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VENTOR 4150-Kartoffelernte-Kartoffelroder

Von Kartoffeln und dem VENTOR 4150

Grimme präsentiert auf der Agritechnica seinen selbstfahrenden Kartoffelroder VENTOR 4150, der mit seinen vier Reihen neue Standards setzt. 

Bevor wir uns auf die technischen Details der Neuheit stürzen, lasst uns noch einen Blick auf aktuelle Ereignisse in der deutschen Landwirtschaft schauen: 

Ende der Zuckerquote

Zum 01. Oktober fällt die Zuckerquote weg.

Viele Landwirte hatten bereits ihre Anbaufläche erweitert, so dass in den deutschen Zuckerfabriken dieses Jahr mehr Hände als bisher gebraucht werden dürften.

Es wird sich zeigen, wie der Wegfall der Quote sich auf die Märkte auswirken wirkt. Mit einem erhöhten Angebot an Zuckerrüben kann es durchaus zu einer Verschärfung des Wettbewerbs kommen.

Sturmtief Sebastian sorgt für massive Schäden

Das Wetter in Deutschland zieht vielen Landwirten derzeit einen Strich durch die Ernteerwartungen.

Nachdem in den letzten Wochen bereits der Süden vom Sturmtief „Kolle“ getroffen wurde, ist nun der Norden und Westen vom Sturmtief „Sebastian“ stark getroffen wurden.

Die neuesten Schätzungen gehen von knapp 25.000 Hektar Mais aus, der von dem Unwetter abgeknickt oder auch abgebrochen wurden ist.

Insbesondere für die abgebrochenen Stängel ist eine baldige Ernte ratsam. Vom Strum getroffen wurden insbesondere ertragsreiche, hohe Maissorten mit einem gut ausgebildeten Kolben.

Allein in Nordrhein-Westfalen sind nach Schätzungen bis zu 40 Prozent der Maisfläche geschädigt.

Die am Boden liegenden Maispflanzen sind von den Erntemaschinen nur schwer fassbar. Die Schäden für die Landwirte dürften sich im zweistelliger Millionenhöhe beziffern.

In Deutschland wird Mais auf rund 15 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche angebaut. Der Maisanbau wurde um etwa 1,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr eingeschränkt.

Gründe hierfür liegen in der gute Vorjahresernte, die für gut gefüllte Lager sorgte als auch in der Deckelung auf maximal 50 Prozent Masseanteil Mais für Biogasanlagen.

Aber nicht nur für den Maisanbau wird 2017 ein eher bescheidenes Jahr. Es ist Erntesaison für die Spätsorten von Kartoffeln.

Berg- und Talbahn beim Kartoffelanbau

Der Regen, der in einigen Regionen zu früh, in anderen zu heftig und zuviel auftrat, sorgte für Bangen beim Wachstum.

Hinzu kamen wärme Temperaturen. Warm und feucht – genauo wie es Pilze lieben. Das Klima der letzten Wochen begünstigte damit die Ausbreitung von Phytophtora-Fäule.

Die Frühkartoffeln sorgten bei den Landwirten bereits für ein stetiges Hoffen und Bangen. Und auch wenn die Ernte geringer ausfiel, die Preise für Kartoffeln blieben auf einem niedrigen Niveau.

Nun heisst es bei den Spätkartoffeln nochmals Nerven zu behalten.

Das mit Abstand wichtigste Bundesland für den Kartoffelanbau ist Niedersachsen (111.700 Hektar).

An zweiter und dritter Stelle liegen Nordrhein-Westfalen (41.500 Hektar) und Bayer (30.000 Hektar).

Wusstet Ihr, dass derzeit nur jeder dritte Kartoffel auch letztendlich vom Endverbraucher gekauft und als normale Speisekartoffel verzehrt wird?

Die meisten Kartoffeln landen in verarbeiteter Form im Haushalt der Endverbraucher. Als Industrie- oder Verarbeitungskartoffel liefern sie den Rohstoff für die Herstellung von Pommes, Chips und Co.

Dieser ist übrigens stark in asiatischen Ländern wie beispielsweise Japan nachgefragt, wo Naturkatastrophen die natürlichen Kartoffelbestände stark dezimiert haben.

Pünktlich zur Kartoffelsaison hat Grimme seinen neuen Kartoffelroder vorgestellt. Präsentiert wird der VENTOR 4150 auf der Agritechnica 2017.

VENTOR 4150 – Leistung pur

Die Maschine mit ihren 15 Tonnen und 530 PS glänzt vor allem durch die erstmalige Umsetzung eines 4-reihigen Systems, das auf dem SE-Prinzip basiert.

Damit wurde von Grimme realisiert, was vom Markt schon länger gefordert wurde.

VENTOR 4150 setzt neue Standards

Quelle: Agrifoto

Der selbstfahrende Kartoffelrode mit seinen 4 Reihen beeindruckt sehr, oder? Hier sind die wesentlichsten Highlights des Hochleistungsgerätes für Euch zusammengefasst:

  • Selbstfahrend und straßenzugelassen
  • Problemloses Anroden aus der Gare ermöglicht den Verzicht auf energieintensive Krautschläger
  • TerraFloat: Breitflächige Verbreitung für eine optimale Absiebung bereits ab dem ersten Siebband
  • Speedtronic: geschwindigkeitsabhängige, automatische Regelung der Trenngeräte
  • Inspektionsplattform: Platz für bis zu 3 Personen für das Verlesen der Kartoffeln
  • Überladebunker: 15 Tonnen Fassungsvolumen
  • Spurversetztes Fahren (sogenannter Hundegang): Ganzflächiges Überfahren des Bodes mit großvolumigen Breitreifen
  • kleiner, innerer Wendekreis von nur 6,1 Metern
  • zum Patent angemeldete Verschränkung: immer gleichbleibende, produktschonende Übergabe vom ersten auf das zweite Siebband

Der VENTOR 4150 ist also ein Kraftpaket, das ein produktives Arbeiten mit enormer Leistung ermöglicht.

So robust die „Arbeitstechnik“ ist, so ausgeklügelt ist der Komfort für den Fahrer. Dieser hat

  • einen optimalen Blick auf das Aufnahmeaggregat und dank ErgoDrive Bedienoberfläche alle Funktionen des Roders im Griff.
  • perfekten Überblick über alle Funktionen und den Maschinenstatus mit einem 12,1 Zoll großen CCI 1200 Terminal
  • serienmäßig an Board: Videoüberwachungssystem Visual Protect, Coming Home Funktion, MemoryControl zum Speichern und Abrufen von Rodeparametern, Autopilot
  • einen vollständigen Rundumblick ohne tote Winkel dank der hochmodernen, verzerrungsarmen Weitwinkelkameras und dem hochauflösenden Monitor mit Splitscreenfunktion

Den VENTOR 4150 werden wir uns auf der Agritechnica 2017 von Nahen anschauen dürfen.

Welches sind für Euch derzeit die größten Herausforderungen bei der Ernte? 

Agritechnica 2017 -Landwirtschaft-Technik

Innovation Award Agritechnica 2017

Bald ist es soweit! Jeder von uns hat die Tage vom 12.-18. November im Kalender wohl rot angestrichen, wenn die Agritechnica 2017 in Hannover stattfinden wird.

Entsprechend wird sich in den nächsten Wochen viel um Technik drehen. Und passend hierzu gibt der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA) gute Zahlen bekannt.

Gute Aussichten für die europäischen Agrartechnikhersteller

7,5 Milliarden Euro – dies ist voraussichtlich das Umsatzvolumen aus deutscher Produktion für das Jahr 2017, so der VDMA.

Dies entspricht einem Umsatzwachstum von satten 4 Prozent.

Nach drei Jahren Rezession war die Freude insbesondere bei den in Deutschland produzierenden Landmaschinen- und Traktorenhersteller groß.

Diese konnten Ihren Umsatz um 7 Prozent auf rund 4,5 Milliarden Euro steigern.

„Wir erleben seit einigen Monaten auf zahlreichen Märkten ein konjunkturelles Comeback“, äußerte sich Dr. Bernd Scherer, Geschäftsführer des VDMA.

Die ersten Monate des Jahres waren noch deutlich vom Wachstum auf dem deutschen Markt geprägt. Mit einem Umsatzplus im zweistelligen Bereich konnten die Auslandsmärkte jedoch gut aufholen.

Mit der Agrartechnik im Aufschwung können wir uns natürlich umso mehr auf die neusten Innovationen, die auf der Agritechnica präsentiert werden, freuen.

2x Gold und 29x Silber beim Innovation Award Agritechnica 2017

Über 320 Neuheiten dürfen wir auf der Agritechnica 2017 näher unter die Lupe nehmen.

Die Neuheitenkommission des Agritechnica-Veranstalters, die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft ( DLG), hatte hierbei einen kleinen Vorsprung. Sie hat nun bekanntgegeben, welche Maschinen für sie besonders innovative Lösungen für unsere Landwirtschaft bieten:

Zwei innovative Lösungen wurden vom DLG mit dem Innovation Award Agritechnica 2017 in Gold ausgezeichnet:

Claas CEMOS AUTO THRESHING – das autonome Dreschwerk für Claas Schüttler- und Hybrid-Mähdrescher: diese Technik ist der erste Tangentialmähdrescher, der sich vollautomatisch sowohl auf die Frucht als auf die Bedingungen einstellen lässt.

Kemper StalkBuster – eine ins Mais-Schneidwerk integrierte Mulcheinrichtung (gemeinsame Entwicklung mit John Deere): diese Innovation erlaubt Einsparungen bei Pflanzenschutzmitteln und Diesel und bringt einen geringeren Schädlingsdruck beim wichtigsten Widersacher im Maisanbau mit sich.

Herzlichen Glückwunsch an Claas und Kemper zur Goldmedaille. Zudem wurden weitere 29 Silbermedaillen für Neu- und Weiterentwicklungen der Agrartechnikhersteller verliehen:

  • AGCO e100 Vario
  • AGCO IDEAL Mähdrescher
  • AGCO MARS – Mobile Agricultural Robot Swarms
  • AGCO VarioPull
  • AGCO/DKE-Data/Horsch/Amazone/Grimme/Kuhn/Lemken/Pöttinger/Rauch/SDF agrirouter
  • Agrocom Smart Crop Damage Identification – Intelligentes Erkennungssystem von Wildschäden
  • Amazone SmartService 4.0
  • Amazone SwingStop pro
  • Claas CEMOS für Traktoren: Fahrerassistenzsystem zur optimalen Einstellung von Traktor und Maschine
  • Claas Telematics Large Vehicle Alert System warnt Automobil-Fahrer vor Landmaschinen im Straßenverkehr
  • Claas/Einböck/Hatzenbichler/Bednar/Carre Stereoskopische Reihenkamera CULTI CAM für mechanische Hacken
  • Claas-AXION 900 TERRA TRAC Halbraupentraktor mit Vollfederung der Gesamtmaschine
  • Farmdok – Automatisierung landwirtschaftlicher Aufzeichnungen mit Smartphones
  • Fliegl Beacon+GPS+Sigfox -Fliegl COUNTER SX-/-Pöttinger PÖTPRO Guide
  • Fliegl BÜFFEL Überladevorrichtung für Halmgut
  • Fruit-Tec SmaArt Kamerasystem für die automatisierte Blütenausdünnung mit Darwin
  • Grimme Ventor 4150 – 4-reihiger selbstfahrender Kartoffelroder mit Leistungsverdoppelung eines weltweit führenden Rodesystems
  • GSI Flexwave Grain Silo Unloading System
  • Holmer SmartTurn
  • John Deere EZ Ballast Wheels
  • John Deere Traktor-Integrierte Aktive Anbaugerätelenkung mit Infield Automatisierung für Hochleistungshacken – AutoTrac Implement Guidance
  • Krone LiftCab
  • Kuhn Optimierung der Pflugarbeit durch automatisches GPS-gestütztes Ausheben der Pflugkörper
  • Lechler ESV Elektrisches-Schließ-Ventil
  • New Holland Erstes proaktives automatisches Mähdreschereinstellungssystem
  • Petkus MultiCoater CM 300
  • Pöttinger Sensosafe
  • Pöttinger/New Holland Kameragestützte Saatbettbereitung
  • Wienhoff LevelTuner

Herzlichen Glückwunsch auch an die Gewinner der Silbermedaille. 

Alle über 320 Neuheiten und vielmehr könnt Ihr auf der weltweit größten Messe für Landtechnik im November erleben. Ein kleiner Vorgeschmack gefällig?

Agritechnica 2017

Quelle: Agritechnica

Klar freu ich mich, die Maschinen und Techniken vor Ort zu sehen. Aber die Gelegenheit, sich mit Fachleuten und Gleichgesinnten auszutauschen, ist für mich der größte Pluspunkt der Messe. 

Trends in der Agrartechnik

Die ausgezeichneten, technischen Lösungen zeigen, dass die folgenden Trends in der Agrartechnik weiterhin an Bedeutung gewinnen:

  • Zunehmende Automatisierung von Prozessen
  • Integration von intelligenten Datamanagement-Systemen zur Optimierung der Regelung und Steuerung von Maschinen, Logistik, Dokumentation, Qualitätssicherung und Rückverfolgbarkeit
  • Zunehmende Bedeutung von Digitalisierung und Vernetzung der landwirtschaftlichen Wertschöpfungskette (Cloud Computing, Big Data, …)

Trotz dieser Trends spielt aber der klassische Maschinenbau für die Landwirtschaft weiterhin eine große Rolle.

Zudem lässt sich erkennen, dass die Agrartechnikhersteller zunehmend innovative Lösungen aus branchenfremden Bereichen erfolgreich in die Landtechnik integrieren.

Stichworte sind hier zum Beispiel E-Mobilität, höhenverstellbare Fahrerkabinen, intelligent vernetzte Fahrzeuge oder Augmented-Reality-Anwendungen.

Ihr könnt es sicher auch kaum abwarten, die Neuheiten in live unter die Lupe zu nehmen.

Gibt es eine Neuheit, die nicht mit einem Award ausgezeichnet wurde, aber für Euch definitiv auch ein Gewinner ist?

New Holland Landtechnik agra

Landtechnik: Neues von New Holland und Kverneland

Neues aus der Welt der Landtechnik: New Holland setzt in puncto Innovation nicht nur auf autonome Traktoren sondern auch auf Traktoren mit Methangas. Auf der Farm Progress Show in Illinois (USA) wurde ein neuer Prototyp vorgestellt.

Auch von Kverneland Vicon gibt es Neues zu berichten: dieser wird auf der kommenden Agritechnica seinen Vierkreiselschwader Andex 1505 mit GPS-Steuerung vorstellen.

Bevor wir loslegen, hier noch ein kurzer Blick auf die neuesten Schlagzeilen aus unserer Branche. John Deere hat seine Q3-Zahlen veröffentlicht. Der amerikanische Landtechnikhersteller schloss das dritte Quartal mit 160 Mio. USD weniger Gewinn ab als in Q2.

1. John Deere mit weniger Nettogewinn

Am 30. Juli 2017 ist bei John Deere das dritte Quartal des Geschäftsjahres zu Ende gegangen. Die Ergebnisse sind wie folgt:

  • Nettogewinn Q3/2017 liegt bei 641,8 Mio. USD (Vorjahr Q3/2016 bei 488,8 Mio. USD)
  • Kumulierter Gewinn der ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2017 liegt bei 1,649 Mrd. USD (Q1-Q3/2016 bei 1,239 Mrd. USD)
  • Umsätze weltweit Q1-Q3/2017 stiegen um 8% auf 21.720 Mrd. USD

Die positive Entwicklung wird insbesondere von der steigenden Nachfrage nach Land- und Baumaschinen getragen.

2. Cargill investiert in „clean meat“ und setzt auf Fleisch aus Zellkulturen

Fleisch vom Rind, Huhn oder Schaf?

Das war gestern.

Die Zukunft heißt „clean meat“ oder „sauberes Fleisch“.

Das Besondere dabei: dieses Fleisch kommt nicht vom Tier, sondern wird im Labor aus Zellkulturen hergestellt. Und glaubt man dem Start-up Unternehmen Memphis Meats aus San Francisco, dann kommt das „saubere Fleisch“ bereits 2021 auf die Teller der Verbraucher.

Memphis Meats hat mächtig Geld bekommen, um die Produktion des „clean meats“ im industriellen Maßstab zu konkurrenzfähigen Kosten möglich zu machen. Mehrere Konzerne, darunter auch Cargill und Privatanleger wie z.B. Bill Gates oder Richard Branson haben insgesamt 17 Mio. USD in die Entwicklung des „clean meats“ investiert.

Und wie lautet die Begründung für das Labor-Fleisch?

Um den Proteinhunger der wachsenden Weltbevölkerung zu stillen, braucht man zukünftig keine Tiere mehr zu halten und schlachten. Wer Lust auf einen Burger hat wird zukünftig auf Wunsch eine kultivierte Fleischmasse erhalten.

Quelle: Cargill, Wall Street Journal

3. Aldi Süd verkauft Möhren und Äpfel der Handelsklasse II

In der westlichen Welt ist das Thema Lebensmittelverschwendung ganz akut. Was optisch nicht passt, wird aussortiert und landet in den Müll. Damit soll Schluss sein.

Mit der Kennzeichnung „Krumme Dinger“ bietet Aldi Süd ab sofort Obst und Gemüse an, die Schönheitsfehler aufweisen. Zunächst sind es Möhren aus biologischem Anbau. Ab Ende September gibts dann auch Bio-Äpfel mit dem Logo „Krumme Dinger“.

Mit dieser Initiative setzt Aldi Süd ein Zeichen gegen Lebensmittelverschwendung. Gleichzeitig möchte das Unternehmen die Ursachen für Lebensmittelverluste eruiren und Reduktionspotenziale identifizieren.

Landtechnik und Neuheiten

Heute ist der letzte Tag der Farm Progress Show 2017 aus Decatur im Bundesstaat Illinois, USA. Es ist Amerika’s größtes Outdoor Farm Event, ein Ort wo sich die Agro-Community seit mehr als 64 Jahren trifft.

Eine Klasse Gelegenheit für Landtechnik-Experten und -Hersteller aus der ganzen Welt sich auszutauschen und neue Ideen und Inspiration zu sammeln. Vieles was hier gezeigt wird, landet im November auch in den Hannoverschen Hallen.

New Holland plant serienreifen Methangas-Traktor

New Holland hat die diesjährige Farm Progress Show aus den USA dafür genutzt um unter anderem:

  • sein NHDrive Concept – dem fahrerlosen Traktor und
  • einen neuen Prototypen eines Methangas-Traktors vorzustellen

Letztes Jahr im Herbst stellte New Holland erstmals einen Methangas-Traktor vor. Nun steht die zweite Generation des T6.180 in den Startlöchern. Die Pläne des Unternehmens sind ambitioniert: innerhalb der nächsten drei Jahren soll der Methangas-Traktor serienmäßig angeboten werden.

Quelle: YouTube, New Holland North America

Ein paar technische Details im Überblick:

  • 6-Zylinder Methangas-Motor mit einer Leistung von 180 PS und 740 Nm wie ein vergleichbarer Diesel-Traktor
  • 10% weniger CO2-Ausstoß und 80% weniger Ausstoß insgesamt als vergleichbare Diesel-Traktoren
  • 30% weniger laufende Kosten als vergleichbare Diesel-Traktoren

Quelle: New Holland Agriculture, The Weekly Times

Vicon Andex 1505 ganz neu mit GPS-Steuerung

Diejenigen unter uns die Kreiselschwader bei der Arbeit einsetzen, kennen die Marke Vicon der Kverneland Group. Der Vierkreiselschwader Andex 1505 wurde mit der GPS-Funktion GeoRake gepimpt.

Wie funktioniert das Ganze?

Die Kreisel heben automatisch am Vorgewende aus und setzen in der neuen Bahn wieder ein.

Der Vorteil für den Fahrer: dieser kann sich auf den Wendevorgang bzw. die Einstellung der Maschine konzentrieren. GeoRake soll letztendlich den Fahrer entlasten.

Quelle: YouTube, Kverneland Group

Ein paar technische Details im Überblick:

  • Arbeitsbreite von max. 15 m
  • variable Arbeitsbreite von 9,80 bis 15 m stufenlos hydraulisch verstellbar
  • Transportbreite und -höhe unter 4 m
  • ProLine Ölbad-Getriebe (wartungsfrei)
  • ISOBUS-Steuerung

Der neue Schwader mit GPS soll im November auf der Agritechnica 2017 vorgestellt werden.

„Clean Meat“, Landtechnik und GPS

Heute war ja alles in den News dabei: vom Labor-Fleisch über einen Schwader mit GPS-Steuerung bis hin zum serienmäßigen Methantraktor. Dass wir im Bereich Agro und Landtechnik innovativ sind, steht ausser Frage. Ob wir dabei immer öfter die ethischen Grenzen überschreiten ist eine völlig andere Sache.

Ich bin gespannt wie das deutsche und europäische Publikum auf das aus den USA stammenden Konzepts des „sauberen Fleisches“ oder „clean meat“ reagieren wird. Ich gehe davon aus, dass wir ganz viele Debatten hören werden und dieses Thema auch auf der Agritechnica die eine oder andere kontroverse Meinung hervorrufen wird.

Roboter, autonome Traktoren, Drohnen, Labor-Fleisch-Diskussionen… Worauf freut Ihr Euch am meisten wenn es heisst: Tor auf für die weltweit größte Landtechnikmesse?

Fendt Traktor auf Feldtage 2014

Fendt weitet flachdichtende Hydraulikkupplung und PowerPlus aus

Die Allgäuer setzen im Frühling des Agritechnica-Jahres 2017 ein starkes Zeichen: die Fendt Vario-Baureihen 800 und 900 werden mit dem Hydraulikkuppelsystem Flat Face Coupling ausgestattet. Die Serien 500 und 700 Vario gibt es ab Juni 2017 auch als PowerPlus-Varianten zu kaufen.

Bevor wir die Produktneuheiten von Fendt unter die Lupe nehmen, hier noch ein kurzer Blick auf zwei aktuelle Meldungen aus unserer Branche:

1. EU billigt 130 Milliarden US-Dollar schwere Fusion von Dow Chemical und Dupont – allerdings unter gewissen Auflagen.

Es ist vollbracht. Die erste große Fusion zwischen den US-Chemiegiganten Dow und Dupont wurde von der EU-Kommission gebilligt, allerdings mit Auflagen. So muss Dupont einen großen Teil seiner Pflanzenschutzmittelsparte verkaufen. Der deutsche Konkurrent BASF könnte daran interessiert sein.

Die Konsolidierungswelle in der Branche lässt sich schwer aufhalten. Zwei weitere Mega-Fusionen warten auf grünes Licht seitens der Kartellbehörden. So will Bayer, den US-Saatgutriesen Monsanto übernehmen und Chemchina den Schweizer Pflanzenschutzspezialisten Syngenta schlucken.

Quelle: Handelsblatt

2. Coceral schätzt die diesjährige EU-Getreideernte auf 304 Mio. Tonnen

In 2016 erzielte die EU eine Getreideproduktion von 295 Mio. Tonnen. In diesem Jahr, sollen es 304 Mio. Tonnen werden, so der Europäische Verband des Getreidehandels, Coceral.

Die Prognose für die Getreideernte in Deutschland liegt bei rund 46 Mio. Tonnen; auch hier leicht über die Vorjahreswerte von 45,6 Mio. Tonnen. Frankreich, das letztes Jahr aufgrund der kühlen Temperaturen und starken Regenfälle stark gelitten hat, soll sich dieses Jahr sehr positiv zeigen. Coceral schätzt die französische Getreideernte auf 68,6 Mio. Tonnen (14 Mio. Tonnen mehr als in 2016).

Fendt weitet Hydraulikkuppelsystem Flat Face Coupling (FFC) auf die Baureihen 800 und 900 Vario aus

Das was bei dem Fendt 1000 Vario hervorragend funktioniert hat, wird jetzt auch auf die Baureihen Fendt 800 und 900 Vario ausgeweitet. Die Rede ist von dem modularen flachdichtenden Hydraulikkupplung.

Und nicht vergessen: bei der Agritechnica 2013 erhielt Fendt dafür eine Silbermedaille.

Ein paar technische Parameter im Überblick:

  • Höhere Öldurchflussmengen 140 l/min für die Heckventile 1 bis 6 oder 170 l/min am 4-ten Heckventil
  • Hydraulikblock mit unterschiedlichen Kupplungsgrößen: 1/2-Zoll, 3/4-Zoll und 5/8-Zoll flachdichtende Kupplung
  • FFC-Kupplung beidseitig unter Druck möglich
  • Abreißsicherung
  • Hebelbedienung
  • Farbkodierung der Anschlüsse
  • flexibler Cartridge-Einsatz zur Erleichterung der Umstellung von Standardkupplungen auf flachdichtende Kupplungen

Kommen wir nun zu den Vorteilen, d.h. wie können Landwirte von dieser Fendt-Neuheit profitieren?

  1. FFC Hydrauliksystem verhindert Leckölverluste => Umweltbewusstsein steigern
  2. FFC-Kupplungen lassen sich aufgrund der glatten Oberfläche schneller reinigen => kostbare Zeit sparen
  3. FFC-Kupplung werden ohne Aufpreis angeboten => Sparschwein freut sich

Das wäre die eine Produktneuheit aus dem Hause Fendt, die wir auf der diesjährigen Agritechnica antreffen werden. Das zweite Highlight ist die Integration der PowerPlus-Technologie in die Traktorenserien 500 und 700 Vario.

Auf der SIMA 2017 haben wir schonmal einen Vorgeschmack erhalten, auf das was uns in wenigen Monaten auf der weltgrößten Landtechnikmesse in Hannover erwartet.

Quelle: FendtTV, YouTube

Fendt 500 und 700 Vario nun auch mit PowerPlus ausgestattet

Fendt stockt weitere Traktorenserien mit der PowerPlus-Technik auf: nach den Baureihen 800 und 900 Vario, sind jetzt die Modelle 500 und 700 Vario dran. Demnach sollen zukünftig auch kleinere Betriebe von der hohen Wirtschaftlichkeit der Spurführung profitieren. Die VarioGuide Spurführung ist optional erhältlich.

Optional erhältlich sind je Modell folgende Features:

  • 500 Vario PowerPlus: Rückfahrwarnton, ISOBUS-Gerätesteuerung
  • 700 Vario PowerPlus: Rückfahrwarnton, ISOBUS-Gerätesteuerung, automatische Lenkbremse

Hinzu kommt, dass alle Traktoren von Fendt 300 Vario bis 1000 Vario bereits Mitte 2017 die neue EU-Sicherheitsverordung Nr. 167/2013 erfüllen (tritt in Kraft ab 01.01.2018). Alle Traktoren verfügen ab diesem Zeitpunkt serienmäßig über Weitwinkelspiegeln.

Fendt Produktneuheiten-Feuerwerk auf der Agritechnica 2017

Den heutigen Beitrag möchte ich mit den Worten von Peter-Josef Paffen, Vorsitzender der Geschäftsführung AGCO/Fendt abschliessen.

In dem oben aufgeführten YouTube-Video, welcher auf der diesjährigen SIMA entstand, äußerte sich Herr Paffen wie folgt:

„Ich glaube nicht untertreiben, sagen zu dürfen, dass die Agritechnica, die größte Neuheiten-Messe für Fendt in der ganzen Geschichte sein wird.“

Das macht doch gleich noch mehr Laune auf die Messe in Hannover, oder?

Was glaubt Ihr: welche weiteren Produktneuheiten erwarten uns noch auf der Agritechnica von Fendt?

Landtechnik Deutz-Fahr Stand Agritechnica

Landtechnik News: Ergastraktoren und Heckmähwerke

Von Deutz-Fahr gibts jetzt einen erdgasbetriebenen Traktor. Statt herkömmlichem Diesel, wird der Deutz 5120C mit Erdgas betrieben. Der österreichische Landtechnikhersteller Pöttinger erweitert seine Produktpalette. Das Heckmähwerk Novacat 352 V eignet sich besonders gut für enge Durchfahrten.

Bevor wir die beiden Neuheiten aus dem Bereich Landtechnik näher unter die Lupe nehmen, möchte ich noch auf zwei aktuelle Meldungen aus der Landwirtschaft eingehen.

1. Kartellamt sagt JA zum Joint Venture Danish Crown & Westfleisch.

Jetzt ist es amtlich. Am 02.12. hat das europäische Kartellamt die Kooperation zwischen den beiden Fleischvermarkter Danish Crown (Dänemark) und Westfleich (Deutschland) genehmigt. Das neue Joint Venture trägt jetzt den Namen Westcrown.

„Ich bin sehr erfreut über die Genehmigung. Jetzt können wir den Fokus auf den Produktions-start richten. Anfang 2016 soll es losgehen.“ – Kjeld Johannesen, Geschäftsführer von Danish Crown

Der Zusammenschluss soll Landwirten höhere Erlöse garantieren. Unternehmensangaben zufolge, schlachtet Danish Crown jährlich 325.000 Sauen und gehört weltweit zu den Top 3 Fleischexporteuren. Westfleisch schlachtet jährlich 350.000 Sauen und gehört zu den Top 5 Fleischvermarktern in Europa.

2. Weltweit verlieren wir 10 Mio. Hektar Ackerfläche, u.z. JÄHRLICH.

Das Umweltbundesamt in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung konfrontieren uns mit ein paar erschreckenden Zahlen.

  • 10 Mio. ha Ackerfläche gehen weltweit verloren => das entspricht rund 14 Mio. Fußballfeldern
  • 70 ha pro Tag verwandeln sich in Deutschland in Siedlungs- und Verkehrsfläche => die Hälfte hiervon wird versiegelt, d.h. die Flächen sind für den Anbau von land- und forstwirtschaftliche Produkte verloren

Die Aufforderung an die politische Spitzen lautet wie folgt:

Den zunehmenden Verlust von fruchtbarem und gesundem Boden aufzuhalten, sowie eine Wiederherstellung bis 2030 zu erzielen.

Den Strukturwandel wird wohl keiner aufhalten können.

Agrarbetrieb Geschenk Landwirte 05

Neues aus der Landtechnik

Der Erdgastraktor Deutz-Fahr 5120C

Auf der Agritechnica präsentierte Deutz-Fahr in Zusammenarbeit mit der Deutz AG und der Universität Rostock, den ersten Prototypen seines Erdgastraktors Deutz-Fahr 5120C.

Ähnlich wie in der Automobilbranche, steigt auch in der Landwirtschaft die Nachfrage nach alternativen Antriebskonzepten. Im Rahmen dieser Kooperation wurde ein Industriedieselmotor auf Erdgasbetrieb umgerüstet.

Ein paar technische Details im Überblick:

  • 100% Erdgas
  • 3,6 Liter Deutz TCD Motor mit 115 PS (86 kW)
  • Zündkerzen ersetzen die Dieselinjektoren
  • 236 Liter Tank-Fassungsvermögen aufgeteilt in 7 Tanks
  • Abgasstufe V ist bereits erfüllt

Der große Vorteil des erdgasbetriebenen Traktors liegt in dem 10 bis 14% niedrigerem CO2-Ausstoß. Nicht zu vernachlässigen ist auch der geringere Lärm der erzeugt wird.

Dieses Projekt wurde von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt gefördert. Nun liegt es in den Händen des Thünen-Instituts für ökologischen Landbau, denn hier finden nämlich die Praxistests statt. Man erhofft sich viele wertvolle Erkenntnisse die dazu führen sollen, dass wir im Bereich der Landwirtschaft und Landtechnik neue Antriebskonzepte schneller annehmen und umsetzen.

Anbei ein YouTube-Beitrag von den Kollegen von tractortube, die ganz tolle Videos auf der Agritechnica gedreht haben. Der Marketingleiter von Same Deutz-Fahr in Lauingen erläutert in dem Interview ein paar Neuheiten, die es auf dem Stand von Deutz-Fahr zu sehen gab.

 

 

Der kompakte Heckmähwerk Novacat 352 V von Pöttinger

Pöttinger erweitert sein Produktportfolio um das neue Heckmähwerk Novacat 352 V. Das Mähwerk ist laut Unternehmensangaben durch seine vertikale Transportposition bestens geeignet für „enge Durchfahrten oder Feldeinfahrten“.

Zu den technischen Spezifikationen:

  • Arbeitsbreite von 3,46 m
  • Hydraulische Unterlenkerwippe „Hitch & Mow“ sorgt für ein einfaches Anhängen
  • Heckmähwerk wird für den Transport hydraulisch um 115 Grad seitlich nach oben geschwenkt
  • Novacat-Mähbalken mit serienmäßigem Klingen-Schnellwechselsystem
  • Mähscheiben: 8 Stück
  • Mähklingen: 16 Stück
  • Flächenleistung: 3,4 ha/h
  • Kraftbedarf: 80 PS
  • Abgeflachte Kegelflächen
  • Optimierter Gegenschneidebereich
  • Überlappende Messerlaufbahnen
  • Gelenkwellen haben hohe Schmierintervalle (150 h, sprich Wartungsfreundlichkeit)

Landtechnik & Innovationen

Erdgastraktoren haben wir schonmal, was kommt als Nächstes? Ein Tesla-Traktor vielleicht? Oder ein Erdgas-Mähdrescher?

Heute lachen einige noch über derartige „Innovationen“ aber früher oder später, wenn die Hälfte unserer Fahrzeuge (oder Landmaschinen) mit Erdgas oder Elektro angetrieben werden, dann wird wohl dem Letzten das Lachen vergehen.

Henry Ford veränderte in 1908 mit seinem Model T die Welt für immer. Heute ist Elon Musk, der Gründer von PayPal, Tesla und SpaceX in aller Munde. Wer kommt wohl als Nächster und vor allem, mit welcher grandiosen Innovation? Wir leben in einer spannenden Zeit.

Welche Erwartungen und besonderen Ansprüche habt Ihr an die Landtechnik?