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Aronia-REDII-Gesundheit

Aronia – eine Beere für Eure Gesundheit

Mit dem neuen Jahr gibt es die vielen guten Vorsätze. Eine gute Gesundheit gehört meist dazu. Hier kann Euch eine kleine Beere, die Aronia, kräftig unterstützen. 

Ohne Gesundheit läuft nichts. Wenn wir nicht fit sind, können wir unseren Aufgaben nicht gerecht werden. 

Nun haben wir eine vollen Tag, zusätzliches leisten, um gesund zu bleiben, ist oft unrealistisch. Aber es gibt auch kleine Helfer. 

Etwa die Gesundheitsbeere Aronia. Einfach in den tägliche Speiseplan integriert und ihr habt einen Eurer guten Vorsätze (fast) schon umgesetzt. 

Aber bevor ich Euch die kleine Superbeere vorstelle, geht es erstmal zu EU-Parlament. 

Gestern, am 17.01.2018, hat das EU-Parlament die Neufassung der Erneuerbaren-Energien-Richtline (Renewable Energy Directive – RED II) beschlossen.

Der Anteil der erneuerbaren Energien bei der Stromversorgung soll zukünftig deutlich steigern.

So sollen im Jahr 2030 mindestens 30 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Ressourcen stammen.

RED II – Palmöl wird verboten

Mit RED II verfolgt die EU ambitionierte Ziele. In 2030 sollen die Treibhausgas-Emissionen, im Vergleich zu 1990, um mindestens 40 Prozent reduziert werden.

Die wirtschaftliche Ausrichtung in Ländern wie Indonesien oder Malaysia wird sich wohl an neue Marktbedingungen anpassen müssen. Die Länder zählen zu den wichtigsten Exporteueren von Palmöl.

Aufgrund der großen Umweltschäden, die durch die Erzeugung von Palmöl entstehen, wird jedoch die Beimischung von Palmöl bei Treibstoffen ab 2021 verboten sein.

Im Verkehrssektor soll in 2030 der Anteil der Erneuerbaren Energien mindestens 12 Prozent betragen.

Von den 12 Prozent dürfen jedoch nur maximal 2 Prozent aus Biomassen wie Biodiesel oder Bioethanol stammen. Die restlichen 10 Prozent müssen Biokraftstoffe sein, die aus Rest- und Abfallstoffen erzeugt werden.

Aber, in der heutigen Zeit, jagt auch eine Weiterentwicklung die nächste. In 2030 wird vieles möglich sein, von dem wir heute noch träumen.

„Der Beitrag von nur zwei Prozent bei konventionellen Biokraftstoffen würde eine starke Verringerung des Absatzes bedeuten. Damit reduziert das Parlament völlig unnötig den Beitrag, den Biokraftstoffe zur Dekarbonisierung im Verkehr leisten können“, meint Elmar Baumann, Geschäftsführer Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie (VDB)

Generell wird die Neufassung der Erneuerbaren-Energien-Richtline Diskussionen auslösen.

Derzeit bilden konventionelle Biokraftstoffe mit einem Anteil von rund 90 Prozent der erneuerbaren Energien im Verkehrswesen den mit Abstand größten Anteil dar.

Die Förderung für diese Form der Energiegewinnung einzustellen und im Gegenzug hierfür auf noch nicht entwickelte oder unerprobte Alternativen zu setzen, ist definitiv ein riskantes Unterfangen.

(Quellen: Börse Online, Europäische Kommission,

Die Richtlinie wie die Richtlinie unser Leben beeinflussen wird, wird sich erst in den kommenden Jahren zeigen.

Insbesondere auf dem Gebieten Technologie und Energie zeigen sich die weitreichenden Folgen von Veränderungen in unserem Alltag.

Neue Technologien führen zu neuen Essgewohnheiten

Wir stehen nicht mehr mit dem Spaten auf dem Feld, leisten über Stunden körperliche Höchstarbeiten.

Maschinen haben uns dies abgenommen. Jeder denkt jetzt wohl an seine maschinellen Kraftpakete, die auf dem Hof stehen.

Pure Kraft ist mit ausgefeilter Technologie vereint. Anpacken müssen wir Landwirte zwar noch immer.

Aber statt körperliche Leistung zu bringen, waren im letzten Jahrhundert Fähigkeiten wie mechanisches Wissen bereits wichtiger. Körperlich Stärke kann durch die Maschinen ausgetauscht werden.

Instandsetzung, Wartung, Reparatur, … erfordert weniger körperliche Arbeit als einen Kopf zum Mitdenken.

Jetzt, im 21. Jahrhundert, Ihr habt es auf der letzten Agritechnica gesehen, läuft ohne Software  nichts mehr.

Im Zweifel kann nicht mal mehr eine mechanische Reparatur erfolgen, weil die Software das Problem ist. Sie ein Upgrade benötigt oder ähnliches.

Landwirtschaft ist definitiv Kopfarbeit.

Dies erfordert auch eine Umstellung an die Ernährung. Vor hunderten vor Jahren war deftige Hausmannskost notwendig, um den landwirtschaftlichen Alltag meistern zu können.

Es war körperliche Arbeit, die Unmengen an Kalorien benötigte.

Heute arbeiten wir mit dem Kopf und, in Relation gesetzt, wenig körperlich.

Essentrends, die wir wohl, so ganz klichehaft eher gestressten Großstädtern zuordnen, sind aber durchaus auch was für den Landwirt der Zukunft.

Sogenannte Superfoods sind ein Turbogang für unsere Gesundheit und eine Superpower für unser Gehirn.

Aronia – Wunderbeere mit großer Wirkung

Heute möchte ich Euch die Gesundheitsbeere Aronia vorstellen.

Voller Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente versorgt Sie unseren Körper mit wichtigen Stoffen, uns helfen, im Alltag Höchstleistungen zu vollbringen.

Aronia wird auf gut deutsch auch „Apfelbeere“ genannt und stammt ursprünglich aus dem östlichen Nordamerika.

Die Früchte sind erbsengroß, schwarz und häufig wachsartig überzogen. In Ländern wie Polen oder Russland gilt die Aronia gar als Heilpflanze.

Denn nicht nur enthalten die Beeren eine antioxidative Superpower. Sie ist voll mit

  • Vitamin A, B (komplette Gruppe), C, E, K
  • Eisen, Kalium, Kalzium, Magnesium, Zink
  • Flavonoide und Anthocyane

Insbesondere der überdurchschnittlich hohe Anteil von Flavonoiden und Anthocyane wirken jeden wie eine Verjüngerungskur im Körper.

Flavonoide schützen in den Früchten vor Fressfeinden. Im menschlichen Körper unterstützen sie die Gesundheit mit ihrer

  • antiviralen
  • antimikrobiellen
  • antikanzerogenden und
  • antiallergischen Wirkung.

Anthocyane sind eine Untergruppe der Flavonoide. Sie geben der Frucht nicht nur ihre tolle Farbe.

Sie können die Thrombozytenbildung verringern, einen positiven Einfluß auf das Sehvermögen ausüben. Die Wirkungen von Vitaminen (antioxidative Vitamine  A, C und E) kann deutlich verstärkt werden.

Aronia als Radikalenkiller

Quelle: Detlef Jochmann

In Deutschland wird Aronia vor allem in Bayern, Brandenburg und Sachen angebaut. Die drei Bundesländer vereinten 2016 86 Prozent der deutschen Erntemenge an Aronia.

Um einen Größenvergleich zu haben: im Jahr 2015 wurden 470 Tonnen Aronia geerntet.

(Quellen: Statistisches Bundesamt, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Biothemen)

Wie sieht Dein Speiseplan aus? Haben Früchte mit Superpower, wie etwa Aronia, darin Platz?

Erneuerbare Energien Windkraftanlagen

Erneuerbare Energien: Biogas und Biodiesel auf dem Vormarsch?

Elektro, Virtual Reality und Erneuerbare Energien — Themen die in der deutschen und ausländischen Presse immer öfters aufgegriffen werden. Wenn wir an die Zukunft der Smart Cities glauben, dann können wir die Zwischenschritte Biogas, Photovoltaik und Windkraft nicht ausser Acht lassen.

Ich habe seit längerem nichts mehr über regenerative Energien berichtet, daher greife ich das Thema kurz vor der Agritechnica und dem Ende diesen Jahres nochmal auf. Mein Fokus liegt heute auf Biodiesel und -gas, sowie auf ein bayerisches Weltrekord. Es handelt sich hierbei um die höchste Onshore-Windkraftanlage der Welt.

Deutscher Biodiesel in den USA sehr beliebt

Das Interesse an Biodiesel aus Deutschland ist letztes Jahr kräftig angestiegen. Rund 1,54 Mio. Tonnen Biodiesel wurden in 2016 ausgeführt. Die Exporte stiegen gegenüber dem Vorjahr um 3,4% an. Das Rekordergebnis aus 2014 von 1,7 Mio. Tonnen wurde jedoch nicht erreicht.

Mit rund 87% der Mengen, sind die EU-Mitgliedsländer unsere größten Abnehmer. Dabei geht der Großteil der Exporte an die beiden Nachbarn Polen und Niederlande. Ganz anders sieht es mit Frankreich aus. Die Franzosen kauften letztes Jahr 53% weniger Biodiesel in Deutschland ein.

Bemerkenswert waren die Ausfuhrmengen in die USA. Die Exporte haben sich versiebenfacht und lagen letztes Jahr bei 85.000 Tonnen.

In puncto Importe gab es auch ein Wachstum: Deutschland führte mit 718.000 Tonnen etwa 38% mehr Biodiesel ein als im Jahr 2015.

Quelle: Destatis, Statistisches Bundesamt

Sparfuchs Biogas: 20 Mio. Tonnen CO2 pro Jahr einsparen

Was die Anzahl der neuen Biogasanlagen die im vergangenen Jahr ans Netz gegangen sind, stimmt der Titel des heutigen Beitrags nicht so ganz.

Zwar ist die Zahl um 205 neue Biogasanlagen angestiegen (10 Anlagen wurden stillgelegt) aber im Vergleich zu 2011 wo 1.526 neue Biogasanlagen registriert wurden, sind die Werte äußerst gering. Das Wachstum bei den Neuanlagen befindet sich auf einem geringen Niveau. Der Präsident des Fachverbandes Biogas bietet folgende Erklärung:

„Zum Glück investieren viele Betreiber in die Flexibilisierung ihrer Anlagen. Diese Investitionen wie auch das Exportgeschäft ermöglichen den Anlagenbauern derzeit das Überleben.“

Ein paar wichtige Zahlen, Daten und Fakten welche die Bedeutung der Biogasanlagen hierzulande stützen:

  • Biogasanlagen vermeiden 20 Mio. Tonnen CO2 pro Jahr: Durch den Zubau von Güllekleinanlagen, die besonders effizient bei der Vermeidung von CO2-Emissionen sind, wird sich dieser Trend weiterhin positiv auswirken.
  • Bis Ende diesen Jahres sollen knapp 4.500 MW Biogas-Leistung zur Verfügung stehen, d.h. Strom für 9 Mio. Haushalte.
  • Zusätzlich werden 1,6 Mio. Haushalte mit Wärme versorgt.

Neues Verfahren verspricht höhere Effizienz bei der Biogas-Aufbereitung

Das Institut für Feuerungs- und Kraftwerkstechnik der Universität Stuttgart hat ein neues Verfahren für die Aminwäsche entwickelt, so eine aktuelle Pressemitteilung der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR).

Worin besteht die Neuheit?

Anders als bei der klassischen Aminwäsche wo das abgetrennte CO2 bei Temperaturen von 120°C aus der Absorberlösung ausgetrieben wird, arbeitet das neue Verfahren bei geringeren Temperaturen um 80°C und mit dem Einblasen von Luft.

Zu den Vorteilen des neuen, optimierten Verfahrens zählen:

  • Energie- und Kosteneffizient: Dadurch können auch kleinere Anlagen hiervon profitieren, weil der Gasreinigungsprozess von Biogas zu Biomethan wirtschaftlicher wird.
  • Biologisch abbaubar: Die eingesetzten wasserlöslichen Aminosäureverbindungen werden auf biologischem Weg hergestellt und sind entsprechend auch biologisch abbauber.

Weltrekord: Die höchste Windkraftanlage der Welt steht in Gaildorf bei Stuttgart

Zu den erneuerbaren Energien zählen bekannterweise auch Windkraftanlagen. Und dass man damit auch Weltrekorde brechen kann, zeigt jetzt das neue „Kunststück“ derbayerischen Firma Max Bögl Wind AG.

Seit Donnerstag, dem 26. Oktober 2017 steht in Gaildorf bei Stuttgart, ein Windrad der Superlative mit einer Nabenhöhe von 178 Metern und einer Gesamthöhe von 246,5 Metern.

Ein paar Hintergrundinformationen:

In Gaildorf entsteht ein Windpark mit einem ganz innovativem Konzept. Im Mittelpunkt steht die Wasserbatterie. Das Besondere liegt darin, dass zum ersten Mal die Produktion von Strom aus erneuerbare Energien mit einem Pumpspeicherkraftwerk kombiniert wird.

Erneuerbare Energien: EEG-Umlage steigt von derzeit 6,35 Cent auf 6,88 Cent pro Kilowattstunde

Die EEG-Umlage wächst von 6,35 Cent auf 6,88 Cent pro Kilowattstunde. Was das für Endverbraucher letztendlich bedeutet, lässt sich kaum berechnen. Es hängt davon ab, ob die Energiekonzerne die fallenden Börsenstrompreise an die Kunden weitergeben.

Von einer Kostenbremse scheint heute keine Rede mehr zu sein. Ganz interessant erscheint dabei die Abschätzung der Konventionellen Energien Umlage. Das Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) hat im Auftrag von Greenpeace Energy EG eine Kurzanalye durchgeführt und veröffentlicht.

Demnach müssten Stromkunden für jede verbrauchte Kilowattstunde eine „Konventionelle-Energien-Umlage“ von bis zu 10,8 Cent zahlen, wenn die versteckten Kosten für Kohle, Atom und Gas in den Strompreis eingerechnet würden.

„Diese „versteckten Kosten“ der konventionellen Energieträger haben im Jahr 2017 voraussichtlich ein Volumen von rund 33 bis 38 Mrd. EUR. Sie sind damit deutlich höher als die Differenzkosten bei der EEG-Umlage von rund 25 Mrd. EUR.“

Quelle: Kurzanalyse „Abschätzung der Konventionelle-Energien-Umlage 2017“, Greenpeace Energy EG

Der Switch auf Erneuerbare Energien

So schnell kommt die Energiewende dann doch nicht.

Der Switch von Atom, Kohle und Gas auf Wind- und Wasserkraft, Photovoltaik und Co. lässt noch ein paar Jährchen auf sich warten. Da steckt jede Menge Geld dahinter, von staatlichen Fördergelder angefangen bis hin zu Steuervergünstigungen. Um ein derartiges System umzuschalten, bedarf es zahlreicher Maßnahmen und Hilfsmittel.

Wann gelingt uns denn der endgültige Switch in Richtung Regenerative / Erneuerbare Energien? Was glaubt Ihr: Ist das bis 2025 zu schaffen?

Agrarbetrieb-Düngeverordnung-Landtechnik

Landwirtschaft zwischen Verwaltung und kreativer Landtechnik

Bevor wir einen Abstecher in die Landtechnik machen, geht es im heutigen Blog um die Eckpunkte der neuen Düngeverordnung. 

Die novellierte Düngevordnung ist seit dem 01. Juni in Kraft getreten und wird für uns damit spätestens mit der Herbstbestellung relevant.

Es stellt sich deshalb die Frage: was sind die wesentlichen Eckpunkte, die wir ab jetzt zu beachten haben?

Die neue Düngeverordnung ist in Kraft getreten

Das sind die wichtigsten Punkte, die Ihr ab jetzt beim Düngen beachten müsst:

Düngebedarfsermittlung

Für jeden Schlag oder jede Bewirtschaftungseinheit ist der Düngebedarf vorab festzulegen und zu dokumentieren.

Hierfür sind die bundesweit einheitlichen Vorgaben einzuhalten. Wer den Düngebedarf überschreitet begeht eine Ordnungswidrigkeit.

Sperrfristen

  • Ackerland: Nach Ernte der Hauptfrucht bis zum 31.01. darf kein Stickstoff (N) gedüngt werden. Ausnahmen bestehen für:
    • Zwischenfrüchte/ Winterraps / Feldfutter: wenn die Aussaat bis zum 15.09. erfolgt, ist ein N-Düngung bis zum 01.10. erlaubt. Nachweis des Düngebedarfs ist erfordlich
    • Wintergerste nach Getreidevorfrucht: gleiche Vorschriften bei Aussaat bis zum 01.10.; zudem Begrenzung der Herbstdüngung auf 30 kg/ha Ammonium-N oder 60 kg/ha Gesamt-N
  • Grünland/ Dauergrünland/ mehrjähriger Feldfutteranbau:
    • vom 01.11. bis 31.01 besteht N-Düngeverbot
    • vom 15.12 bis 15.01 besteht Verbot für Festmist und Kompost
    • bundeslandweite Verschiebung der Sperrfristen um 4 Wochen möglich

Lagerkapazität

Ab 2020 gilt eine Verlängerung der Lagerkapazität für Jauche/ Gülle/ Gärreste von derzeit 6 auf 9 Monate für Betriebe mit

  • 3 Großvieheinheiten pro Hektar oder
  • ohne eigene Ausbringungsflächen

Ausserdem ist ab 2020 für Festmist und Kompost ein Nachweis der Lagerkapazität von zwei Monaten erforderlich.

Ausbringung

Düngemittel, ob organisch oder organisch-mineralisch, mit einem wesentlichen Gehalt an verfügbaren oder Ammonium-N müssen auf unbestelltem Ackerland sofort, d.h. innerhalb von 4 Stunden eingearbeitet werden.

Eine Ausnahme besteht für Festmist von Rindern, Schweinen oder für Kompost.

Ab 2020 ist auf bestelltem Ackerland zudem nur noch die streifenförmige Aufbringung oder ein direktes Eindringen von flüssigen Düngemitteln in den Boden erlaubt.

Für Grünland/ Dauergrünland und mehrschnittigem Feldfutteranbau ist noch bis 2025 Zeit, eh auch hierfür diese Regelung gilt.

Weitere wichtige Regelungen

Für Gärreste besteht nach wie vor im Betriebsdurchschnitt die Grenze von 170 Kilogram Stickstoff pro Hektar bei der Ausbringung.

Ab sofort müssen hierbei aber auch die Gärreste aus Biogasanlagen einbezogen werden.

Mit Beginn nächsten Jahres ist die Erstellung einer Strombilanz verpflichtend für Betriebe mit:

  • mehr als 50 Großvieheinheiten pro Betrieb oder mit
  • mehr als 30 Hektor Landfläche bei mehr als 2,5 Großvieheinheiten pro Hektar oder
  • Betrieben, die betriebsfremden Wirtschaftsdünger aufnehmen

Ab 2023 müssen alle Betriebe mit mehr als 20 Hektar Landfläche oder 50 Großvieheinheiten pro Hektar die Bilanz erstellen.

Derzeit darf der Stickstoff-Überhang im Schnitt der letzten 3 Jahre beim Nährstoffvergleich nicht über 60 kg N/ha liegen.

Die Grenze für Phoshor liegt im Schnitt der letzten 6 Jahre bei 20 kg P2O5/ha.

Ab 2020 reduzieren sich die Grenzwerte bei Stickstoff auf 50 kg N/ha und bei Phosphor auf 10 kg P2O5 ha.

Eins ist sicher: die neue Düngeverordnung wird den Verwaltungsaufwand im landwirtschaftlichen Betrieb nicht abbauen und zum Teil die Spielräume einengen.

Zum Glück gibt es andere Gebiete in der Landwirtschaft, in denen wir noch eigenen Wege gehen dürfen:

Innovative Landtechnik Marke „Eigenbau“

Ich denke mal, jeder von Euch kennt diese Situation: es ist Wahnsinn, was heute in der Landtechnik nicht alles so möglich ist.

Und dennoch fehlt es hier und da an technischen Lösungen.

Es gibt jede Menge landwirtschaftliche Geräte, in Basisausstattung und mit jeder Menge Zubehör, den man für entsprechendes „Kleingeld“ erwerben kann.

Aber Hof ist nicht gleich Hof. Jeder landwirtschaftliche Betrieb bringt auch seine eigenen Herausforderungen mit sich.

Individuelle Landtechnik ist gefragt. Für all diese kleinen und großen Arbeitsschritte, die zeit- oder ressourenintensiv sind, weil es am Markt keine adäquate Lösung gibt.

Oder vielleicht gibt es eine Lösung, aber die Investition würde sich nicht rechnen.

Was kann man da tun?

Not macht erfinderisch. Und in diesem Punkt sind wir Landwirte wohl alle große Erfinder, wie der folgende Videoclip zeigt:

Doppelmesser Schmetterling selbst gebaut

Quelle: Landwirt.com

Landwirt Manfred Fruhauf hat über die Wintermonate getüffelt, weil er auf der Suche nach einem neuen Häckmähwerk keine Maschine gefunden hat, die all die von ihm gewünschten Funktionen vereint.

Der Eigenbau zeigt, wie vielfältig und innovativ Landwirtschaft sein kann.

Denn auch wenn nicht alle unter uns derart komplexe Maschinen selber bauen, der landwirtschaftliche Betrieb erfordert, dass wir ständig in neuen und kreativen Wegen denken.

Auf welche kreativen Lösungen Marke „Eigenbau“, die Ihr auf Eurem Hof einsetzt, seit Ihr besonders stolz?

2017-04-Erneuerbare Energien-Landwirt-Duengeverordnung

Erneuerbare Energien sind auf dem Vormarsch

Erneuerbare Energien verzeichneten letztes Jahr einen weltweiten Zuwachs wie nie zuvor.

Die Statistiken der Internationalen Energie Agentur (IRENA) zeigen auf: 2016 war ein Rekordjahr, was den Zuwachs von Anlagen für die Generierung von Erneuerbaren Energien angeht.

Die Kapazität für die Erzeugung von erneuerbaren Energien steigerte sich weltweit um 161 Gigawatt.

Erneuerbare Energien boomen weltweit

Rund um den Globus findet eine Trendwende in der Energieproduktion statt.

Dies deutet auch darauf hin, dass erneuerbare Energien längst nicht mehr nur ein Projekt zur Erhaltung der Umwelt sind, sondern sich weltweit zu einem starken Wirtschaftszweig entwickelt haben.

Aber schauen wir uns doch die Zahlen an. Wo waren in 2016 welche Technologien auf dem größten Vormarsch?

  • Wasserenergie: über die Hälfte der neuen Anlagen wurden in Brasilien und China erbaut.
  • Windenergie: über ein Drittel der Neubauten für Windenergie wurden in nur vier Ländern errichtet: China, USA, Deutschland und Indien
  • Bioenergie: der Hauptanteil des Zuwachses erfolgte in Asien. Bisher ist Europa mit 34 Prozent Anteil an der weltweiten Kapazität führend, aber Asien ist mit nun 32 Prozent dicht auf den Fersen.
  • Solarenergie: Den größten Zuwachs verzeichnete Asien, aber die Hälfte an Kapazitätszuwachs ist allein in China entstanden. In Europa zeigen vor allem Deutschland und Großbritannien ein starkes Wachstum
  • Erdwärmeenergie: Zuwächse sind hier besonders in Kenia, Türkei, Indonesien und Italien zu verzeichnen

Es scheint, dass insbesondere in China massiv auf erneuerbare Energien gesetzt wird und der Ausbau von Kapazitäten stark vorangetrieben wird.

Aber kommen wir zurück nach Deutschland:

Wie sieht es hierzulande mit den Erneuerbaren Energien aus?

Schließlich, so sieht es die Bundesregierung vor, soll im Jahr 2020 in Deutschland 35 Prozent am Bruttostromverbrauch durch erneuerbare Energien gedeckt sein.

Dieses Ziel scheint erreicht werden zu können. Im letzten Jahr lag der Anteil bei 32 Prozent, ein neuer Höchstwert.

Insbesondere Offshore-Windkraft erlebte einen regelrechten Boom. Derzeit sind Onshore-Windkraftanlagen aber immer noch mit 35 Prozent an der Spitze unter den Erneuerbaren Energien.

Wachstum konnte auch bei Energieträgern wie Wasser und Biomasse verzeichnet werden, während die Photovoltaik im letzten Jahr eher schwächelte.

Erneuerbare Energien sind gefragt. Für Landwirte kann es sich deshalb lohnen, selbst in den Markt einzusteigen, wenn sie es nicht schon sind.

Für Landwirte ist die Auswahl relativ begrenzt: Windkraft-, Solar- und Biogasanlagen sind die wesentlichen Möglichkeiten.

Dazu kommt, dass nicht jede Energieerzeugung überall eingesetzt werden kann:  etwa ist die Genehmigung für Windkraftanlagen mit sehr hohen Auflagen verbunden.

Solarkraft benötigt geeignete Dachflächen und steigende Getreide- bzw. Silomais- und Flächenpreise bei Biogasanlagen kann hier einen Strich durch die Rechnung machen.

Eine kreative Herangehensweise kann sich lohnen:

Doppelte Ernte: Getreide unter der Solaranlage

Quelle: George Nauri

Inspiriert? Der Bau von erneuerbaren Energieanlagen muss nicht bedeutet, dass die Fläche nicht mehr landwirtschaftlich genutzt werden kann. 

Beide können gar von einander provitieren. Und es zeigt sich mal wieder: Lösungen lassen sich immer finden.

Die politischen oder gesetzlichen Rahmenbedingungen bestimmen aber vielfach mit, was letztendlich umgesetzt wird oder in welche Form die Umsetzung erfolgt. 

Und hier kommt in diesem Jahr eine Änderung auf uns zu, die uns wohl noch einige Zeit beschäftigen wird: die neue Düngeverordnung. 

Düngeverordnung tritt in Kraft

Es ist nun amtlich. Am Freitag vergangener Woche wurde die neue Düngeverordnung beschlossen.

Nach all den hitzigen Diskussionen im Vorfeld wurde der Kompromiss, auf den sich Bund und Länder zuvor bereits einigen konnten, in der neuen Verordnung aufgenommen.

Die öffentlichen Aktionen, mit denen in der letzten Woche Landwirte ihre Meinung äußerten, trugen sicherlich auch hierzu bei.

Landwirte können sich deshalb darauf einstellen, dass sie ab der Herbstbestellung für 2017 die neuen Regeln beim Düngen zu beachten haben.

Während die einen begrüßen, dass der nun endlich eine Einigung erzielt werden konnte und die Anforderungen der EU-Kommission weitestgehend erfüllt sehen, gibt es natürlich auch die anderen Stimmen, denen die Reform nicht weitgenug geht.

Wie praxistauglich die neue Düngeverordnung wirklich ist, wird sich wohl erst in den kommenden Monaten zeigen.

Die Umsetzung wird jeden landwirtschaftlichen Betrieb mit neuen Herausforderungen konfrontieren. Bereits jetzt sind die Berechnungen, die beim Düngen zu absolvieren sind, eine kleine Wissenschaft für sich.

„Die Umsetzung des neuen Düngerechts wird einen weitreichenden strukturellen Anpassungsprozess in der Landwirtschaft auslösen und vielen Betrieben enorme Veränderungen abfordern“, meinte Joachim Rukwied, Präsident des Deutchen Bauernverbandes (DBV).

Was sind die wesentlichen Änderungen des neuen Düngerechts?

  • Die Gärreste aus Biogasanlagen werden bei der Ermittlung des Düngebedarfs ebenfalls einbezogen
  • Für stickstoffhaltige Düngemittel werden die Aufbringpausen zwischen den Anwendungen verlängert
  • Der administrative Aufwand wird sich wesentlich erhöhen, da die Düngebedarfsermittlung wesentlich detaillierter und genauer dokumentiert werden muss. Der errechnete Bedarf an Stickstoff pro Fläche darf nicht überschritten werden.
  • Die Technik, die bei der Gülleausbringung zum Einsatz kommt, wird angepasst werden müssen, damit die Emmissionen von Ammoniak reduziert werden.

Auch in Zukunft bleiben der Nährstoffbedarf der Kulturen als auch die gute fachliche Praxis die Basis für die Düngung. 

Was meint ihr: wie wird sich das neue Düngegesetz auf Euren Hof auswirken?

Landwirte neue Gesetze Biogasanlagen

Darauf sollten sich Landwirte in 2017 einstellen

Neues Jahr, neues Glück… oder besser gesagt, neue Gesetze und Regelungen. Auch in 2017 tut sich einiges für Landwirte.

Im heutigen Blog schauen wir uns die wichtigsten Neuerungen in 2017 an. Vorher aber werfen wir einen Blick nach Berlin, auf ein großes Event was in den kommenden Wochen ansteht – die Rede ist von der Internationalen Grünen Woche.

Zum 82-mal lädt Berlin in der Zeitspanne vom 20-29. Januar zur Grünen Woche ein. Die internationale Ausstellung für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau erblickte 1926 in Berlin das Licht. Seitdem ist die Agrarmesse ein toller Treffpunkt für Landwirte und Landwirtschaftsbegeisterte; liegt unter anderem auch an dem Zeitpunkt der Veranstaltung.

Früher galt der Januar als der Monat an dem Landwirte am Wenigsten zu tun hatten… Das ist heute nicht mehr der Fall. Die steigende Bevölkerung, die schrumpfenden Agrarflächen, die steigenden Preise und sinkenden Erträge machen es schier unmöglich sich mal einen Monat aufs faule Ohr zu legen.

Nicht desto trotz ist und bleibt die Grüne Woche in Berlin ein guter Start ins Neue Jahr.

Quelle: Grüne Woche

In diesem Jahr ist Ungarn das Partnerland der Grünen Woche. Wer also kulinarisches aus Ungarn erleben möchte, der sollte unbedingt in Halle 10.2 vorbeischauen. Am ungarischen Stand dreht sich alles um Tradition, Natürlichkeit und Vielfalt.

Zurück zu den neuen Gesetzen und Regelungen die uns als Landwirte betreffen.

Landwirte aufgepasst: Es gilt folgende Änderungen zu beachten

1. Schnabelkürzen bei Legehennen in Niedersachsen verboten.

Es gibt keine einheitlich rechtliche Regelung im Tierschutzgesetz aber Niedersachsen trifft trotzdem eine klare Entscheidung. Millionen von Küken die für die konventionelle Legehennenhaltung bestimmt waren, behalten ihren Schnabel.

2. Für Biogasanlagenbetreiber: Die Vergütung des erneuerbaren Stroms wird über Ausschreibungen geregelt.

Am 1. Januar 2017 ist das geänderte Erneuerbare-Energie-Gesetz (EEG) in Kraft getreten. Demnach erfolgt die Vergütung des erneuerbaren Stroms u.a. auch aus Biogasanlagen durch Abschreibungen.

  • In den Jahren 2017 bis 2019 gilt ein Ausschreibungsvolumen von je 150 Megawatt (MW)
  • Von 2020 bis 2022 gilt eine Zubau-Menge von 200 MW
  • Gülle-Kleinanlagen bis 75 KW sind vom Ausschreibungsverfahren ausgenommen
  • Neuer Maisdeckel: pro Anlage darf nur bis zu 50% Getreide und Mais eingesetzt werden

Die Ausschreibungen gelten sowohl für Neuanlagen als auch auf die Anschlussförderung von bestehenden Anlagen.

3. Beiträge zur Alterssicherung der Landwirte steigen.

In der Renten- und Pflegeversicherung tut sich auch einiges, und zwar die Beiträge steigen wie folgt:

  • Alte Bundesländer von 236 EUR auf 241 EUR/Monat (2,1% Anstieg)
  • Neue Bundesländer von 206 EUR auf 216 EUR/Monat (4,9% Anstieg)

Quelle: Deutscher Bauernverband

4. Höherer Mindestentgelt in der Landwirtschaft.

Zum 1. Januar 2017 erhöht sich das Mindestentgelt in der Landwirtschaft und im Gartenbau auf 8,60 EUR Brutto. Im November gibt es dann die nächste Erhöhung auf 9,10 EUR pro Stunde.

Der Gesamtsachbezugswert für Verpflegung wird ebenfalls angehoben. Zum 1. Januar 2017 gelten 241 EUR im Monat (davor waren es 236 EUR). Die Bezüge setzen sich zusammen aus 51 EUR für Frühstück und 95 EUR je Mittag- und Abendessen.

Quelle: Deutscher Bauernverband

5. Greening-Regeln werden überprüft.

Die EU-Kommission soll bis zum 31. März 2017 einen Bewertungsbericht über die Durchführung der „Flächennutzung im Umweltinteresse“ vorlegen. Beteiligte gehen von einer Erhöhung des Prozentsatzes für die ökologische Vorrangfläche von aktuell 5% auf zukünftig 7% aus.

Hinzu kommt ein möglicher Verbot von Pflanzenschutzmitteln auf ökolgischen Vorrangflächen.

Quelle: Agra Europe

6. Neues Bürgschaftsprogramm für Milchviehbetriebe.

Die Landwirtschaftliche Rentenbank vergibt ab dem 2. Januar 2017 Bundesbürgschaften für Liquiditätssicherungsdarlehen an Milchviehbetriebe.

Die Eckpunkte des neuen Bürgschaftsprogramms sind wie folgt:

  • 300.000 EUR Darlehenshöchstbetrag je Endkreditnehmer
  • 50% Bürgschaftsquote
  • max. 10 Jahre Laufzeit; die Laufzeit der Bürgschaft entspricht der Laufzeit des verbürgten Liquiditätssicherungsdarlehens

Das Angebot ist bis Ende 2018 befristet.

Quelle: Deutscher Bauernverband

Landwirte und ihre Herausforderungen

Uns erwarten viele Herausforderungen aber auch Chancen.

Denkt doch mal an die vielen Neuerungen die aus der Verpflechtung Landwirtschaft und Digitalisierung entstehen werden. Sicherlich werden wir jede Menge Produktneuheiten und Konzepte auf der Agritechnica in November sehen. Bis dahin heißt es jedoch, ab nach Berlin zur Grünen Woche.

Treffpunkt Grüne Woche – ein Muss für Landwirte? JA oder NEIN?