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Pitch-Landwirtschaft-Marketing

Pitch Perfect für Eure Landwirtschaft

Mit Pitch Perfect ist nicht der Hollywood-Buster gemeint, der derzeit die Kinosäle füllt.

Im Gegensatz zur Komödie auf der Leinwand, die eher nur unterhalten soll, geht es beim hier gemeinten Pitch Perfect eher ums Eingemachte.

Die Kunst, einen guten Pitch zu präsentieren, kann entscheidend für die Zukunft Eures Unternehmens sein.

Auch wenn Ihr kein Startup auf der Internationalen Grünen Woche (IGW) seid:

Internationale Grüne Woche zum 83. Mal in Berlin

Vom 19.-28. Januar 2018 ist es wieder soweit: die Internationale Grüne Woche (IGW) in Berlin öffnet ihre Pforten.

Auf der internationalen Messe für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau treffen sich über 80 internationale Ministerien und Nahrungsmittelproduzenten zum Austausch.

Über 1.600 Aussteller stellen über 100.000 Produkte nicht nur aus Deutschland sondern aus der ganzen Welt vor.

Mehr zur IGW, den Themenwelten und Eintrittskarten, findet Ihr hier: Grüne Woche Berlin.

Für Interessierte geben 300 Fachveranstaltungen Einblicke und die Möglichkeit zum Austausch.

Unter all den Events und Kongressen, die für das Fachpublikum geboten werden, sticht wohl eins besonders heraus:

Der IGW – Startup –Day

Am Mittwoch, den 24. Januar, bietet die IGW ausgewählten Startups die Möglichkeit, in einer sogenannten 5-minütigen Pitch-Session sich einer Jury zu stellen.

Die Jury ist unter anderem aus Vertretern des Lebensmitteleinzelhandel und der Gründerszene zusammengesetzt.

„Junge Unternehmen sind die Quelle für Neues und Unerwartetes. Mit dem IGW-Startup-Day wollen wir den spannendsten Food-Startups eine Bühne bieten – und das meinen wir auch im wörtlichen Sinn!“, so Lars Jaeger, Projektleiter der Internationalen Grünen Woche, Messe Berlin

Die IGW bietet damit für Startups auf einer mediastarken Plattform, vor Entscheidungsträgern und einem großen, interessierten Publikum ihre Ideen und Produkte zu präsentieren.

Die Startups werden sich mit Sicherheit sehr gründlich auf den Pitch vorbereiten, um aus Ihren 5 Minuten alles herausholen zu können.

Aber wie steht es um Euch? Seid Ihr vorbereitet?

Ja, auch wenn Ihr kein Startup seid und gerade um die Gunst einer Jury kämpfen must, so seid Ihr dennoch ständig am Pitchen.

Pitch Perfect für Eure Landwirtschaft

Schauen wir erstmal, was Pitch überhaupt bedeutet.

Ursprünglich wurde der Begriff “Pitch” in der Werbebranche bzw. bei Agenturen genutzt.

Die Agenturen mussten pitchen, d.h. gegeneinander antreten, vor den Auftraggebern ihre Ideen und Konzepte präsentieren.

Die beste Präsentation wurde quasi mit dem Auftrag belohnt. Da lässt sich einfach herleiten, warum sich der Begriff dann auch bei Startups geprägt hat.

Ihr kennt sicher die Sendung “Shark Tank”, in dem Gründer wenige Minuten Zeit haben, um knallharte Investoren von ihrer Idee zu überzeugen.

Ein perfekter Pitch entscheidet hier oft über das Überleben des Startups.

Aber dies trifft nicht nur für Startups in solch ausgewählten Orten bzw. Zeitpunkten zu, wie etwa auf der IGW oder am Set eines TV-Senders.

Auch Ihr seit ständig am Pitchen.

Ob um Kunden, Geschäftspartner, Investoren für Eurer neues Projekt, … jedesmal müsst Ihr andere überzeugen, dass Ihr die beste Wahl seid, nicht die Konkurrenz.

Und wenn sich eine großartige Chance oder Gelegenheit ergibt, dann müsst Ihr vorbereitet sein.

Chancen klingeln meist nicht vorher an und vereinbaren einen Termin mit Euch.

Wenn Ihr auf der Messe, im Zug, auf der Feier eines Freundes, usw. jemanden trefft, der ein guter Kunde, Geschäftspartner, … sein könnte, was macht Ihr dann?

Saugt Ihr Euch etwas aus den Fingern, oder habt Ihr den “perfekten” Pitch parat?

Könnt Ihr mit wenigen Sätzen sagen, wofür Ihr bzw. Euer Unternehmen steht?

Der Fahrstuhl – Pitch

Stellt Euch vor, Ihr trefft auf jemanden, der Euch nicht kennt. Du kommst zum Beispiel mit jemanden auf einer Party oder einer Messer, wie der IWG, ins Gespräch.

Über kurz oder lang kommt die Frage, was man denn so zum Lebensunterhalt macht.

Hier ist Eure Chance zu einem Perfect Pitch.

Nein, Ihr sollt nicht knall hart in Verkaufsverhandlungen treten. Aber, Ihr sollt Interesse beim Gegenüber wecken.

Und hier zählt der erste Eindruck. D.h. die ersten Sätze entscheiden bereits darüber, ob Euer Gegenüber mehr von Euch hören möchte oder gelangweilt ein anderes Thema sucht.

Deshalb heißt es “Fahrstuhl-Pitch”. In einem Fahrstuhl hat man nur eine sehr begrenzte Zeit, bevor die Türen wieder aufgehen und Euer Gegenüber seine Wege geht.

Gelangweilt oder beeindruckt und voller Interesse.

Seid Ihr sofort in Vergessenheit geraten oder habt Ihr einen Eindruck hinterlassen?

Das liegt in Eurer Hand. 

Tips für den Fahrstuhl Pitch

Starte mit einer interessanten Aussage oder mit einer interessanten Frage. Etwas, was Interesse beim Gegenüber weckt, so dass er mehr von Dir hören möchte.

Fokussiere Dich auf das Besondere Deiner Landwirtschaft und lass nichts-sagende Informationen weg.

Nichts-sagend ist: „ich führe einen landwirtschaftlichen Betrieb.“ 

Anders klingt: „Agrarbetrieb unterstützt die nachhaltige Landwirtschaft. Es ist das Expertennetz für Lebensmittel- und Naturbegeisterte sowie innovative Landwirte.“

Ich denke, Ihr seht, was ich meine. 

Die wenigen Sätze, die Ihr zur Verfügung habt, müssen Eure Landwirtschaft mit Leben füllen:

  • Wofür steht Ihr?
  • Was bietet Ihr Besonderes?
  • Für wenn seid Ihr da?
  • Welche Probleme löst Ihr bzw. welche Lösungen bietet Ihr an?
  • Was zeichnet die Mitarbeiter Eures Betriebes aus?
  • Warum ist es so einfach und sorgenfrei, mit Euch Business zu machen?
  • Warum sind Eure Kunden so zufrieden mit Euch?

Dies sind nur einige Fragen, die Ihr unbedingt beantworten solltet. Und nicht mit sachlichen Fakten. 

Diese sind sicherlich wichtig. Aber jetzt sind erstmal Emotionen gefragt.

Eurer Gegenüber soll Eure Landwirtschaft bildlich vor Augen haben.

Sich vorstellen können, wie Eure Kunden zufrieden sind, wie Dein Team Spaß daran hat, das Beste zu geben. Wie Euer Service und Eure Produkte das sind, was gefragt ist. 

Das Ziel ist es, Neugierde zu wecken. Euer Gegenüber soll von sich auf Euch zukommen, mehr Fragen stellen. 

Es ist nicht leicht, all dies in wenigen Sätzen zu vermitteln. Aber nicht unmöglich.

Aber jetzt zu Jahresbeginn ist sicherlich ein guter Zeitpunkt, Euren Pitch Perfect zusammenzustellen.

Wenn Ihr meint, Ihr habt einen interessanten Eingang, könnt Euren Betrieb gut darstellen, dann vergesst nicht, auch eine sogenannte Call-To-Action zum Abschluss hinzuzufügen. 

Ob Ihr Euer Gegenüber auf Eure Internetseite verweist oder einen Anruf vereinbart, hängt sicherlich von dem Gespräch ab. 

Schreibt Euren Fahrstuhl-Pitch auf und übt ihn. Holt Euch wertvolles Feedback, um ihn ständig zu verbessern. 

Vorbereitung ist alles. Wie sieht Euer Fahrstuhl-Pitch aus?

Landtechnik von Claydon Hybrid T

Landtechnik: Neues von Claydon, Amazone und Kotte

Die einen bereiten sich auf die Grüne Woche vor, die anderen ärgern sich weiterhin über den ominösen Spiegel Artikel von letzter Woche und wiederum andere blicken gespannt auf die nächsten Landtechnik Highlights.

In dem heutigen Beitrag teile ich mit Euch die neuesten Innovationen von Claydon, Amazone und Kotte. Bevor wir damit loslegen, hier noch ein kurzer Blick auf die aktuellsten Meldungen aus unserer Branche.

1. Grüne Woche öffnet vom 20-29. Januar seine Tore

Am Freitag, den 20-ten geht die Internationale Grüne Woche zum 82. Mal an den Start. Unter dem Berliner Funkturm stellen mehr als 1.600 Aussteller aus über 70 Länder ihre Produkte vor.

Die Veranstaltung ist ein Muss für viele Fachjournalisten, Politiker, Ökonömen und Wissenschaftler. Selbstverständlich sind auch viele Bauern mit ihren Familien und Mitarbeitern dabei. Und für alle diejenigen noch nie auf der Messe waren — es geht um mehr als nur „Grünzeug“

Ein besonderes Highlight der Grünen Woche ist der parallel stattfindende Farm & Food 4.0 Kongress. Es geht um die technologische und digitale Entwicklung in der Agrarbranche. Die Veranstaltung findet am Montag, den 23. Januar in Berlin statt.

Anbei ein kurzer Blick auf die Highlights der Grünen Woche in 2016…

2. Fendt auf der Pole-Position im Händlerzufriendenheitsbarometer 2016

Fendt (15,3) ist wieder ganz oben auf dem Siegertreppchen, aber der Abstand zum Zweitplatzierten Claas (15,1) und Drittplatzierten Kubota (14,7) ist fast zu vernachlässigen.

Eins steht jedoch fest: Fendt hat aus dem Verlust im letzten Jahr dazugelernt.

Für die Marke Fendt ging es letztes Jahr von Platz 1 auf Platz 3. Der Newcomer Kubota hatte den beiden Großen Fendt und Claas einen Strich durch die Rechnung gezogen.

Es erfolgte ein noch engerer Dialog mit den Händlern. Dass sich diese Bemühungen durchaus gelohnt haben, zeigen die aktuellen Ergebnisse des Händlerzufriendenheitsbarometers 2016.

Quelle: Landtechnische Unternehmertage (LTU)

3. Neue Pflichten für Registrierkassen ab 1. Januar 2017

Seit Anfang diesen Jahres gilt eine neue Kassenrichtlinie bei Bargeldeinnahmen. Der Fiskus will damit Missbräuche verhindern.

Die wichtigsten Punkte kurz im Überblick:

  • Auch in 2017 gibt es keine Pflicht eine elektronische Kasse einzusetzen.
  • Registrierkassen müssen den „Grundsätzen zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff (GoBD)“ entsprechen.
  • Registrierkassen, die die Kassenrichtlinie II / 2010 nicht erfüllen, müssen ausgetauscht werden.
  • In 2020 kommt dann die Registrierkasse 3.0 mit einem eingesetzten Fiskalspeicher, der jede Tastenbewegung erfasst. Hier soll es eine Übergangsregelung bis 2023 geben.

Quelle: Bundesministerium der Finanzen (BMF)

Landtechnik aus England: Claydon präsentiert 3 Meter breite Drille Hybrid T3

Vom 18-19. Januar 2017 findet in Peterborough, Englands größte Landtechnikausstellung LAMMA statt. Der Eintritt ist kostenfrei und das Parken ebenfalls.

Beste Gelegenheit also für Claydon Drill seinen neuen Hybrid T3 vorzustellen. Es handelt sich hierbei um die gezogene Version der aufgesattelten 3m Hybrid Drillmaschine.

Worin liegen die Vorteile des neuen Hybrid T3?

Laut Herstellerangaben soll die Bodenbearbeitung mit einem Hybrid T3 schneller (bis zu 5 mal), sparsamer (zu 1/3 der Kosten) und zuverlässiger erfolgen als bei wendender Bodenbearbeitung. Auch die Minimalbodenbearbeitung erfolgt kostengünstiger (bis zur Hälfte der Kosten sollen eingespart werden).

Hinzu kommt, dass durch die pünktlichere Aussaat im Vergleich zu herkömmlichen Verfahren bis zu 150 Pfund (umgerechnet 170 EUR) pro Hektar gespart werden können.

Ein paar technische Details im Überblick:

  • Länge: 6,6 m / Höhe: 2,5 m / Breite: 3 m im Transport
  • Gewicht: 2.650 kg (leer)
  • Saattank mit 2.455 Liter Inhalt: verwendbar für 100% Saatgut oder im Verhältnis 50% Saatgut & 50% Dünger
  • RDS Artemis Steuersystem für variable Saatmengen (GPS-gesteuerte variable Regelung der Saatmenge optional verfügbar)
  • Einzelpunkt-Tiefensteuerung
  • tiefstollige Stützräder 10.00/75-15.3
  • Fahrgassenschaltung
  • Wechsel von Saatzinken zum Doppelzinkensatz (optional)
  • Wahl der Düngerablage über die vorderen oder hinteren Zinken (optional)

Für diejenigen Landwirte die bereits eine aufgesattelte 3m Hybrid M3 besitzen, bietet Claydon eine Umrüstsatz an.

NEU Amazone Cataya mit elektrischem Antrieb, Doppelscheibenschare und ISOBUS

Amazone wertet mit der Cataya sein Produktportfolio auf — und das im wahrsten Sinne des Wortes. Die neuen technischen Rafinnessen führen zu einer gehobeneren Preisklasse.

Zu den Besonderheiten von Cataya zählen:

1. Neues Dosiersystem Precis mit elektrischem Antrieb

Die neuen Dosierer sind Bestandteil des Saatgutbehälters (früher waren sie am Tank platziert). Die Säorgane werden elektrisch angetrieben. Wer aufrüsten möchte, kann statt einem Elektromotor auf zwei umsteigen. Section-Control ist ebenfalls möglich.

2. Komplette Einstellung über Terminal und Smartcenter

Das Ganze befindet sich auf der linken Seite der Maschine. Die mechanischen Verstellungen (z.B. des Planierbalkens oder der Ablagetiefe) können weiterhin über ein Bedienwerkzeug erfolgen.

3. Einsatz von Doppelscheibenschare

Die TwinTeC-Schare haben einen Durchmesser von 34 cm und stehen in einem Winkel von 10 Grad zueinander.

4. ISOBUS Steuerung

Die Software stammt von Amazone.

Wenn Ihr mehr über Cataya erfahren möchtet, empfehle ich das produktspezifische Prospekt. Auf 48 Seiten gibt es jede Menge interessante Informationen. Hier könnt Ihr das PDF-Dokument herunterladen.

Kotte verbessert Hydraulik und Mechanik des garant-Schleppschuhverteilers

Erfahrung macht den Meister… oder besser gesagt: wer auf Feedback hört und dieses anwendet, kommt weiter.

So auch garant Kotte mit seinem Schleppschuhverteiler. Die neue Generation ist nämlich ab sofort für den Einsatz als Schleppschlauchsystem ausgelegt.

Ein paar technische Details:

  • integrierter Hangausgleich
  • Quick-Fix System
  • ein Auflagedruck von mehr als 5 kg/Schar
  • FlowControl-Ventil zur Steuerung von Teilbreiten
  • ein Metalldetektor hilft bei der Erfassung der Gleitkufen im Falle eines Verlustes

Der garant-Schleppschuhverteiler ist in den Arbeitsbreiten 12 / 13,5 / 15 / 16,5 / 18 m erhältlich. Die Arbeitsbreite kann optional über die Handklappung reduziert werden.

Landtechnik demnächst auf der SIMA

Jede Branche hat seine Highlights. Bei uns ist heisst diese Agritechnica und findet alle zwei Jahre im November statt. Bis dahin heisst es, ab zur Grüne Woche nach Berlin oder wer nächsten Monat gerne weiter verreisen möchte, ab zur SIMA nach Paris.

Wer von Euch war schonmal in England auf der LAMMA Show? Was findet Ihr am tollsten an dieser Freiluftmesse für Landtechnik?

Landwirte neue Gesetze Biogasanlagen

Darauf sollten sich Landwirte in 2017 einstellen

Neues Jahr, neues Glück… oder besser gesagt, neue Gesetze und Regelungen. Auch in 2017 tut sich einiges für Landwirte.

Im heutigen Blog schauen wir uns die wichtigsten Neuerungen in 2017 an. Vorher aber werfen wir einen Blick nach Berlin, auf ein großes Event was in den kommenden Wochen ansteht – die Rede ist von der Internationalen Grünen Woche.

Zum 82-mal lädt Berlin in der Zeitspanne vom 20-29. Januar zur Grünen Woche ein. Die internationale Ausstellung für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau erblickte 1926 in Berlin das Licht. Seitdem ist die Agrarmesse ein toller Treffpunkt für Landwirte und Landwirtschaftsbegeisterte; liegt unter anderem auch an dem Zeitpunkt der Veranstaltung.

Früher galt der Januar als der Monat an dem Landwirte am Wenigsten zu tun hatten… Das ist heute nicht mehr der Fall. Die steigende Bevölkerung, die schrumpfenden Agrarflächen, die steigenden Preise und sinkenden Erträge machen es schier unmöglich sich mal einen Monat aufs faule Ohr zu legen.

Nicht desto trotz ist und bleibt die Grüne Woche in Berlin ein guter Start ins Neue Jahr.

Quelle: Grüne Woche

In diesem Jahr ist Ungarn das Partnerland der Grünen Woche. Wer also kulinarisches aus Ungarn erleben möchte, der sollte unbedingt in Halle 10.2 vorbeischauen. Am ungarischen Stand dreht sich alles um Tradition, Natürlichkeit und Vielfalt.

Zurück zu den neuen Gesetzen und Regelungen die uns als Landwirte betreffen.

Landwirte aufgepasst: Es gilt folgende Änderungen zu beachten

1. Schnabelkürzen bei Legehennen in Niedersachsen verboten.

Es gibt keine einheitlich rechtliche Regelung im Tierschutzgesetz aber Niedersachsen trifft trotzdem eine klare Entscheidung. Millionen von Küken die für die konventionelle Legehennenhaltung bestimmt waren, behalten ihren Schnabel.

2. Für Biogasanlagenbetreiber: Die Vergütung des erneuerbaren Stroms wird über Ausschreibungen geregelt.

Am 1. Januar 2017 ist das geänderte Erneuerbare-Energie-Gesetz (EEG) in Kraft getreten. Demnach erfolgt die Vergütung des erneuerbaren Stroms u.a. auch aus Biogasanlagen durch Abschreibungen.

  • In den Jahren 2017 bis 2019 gilt ein Ausschreibungsvolumen von je 150 Megawatt (MW)
  • Von 2020 bis 2022 gilt eine Zubau-Menge von 200 MW
  • Gülle-Kleinanlagen bis 75 KW sind vom Ausschreibungsverfahren ausgenommen
  • Neuer Maisdeckel: pro Anlage darf nur bis zu 50% Getreide und Mais eingesetzt werden

Die Ausschreibungen gelten sowohl für Neuanlagen als auch auf die Anschlussförderung von bestehenden Anlagen.

3. Beiträge zur Alterssicherung der Landwirte steigen.

In der Renten- und Pflegeversicherung tut sich auch einiges, und zwar die Beiträge steigen wie folgt:

  • Alte Bundesländer von 236 EUR auf 241 EUR/Monat (2,1% Anstieg)
  • Neue Bundesländer von 206 EUR auf 216 EUR/Monat (4,9% Anstieg)

Quelle: Deutscher Bauernverband

4. Höherer Mindestentgelt in der Landwirtschaft.

Zum 1. Januar 2017 erhöht sich das Mindestentgelt in der Landwirtschaft und im Gartenbau auf 8,60 EUR Brutto. Im November gibt es dann die nächste Erhöhung auf 9,10 EUR pro Stunde.

Der Gesamtsachbezugswert für Verpflegung wird ebenfalls angehoben. Zum 1. Januar 2017 gelten 241 EUR im Monat (davor waren es 236 EUR). Die Bezüge setzen sich zusammen aus 51 EUR für Frühstück und 95 EUR je Mittag- und Abendessen.

Quelle: Deutscher Bauernverband

5. Greening-Regeln werden überprüft.

Die EU-Kommission soll bis zum 31. März 2017 einen Bewertungsbericht über die Durchführung der „Flächennutzung im Umweltinteresse“ vorlegen. Beteiligte gehen von einer Erhöhung des Prozentsatzes für die ökologische Vorrangfläche von aktuell 5% auf zukünftig 7% aus.

Hinzu kommt ein möglicher Verbot von Pflanzenschutzmitteln auf ökolgischen Vorrangflächen.

Quelle: Agra Europe

6. Neues Bürgschaftsprogramm für Milchviehbetriebe.

Die Landwirtschaftliche Rentenbank vergibt ab dem 2. Januar 2017 Bundesbürgschaften für Liquiditätssicherungsdarlehen an Milchviehbetriebe.

Die Eckpunkte des neuen Bürgschaftsprogramms sind wie folgt:

  • 300.000 EUR Darlehenshöchstbetrag je Endkreditnehmer
  • 50% Bürgschaftsquote
  • max. 10 Jahre Laufzeit; die Laufzeit der Bürgschaft entspricht der Laufzeit des verbürgten Liquiditätssicherungsdarlehens

Das Angebot ist bis Ende 2018 befristet.

Quelle: Deutscher Bauernverband

Landwirte und ihre Herausforderungen

Uns erwarten viele Herausforderungen aber auch Chancen.

Denkt doch mal an die vielen Neuerungen die aus der Verpflechtung Landwirtschaft und Digitalisierung entstehen werden. Sicherlich werden wir jede Menge Produktneuheiten und Konzepte auf der Agritechnica in November sehen. Bis dahin heißt es jedoch, ab nach Berlin zur Grünen Woche.

Treffpunkt Grüne Woche – ein Muss für Landwirte? JA oder NEIN?

Grüne Woche: Erfolg für die moderne Landwirtschaft

Grüne Woche: Erfolg für die moderne Landwirtschaft

Am Sonntag ist die zehntätige Internationale Grüne Woche (IGW) in Berlin zu Ende gegangen. Über 410.000 Besucher stürmten in den letzten Tagen auf die weltgrößte Messe für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau. Die Messeveranstalter sind mit diesem Ergebnis „sehr zufrieden“.

Die diesjährige IGW erfreute sich der bislang höchsten internationalen Präsenz seit ihrer Premiere im Jahre 1926. Es kamen 1.650 Aussteller aus 70 Ländern und 70 Landwirtschaftministern aus allen Kontinenten. Das Ganze wurde durch zahlreiche agrar- und wirtschaftspolitische Delegationen aus dem Ausland angereichert.

Grüne Woche und der Konsum-Boom…

Die Berliner Messe hat viele konsumfreudige Besucher angelockt. Jeder Besucher gab für Essen & Trinken sowie für Bestellungen, durchschnittlich 114 EUR aus. In 2013 waren es 113 EUR – ein leichter Anstieg gegenüber dem Vorjahr.

DEIN GESCHENK VON AGRARBETRIEB: Startpaket für innovative Landwirte

Der Gesamtumsatz der Aussteller belief sich auf rund 47 Millionen Euro. In 2013 fiel der Umsatz um eine Million Euro geringer aus.

Joachim Rukwied, Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV) äußerte sich in einer Pressemitteilung der IGW wie folgt über den Messeerfolg:

„Die Internationale Grüne Woche 2014 war ein Erfolg. Sie hat sich zu einer internationalen agrarpolitischen Diskussionsplattform entwickelt. Das Dialog-Angebot der Land- und Ernährungswirtschaft an die Verbraucher, sich über die moderne Landwirtschaft und den Wert der Lebensmittel realitätsnah zu informieren, wurde mit großem Interesse angenommen. Der ErlebnisBauernhof erlebte einen Ansturm von Messebesuchern und war ein Besuchermagnet.“

Die Grüne Woche ist nicht nur eine hervorragende Plattform um Handelsbeziehungen zu knüpfen, sondern auch um über globale Herausforderungen der Agrarwirtschaft, wie z.B. die Beseitigung des Hungers mit hochrangigen Vertretern der Weltbank, der EU-Kommission sowie der Welternährungsorganisation FAO zu diskutieren.

Während der Messe demonstrierten rund 30.000 Menschen für eine Agrarwende. Sie forderten einen besseren Tier- und Naturschutz in der Landwirtschaft. Einigen Demonstranten gelang es auch in die Hallen einzudringen – wie Sie im untenstehenden Beitrag sehen können.

Grüne Woche Eröffungszeremonie – Demonstranten als ‚Störenfriede‘

ErlebnisBauernhof, ein Besuchermagnet

Mehr als 325.000 Besucher durften in der ErlebnisBauernhof-Halle begrüßt werden. Auch in diesem Falle waren sich die Messeverantwortlichen einig: das Ergebnise war hoch zufriedenstellend.

FNL-Geschäftsführer Dr. Anton Kraus erklärt hierzu: „Die im Vorfeld formulierte Zielsetzung, als Dialogplattform dem Verbraucher als Ansprechpartner zur Verfügung zu stehen, wurde hervorragend erfüllt. Dazu haben wir uns als Kommunikationsplattform der Branche erfolgreich profiliert und eine enorme Bandbreite von Fachthemen abgedeckt.“ [Pressemitteilung ErlebnisBauernhof]

Zum ersten Mal gab es in Halle 3.2 ein ErlebnisBauernhof-TV was Besucher und Interessenten immer auf dem aktuellen Stand hielt. Dadurch wurden nach Außen sehr positive Zeichen gesetzt.

Drei innovative Bio-Landwirte erhielten den Förderpreis Ökologischer Landbau 2014

Für drei innovative, biologisch wirtschaftende Betriebe gab es auf der Grünen Woche ganz viel Grund zur Freude. Diese wurden vom Staatssekretär Kloos mit dem Förderpreis Ökologischer Landbau 2014 ausgezeichnet.

Grüne Woche: Erfolg für die moderne Landwirtschaft

Grüne Woche: Erfolg für die moderne Landwirtschaft
(c) Foto von Agrarbetrieb

Für diesen Preis haben sich insgesamt 69 Betriebe beworben. Folgende drei Betriebe zeigten einen besonders ausgeprägten Innovationsgeist:

1. Preis für Dörscher und Carstens Bio GbR in Schleswig-Holstein

1. Preis für Beate und Christoph Leiders in Nordrhein-Westfalen

2. Preis für Getreidezüchtungsforschung Darzau in Niedersachsen

Der erste Platz wurde in der Kategorie „Gesamtbetriebliche Konzeption“ demnach zweimal vergeben.

Die diesjährige Grüne Woche brachte einen Rekordumsatz für die Veranstalter. Ob dieses Ergebnis im nächsten Jahr getoppt werden kann, sehen wir im Januar 2015. Waren Sie auf der Internationelen Grünen Woche? Was hat Ihnen am meisten gefallen?

Grüne Woche Berlin 2014 Kornblume

Agritechnica Ade, Grüne Woche 2014 Helau

In zwei Wochen ist es soweit. Am Freitag, dem 17-ten Januar startet in Berlin die weltgrößte Messe für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau bekannt als die Internationale Grüne Woche (IGW). Das diesjährige Motto ist „Wunderbar anders“.

Vom 17. bis 26. Januar werden rund 5.000 Journalisten aus über 70 Ländern sowie 36 Landwirtschaftsministerien und Marketinggesellschaften aus aller Welt erwartet. Insgesamt sollen 2 komplette Hallenstränge mit Ausstellern aus dem Ausland belegt sein.

Nicht zu vernachlässigen ist der Global Forum for Food and Agriculture (GEFA) der vom 16. – 18. Januar ebenfalls in Berlin stattfindet und auch auf die IGW ausstrahlt. Hauptthema der diesjährigen GEFA lautet „Landwirtschaft stärken: Krisen meistern – Ernährung sichern“.

Grüne Woche mit Estland als Partnerland

Partnerland Estland bereitet sich mit großem Engagement auf seinen Messeauftritt in zwei Wochen vor und lädt alle Besucher zu täglich wechselnden, attraktiven Thementagen ein.

Ab 19. Januar werden im estnischen Messe-Café in Halle 8.2 jeweils um 11 und um 15 Uhr Spezialitäten vorgestellt. Bei diesen kurzweiligen Info-Shows geht es nicht nur um Lebensmittel, die probiert werden können, sondern auch um Reiseziele und eine ganz besondere Spezialität Estlands: IT-Technologie. Kaum ein anderes Land in Europa ist in der elektronischen Kommunikation so weit fortgeschritten wie Estland, wo Skype entwickelt wurde und so manch ein Landwirt seine Felder per Laptop bewirtschaftet. [Pressemitteilung IGW]

Verstehen Sie Spaß: Bodo Bach auf der Grünen Woche

Die diesjährige Grüne Woche bietet dem neuen Bundeslandwirtschaftsminister Dr. Hans-Peter Friedrich, die erste Gelegenheit, sich umfassend zu nationalen, agrarpolitischen Themen und Fragestellungen zu äußern. Weiterlesen