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Blumenwiese-Bienen

Blumenwiesen für Bienen

Bienen sind eines der wichtigsten Nutztiere der Menschen. Zusammen mit Hummeln oder auch Schmetterlingen sind sie von großer ökologischer als auch ökonomischer Bedeutung. Denn ohne Bienen keine Bestäubung. Ohne Bestäubung keine Ernte. 

Wie wichtig die kleinen Insekten für uns sind, hat wohl schon Einstein erkannt, auch wenn es zu seiner Zeit wohl noch kein Problem mit dem Lebensraum für Biene und Co. gab:

„Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben. Keine Bienen mehr, keineBestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, kein Mensch mehr.“ Albert Einstein

Monokulturen, gentechnisch veränderte Pflanzen, der Einsatz von Pestiziden, das Verschwinden von natürlichen Grünflächen, Schädlinge wie die Varroamilbe … die Feinde für Bienen und Co. klingen übermächtig. Und mit Ihnen steht die Landwirtschaft schnell in einem schlechten Licht. 

Aber es braucht keine übermächtigen Maßnahmen, um Bienen und andere Insekten einen Lebensraum und Nahrung zu bieten. Bei Agrarbetrieb schließen sich Nachhaltigkeit und Landwirtschaft nicht aus.

Blumenstreifen und -flächen werden entlang der Felder angebaut und bieten mit Ihrem Mix an sorgfältig ausgewählten Pflanzen auch für größere Tiere eine vielseitige Nahrungsquelle. 

„Mir ist es wichtig, dass ich über diese Schiene einen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt leisten kann.“ Roland Dömling

Blumenstreifen gegen das Verhungern von Bienen

Bewusst gepflanzte Blühstreifen und -flächen in der Landwirtschaft sehen nicht nur schön aus, sondern sichern auch das Überleben unzähliger Insekten und andere Tiere. 

Blumenstreifen sind zudem nicht nur schön anzusehen. Die bunten Streifen am Rande der Felder können, wenn sie richtig angelegt werden, Schädlinge abhalten, und damit sogar den Einsatz von Pestiziden eingrenzen.

 

Anlegen einer Blumenwiese

 

Quelle: FiBLFilm

Die Schritte zur erfolgreichen Blumenwiese

Auswahl des Standorts

Das Anlegen einer Blumenwiese beginnt mit der Auswahl des Standortes. Es müssen nicht immer gleich großflächige Blühflächen angelegt werden.

Für viel Insekten ist ein Blühstreifen am Rand des Feldes schon eine große Oase. Ideal sind Hecken und Baumgruppen in der Nähe der Blühstreifen, die den Insekten zudem noch eine zu Hause bieten.

Generell gilt jedoch, desto breiter der Streifen, desto mehr Artenvielfalt.

Auswahl der Saatmischung

Der nächste Schritt ist die Auswahl der Saatmischung: einjährige, überjährige oder mehrjährige Mischungen.

Im Gegensatz zu einjährigen Mischungen, enthalten mehrjährige Mischungen einen Mix aus Kultur- und auch Wildpflanzen,  die zumeist frosthart sind.

Von Frühjahr bis in den Spätherbst benötigen Bienen Blumen. Deshalb ist ein Mix, der verschiedene Pflanzen über das Jahr verteilt blühen lässt besonders attraktiv.

Es ist zudem empfehlenswert, besonders naturbelassenes Saatgut zu nutzen, da viele neu gezüchtete Blumen nur wenig oder sogar keinen Nektar produzieren.

Und nicht zuletzt gibt es da auch die regionalen Unterschiede. Mischungen mit gebietstypischen Pflanzen berücksichtigen die spezifischen Gegebenheiten vor Ort, auf welche sich Pflanzen und Tiere über Jahrtausende hin spezialisiert haben.

Vorbereitung des Saatbeetes

Weiterhin ist die gründliche Vorbereitung des Saatbettes für den Erfolg der Blühfläche entscheidend.

Der Anbau einer Blühfläche ist in dieser Hinsicht ebenso anspruchsvoll wie der Anbau eines Getreidefeldes. Die Aussaat sollte auf einem unkrautfreien, lockerem und feinkrümeligen Feld erfolgen.

Wenn das Unkraut vorab nicht sorgfältig entfernt wurde, kann passieren, dass sich das Unkraut schnell ausbreitet.

Blühmischungen werden sich gegen dieses nicht durchsetzen können.

Technik bei der Aussaat

Im weiteren Schritt ist die richtige Technik bei der Aussaat ebenso kritisch für eine schöne Blumenwiese. Generell können Drillmaschinen für die Aussaat genutzt werden.

Das Saatgut sollte hierbei am besten, aufgrund der unterschiedlichen Korngrößen, mit einem Füllstoff aufbereitet werden, damit die gleichmäßige Durchmischung und Dosierung gegeben ist.

Während ein- und überjährige Mischungen eine Saattiefe von 1-2 Zentimetern bevorzugen, lieben mehrjährige Saatmischungen wenn möglich das Ablegen auf der Oberfläche mit einem anschließenden Anwalzen.

Erfreuen an der Farbenpracht

Nach all der Arbeit kommt nun der schöne Teil: einmal ausgesäht und erblüht, könnt Ihr das Ergebnis Eurer Arbeit einfach geniessen. Die Blumenwiesen können nun sich selbst überlassen werden.

Auch das Mulchen oder Mähen sollte nur im äußersten Notfall erfolgen, denn hierdurch wird der Lebensraum der in der Blühfläche lebenden Tiere zerstört.

Am Unkraut stört sich mehr der Landwirt als das Tier.

Patenschaft für eine Blumenwiese

Aber die eigene Blumenwiese geht auch ganz ohne Arbeitsaufwand. Ihr könnt Eure eigene Blumenwiese mit einer Blumenwiesenpatenschaft haben.

Wenn Ihr etwas persönliches an einen ganz besonderen Menschen verschenken möchtet, dann schenkt ihm doch eine Wiese voller Blumen für ein ganzes Jahr.

Eine Blumenwiesenpatenschaft bereitet nicht nur Freude, sondern gibt vielen Insekten zudem einen Lebensraum. Das passende Geschenk für alle Naturliebhaber. 

Agrarbetrieb sieht an den Schmetterlingen, welche wieder in größere Anzahl und Vielfalt über die Felder fliegen, dass die Blumenwiesen ein Erfolg sind. Was ist Eure Erfahrung mit Blühstreifen- und flächen?  

Anbauflächen in Deutschland - Weizen Agrarbetrieb

Anbaufläche 2015: Winterweizen bleibt unangefochtener Spitzenreiter

Auf den deutschen Äckern steht ganz schön viel Winterweizen; und zwar auf mehr als die Hälfte der Anbaufläche. Damit bleibt Winterweizen weiterhin der unangefochtene Spitzenreiter bei Getreide. Wie das Ranking der anderen Getreidearten aussieht, erfahren Sie in dem heutigen Bericht.

Die aktuellste Schätzung des Statistischen Bundesamts Destatis aus April 2015 besagt, dass 53% der gesamten Getreideanbaufläche in Deutschland mit Winterweizen bestellt wurde. Genau genommen, sind es 3,25 Millionen Hektar, was einem Anstieg von 3% gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Weniger Anbaufläche für Zuckerrüben und Winterraps

In der nachfolgenden Aufstellung gehts um alle weiteren wichtigen Getreidearten in Deutschland (Feldfrüchte ohne Stadtstaaten) sowie die für diese Kulturen vorgesehenen Flächengrößen:

#1. Winterweizen: Wie bereits oben aufgeführt, steht Winterweizen mit 53% der Getreideanbaufläche und einem Wachstum von 3% an erster Stelle.

Exkurs Winterweizen

Das Informationssystem Integrierte Pflanzenproduktion (ISIP) macht auf Ihrer Webseite auf das aktuelle Gelbrost-Problem in Sachsen aufmerksam.

„Im Winterweizen, der sich im BBCH 37/39 im Gebirge und BBCH 45/49 – 53 im Flachland befindet, ist der Gelbrost weiterhin ein aktuelles großes Thema. Auch weniger anfällige Sorten können Befall zeigen. Auf Flächen mit zeitiger Fungizid-Vorlagebehandlung ist wieder Neubefall mit Gelbrost bis auf der 2. Blattetage (F-1) sichtbar. Die Anschlussbehandlung mit einem Gelbrost wirksamen Präparat darf nicht verpasst werden.“

Das Portal rät die Krankheits- und Schädlingskontrollen laufend fortzusetzen.

#2. Silo- und Grünmais: Auf dem zweiten Platz reiht sich Silo- und Grünmais einschließlich Lieschkolbenschrot mit 2,13 Millionen Hektar. Auch diese Kulturart findet eine große Fangemeinschaft. Hier gilt eine Flächenausweitung in Höhe von 2,1%.

#3. Winterraps: Die Anbaufläche für Winterraps geht um 6,4% zurück. Demnach werden „nur noch“ 1,3 Millionen Hektar Winterraps in Deutschland angebaut.

#4. Wintergerste: In Deutschland wird dieses Jahr mehr Wintergerste angebaut, und zwar um 3,2% mehr als im Vorjahr. Das sind dann 1,27 Millionen Hektar.

#5. Roggen & Wintermenggetreide: Die Anbaufläche für Roggen und Wintermenggetreide in 2015 umfasst 624.800 Hektar. Das sind 0,7% weniger als im Vorjahr.

#6. Sommergetreide: Das ist die Anbaufläche mit dem zweitstärkstem Wachstum nach Erbsen. Die Steigerung der Flächen für Sommerweizen, Sommergerste und Hafer beträgt 3,9%. Das sind 547.100 Hektar.

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Exkurs Sommergerste

Aus dem 2. Saatenstandsbericht für Sommergerste 2015 der Braugerstengemeinschaft e.V. erfahren wir, dass die Anbaufläche für Sommergerste um 4% gestiegen ist. Demzufolge wurden auf 360.000 Hektar Sommergerste gepflanzt.

Sommergerste-Spitzenreiter unter den Bundesländern bleibt weiterhin Bayern mit 107.000 Hektar; hiervon werden rund 100.000 ha als Braugerste angebaut. Den größten Sprung schafft jedoch das Bundesland Niedersachsen mit einem Flächenplus von 26% auf 45.900 Hektar. Im Vorjahr waren es 38.100 Hektar.

Die Gründe für dieses Wachstum:

  • Mehr Greeningmaßnahmen
  • Reduzierung der Wintergetreidemenge

#7 Körnermais: Stagnation beim Maisbau. In 2015 wurden 482.000 Hektar mit Mais bestellt.

#8. Triticale: Stagnation auch bei Triticale. Die Anbaufläche liegt bei 417.000 Hektar.

#9. Zuckerrüben: Die größte Flächenreduzierung gibt es bei Zuckerrüben mit 15,3%. Kein Wunder bei dem Rekordergebnis aus dem Vorjahr. Es wurden 315.500 Hektar mit Zuckerrüben bestellt.

#10. Kartoffeln: Die Anbaufläche 2015 für Kartoffeln hat sich um 1,3% leicht verringert und liegt aktuell bei rund 241.000 Hektar.

#11. Erbsen zur Körnergewinnung: Bei den Erbsen geht regelrecht die Post ab — im Sinne von Verdoppelung der Anbaufläche von 41.700 Hektar in 2014 auf 84.100 Hektar in diesem Jahr. Bei den Ackerbohnen sieht die Entwicklung ähnlich positiv aus.

Was steckt hinter dieser massiven Flächenausweitung?

Der Hauptgrund für das starke Wachstum liegt darin, dass der Anbau von Eiweißpflanzen mit der Umsetzung der EU-Agrarreform ab 2015 stärker gefördert wird.

Haupterhebung erfolgt im Juli

Das Bundesamt weist nochmal ausdrücklich darauf hin, dass es sich hierbei nur um vorläufige Anbautendenzen handelt, basierend auf einer begrenzten Anzahl von Ernte- und Betriebsberichterstattern. Präzisere Informationen erhalten wir in knapp zwei Monaten im Zuge der Bodennutzungshaupterhebung.

Wie sieht es auf Ihrem Acker aus? Welche Getreideart hat bei Ihnen wieviel Anbaufläche erhalten? Ich freue mich auf Ihr Kommentar.

 

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Rübenkampagne 2014 Rekorderträge in Europa

Rübenkampagne 2014/15: Rekorderträge in Europa

Die Rübenkampagne 2014/15 geht als Rekordernte in die Geschichtsbücher ein. Europa jubelt über die Top-Erträge. Der enorme Zuckerüberschuss hat jedoch auch seine Nachteile. Hierzu gleich mehr.

Die Top 9 Rübenländern Europas wissen nicht wohin mit den Erträgen und sehen sich gezwungen die Notbremse Flächenreduktion zu ziehen. Zwei Länder haben sogar die magische Grenze von 15 Tonnen je Hektar überschritten. Deutschland nimmt den ehrenhaften dritten Platz ein und realisiert den größten Sprung zum Vorjahr.

Rübenkampagne 2014: Ernte gut, alles gut

Ergebnisse der Top 9 Rüben-Länder in Europa

Das nachfolgende Ranking stammt aus einer aktuellen LIZ-Pressemeldung:

1. Schweiz: Den ersten Platz belegt die Schweiz mit 15,6 t/ha. Der Zuwachs war zweistellig und betrug 27,9%. In 2013 erntete die Schweiz lediglich 12,2 t/ha.

2. Niederlande: Das zweite Land was die magische Grenze von 15 t/ha überschreitet sind die Niederlande. Mit 15,1 t/ha und einem Wachstum von 14,4% sichern sich unsere Nachbarn den zweiten Platz.

3. Deutschland: Eine tolle Rübenkampagne ist auch hierzulande zu Ende gegangen. In dem europäischen Ranking haben wir uns mit 14,8 t/ha und einem enormen Wachstum von 35,8% super geschlagen und somit die Bronzemedaille gesichert.

Exkurs: Rübenkampagne ist eine große Herausforderung für Nordzucker

Die Nordzucker AG steht vor einer großen Herausforderung. Die Rübenkampagne 2014/15 war viel besser als erwartet:

„Gegenüber der ursprünglichen Planung kamen mehr als eine Million Tonnen Rüben zusätzlich in unsere Werke. Das stellte vor allem unsere Kollegen vor Ort, die gesamte Logistik und die Anlagen in den Fabriken vor große Aufgaben, die exzellent gemeistert wurden“, fasst Produktionsvorstand Axel Aumüller diese außergewöhnliche Kampagne zusammen.

Insgesamt verarbeitete Nordzucker europaweit rund 18,3 Millionen Tonnen Zuckerrüben. Das Jahr zuvor waren es 15 Millionen Tonnen.

Die hohen Zuckermengen und die weltweiten Preiskämpfe führen dazu, dass Konzerne und Rübenbauern dieses Jahr enger zusammenrücken müssen, um den „Druck aus dem Markt zu nehmen“. Das bedeutet wiederum eine Einschränkung der Anbauflächen.

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4. Belgien: Den vierten Platz im EU-Ranking sichert sich Belgien mit 14,7 t/ha und einem Wachstum von 8,1% gegenüber der Rübenkampagne in 2013.

5. Frankreich: Den mittleren Platz im Top 9-Ranking sichert sich Frankreich mit 14,5 t/ha. In 2013 lag die Rübenernte bei 13,4 t/ha. Das entspricht einem Wachstum von 8,2%; ähnlich wie die Rübenbauern in Belgien.

6. Dänemark: Der sechste Platz geht an Dänemark mit 14,2 t/ha und einem Zuwachs von 10,9%.

7. Österreich: Unsere Nachbarn im Süden sichern sich den siebten Platz mit 13,8 t/ha. Auch in Österreich ging es zweistellig (23,2%) nach oben. Die Rübenernte in 2013 betrug 11,2 t/ha.

8. Schweden: Der achte Platz geht an Schweden mit 12,2 t/ha. Das Vorjahresergebnis wurde mit 8% übetroffen.

9. Polen: Der neunte Platz geht an Polen mit 11,7 t/ha und einem Wachstum von 9,3% gegenüber 2013.

Die Kehrseite einer Top Rübenkampagne

Tolle Rübenerträge auf der einen Seite, niedrige Zuckerpreise und Kapazitätsprobleme auf der anderen. Die Konsequenz: Flächenreduktion.

Gemäß Informationsdienst Zuckerrübe LIZ wird in Polen von einer Flächenreduktion von mindestens 5% ausgegangen. In Schweden soll die Prozentzahl deutlich höher sein – die Rede ist von bis zu 30% Flächenreduktion.

Kommt es zur dramatischen Flächenreduktion?

Was glauben Sie? 

Erwartet uns nach dieser grandiosen Rübenkampagne eine drastische Reduktion der Anbauflächen? Ist das die vernünftigste Lösung oder sehen Sie auch andere pragmatische Modelle die angewandt werden könnten?

 

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Rüben - Geheimnis der Zuckereinlagerung gelüftet (c) Agrarbetrieb.com

Rüben: Geheimnis der Zuckereinlagerung gelüftet

Vor zwei Wochen ging es noch darum die freiliegenden Rüben mit Vlies zuzudecken, um Frostschäden zu vermeiden. Heute freuen sich alle über die Spitenerträge und die hohen Zuckergehalte des außergewöhnlichen Rübenjahres 2014.

Während Landwirte mit ihren letzten Rübentransporten beschäftigt waren, sind Forscher der Universität Würzburg dem Geheimnis der Zuckereinlagerung auf die Schliche gekommen. Das Team um Prof. Dr. Hedrich vom Institut für Molekulare Pflanzenphysiologie und Biophysik hat herausgefunden, dass ein Rüben-Transporter-Gen names BvTST2.1, das selektiv Saccharose in die Vakuole (Saftspeicher) der Rübenzellen leitet, für die Zuckerspeicherung bzw. -einlagerung in den Rüben verantwortlich ist.

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Sollte dieses Prinzip von weiterführenden Laborversuchen bestätigt werden, dann steht der Rübenzüchtung mit einem höheren Zuckergehalt nichts mehr im Weg. Wird diese bahnbrechende Erfindung der Beginn der Zuckerspeicherung?

Ein Zuckerertrag von über 22 t/ha ist schon der pure Wahnsinn. Erwarten uns zukünftig noch höhere Zuckergehalte?

Ropa Euro Tiger V8 beim Rüben roden in 2014

Hohe Zuckererträge bei Rüben im liz-Gebiet

Erfahrene Rübenanbauer aus ganz Deutschland staunen über die Spitzenerträge und außergewöhnlich hohen Zuckererträgen von über 22 t/ha. Der Landwirtschaftliche Informationsdienst Zuckerrübe hat eine Übersicht mit den Spitzenerträgen der einzelnen Regionen erstellt.

Des Weiteren fordert die liz in einer seiner aktuellen Meldungen, Landwirte dazu auf, ihre persönlichen Rekorderträge mit allen zu teilen.

Wer wird wohl den Rekord brechen?

Die Top 5 der liz-Liste lauten wie folgt:

  1. Kreis Kleve, Werk Apperdorn: 130 t/ha Rübenertrag, 17% Zuckergehalt, 22,1 t/ha Zuckerertrag
  2. Landkreis Rotenburg (Wümme), Werk Uelzen: 122 t/ha Rübenertrag, 18,10% Zuckergehalt, 22,1 t/ha Zuckerertrag
  3. Landkreis Göttingen, Werk Schladen: 116 t/ha Rübenertrag, 18,50% Zuckergehalt, 21,5 t/ha Zuckerertrag
  4. Kreis Düren, Werk Euskirchen: 121 t/ha Rübenertrag, 17,66% Zuckergehalt, 21,4 t/ha Zuckerertrag
  5. Kreis Vorpommers-Greifswald, Werk Anklam: 125 t/ha Rübenertrag, 16,80% Zuckergehalt, 21,0 t/ha Zuckerertrag

Top-Rübenernte auch im DNZ-Gebiet erwartet

Die Rübenernte im Gebiet des Dachverbands Norddeutscher Zuckerrübenanbauer e.V. (DNZ) verspricht einen Rübenertrag von rund 80 t/ha mit einem Zuckergehalt von knapp 18%. Der Zuckerertrag entspricht damit fast 15 t/ha.

Die 6 Zuckerrübenfabriken im Verbandgebiet werden ihren Betrieb bis voraussichtlich Ende Januar noch fortführen. Es bleibt demnach abzuwarten ob die diesjährige Kampagne dem Jahr 2011 den Titel „Rekordrübenjahr“ streitig macht und das bei deutlich reduzierten Anbauflächen.

Aufgrund der reichlich vorhandenen Rüben, haben die Zuckerunternehmen den Rübenanbauern angeboten, mit Rüben aus diesem Jahr einen Teil der Vertragsmengen des kommenden Anbaujahres 2015 zu erfüllen. Dadurch sollen die gut gefüllten Zuckerläger in der EU entlastet werden. [laut DNZ]

Rüben & Herbizide: Hoffnung für neuen Wirkstoff erst ab 2016

Im Bereich der Herbizide wird es in 2015 keine große Änderungen geben. Laut liz stehen alle bisherigen Wirkstoffe für die Unkraut- und Ungrasbekämpfung in Zuckerrüben weiterhin zur Verfügung.

Die Herbizide Goltic Super (Metamitron+Ethofumesat) und Kontakt 320 SC (Phenmedipham) sowie das Additiv Oleo FC werden in 2015 nicht mehr vermarktet.

Die Zulassung von Venzar (Lenacil) ist weiterhin unsicher. Neue Herbizid-Kombinationen sollen erst in 2016 neu auf den Markt kommen.

Rekordrübenjahr oder nicht?

Wie siehts denn bei Ihnen aus? Überschreiten Ihre Rüben den Zuckerertrag von 22 t/ha?

 

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Ernte bei Agrarbetrieb - Zuckerrueben

Ernte daneben: So verpulvert man seinen Ertrag

Ernte gut, Ertrag gut, alles gut. Pustekuchen.

Unsere Branche erfordert viel Kraft, Konzentration und Energie von Landwirten. Ganzjährig wird das Feld sorgfältig bearbeitet und gepflegt, und dann kommt sowas… Die Mähmaschine schleudert das Geerntete nicht in den Auftragcontainer, sondern komplett daneben.

Lustig oder nicht, je nachdem wie man dieses Fiasko betrachtet.

Eins ist sicher: schuldig in diesem Fall ist nicht die Technik, sondern eindeutig der Mensch bzw. Landwirt. Trotz Mechanisierung kann man leer ausgehen. Machen die Jungs so weiter, dann können sie den Ertrag garantiert nicht einfahren.

Bis dahin zerbricht sich die Online-Community den Kopf mit der Frage: „Warum hat der Landwirt das nicht bemerkt und die Maschine nachjustiert?“

Bleiben wir doch bei dem Thema Ernte und werfen einen Blick auf die Entscheidungen der Landwirte bzgl. Zuckerrüben und Anbauflächen in 2015.

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Zuckerrüben: TOP Ernte führt zur Flächenreduktion in 2015

Die diesjährige Zuckerrübenernte bereitet auch heute noch dem einen oder anderen Landwirt Kopfschmerzen. Fahrer suchen, LKWs einteilen, die Rüben entsprechend lagern und aufladeneine logistische Herausforderung.

So wie es aussieht, wird ein Großteil der Anbauer ihre Überrüben ganz oder teilweise in das kommende Jahr 2015 übertragen und die Anbauflächen entsprechend reduzieren.

Der Landwirtschaftliche Informationsdienst Zuckerrübe (LIZ) hat im Monat Oktober eine Umfrage gemacht. Die beiden Kernaussagen der Befragung lauten wie folgt:

  • Die meisten Landwirte werden ihre Überrüben ganz oder teilweise in das Anbaujahr 2015 übertragen.
  • Rübenflächen 2015 werden deutlich reduziert. Laut LIZ-Rüben-Vortrag führt dies zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit des Rübenvortrags und trägt gleichzeitig zur notwendigen Marktentlastung bei.
LIZ-Umfrage Anbauflaeche Zuckerrueben reduzieren Ernte
Quelle: Landwirtschaftlicher Informationsdienst Zuckerrübe (LIZ)

Die Ergebnisse der aktuellen LIZ-Umfrage

  • 79% der Befragten wollen die Zuckerrübenfläche 2015 einschränken.
  • 25 % planen eine Flächenreduktion bis 10 %
  • 30% beabsichtigen zwischen 11% – 20% zu reduzieren
  • 14% schränken zwischen 21% – 30% ein
  • 10% wollen den Anbau 2015 um mehr als 30% kürzen.

Pflanzenschutzmittel bei Kälte nicht bewegen

Die LIZ macht in eins seiner letzten Beiträge Landwirte darauf aufmerksam, dass sie äußerst vorsichtig bei dem Umgang mit Pflanzenschutzmitteln bei Kälte sein sollen. Denn Eigenschaften und Wirkungen von Pflanzenschutzmitteln werden bei Kälte stark beeinträchtigt.

Die Auswirkungen können fatal sein.

… Entmischungen und Ausfällungen können die Folge sein, ebenso wie Filterverstopfungen und im Extremfall Wirkungsverluste.

Wer einen Blick auf die Temperaturenansprüche der im Zuckerrübenanbau eingesetzten Pflanzenschutzmittel werfen will, der kann dies gerne in folgender Tabelle nachschauen: „Mindestlagerungstemperaturen für Pflanzenschutzmittel im Zuckerrübenanbau„.

Fazit: Pflanzenschutzmittel (PSM) dürfen bei Kälte auf keinen Fall bewegt werden. Es ist wichtig, nach der Lagerung die PSM auf Ausflockungen zu kontrollieren und abgesetzte PSM intensiv aufzumischen.

Was halten Sie von dem obigen Ernte Faux-pas? Wie konnte sowas Ihrer Meinung nach passieren?

 

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