Beiträge

Agrarbetrieb-Drohnen-Landwirtschaft

Drohnen sind längst nicht mehr nur handlich

Drohnen in der Landwirtschaft sind noch nicht alltäglich, aber jeder von uns hat zumindest davon gehört, wie vielfältig sie Einsatzmöglichkeiten sind. 

Drohnen sind in ihren Einsatzmöglichkeiten äußerst flexibel.

So vielfältig die Verwendungszwecke sind, so unterschiedlich fallen auch die Größen von Drohnen aus: von wenigen Zentimetern und wenigen Gram Gewicht, bis hin zu Spannweiten von 70 Metern.

Drohnen für die Landwirtschaft gewinnen an Größe

In der deutschen Landwirtschaft ist der Einsatz von Drohnen noch nicht stark verbreitet. Hier kommen natürlich keine Drohnen mit Spannweiten von 70 Metern zum Einsatz.

Diese Größen bleiben wohl weiterhin dem Militär vorbehalten. Die mit der Landwirtschaft assozierten Geräte liegen wohl eher in einer sehr handlichen Größenordnung.

Schaut man sich die Drohnen-Verordnung an, wird hier auch von verschiedenen Gewichtsklassen bis 25 Kilogramm gesprochen.

Für unbemahnte Flugkörper besteht ein allgemeines Flugverbot. Aber dennoch gibt es auch bei Agrardrohnen wesentlich größere Schwerkaliber.

So etwa der Agronator der Firma Norsk Aerial Systems:

Agrardrohne sät und düngt

Quelle: Norsk Aerial Systems -UAV

Wenn man den Oktokopter in der Luft beobachtet, sieht man ihm  allerdings nicht an, das er einer der weltweit größten Fluggeräte seiner Art ist.

Mit der Spannweite von 4,6 Meter verdient das Gerät wahrlich seinen Namen „Agronator“. Die acht Propeller messen von Flügelspitze zu Flügelspitze satte 1,20 Meter.

Mit einem Abfluggewicht von 110 Kilogramm bei voller Beladung ist die Drohne definitiv kein Leichtgewicht.

Dafür führt sie dann allerdings auch 30 Kilogramm Nutzlast, etwa Saatgut oder Dünger, mit sich, die über eine Dosiereinheit und einem Streuteller aufs Feld gebracht werden können.

Die Flugzeit variiert je nach Gewicht. Bis zu 40 Minuten kann die Drohne ihrer Arbeit nachgehen, bevor sie wieder aufgeladen werden muss.

Es ist klar, dass ein Gerät dieser Größenordnung nicht einfach so in Betrieb genommen werden darf.

Ein Pilot mit Sachkundenachweis sowie eine Aufstiegsgenehmigung sind erforderlich.

Betrachtet man die Entwicklung in der Landwirtschaft, so began der Ackerbau auf dem Boden  auch mit kleinen Geräten.

Mit den neuen Möglichkeiten, wie der Erfindung des Motors entwickelten sich die Maschinen rasant weiter.

Heute bewegen sich gigantische Geräte über die Felder, die über leistungsstarke Computer die Abläufe und Arbeitsschritte steuern.

Für moderne Traktoren sind zumeist die Zeiten vorbei, in denen sich jederman mal ebens hinters Lenkrad setzen konnte.

Werden wir zukünftig alle einen „Pilotenführerschein“ erwerben, um unsere riesigen Geräte in der Luft über unsere Felder navigieren zu können?

Wie groß werden die zukünftigen Landmaschinen der Luft sein?

Aber zurück von unsere schönen Zukunftsvisionen in die Gegenwart. Diese Woche dominiert wohl ein Thema landwirtschaftlichen Schlagzeiten:

UBA-Studie macht Verbrauchern Angst

Keine Ruhepause für uns Landwirte. Am Wochenende schockte das Umweltbundesamt (UBA) mit der Schlagzeile: „Preissteigerung bei Trinkwasser um bis zu 45 Prozent erwartet.“

Schuld daran soll laut den Ergebnissen einer UBA-Studie der zu hohe Nitratgehalt im Grundwasser sein. Die Werte sollen in mehr als 27 Prozent der Grundwasserkörper den Grenzwert von 50mg/l überschreiten:

„Gerade in Gebieten mit landwirtschaftlich intensiv genutzten Flächen ist das Grundwasser häufig durch zu viel Stickstoff belastet.“

Mit anderen Worten: die Landwirte sind daran schuld, wenn das Trinkwasser demnächst teurer werden sollte.

Denn, so die Studie, wenn die Nitrateinträge nicht sinken, wird die Wasseraufbereitung wesentlich mehr Kosten verursachen, da teure Aufbereitungsmethoden eingesetzt werden müssen.

Die Bereinigung des Wassers von Nitrat soll Zusatzkosten in Höhe von 55 bis 76 Cent pro Kubikmeter versuchen. Das würde die Verbraucher sicherlich auf die Barrikaden bringen.

Für die Umweltverbände wie dem Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) ist die Studie natürlich ein willkommenes Fressen.

„Es ist inakzeptabel, dass die Wasserwerke und letztendlich die Verbraucher hunderte Millionen Kosten tragen müssen, weil die Gewässer in Deutschland mit Düngemitteln belastet sind“, äusserte sich Hubert Weiger, Vorsitzende des BUND.

Die Rufe nach einer Verschärfung im Düngerechts werden entsprechend lauter.

Aber was steht tatsächlich in der Studie? Ist ganz Deutschland derart kontaminiert?

Nein. Die Studie untersuchte unterschiedliche Modellregionen. Und ja, es wurde in zwei Regionen, in denen die Viehhaltung eine hohe Bedeutung hat, eine teils starke Überschreitung der Grenzwerte ermittelt.

In anderen Regionen konnte nachgewiesen werden, dass die Nitratwerte seit Jahren am Sinken sind.

Die Grenzwerte wurden oft auch eingehalten und nicht immer konnte der Nitratgehalt auf die Landwirtschaft zurückgeführt werden.

Wir wissen allen, dass zu hohe Nitratwerte bedenklich sind. Kein Landwirt düngt, weil er sonst nichts mit seiner Zeit und seinem Geld anzufangen weiss.

Ich denke, Ihr gebt mir Recht, wenn ich sage, wir sind Landwirte, weil wir das Land und die Natur lieben.

Die Berechnung des Düngerbedarfs ist heute ausgefeilter denn je. Die technischen Entwicklungen erlauben einen immer gezielteren und damit geringeren Einsatz von Düngemitteln.

Was bezweckt das UBA mit seiner Schlagzeile? Sicherlich regen derart reißerische Schlagzeilen die Diskussion an.

Aber wie sieht es mit der Qualität der Diskussion aus?

Wird diese sachlich unter Berücksichtigung der komplexen Zusammenhänge des Themas geführt?

Oder erfolgt jetzt wochenlang eine Tirade an gegenseitigen Schuldzuweisungen?

Besser gesagt, wird abermals die Landwirtschaft verteufelt, einfacher halber als Sündenbock hingestellt, da es für das Thema nun mal keine leichten Lösungen gibt?

Wir sehen in der Viehhaltung, zu welch aggressiver Haltung es gegenüber Landwirten kommen kann, weil nur Bruchteile der gesamten Problematik kommuniziert werden.

Den Verbrauchern zu vermitteln, dass sie zukünftig wohl das Doppelte fürs Wasser zahlen müssen, weil Landwirte die Umwelt übermässig belasten, kann das zielführend sein?

Wie seht Ihr den Einsatz von kontroversen Schlagzeiten – sind sie wichtig für eine Diskussion oder schaden sie eher?

Drohnen Landwirtschaft

Regeln für den Einsatz von Drohnen

Am 07.04. ist die Neuregelung für den Einsatz von Drohnen in Kraft getreten.

Digitale Techniken kommen in der Landwirtschaft immer stärker zum Einsatz.

Wir werden uns wohl dran gewöhnen, dass der schwere Traktor am Boden von seinem kleinen Freund in der Luft begleitet wird und die beiden im Team den effizienten Einsatz von Ressourcen unterstützen.

Der zunehmende Einsatz von Drohnen erforderte eine Anpassung des rechtlichen Rahmens.

Die Neue Drohnen-Verordnung klärt nun die Regeln, unter welchem der Einsatz von unbemannten Flugmodellen erfolgen darf.

Neue Regeln für den Einsatz von Drohnen

Pflicht zu Kennzeichnung

Jegliche Flugmodelle und unbemannte Luftfahrtsysteme mit einem Startgewicht von mehr als 0,25 Kilogramm müssen gekennzeichnet werden. Gekennzeichnet wird mit einer Plakette, die den Namen und die Adresse des Eigentümers beinhaltet.

Nachweis der Kenntnis

Ab einem Startgewicht von mehr als 2 Kilogramm ist nun ein Kenntnisnachweis erforderlich. Dies ist eine Bescheinigung, die für 5 Jahre gültig ist und für den Betrieb von Flugmodellen und unbemannten Luftfahrtsystemen außerhalb von Modellflugplätzen notwendig ist. Der Nachweis kann erbracht werden durch:

  • Eine gültige Pilotenlizenz
  • Eine vom Luftfahrt-Bundesamt anerkannte Bescheinigung nach Prüfung (Das Mindestalter ist 16 Jahre.)
  • Eine von einem Luftsportverein ausgestellte Bescheinigung nach erfolgter Einweisung (Diese kann für Flugmodelle erworben werden und setzt ein Mindestalter von 14 Jahren voraus.

Erlaubnispflicht

Generell ist ab einem Gewicht von 5 Kilogramm sowie für Nachtflüge eine Erlaubnis erforderlich. Befreit von der Erlaubnispflicht sind Organisationen und Behörden wie beispielsweise Feuerwehr, THW oder DRK.

Betriebsverbot

In den folgenden Fällen dürfen Drohnen nicht betrieben werden:

  • Gerät von mehr als 5 Kilogramm befindet sich außerhalb der Sichtweite
  • In und über sensiblen Bereichen (etwa Krankenhäusern, Industrieanlagen, JVAs, Behörden, Naturschutzgebieten, Menschenansammlungen, Einsatzorten von Polizei und Rettungskräften, bestimmten Verkehrwegen, über und um Flugplätzen)
  • in Höhen über 100 Meter, sofern es sich nicht um ein hierfür zugelassenes Gelände handelt und bestimmte Auflagen erfüllt sind
  • Drohnen von mehr als 0,25 Kilogramm über privaten Grundstücke, insbesondere wenn aufgrund der technischen Ausstattung sensible akustische oder optische Informationen aufgenommen werden können
  • Unbemannte Geräte, die ein Gewicht von 25 Kilogramm überschreiten

Pflicht zum Ausweichen

Bemannte Luftfahrzeuge und Freiballone haben immer „Vorfahrt“.

Erlaubnis für Videobrillen

Videobrillen dürfen unter bestimmten Voraussetzungen zum Fliegen eingesetzt werden, wenn es sich um kleine Geräte (unter 0,25 Kilogramm), die Höhe nicht 30 Meter überschreitet oder eine Person per Sichtkontakt den Flug überwacht.

Präzisionslandwirtschaft im Vormarsch

Digitale Landwirtschaftstechnik nimmt immer weiter zu.

Eine Umfrage des IT-Verbandes Bitkom sowie des Deutschen Bauernverbandes ergab, dass knapp 90 Prozent der befragten Bauern der Meinung sind, dass die Digitalisierung in der Landwirtschaft

  • zu mehr Effizienz und
  • eine umweltschonendere Landwirtschaft beitragen.

Drohnen in der Landwirtschaft

Quelle: SWR

Die Forschung arbeitet fleissig daran, eine präzisere Landwirtschaft zu ermöglichen. „Smart Farming“ mit zeit- und ortsbezogenen detaillierten Informationen, krempelt die Landwirtschaft um. 

Und es werden zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: es können ökonomische Ziele der Landwirte ebenso wie ökologische Ziele für den Umweltschutz erreicht werden. 

Auf anderen Gebieten scheint diese Einigkeit nicht der Fall sein. Etwa bei der neuen Düngeverordnung, die voraussichtlich ab Mai in Kraft treten soll. 

Auch wenn die Rechtslage noch nicht abschließend geklärt ist, hier kann die Europäische Kommission dem Bundeslandwirtschaftsministerium noch einen Strich durch die Rechnung machen, es ist klar: 

die neue Düngeverordnung wird teuer. 

Landwirte werden einiges investieren müssen, um den Neuerungen entsprechen zu können. 

Oder nehmen wir den Ausbau eines klimafreundlichen Energiesystems

Strom wird immer „sauberer“, den der Anteil an erneuerbaren Energien nimmt stetig zu. Das klingt doch gut, oder? 

Wenn man nicht die Abgaben und Umlagen mit einbezieht. 

Strafe für klimafreundliche Energie

Die Politikorganisation Agora Energiewende belegt in ihrer neusten Grundlagenstudie: die staatlichen Aufschläge bei Strom übersteigen die Steuern für Heizöl um mehr als das 30fache! 

Dies sind die Abgaben, Steuern, Entgelte oder Umlagen, die für eine Kilowattstunde gezahlt werden müssen: 

  • Heizöl   0,6 Cent
  • Erdgas   2,2 Cent
  • Diesel   4,7 Cent
  • Benzin   7,3 Cent
  • Strom   18,7 Cent

Der Unterschied zwischen klimaschädlichen Brennstoffen und Strom grenzt wirklich an Wucher. Hier besteht sicherlich noch eine Menge Handlungsbedarf. 

Digitalisierung in der Landwirtschaft ist bereits seit längerem ein Thema. In den landwirtschaftlichen Betrieben sind digitale Techniken längst verbreitet.  

Aber wie sieht es mit dem Einsatz von Drohnen aus: setzt ihr bereits Drohnen ein? Wenn ja, welche Erfahrungen könnt Ihr weitergeben an Landwirte, die überlegen, auch in ihrer Landwirtschaft auf Drohnen zu setzen?

Drohne-Landwirtschaft-Technik

Drohnen – die Zukunft in der Landwirtschaft

Drohnen sind dabei, die Welt zu verändern. Vielleicht ist die Pizzalieferung per Drohne noch eine amüsante Idee, in der Landwirtschaft können die kleinen Flieger jedoch schon tatkräftig mithelfen.

Unbemannte Flugsysteme lösen eine technische Revolution in der Landwirtschaft aus und verändern ihre Prozesse.

Mit ihren speziellen Sensoren und Kameras sind Drohnen in der Lage, sehr detaillierte Informationen in Echtzeit zu liefern.

Erst aufgrund dieser Informationen ist es möglich, in der Bewirtschaftung von landwirtschaftlichen Flächen zukünftig verstärkt sehr ortsspezifische Maßnahmen einzusetzen. 

Für diese Art der präzisen Landwirtschaft gibt es natürlich auch einen modernen Fachbegriff. Der natürlich auch englischen Ursprungs ist: Precision Farming.

In der Agrarwirtschaft wird immer nach Wegen gesucht, nachhaltig und effizient die Flächen mit bestmöglichen Erträgen zu bewirtschaften.

Früher war einzig die Expertise des Landwirts ausschlaggebend für den Ernteerfolg. Heute bekommt dieser Unterstützung in Form von detaillierten Daten zu so ziemlich jeden Aspekt seines Landes.

Die Technik schreitet weiter voran. Die Möglichkeiten sind quasi unendlich. Ein Grenze wird wohl nur durch den Geldbeutel gesetzt.

Lohnt sich der Einsatz von Drohnen finanziell?

Im Gegensatz zu den Drohnen für Freizeit und Hobby, die für ein paar Euro zu erwerben sind, gehen die Kosten für ein professionelles Fluggerät, welches in der Landwirtschaft zum Einsatz kommt, bis weit in die Tausende.

Die Frage stellt sich, lohnt sich die Investition?

Hier sprechen die Zahlen für sich.

Drohnen können durchaus die Produktionskosten sinken und zur Steigerung der Ernteerträge beitragen.

Eine Studie von Informa Economics hat ergeben, dass der Einsatz von Drohnen bei der Produktion von Mais, Sojabohnen und Weizen etwa 1,2 Milliarden Euro einspart.

In Deutschland steckt der Einsatz von Drohnen im Agrarsektor noch in den Kinderschuhen.

Auch wenn Forschungsinstitute erste positive Ergebnisse veröffentlichen, die Technik ist nicht günstig und muss erst noch ihre Alltagstauglichkeit beweisen.

Was können Drohnen?

So sieht der Arbeitsalltag von so manchen Landwirt bereits aus: erstmal die Drohne schnappen und raus aufs Feld einen Überblick verschaffen.

So ganz ohne Menschen geht es noch nicht, die Drohne muss noch in Begleitung ausgeführt werden. Aber für die Inspektion der Felder sitzt der moderne Landwirt bei einer Tasse Kaffee am Schreibtisch.

Der Einsatz der Drohne kann insbesondere bei heterogenen, größeren Feldern eine Menge Zeit und Personal sparen. Die Einsatzgebiete sind sehr vielfältig:

  • Präzises Ausbringen von Pflanzenschutzmitteln (Stichwort: „Precision Farming“)
  • Lokalisierung und Feststellen des Ausmaßes von Schäden (bspw. verursacht durch Unwetter, Wildtiere, Verunkrautung, Windbruch)
  • Generelle Kontrolle des Bestandes von größeren Ackerbaukulturen
  • Überprüfung von technischen Anlagen (bspw. Erkennen defekter Solarmodule auf dem Dach, Prüfen der Dichtigkeit von Biogasanlagen)
  • Schutz der Tierwelt  (bspw. Aufspüren von Rehkitzen vor der Heuernte und deren Rettung vor dem Mähdrescher)

Wie sieht die Arbeit mit einer Drohne aus?

Agrar-Drohnen im Einsatz

 

Quelle: agrarheute

Der mögliche Einsatz von Drohnen in der Landwirtschaft ist so vielfältig wie die Aufgaben, die täglich anfallen.

Und es ist leicht ersichtlich, wie so ein kleiner Helfer aus der Luft Zeit und Betriebsmittel sparen kann.

Rechtlich sicher unterwegs

Wer sich eine Drohne zulegt, sollte sich jedoch bewusst sein, dass auch hier der Gesetzgeber einige Regeln vorgibt.

Bei Modellen, die unter die 5 Kilogramm Grenze fallen, wie es oft für Drohnen im Freizeitbereich der Fall ist, braucht man noch keine Aufstiegserlaubnis.

Die Nutzung von Drohnen in der Landwirtschaft ist jedoch kommerziell und unterliegt damit der Luftverkehrsordnung.

Diese solltet Ihr beachten, bevor Ihr startet: 

  • Ihr benötigt eine Aufstiegsgenehmigung, die Ihr beim jeweiligen Landes-Luftamt beantragen könnt (i.d.R. für eine Flughöhe von maximal 100 Meter und einem Abfluggewicht von nicht mehr als 25 Kilogramm).
  • Drohnen dürfen nur in Sichtweite von Euch fliegen.
  • Die kleinen Fluggeräte können durchaus gefährlich sein. Das Fliegen über Menschenansammlungen ist deshalb verboten. Und Ihr benötigt eine Haftpflichtversicherung für jede Eurer Drohnen. Ihr haftet für eventuelle Personen- und Sachschäden Dritter.
  • Ansonsten gelten die Regeln wie in anderen Bereichen auch: Ihr dürft nicht in die Privatsphäre Dritter eindringen. Das heißt, das Überfliegen des Grundstücks des Nachbarn ist ein Tabu.
  • In der Nähe von besonders geschützten Gebieten, ob Flughafen oder Naturschutzgebiet, ist besondere Vorsicht geboten. Am besten Abstand halten. Im Fall von Flughäfen beträgt der Sicherheitsabstand eh 1,5 Kilometer.
  • Die Fotoaufnahmen Eurer Drohne werden wohl vorwiegend für die Analyse Eures Landes sein. Habt Ihr allerdings vor, Fotos Eurer Drohne zu veröffentlichen, denkt dran, es gelten die selben Rechte wie für alle Fotoveröffentlichungen.

Derzeit arbeitet das Bundesverkehrsministerium an neuen Regeln für den gewerblichen Einsatz von Drohnen. Etwa soll es zukünftige einen „Drohnen-Führerschein“ geben und Flüge auch außerhalb der Sichtweite des Piloten gestattet sein.

Dies macht Sinn und wird den Einsatz von Drohnen in der Landwirtschaft erheblich ausweiten können. 

Auch wenn der Einsatz der unbemannten Flugkörper noch relativ begrenzt ist, in wenigen Jahren werden sie zur Landwirtschaft gehören wir heute der Traktor. Was sind Eure Erfahrungen mit Drohnen?

Drohne auf der Agritechnica 2015

DJI Agras MG-1 Drohne mit 10 Liter Fassungsvermögen

Wer auf Amazon nach Drohnen sucht, kommt an der chinesischen Firma DJI nicht vorbei. Zusammen mit dem französischen Unternehmen Parrot sind das die beiden Marktführer. Demnach kommt der Launch einer speziell für die Landwirtschaft entwickelten Drohne gar nicht so überraschend daher. Früher oder später hätte DJI auch diesen Markt für sich entdeckt bzw. erobert.

Das Besondere an der DJI Drohne ist der Spritztank. Ganze zehn Liter Düngemittel soll das Modell Agras MG-1 problemlos in der Luft tragen können. Die Drohne ist staub- und wasserdicht. Zur Herstellung wurden korrosionsschützende Materialien verwendet.

Hier eine kurze Vorstellung der Agras MG-1 Agriculture Drone [Chinesischer Beitrag].

Technische Details zur Drohne

Mit der Agras MG-1 Drohne verlässt DJI den Bereich der privaten Drohnen. Der neue Octocopter soll im Pflanzenschutz eingesetzt werden.

Zu den wichtigsten Eigenschaften zählen:

  • 8 Rotoren
  • Tank mit 10 Liter Fassungsvermögen kann 7-10 Hektar pro Stunde spritzen, d.h. die Drohne ist 40 mal effizienter als das manuelle Spritzen
  • Fliegt bis zu 8 Meter pro Sekunde: Sprühintensität wird an die Fluggeschwindigkeit angepasst, wodurch eine gleichmäßige Abdeckung erzielt wird
  • Mikrowellen-Radar zur Messung der Abstands zum Acker
  • Ausgestattet mit dem DJI Echtzeit Lightbridge 2 Übertragungssystem
  • 3 Steuerungs-Alternativen: automatisch, halbautomatisch oder manuell

In einer aktuellen Pressemeldung, äußerte sich Frank Wang, der CEO und Gründer von DJI wie folgt:

„Die Einführung der DJI Agrar-Drohne zeigt unsere unübertroffene Wissensbasis und Entwicklungskompetenz. Mit diesem neuen Produkt haben wir bewiesen, dass DJI nicht nur das ultimative Lufterlebnis für den Endverbraucher bieten kann, sondern auch zur Steigerung der Produktionseffizienz führt, wovon auch Menschen aus anderen Lebensbereichen profitieren.“

Die Agras MG-1 Drohne wird zuerst in China und Korea erhältlich sein. Anschliessend erfolgt die Expansion in andere Märkte.

Die neue Landwirtschaftsdrohne wird für viele Feldarbeiter im asiatischen Raum ein großer Helfer sein. Hier werden Pflanzenschutzmittel sehr häufig noch per Rückenspritze ausgebracht. Die hügelige Landschaft und die vielen nassen Reisfelder erschweren das Spritzen von Düngemitteln. Eine spezielle Drohne kann diesen Prozess verbessern, was wiederum dazu führt, dass das Leben vieler Landwirte ein Stückchen besser wird. Win-Win…

Der Preis der High-Tech Drohne soll bei rund 15.000 USD liegen, so ein Bericht des Wall Street Journal. Die in Shenzhen ansässige Unternehmen DJI ist für den erfolgreichen Verkauf von Drohnen an Verbraucher und Filmemacher bekannt geworden. Der Umsatz soll in diesem Jahr die 1 Milliarde USD-Grenze überschreiten.

Der Wert von DJI wird derzeit auf etwa 8 Milliarden USD geschätzt. Das Unternehmen erhofft sich auch im Bereich der Landwirtschaft ähnliche Erfolge einzuheimsen.

Drohnen in der Landwirtschaft

Amazon will zukünftig Drohnen nutzen um Pakete auszuliefern. Die Polizei will Drohnen einsetzen, um den Verkehr besser überwachen zu können. Private Drohnen nehmen ständig zu.

In der Landwirtschaft werden sie eingesetzt um Pflanzenausfälle oder Hagelschäden zu erkennen bzw. um Wildparks und Tiere zu überwachen. Der Drohnen-Boom ist nicht mehr zu stoppen.

Welche Drohne passt zu Dir?

Drohnen Boom

Drohnen-Boom: Helm hat sie, Amazon plant sie

Die unbemannten Flugobjekte, besser bekannt auch als Drohnen, sollen bald sogar eine eigene Spur im Luftraum erhalten. Für einige heisst es Überwachung, für andere wiederum Bequemlichkeit. Fakt ist, der Drohnen-Markt entwickelt sich zum Milliardengeschäft.

Es sind fast schon 2 Jahre vergangen, seitdem Amazon mit seinem Prime Air Video das Thema Drohnen so richtig ins Bewusstsein der Massen brachte. Im Dezember 2013 zeigte uns der weltweit größte Onlineriese wie die Zukunft der Paketauslieferung aussehen wird.

Wann wir tatsächlich unsere Pakete via fliegender Roboter ausgeliefert bekommen werden, ist noch unklar. Amazon rechnet mit 4-5 Jahren. Zusteller wie UPS und DHL denken auch schon in diese Richtung.

Hier nochmal ein kurzer Blick auf das Drohnen-Video von Amazon was die Welt erneut in zwei Gruppen teilte. Bis dato wurde das YouTube-Video bis zu 15,5 Millionen mal gesehen. Das alleine soll schon was heissen.

Amazon plant Paketzustellung via Drohnen

Drohnen werden heute schon eingesetzt. Sie werden eingesetzt, um Menschen in Krisengebieten zu helfen. So hat zum Beispiel das Unternehmen Matternet aus Silicon Valley, Drohnen eingesetzt, um Lieferungen bis zu 2 kg nach Haiti zu bringen und damit Menschen zu helfen, die vom Erdbeben stark betroffen waren.

Facebook will Drohnen einsetzen, um weitere 5 Milliarden Menschen online zu erreichen, die heute mangels Infrastruktur keine Internetverbindung haben.

Wer einen Besuch der Stadt London plant und Lust hat auf japanisches Essen, der sollte unbedingt die Restaurantkette Yo! Sushi besuchen. Hier gelangen die Reisröllchen per Drohne auf dem Teller. Fließband ist „out“.

Drohnen in der Landwirtschaft

Für alle die in der Landwirtschaft arbeiten, sind Drohnen nichts Neues.

In Asien und Australien werden Drohnen schwerpunktmässig bei der Überwachung von Wildparks und Tieren genutzt. Bei uns werden die autonomen Fluggeräte bei der Erkennung von Pflanzenausfälle oder Hagelschäden bevorzugt.

In dem heutigen Beitrag möchte ich Euch von der Farmbird-Drohne des Softwareentwicklers Helm berichten. Neben den Programmen Feldpixel und Agrimentor, wird Helm seine drei Innovationen auf der anstehenden Agritechnica 2015 zeigen.

Was steckt hinter der Farmbird-Drohne?

Farmbird ist eine Hofdrohne. Sie ist mit einer Foto- und Videokamera ausgestattet und lässt sich mit der Helm-Schlagkartei gut integrieren. Die Flugroute kann vorher in der Schlagkartei geplant werden; die Drohne fliegt anschließend diese Route selbständig ab.

Das Fluggerät sollte immer in Sichtweite des Landwirts sein und das obwohl Bilder bis zu einer Entfernung von 2 km in der Herakles App live übertragen werden. Mit den Bildern lassen sich laut Hersteller „Bestandsmängel, Unkrautnester oder Wildschäden erkennen, vermessen und dokumentieren“.

Es soll jedoch nicht bei der Farmbird-Drohne bleiben. Helm plant nämlich weitere Agrardrohnen.

Das Ganze wird noch attraktiver, und zwar durch den Einsatz des Feldpixel Clouds. Damit will Helm sicherstellen, dass Drohnen- oder Satellitendaten nicht nur auf der Festplatte landen, sondern jederzeit via Helm-App oder Cloud-Service auf dem Feld verfügbar sind.

Das Feldpixel-Programm was Sensordaten, Satellitenkarten und Drohnenfotos in geocodierte Bilder konvertiert, soll ab 2016 in allen Helm-Feldmanagementlösungen enthalten sein.

Drohnen-Boom in allen Branchen?

Egal ob Silicon Valley oder „German“ Valley, Drohnen und Roboter werden für viele Branchen kein Fremdbegriff mehr sein. Heute weigern wir uns dagegen und morgen können wir uns ein Leben ohne Drohnen & Co. gar nicht mehr vorstellen.

Das war doch immer so bei Innovationen, oder?

Glaubt Ihr an die Zukunft der Drohnen-Lieferung? Wo können wir Eurer Meinung nach Drohnen nutzbringend einsetzen?

Ich freue mich auf Euer Kommentar.