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Essgewohnheiten-Landwirtschaft-Kaufverhalten

Die Essgewohnheiten der Deutschen

Wie sehen unsere Essgewohnheiten aus? Sicherlich hat Deutschland mehr zu bieten als Brot und Bier. 

Was für den Franzosen der Wein und Baguette ist, ist für den Deutschen das Bier und das Brot?

Nicht ganz, aber ja. In Punkto Bier und Brot macht es uns Deutschen keiner nach, zumindest was die Herstellung betrifft.

Wusstest Ihr, dass es in Deutschland über 1300 Brauereien gibt, die über 7500 verschiedene Biere brauen? (Quelle: Make it in Germany)

Und dass kein anderes Land soviel verschiedene Brotsorten bäckt, wie Deutschland? Ja, unsere Essgewohnheiten sind sicherlich einzigartig.

Aber Bier und Brot zeigen: sie sind auch sehr regional. Es gibt nicht „das“ deutsche Essen.

Jede Region liebt ihr eigenes Bier, ihr Brot, ihre Wurst. Die Thüringer, das Nürnberger Würstchen, die Weißwurst, das Frankfurter, … bei dem Begriff Wurst hört die Gemeinsamkeit auf.

Und es zeigt sich: Essen ist mehr als nur Nahrungsaufnahme. Es zeigt Traditionen und Trends; wird beeinflusst von Kultur und Mentalität und prägt diese wiederum.

Aber lasst uns einen genaueren Blick auf die Ernährung der Deutschen schauen. Ein Wissen, dass für Landwirte von besonderer Bedeutung ist.

Die Essgewohnheiten der Deutschen

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat in seinem Ernährungsreport 2018 die aktuellsten Trends rund ums Essen zusammengefasst.

Die von ihm beauftragte forsa-Befragung zu den Ernährungsgewohnheiten, – wünschen und -trends geben wieder interessante Einblicke in das Essverhalten der Deutschen.

Und gleich vorweg, man kann die Essgewohnheiten wohl mit vier Wörtern zusammenfassen:

  • schnell
  • einfach
  • gesund
  • lecker

So legen 99 Prozent der Befragten darauf Wert, dass das Essen gut schmeckt. Für 92 Prozent ist es wichtig oder sehr wichtig, dass das Essen gesund ist.

Aber hierfür würde sich nicht jeder bei der Zubereitung gedulden. Die schnelle und einfache Zubereitung ist mit 49 Prozent quasi für die Hälfte der Befragten von Bedeutung.

Dabei essen die Deutschen auch gerne mal außer aus. 43 Prozent der Befragten gehen mindestens einmal die Woche außerhalb essen.

Und wenn man oben die Prozentwerte für gesund gesehen hat, dann sind 92 Prozent ein Unterschied zu 43 Prozent, die täglich auch selbst daheim kochen.

Dabei hat man gerade bei selbst zubereitetem Essen die Möglichkeit, frische und abwechslungsreiche Zutaten zu nutzen, sprich sich wirklich gesund zu ernähren.

Zwischen dem Gewünschten und dem, was man letztendlich bereit ist, dafür zu tun, besteht wohl doch noch ein Unterschied.

Es zeigt deutlich, dass beim Kauf von Lebensmitteln die Wahrnehmung eine wichtige Rolle spielt.

Das Restaurant der Zukunft?

Quelle: Welt der Wunder

Ihr seht, auch wenn die Konsumenten von sich denken, selbstbestimmte und bewusste Entscheidungen zu treffen, letztendlich sind doch unzählig viele unbewusste Prozesse im Spiel. 

Deshalb lasst uns noch auf Teile des Reports schauen, der aufzeigt, worauf Deutsche bewusst beim Kauf von Lebensmittel achten: 

Kaufverhalten der Deutschen bei Lebensmitteln

Insbesondere für die unter Euch, die Ihren eigenen Laden führen, werden die folgenden Punkte zum Kaufverhalten interessant sein:

So achten unter den Befragten:

  • 97 Prozent auf den Geschmack
  • 78 Prozent auf Regionalität
  • 57 Prozent auf preiswerte Lebensmittel und
  • 41 Prozent auf Siegel

Bei der Regionalität lässt sich festhälten, dass es hier noch durchaus einen Altersunterschied gibt. So achten ältere stärker als jüngere Menschen auf die regionale Herkunft.

Besonderes Augenmerk ist auch auf die Bedeutung von Siegeln zu legen. Denn diese ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen.

2015 achteten nur 33 Prozent bei Kauf auf ein Siegel. Es scheint, dass die Verbraucher nach mehr Vertrauen suchen.

Dies zeigt sich auch, in der Nachfrage nach detaillierten Produktinformationen bei den Lebensmitteln.

Informationen sind für die Deutschen wichtig. Und sie informieren sich über die folgenden Kanäle:

  • 69 Prozent: am Ort des Einkaufs
  • 42 Prozent: Onlinerecherche
  • 39 Prozent: Werbung
  • 30 Prozent: Infobroschüren
  • 21 Prozent: Webforen
  • 20 Prozent: Verbraucherzentralen
  • 14 Prozent: soziale Medien

Klar ergeben sich hier klare Altersunterschiede. So sind für über 60-jährige nur bei 4 Prozent die Sozialen Medien eine Informationsquelle.

Bei den 19- bis 29-Jährigen liegt der Anteil der Befragten bei 31 Prozent.

Ein weitere interessanter Punkt ist, dass 91 Prozent der Befragten der Meinung sind, dass die Grundlagen der gesunden Ernährung den Kindern in der Schule beigebracht werden sollte.

Scheinbar besteht hier ein großer Nachholbedarf bei der jüngeren Generation. Und zusammenfassend: Informationen sind gewünscht. 

Ich zähle die Punkte aber nicht nur einfach so auf. Die Frage ist, wie Ihr die Punkte bei Euren Angeboten gezielt einsetzen könnt. Oder eröffnen sich gar neue Chancen für Eure Landwirtschaft?

Wie könnt Ihr die Kaufkriterien bei Euren Produkt, bewusst und unbewusst, besser herausstellen?

Registrierkasse-Butter-Landwirtschaft

Registrierkasse: Ärger mit dem Finanzamt vermeiden

Nur Bares ist Wahres. Aber nicht für das Finanzamt. Ob offene Ladenkasse oder Registrierkasse, es schaut mit Argusaugen auf die Kassenführung. 

Aber wer meint, mit einer Registrierkasse auf der „sichereren“ Seite zu sein, schließlich hält die Registrierkasse ja alles genaustens fest, der irrt sich.

Die Rechtsprechung arbeitet fleißig daran, alle eventuell möglichen Steuerlücken zu schließen und die elektronische Speicherung und Überprüfung voranzutreiben.

Aber lasst uns zunächst auf ein „historisches“ Ereignis der letzten Tage schauen:

Butter so teuer wie nie

Bisher galt 1983 als das Jahr mit den höchsten Butterpreisen. Ja, das ist ganz schön lange her. Damals kostete eine 250-Gramm-Packung Butter umgerechnet 1,36 EUR.

Nicht so lange her liegt der historische Tiefstand von 65 Cent für eine 250-Gramm-Packung aus dem Jahr 2009.

Aber auch vor einem Jahr, im Juni 2016 lag der Durchschnittspreis für Butter noch bei 79 Cent pro 250 Gramm.

Seither haben die Preise für Butter gute Sprünge hingelegt und wollen scheinbar nicht aufhören zu klettern.

„Die Butterpreise befinden sich auf bisher nicht gekannten Höhen,“ so die Börsen- und Handelsmakler der H. Jürgen Kiefer GmbH.

Aldi Nord und Aldi Süd haben gerade erst nochmals die Preise um 30 Cent auf 1,79 EUR pro 250-Gramm-Packung angehoben. In der Tat, ein neue historischer Rekord.

Aber warum sind die Preise derart am Steigen?

Wie immer: Nachfrage und Angebot bestimmen den Preis. Nach den Protesten der Landwirte wurde eine Reduktion der Milchmengen vereinbart.

Gleichzeitig stieg jedoch auch die Nachfrage nach Milch. Zudem haben Spekulanten die Warenterminbörsen als Alternative zu Niedrigzinsanlagen wiederentdeckt.

Der deutsche Lebensmittelmarkt ist hart umkämpft. Aldi gibt mehr oder weniger die Preise vor.

Wir können davon ausgehen, dass andere Ketten die Preise ebenfalls anziehen werden.

Auch für andere Lebensmittel wird mit einem Preisanstieg zu rechnen sein.

Insbesondere Produkte wie Backwaren, in denen Milch ein wichtiger Bestandteil ist, werden wohl zukünftig auch mehr kosten.

Die steigenden Preise scheinen jedoch auch schon zu einem leichten Rückgang der Nachfrage zu führen. Die nächsten Monate werden wohl erst zeigen, wie der Gewinn für die Landwirte aussehen wird. 

Um den Gewinn solls auch beim heutigen Hauptthema gehen: 

Registrierkasse: Finanzamt darf Einnahmen schätzen

Ob Hofladen oder Straßen- und Feldverkauf, wenn landwirtschaftliche Betriebe direkt vermarkten, dann sind meist erhebliche Barumsätze im Spiel.

Eine ordnungsgemäße Kassenführung ist  das A und O, um mit dem Finanzamt keinen Ärger zu bekommen.

Viele Landwirte nutzen die Vorzüge der Registrierkasse für Ihre Kassenführung. Wenn das Finanzamt dem Kassenprotokoll Eurer PC-gestützten Ladenkasse nicht vertraut, habt Ihr ein Problem. 

Der Fiskus darf Eure Einnahmen schätzen. Und das kann zu satten Nachzahlungen führen. 

In Punkto Registrierkassen ist die Rechtsprechung gerade viel am Änderung. Zeit, um die Kassenführung nochmals unter die Lupe zu nehmen: 

Offene Ladenkasse

Da die Kasseneinnahmen und -ausgaben jeden Tag in einem Kassenbericht vollständig und richtig sowie zeitgerecht und geordnet festgehalten werden müssen, ist die offene Ladenkasse wohl ein wenig aufwendiger als die Registrierkasse.

Die Tageseinnahmen erreichnen sich wie folgt:

Kassenendbestand (ermittelt durch Zählung!) minus Kassenendbestand des Vortages minus Bareinlagen plus Ausgaben plus Barentnahmen.

Tips für die Offene Ladenkasse

  • Ermittelt den Endbestand des Tages wirklich durch Zählen. Ein Zählprotokoll mit Unterschrift, Datum und Uhrzeit kann belegen, dass der Bericht wirklich am Ende des Geschäftstages erstellt wurde
  • Haltet ein Schema (siehe oben) für die Berechnung der Tageseinnahmen ein, formal und zeitlich. Kassenberichte müssen täglich erstellt werden. Moment, täglich? Wie will das denn das Finanzamt prüfen?  Betriebsführer sind detailsbesessen: Schriftbild, Kuli, Wortwahl, … es wird nach allem gesucht, was überführen könnte.

Eine Registerkasse ist deshalb sehr beliebt: sie zeichnet alles für einen auf. Der Abschluß des Tages ist einfach per Ausdruck des Tagesendsummenbon erledigt.

Registerkasse

Aber auch hier, Registrierkasse ist nicht gleich Registrierkasse. Überlegt Euch vor dem Kauf, was diese für Euch übernehmen soll.

Kann das Gerät nicht alle steuerrelavanten Informationen für Euch speichern und in entsprechenden Formaten übertragen, bleibt Ihr weiterhin auf eine Menge zusätzlichem Papierkram sitzen.

Jetzt könnte man meinen, dass eine Registerkasse für einen Vorteile gegenüber dem Finanzamt bringt, schließlich ist doch alles zweifelsfrei dokumentiert. Nein, denn:

„Für die Finanzverwaltung ist jeder Unternehmer, der ausschließlich oder überwiegend mit Bargeld hantiert, ein potentieller Steuerhinterzieher„, meint Bettina Rau-Franz, Steuerberaterin aus Velbert.

Und seit kurzem haben die Finanzbehörden elektronische Registrierkasse und PC-gestütze Kassensysteme im Visier. Das Finanzamt hält diese für einfach manipulierbar.

Beim Eingeben eines neuen Preises etwa, wenn die Kasse automatisch ein Protokoll hierfür erstellt, ist dies für die Behörde nicht zulässig. Es kann halt manipuliert werden, so die Argumenation.

Und damit mit Registrierkassen nicht mehr soviel Steuern hinterzogen werden, wurde ein neues Gesetz erlassen.

Zukünftige Bestimmungen für Registrierkassen

  • Ab 01. Januar 2020: alle Kassen, die dann angeschafft werden, müssen über eine technische Sicherheitseinrichtung verfügen, bei der ab dem ersten Tastendruck alle Eingaben unveränderlich und verschlüsselt gespeichert werden
  • Für bereits bestehende Registrierkassen wird der Einsatz einer technischen Sicherheitseinrichtung zur Pflicht. Mit dieser soll das nachträgliche Manipulieren verhindert werden.
  • Bei nicht-nachrüstbaren Kassensystemen besteht eine Übergangsfrist bis 2020.
  • Ab 2018 dürfen die Finanzämter eine unangekündigte Kassen-Nachschau durchführen.
  • Es besteht künftig die Pflicht, dass man jedem Kunden einen Bon ausgibt. Man kann sich hiervon auch befreien lassen. Für Verkaufsstände auf Wochenmärkten wär dies zum Beispiel möglich.

Bereits seit Beginn diesen Jahres dürfen nur noch Kassensysteme verwendet werden, die bestimmte Anforderungen, wie das Speichern von Umsätzen für mindestens 10 Jahre erfüllen.

Ist die elektronische Registrierkasse Pflicht?

Quelle: akundo akademie

Wer noch ältere Systeme im Betrieb hat, sollte sich um eine Nachrüstung oder um einen Ersatz kümmern.

Zum einen drohen Strafgelder, zum anderen darf der Betriebsprüfer das Ergebnis schätzen, was zu Steuernachzahlungen führen kann.

Für alle landwirtschaftlichen Direktvermarkter, die Registrierkassen nutzen oder zukünftig nutzen möchten, sind deshalb die Vor- und Nachteile vor dem Hintergrund der neuen Bestimmungen gut abzuklären. 

Welche Erfahrungen konntet Ihr bisher sammeln? 

Lebensmittel-Direktvermarktung-Landwirtschaft

Lebensmittel – Regionalität und Qualität sind gefragt

Der Anteil, den Verbraucher von Ihrem Einkommen für Lebensmittel ausgeben, wird immer kleiner. Von einem Euro Ausgaben für Nahrungsmittel gehen nur noch 22 Cent an den Landwirt. 

Der aktuelle Situationsbericht 2016/2017 des Deutschen Bauernverbandes (DBV) gibt ein umfassendes Bild der Landwirtschaft in Deutschland wieder.

Der Report spricht viele Themen, von Ressourceneinsatz, über die Agrarstruktur bis hin zu agrarpolitischen Themen an.

Er zeigt auf, wie wichtig die Landwirtschaft für die Volkswirtschaft in Deutschland ist.

Landwirtschaft ist wichtig für die deutsche Volkswirtschaft

Mit 52 Milliarden EUR Produktionswert, liegt der Agrarsektor deutlich über dem anderer Branchen, so etwa der Pharmaindustrie (46 Milliarden EUR).

Die wirtschaftlichen Indikatoren wie  Bruttowertschöpfung, Produktionswert oder gar Erwerbstätige in der Landwirtschaft weisen sinkende Zahlen für die letzten Jahre auf.

Aber dennoch, mit Ihrer Nachfrage, zum Beispiel nach Investitionsgütern, Betriebsmittel und Dienstleistungen stützt die Landwirtschaft die restliche Wirtschaft enorm:

Im Jahr 2015 betrugen die produktionsbedingten Ausgaben 44,1 Milliarden Euro. Davon fielen alleine 9,5 Milliarden auf Investitionen für Bauten und Maschinen.

Wusstet Ihr, dass auf einen landwirtschaftlichen Arbeitsplatz sieben weitere Arbeitsplätze in den vor- und nachgelagerten Wirtschaftsbereichen kommen?

Besonders interessant fand ich allerdings auch die Statistiken zum Verbrauch und Verkauf von Lebensmitteln:

Die Ausgaben der Deutschen für Lebensmittel

Die deutschen Preise für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke liegen mit 3 Prozent knapp über dem Europäischen Durchschnitt.

Die Preise in der Europäischen Union schwanken jedoch sehr stark mit Preisen in Dänemark von über 45 Prozent über dem Durchschnitt und Polen mit nur 63 Prozent des Europäischen Mittels.

Insgesamt geben die Verbraucher in Deutschland immer weniger Ihres Einkommens für Lebensmittel aus.

Die Einkommen der Verbraucher steigen, die Preise für Lebensmittel stiegen jedoch nur unterdurchschnittlich an.

Anfang der 70er Jahre erhielten wir Landwirte von einem Euro, der für Nahrungsmittel ausgegeben wurde, noch 48 Cent. In 2015 waren es nur noch 22 Cent.

Wobei es auch hier starke Schwankungen gibt: bei Milch- und Milcherzeugnisse betrug der Anteil 38 Prozent, bei Brotgetreide und Brotgetreideerzeugnisse knapp 5 Prozent.

Zusammengefasst drücken die folgenden Zahlen die Entwicklung seit den 50er Jahren ziemlich gut aus:

  • die Löhne eines Industriearbeiters sind um mehr als das 23-fache gestiegen
  • die Brotpreise sind um das 11-fache gestiegen
  • die Getreidepreise haben sich nicht geändert

Bei einem Anstieg des Weizenpreises seit 1950, der nur der Inflationsrate entspricht, könnten wir für einen Doppelzentner (100 Kilogram) heute 87 Euro Erlös erhalten.

Lebenmittelhandel starke Machtposition in Deutschland

In anderen Branchen ist es üblich, sich höhere Produktionskosten entsprechend vom Verbraucher entlohnen zu lassen.

In der Ernährungsindustrie ist dies jedoch ziemlich schwer, denn die Verhandlungsmacht ist in Deutschland ziemlich klar verteilt:

Die 5 größten Deutschen Lebensmittelhändler vereinen einen Marktanteil von fast 75 Prozent!

Ihnen gegenüber stehen dagegen 6000 überwiegend kleine und mittelständische Hersteller von Lebensmitteln.

Und in Deutschland ist der Anteil an Discountern mit 42,3 Prozent weiterhin sehr hoch. Mit dieser Preismentalität unterscheidet sich Deutschland international auch von vielen anderen Ländern.

Regionale Lebensmittel liegen im Trend

Neben dem Preis ist aber ein weiterer Punkt für die Deutschen sehr relevant: Regionalität.

Regionale Lebensmittel werden von den Verbrauchern mit Geschmack, Qualität, Frische und Förderung der regionalen Wirtschaft in Verbindung gebracht.

Eine Umfrage (BMEL-Ernährungsreport 2016) ergab folgende Kriterien für den Einkauf:

Wonach kaufen Deutsche ihre Lebensmittel?

  • 75 % achten darauf, dass die Produkt aus ihrer Region kommen
  • 61 % schauen auf die Produktinformationen, etwa Nährstoffangabe
  • 58 % wollen preiswert einkaufen
  • 38 % kaufen Produkte einer bestimmten Marke
  • 33 % orientieren sich an bestimmten Siegeln
  • 28% probieren auch mal gerne Produkte aus der Werbung aus

Insbesondere die ersten beiden Faktoren werden mit zunehmenden Alter für Verbraucher relevant. Je älter die Kunden, desto mehr scheint auf die Qualität geachtet zu werden.

Ich habe Euch die oben genannten Statistiken aber nicht einfach nur rausgesucht, weil sie interessant sind.

Sie zeigen enorme Marktpotenziale für uns Landwirte auf. Lebensmittel müssen nicht immer nur über den Lebensmitteleinzelhandel verkauft werden.

Einkaufen direkt vom Erzeuger

Quelle: buten un binnen

Für den ein oder anderen Betrieb lohnt sich die direkte Vermarktung an die Kunden.

Hierzu zählen nicht nur der klassische Hofladen, der Stand am Bauern- oder Wochenmarkt oder der saisonale Verkaufsstand an der Straße.

Das Internet bietet viele Möglichkeiten, weitere Kundenkreise zu erschliessen, etwa den gestressten Großstädter, der es nicht bis zum Hofladen schafft.

Ihr könnt die Direktvermarktung nicht alle wuppen oder bietet zu wenige Produkte auf Eurem Hof an? Vielleicht könnt Ihr mit einem Hof Eurer Region kooperieren.

Auch muss es nicht immer das frische Rohprodukt sein. Bequemen Fertiggerichte mit hoher Qualität sind ebenso gefragt.

Ihr seht, die Möglichkeiten der Direktvermarktung sind vielfältig und äußerst flexibel. Der Einstieg sollte jedoch auch wohl überlegt und geplant sein.

Denn wie im obigen Beitrag gezeigt wurde, die Direktvermarktung von Lebensmitteln bringt teils große Veränderungen für den Betrieb mit sich.

Es geht nicht ohne eine gute Organisation und Logistik. Und noch weniger ohne ein gutes, noch besser sehr gutes, Marketing- und Vertriebskonzept, das allem zugrunde liegt.

Welche Ratschläge könnt Ihr aufgrund Eurer Erfahrungen anderen auf Ihrem Weg zur Direktvermarktung mitgeben?

Landwirte wichtiger Beruf

Im Ranking der Berufe rücken Landwirte auf Platz 2 vor

Landwirte haben in der Bevölkerung ein gutes Ansehen. Im Ranking der wichtigsten und zukunftsträchtigsten Berufe, nehmen Landwirte den zweiten Platz ein; hinter dem Arztberuf und vor dem Polizisten.

Das sind die Ergebnisse einer aktuellen Emnid-Studie.

Die repräsentative Meinungsumfrage zum „Image der deutschen Landwirtschaft 2017“ erfolgte im Auftrag des gemeinnützigen Vereins i.m.a – information.medien.agrar. Die Emnid-Untersuchung findet seit 1966 im 5-jährigen Rhythmus statt.

Hier sind die wichtigsten Erkenntnisse im Überblick…

Für Landwirte geht’s von Platz 3 (2012) auf Platz 2 (2017)

Für 87% der Bundesbürger ist eine funktionsfähige Landwirtschaft ein wesentlicher Bestandteil für die Lebensqualität und Lebensfähigkeit des Landes.

So kommt es auch dazu, dass der Beruf des Landwirts vom dritten Platz in 2012 auf den zweiten Platz in 2017 hochgerückt ist. Wenn es um die zukünftige gesellschaftliche Bedeutung von Berufen geht, dann erhielten Landwirte mehr Nennungen als Polizisten. Ärzte befinden sich weiterhin auf der Top-Position.

Hinzu kommt, dass das Ansehen der Bäuerinnen und Bauern in der Bevölkerung positiver eingeschätzt wird als das der Landwirtschaft im Allgemeinen (79%).

Bemerkenswert sind die Unterschiede bei der Frage hinsichtlich der „modernen Landwirtschaft“. Während 61% der Bevölkerung ein positives Bild davon hat, stehen 32% der Bundesbürger dem Thema eher kritisch gegenüber.

TV bleibt die wichtigste Informationsquellen zur Meinungsbildung

Der Fernseher (71%) gilt weiterhin als Haupt-Informationsquelle, wenn es darum geht, sich ausführlich über die Landwirtschaft zu informieren, verliert jedoch drei Prozentpunkte in der Trendbetrachtung. Die anderen klassischen Medien wie Radio, Tageszeitung oder Illustrierte verlieren ebenfalls an Bedeutung.

Mundpropaganda, Gespräche von Angesicht zu Angesicht und Online-Angebote nehmen kontinuierlich an Bedeutung zu. So stehen mit 60% die Gespräche mit Bauernfamilien auf dem Wochenmarkt oder im Hofladen auf dem zweiten Platz.

Der „Tag des offenen Hofes“ sowie ein Urlaub auf dem Bauernhof helfen ebenfalls bei der Informationsgewinnung und Meinungsbildung über Landwirte & Co.

Während Ältere, die klassischen Medien bevorzugen, spielen das Internet und die sozialen Netzwerke Facebook und Twitter eine wesentliche Rolle bei den jüngeren Altersgruppen.

Die Beurteilung der Berichterstattungen über die heimische Landwirtschaft fällt wie folgt aus:

  • 58% der Befragten bezeichnen es als „ausgewogen“ (in 1997 lag die Prozentzahl bei 73%)
  • 28% bezeichnen es als „zu negativ“ (in 2002 lag es bei 38%, in 1997 bei 14%)
  • 10% der Befragten bezeichnen es als „zu positiv“ (hier ist die Entwicklung über die Jahre recht konstant)

Wenn Wunsch und Realität auseinanderklaffen

Gehen wir doch erstmals auf die Verbesserungen ein.

Eine Verbesserung, teilweise im zweistelligen Bereich gab es bei der

  • Sicherung von Arbeitsplätzen im ländlichen Raum
  • Produktion von Nahrungsmitteln von hoher Qualität
  • Sicherung der Nahrungsmittelversorgung in Krisenzeiten
  • Versorgung mit landwirtschaftlichen Produkten aus der Region
  • Pflege und Erhaltung der Landschaft

Die größten Diskrepanzen (negativ oder positiv) gab es hingegen in folgenden Bereichen:

  • Verantwortungsvoller Umgang mit Tieren (plus 7 Prozentpunkte)
  • Produktion preiswerter Lebensmittel (minus 18 Prozentpunkte; hier wurde in der Realität sogar übererfüllt)

Bei den Themen umweltbewusstes Wirtschaften und Nachhaltigkeit gab es kaum eine Veränderung. Hier waren die Unterschiede zwischen Anspruch der Bevölkerung und empfundene Wirklichkeit bereits in 2012 besonders groß.

Ist ein Endes des „Geiz ist geil“ für Nahrungsmittel in Sicht?

Preiswerte Nahrungsmittel werden weniger erwünscht – so das Ergebnis der 2017 Emnid-Studie.

In diesem Zusammenhang, spielt das Thema „Tierwohl“ eine immer wichtigere Rolle. So verbinden 91% der Bundesbürger mit dem Begriff „Tierwohl“, mehr Platz für die Tiere und eine artgerechte Haltung.

Weitere Assoziationen mit dem Begriff „Tierwohl“:

  • 79% verstehen darunter eine „bessere Produktqualität“
  • 78% verbinden damit ein „besseres Gefühl als Verbraucher“
  • 75% der Bundesbürger gehen dabei von „höheren Verbraucherpreisen“ aus
  • 66% assozieren mit dem Begriff Tierwohl, ein „besseres Auskommen für die Landwirte“

Weitere Themen die in der Studie untersucht wurden, beinhalten:

  • Landwirtschaft als Pflichtunterricht in Schulen
  • Besuche von Schulklassen auf Höfen
  • Diskrepanzen zwischen Geschlechter und Altersgruppen bei Themen rundum Landwirtschaft, Ernährung sowie Meinungsdiskrepanzen zum Berufsbild der Landwirte

Die Ergebnisse der Emnid-Befragung wurden in einem Grafikbericht zusammengefasst, den Ihr hier herunterladen könnt.

Schön zu wissen, dass Landwirte ein gutes Ansehen in der Bevölkerung haben…

Bei den ganzen negativen Berichterstattungen über unsere Branche, finde ich es bemerkenswert, dass sich die Bevölkerung doch nicht ganz so blenden lässt und unsere Arbeit schätzt.

Klar, verdient man mit negativen Schlagzeilen mehr, im Sinne von mehr Aufmerksamkeit, höhere Einschaltquoten und mehr Magazin-/Zeitungsverkäufe. Daher auch die Diskrepanzen zwischen Wahrnehmung und Realität.

Andererseits, beschäftigt mich die Tatsache, dass ein Drittel der Bevölkerung eher kritisch zum Thema „moderne Landwirtschaft“ steht. Hier besteht meiner Meinung nach ein dringender Informationsbedarf, indem wir die Vorteile von Smart Farming 4.0 stärker in den Vordergrund bringen und dem ganzen Konzept ein „humanes“ Aspekt verleihen.

Und genau das ist mein Ziel hier auf Agrarbetrieb: Euch stets up-to-date zu halten über die Themen Innovation und Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft. Wenn es uns gelingt, diese zwei Komponenten erfolgreich zu vernetzen, dann gewinnen alle Parteien gleichermaßen: Verbraucher, Landwirte, Industrie und Handelspartner.

Was können Landwirte zusätzlich noch tun, um ihr Ansehen in der deutschen Bevölkerung weiterhin zu verbessern?

Hofladen Direktvermarktung - Internetpraesenz ist Pflicht

Hofladen Direktvermarktung: Internetpräsenz ist Pflicht

Sie haben einen erfolgreichen Hofladen? Dann wissen Sie recht gut, was „draussen“ los ist. Supermärkte und Discounter führen einen harten Kampf um Kunden an sich zu binden. Jegliche Marketingwaffen werden eingesetzt, um einen immer anspruchvolleren und informierten Kunden in die Läden zu locken.

Wer sich dafür entscheidet direkt auf dem Bauernhof einzukaufen, erwartet nicht nur hohe Qualität, sondern auch ein besonderes Einkaufserlebnis. Die Prinzipien des Marketings greifen auch in diesem Fall:

  • Was tun um sich von der Konkurrenz abzuheben?
  • Was sollte man bei der Gestaltung, Führung und Vermarktung eines Hofladens beachten?

Die Kollegen von agrarheute.com haben einen spannenden Beitrag zur erfolgreichen Vermarktung eines Hofladens veröffentlicht. Der Artikel enthält 10 wertvolle Tipps zur optimalen Gestaltung, Führung und Direktvermarktung eines Hofladens. Diese wiederum stammen von der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz sowie vom Werbe-Spezialisten Dirk Gieschen.

Hofladen erfolgreich betreiben & vermarkten

Die nachfolgend aufgeführten Tipps sind ein Mix aus dem Originalbeitrag ergänzt durch unsere eigenen Erfahrungen. Die Reihenfolge wurde ebenfalls verändert.

1. Internetpräsenz ist Pflicht.

Die Weltbevölkerung beträgt zur Zeit 7,2 Milliarden Menschen. Hiervon haben 2,8 Milliarden Menschen einen Internetzugang. Das entspricht einer Penetration von 39%. Wer also der Meinung ist, dass Internet weiterhin ignorieren zu können, begeht einen großen Fehler!

Eine Internetpräsenz ist demnach Pflicht nicht nur für Supermärkte, Discounter und Bioläden, sondern auch für den guten Hofladen. Ihr Hofladen muss im Internet zu finden sein.

Das Angebot, die Anfahrtbeschreibung, die Öffnungszeiten und Kontaktmöglichkeiten sind Pflicht, interessante Fotos wären gut, ausführlichere Informationen zum Hof machen Ihren Hofladen interessant. Die Webadresse gehört auf alle Werbemittel, in Anzeigen und auf das Schild an der Straße.

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2. Auf Ihren Hofladen aufmerksam machen.

Bleiben wir noch in der Vermarktungsphase mit diesem und dem nächsten Tipp. Wie wir alle wissen, passiert ohne Vermarktung nicht viel.

Wie machen Sie auf Ihren Hofladen aufmerkam? Haben Sie einen passenden Schild an der Strasse angebracht? Sind die Schrift und das Logo auf dem Schild groß genug um aus herbeifahrenden Autos tatsächlich auch erkannt bzw. gelesen zu werden?

Es absolut wichtig, die künftigen Kunden an der Straße „abzuholen“. Steht ihr Schild wirklich dort, wo die Leute vorbei kommen und wo es gut zu sehen ist? Wenn der Hofladen nicht direkt an der Straße liegt, sollten sie am Schild einen Prospekthalter anbringen, damit der Autofahrer sich über Ihr Angebot informieren kann.

3. Laden Sie die Presse ein.

Betrachten Sie die Presse als Ihren Freund. Pressemitarbeiter sollten die besten Alliierten Ihres Hofladens werden. Während Supermärkte Millionen von Euros in Werbung und Presseveröffentlichungen stecken, haben Sie die Chance Ähnliches, nur viel besser – nämlich KOSTENLOS, zu erzielen.

Fragen sie bei der Zeitung oder dem Anzeigenblatt nach, ob sie nicht einmal die neue Ernte, die neuen Gestecke oder den neuen Wein probieren wollen. Arrangieren sie dabei ein interessantes Fotomotiv. Wenn im Gegenzug die Schaltung einer Anzeige verlangt wird –  warum nicht, wenn dafür die Veröffentlichung sichergestellt ist, lohnt sich das fast immer.

4. Ladenstandort ist ausschlaggebend.

Das wichtigste Kriterium beim Kauf einer Immobilie ist die Lage bzw. der Standort. Das Gleiche gilt auch bei der Standortwahl eines Hofladens. Sie wollen von Anfang an erfolgreich aufgestellt sein? Dann sollte Ihr Hofladen eine Top Lage haben.

Der Standort sollte erfahrungsgemäß nicht mehr als ein bis zwei Kilometer von der nächsten Ortschaft entfernt sein. Der Laden sollte an der Hofstelle zentral und gut zugänglich sein. Außerdem sollte er weit genug von Stallungen, Fahr- und Güllesilos weg sein, um Gerüche zu vermeiden. Ausreichende Parkmöglichkeiten sollten zudem vorhanden sein (Richtzahl: mind. 2 Stellplätze bzw. ein Stellplatz je 30 bis 40 m² Verkaufsfläche).

5. Gute Atmosphäre ist essentiell.

Der Kunde von heute erwartet beim Besuch des Hofladens eine tolle Einkaufsatmosphäre. Wer laute Musik, Einkaufswagen-Rallys und Co. erleben will, der geht in die großen Verbrauchermärkte. Wer hingegen Wert auf Natur, Pflanzen und Tiere legt, der besucht die Einkaufsstätte „Bauernhof“.

Die Einkaufsstätte „Bauernhof“ muss optisch und hinsichtlich der Einkaufsatmosphäre spürbar sein. Dazu gehört nicht nur der eigentliche Hofladen, sondern der gesamte Hof. Daher sollte der Hof ansprechend gestaltet sein (z.B. Pflanzbeete oder -kübel, Hofbaum, Fassadenbegrünung, Hausrebe, gemütliche Sitzecke, Spielbereich für Kinder).
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6. Umfassendes Eigensortiment.

Wer den Hofladen betritt, erwartet ein umfassendes Sortiment aus eigener Produktion. Alles andere kann er doch auch bei Rewe, Edeka & Co. besorgen.

Je mehr Produkte aus der Eigenproduktion stammen, desto besser. Um ein umfassendes Sortiment anzubieten, kann jedoch das Angebot mit Produkten aus der Region erweitert werden. Hier ist zu überlegen, ob man Produkte anderer Betriebe einkauft oder sich zu einer Erzeugergemeinschaft zusammenschließt und die Erzeugnisse über einen gemeinsamen Hofladen vertreibt.

7. Volle Regale wirken besser.

Professionalität und Intelligenz sind bei der Regalbestückung von großem Vorteil. Halbleere bzw. leere Regale wirken nicht nur in den Supermärkten schlecht, sondern auch beim Hofladen. Bedarfsdeckung, Mindestbestand und Haltbarkeit sollten feste Bestandteile des Hofland-Wörterbuchs sein.

Im Verkaufsraum muss von jedem Produkt eine gewisse Menge vorrätig sein. Halbvolle Kisten und leere Regale wirken negativ. Der Mindestbestand eines Produktes im Laden orientiert sich an der Haltbarkeit. Bei haltbaren Produkten sollte der Bedarf mehrerer Verkaufstage gedeckt werden können. Beim Bestücken von Regalen und sonstigen Warenträgern sollten Grifflücken bleiben, da diese verkaufsfördernd wirken.

8. Verkaufsraum ausleuchten und gut aufteilen.

Lieben Sie Sport? Dann sind Sie sicherlich bei Metro, Globus und Kaufland gut aufgehoben. Nicht jeder liebt es sich zu strecken bzw. auf Regalen hochzuklettern, um an die Waren heranzukommen die er im täglichen Leben benötigt. Achten Sie bei der Gestaltung Ihres Hofladens deshalb besonders auf Regalhöhe, Breite der Gänge und Ausleuchtung.

Beim Rundgang durch den Laden sollte der Kunde alle Produktgruppen passieren. Er sollte sich schnell einen Überblick über das Sortiment verschaffen können. Enge Gänge und hohe Regale, die die Sicht versperren, sind ungeeignet. Hauptwege sollten zwischen 1,5 und 2 Metern breit sein, zwischen Warenträgern genügen 1 bis 1,5 Meter. Absatzstarke Produkte gehören möglichst in den hinteren Teil des Ladens. Wichtig ist eine gute Ausleuchtung des Hofladen.

9. Setzen Sie auf Aktionen.

Egal ob Sie neu sind oder bereits ein „alter Hofladen“: Plakate, Handzettel und Banner wirken. Verknüpfen Sie die Kraft der Onlinewelt mit den altbewährten Vermarktungsstrategien der Offlinewelt und Sie werden Ihrer Konkurrenz einen großen Schritt voraus sein.

Es muss nicht immer gleich der kreisweit bekannt gemachte „Tag des offenen Hofes sein“, damit Verbraucher auf den Hof kommen. Setzen sie auf kleinere Runden und Aktionen. Laden sie künftige Kunden mit Handzetteln, Plakaten oder einem Banner zum Start der neuen Ernte auf den Hof ein. Stellen sie bei einer Tasse Kaffee die ersten neuen Kartoffeln, Äpfel oder später die Adventsgestecke vor.

10. Hofladen Info-Ecke aufbauen.

Bauen Sie eine schöne Info-Ecke mit Broschüren und weiteren Informationsunterlagen über den Bauernhof auf. Bilder haben grosse Wirkung: ein Bild sagt mehr als tausend Worte.

In einem Hofladen dürfen Informationen über den Betrieb nicht fehlen. Hierfür eignet sich eine schön gestaltete Info-Ecke (mit Fotos, kurzem Betriebsspiegel, Hinweis auf Hoffest, Ankündigung von Saisonterminen und Serviceleistungen, Hofprospekt, Rezepten und Zubereitungstipps etc.). Fotos sollten Motive aus dem Betriebsgeschehen aufgreifen (möglichst mit Personen).

Was werden Sie umsetzen?

Die oben aufgeführten Tipps zeigen ihre starke Wirkung erst bei der Umsetzung. Theorie führt selten zum Erfolg, Umsetzung schon.

Welchen Tipp würden Sie zur obigen Liste hinzufügen? Welche Erfolgsfaktoren sind Ihrer Meinung nach für einen optimal funktionierenden Hofladen von Bedeutung?

 

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