächen zu ändern, findet Ihr unter www.landwirtschaft.bayern.de/foerderwegweiser.

Erfüllung der Umweltauflagen kostet Milliarden

Der Deutsche Bauernverband (DBV) hat die Ergebnisse einer von ihm in Auftrag gegebenen Studie veröffentlich, die die Kosten der Landwirte für die Erfüllung von Umweltauflagen aufzeigen soll.

Demnach kostet die Einhaltung von Umwelt-, Klima- und Tierschutzauflagen den deutschen Landwirten 5,2 Milliarden Euro.

Dies entspricht ungefähr der Höhe der Direktzahlungen, die als Europäische Agrarfördermitteln an die deutschen Landwirte gezahlt werden.

Volksbegehren gegen Flächenverbrauch gestartet

In Bayern werden seit Freitag fleissig Unterschrift gesammelt.

Das angekündigte Volksbegehren, mit dem der Flächenverbrauch im Freistaat gesetzlich begrenzt werden soll, ist angelaufen.

Die Aktion wurde in einer gemeinsamen Aktion von Grünen, der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) und der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP) gestartet.

Im ersten Schritt werden mindestens 25.000 Unterschriften benötigt.

Erst wenn die Grünen diese Anzahl an Unterstützern vorzeigen können, kann der Antrag auf Zulassung des Volksbegehrens dem Innenministerium zur Prüfung vorgelegt werden.

Erst wenn diese erste Hürde erreicht ist, kann das “richtige” Volksbegehren starten.

10 Prozent der Stimmberechtigten Bayerns müssen innerhalb von 14 Tagen das Begehren mit Ihrer Stimme unterstützen.

Aber damit ist der Hürdenlauf nicht beendet. Denn dies bedeutet, dass dem Landtag ein Entwurf für ein Gesetz zum Flächenverbrauch vorgelegt werden kann.

Dieser könnte denn Entwurf dann immer noch ablehnen, so dass letztendlich ein Volksentscheid ausschlaggebend wäre.

Ein langer Weg bis das Ziel, den landesweiten Verbrauch für Siedlungs- und Verkehrsfläche auf maximal 5 Hektar pro Tag zu begrenzen.

Derzeit werden nach Zahlen des Bayerischen Bauernverbandes (BBV) durchschnittlich 13 Hektar jeden Tag verbraucht.

Wie seht Ihr die Aussichten für den Erfolg des Volksbegehrens?