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XAVER-Landtechnik-Agritechnica-2017

Landtechnik: Fendt schickt Roboter XAVER aufs Feld

Wie sieht die Landtechnik der Zukunft aus? Fendt hat beschlossen, seine Robotereinheit XAVER zur Serienreife zu bringen. 

Es ist nichts neues, das Hightech immer stärker die Arbeitsprozesse von Landwirten, unterstützt, erleichtert oder gar selbstständig übernimmt.

Nehmen wir beispielsweise die neue Gemeinschaftsentwicklung von Pöttinger, New Holland und Josephinum Research.

Sie haben ein System entwickelt, dass die Saatbettbereitung mit kameragestützter Technik erleichtert:

Kameragestützte Saatbettbereitung von Pöttinger

Für Nicht-Landwirte mag es so aussehen, dass der Traktor mal einfach so in gleichmässigen Bahnen übers Feld gefahren wird. Klingt nicht sehr anspruchsvoll.

Aber die Realität sieht anderes aus. Etwa bei der Saatbettbereitung.

Werden heterogene Böden mit einer Kreiseleggen-Säkombination bestellt, muss der Fahrer ständig die Traktorgeschwindigkeit und Kreiseleggendrehzahl per Hand neu einstellen.

Nur mit diesem aufwendigen Nachsteuern kann eine möglichst gleichmäßige, optimale Saatgutablage erreicht werden.

Dies erfordert viel Konzentration, die den Fahrer auch leicht ermüden lässt.

Die kameragestützte Saatbettbereitung von Pöttinger ermöglicht nun die automatische Steuerung der Prozesse: abhängig vom gewünschten Ergebnis richten sich Traktor und Säkombination von selbst stetig neu aus.

Aber dank neuer Technologie, die von Pöttinger auf der Agritechnica 2017 vorgestellt wird, kann auch hier bald das manuelle Hantieren der Vergangenheit angehören:

  • Kameraaufnahme in Echtzeit: Hinter der Kreiselegge wird von einer Kamera die tatsächliche Oberflächenrauhigkeit gemessen
  • Übermittlung der Werte von der Rechnereinheit and die Implement-ECU
  • Automatische Regelung der Fahrgeschwindigkeit der Maschine und der Zapfwellendrehzahl der Kreiselegge, entsprechend dem Sollwert, der vom Fahrer festgelegt wurde

So erlaubt die Technik, auch bei heterogenen Böden die erwünschte Oberflächenstruktur zur erzielen.

Das klingt nach einer Menge Entlastung für den Fahrer.

Das autonome System ist jedoch noch an einem für die Landwirtschaft typischen Gerät angebunden: dem Traktor.

Und freuen wir uns nicht alle, auf der Agritechnica 2017 all die schweren Maschinen mit der neuesten Technik zu bestaunen?

Aber ist das die Zukunft der Landwirtschaft?

Läutet Roboter XAVER die neue Ära in der Landtechnik ein?

Das mehrjähriges Forschungsprojekt MARS (Mobile Agricultural Robot Swarms) von AGCO und Fendt, in Zusammenarbeit mit der Hochschule Ulm und der EU Forschungsförderung wurde erfolgreich abgeschlossen.

Das Roboter Projekt soll nun unter der Marke Fendt zur Serienreife gebracht werden.

Geht es nach AGCO und Fendt wird zukünftig ein Schwarm von Robotereinheiten, mit einer cloud-basierten Systemsteuerung, das Feld bearbeiten:

XAVER, so der Name des Systems, soll zukünftig die präzise Aussaat von Mais planen, überwachen und zudem exakt dokumentieren.

Präzise, exakt und rund um die Uhr. Die sind die Stichwörter, die die Technik auszeichnen.

Mit Hilfe von Satelittennavigation und einem Datenmanagement in der Cloud mit permanentem Zugriff auf die Daten wird dem Wort präzise wohl eine neue Definition in der Landwirtschaft zukommen.

Denn: wörtlich für jedes Saatkorn soll der Ablageort und der Saatzeitpunkt exakt festgehalten werden.

Einer anschließenden Pflege jedes einzelnen Korns vom Keimen bis zur Ernte steht damit nicht mehr soviel im Weg.

Landtechnik der Zukunft: Roboter statt Traktoren?

Quelle: Bayerischer Rundfunk

Gesteuert werden die Robotereinheiten über die XAVER App. D.h. für den Landwirt der Zukunft: gewünschte Parameter in die App eingeben und diese berechnet und plant den Robotereinsatz. 

Intelligentes Flottenmanagement

Die Flotte ist dann bereit sich an die Arbeit zu machen. Ein Robotersystem umfasst zwischen 6  bis 12 Einheiten. Bis zu ungefähr einem Hektar kann das System in einer Stunde bearbeiten. 

Die Einheiten kommunizieren ständig mit der Steuereinheit: ein Roboter fällt aus? Kein Problem, die App berechnet umgehend eine neue Planung. Sorten sollen gemischt werden? Internet funktioniert gerade nicht? Die App ist vorbereitet. 

Schutz von Boden und Ressourcen

Allein das die gleiche Feldarbeit durch XAVER mit ungefähr 70 Prozent weniger Energieeinsatz erfolgen kann, ist bereits beeindruckend. Der Roboter überzeugt jedoch auch durch andere Vorteile: 

  • Geringes Gewicht (ca. 50 Kilogramm)
  • Batteriebetriebene, elektrischer Antrieb (ca. 400 Watt): emissionsfreies, leckagenfreies Arbeiten
  • Größzügige Bereifung: vernachlässigbarer Bodendruck (ca. 200 Gramm pro Quadratzentimer)
  • Robuste, mechanisch einfach gehaltene Bauweise: einfache Wartung und immanent sicheres System

Gerade dann, wenn der Einsatz von konventionellen Maschinen, etwa aufgrund der Bodenverhältnisse oder der Geräuschemission eingeschränkt ist, kann XAVER seine Stärken ausspielen. 

Nicht zuletzt punktet das Robotersystem in Sachen Produktivität und Flexibilität, weil es rund um die Uhr an sieben Tagen der Woche zum Einsatz kommen kann. 

Insbesondere in Gebieten mit anspruchsvoll strukturierten Regionen dürfte XAVER eine interessante Alternative sein.

Aber auch innovative Betriebe, die in Gebieten wie dem Precision Farming unterwegs sind, werden das System auf der Agritechnica 2017 wohl genauer unter die Lupe nehmen. 

Was meint Ihr: werden Traktoren in Zukunft wie Dinosaurier ein Relikt vergangener Landtechnik sein?

Fendt Landtechnik auf Agra 2017

Landtechnik: Neues von AGCO, Case IH und Fendt

Neues aus der Welt der Landtechnik: AGCO übernimmt die Sparte Precision Planting LLC von der Monsanto-Tochter Climate Corporation. Case IH rüstet seine Maxxum-Baureihe mit einem neuen achtstufigen Lastschaltgetriebe ActiveDrive 8 aus und bei Challenger findet ein Re-Branding statt.

Bevor wir loslegen, hier noch ein kurzer Blick auf die neuesten Schlagzeilen aus unserer Branche. Das Thema „Diesel“ beschäftigt auch die Agrarwelt – so ganz ohne Skandale, kommen wir dann doch nicht davon.

1. EU-Schutzzölle für Biodiesel: Bleiben sie bestehen oder war’s das?

In Brüssel wird erneut über das Thema Importzölle u.a. auch für Biodiesel diskutiert. Sollten diese wegfallen, dann steht die deutsche und europäische Biodieselindustrie inkl. der Rapsanbauern vor großen Herausforderungen. Es drohen starke Absatzeinbrüche.

Die Gefahr kommt aus Argentinien und Indonesien. Ob die Anti-Dumping-Zölle der EU aufrecht erhalten bleiben, das werden wir sehen. Der Druck auf den europäischen Markt dürfte sich aufgrund der ab August 2017 von den USA eingeführten Anti-Dumping-Maßnahmen gegen argentinischen Biodiesel wesentlich erhöhen.

Sollte die EU-Kommission die Höhe der Zölle drastisch nach unten schrauben, dann gäbe es für die europäischen Anbieter kaum noch einen Außenschutz.

2. Fendt auf der Pole-Position bei Traktoren-Neuzulassungen

Im ersten Halbjahr 2017 wurden in Deutschland 14.280 Traktoren neu zugelassen. Den ersten Platz belegt Fendt mit 3.332 neu zugelassene Traktoren und erreicht damit einen Marktanteil von 23,3%.

John Deere belegte den zweiten Platz mit 2.726 Traktoren.

Quelle: VDMA

3. Cross-Compliance-Kontrollen und die neue Düngeverordnung

Die Behörden kontrollieren ab August die Einhaltung der neuen Regelungen.

Dabei gilt folgendes zu beachten:

  • Seit 2. Juni 2017 ist die neue Düngeverordnung in Kraft getreten
  • Ab 1. August 2017 tritt die neue Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen ein

Nun weist das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft darauf hin, dass die beiden Verordnungen auch auf Cross-Compliance eine Auswirkung haben.

Landtechnik und Neuheiten

Diejenigen unter uns die dachten, „jetzt kehrt endlich etwas Ruhe in unsere Branche ein“ – haben sich gewaltig geirrt.

Von wegen Ruhe. Das kennen wir Landwirte doch auch nicht. Warum soll es den „Goliaths“ unserer Branche nicht anders gehen?

Und prompt rüttelt und schüttelt die nächste Übernahme die Kalkulationen des Einen oder Anderen. Die Rede hierbei ist von der jüngsten AGCO-Übernahme im Bereich Precision Farming.

John Deere ist gescheitert. Jetzt versucht es die AGCO.

Deere & Company wollte bereits in 2015 den Deal mit der Monsanto-Tochter Climate Corporation LLC besiegeln, aber da hatte das US-amerikanische Justizministerium etwas dagegen. Die US-Behörden sagten 2016 nein und im Mai diesen Jahres, trat JD nach weiteren gescheiterten Verhandlungen zurück.

Jetzt kommt der Ball wieder ins Rollen, denn es gibt einen neuen Käufer am Horizont. Es handelt sich hierbei um den Multi-Brand Konzern AGCO. Beide Unternehmen gaben gestern bekannt, dass sie eine endgültige Vereinbarung unterzeichnet haben.

Ganz so überraschend kommt die Übernahme dann doch nicht, denn es gibt jede Menge Handlungsbedarf wenn es um die Präzisionslandwirtschaft geht. Führende Landtechnikhersteller die ihre Positionen und Marktanteile als Fullliner beibehalten wollen, müssen diese Investitionen rechtzeitig in die Zukunft tätigen. Lieber gestern und heute, als morgen.

Die Transaktion muss erst noch von den Behörden genehmigt werden.

Ab sofort 8 Lastschaltstufen für die Case IH Maxxum-Baureihe

Case IH’s Maxxum-Baureihe ist ab sofort mit einer zusätzlichen Getriebeoption ausgestattet: ActiveDrive 8  besteht aus acht Lastschaltstufen und ist mit jeweils 24 Vorwärts- und Rückwärtsgängen für alle Maxxum Multicontroller lieferbar.

Die Getriebepalette der Maxxum-Baureihe besteht fortan aus dem:

  • ActiveDrive 4, dem vierstufigen Lastschaltgetriebe mit jeweils 16 Vorwärts- und Rückwärtsgänge und einer Höchstgeschwindigkeit von 40 km/h
  • CVXDrive, dem stufenlosen Getriebe für die Modelle von 116 bis 145 PS und einer Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h
  • ActiveDrive 8, dem neuen achtstufigen Getriebe

Weitere Besonderheiten des neuen Getriebe:

  • Diese ist mit einer Schaltautomatik ausgestattet. Die Automatik kann durch die Betätigung des Kickdown-Pedals übersteuert werden.
  • Die Kupplung muss beim Schalten in den nächsten Gang nicht betätigt werden.
  • Lastschaltbare Wendeschaltung via Multicontroller-Bedienarmlehne mit Joystick.

Hier noch ein Blick auf die Ergebnisse eines aktuellen Praxistests vom Case IH Maxxum 145 CVX…

Quelle: top agrar, YouTube

Rebranding in der Landtechnik: Challenger-Raupen und -Spritzen laufen zukünftig unter der Marke Fendt

Zurück zu AGCO und seiner Marke Challenger

Jetzt ist es besiegelt: das Challenger-Team in der Vertriebsregion Europa und Mittlerer Osten wird in die AGCO-Marke Fendt integriert. Aus gelb wird grün und für Fendt ein weiterer Schritt in Richtung Fullliner. In den anderen AGCO-Regionen firmieren die Raupen und Spritzen weiterhin unter der Marke Challenger. 

Fendt-Vertriebspartner können in West- und Zentraleuropa bereits ab der Agritechnica 2017 die Raupen und Spritzen anbieten und verkaufen. Die Umstellung in Osteuropa findet ein Jahr später statt, zur Agrosalon 2018 (Moskau) bzw. Interagro 2018 (Kiew).

Hinzu kommt, dass die Produktion der Challenger-Produkte aus dem niederländischen Grubbenvorst nach Hohenmölsen verlagert wird. Die anderen Abteilungen, u.a. auch Forschung und Entwicklung, bleiben in Grubbenvorst.

Landtechnik aus einer Hand

Jeder der Großen verfolgt die Full-Liner-Strategie, das ist mittlerweile auch dem kleinsten Glied in der Kett klar geworden. Egal ob John Deere oder AGCO, die Fusionen, Übernahmen und strategische Kooperationen nehmen kein Ende.

Immer mehr in immer weniger Händen. Das ist Konzentration. Das verleiht Macht. Und genau diese Tendenzen werden auch bei uns in der Landwirtschaft immer ausgeprägter. Wir brauchen nicht mehr den Einzelhandel beschimpfen oder mißtrauisch auf die großen Pharmakonzerne und Banken blicken, denn in unserem „Metier“ ist es langsam auch nicht mehr ganz so ohne…

Was kommt als Nächstes? Wer übernimmt wen? Wie lauten Eure Tipps zur Zukunft der Landtechnik und Agrarbranche?

Fendt Traktor auf Feldtage 2014

Fendt weitet flachdichtende Hydraulikkupplung und PowerPlus aus

Die Allgäuer setzen im Frühling des Agritechnica-Jahres 2017 ein starkes Zeichen: die Fendt Vario-Baureihen 800 und 900 werden mit dem Hydraulikkuppelsystem Flat Face Coupling ausgestattet. Die Serien 500 und 700 Vario gibt es ab Juni 2017 auch als PowerPlus-Varianten zu kaufen.

Bevor wir die Produktneuheiten von Fendt unter die Lupe nehmen, hier noch ein kurzer Blick auf zwei aktuelle Meldungen aus unserer Branche:

1. EU billigt 130 Milliarden US-Dollar schwere Fusion von Dow Chemical und Dupont – allerdings unter gewissen Auflagen.

Es ist vollbracht. Die erste große Fusion zwischen den US-Chemiegiganten Dow und Dupont wurde von der EU-Kommission gebilligt, allerdings mit Auflagen. So muss Dupont einen großen Teil seiner Pflanzenschutzmittelsparte verkaufen. Der deutsche Konkurrent BASF könnte daran interessiert sein.

Die Konsolidierungswelle in der Branche lässt sich schwer aufhalten. Zwei weitere Mega-Fusionen warten auf grünes Licht seitens der Kartellbehörden. So will Bayer, den US-Saatgutriesen Monsanto übernehmen und Chemchina den Schweizer Pflanzenschutzspezialisten Syngenta schlucken.

Quelle: Handelsblatt

2. Coceral schätzt die diesjährige EU-Getreideernte auf 304 Mio. Tonnen

In 2016 erzielte die EU eine Getreideproduktion von 295 Mio. Tonnen. In diesem Jahr, sollen es 304 Mio. Tonnen werden, so der Europäische Verband des Getreidehandels, Coceral.

Die Prognose für die Getreideernte in Deutschland liegt bei rund 46 Mio. Tonnen; auch hier leicht über die Vorjahreswerte von 45,6 Mio. Tonnen. Frankreich, das letztes Jahr aufgrund der kühlen Temperaturen und starken Regenfälle stark gelitten hat, soll sich dieses Jahr sehr positiv zeigen. Coceral schätzt die französische Getreideernte auf 68,6 Mio. Tonnen (14 Mio. Tonnen mehr als in 2016).

Fendt weitet Hydraulikkuppelsystem Flat Face Coupling (FFC) auf die Baureihen 800 und 900 Vario aus

Das was bei dem Fendt 1000 Vario hervorragend funktioniert hat, wird jetzt auch auf die Baureihen Fendt 800 und 900 Vario ausgeweitet. Die Rede ist von dem modularen flachdichtenden Hydraulikkupplung.

Und nicht vergessen: bei der Agritechnica 2013 erhielt Fendt dafür eine Silbermedaille.

Ein paar technische Parameter im Überblick:

  • Höhere Öldurchflussmengen 140 l/min für die Heckventile 1 bis 6 oder 170 l/min am 4-ten Heckventil
  • Hydraulikblock mit unterschiedlichen Kupplungsgrößen: 1/2-Zoll, 3/4-Zoll und 5/8-Zoll flachdichtende Kupplung
  • FFC-Kupplung beidseitig unter Druck möglich
  • Abreißsicherung
  • Hebelbedienung
  • Farbkodierung der Anschlüsse
  • flexibler Cartridge-Einsatz zur Erleichterung der Umstellung von Standardkupplungen auf flachdichtende Kupplungen

Kommen wir nun zu den Vorteilen, d.h. wie können Landwirte von dieser Fendt-Neuheit profitieren?

  1. FFC Hydrauliksystem verhindert Leckölverluste => Umweltbewusstsein steigern
  2. FFC-Kupplungen lassen sich aufgrund der glatten Oberfläche schneller reinigen => kostbare Zeit sparen
  3. FFC-Kupplung werden ohne Aufpreis angeboten => Sparschwein freut sich

Das wäre die eine Produktneuheit aus dem Hause Fendt, die wir auf der diesjährigen Agritechnica antreffen werden. Das zweite Highlight ist die Integration der PowerPlus-Technologie in die Traktorenserien 500 und 700 Vario.

Auf der SIMA 2017 haben wir schonmal einen Vorgeschmack erhalten, auf das was uns in wenigen Monaten auf der weltgrößten Landtechnikmesse in Hannover erwartet.

Quelle: FendtTV, YouTube

Fendt 500 und 700 Vario nun auch mit PowerPlus ausgestattet

Fendt stockt weitere Traktorenserien mit der PowerPlus-Technik auf: nach den Baureihen 800 und 900 Vario, sind jetzt die Modelle 500 und 700 Vario dran. Demnach sollen zukünftig auch kleinere Betriebe von der hohen Wirtschaftlichkeit der Spurführung profitieren. Die VarioGuide Spurführung ist optional erhältlich.

Optional erhältlich sind je Modell folgende Features:

  • 500 Vario PowerPlus: Rückfahrwarnton, ISOBUS-Gerätesteuerung
  • 700 Vario PowerPlus: Rückfahrwarnton, ISOBUS-Gerätesteuerung, automatische Lenkbremse

Hinzu kommt, dass alle Traktoren von Fendt 300 Vario bis 1000 Vario bereits Mitte 2017 die neue EU-Sicherheitsverordung Nr. 167/2013 erfüllen (tritt in Kraft ab 01.01.2018). Alle Traktoren verfügen ab diesem Zeitpunkt serienmäßig über Weitwinkelspiegeln.

Fendt Produktneuheiten-Feuerwerk auf der Agritechnica 2017

Den heutigen Beitrag möchte ich mit den Worten von Peter-Josef Paffen, Vorsitzender der Geschäftsführung AGCO/Fendt abschliessen.

In dem oben aufgeführten YouTube-Video, welcher auf der diesjährigen SIMA entstand, äußerte sich Herr Paffen wie folgt:

„Ich glaube nicht untertreiben, sagen zu dürfen, dass die Agritechnica, die größte Neuheiten-Messe für Fendt in der ganzen Geschichte sein wird.“

Das macht doch gleich noch mehr Laune auf die Messe in Hannover, oder?

Was glaubt Ihr: welche weiteren Produktneuheiten erwarten uns noch auf der Agritechnica von Fendt?

Landtechnik von Fendt AGCO auf agra

Die Fulliner-Strategie: AGCO übernimmt Grünfuttersparte von Lely

Das Programm „Route 66“ des AGCO-Konzerns ist kein Geheimnis. Mit der Übernahme der Grünfuttersparte von Lely führt AGCO, wozu u.a. auch Fendt, Valtra und Massey Ferguson gehören, sein Fulliner-Konzept unbeirrt weiter.

Gemäß dem Prinzip, „die Großen werden immer grösser“, kam die Nachricht zur Übernahme der Lely Agrartechnik durch AGCO für den einen oder anderen doch recht überraschend daher. Dabei ist Lely nicht die erste Firmenübernahme im Bereich Futtererntetechnik.

So gehört Fella seit März 2011 zum AGCO Markenportfolio. Die Fella Werke GmbH wurden in AGCO Feucht GmbH umfirmiert. Und was passierte nach der Integration ins Konzern? Das Futterernte-Programm von Fendt wurde weiterentwickelt.

Mit der Übernahme von Lely, will AGCO seine Futtererntetechnik-Sparte stärken. Da passt Europas führender Hersteller von Ballenpressen und Ladewagen natürlich hervorragend dazu.

„Die Integration der branchenweit führenden Kompetenz der Lely Heu- und Grünfuttererntetechnik wird das Full Line Angebot von AGCO weiter stärken“, so Martin Richenhagen, AGCO Chairman, President und CEO.

Quelle: Fendt

Noch befindet sich nichts in trockenen Tüchern. Die Übernahme muss erst behördlich genehmigt werden. Laut einer aktuellen Pressemitteilung von Fendt, erwartet AGCO, dass dies im vierten Quartal 2017 abgeschlossen sein wird.

Wie wird Lely in AGCO integriert? Was passiert mit den anderen Sparten von Lely?

Zuerst einmal Folgendes: Lely besteht aus viel mehr als nur Ladewagen und Ballenpressen.

Lely fokussiert sich zukünftig auf die Entwicklung von Robotertechnik und den Bereich Melk-, Fütterungs- und Stalltechnik. Dank seiner Kompetenz mit automatisierten Systemen hat Lely jetzt die Chance, die übriggebliebenen Ressourcen stärker zu bündeln und seine führende Position als Innovator im weltweiten Milchsektor weiter auszubauen.

Quelle: Lely North America

AGCO soll Presseberichten zufolge sein Ladewagen-Programm exlusiv der Marke Fendt zuordnen. Rundballenpressen, Wickler und Mähwerke sollen sowohl Fendt als auch Massey Ferguson zur Verfügung stehen. Die Marke Lely soll erstmals noch „am Leben“ bleiben.

Wie das letztendlich aussehen wird, das werden wir in den kommenden Monaten nach Genehmigung der Übernahme live erleben. Das wird sicherlich für ganz viel Gesprächsstoff auf der anstehenden Agritechnica 2017 sorgen.

Welche Auswirkungen hat die Übernahme auf die Arbeitsplätze bei Lely?

Bei Übernahmen werden oft die Würfel geschmissen und die Figuren auf dem Schachbrett neu sortiert. Im Falle der Lely-Übernahme soll jobtechnisch folgendes passieren:

  • Deutschland: Die deutschen Werke in Wolfenbüttel (Ballenpressen) und Waldstetten (Ladewagen) werden Eigentum der AGCO Corporation und die Mitarbeiter an diesen Standorten werden von der AGCO Corporation angestellt.
  • Niederlande: Die Produktion von Futtererntemaschinen in Maassluis (Mähwerke, Zettwender und Schwader) wird aufgrund der Überschneidung mit der AGCO-Produktpalette nach dem Verkauf reduziert und voraussichtlich zum 31. März 2018 eingestellt. Alle Mitarbeiter behalten ihre Anstellung bei Lely. Die Mehrheit (ca. 95%) der in der Produktion tätigen Mitarbeitern werden vorübergehend in die AGCO Corporation versetzt, um anschließend nach Lösungen für ihre Zukunft zu suchen.
  • International: Einige Mitarbeiter der internationalen Lely Support Organisationen (LSO) werden von der AGCO Corporation übernommen.

Quelle: Lely

Mehr Ressourcen für Grünland- und Erntetechnik

Die Turbulenzen an den Märkten, die Unruhen in der Politik und die niedrigen Erzeugerpreise wirken sich nicht nur auf die Großen der Agrarbranche aus. Die negativen Folgen machen sich insbesondere bei kleineren Unternehmen bemerkbar.

Und Lely gehört nunmal auch dazu.

So kam es, dass Lely seine Teilnahme an der EuroTier 2016 absagte. Ende 2016 verkündete das Unternehmen, seine Kipperproduktion in Waldstetten einzustellen. Heute die Übernahme durch ACGO.

Es geht weiter… Lely stellt neuen Tigo-Ladewagen MR 100 Profi vor

Übernahmen hin oder her; neue Produkte einführen und sich weiterentwickeln muss man trotzdem. Und so bekommt die Tigo-Ladewagenfamilie ein neues Mitglied.

Der große Bruder heisst Tigo MR 100 Profi und ist laut Hersteller der „größte Ladewagen seiner Klasse für die Heuernte“. Der Tandemwagen hat 50 m³ Ladevolumen, einen 1,80 m breiten Pick-up zur Futteraufnahmen und arbeitet mit der beweglichen, multifunktionalen Stirnwand.

Der Vorpressdruck lässt sich am Bedienterminal stufenlos einstellen und auf die Futterart abstimmen. Landwirte können zwischen einer 12 oder 17-Tonnen-Tandemachse mit Parabelfederung wählen.

Was sagt Ihr zur geplanten Übernahme? Werden alle bekannten Marken nur noch in der Hand von Wenigen sein? Welche Auswirkungen wird das Eurer Meinung nach auf uns „User“ haben?

Landtechnik von Claas Agritechnica 2015

Landtechnik News: Fendt, John Deere, Claas

Fendt bleibt unangefochten auf Platz 1, so der aktuelle DLG-Imagebarometer 2015. Der weltweite Umsatz von John Deere bricht um 20% ein. Claas hingegen trotzt der Krise und schafft es sogar seinen Umsatz gegenüber dem Vorjahr leicht zu steigern.

Unterschiedlicher könnte die Entwicklung bei den drei Grossen im Bereich der Landtechnik gar nicht sein. Klar ist das Marketingthema Imagebarometer eine ganz andere Nummer als wenn die Umsätze den Bach runter gehen. Das bestreitet keiner und vor allem John Deere nicht.

Die Stimmung bei den Amerikanern ist alles andere als rosig. Umsatzeinbrüche von 20% sind gewaltig. Das verkraftet auch ein JD nicht ohne Entlassungen und andere Sparmassnahmen. Hierzu gleich mehr.

Fendt zum 16-ten Mal in Folge auf Platz 1

Der Landtechnikhersteller aus Marktoberdorf hat in Deutschland einen sehr guten Ruf. Mehr als 700 Landwirte nahmen laut DLG in den Monaten August und September 2015 an einer telefonischen Befragung teil.

Den Marktforschern ging es dabei,

  • die Bekanntheit,
  • das Image,
  • die Markenloyalität und -präferenz

von Landtechnikherstellern unter den deutschen Landwirten zu ermitteln.

Das Ergebnis des DLG-Imagebarometers im Bereich Landtechnik

Platz 1: Fendt (mit einem Vorsprung von 6 Punkten gegenüber dem Zweitplatzierten)

Platz 2: Claas und John Deere (gleiche Punktzahl)

Die nachfolgenden Plätze gehen der Reihe nach an: Amazone, Lemken, Deutz-Fahr, Horsch, Krone, Kuhn und Case IH.

John Deere verzeichnet zweistellige Umsatzeinbuße

351 Millionen US-Dollar ist der entfallende Gewinn der Deere & Company im vierten Quartal. Im Vorjahr waren es noch 649 Millionen US-Dollar. Der Gewinn hat sich in Q4/2015 demnach halbiert.

Diese negativen Zahlen ziehen entsprechend auch das Gesamtergebnis runter. Der entfallende Gewinn auf das Geschäftsjahr 2015 liegt bei 1,940 Milliarden USD. In 2014 lag der Gesamtgewinn bei 3,162 Mrd. USD. Das entspricht einer Gewinnreduzierung von 38,6%.

Die Umsatzerlöse 2015 sanken weltweit um 20% auf 28,863 Mrd. USD. Ausserhalb Nordamerika waren die Umsatzeinbrüche noch stärker. Diese lagen bei 9,277 Mrd. USD und damit 28% weniger als im Jahr zuvor.

Als Hauptgründe für die schlechte Performance nennt JD:

  • Den starken Rückgang der Erzeugerpreise, sowie
  • Die weltweite Abschwächung der Agrarkonjunktur

Der amerikanische Landtechnikhersteller rechnet auch im kommenden Jahr 2016 mit niedrigen Umsätzen bei Landmaschinen & Co. Ungünstige Umrechnungskurse (Stärke des US-Dollars), stagnierende landwirtschaftliche Einkommen und niedrige Preise für landwirtschaftliche Rohstoffe wurden von JD bei der Prognose berücksichtigt.

Claas entwickelt sich gegen den Trend

Claas trotzt der Marktkrise und schliesst das Geschäftsjahr mit einem leichten Plus ab. Die Umsätze sind von 3,823 Mrd. EUR auf aktuell 3,838 Mrd. EUR gestiegen. Das Ergebnis vor Steuern liegt bei 158 Mio. EUR (155 Mio. EUR im Vorjahr).

„Wir sind sehr zufrieden, dass wir der aktuellen Marktschwäche mit unserer internationalen Aufstellung und dem breiten Produktprogramm erfolgreich trotzen konnten. Das zweistellige Umsatzwachstum außerhalb Europas hat dabei für positive Impulse gesorgt“, sagte Lothar Kriszun, Sprecher der Claas Konzernleitung.

Wie kommt es, dass die Harsewinkler den negativen globalen Trend für professionelle Landtechnik für sich ins Positive drehen konnten?

In erster Linie entwickelten sich die Umsätze auf dem amerikanischen Kontinent und in Indien positiv.

Anders als JD, setzte Claas im Bereich Investitionen massiv auf Russland, Frankreich und Deutschland. So baute das Unternehmen in Krasnodar (Russland) die modernste Landtechnikfabrik Europas. Hinzu kam die Unterzeichnung einer Absichtserklärung mit der Russischen Föderation wonach Claas den Status eines „russischen Herstellers“ bekommt. Die Unterzeichnung erfolgte während der größten Landtechnikmesse in Hannover, zum Zeitpunkt der Agritechnica.

Auch die Anzahl der Mitarbeiter stieg bei Claas um fast 20% an. Zum 30. September 2015 beschäftigte das Unternehmen 11.535 Mitarbeiter weltweit. Im Vorjahr waren es noch 11.407. Das Wachstum kommt durch den Ausbau des Vertriebsnetzes und der Beschäftigtenzahl in China. In Deutschland arbeiten 5.250 Menschen für Claas.

Landtechnik & Trends

Kräftige Umsatzeinbuße… Gewinnrückgänge… die einen nehmen den negativen Trend mit, die anderen trotzen dieser. Die beiden Hersteller JD und Claas sind perfekte Beispiele hierfür.

Die Amerikaner haben es in diesem Jahr nicht geschafft und so wie es aussieht wird JD es auch im kommenden Jahr schwer haben. Die Harsewinkler hingegen haben Ihre Karten besser verteilt und konnten dadurch Ihre Marktposition ausbauen. Erfolg und Misserfolg sind manchmal ganz nah beieinander.

Was hätte Eurer Meinung nach John Deere anders machen sollen? Wie lauten die Global Player im Bereich Landtechnik in den kommenden Jahren? Wer wagt es eine Prognose abzugeben?