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Solar-Wind-Hybridkraftwerk in Indien

In Indien entsteht das größte Solar-Wind-Hybridkraftwerk der Welt

Während hierzulande und EU-weit darüber diskutiert wird, ob die bereitgestellten Fördermittel für Windkraft und Photovoltaik wirksam sind, baut Indien das größte Solar-Wind-Hybridkraftwerk der Welt.

Der Bezirk Anantapur im indischen Bundesstaat Andhra Pradesh kämpft schon seit längerem mit massiven Stromausfällen. Es ist ärgerlich für die Bewohner und zudem führt es auch zu Wirtschaftsverlusten. Bis dato wurden die Ausfallzeiten mit Hilfe von teuren Dieselgeneratoren überbrückt. Damit soll jetzt Schluss sein.

Die Lösung: ein hybrides Solar-Wind-Kraftwerk mit 160 Megawatt – das weltweit größte seiner Art.

Indien und die Energiewende

In Indien hat sich seit der Regierung von Narendra Modi einiges geändert. Der Grund liegt darin, dass die aktuelle Regierung den Weltklimavertrag von Paris unterstützt. Die Energieprobleme auf dem Land sollen statt den fossilen Energieträgern (z.B. Kohlekraftwerke) nun durch Erneuerbare Energien gelöst werden.

Dass die Energiewende in Indien Fahrt aufgenommen hat, sieht man auch am Beispiel des Flughafens Cochin. Es handelt sich hierbei um den weltweit ersten Solarflughafen der energieautark ist.

Quelle: CGTN America, YouTube

Ein paar Eckdaten zum weltweit größten Solar-Wind-Hybridkraftwerk

Das Hybridkraftwerk soll eine Gesamtkapazität von 160 MW besitzen. Diese teilen sich wie folgt auf: 120 MW von den Solarmodulen und 40 MW von den Windrädern. Hinzu kommt noch eine Batterie mit einer Speicherkapazität von 40 MW, die eine konstante Einspeisung in das öffentliche Netz garantieren soll.

Das Mega-Projekt wird auf 1,000 qm Fläche bebaut. Die Finanzierung des 155 Mio. US-Dollar (ca. INR 1000 crores) Hybridkraftwerks soll größtenteils durch die Weltbank getragen werden.

Die Regierung aus Andhra Pradesh hat sich große Ziele gesetzt. Bis zum Jahr 2022 sollen 10 GW durch Solaranlagen und 8 GW durch Windkraftanlagen erzielt werden. Der Solar-Wind-Hybridkraftwerk soll zukünftig 3 GW erwirtschaften.

Der große Vorteil der kombinierten Kraftwerke Solar-Wind liegt darin, dass sich beide Energiequellen sehr gut ergänzen. Mal scheint die Sonne und der Wind weht nicht, d.h. die Leistung der Solaranlagen nimmt zu. Andere Male wiederum steigt die Produktion der Windräder.

Optimal ist es, wenn die kombinierten Kraftwerke an einem Ort sind, denn dann wird der Effekt durch die installierte Batterie verstärkt. Durch den Einsatz von intelligenten Netzen könnte jedoch das Manko der räumlich getrennten Anlagen behoben werden.

Das Mega-Projekt in Indien hat Vorbildcharakter: sollte die Anlage wie gewünscht funktionieren und dauerhaft gute Ergebnisse bringen, dann sollen ähnliche Solar-Wind-Hybridkraftwerke auch in anderen Bezirken des Landes entstehen.

Quellen: CleanTechnica

Die Energiewende in der EU

Im Dezember letzten Jahres haben sich die EU-Energieminister in Brüssel auf die Regelungen für eine Energiewende bis 2030 geeinigt.

Bis 2030 sollen 27% des gesamten Energiebedarfs durch erneuerbare Energien gedeckt werden. Das beudetet im Klartext: ab 2020 soll die Nutzung von Ökoenergie zum Heizen und Kühlen jährlich um 1%-Punkt steigen. Der Plan muss noch mit dem Europaparlament abgestimmt werden.

Im Verkehrssektor sollen bis 2030, 14% der Treibstoffe aus Ökostrom kommen.

Und wie sieht’s hierzulande aus?

Nach Angaben des Energiekonzerns Eon produzierte Deutschland im Jahr 2017 rund 154 Milliarden Kilowattstunden Strom aus Solar-, Wasser- und Windkraftanlagen sowie 38 Milliarden Kilowattstunden aus Biomasse-Anlagen. Damit wurde ein neues Allzeithoch erreicht.

  • Die stürmischen Monate September und Dezember bescherten tolle Ergebnisse für die Windräderbetreiber. In diesen beiden Monaten wurden dadurch rund 16 Milliarden Kilowattstunden erzeugt.
  • Im Mai, Juli und August produzierten die Solaranlagen mit Schwerpunkt in den südlichen Bundesländern, rund 5 Milliarden Kilowattstunden.

In Deutschland lag in 2017 der Anteil des Ökostroms an der gesamten Stromerzeugung bei einem Drittel, so eine aktuelle Meldung des Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW).

Quellen: dpa, Eon, BDEW

In Zukunft alles nur noch Ökostrom?

Viele Industriezweige befinden sich im Umbruch.

Die Automobilbranche muss jetzt zügig auf Elektro umsteigen, sonst gehen die Kunden und damit auch die Marktposition flöten. Geheizt soll soweit es geht mit Photovoltaik und Co. Gebäude die kein „Green“- oder „Öko“-Zertifikat vorzeigen können, werden zukünftig an die Kasse gebeten.

Manchmal gehen Umstellungen und Veränderungen nur durch Regelungen und Zwang. Ob das immer so gut ist, mag dahingestellt werden. Regierungen einigen sich auf Ausstoßmengen und legen Quoten fest. Die Firmen kriegen es früher oder später hin; die Bevölkerung wird mitgezogen.

Menschliche Evolution – oder gibt’s ein anderes Wort für dieses „Spiel“?

Wenn es um High-Tech und Trends geht, dann blicken wir gerne über den Teich in Richtung USA. Bzgl. Energiewende müssen wir unser Kopf so langsam in die gegensätzliche Richtung drehen, denn in China und Indien passieren sehr interessante Sachen auf diesem Gebiet.

Was haltet Ihr von dem Kombo Solar-Wind-Hybridkraftwerk?

Tesla-Erneuerbare Energie-Akku

Erneuerbare Energie: weltweit größter Akku in Betrieb

Erneuerbare Energie spielt weltweit eine immer größere Rolle. Investitionen in umweltfreundlichen Strom sind der Weg in die Zukunft. 

Auch für Australien, das in Punkto Energiegewinnung bisher sehr stark von Strom aus Kohlekraftwerken abhängt.

Es gehört zu den Ländern, die umgerechnet auf die Einwohnerzahl, mit die höchste Produktion des klimaschädlichen CO2 aufweist.

Erneuerbare Energie spielen in Down Under bisher entsprechend nur eine untergeordnete Bedeutung. Oder sollen wir sagen “spielten”.

Denn ausgerechnet in Australien ging das weltweit größte Akkusystem an den Start und setzt damit neue Standards im Bereich Erneuerbare Energie.

Erneuerbare Energie dank Tesla in neuen Dimensionen

Bei dem Akkusystem handelt es sich um einen Lithium-Ionen-Speicher, der mit seiner Gesamtleistung von 129 Megawatt 30.000 Haushalte mit Strom versorgt.

Wir verbinden einen Lithium-Ionen-Akku mit Geräten wie unserem Handy, in welchem diese Art der Energiespeicherung mittlerweile Standard ist.

Die Vorteile von Lithium-Ionen-Akkus liegen hier auf der Hand:

  • kein Memory-Effekt, der im Laufe der Zeit die Akkuleistung vermindert
  • eine lange Lagerfähigkeit aufgrund seiner geringen Selbstentladung
  • eine hohe Energiedichte (etwa das 3-4 fache eines gleich großen NiCd-Akkus oder das Doppelte eines NiMH-Akkus)
  • eine lange Haltbarkeit

Wisst Ihr eigentlich wie ein Lithium-Ionen-Akku funktioniert?

Der Lithium-Ionen-Akku

Quelle: TheSimpleChemics

Der Lithium-Ionen-Akku in Australien erreicht eine neue, bisher noch nicht gekannte Größenordnung.

Das gigantische Projekt wurde vom US-Elektroautohersteller Tesla nördlich von Adelaide errichtet.

Und auch beim Bau machte Tesla eine klare Ansage: in 100 Tagen wird der größte Akku für Erneuerbare Energie gebaut werden, oder das Unternehmen würde ihn kostenlos abgegeben, so das Versprechen von Tesla-Chef Elon Musks.

Und das Ziel wurde, wenn auch knapp, erreicht. Rund 3 Monate Bauzeit klingen jedoch einfach sehr beeindruckend, oder?

(Die Kosten wurden von Musks übrigens auf mindestens 50 Millionen Dollar angegeben.)

In Australien beginnt der Sommer. Der Akku wird dringend gebraucht, um den hohen Stromverbrauch in dieser Jahreszeit zu decken.

Die extreme hohen Temperaturen führten in den letzten Sommern immer wieder zu Stromausfällen.

So gab es etwa im September 2016 aufgrund eines Unwetters einen Stromausfall, bei dem 1,7 Millionen Haushalt über mehrere Tage vom Nationalen Netzwerk abgeschnitten waren. 

Mit dem Lithium-Ionen-Akku sollen solche Nachrichten der Vergangenheit angehören, denn er liefert Strom rund um die Uhr, egal ob Wind und Sonne gerade bei der Energiegewinnung mitspielen. 

Der Strom für den Akku kommt aus einem Windpark, der von dem französischen Unternehmen Neoen betrieben wird.

Das Projekt zeigt, es mangelt nicht an innovativen Lösungen. Auch nicht an deren Umsetzung.

Wir dürfen gespannt sein, wie das australische Vorbild in anderen Teilen der Welt aufgenommen wird. Sicherlich werden wir in Zukunft von größeren Akkusystemen hören. 

(Quelle: Manager Magazin, Passauer Neue Presse, DPA)

Und noch ein Blick auf ein aktuelles Thema der Woche:

Entscheidung zum Neonikotinoid-Verbot verschoben

Eigentlich sollte diese Woche abgestimmt werden, ob die drei neonikotinoiden Wirkstoffe Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam im Freiland verboten werden sollen. 

Diese Entscheidung wurde nun jedoch vom Ständigen EU-Ausschuss für Pflanzen, Tiere, Lebensmittel und Futtermittel (PAFF) auf März 2018 verschoben. 

Neonikotinoide werden in der Landwirtschaft als Saatgutbeizmittel eingesetzt. Sie sollen Schädlinge bekämpfen und damit die Pflanzen beschützen. 

Allerdings beschränkt sich die Wirkung nicht nur auf Schädlinge.

Die Insektizide werden für das rapide Sterben von Bienen und anderen Insekten verantwortlich gemacht. 

Deshalb wurde bereits in 2013 der Einsatz von der EU-Kommission eingeschränkt.

So dürfen die Wirkstoffe beispielsweise nicht auf die Rapssaat und beim Anbau von Äpfeln, Gurken und Kirschen Anwendung finden.

Aber, das Verbot kann für viele Pflanzen mit Sondergenehmigungen aufgeweicht werden. 

Bevor die EU-Mitgliedsstaaten eine Entscheidung zum zukünftigen Einsatz der Wirkstoffe treffen, soll jedoch erst noch ein Gutachten der Europäischen Lebensmittelbehörde (Efsa), das die Bienengefährlichkeit der Wirkstoffe genauer untersucht, ausgewertet werden. 

Nach mehrmaliger Verschiebung soll dies nun bis Februar 2018 vorliegen. 

Die Anwendung der Insektizide wird so weiterhin von den verschiedenen Interessengruppen heiß diskutiert

Nichtregierungsorganisationen, die sich für den Umweltschutz einsetzen, fordern klar ein viel umfassenderes Verbot.

Die ausschliessliche Zulassung des Stoffes in Gewächshäusern, wie es aktuell im Raum steht, greift ihnen nicht weit genug. 

Vertreter aus Landwirtschaft und Agrarindustrie befürchten hingegen einen Nachteil der europäischen Landwirtschaft im internationalen Vergleich. 

Hier wird auch zu Bedenken gegeben, dass Landwirte durchaus verantwortungsbewusst mit den Wirkstoffen umzugehen wissen. 

(Quelle: Deutschlandfunk, Spiegel Online, TopAgrar)

Das Thema wird sicherlich bis März 2018 die deutschen Politiker weiterhin gut beschäftigen. Auch bei Vorlage des Gutachtens wird es sehr gegenteilige Meinungen geben. 

Insbesondere wird es bei der Frage, wie weit das Verbot ausgebaut werden soll, bei den Fraktionen zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen. 

Wie steht Ihr aus Sicht der Landwirte zu dem Thema? 

PV-Anlagen bei Agrarbetrieb Photovoltaik

Ab 2016: 10 PV-Anlagen auf Ackerflächen erlaubt

Das Bundeskabinett hat vor zwei Monaten die „Verordnung zur Einführung von Ausschreibungen für die finanzielle Förderung von Photovoltaik-Freiflächenanlagen“ verabschiedet. Nach der Verordnung dürfen ab 2016 bis zu 10 PV-Anlagen auf Ackerflächen mit je 10 MW in benachteiligten Gebieten errichtet werden.

Bevor wir auf die anstehenden Änderungen eingehen, lassen Sie doch einen schnellen Blick auf folgende Werbung von ET SolarPower GmbH werfen. Günther ist stolzer Besitzer einer PV-Anlage und dann passiert folgendes …

Fokus auf Erneuerbare Energien: Änderungen im Bereich PV-Anlagen

Wir stehen vor folgender Herausforderung:

  • Bis 2025 soll der Anteil erneuerbarer Energien an der deutschen Stromversorgung auf 40-45% steigen.
  • Bis 2035 soll ein Anteil von 55-60% erzielt werden.

Vor diesem Hintergrund, erfolgt die gesetzliche Festlegung der Förderhöhe für jede Technologie. Zwar schafft diese Vorgehensweise eine hohe Planungs- und Investitionssicherheit, es kann jedoch auch zu Über- bzw. Unterförderungen führen.

PV-Anlagen spielen bei dieser Umstrukturierung eine wichtige Rolle und deshalb sollen in den kommenden drei Jahren PV-Freiflächenanlagen mit einer Spitzenleistung von 1,2 Gigawatt neu errichtet und von der Bundesnetzagentur per Auktionsverfahren ausgeschrieben werden.

Kosteneffizienz und Wettbewerbsneutralität so die Erwartungen der Politik. Wer Sonnenstrom zum jeweils günstigsten Preis liefern kann, hat die Nase vorn.

Agrarbetrieb Geschenk Landwirte 05

Wichtige Änderungen im Überblick

  • Ab 2016 dürfen bis zu 10 PV-Anlagen mit einer maximalen Leistung von 10 MW auf Ackerflächen in benachteiligten Gebieten erreichtet werden.
  • Dies gilt auch für Flächen der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA).
  • Die Verordnung trat laut Bundeswirtschaftsministerium im Februar 2015 mit der Verkündung im Bundesgesetzblatt in Kraft. Die Zustimmung von Bundesrat oder Bundestag war nicht erforderlich.

Für das laufende Jahr gilt, dass PV-Anlagen in einem Streifen von maximal 110 m entlang von Autobahnen und Schienenwegen sowie auf Konversionsflächen und versiegelten Flächen errichtet werden dürfen. Für landwirtschaftliche Flächen hat die oben aufgeführte Bestimmung keine Gültigkeit.

Ausschreibungen und Projektgröße

Ausschreibungen werden jährlich auf insgesamt drei Stück begrenzt. Die erste Ausschreibung startet in wenigen Tagen, am 15. April mit einem Volumen von 150 MW. Das Ausschreibungsvolumen für 2015 beträgt 500 MW (ca. 1.000 ha Flächenbedarf).

Die maximale Gebotsgröße liegt laut EEG bei 10 MW; die minimale Gebotsgröße hingegen bei 100 kW.

Die neue Verordnung hat nicht nur Freunde…

Die neue Verordnung stößte auf Kritik insb. seitens des Deutschen Bauernverbands (DBV).

Der Verband fordert den Ausbau von PV-Anlagen auf versiegelte Flächen, Konversions- und Dachflächen zu beschränken und bezeichnet die Neuregelung als „völlig falsches Signal“. Die aktuelle Entscheidung widerspreche dem Ziel, den Flächenverbrauch zu reduzieren, so die Meinung des DBV.

Es bleibt spannend

Die hohe Prozentzahl welche die Bundesregierung anstrebt ist nicht ohne. In zehn Jahren sollen regenerative Energieträger bereits 40% der deutschen Stromversorgung generieren. Ist das wirklich zu schaffen? Geht das überhaupt ohne dabei Ackerflächen zu „opfern“?

Studien belegen, dass PV-Anlagen dreimal mehr Gewinn einbringen als Windkraftanlagen, obwohl sie weniger Strom erzeugen. Der Süden der Republik dominiert die Photovoltaiklandschaft. Im Norden hingegen, treffen wir auf Windkraftanlagen.

Auf welche regenerative Energieträger setzen Sie? Wind-, Wasser- oder PV-Anlagen?

 

Agrarbetrieb Geschenk Landwirte 01

Erneuerbare Energien - Biogas und Biodiesel

Erneuerbare Energien: Biodiesel und Biogas müssen hart kämpfen

Das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) tritt wie geplant am 1. August in Kraft. Unterdessen schrumpft die Nachfrage nach Biodiesel um knapp 11%. Auch im Bereich Biogas gibt es keinen Grund zur Feier. Die Investitionspläne sind weiter rückläufig.

Starten wir doch mit der EEG-Reform. Die EU-Kommission ist sich einig geworden: das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) wird am 1. August in Kraft treten.

Das Gesetz ebnet damit den Weg für mehr Markt im Segment Erneuerbare Energien. Für Unternehmen die in dieser Branche tätig sind, werden hierdurch Rahmenbedingungen geschaffen, die dem Erhalt von Arbeitsplätzen dienen. Hinzu kommt eine Kostendämpfung aufgrund „marktnäher“ Förderung.

Die EEG-Novelle wird von vielen, jedoch nicht von allen begrüsst. Aufgrund der Förderkürzungen und Beschränkungen bei Windkraft und Biogas, erntete die Reform in den letzten Wochen eine Menge Kritik von Fachleuten aus den Reihen dieser beiden Energiekategorien.

Erneuerbare Energien: Biogasbetreiber wollen weniger investieren

In einer aktuellen Pressemitteilung der AgriDirect Deutschland GmbH erfahren wir, dass 17,8% der deutschen Biogasbetreiber eine Expansion oder Renovierung ihres Betriebes planen. Damit setzt sich der rückläufige Trend auch im Jahr 2014 weiter fort.

Die Ergebnisse stammen aus einer telefonischen Befragung von mehr als 6.000 Biogasbetreiber die nach ihren Betriebsaktivitäten, Zukunfts- und Investitionsplänen befragt wurden. Die Befragung fand von März bis einschließlich Mai diesen Jahres statt. Die Resultate wurden in dem BiogasScanner 2014 des Marktforschungszentrums AgriDirect Deutschland zusammen getragen.

Weitere Erkenntnisse im Überblick

  • 4,5% der Biogasbetreiber wollen ausschlielich expandieren
  • 6,1% wollen mit dem Betrieb expandieren und diesen gleichzeitig auch renovieren
  • 7,2% wollen nur modernisieren

Die rückläufige Tendenz besteht seit dem Jahr 2011. In diesem Jahr lagen die Investitions- und Modernisierungspläne noch bei 31,8%. Binnen 4 Jahren ist die Bereitschaft der Biogasbetreiber ihre Betriebe zu expandieren, renovieren und modernisieren um 14 Prozentpunkte zurückgegangen.

Biogas: Dunkle Wolken am Horizont bei 11% weniger Nachfrage

EurObserv’ER, ein Konsortium von Förderagenturen zugunsten erneuerbaren Energien hat sein aktuelles „Biofuels barometer 2014“ veröffentlicht. Aus dieser geht hervor, dass die Nachfrage nach Biokraftstoffen in der Europäischen Union um etwa 1 Megatonne Erdöläquivalent (Mtoe) oder 6,8% auf 13,62 Mtoe zum ersten Mal abgenommen hat.

Als Gründe für den Rückgang werden die Einführung der vollen Biodieselbesteuerung in Deutschland und die Verringerung der Beimischungsziele in Spanien genannt. Während dessen schrumpfte in Deutschland sowohl die Nachfrage nach Biodiesel (um 10,8%) als auch nach Bioethanol (um 3,4%).

EU hat für 2030 ein ehrgeiziges Energiesparziel

Während die beiden Sparten Biogas und Biodiesel sich mit rückläufigen Zahlen auseinandersetzen müssen, tüfteln die EU-Kommissare in Brüssel bereits an dem nächsten Programm. Bis 2030 soll die Energieeffizienz in der EU um 30% gesteigert werden. Äusserst ehrgeizig.

Das neue Ziel soll laut Pressemitteilung der EU-Kommission neue Perspektiven für europäische Unternehmen eröffnen, erschwinglichere Energiepreise für Verbraucher ermöglichen und für mehr Versorgungssicherheit sorgen.

Erneuerbare Energien – Ihre Meinung dazu

Jetzt sind Sie dran.

Was halten Sie von der aktuellen Entwicklung im Bereich Biogas und Biodiesel? Glauben Sie, dass das ehrgeizige Energiesparziel der EU-Kommission zu schaffen ist?

Welches Segment aus dem Themenfeld Erneuerbare Energien interessiert Sie am meisten?

 

Agrarbetrieb_Startpaket fuer innovative Landwirte

 

Regenerative Energieträger

Regenerative Energieträger: Biogasanlagen rückläufig

Erneuerbare oder regenerative Energieträger gelten als wichtigste Säule einer nachhaltigen Energiewende. Erneuerbare Energien sind auf die Sonnenstrahlung zurückzuführen: Wind, Wasserkraft und Biomasse.

In dem heutigen Beitrag, möchte ich mein Augenmerk vor allem auf die Bedeutung von Biogas legen, weil diese eine große Chance für uns Landwirte darstellt.

Der Fachverband Biogas e.V. hat vor Kürzem die neuesten Branchenzahlen inklusive der Prognose für 2013 / 1014 veröffentlicht. In der unten aufgeführten graphischen Darstellung lässt sich eindeutig feststellen, dass die Investitionsbereitschaft in neue Biogasanlagen in den letzten beiden Jahren sehr stark zurück gegangen ist.

In 2012 wurden nur noch 340 Neueinlagen gebaut – das entspricht einem Rückgang von rund 75% gegenüber 2011. Letztes Jahr gab es dann erneut einen Einbruch. Der Fachverband rechnet für 2013 mit einer Gesamtzahl von 205 Biogas-Neuanlagen.

Regenerative Energieträger: Neue Biogasanlagen in Deutschland

Regenerative Energieträger_Neue Biogasanlagen

Regenerative Energietraeger: Neue Biogasanlagen in Deutschland
Quelle: Fachverband Biogas e.V. Branchenzahlen

Aus dem Branchenreport des Fachverbands Biogas erfahren wir u.a., dass immer mehr Anlagenbesitzer in Leistungserweiterungsmaßnahmen an bestehenden Biogasanlagen investieren.

DEIN GESCHENK VON AGRARBETRIEB: Startpaket für innovative Landwirte

Hauptbetreiber von Biogasanlagen sind Landwirte die z.B. Futterreste, Silomais und Grassilage einsetzen. Der Einsatz von organischen Abfällen aus Haushalten (Biotonne), Industrie und Gewerbe ist ebenfalls sehr sinnvoll.

Biogas Jahrestagung & Fachmesse 2014

Über 380 Aussteller haben sich zur diesjährigen Biogas Fachmesse in Nürnberg angemeldet. Die Fachmesse und die Biogas Jahrestagung finden parallel vom 14. – 16. Januar im Messezentrum Nürnberg statt.

Horst Seide, Präsident des Fachverband Biogas e.V., bezeichnet die Biogas 2014 als ein „Spiegelbild der aktuellen Lage“:

„Wenn die neue Bundesregierung die Energiewende tatsächlich schaffen will, dann muss sie dafür auf Biogas setzen. Die Akteure der Biogasbranche stehen bereit und warten auf das ‚Go‘ aus Berlin“.

Weiterführende Informationen zur Biogastagung erfahren Sie unter Biogas Messe 2014.

Neues aus der Forschung

 

Regenerative Energieträger

Regenerative Energieträger
Bild von watiporn/ FreeDigitalPhotos.net

Während sich die einen auf der Messe treffen, arbeiten andere an zukünftige Biogasanlangen. Diese sollen bald Multifunktions-Anlagen werden, die mehr als nur Energie produzieren.

In Stuttgart arbeiten Wissenschaftler der Universität Hohenheim und des Fraunhofer-Instituts für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB zusammen mit Industriepartnern an einer nachhaltigen Biogasproduktion, bei der alle Prozessschritte vom Pflanzenbau bis zur Verwertung anfallender Reststoffe untersucht werden. Das Bundesforschungsministerium fördert das Projekt „Ganzheitliche Optimierung der Biogasprozesskette“ (GOBi) drei Jahre lang mit insgesamt 3,9 Millionen Euro. [agrarheute.com]

An dieser Stelle möchte ich zusätzlich noch darauf hinweisen, dass uns am 22. und 23. Mai der 7-te Biogas-Innovationskongress in Osnabrück erwartet. Diese Veranstaltung wird vom Deutschen Bauernverband (DBV) gemeinsam mit dem Fachverband Biogas und dem Bundesverband Bioenergie getragen.

Welche Rolle spielen regenerative Energieträger in Ihrem Betrieb? Ist Biogas ein wichtiger Bestandteil Ihres Unternehmens oder setzen Sie eher auf Wasserkraft, Solar- oder Windenergie?