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Digitalisierung-Landtechnik-agrirouter

Digitalisierung – mit Chaos oder System

Ohne Digitalisierung der landwirtschaftlichen Prozesse ist eine produktive Landwirtschaft heutzutage nicht mehr bewältigbar.

Der Begriff Digitalisierung ist in aller Munde.

Von Software zum Betreiben von Traktoren, der Datenaustausch per Handy-App zwischen den Arbeitern, Verwaltungssoftware über externe Plattformen zum Austausch von Anbietern, Händeln und/ oder Abnehmern, die Liste digitaler Anwendungen und Anbieter ist vielfältig.

Und ergibt ein teils undurchsichtiges Netzwerk über viele Schnittstellen hinweg. Diesem Chaos will die DKE Data mit Ihrer neuesten Innovation, dem agrirouter, ein Ende bereiten. 

Bevor wir zum agrirouter von DKE Data kommen, noch ein kurzes Update zu letzter Woche:

Glyphosat – Entscheidung verschoben

Beim gemeinsamen Treffen von Vertretern der 28-EU-Staaten und der Europäischen Kommission am Donnerstag konnte keine Einigung bzgl. der zukünftigen Zulassung von Glyphosat erreicht werden.

Während Deutschland sich bisher noch nicht offiziell zu seiner Entscheidung geäußert hat, sind Frankreich, Italien, Österreich und Luxembourg wohl gegen die weitere Zulassung.

Es geht weiterhin um eine Zulassung des Pestizides für eine 10-Jahreszeitraum.

Derweil geht die Auseinandersetzung um den Vorwurf, dass das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) in seiner Risikoanalyse verschleiert und von Herstellern kopiert hat, weiter.

Die Plagiatsvorwürfe der Grünen sieht das BfR als ein Angriff, um die Glaubwürdigkeit der Wissenschafter der Bundesinstitutionen zu untergraben.

So, nun aber zum agrirouter, der übrigens in Halle 15 auf der Agritechnica 2017 näher unter die Lupe genommen werden kann. 

Kein Problem bei der Digitalisierung mit dem agrirouter

Mit dem agrirouter bringt DKE Data eine internetbasierte Plattform für den Datenaustausch für Landwirte und Lohnunternehmer auf den Markt.

Die Innovation soll das Leben der Landwirte erheblich erleichtern, denn sie ermöglicht eine herstellerübergreifende Verbindung von Maschinen und Agrarsoftware.

Dafür wurde sie mit dem Silver Award der Agritechnica 2017 ausgezeichnet. 

Smart Farming, Farming 4.0, Precision Farming – Begriffe, die jeder von uns kennt und in die Zukunft unserer Höfe mehr und mehr prägen:

Highech auf dem Acker – Digitalisierung in der Landwirtschaft

Quelle: Bayerischer Rundfunk

„Die Landwirtschaft steht derzeit vor riesigen Herausforderungen: hoher Preisdruck, harte internationale Konkurrenz, weltwirtschaftliche Zwänge sowie steigende Anforderungen an die Qualität von Lebensmitteln und Umweltschutz. Eine effiziente und ressourcenschonende Bewirtschaftung ist deshalb wichtiger denn je. Dabei helfen digitale Technologien“, so Dr. Bernhard Rohleder, Bitkom-Hauptgeschäftsführer. 

Dem wird wohl keiner widersprechen. Digitale Technologien, ohne geht es nicht mehr. Aber Digitalisierung ist nicht einfach die Lösung.

Sie bringt auch ihre Herausforderungen mit sich, insbesondere für Höfe, die nicht über unbegrenzte Ressourcen und Kapazitäten verfügen. 

Neben der Kompatibilität der verschiedenen Softwareanwendungen sind vor allem die hohen Investitionskosten und der Datenschutz ein erhebliches Problem für mittelständische und kleinere Betriebe. 

Es gibt ganzheitliche Lösung diverser Anbieter am Markt. Aber nicht für jeden Hof eignet sich die Anbindung an und damit Abhängigkeit von einem bestimmten Anbieter. Geschweige denn die damit verbundenen Kosten eines proprietären Systems.

Was kann der agrirouter?

Der agrirouter kann gerade mittelständische und kleinere Betriebe unterstützen: 

  • Herstellerübergreifende Plattform ermöglicht vereinfachten Datenaustausch, d.h. vereinfachte Betriebsprozesse, weniger Verwaltungsaufwand und gesteigerte Wirtschaftlichkeit
  • Vollständige Datenkontrolle durch persönliche Zusammenstellung des agrirouters, d.h. der Landwirt legt die Regeln fest und bestimmt, wer mit wem welche Daten und in welchem Umfang austauscht. 
  • Optimierung gesamter Produktionsprozesse, d.h. vom Beginn bis hin zur Lieferung des fertigen Produktes an die Abnehmer können Effizienz, energetischer und arbeitswirtschaftlicher Aufwand sowie die Nutzung der Betriebsmittel optimiert werden
  • Automisierung von Transfers mit jederzeit flexibler Anpassung vereinfachen Abläufe bei der täglichen Arbeit
  • Datenschutz durch  Transfer über schnelle Netzwerke nach mindestens den aktuellen Datenschutzrichtlinien
  • Datenhoheit bleibt beim Nutzer, das der agrirouter nur Daten transferiert aber nicht dauerhaft speichert
  • Flexibler Einsatz, da der agrirouter über jedes internetfähige Gerät erfolgen kann und die Anbindung an die eigenen Maschinen über Kommunikationseinheiten erfolgt, die auch nachgerüstet werden können

Preisgünstig und unabhängig

Wenn man den agrirouter mit zwei Worten beschreiben kann, dann wohl mit „preisgünstig“ und „unabhängig“. 

Preisgünstig

Die DKE-Data GmbH & Co. KG arbeitet als Non-Profit Unternehmen. Die Registrierung ist kostenfrei. Die Nutzungsgebühr wird vom jeweiligen Agrarsoftware-Anbieter in Rechnung gestellt.

Ansonsten fallen noch Gebühren beim Mobilfunkanbieter für die Internetnutzung an. Die geringen Nutzungsgebühren werden vor allem für mittelständische und kleine Unternehmen ein große Erleichterung sein. 

Unabhängig

Die Software, die von SAP entwickelt wurde, wird von vielen namenhaften Agrartechnik-Herstellern unterstützt

AGCO, Amazone, Deutz-Fahr, Grimme, Horsch, Krone, Kuhn, Lemken, Pöttinger und Rauch haben sich in einem Konsortium zusammengeschlossen, um einen herstellerunabhängigen und damit diskriminierungsfreien Datenaustausch zu ermöglichen. 

Mit SAP ist der sichere Betrieb und die internationale Nutzung sichergestellt. Zudem ist das System offen für weitere Marktteilnehmer wie etwa Herstellern von Landtechnik oder Händlern.

Der Ansatz des agrirouters wurde von den Herstellern verfolgt, weil digitale Landwirtschaft wohl nur mit einem gemeinsamen, herstellerunabhängigen Plattform funktionieren kann. 

 

Wird die fortschreitende Digitalisierung eine zunehmende Zusammenarbeit von Anbietern und Vereinheitlichung von Systemen führen?

Landtechnik Lemken Vega 12

Landtechnik: Neues von Krone, Lemken und Amazone

In dem heutigen Beitrag über Neuheiten aus der Landtechnik erfahrt Ihr folgendes: von Krone gibt es jetzt die AX-Baureihe mit Häckselaufbau, Lemken bastelt an einer selbstfahrenden Feldspritze und geht dafür eine Kooperation mit der Firma Bräutigam ein und Amazone überarbeitet den Pantera 4502.

Bevor wir uns auf Krone, Lemken und Amazone stürzen, hier noch ein paar aktuelle Meldungen aus unserer Branche…

1. Ab Oktober 2017 heisst es Goodbye für die Zuckerquote.

Landwirte aus Europa müssen sich ab dem 1. Oktober 2017 dem globalen Wettbewerb stellen. Das marktregulierende Quotensystem endet. Es wird eine kräftige Steigerung der Zuckerproduktion in der EU erwartet.

EU-weit gibt es immer größere Rübenflächen. In Frankreich rechnet die Europäische Kommission mit einer Anbauflächenausweitung von rund 20%. Eine Flächenausweitung lässt sich auch hierzulande feststellen sowie in Polen und dem Vereinigten Königreich.

2. Valtra und Arbos gewinnen Red Dot Design Award 2017.

Der Red Dot Design Award gilt als einer der weltweit renommiertesten Designwettbewerben. Mehr als 5.500 Bewerber aus 55 Ländern konkurrierten dieses Jahr für diese Auszeichnung.

Zu den Gewinnern zählen:

  • Valtra SmartTouch Armlehne
  • Arbos 5130 Traktor => Gewinner in der Kategorie Produktdesign, gehört zur chinesischen Lovol Arbos Group

AGCO, zu der auch die Marke Valtra gehört, hatte bereits in 2016 zwei Red Dot Design Awards abgeräumt, und zwar für den Valtra T234 sowie dem Fendt 1000 Vario.

Neues aus der Landtechnik von Krone, Lemken und Amazone

AX-Ladewagen Baureihe von Krone jetzt auch mit Häckselaufbau

Neben den Optionen Faltgatter und Ganzstahlaufbau sind die Ladewagen-Varianten AX 280 und AX 310 fortan auch mit einem Häckselaufbau ausgestattet.

Kommen wir zu den technischen Spezifikationen der neuen AX von Krone:

  • Pickup-Technik: Durch die Anordnung der Zinken in W-Form erfolgt eine gleichmäßige Verteilung des Erntegutes.
  • Arbeitsbreite des Pickup liegt bei 1.800 Millimeter (nach DIN 11220)
  • AX Förder- und Schneidrotor mit 25 mm Hardoxförderauflagen => 32 Messer ermöglichen eine Schnittlänge von 45 mm
  • Bedienung des Schneidwerks über die linke Seite; Schneidwerk ist klappbar und zur Seite schwenkbar
  • Obere Teil der Vorderwand ist hydraulisch abklappbar (gilt für die AX-Varianten HL/HD)
  • Geschlossener Rahmen mit abgeschrägten Kotflügeln und Haube

Designtechnisch ähnelt der AX mit der neuen RX-Baureihe.

Lemken setzt auf Pflanzenschutz-Selbstfahrer und holt die Firma Bräutigam mit ins Boot

Die beiden Landtechnikhersteller Lemken und Bräutigam sind eine strategische Partnerschaft eingegangen. Der Spezialist für Hydraulikanlagen und Selbstfahrern soll Fahrwerk und Kabine für den neu geplanten Pflanzenschutzselbstfahrer von Lemken bereitstellen.

Lemken meint es ernst. Der Geschäftsbereich Pflanzenschutz wird seit dem 1. Februar vom Niederländer Iljan Schouten in Eigenregie geführt. In dem neu errichteten Werk in Haren an der Ems, kümmern sich 59 Mitarbeiter um alles was mit Pflanzenschutz zu tun hat. Es wurden sogar zusätzliche Ingenieurs-Stellen geschaffen.

Bevor wir auf einen anderen Pflanzenschutzspezialisten übergehen, hier noch ein Blick auf die neue Pflanzenschutzspritze Vega 12 aus dem Hause Lemken.

Quelle: YouTube, tractortube.com

Amazone überarbeitet selbstfahrende Feldspritze Pantera 4502

Ab dem neuen Modelljahr erfüllt die Selbstfahrerspritze Pantera von Amazone die Abgasnorm 4 (Tier 4 final).

Neben der veränderten Abgastechnik gibt es auch weitere Änderungen bei diesem Modellwechsel:

  • DEF-Tank inkl. neuer Tanktreppe auf der rechten Seite
  • LED-Rückleuchten
  • LED-Arbeitsbeleuchtung (optional)
  • max. 600 l/min Saugleistung (20% Leistungserhöhung mit Hilfe eines Injektors)
  • automatischer Befüllstopp

Weiterhin ist der Pantera 4502 wie gewohnt mit einem 6-Zylinder Motor von Deutz mit 160 kW/ 218 PS ausgestattet.

Landtechnik: verbessern, neu erfinden oder gehen

Selbstfahrende Autos, Busse, Traktoren, Mähdrescher und Feldspritzen…

Das was vor wenigen Jahren noch schwer vorstellbar war, ist heute Realität geworden. In nur drei Monaten blickt die ganze Welt auf den neuen Tesla und im November freuen wir uns (hoffentlich) auf die eine oder andere autonome Maschine aus unserer Branche.

Was glaubt Ihr: kriegen wir die autonomen Traktoren von Case IH oder New Holland auf der Agritechnica zu sehen?

Landtechnik von Krone

Landtechnik: Neues von CNH Industrial, Krone und Strautmann

Der zweitgrößte Landtechnikhersteller der Welt CNH Industrial hat seine Zahlen für 2016 veröffentlicht. Krone erweitert sein Produktportfolio um einen breiteren EasyCut-Scheibenmähwerk. Strautmann präsentiert neue Ausstattungsvarianten für seine Aperion-Serie.

Bevor wir uns den aktuellen Geschäftsbericht von CNH anschauen bzw. die Landtechnik Neuheiten von Krone und Strautmann näher unter die Lupe nehmen, möchte ich noch folgende zwei Informationen mit Euch teilen.

1. EU-Parlament spricht sich für das Freihandelsabkommen CETA mit Kanada aus

Das was viele befürchtet haben, tritt nun doch in Kraft. 408 Abgeordnete stimmten für CETA, 254 dagegen und 33 Abgeordnete enthielten sich.

Heisst das jetzt „Grenzen auf für GVO und Hormonfleisch“?

Mit Inkraftsetzung von CETA werden 99% aller Zölle zwischen EU und Kanada wegfallen. Es gibt jedoch auch Ausnahmen: so schränkt die EU die Einfuhr von Rind- und Schweinefleisch durch Kontingente ein.

Wie geht’s jetzt weiter?

Im April treten Teile des Abkommens in Kraft. Ausgenommen sind u.a. das Arbeitsrecht, der Sonderschutz für Investoren oder strafrechtliche Fragen.

CETA kann jedoch erst dann endgültig in Kraft treten, wenn alle nationalen (und ein paar regionale) Parlamente zugestimmt haben. Wenn ein einziges der ca. 40 Parlamente dem Abkommen nicht zustimmt, dann ist CETA gescheitert. Dieser Prozess wird sicherlich ein paar Jährchen dauern.

Quelle: EU Kommission, FAZ

2. Deutsche Bundestag beschließt Düngegesetz

Übersetzt heisst das: Deutschland setzt die EG-Nitratrichtlinie um.

Für Landwirte gilt ab sofort die Einhaltung strengerer Regeln. Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt will durch das neue Düngerecht vor Überdüngung schützen.

Zu den Änderungen zählen u.a.

  • Höhere Bußgelder von bis zu 150.000 EUR bei bestimmten Verstöße gegen die Düngeverordnung
  • Erstellung einer Stoffstrombilanz ab 2018 für tierhaltende Betriebe mit mehr als 2,5 GV je ha und mehr als 30 ha landwirtschaftliche Nutzfläche oder mehr als 50 GV (ab 2023 Ausweitung auf Betriebe mit mehr als 20 ha landwirtschaftliche Nutzfläche
  • Erstellung einer Stoffstrombilanz wenn dem Betrieb Wirtschaftsdünger aus anderen Betrieben zugeführt werden (ab 2018 bzw. 2023)

Alle weiteren Änderungen zum Nachlesen gibt es auf der Seite des BMEL.

CNH Industrial Geschäftsbericht 2016: Historisch niedrige Nachfrage für Landtechnik

An das Rekordjahr 2013 heranzukommen ist schwer. Und das kriegte CNH Industrial, die Nr. 2 der Weltrangliste im Bereich Landtechnik (siehe Konzernatlas 2017) letztes Jahr hautnah mit.

Dabei investiert kaum ein anderer Konzern so viel in die Gestaltung zukünftiger Maschinen wie CNH Industrial — siehe autonome Traktoren (Case IH, New Holland) und Busse (Iveco).

Hinzu kommt, dass kaum ein anderes Unternehmen aus unserer Branche eine derartige Markenflotte hat wie CNH. Dabei gehören jede Menge gut etablierte Marken wie z.B. Case IH, Steyr, New Holland, Iveco, Fiat zum Konzern.

Trotzdem ging es 2016 sowohl mit dem Umsatz als auch mit dem Gewinn bergab.

Quelle: CNH Industrial

Der Umsatz belief sich auf 23,669 Mrd. USD und lag 4,1% unter dem Vorjahr 2015. Der gemeldete Nettoverlust lag bei 249 Mio. USD; das sind fast 500 Mio. USD weniger als im Vorjahr. Der operative Gewinn belief sich auf 1,291 Mrd. USD (vs. 1,432 Mrd. USD in 2015).

Die Nachfrage für landwirtschaftliche Maschinen befand sich 2016 auf einem historisch niedrigen Niveau, so Richard Tobin, Vorstandsvorsitzender des CNH Industrial. Die Verkäufe im Bereich Landtechnik gingen um 8,2% gegenüber 2015 zurück. Das Betriebsergebnis in der Landtechniksparte betrug 828 Mio. USD; das sind 134 Mio. USD weniger als im Vorjahr 2015.

Krone geht mit dem neuen EasyCut R 400 ‚in die Breite‘

Krone hat sein Produktangebot an Heckscheibenmähwerken um das angebaute EasyCut R 400 mit einer Arbeitsbreite von 4,04 m erweitert. Das entspricht einem Wachstum von 44 cm gegenüber der bestehenden, größten Maschine — das Modell R 360.

Zu den Besonderheiten zählen:

  • Mähwerk klappt hydraulisch nach hinten (perfekt für den Transport)
  • Schutztuch wird automatisch nach oben geklappt
  • Bei einer evtl. Kollision des Scheibenmähwerks, weicht der Mähholm nach hinten und gleichzeitig nach oben aus (dank hydraulischer Anfahrsicherung)
  • Rückseitige Beleuchtung und Warntafel (serienmäßig)

Weiterführende Informationen gibt es in der EasyCut Broschüre von Krone.

Landtechnik von Strautmann: Aperion 2101 neu im Rollbandwagen-Programm

Aus zwei mach drei… Zu den Aperion 2401 und 3401 gesellt sich jetzt neu der Aperion 2101. Strautmann rundet damit sein Rollbandwagen-Portfolio wie folgt nach unten ab:

  • Aperion 2401 mit 24 t zulässiges Gesamtgewicht
  • Aperion 3401 mit 34 t zul. GG
  • [NEU] Aperion 2101 mit 21 t zul. GG

Der Aufbau der neuen Aperion 2101 hat eine Länge von 6,90 m, so dass ein Fassungsvermögen von 24 Kubikmeter (35,5 mit Aufsätzen) erreicht wird.

Quelle: Strautmann

Alle drei Varianten verfügen ab sofort über mehr Ausstattungsoptionen u.a. verschiedene Aufsatzvarianten in jeweils 700 mm Höhe, mechanisch klappbare Aufsätze, hydraulisch teleskopierbare Aufsätze. Der Kornschieber ist serienmäßig mittig platziert, um ein dichtes Schließen zu ermöglichen.

Negative Zahlen können Innovationskraft nicht bremsen

Dieser Satz trifft wohl auf keinen besser zu als auf das Team von CNH Industrial.

Trotz negativer Bilanz wird getüftelt und gebastelt was das Zeug hält. Ich gehe daher schwer davon aus, dass wir eins der autonomen Autos auf de Agritechnica sehen werden.

Was glaubt Ihr? Wird uns Case IH oder New Holland mit futuristischer Landtechnik in Hannover überraschen?

Landtechnik von Krone Agritechnica 2015

Landtechnik: Produktneuheiten von Grimme und Krone

Wenn es sich um Kartoffeln oder Rüben handelt, dann kommt keiner an den drei Großen der Landtechnik Ropa, Holmer und Grimme vorbei. Parallel zur EuroTier veranstaltete Grimme seine eigene Fachmesse und überraschte das Publikum mit einer Vielzahl von Produktneuheiten.

Neues zu berichten gibt es auch vom Landtechnikhersteller Krone: dieser bringt einen neuen Wender auf den Markt und zwar den KWT 1300. Des Weiteren rüstet der Hersteller seine Big X Baureihen 700 und 770 mit Liebherr V8-Motoren aus.

Bevor wir uns die Landtechnik – Neuheiten von Grimme und Krone näher anschauen, werfen wir doch mal einen gemeinsamen Blick auf die aktuellen News aus unserer Branche.

1. Agravis übernimmt 90% der Anteile an der Claas Hessen GmbH

Beide Unternehmen freuen sich über die Zusammenarbeit und bekräftigten dies in ihren jeweiligen Pressemitteilungen. Das Bundeskartellamt muss dieser Übernahme erst noch zustimmen.

2. Tönnies auf Einkaufstour: Zukauf des Wurstherstellers Döllinghereico

Entsteht jetzt eine neue Marktmacht in der Fleischbranche? Wer weiss?!

Fakt ist, dass die Familie Tönnis, den Wursthersteller Döllinghereico aus Elmshorn übernommen hat. Auch hier muss die Übernachme vom Bundeskartellamt überprüft und genehmigt werden.

Die Übernahme kommt nicht bei jedem gut an.

So fordert Eckehard Niemann, ein Vertreter der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) vom Landesverband Niedersachsen/Bremen das Bundeskartellamt dazu auf, diese Übernahme zu verhindern. Die AbL befürchtet eine regionale Monopolstellung des durch den Zukaufs von Döllinghereico gestärkten Unternehmens Tönnis.

3. EU-Gelder: 254 Milliarden EUR für Ökostrom und 42,61 Milliarden EUR für Direktzahlungen

Es gilt die Erneuerbaren Energien wie z.B. Strom aus Wind und Sonne zu pushen, um damit auch die für 2030 festgesetzten Klimaziele zu erreichen.

Das Ziel der EU lautet wie folgt: die Erneuerbaren Energien sollen einen Anteil von 27% am EU-Gesamtenergieverbrauch haben. Um das zu erreichen, müssen bis 2030 zusätzlich 254 Milliarden EUR investiert werden.

Mittlerweile liegt auch eine Einigung zwischen EU-Parlament und Rat bzgl. des EU-Haushalts 2017 vor. Für uns Landwirte sind die 42,61 Milliarden EUR von Interesse. Das ist der Betrag innerhalb der ersten Säule – Etat 2017, Unterstützung für Landwirte – so die Kommissionsangaben. Für die zweite Säule sind 14,4 Mrd. EUR für Verpflichtungen und 11,2 Mrd. EUR für Verpflichtungen vorgesehen.

Quelle: n-tv

Grimme Technica 2016: Neuheitenshow begeistert 4.600 Besucher

Parallel zur EuroTier findet seit 2004, alle zwei Jahre, die Fachmesse Grimme Technica in Damme statt. Wer also Kartoffeln und Rüben anbaut, der wird von dieser Messe nicht enttäuscht sein. Das Highlight in diesem Jahr war die neue Feldverladestation CleanLoader.

CleanLoader darf auf die Straßen

Hier kommt die erste straßenzugelassene Feldverladestation für Kartoffeln. Damit wird ein Großteil der Beimengen direkt auf dem Acker getrennt.

Ein paar technische Details im Überblick:

  • 4-Zylinder Dieselmotor (46 kW Hatz)
  • Verbrauch liegt bei 50 Liter pro 12 Std.
  • kein separates Stromaggregat nötig
  • Aufbau und einsatzbereit in 15 Minuten
  • RH 24-60 Combin Schüttbunker mit 21 m³ Volumen
  • 2 Walzenmodule
  • 1 Inspektionsplattform
  • 2 integrierte und seitlich ausschiebbare Abfuhrbänder
  • 7 m Überstichlänge
  • 6,5 m maximale Überladehöhe
  • Leistung bis maximal 120 Tonnen / Stunde
  • 25 km/h Zulassung

Neuheiten von Grimme im Bereich Lagerung

Zum einen wurde das schnelle und wendige Kartoffelaufnahmegerät PS 511 vorgestellt. Mit einer Reichweite von 11 m, einer Gurtbreite von 50 cm und einer stufenlosen Verstellung der Bandgeschwindigkeit wird ein schnelles Umsetzen bei einer gleichzeitig hohen Durchsatzleistung der Maschine ermöglicht.

Zum anderen wurde der Lagerhausfüller SL 165 vorgestellt. Die Reichweite liegt bei 16 m, die Gurtbreite bei 65 cm und die Länge bei 16,1 m. Ideal also für mittlere Betriebe. 

Neuheiten in der Rodetechnik

Los geht’s mit mehreren Neuheiten in einer Maschine – so ist der 435 PS starke Selbstfahrer Varitron 470 mit 4 Reihen und 7 t NonStop-Bunker mit rücklaufendem Bunkerboden auch mit dem neuen Bedienkonzept ErgoDrive ausgestattet. Kunden können zwischen den Varianten 75 cm und 90 cm Reichweite wählen.

Bei der gezogenen Rodetechnik fällt der Urteil auf den einreihigen Bunkerroder SE75-55. Das Neue bei dieser Maschine ist die automatische Banddrehanlage. Damit soll die Leistung erhöht und Verstopfungen verringert werden.

Der Multifunktions-Überladewagen Spudnik Crop Cart

Der 12 m lange Crop Cart mit 20 Tonnen Fassungsvermögen und einer Überladeleistung von 6,5 t/min kann zum Transport und Überladen von Kartoffeln, Rüben, Karotten, Gurken, Mais und Getreide verwendet werden.

Quelle: SpudnikEquipment

Neue Landtechnik von Krone

Krone Big X Feldhäcksler 700 und 770 mit Liebherr V8-Motoren

Zur Saison 2017 startet Krone mit der Motoren-Technik des Schweizer Familienunternehmens Liebherr durch.

Robust, mit großen Drehmoment-Reserven und längeren Wartungsintervallen, d.h. Motoröl-, Öl- und Kraftstofffilterwechsel erst nach 1.000 Motorstunden – das und mehr soll durch die Integration der V8-Motoren von Liebherr möglich werden.

PowerSplit (automatische Anpassung der Motorleistung an Einsatzbedingungen) und ConstantPower (lastabhängige Geschwindigkeitsregelung) sind ebenfalls inbegriffen.

Krone verspricht bei den beiden 8-Zylinder-Motoren mit 16 Liter Hubraum eine Dauerleistung von 698 PS beim Big X 700 sowie 763 PS beim Big X 770.

Der neue Kreiselzettwender KWT 1300

Der neue gezogene Kreiselzettwender ist 13,1 m breit und verfügt über 12 Kreisel mit einem Durchmesser von 1,53 m. Auch bei dieser Maschine setzt Krone auf seine bewährte Technologie, d.h. Super C-Zinken (9,5 mm mit 5 Windungen) und Octo-Link-Kupplung (wartungsfreie 8-Fingerkupplung).

Der Hersteller sorgt des weiteren für einen komfortablen Transport; der KWT 1300 kann mit starrem Transportfahrwerk bis zu 40 km/h gefahren werden.

Eine verringerte Belastung der Getriebe, der reduzierte Wartungsaufwand und der komfortable Transport sind drei der wesentlichen Vorteile des neuen KWT 1300.

Landtechnik: Giganten der Ackerfelder

Die Vorstellung der Grimme-Produktneuheiten passt ja wie die Faust aufs Auge, denn viele von uns befinden sich noch in der Rübenkampagne – besser gesagt bei der Verladung und beim Rübentransport.

Grimme, Ropa oder Holmer? Auf welche Landtechnik setzt Ihr bei der Kartoffel- und Rübenernte?

Rundballen bei Agrarbetrieb

Rundballen: Innovationen von Krone, Tama und John Deere

Rundballen… Heuernte… Im Sommer liegt das gemähte Gras in Form von Rundballen überall auf dem Feld verteilt. Da fällt dem einen oder anderen des Öfteren der alte Bauernspruch „Unter einem Fuder Heu erstickt keine Maus“ ein.

In dem heutigen Beitrag werfen wir einen Blick auf das Neueste von Krone. Hier heisst es nämlich „Goodbye Netz“ und „Hello Mantelfolie“. Die Comprima-Baureihe von Krone lässt sich ab sofort auf Mantelfolienbindung umrüsten. Die Vorteile dieser Methode schauen wir uns gleich mal etwas näher an.

Anschliessend werfen wir einen Blick auf das Endergebnis der Kooperation Tama und John Deere. Auch bei den beiden handelt es sich um Rundballen & Folien. Eine wasserdichte und gleichzeitig atmungsaktive Folie schützt die Rundballen vor der Witterung und sorgt für beste Futterqualität.

Rundballen Weltrekord…

Starten wir unsere Innovationsreise mit einem Pressrekord. Im August 2012 wollte es der Hersteller Krone genauer wissen und wagte ein Rekordversuch.

  • Die Herausforderung: Wie viele Rundballen schafft eine moderne Presse von Krone in 1 Stunde?
  • Die Maschine: Comprima F 125 XC (Serienmaschine)
  • Das Ergebnis: Der Zähler im Terminal zeigt 149 Ballen an. Das entspricht in etwa 2,5 Ballen pro Minute.

Das nachfolgende YouTube Video stammt von den Kollegen von agrarheute.

 

Und, wer wagt es den Rekord erneut zu knacken? Am besten diesmal mit der neuen Comprima mit Mantelfolie statt mit der „langweiligen“ Netz-Methode…

Comprima-Baureihe von Krone jetzt auch mit Mantelfolienbindung

Garn, Netz oder Folie?

Ab sofort können die Rundballenpressen der Baureihe Comprima und Comprima X-treme von Netz- auf Folienbindung umgerüstet werden. Die einzige Hürde dabei: die Pressen müssen ab Baujahr 2014 sein. Laut Herstellerangaben erfolgt die Umrüstung schnell und unkompliziert.

Vorteile der Mantelfolienbindung

Eine 5-lagige Mantelfolie hält den Rundballen bereits zusammen. Da wird kein Netz mehr benötigt. Dadurch wird Zeit gespart, da Folie und Netz nicht mehr getrennt werden müssen. Hinzu kommt, dass bei dieser Pressform nur eine Sorte Müll anfällt.

Zu den weiteren Vorteilen der Mantelfolie ggü. des Netzes zählen:

  • Silagequalität wird durch eine höhere Ballendichte und durch die Reduzierung der Schimmelbildung gesteigert
  • Materialkosten werden gespart: Folie wird beim Abschneiden nicht zusammengerafft

Zum Folienprogramm von Krone gehören:

  1. Krone excellent Slide high-end Silagefolien 5-lagig
  2. Krone excellent Slide Smart Silagefolien mit 3 Folienlagen (für Kundenanforderungen im Standardsegment)
  3. [NEU] Krone excellent RoundWrap mit einer Breite von 1.280 mm. Dadurch wird der Rundballen komplett abgedeckt. Es handelt sich auch hier um eine 5-lagige Folie mit einer hervorragenden Klebeeigenschaft was den gepressten Ballen formstabil zusammenhält und eine Bildung von Schimmel reduziert.

Auf der Webseite von Krone können Sie in der Kategorie Ballenverpackungen die jeweiligen Garn-, Netz- oder Folien-Prospekte als PDF-Version herunterladen.

Wasserdicht & atmungsaktiv – Die neue Folie für Rundballen von Tama

Tama ist in der Branche ganz bekannt für seine zahlreichen Kooperationen mit AGCO, John Deere, Case IH, New Holland und vielen weiteren Top Landtechnikhersteller.

So entstand auch die neue Innovation von Tama im Zusammenspiel mit JD. Es handelt sich hierbei um den B-Wrap Netz, eine wasserdichte und atmungsaktive Folie für Rundballen.

Neue Folientechnologie inkl. atmungsaktivem Membran

Was ist denn so besonders an dieser Methode?

Ganz kurz: Mit dem B-Wrap Netz sollen die Rundballen vor Nässe von außen geschützt werden. Gleichzeitig soll der Wasserdampf aus dem Inneren des Ballens entweichen können.

Quasi ein Innen- & Außen-Schutz wodurch die Futterqualität nicht beeinträchtigt wird. Eine besonders ansprechende Alternative für Ballen die schweren Wetterbedingungen ausgesetzt sind.

Das Ganze sieht dann so aus…

Hierzu habe ich ein tolles YouTube-Video von John Deere ausfindig gemacht indem die B-Wrap Technologie näher erläutert wird. Film ist auf Englisch…

 

Was kostet der B-Wrap?

Nach Herstellerinformationen belaufen sich die Kosten für die Bindung auf rund 5 EUR pro Ballen.

Der B-Wrap ist für die JD Rundballenpressen der Serien 800 und 900 erhältlich. Der Fahrer hat die Möglichkeit zwischen der neuen B-Wrap Folie oder der herkömmlichen Bindung zu wählen.

Rundballenpressen der Zukunft…

Ist ja gar nicht so lange her, dass Krone seine Comprima X-treme Serie eingeführt hat und heute gehört es schon zum Standardprogramm. Das mit der Mantelfolie wird sicherlich bald auch zum „Altprogramm“ gehören.

Na ja, und wenn wir einen Blick über den Teich in die USA werfen, dann sehen wir, dass die Landwirte dort den B-Wrap bereits als Standard betrachten.

Auch in diesem Bereich der Landwirtschaft sind die Entwicklungen und Fortschritte dermassen rasant, dass der eine oder andere sich schwer tut mitzuhalten. Dem nicht genug, denn wir können fest davon ausgehen, dass sich die Entwicklungs- und Implementierungszyklen in den kommenden Jahren eher verkürzen als verlängern werden.

High-Tech ist angesagt und so schnell wird sich dieses Rad auch nicht wenden… Ob das gut oder schlecht ist? Ich lasse mal diese Frage unbeantwortet, denn eigentlich geht es dabei um viel mehr als „Gute Zeiten, Schlechte Zeiten“… Ihr wisst schon was ich meine…

Rundballen mit Mantelfolienbindung oder Netz – was kommt für Euch eher in Frage? Weshalb habt Ihr Euch so entschieden?