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Landtechnik von Same Deutz-Fahr

Landtechnik: Drohnen, Traktoren und Feuchtemesser

Der Trend in der Landtechnik geht in Richtung Traktoren der oberen Leistungsklassen. Traktoren unter 100 PS leiden. Ob das stimmt, erfahren wir heute vom neuen Marktführer Same Deutz-Fahr.

Des Weiteren berichte ich in diesem Blog über den Einsatz von Satelliten und Drohnen im Rübenanbau, sowie den Feuchtemesser NIR-Sensor von Krone.

Landtechnik Freaks in Deutschland

Da soll noch einer behaupten, dass wir Landwirte nicht kreativ sind und keinen Sinn für Humor haben. Zwei Schlepperfahrer wollten es genauer wissen.

Wer hat mehr Power: Fendt oder John Deere?

Im Duell treten an ein Fendt Vario 939 sowie ein John Deere 8530. Wer diesen Wettkampf gewonnen hat, erfährt ihr im Video.

 

Same Deutz-Fahr: Der neue Marktführer bei kleinen Traktoren

Im Geschäftsjahr 2014 konnte Same Deutz-Fahr insgesamt 3.120 Traktoren absetzen. Das sind 13% weniger als im Vorjahr. Laut VDMA, liegt der Verkauf aller Traktoren in Deutschland mit 34.722 Einheiten um 4,2% unter dem Vorjahreswert.

Die größten Zuwächse kamen aus den Leistungsklassen 61-80 PS mit einem Marktanteil von 19% und der Klasse 101-110 PS mit 15% Marktanteil.

Die Baureihen die sich letztes Jahr stark bewährt haben und dem Hersteller nach eigenen Aussagen zur Marktführerschaft verholfen haben, waren: Agrolux und Agroplus in der Leistungsklasse 61-80 PS sowie die Serie 5 in der Leistungsklasse 101-110 PS.

Der stärksten Zuwachs im Segment 151-200 PS verbuchte die in Lauingen produzierte Serie 6. In der Leistungsklasse ab 200 PS legte der Absatz um 6% zu. Die Expansion im Großtraktorenbereich geht ungebremst weiter.

Rekordverkauf bei Mähdreschern

Der schwäbische Hersteller trumpfte im Mähdrescher-Markt. Trotz eines rückläufigen Marktes, konnte Deutz-Fahr so viele Mähdrescher verkaufen, wie seit 15 Jahren nicht mehr. Das Rekordergebnis liegt nach Herstellerangaben im dreistelligen Bereich.

Agrarbetrieb Geschenk Landwirte 05

Drohnen sollen künftig Rübenanbauern helfen

Willkommen im Zeitalter modernster Technik. Die sogenannten friedlichen Spione, nämlich Drohnen und Sensoren sollen uns künftig bei der Rübenarbeit unterstützen. Wenn Fiktion zur Realität wird, dann in Form von Daten bzgl. Bestandesdichte, Biomassenaufwuchs und Ertragspotential.

Auf der aktuellesten Beratungstagung des Landwirtschaftlichen Informationsdienstes Zuckerrübe (LIZ) wurden die Möglichkeiten von Nah- und Fernerkundung im Zuckerrübenanbau vorgestellt.

1. Fernerkundung

Bei der Fernerkundung werden Satelitten eingesetzt. Diese sind mit Sensoren ausgestattet und können Daten im Raster von ca. 10 x 10 m in verschiedenen Auflösungen aufnehmen. Die erfassten Daten geben Ausschluss über:

  • Kulturartfläche
  • Bestandesdichte
  • Bodenunterschiede
  • Blattfläche (Reihenschluss)
  • Biomasseaufwuchs
  • Pflanzenausfälle
  • Krankheiten
  • Hagelschäden
  • Ertragspotenzial.

Das bemerkenswerte an den Daten ist die Tatsache, dass nach Integration in entsprechende Wachstumsmodelle, eine Ertragsprognose mit einer Genauigkeit von 95% möglich ist. Darin ist eine genaue Differenzierung innerhalb der Einzelflächen enthalten.

2. Naherkundung

Anders als bei der Fernerkundung werden bei der Naherkundung Drohnen (Multikopter) und Kleinflugzeuge in einer Höhe von 40-100 m eingesetzt. Mit Hilfe dieser „kleinen“ Spione ist es möglich, im Raster von nur 10×10 cm Höhenunterschiede von 1 cm zu ermitteln.

Die preiswerten Flieger könnten im Rübenbau eingesetzt werden um folgende Informationen zu erfassen:

  • Unkraut-, Schosser- und Fäulnisnester
  • Blattkrankheiten
  • Position und Gewicht von Feldrandmieten

Drohnen erledigen heute bereits wichtige Arbeiten wie z.B. sie verteilen Eier von Schlupfwespen in Maisbeständen.

Warum sollte dieses Konzept nicht auch auf den Zuckerrübenanbau erfolgreich übertragen werden können? So könnten Drohnen zukünftig Schneckenkorn ausschließlich in Befallsbereichen ausbringen.

„Gut“ für Krone Feuchtemesser NIR-Sensor

Sehr präzise in der Maisernte – so ein aktueller Test der DLG zum Feuchtemesser Krone NIR-Sensor. 

Der Test:

Insgesamt wurden 32 Wagenladungen in der Silomaisernte 2013 bis 2014 überprüft.

…die Versuche wurden in drei verschiedenen Maisbeständen mit unterschiedlichen Trockensubstanzgehalten durchgeführt, gemessen wurde in den Bereichen 22,2 %, 34,5 % und 38,5 %. Dabei wurden für den Test 32 Wagenladungen geerntet. Erntemaschine war ein Big X 700, an dessen Auswurfbogen ein mobiler NIR-Sensor montiert wurde, der den Feuchtigkeitswert mittels Nahinfrarotspektroskopie ermittelte und protokollierte.

Landtechnik von Krone gilt als präzise und „gut“

Das Ganze funktioniert wie folgt: der NIR-Sensor wird am Auswurfbogen des Big X montiert. Eine Abdeckung schützt das Gerät vor Beschädigung. Während des Häckselns wird die Materialfeuchte ganz präzise erfasst und gespeichert. Anschließend werden die erfassten Daten im Kundenzähler der geernteten Fläche zugeordnet.

Landtechnik, Drohnen & Satelliten – Wo geht die Reise hin?

Werden wir uns in der Landtechnik mehr und mehr auf den Großtraktorenbereich fokussieren? Entspricht das überhaupt dem Trend hierzulande „Agrarflächen werden immer kleiner“?

Und was halten Sie vom Einsatz der Drohnen und Kleinflugzeuge im Rübenanbau?

Ich freue mich auf Ihr Kommentar.

 

Agrarbetrieb Geschenk Landwirte 01

Ackerfläche - Weizenernte 2014 bei Agrarbetrieb

55% der Ackerfläche 2014 für Getreide reserviert

Die Ackerfläche in Deutschland bleibt auch in 2014 mit 11,9 Millionen Hektar konstant. Davon werden 6,5 Millionen Hektar (55 Prozent) für den Ausbau von Getreide genutzt.

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen mitteilte, hat die landwirtschaftlich genutzte Fläche gegenüber 2013 um rund 50.000 Hektar auf 16,7 Millionen ha zugenommen. Die Ackerflächen sind im Vergleich zu den Vorjahren hindessen konstant geblieben.

Ackerfläche nach Hauptfruchtgruppen

Aus der Pressemitteilung vom 30.07.2014 geht weiterhin hervor, dass der größte Teil der Ackerfläche weiterhin mit Getreide angebaut wird. Mit rund 6,5 Mio. ha (55%) geht dadurch mehr als die Hälfte des „Agrarland-Kuchens“ an Getreide.

Bevor ich auf die Flächenaufteilung der einzelnen Hauptfruchtgruppen eingehe, möchte ich folgendes Video von der heurigen Ernte bei Agrarbetrieb mit Ihnen teilen.

Weizenernte mit Lexion Claas 580 bei Agrarbetrieb

Ackerfläche 2014

Für die einzelnen Kategorien sieht die vorläufige Aufteilung wie folgt aus:

  • Weizen: Die Anbaufläche steigt von 3,1 Mio. ha in 2013 auf 3,2 Mio. ha. Hierbei handelt es sich fast ausschließlich um Winterweizen. Mit 27% der gesamten Ackerfläche, bleibt Winterweizen weiterhin die wichtigste Getreideart in Deutschland.
  • Roggen und Wintermenggetreide: Die Anbaufläche sinkt um 19% von 784.600 ha in 2013 auf 636.300 ha. Die größten Flächenverluste verzeichneten die drei Bundesländer Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen.
  • Gerste: Die Anbaufläche bleibt unverändert bei 1,6 Millionen Hektar.
  • Hülsenfrüchte: Ein Wachstum von 25%, von 74.700 ha in 2013 auf nunmehr 93.400 ha unterbricht die Abwärtsspirale die sich in den letzten Jahren bei Hülsenfrüchte abzeichnete und erreicht 2014 fast das Anbauniveau von 2010 wieder. Die größten Zuwächse meldeten die drei Bundesländer Sachsen-Anhalt, Bayern und Brandenburg.
  • Hackfrüchte: Mit einem leichten Plus von 3%, beläuft sich die Ackerfläche für Hackfrüchte in 2014 auf 624.400 Hektar.
  • Kartoffeln: Nach Zuckerrüben stehen die Kartoffeln an zweiter Stelle unter den Hackfrüchten. Auch hier gab es einen leichten Anstieg von 242.800 ha in 2013 auf 245.100 ha.
  • Handelsgewächse: Von den knapp 1,5 Mio. ha sind 1,4 Mio. ha Winterraps. Für die bedeutendste Ölfrucht gibt es einen leichten Rückgang um 4% gegenüber dem Vorjahr. Mit einem Anteil von 12% am gesamten Ackerland in Deutschland, steht Winterraps an dritter Position.
  • Grünernte: Auf 24% der Ackerfläche steht Grünernte. Von den insgesamt 2,8 Mio. Hektar gehen knapp 2,1 Mio. ha an Silomais. Mit 18% des Ackerlandes ist Silomais die zweitwichtigste Ackerfrucht in der Landwirtschaft.

Rund 2% der Ackerfläche liegt brach. Der Anteil ist erfreulicher Weise um 5%, von 198.900 Hektar in 2013 auf 189.500 Hektar gesunken.

Sind Sie mit der diesjährigen Ernte zufrieden? Wie sieht es mit der Aufteilung Ihrer eigenen Ackerfläche aus? Auf welche Getreidesorten haben Sie sich fokussiert?

 

Agrarbetrieb_Startpaket fuer innovative Landwirte

Agrarflächen via Satellit einschätzen

Deutsche Agrarflächen via Satellit einschätzen

Das europäische Copernicus-Projekt für Landwirtschaft und Ökologie soll neue Informationen zu deutschen Agrarflächen via Satellit liefern. Dabei geht es um die Einschätzung der regionalen Ernteerträge aus dem Weltall.

Im Rahmen des Forschungsprojekts Copernicus (früher bekannt als GMES – Global Monitoring for Environment and Security) werden 12 unterschiedliche Erdbeobachtungssatelliten, weiterführende Daten und Informationen zur Erdbeobachtung liefern. Von den Daten und Auswertungen sollen alle europäischen Länder gleichermaßen profitieren.

Das Highlight dieser Zusammenarbeit besteht in der kostenfreien Bereitstellung der Satellitendaten an alle Nutzer!

DEIN GESCHENK VON AGRARBETRIEB: Startpaket für innovative Landwirte

Satellitendaten zu deutschen Agrarflächen

An dem Copernicus-Projekt beteiligt sich auch Deutschland. So ist z.B. das Julius Kühn-Institut (JKI) mit zwei Forschungsprojekten am Start: „RifleE“und „Copernicus 4 EFA“. Mit Hilfe der neu erhobenen Daten will JKI seine Expertise im Bereich Fernerkundungsaktivitäten weiter ausbauen.

Die Ziele der beiden Projekte lauten wie folgt:

#1. Ernteerträge regional aus dem Weltall abzuschätzen.

#2. Mit Hilfe der Satellitendaten werden besondere ökologische Vorrangflächen in den Agrarflächen kartiert.

Sämtliche Ergebnisse werden kostenfrei über Webservices und das Geoportal des JKI (www.jki.bund.de) der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.

Copernicus-Mission

Umfangreiche Informationen über Agrarflächen & Co.

#1. Regionale Ertragsschätzungen

In dem ersten Projekt, RiflE (Regionale fernerkundliche Erfassung des aktuellen landwirtschaftlichen Ertragspotenzials) werden die JKI-Experten das Ertragspotenzial für wichtige landwirtschaftliche Kulturen abschätzen.

Als erstes wird die Landesfläche von Niedersachsen unter die Lupe genommen. Stimmt die Qualität der Schätzungen und werden entsprechende technische Abläufe und Anforderungen erfüllt, so kann das Projekt bundesweit ausgerollt werden.

„Das JKI ist schon seit Jahren in zahlreichen Vorbereitungsprojekten für verschiedene Satellitenmissionen aktiv“, sagt Dr. Holger Lilienthal vom JKI-Fachinstitut für Pflanzenbau und Bodenkunde. „Mit dem Copernicus Programm können wir nun die operationelle Auswertung von Satellitendaten für landwirtschaftliche Fragestellungen vorbereiten.“ [JKI Pressemitteilung vom 16.04.2014]

#2. Einrichtung ökologischer Vorrangflächen

Bei dem zweiten Projekt, Copernicus 4 EFA (Ecological Focus Areas), geht es im Speziellen um das sogenannte „Greening“ bzw. das Einrichten ökologischer Vorrangflächen. Areale die weniger ertragreich sind oder sich technisch nur schwer bewirtschaften lassen, eignen sich hervorragend für ökologische Zwecke.

Agrarflächen via Satellit einschätzen

Agrarflächen via Satellit einschätzen
Bild von renjith / FreeDigitalPhotos.net

„Wir sehen einen großen Bedarf für diese Informationen vor allem in Landschaften mit großen Ackerschlägen wie in Brandenburg oder Mecklenburg-Vorpommern. Die für den Landwirt problematischen Teilflächen stellen als ökologische Vorrangflächen so genannte Biotope mit Inselstruktur dar. Wenn die Lage mehrerer dieser „Inseln“ zueinander stimmt, sind sie ein wichtiger Beitrag zum Biotopverbund. Sie tragen damit zum Schutz der Biodiversität in Agrarlandschaften bei“, so Burkhard Golla, der Projektleiter am JKI. [JKI Pressemitteilung vom 16.04.2014]

Weitere Informationen über die beiden Copernicus-Programme erfahren Sie auf der Homepage des JKI.

Was erhoffen Sie sich von dem europäischen Copernicus-Projekt? Werden uns die Satellitenbilder bei der Bearbeitung der Agrarflächen wirklich behilflich sein? Ich freue mich auf Ihr Kommentar.

Landwirtschaft in Deutschland 2014

Landwirtschaft in Deutschland: Änderungen zum 1. Januar 2014

Nächsten Mittwoch starten wir alle – hoffentlich – frisch, erholt und voller Energie ins Neue Jahr. Aus der Politik kommen einige Änderungen auf uns zu aber bevor ich auf diese eingehe, möchte ich die letzten Meldungen des Jahres 2013 kurz zusammentragen. Welche waren die wichtigsten Trends und Entwicklungen in der Landwirtschaft in Deutschland?

Strukturwandel in der Landwirtschaft

Mitte Dezember legte die EU-Kommission in Brüssel den aktuellen Jahresbericht zur Entwicklung der ländlichen Räume vor. Der Bericht weist darauf hin, dass die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe in der Europäischen Union zwischen 2007 und 2010 um 12% gesunken ist. Laut dem Bericht dominieren in der EU weiterhin die kleinen Betriebe obwohl die durchschnittliche Betriebgrösse steigt. Fast alle kleinen Höfe werden von Familien bewirtschaftet. Familienbetriebe sind die herrschende Organisationsform in der EU-Landwirtschaft.

DEIN GESCHENK VON AGRARBETRIEB: Startpaket für innovative Landwirte

In folgenden EU-Ländern finden sich weiterhin die größten Durschnittsbetriebe: Ostdeutschland, Großbritannien, Frankreich, Dänemark, Slowakei, Tschechische Republik und Spanien (in Teilen von Spanien).

Landwirtschaft in Deutschland – Strukturwandel und die Folgen

Landwirtschaft in Deutschland: Preise für Ackerland explodieren

In unserem Beitrag vom 19.12 haben wir über das Land Grabbing Phänomen berichtet. Im Mittelpunkt des Beitrags waren junge Bauern und Familienbetriebe die hierzulande gegen Konsortien (internationale Anlegerfonds und Investoren) kämpfen. Weiterlesen

Land kaufen oder pachten: Das Land Grabbing Phänomen

Land kaufen oder pachten: Das Land Grabbing Phänomen

Land grabbing oder Landraub – ein Schreckensphänomen das nicht nur in afrikanischen Staaten präsent ist, sondern auch bei uns im Lande anzutreffen ist. Land grabbing bedeutet, dass Investoren und Spekulanten, die oft nichts mit Landwirtschaft zu tun haben, Land kaufen oder pachten.

Was genau ist Land grabbing?

Folgende Definition finden wir hierzu auf Wikipedia…

Land Grabbing (engl.) bzw. Landnahme ist ein Begriff für die Aneignung von Land durch wirtschaftlich oder politisch durchsetzungsstarke Akteure. Teils geschieht dies auch für zweifelhafte Zwecke oder mit zweifelhaften (illegalen) Mitteln. Land Grabbing kann durch Inländer oder Ausländer, durch Kleinbauern oder Großkonzerne, durch Staatsbedienstete oder Privatpersonen erfolgen.

Während Kleinbetriebe und bäuerliche Familienbetriebe darin bestrebt sind Ökonomie und Natur in Einklang zu bringen, dreht sich bei Großinvestoren und börsennotierten Konzernen vieles oft nur um das Thema Geld. Weiterlesen