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Weihnachtsbaum-Greening-Landwirtschaft

Die Jagd nach dem perfekten Weihnachtsbaum

Weihnachten steht vor der Tür. Damit geht sie auch wieder los: die Jagd nach dem perfekten Weihnachtsbaum.

Langsam läuft sie an: die Weihnachtssaison.

Der erste Advent steht vor der Tür und die Vorbereitungen für das große Fest mit den Liebsten nehmen Fahrt auf. 

Bevor wir uns der Feststimmung widmen können, aber noch einen kurzen Ausblick auf Agrarreformen, der von EU-Kommissar Phil Hogan gestern gegeben wurde. 

Eine moderne und einfachere Agrarpolitik, dafür sprach sich Hogan gestern aus. Dem können wir wohl alle zustimmen. 

Aber wie soll dies konkret aussehen? 

Wird das Greening abgeschafft?

Gestern hat Hogan seine Ideen zur gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) nach 2020 der Öffentlichkeit mitgeteilt: 

Die Vorstellungen zum zukünftigen Kurs der europäischen Agrarpolitik enthalten viele Punkte, die bei den einen auf Zustimmung, bei den anderen auf Ablehnung stoßen werden. 

Entsprechend können wir uns wohl auf heftige Diskussionen in den nächsten Wochen einstellen. 

Herausstechen tuen sicherlich vor allem zwei Punkte: 

Den Mitgliedsstaaten soll wieder mehr Verantwortung zugesprochen werden. D.h. die EU soll zukünftig nur noch die Parameter und Ziele festlegen. 

Wie diese erreicht werden oder umgesetzt werden, soll in der Verantwortung der Mitgliedsstaaten liegen. Hiermit soll wieder mehr Flexibilität erreicht werden. 

Zum anderen erregt sicherlich Aufmerksamkeit, dass in dem Strategiepapier massiv die derzeitige Greening-Regeln abändern und gar abschaffen: 

„Ja, das Greening wird abgeschafft, weil es viel zu kompliziert war und deshalb nicht funktioniert hat“, so Hogan. 

Zum Jahresende kommt also nochmals Bewegung in die Agrarpolitik.

Weniger Bürokratie, und die Umsetzung eines Systems, dass nicht auf Sanktionen aufbaut, sondern sich an dem Erreichen von Ergebnissen orientiert, das klingt gut und spannend. 

Wir werden gespannt sein, wie die verschiedenen Interessengruppen auf das Papier reagieren und was letztendlich wirklich verabschiedet wird. 

Quelle: Europäische Kommission

Nun aber zur Feststimmung: Weihnachten steht vor der Tür und eins steht fest: 

Kein Weihnachten ohne Weihnachtsbaum

Für 80 Prozent der deutschen Haushalte ist der Weihnachtsbaum ein Must zu Weihnachten. In keinem anderen Land hat der Weihnachtsbaum einen solch hohen Stellenwert wie in Deutschland.

Die deutschen Verbraucher können sich in dieser Saison freuen, denn die Preise sind stabil geblieben, entsprechen dem Niveau vom Vorjahr.

Auch beim Weihnachtsbaum lassen sich Trends feststellen, wie sie aus anderen Branchen, etwa der Lebensmittelbranche, festzustellen sind:

Regionalität und Nachhaltigkeit liegen im Trend

Laut einer repräsentativen Verbraucherstudie des Bundesverbandes der Weihnachtsbaum- und Grünschnitterzeuger  ist es über die Hälfte der deutschen Haushalte wichtig, dass ihr Baum aus heimischer Produktion stammt.

Für die Verbraucher steht Regionalität für mehr Frische, Qualität und eine Produktion, die auf Nachhaltigkeit setzt.

Zum Stichwort Nachhaltigkeit: diese gewinnt immer mehr an Bedeutung. Es wird bereits überwiegend in zertifizierten Betrieben produziert.

Der Einsatz von Pflanzenschutzmittel ist kaum nötig. Zudem verfügen die Anbauflächen laut Untersuchungen der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalens über einen hohen ökologischen Nutzen.

Sie weisen eine positive CO2-Bilanz auf und bieten einen Lebensraum um seltene Tierarten.

Stellt sich nun noch die Frage:

Was erwartet der Deutsche von seinem „perfekten“ Weihnachtsbaum? 

Die deutschen Verbrauchen kaufen zunehmend eher kleinere Baumgrößen von 1,50 – 1,75 Meter, die am besten makellos sind.

Der Trend geht zudem immer mehr zum kleinen Zweitbaum, ob fürs Kinderzimmer oder die Terrasse. 

Weiterhin ist der typischen Weihnachtsbaumstand der wichtigste Vertriebszweig. Die Verbaucher kaufen zu

  • 30 Prozent am Stand der Weihnachtsbaumhändler
  • 27 Prozent direkt auf dem Erzeugerhof
  • 24 Prozent in Bau- und Verbrauchermärkten
  • 12 Prozent im Gartenzenter und in Gärtnereien
  • 4 Prozent der Bäume kommen aus dem eigenen Garten oder waren Geschenke

Quelle: Statistisches Bundesamt, Statista,Bundesverband der Weihnachtsbaumerzeuger

Die zeigt, dass der Weihnachten auch beim Weihnachtsbaum noch voller Tradition steckt. Aber gewinnt der Vertriebsweg übers Internet zunehmend an Bedeutung.

Neben der Online-Bestellung wächst auch die Nachfrage nach Convenience, sprich Bequemlichkeit: den geschmückten Baum samt Ständer geliefert und nach Weihnachten wieder abgeholt zu bekommen, dafür können sich immer mehr Menschen begeistern.

Zum Glück halten sich diese Zahlen noch in Grenzen. Es gibt durchaus Zeiten, in denen dies enorm hilfreich sein kann. Aber Weihnachten ist auch ein Fest der Besinnlichkeit.

Das gemeinsame Schmücken, sich die Zeit nehmen, bewusst auf das Fest und die Zeit mit den Liebsten vorzubereiten, gehört dies nicht auch zu Weihnachten dazu?

Vielleicht kann Euch der folgende Beitrag ein paar neue Ideen und Inspirationen für Euren diesjährigen Weihnachtsbaum geben:

Weihnachtstrends in diesem Jahr

Quelle: Flowers by Schouten

Weihnachten ist ein Fest, dass tief in unseren Herzen verwurzelt ist. Dennoch bedeutet es für jeden etwas anderes.

Für die einen ist es Rückbesinnung auf die Traditionen. An Ritualen, die seit Generationen in der Familie zelebriert werden, wird sehr genau festgehalten. 

Andere probieren auch gerade an den Feiertagen auch gerne etwas Neues aus. Für die einen gehört der gesamte Weihnachtstrubel und durchaus Aufwand drumherum dazu, die anderen legen Wert auf eine entspannte Zeit zusammen, mit möglichst wenig Arbeit. 

Wie feiert Ihr Eurer Weihnachtsfest und lasst 2017 zu einem ganz besonderen Fest werden? 

Agrarpolitik-Europa-Landwirtschaft

Wo führt die Europäische Agrarpolitik hin?

Angesichts von Themen wie Brexit und Flüchtlingskrise werden die Stimmen lauter, die ein Umdenken der europäischen Agrarpolitik fordern.

Knapp 40 Prozent des gesamten EU-Haushaltes geht an den Agrarsektor. Durch den Brexit fällt ein wichtiger Nettozahler weg.

Aber nicht nur das finanzielle Loch im EU-Haushalt lässt die Stimmen, die überfällige Reformen einfordern lauter werden.

Auch die Flüchtlingskrise, die viele Länder der EU nicht nur finanziell viel abverlangt, schiebt den Fokus auf andere Probleme der Agrarpolitik.

Ist unsere Agrarpolitik ein entscheidender Grund für die Flüchtlingsströme aus Afrika?

Bevor wir diese Frage näher hinterleuchten, zunächst die Meldungen der letzten Tage:

 1 – Der Vogelgrippe H5N8 – Erreger wurde bei Wildvögeln registriert

Der hochansteckende Vogelgrippe-Virus H5N8 wurde, erstmalig seit Mai, nahe Seeburg (Sachsen-Anhalt) bei drei toten Schwänen nachgewiesen.

Entsprechend wurde um den Fundort ein Sperrbezirk sowie Beobachtungsgebiet mit Stallpflicht eingerichtet.

Der Virus kann über Wildvögel erneut nach Deutschland gelangt sein oder im Boden überdauert haben.

Drücken wir die Daumen, dass der Nachweis des agressiven Erregers ein „einmaliges“ Ereignis bleibt.

2 – Prognosen für die Zuckerrübenernte

Europa kann sich auf eine große Zuckerrüben-Ernte vorbereiten. Dies ist auf einen bedeutenden Zuwachs bei der Anbaufläche als auch mit dem Wegfall der Zuckerquote zurückzuführen.

Die Fläche wächst laut EU-Kommission um rund 16 Prozent und erreicht damit das größte Niveau seit 10 Jahren.

Spitzenreiter unter den Zuwachsländern sind Großbritannien (28,9 Prozent) und die Niederlande (27,3 Prozent).

Die erwarteten Ernteerträge bleiben jedoch hinter dem Wachstum der Anbaufläche zurück. Die Ernte wird wahrscheinlich etwas kleiner als die von 2014 ausfallen.

Gleichzeitig befinden sich die Zuckerpreise auf einem Zweijahrestief. Von Februar bis Juni sind die Preise am europäischen Terminmarkt in London um ein Drittel gefallen.

Der Preis hat sich seither kaum erholt. Weltweit wird ein Produktionsüberschuss und Wachstum der Bestände erwartet.

Mit dem entsprechenden Angebot sind die Preise für Zuckerrüben weltweit gefallen und wirken sich entsprechend auf den europäischen Markt aus.

Bis zum Herbst sind noch ein paar Wochen, in denen sich noch einiges ändern kann. Wir Landwirte wissen, das Wetter richtet sich nach keinen Prognosen oder Terminmärkten.

(Quelle: Europäische Kommission, Landwirtschaft und Ländliche Entwicklung)

3 – Zeichen gegen Lebensmittelverschwendung

Kein Obst und Gemüse, dass nicht der Standardnorm und als erstklassig klassifiziert wurde, landet in deutschen Supermärkten.

Verbraucher kaufen nur einwandfreies Gemüse und Obst. Krumme Möhrrüben oder Gurken, Äpfel die nicht komplett rund sind – manch einer kennt wahrscheinlich gar keine natürlichen Formen mehr.

Aldi Süd startet nun den Verkauf von Obst und Gemüse mit „kleinen Schönheitsfehlern“.

Wie die Zeitschrift Lebensmittelpraxis berichtet, soll das zweitklassige Gemüse mit dem Namen „Krumme Dinger“ betitelt zukünftig in den Regalen der Kette angeboten werden.

„Mit dem Angebot ‚zweitklassiger‘ Ware erweitern wir unsere Toleranzen im Einkauf und setzen ein Zeichen gegen Lebensmittelverschwendung in der Lieferkette“, so Philipp Skorning, Group Buying Director.

Erstklassiges Obst, Gemüse und Fleisch für unsere Supermarktregale – aber wohin geht der Rest? Die Antwort auf diese Frage hängt wohl zusammen mit der Frage:

Verursacht die europäische Agrarpolitik die Flüchtlingsströme?

Es sind keine neuen Nachrichten, wenn wir von Höfen hören, die aufgrund fehlender Wirtschaftlichkeit aufgeben müssen.

Es liegt nicht an dem fehlenden Arbeitseinsatz, dem Willen, Enthusiasmus, Wissen oder Faktoren wie moderner Technik, neusten Produktionsverfahren.

Kleinere Betriebe können mit der billigen Konkurrenz der Massenproduzenten nicht mithalten.

Einen Moment – mit 40 Prozent an Agrarsubventionen der EU-Haushaltes, sollten diese nicht dazubeitragen, die „kleinbäuerlichen“ Strukturen zu erhalten.

Steht dies nicht als politisches Ziel überall geschrieben? Wohin fliesst das Geld?

Fakt ist: Nur 25 Prozent der Direktzahlungen gehen an die 80 Prozent der Höfe mit dem geringsten Einkommen.

55 Prozent der Direktzahlungen gehen an die 10 Prozent der Höfe mit dem höchsten Einkommen. (Quelle: Europäische Kommission)

Nun ist Europa noch, weltweit gesehen, durch Wohlstand geprägt. Wie trifft die europäische Politik andere Bereiche der Erde, etwa Afrika?

Landwirtschaft ist hier noch die Haupteinkommensquelle der Bevölkerung. 

Agrarpolitik fördert mit Subventionen und Zollbestimmungen den Export in ärmere Länder. Teils auch als Entwicklungshilfe betitelt.

Aber auch hier können die Kleinbauern nicht mit den billigen Konkurrenzprodukten mithalten:

Deutsches Huhn in Afrika

Quelle: Manfred M. Strasser

Ob vor unseren eigenen Türen oder auch Übersee, die Agrarpolitik der letzten Jahre scheint nicht zu funktionieren, denn

ob hier oder anderswo, wer in der Landwirtschaft keine Arbeit findet, wandert in die Städte. Wer, wie in den Entwicklungsländern, auch dort keine Arbeit findet, wandert weiter. 

Aber kommen wir wieder zu unserer Frage: wohin gehen die Lebensmittel, die in Europa nicht verkauft werden können?  

Europäische Verbraucher verlangen erstklassige Produkte. Standardisiertes Obst und Gemüse ohne „Fehler“. Fleisch, nur das beste, was nicht nach Tier aussieht. 

Alles, was für uns nicht gut genug ist, geht, wie im Beitrag gesehen, in die Entwicklungsländer. Zum Beispiel nach Afrika.

Wer dort über die Märkte schlendert, findet europäische Produkte auf den Märkten und in den Geschäften. Von Tomaten über Hühnerfleisch.

Es gibt die Vertreter, die eine Agrarpolitik fordern, die nur auf die jeweilige Region oder Land ausgelegt ist.

D.h. es wird produziert, wo auch konsumiert wird. Für den heimischen Markt.

Wahrscheinlich ist ein Umdenken der Verbraucher in derartigem Ausmaß nicht erreichbar. 

Auch ist die Landwirtschaft international derart politisch und wirtschaftlich verflochten, dass ein solche Agrarpolitik wohl rein Utopie ist. 

Aber was ist Eure Meinung: wäre eine dezentrale Agrarpolitik, bei der jedes Land stärker selbstbestimmt handeln kann, ein möglicher Ansatz? 

Agrarbetrieb-Greening-Landwirtschaft

Greening-Maßnahmen für mehr Umweltschutz

Die moderne Landwirtschaft gibt nicht nur auf dem Tisch unserem Leben Vielfalt. Mit Maßnahmen wie Greening soll die Vielfalt in der Umwelt erhalten bleiben. 

Als Anreiz für die Landwirte, fördert die EU mit Direktzahlungen die Durchführung von Bewirtschaftungsmethoden, die dem Umweltschutz dienen.

Was ist Greening?

Im Zug der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) sollen zwischen 2014 und 2020 über 100 Milliarden EUR investiert werden, die

  • die Förderung der biologischen Vielfalt in Bezug auf die Pflanzen- und Tierwelt
  • die Verbesserung der Boden- und Wasserqualität sowie
  • den Erhalt der Kulturlandschaft

zum Ziel haben.

Um Direktzahlungen aus diesem Topf zu Erhalten, müssen drei sogenannte Greening-Anforderungen erfüllt sein.

  1. Maßnahmen zum Erhalt von Dauergrünland
  2. Bewirtschaftung von mindestens fünf Prozent der Ackerflächen mit besonderem Umweltnutzen (sogenannte Ökologische Vorrangflächen)
  3. Förderung von Fruchtartenvielfalt auf den Ackerflächen

Bei Dauergrünland handelt es sich um Fläche, die für mindestens fünf Jahre als Wiese oder Weide genutzt wird.

Für als umweltsensibel eingestuftes Dauergrünland besteht ein generelles Umbruchverbot. Generell ist eine Genehmigung einzuholen, bevor ein Umbruch erfolgen kann.

Landwirte mit mehr als 15 Hektar Ackerfläche sind verpflichtet, fünf Prozent der Fläche, auf der keine Dauerkulturen angebaut werden, als ökologische Vorrangfläche auszuweisen.

Ein Maßnahmenkatalog erlaubt in der Erfüllung der Auflagen einen gewissen Handlungsspielraum.

Bei der Anbaudiversifizierung handelt es sich um die Einhaltung einer Fruchtfolge. Hiermit ist aber nicht die Umsetzung der mehrjährigen Fruchtfolge gemeint, wie sie jedem wohl bekannt ist.

Von der Größe des Betriebes hängt die Intensität der Anbaudiversifizierung. Es werden einjährig mindestens zwei oder drei verschiedene Ackerkulturen angebaut.

 

Greening: wichtig, aber komplizierter als gedacht

Die EU-Kommission hat nun die Ergebnisse des Konsultationsverfahren vorliegen, welches bis Anfang März diesen Jahres gelaufen ist.

So wird von den beteiligten Landwirte, die Ihre Meinung der EU-Kommission mitgeteilt haben, Greening generell als wichtig angesehen.

Die Antworten zeigen jedoch auch, dass die Umsetzung bzw. Erfüllung der Maßnahmen durchaus komplizierter ist, als es auf den Papier aussieht.

Insbesondere die Regelungen zu den ökologischen Vorrangflächen sind offensichtlich mit vielen Schwierigkeiten verbunden.

Und sehr zum Ärger der Landwirte, die Bearbeitung bzw. das Fertigstellen der Anträge, hat dieses Jahr wohl noch mehr Zeit in Anspruch genommen.

Beim Sitzen über die Anträge hat sich wohl manch einer gewünscht, für das Ausfüllen gäbe es auch so einfache Regeln, wie etwa die guten alten Bauernregel.

Ist denn eigentlich an diesen Regeln was dran?

Bauernregeln – Wie viel Wahrheit steckt in der Weisheit? 

Quelle: Unser aller Wissen. Die Moderne Landwirtschaft.

Im Dschungel der Bürokratie und Auflagen, die heute einem landwirtschaftlichen Betrieb auferlegt werden, können Sie leider nicht helfen. 

Und es bleibt offen, ob solche Wetterkapriolen wie in diesem Jahr unter irgendeine Regel fallen.

So unterschiedlich wie regional das Wetter war, so unterschiedlich fallen auch die diesjährigen Ernteergebnisse aus. So erklärte BBV-Präsident Walter Heidl zur bayerischen Ernte:

„Die Getreideernte 2016 lässt sich nicht mit einem Wort beschreiben, dafür war das Wetter regional einfach zu unterschiedlich. In der Folge fallen die Erträge auch sehr unterschiedlich aus –  die einen ziehen ein durchschnittliches Resümee, die anderen fahren deutlich weniger ein. Manchmal liegen keine 10 Kilometer dazwischen.“

Ernte 2016 – geringe Erträge, niedrige Preise

Er wurde nun vorgestellt, der Erntebericht für 2016.

Die Ergebnisse, die das Bundeslandwirtschaftsministerium veröffentlicht werden nicht überraschen.

Die Ergebnisse bei Getreide und Raps zeigen unterdurchnittliche Erträge an. Im Vergleich zum Vorjahr wurden

  • 4,5 Prozent weniger Getreide (einschließlich Körnermais)
  • 7 Prozent weniger Roggen
  • 8 Prozent weniger Wintergerste
  • 7 Prozent weniger Winterraps
  • 7,5 Prozent weniger Weizen  

geerntet.

Wenn ein geringeres Angebot bei gleicher Nachfrage zu höheren Preisen führen würde, wären die Zahlen wohl nicht so tragisch. 

Mit Unwägbarkeiten musste in der Landwirtschaft schon immer gerechnet werden. 

Fallende Erzeugerpreise in Kombination mit schlechteren Ernteergebnissen sind jedoch eine sehr große Herausforderung für jeden Landwirt.

Um nochmal den BBV-Präsidenten Walter Heidl zu zitieren:

„Was noch schwerer wiegt, sind die stark gesunkenen Preise. Bei diesem Preisniveau können wir in vielen Bereichen nicht kostendeckend arbeiten – Ackerbauern erzielen mit den jetzigen Preisen keine Gewinne. Auf Dauer kann das kein Betrieb durchhalten.“

Geprägt ist die Preisentwicklung von der guten internationalen Marktversorgung. Der FAO-Index der Getreidepreise erreichte den tiefsten Stand seit sechs Jahren.

Ziele der Bestimmungen zum Greening sind die Nachhaltigkeit und die Wettbewerbsfähigkeit des Europäischen Agrarsektors zu fördern. Was sind Eure Erfahrungen im Greening?