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Solar-Wind-Hybridkraftwerk in Indien

In Indien entsteht das größte Solar-Wind-Hybridkraftwerk der Welt

Während hierzulande und EU-weit darüber diskutiert wird, ob die bereitgestellten Fördermittel für Windkraft und Photovoltaik wirksam sind, baut Indien das größte Solar-Wind-Hybridkraftwerk der Welt.

Der Bezirk Anantapur im indischen Bundesstaat Andhra Pradesh kämpft schon seit längerem mit massiven Stromausfällen. Es ist ärgerlich für die Bewohner und zudem führt es auch zu Wirtschaftsverlusten. Bis dato wurden die Ausfallzeiten mit Hilfe von teuren Dieselgeneratoren überbrückt. Damit soll jetzt Schluss sein.

Die Lösung: ein hybrides Solar-Wind-Kraftwerk mit 160 Megawatt – das weltweit größte seiner Art.

Indien und die Energiewende

In Indien hat sich seit der Regierung von Narendra Modi einiges geändert. Der Grund liegt darin, dass die aktuelle Regierung den Weltklimavertrag von Paris unterstützt. Die Energieprobleme auf dem Land sollen statt den fossilen Energieträgern (z.B. Kohlekraftwerke) nun durch Erneuerbare Energien gelöst werden.

Dass die Energiewende in Indien Fahrt aufgenommen hat, sieht man auch am Beispiel des Flughafens Cochin. Es handelt sich hierbei um den weltweit ersten Solarflughafen der energieautark ist.

Quelle: CGTN America, YouTube

Ein paar Eckdaten zum weltweit größten Solar-Wind-Hybridkraftwerk

Das Hybridkraftwerk soll eine Gesamtkapazität von 160 MW besitzen. Diese teilen sich wie folgt auf: 120 MW von den Solarmodulen und 40 MW von den Windrädern. Hinzu kommt noch eine Batterie mit einer Speicherkapazität von 40 MW, die eine konstante Einspeisung in das öffentliche Netz garantieren soll.

Das Mega-Projekt wird auf 1,000 qm Fläche bebaut. Die Finanzierung des 155 Mio. US-Dollar (ca. INR 1000 crores) Hybridkraftwerks soll größtenteils durch die Weltbank getragen werden.

Die Regierung aus Andhra Pradesh hat sich große Ziele gesetzt. Bis zum Jahr 2022 sollen 10 GW durch Solaranlagen und 8 GW durch Windkraftanlagen erzielt werden. Der Solar-Wind-Hybridkraftwerk soll zukünftig 3 GW erwirtschaften.

Der große Vorteil der kombinierten Kraftwerke Solar-Wind liegt darin, dass sich beide Energiequellen sehr gut ergänzen. Mal scheint die Sonne und der Wind weht nicht, d.h. die Leistung der Solaranlagen nimmt zu. Andere Male wiederum steigt die Produktion der Windräder.

Optimal ist es, wenn die kombinierten Kraftwerke an einem Ort sind, denn dann wird der Effekt durch die installierte Batterie verstärkt. Durch den Einsatz von intelligenten Netzen könnte jedoch das Manko der räumlich getrennten Anlagen behoben werden.

Das Mega-Projekt in Indien hat Vorbildcharakter: sollte die Anlage wie gewünscht funktionieren und dauerhaft gute Ergebnisse bringen, dann sollen ähnliche Solar-Wind-Hybridkraftwerke auch in anderen Bezirken des Landes entstehen.

Quellen: CleanTechnica

Die Energiewende in der EU

Im Dezember letzten Jahres haben sich die EU-Energieminister in Brüssel auf die Regelungen für eine Energiewende bis 2030 geeinigt.

Bis 2030 sollen 27% des gesamten Energiebedarfs durch erneuerbare Energien gedeckt werden. Das beudetet im Klartext: ab 2020 soll die Nutzung von Ökoenergie zum Heizen und Kühlen jährlich um 1%-Punkt steigen. Der Plan muss noch mit dem Europaparlament abgestimmt werden.

Im Verkehrssektor sollen bis 2030, 14% der Treibstoffe aus Ökostrom kommen.

Und wie sieht’s hierzulande aus?

Nach Angaben des Energiekonzerns Eon produzierte Deutschland im Jahr 2017 rund 154 Milliarden Kilowattstunden Strom aus Solar-, Wasser- und Windkraftanlagen sowie 38 Milliarden Kilowattstunden aus Biomasse-Anlagen. Damit wurde ein neues Allzeithoch erreicht.

  • Die stürmischen Monate September und Dezember bescherten tolle Ergebnisse für die Windräderbetreiber. In diesen beiden Monaten wurden dadurch rund 16 Milliarden Kilowattstunden erzeugt.
  • Im Mai, Juli und August produzierten die Solaranlagen mit Schwerpunkt in den südlichen Bundesländern, rund 5 Milliarden Kilowattstunden.

In Deutschland lag in 2017 der Anteil des Ökostroms an der gesamten Stromerzeugung bei einem Drittel, so eine aktuelle Meldung des Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW).

Quellen: dpa, Eon, BDEW

In Zukunft alles nur noch Ökostrom?

Viele Industriezweige befinden sich im Umbruch.

Die Automobilbranche muss jetzt zügig auf Elektro umsteigen, sonst gehen die Kunden und damit auch die Marktposition flöten. Geheizt soll soweit es geht mit Photovoltaik und Co. Gebäude die kein „Green“- oder „Öko“-Zertifikat vorzeigen können, werden zukünftig an die Kasse gebeten.

Manchmal gehen Umstellungen und Veränderungen nur durch Regelungen und Zwang. Ob das immer so gut ist, mag dahingestellt werden. Regierungen einigen sich auf Ausstoßmengen und legen Quoten fest. Die Firmen kriegen es früher oder später hin; die Bevölkerung wird mitgezogen.

Menschliche Evolution – oder gibt’s ein anderes Wort für dieses „Spiel“?

Wenn es um High-Tech und Trends geht, dann blicken wir gerne über den Teich in Richtung USA. Bzgl. Energiewende müssen wir unser Kopf so langsam in die gegensätzliche Richtung drehen, denn in China und Indien passieren sehr interessante Sachen auf diesem Gebiet.

Was haltet Ihr von dem Kombo Solar-Wind-Hybridkraftwerk?

Aronia-REDII-Gesundheit

Aronia – eine Beere für Eure Gesundheit

Mit dem neuen Jahr gibt es die vielen guten Vorsätze. Eine gute Gesundheit gehört meist dazu. Hier kann Euch eine kleine Beere, die Aronia, kräftig unterstützen. 

Ohne Gesundheit läuft nichts. Wenn wir nicht fit sind, können wir unseren Aufgaben nicht gerecht werden. 

Nun haben wir eine vollen Tag, zusätzliches leisten, um gesund zu bleiben, ist oft unrealistisch. Aber es gibt auch kleine Helfer. 

Etwa die Gesundheitsbeere Aronia. Einfach in den tägliche Speiseplan integriert und ihr habt einen Eurer guten Vorsätze (fast) schon umgesetzt. 

Aber bevor ich Euch die kleine Superbeere vorstelle, geht es erstmal zu EU-Parlament. 

Gestern, am 17.01.2018, hat das EU-Parlament die Neufassung der Erneuerbaren-Energien-Richtline (Renewable Energy Directive – RED II) beschlossen.

Der Anteil der erneuerbaren Energien bei der Stromversorgung soll zukünftig deutlich steigern.

So sollen im Jahr 2030 mindestens 30 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Ressourcen stammen.

RED II – Palmöl wird verboten

Mit RED II verfolgt die EU ambitionierte Ziele. In 2030 sollen die Treibhausgas-Emissionen, im Vergleich zu 1990, um mindestens 40 Prozent reduziert werden.

Die wirtschaftliche Ausrichtung in Ländern wie Indonesien oder Malaysia wird sich wohl an neue Marktbedingungen anpassen müssen. Die Länder zählen zu den wichtigsten Exporteueren von Palmöl.

Aufgrund der großen Umweltschäden, die durch die Erzeugung von Palmöl entstehen, wird jedoch die Beimischung von Palmöl bei Treibstoffen ab 2021 verboten sein.

Im Verkehrssektor soll in 2030 der Anteil der Erneuerbaren Energien mindestens 12 Prozent betragen.

Von den 12 Prozent dürfen jedoch nur maximal 2 Prozent aus Biomassen wie Biodiesel oder Bioethanol stammen. Die restlichen 10 Prozent müssen Biokraftstoffe sein, die aus Rest- und Abfallstoffen erzeugt werden.

Aber, in der heutigen Zeit, jagt auch eine Weiterentwicklung die nächste. In 2030 wird vieles möglich sein, von dem wir heute noch träumen.

„Der Beitrag von nur zwei Prozent bei konventionellen Biokraftstoffen würde eine starke Verringerung des Absatzes bedeuten. Damit reduziert das Parlament völlig unnötig den Beitrag, den Biokraftstoffe zur Dekarbonisierung im Verkehr leisten können“, meint Elmar Baumann, Geschäftsführer Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie (VDB)

Generell wird die Neufassung der Erneuerbaren-Energien-Richtline Diskussionen auslösen.

Derzeit bilden konventionelle Biokraftstoffe mit einem Anteil von rund 90 Prozent der erneuerbaren Energien im Verkehrswesen den mit Abstand größten Anteil dar.

Die Förderung für diese Form der Energiegewinnung einzustellen und im Gegenzug hierfür auf noch nicht entwickelte oder unerprobte Alternativen zu setzen, ist definitiv ein riskantes Unterfangen.

(Quellen: Börse Online, Europäische Kommission,

Die Richtlinie wie die Richtlinie unser Leben beeinflussen wird, wird sich erst in den kommenden Jahren zeigen.

Insbesondere auf dem Gebieten Technologie und Energie zeigen sich die weitreichenden Folgen von Veränderungen in unserem Alltag.

Neue Technologien führen zu neuen Essgewohnheiten

Wir stehen nicht mehr mit dem Spaten auf dem Feld, leisten über Stunden körperliche Höchstarbeiten.

Maschinen haben uns dies abgenommen. Jeder denkt jetzt wohl an seine maschinellen Kraftpakete, die auf dem Hof stehen.

Pure Kraft ist mit ausgefeilter Technologie vereint. Anpacken müssen wir Landwirte zwar noch immer.

Aber statt körperliche Leistung zu bringen, waren im letzten Jahrhundert Fähigkeiten wie mechanisches Wissen bereits wichtiger. Körperlich Stärke kann durch die Maschinen ausgetauscht werden.

Instandsetzung, Wartung, Reparatur, … erfordert weniger körperliche Arbeit als einen Kopf zum Mitdenken.

Jetzt, im 21. Jahrhundert, Ihr habt es auf der letzten Agritechnica gesehen, läuft ohne Software  nichts mehr.

Im Zweifel kann nicht mal mehr eine mechanische Reparatur erfolgen, weil die Software das Problem ist. Sie ein Upgrade benötigt oder ähnliches.

Landwirtschaft ist definitiv Kopfarbeit.

Dies erfordert auch eine Umstellung an die Ernährung. Vor hunderten vor Jahren war deftige Hausmannskost notwendig, um den landwirtschaftlichen Alltag meistern zu können.

Es war körperliche Arbeit, die Unmengen an Kalorien benötigte.

Heute arbeiten wir mit dem Kopf und, in Relation gesetzt, wenig körperlich.

Essentrends, die wir wohl, so ganz klichehaft eher gestressten Großstädtern zuordnen, sind aber durchaus auch was für den Landwirt der Zukunft.

Sogenannte Superfoods sind ein Turbogang für unsere Gesundheit und eine Superpower für unser Gehirn.

Aronia – Wunderbeere mit großer Wirkung

Heute möchte ich Euch die Gesundheitsbeere Aronia vorstellen.

Voller Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente versorgt Sie unseren Körper mit wichtigen Stoffen, uns helfen, im Alltag Höchstleistungen zu vollbringen.

Aronia wird auf gut deutsch auch „Apfelbeere“ genannt und stammt ursprünglich aus dem östlichen Nordamerika.

Die Früchte sind erbsengroß, schwarz und häufig wachsartig überzogen. In Ländern wie Polen oder Russland gilt die Aronia gar als Heilpflanze.

Denn nicht nur enthalten die Beeren eine antioxidative Superpower. Sie ist voll mit

  • Vitamin A, B (komplette Gruppe), C, E, K
  • Eisen, Kalium, Kalzium, Magnesium, Zink
  • Flavonoide und Anthocyane

Insbesondere der überdurchschnittlich hohe Anteil von Flavonoiden und Anthocyane wirken jeden wie eine Verjüngerungskur im Körper.

Flavonoide schützen in den Früchten vor Fressfeinden. Im menschlichen Körper unterstützen sie die Gesundheit mit ihrer

  • antiviralen
  • antimikrobiellen
  • antikanzerogenden und
  • antiallergischen Wirkung.

Anthocyane sind eine Untergruppe der Flavonoide. Sie geben der Frucht nicht nur ihre tolle Farbe.

Sie können die Thrombozytenbildung verringern, einen positiven Einfluß auf das Sehvermögen ausüben. Die Wirkungen von Vitaminen (antioxidative Vitamine  A, C und E) kann deutlich verstärkt werden.

Aronia als Radikalenkiller

Quelle: Detlef Jochmann

In Deutschland wird Aronia vor allem in Bayern, Brandenburg und Sachen angebaut. Die drei Bundesländer vereinten 2016 86 Prozent der deutschen Erntemenge an Aronia.

Um einen Größenvergleich zu haben: im Jahr 2015 wurden 470 Tonnen Aronia geerntet.

(Quellen: Statistisches Bundesamt, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Biothemen)

Wie sieht Dein Speiseplan aus? Haben Früchte mit Superpower, wie etwa Aronia, darin Platz?

Fendt 1000 Vario auf Feldtage 2014

Erwartungen übertroffen: 1000 Mal Fendt 1000 Vario

Im Herbst 2015 lief der erste Fendt 1000 Vario vom Band. Zwei Jahre später waren es 1.000 Stück. Der größte Standardschlepper der Welt erobert den Globus.

Bevor wir den Erfolg des Fendt 1000 Vario gebürtig feiern, hier noch ein paar aktuelle Meldungen aus unserer Branche. Es geht um Insolvenzen, neue Joint Ventures und EU-Regelungen.

1. Phoenix Solar hat Insolvenz angemeldet

Die deutsche Solarbranche wackelt. Nach dem Insolvenzantrag von SolarWorld im Frühling diesen Jahres hat es jetzt auch Phoenix Solar erwischt.

Wie kam es dazu?

Ein Großkunde aus den USA hatte Phoenix Solar einen Betrag in Höhe von 8 Mio. US-Dollar für ein Projekt zur Verfügung gestellt und im Dezember das Geld eingefordert.

Die Insolvenz hatte sich bereits angedeutet; die Umsätze von Phoenix Solar schrumpften im letzten Jahr und das Eigenkapital war aufgebraucht. Damit hat es einen weiteren Pionieren in der Photovoltaik-Branche erwischt.

2. Arla Foods geht Joint Venture mit PT Indofood CBP Sukses Makmur Tbk (ICBP) aus Indonesien ein

Mit seinen über 260 Millionen Einwohnern ist Indonesien der größte Markt für nahrhafte Molkereiprodukte in Südostasien. Deshalb bietet sich für Arla Foods eine strategische Allianz mit dem führenden Unternehmen für schnelldrehende Konsumgüter und Molkereiprodukte aus dieser Boomregion perfekt an.

Das neue Joint Venture trägt den Namen Arla Indofood Sukses Makmur und die Beteiligungsstruktur sieht wie folgt aus: 51% Arla Foods und 49% ICBP. Dabei kümmert sich ICBP aufgrund des lokalen Know-hows um den Vertrieb.

3. Neue EU-Regelung: bis 2030 soll der Anteil an erneuerbaren Energien auf 27% erhöht werden

In Brüssel haben sich die EU-Energieminister auf den Ausbau der erneuerbaren Energien auf 27% des gesamten Bedarfs bis 2030 geeinigt. Ab 2020 soll die Nutzung von Ökoenergie jährlich um einen Prozentpunkt steigen.

Bis dato geht der Ausbau der erneuerbaren Energien in Europa eher schleppend voran. In 2016 lag der Anteil bei 16,9% (ein Anstieg von nur 0,2 Punkte ggü. 2015). Ob bei diesem Tempo die Zielmarke von 20% in 2020 erreicht wird, ist fragwürdig.

Grüne und Umweltverbände sind enttäuscht und kritisieren die Zahl. Diese sollte deutlich höher liegen, um die Ziele des Pariser Klimaabkommens zu erreichen.

Die neue Energie-Regelung muss noch mit dem Europaparlament abgestimmt werden.

Quelle: Bundesverband Erneuerbare Energie

Der 1.000ste Fendt 1000 Vario wurde an ein Milchviehbetrieb in Kanada ausgeliefert

Fendt feiert. Die Erwartungen wurden übertroffen. Am 20. Dezember 2017 lief der 1000ste Fendt 1000 Vario vom Band. Die Lieferung ging über den großen Teich, nach Kanada.

Das Jubiläumsmodell, ein Fendt 1038 Vario mit 380 PS hat die Schiffsreise nach Kanada angetreten. Die Bestellung geht an den Milchviehbetrieb Terpstra Farms Ltd von Jeremy und Herman Terpstra nach Brussels, Bundesstaat Ontario in Kanada.

In einer aktuellen Pressemeldung äußerte sich Peter-Josef Paffen, Vorsitzender der AGCO/Fendt Geschäftsführung wie folgt:

„Wir freuen uns sehr über die hervorragende weltweite Akzeptanz der neuen Großtraktorenmodelle 1000 Vario, die mit bis zu 517 PS einen neuen Markt geschaffen haben und inzwischen in insgesamt 35 Länder in ganz Europa, Nord- und Südamerika, Afrika, Australien und Asien geliefert wurden.“

Quelle: AGCO

Ein paar Eckdaten zum Fendt 1000 Vario

Er ist der Dinosaurier der Traktor-Branche, der größte Standardschlepper der Welt.

Er ist eine Neuentwicklung und dominiert das Leistungssegment 380 PS bis 517 PS bei Standardtraktoren.

Die Zielgruppe: Profilandwirte der Großflächenbewirtschaftung auf der ganzen Welt.

Die Produktion ist in Marktoberdorf.

Der erste Fendt 1000 Vario wurde in 2014 auf Schloss Neuschwanstein bei Füssen dem Publikum vorgestellt. Die Bilder des 500 PS starken Fendt 1050 Vario sorgten weltweit für Aufsehen. Es folgten weitere Präsenationen (z.B. Agritechnica 2015) und zahlreiche Auszeichnungen (z.B. „Maschine des Jahres 2016“ in der Kategorie Traktor XXL).

Quelle: Landwirt.com, YouTube

Eine weitere Besonderheit: rund 50% der Großtraktoren wurden bislang nach Nord- und Südamerika ausgeliefert, ganz anders als bei den anderen Fendt-Modellen.

Die bedeutendsten Abnehmer in Europa befinden sich in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Russland und Dänemark.

Fendt bleibt auch in 2017 stärkste Marke

Der neue DLG-Imagebarometer ist vor wenigen Tagen veröffentlicht worden. Auf der Pole-Position bleibt weiterhin Fendt, gefolgt von Claas auf Platz und John Deere auf Platz drei.

Das DLG-Imagebarometer 2017 umfasst die telefonische Befragung von mehr als 700 Landwirten aus dem DLG-Panel. Die Befragung wurde in den Monaten August und September durchgeführt.

Quelle: DLG-Mitteilungen

Worauf dürfen wir uns in den kommenden Jahren freuen?

Bigger, better, faster… Diese Schlagwörter haben sich auch in unserer Branche etabliert.

Und wie geht’s weiter?

Nächstes Jahr haben wir keine Agritechnica, d.h. die Hersteller können wieder basteln und tüfteln was das Zeug hält. Den Innovationen und Ideen steht nichts im Weg und „Made in Germany“ wird auch weiterhin ein guter Siegel sein. Die Konzentration wird sicherlich voranschreiten, wer weiß wer als nächster fusioniert – ganz so viele Optionen gibt es ja nicht mehr.

Immer weniger bestimmen über immer mehr und das Karussell geht weiter.

Wo habt Ihr zum ersten Mal den Fendt 1000 Vario gesehen? War es auf der Agritechnica, auf Schloss Neuschwanstein, beim Kollegen auf dem Feld oder im Ausland?

Erneuerbare Energien Windkraftanlagen

Erneuerbare Energien: Biogas und Biodiesel auf dem Vormarsch?

Elektro, Virtual Reality und Erneuerbare Energien — Themen die in der deutschen und ausländischen Presse immer öfters aufgegriffen werden. Wenn wir an die Zukunft der Smart Cities glauben, dann können wir die Zwischenschritte Biogas, Photovoltaik und Windkraft nicht ausser Acht lassen.

Ich habe seit längerem nichts mehr über regenerative Energien berichtet, daher greife ich das Thema kurz vor der Agritechnica und dem Ende diesen Jahres nochmal auf. Mein Fokus liegt heute auf Biodiesel und -gas, sowie auf ein bayerisches Weltrekord. Es handelt sich hierbei um die höchste Onshore-Windkraftanlage der Welt.

Deutscher Biodiesel in den USA sehr beliebt

Das Interesse an Biodiesel aus Deutschland ist letztes Jahr kräftig angestiegen. Rund 1,54 Mio. Tonnen Biodiesel wurden in 2016 ausgeführt. Die Exporte stiegen gegenüber dem Vorjahr um 3,4% an. Das Rekordergebnis aus 2014 von 1,7 Mio. Tonnen wurde jedoch nicht erreicht.

Mit rund 87% der Mengen, sind die EU-Mitgliedsländer unsere größten Abnehmer. Dabei geht der Großteil der Exporte an die beiden Nachbarn Polen und Niederlande. Ganz anders sieht es mit Frankreich aus. Die Franzosen kauften letztes Jahr 53% weniger Biodiesel in Deutschland ein.

Bemerkenswert waren die Ausfuhrmengen in die USA. Die Exporte haben sich versiebenfacht und lagen letztes Jahr bei 85.000 Tonnen.

In puncto Importe gab es auch ein Wachstum: Deutschland führte mit 718.000 Tonnen etwa 38% mehr Biodiesel ein als im Jahr 2015.

Quelle: Destatis, Statistisches Bundesamt

Sparfuchs Biogas: 20 Mio. Tonnen CO2 pro Jahr einsparen

Was die Anzahl der neuen Biogasanlagen die im vergangenen Jahr ans Netz gegangen sind, stimmt der Titel des heutigen Beitrags nicht so ganz.

Zwar ist die Zahl um 205 neue Biogasanlagen angestiegen (10 Anlagen wurden stillgelegt) aber im Vergleich zu 2011 wo 1.526 neue Biogasanlagen registriert wurden, sind die Werte äußerst gering. Das Wachstum bei den Neuanlagen befindet sich auf einem geringen Niveau. Der Präsident des Fachverbandes Biogas bietet folgende Erklärung:

„Zum Glück investieren viele Betreiber in die Flexibilisierung ihrer Anlagen. Diese Investitionen wie auch das Exportgeschäft ermöglichen den Anlagenbauern derzeit das Überleben.“

Ein paar wichtige Zahlen, Daten und Fakten welche die Bedeutung der Biogasanlagen hierzulande stützen:

  • Biogasanlagen vermeiden 20 Mio. Tonnen CO2 pro Jahr: Durch den Zubau von Güllekleinanlagen, die besonders effizient bei der Vermeidung von CO2-Emissionen sind, wird sich dieser Trend weiterhin positiv auswirken.
  • Bis Ende diesen Jahres sollen knapp 4.500 MW Biogas-Leistung zur Verfügung stehen, d.h. Strom für 9 Mio. Haushalte.
  • Zusätzlich werden 1,6 Mio. Haushalte mit Wärme versorgt.

Neues Verfahren verspricht höhere Effizienz bei der Biogas-Aufbereitung

Das Institut für Feuerungs- und Kraftwerkstechnik der Universität Stuttgart hat ein neues Verfahren für die Aminwäsche entwickelt, so eine aktuelle Pressemitteilung der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR).

Worin besteht die Neuheit?

Anders als bei der klassischen Aminwäsche wo das abgetrennte CO2 bei Temperaturen von 120°C aus der Absorberlösung ausgetrieben wird, arbeitet das neue Verfahren bei geringeren Temperaturen um 80°C und mit dem Einblasen von Luft.

Zu den Vorteilen des neuen, optimierten Verfahrens zählen:

  • Energie- und Kosteneffizient: Dadurch können auch kleinere Anlagen hiervon profitieren, weil der Gasreinigungsprozess von Biogas zu Biomethan wirtschaftlicher wird.
  • Biologisch abbaubar: Die eingesetzten wasserlöslichen Aminosäureverbindungen werden auf biologischem Weg hergestellt und sind entsprechend auch biologisch abbauber.

Weltrekord: Die höchste Windkraftanlage der Welt steht in Gaildorf bei Stuttgart

Zu den erneuerbaren Energien zählen bekannterweise auch Windkraftanlagen. Und dass man damit auch Weltrekorde brechen kann, zeigt jetzt das neue „Kunststück“ derbayerischen Firma Max Bögl Wind AG.

Seit Donnerstag, dem 26. Oktober 2017 steht in Gaildorf bei Stuttgart, ein Windrad der Superlative mit einer Nabenhöhe von 178 Metern und einer Gesamthöhe von 246,5 Metern.

Ein paar Hintergrundinformationen:

In Gaildorf entsteht ein Windpark mit einem ganz innovativem Konzept. Im Mittelpunkt steht die Wasserbatterie. Das Besondere liegt darin, dass zum ersten Mal die Produktion von Strom aus erneuerbare Energien mit einem Pumpspeicherkraftwerk kombiniert wird.

Erneuerbare Energien: EEG-Umlage steigt von derzeit 6,35 Cent auf 6,88 Cent pro Kilowattstunde

Die EEG-Umlage wächst von 6,35 Cent auf 6,88 Cent pro Kilowattstunde. Was das für Endverbraucher letztendlich bedeutet, lässt sich kaum berechnen. Es hängt davon ab, ob die Energiekonzerne die fallenden Börsenstrompreise an die Kunden weitergeben.

Von einer Kostenbremse scheint heute keine Rede mehr zu sein. Ganz interessant erscheint dabei die Abschätzung der Konventionellen Energien Umlage. Das Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) hat im Auftrag von Greenpeace Energy EG eine Kurzanalye durchgeführt und veröffentlicht.

Demnach müssten Stromkunden für jede verbrauchte Kilowattstunde eine „Konventionelle-Energien-Umlage“ von bis zu 10,8 Cent zahlen, wenn die versteckten Kosten für Kohle, Atom und Gas in den Strompreis eingerechnet würden.

„Diese „versteckten Kosten“ der konventionellen Energieträger haben im Jahr 2017 voraussichtlich ein Volumen von rund 33 bis 38 Mrd. EUR. Sie sind damit deutlich höher als die Differenzkosten bei der EEG-Umlage von rund 25 Mrd. EUR.“

Quelle: Kurzanalyse „Abschätzung der Konventionelle-Energien-Umlage 2017“, Greenpeace Energy EG

Der Switch auf Erneuerbare Energien

So schnell kommt die Energiewende dann doch nicht.

Der Switch von Atom, Kohle und Gas auf Wind- und Wasserkraft, Photovoltaik und Co. lässt noch ein paar Jährchen auf sich warten. Da steckt jede Menge Geld dahinter, von staatlichen Fördergelder angefangen bis hin zu Steuervergünstigungen. Um ein derartiges System umzuschalten, bedarf es zahlreicher Maßnahmen und Hilfsmittel.

Wann gelingt uns denn der endgültige Switch in Richtung Regenerative / Erneuerbare Energien? Was glaubt Ihr: Ist das bis 2025 zu schaffen?

MON 810-Genmais-Landwirtschaft

Genmais MON 810 muss erlaubt werden

Der Europäische Gerichtshof hat nun in höchster Instanz ein Urteil zur gentechnisch veränderten Maissorte MON 810 getroffen.

Der Anbau der gentechnisch veränderten Pflanze ist in den meisten europäischen Staaten bisher verboten. Italien hat nun einen jahrelangen Rechtsstreit bezüglich des Anbauverbotes in seinem Land verloren.

Bevor wir auf das Urteil schauen, lasst uns aber noch einen kurzen Blick auf aktuelle Berichte werfen, deren Ergebnisse in den letzten Tagen veröffentlicht wurden.

Pünktlich zur Hochsaison für Pilzliebhaber hat die Bundesregierung ihren Waldbericht 2017 dem Bundestag vorgelegt.

Und die Ergebnisse dürften nicht nur Wanderer und Pilzsammler erfreuen:

Deutschen Wälder in gutem Zustand

Derzeit sind elf Millionen Hektar, sprich 32 Prozent der Landesfläche, mit Wald bedeckt.

Durchschnittlich 77 Jahre sind unsere Bäume alt und 77 Prozent der inländischen Rohholzverwendung wird durch Nadelholz bereitgestellt.

Für die Holzwirtschaft ist dabei die Fichte der mit Abstand wichtigste Baum für die Wertschöpfung.

Laubholz kann mit den technologischen Eigenschaften von Nadelholz nicht mithalten, wenn es um die Herstellung markttauglicher und konkurrenzfähiger Produkte geht.

Es wird daher überwiegend energetisch genutzt.

Jetzt ist die perfekte Zeit, mal wieder die Wanderstiefel rauszuholen und ein paar Stündchen, etwa zum Pilzesammeln, durch den Wald zu schlendern:

Pilze Sammeln, Bestimmen und Kochen

Quelle: WildpflanzenTV

Na, Lust auf Pilzesammeln bekommen?

Wusstet Ihr, dass der deutsche Wald vor allem durch lediglich vier Baumarten gebildet wird? Diese sind:

  • Die Fichte wächst auf rund 2,8 Millionen Hektar, d.h. 25 Prozent der Waldfläche, und belegt damit den ersten Platz.
  • Die Kiefer nimmt 2,4 Millionen Hektar, also rund 22 Prozent der Waldfläche ein.
  • Die Buche folgt mit 1,7 Millionen Hektar, d.h. 15 Prozent der Waldfläche, auf dem dritten Platz.
  • Die Eiche, die wohl der deutsche Baum ist, folgt erst auf vierter Stelle, mit 1,1 Millionen Hektar. Dies entsprechen 10 Prozent der Waldfläche.

Während der Bestand von Fichte und Kiefer in den letzten Jahren zurückgegangen ist, konnten die beiden Laubbäume Fläche für sich hinzugewinnen.

In den Jahren 2002 bis 2012 gingen laut dem Waldbericht zwar 58.000 Hektar verloren. Allerdings konnten im gleichen Zeitraum auch 108.000 Hektar neuer Wald aufgebaut werden.

Aktuelle Statistiken gab es auch von anderer Seite:

Erneuerbare Energien übertreffen Atomkraftwerke

Die Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) hat Daten der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEA) und von Agora Energiewende ausgewertet.

Um 2 Prozent, auf rund 800 Milliarden Kilowattstunden (kWh), sank die Produktion von Atomstrom in der Europäischen Union von 2015 auf 2016.

Dagegen stieg die Produktion von Strom aus Erneuerbaren Energien um 2 Prozent auf 950 Milliarden Kilowattstunden (kWh).

„Der Trend geht klar in Richtung erneuerbare Energien, auch wenn der Ausbau noch zügiger voranschreiten könnte. Damit die Atomkraft europaweit endlich an ihren wahren horrenden Kosten gemessen wird und ins Museum kommt, brauchen wir aber faire Regeln in der EU“, so Nils Boenigk, Stellvertretender AEE-Geschäftsführer.

Fast die Hälfte der europäischen Atomreaktoren steht in Frankreich. Deutschland ist weiterhin der zweitgrößte Atomstromproduzent der Europäischen Union.

Der Ausstieg oder Nicht-Ausstieg aus der Atomkraft ist ein brisantes Thema mit vielen Meinungen. Mindestens ebenso kontrovers diskutiert ist das Thema Gentechnik.

MON 810 muss erlaubt werden

Nach jahrelangem Rechtsstreit hat der Europäische Gerichtshof eine Entscheidung getroffen: Italien darf seinen Landwirten den Anbau der genmodifizierten Maissorte MON 810 nicht verbieten.

Nur wenn nachgewiesen ist, dass das Produkt ein „ernstes Risiko für Mensch oder Tier oder die Umwelt darstellt“, darf ein Staat den Anbau untersagen, so die Richter.

2013 hatte Italien bei der Europäischen Kommission ein Verbot für das eigene Land beantragt. Italien sah die Sofortmaßnahme als notwendig an, da zwei neue italienische Studien die Gefährlichkeit der Maissorte belegen würden.

Die Europäische Kommission verwies jedoch auf ein Gutachten der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) und widersprich Italien. Dennoch erlies Italien das Verbot.

Im Jahr 1998 wurde MON 810 als einzige, genveränderte Maissorte in Europa zugelassen. Entwickelt wurde sie von Monsanto. Das Unternehmen baute in den Mais ein Gen des Bakteriums Bacillus thuringiensis ein.

Derart veränderter Mais produziert ununterbrochen ein Insektengift, das insbesondere vor den Larven des Maiszünslers schützt. Mit dem Eigenschutz soll der zusätzliche Einsatz von Pflanzschutzmitteln überflüssig werden.

Allerdings, wie bei allen gentechnisch veränderten Pflanzen, die wahren Auswirkungen auf die Umwelt sind nicht wirklich bekannt.

So gibt es Studien, die darauf hindeuten, dass das Gift der Pflanze auch anderen Insekten, wie beispielsweise Schmetterlingen oder Marienkäfern, schadet.

MON 810 bisher in den meisten EU-Staaten verboten

Auch wenn MON 810 in der Europäischen Union generell zugelassen ist, angebaut wird es derzeit nur in Spanien.

In 2009 erließ Deutschland ein Verbot für den Anbau und den Vertrieb dieser Maissorte.

Seit März 2016 ist der nationale Anbau ebenfalls in den folgenden Ländern verboten:

Bulgarien, Dänemark, Frankreich, Griechenland, Italien, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, den Niederlanden, Österreich, Polen, in den Regionen Nordirland, Schottland, Wales und Wallonien, Slowenien, Ungarn und auch Zypern.

Also so ziemlich in ganz Europa. Griechenland und Österreich untersagen zudem den Import von MON 810.

Klausel im EU-Recht zur Sicherheitsbewertung

Von den Staaten wurde eine Klausel im EU-Recht genutzt, die besagt, dass Mitgliedsstaaten per Dekret den Anbau im eigenen Land verbieten können, wenn neue wissenschaftliche Erkenntnisse vorliegen, die die Sicherheitsbewertung der EFSA in Zweifel ziehen.

Das Italien nun beim Anwenden genau dieser Klausel vor dem Europäischen Gerichtshof gescheitert ist, wird damit weitreichende Folgen haben.

Die Natur hat sich seit Millionen und Millionen von Jahren weiterentwickelt und sehr sensible Umweltsysteme kreiert.

Das gentechnische Eingreifen gibt es dagegen erst seit einem Zeitraum, der so kurz ist, dass wir denke sagen können: wir wissen noch nichts.

In den meisten europäischen Staaten wurde das Vorsorgeprinzip angewendet und der Anbau von MON 810 verboten. Die nationalen Verbote sind laut Europäischen Gerichtshof nun alle nicht rechtskonform.

Ob Brexit, Flüchtlingskrise oder generell Agrarpolitik, die Meinungen in der EU, unter den Staaten und von EU und ihren Mitgliedsstaaten, liegen teils an sehr entgegengesetzten Enden.

Was meint Ihr, wird die aktuelle Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes weiteres Feuer schüren?