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Firmenübernahmen in 2018

Die ersten Firmenübernahmen in 2018

Kaum eine Woche vergangen und die ersten Firmenübernahmen und Vertriebskooperationen stehen schon wieder parat.

Kverneland investiert in das Pflugwerk in Norwegen und kauft die Immobiliengesellschaft Øksnevad Eiendom AS für 40 Millionen EUR. Die Würth-Gruppe übernimmt den schwäbischen Schmierstoffproduzenten Liqui Moly GmbH. Zusätzlich gibt’s noch von einer Vetriebskooperation zwischen Lely und Trioliet zu berichten. Dazu später mehr.

Starten wir mit ein paar aktuellen Meldungen aus unserer Branche.

1. Selbstfahrende Futtermischwagen mit max. Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h von der KfZ-Steuer befreit

Ab dem 1. Januar 2018 werden selbstfahrende Futtermischwagen in die Kategorie „selbstfahrende Arbeitsmaschinen“ eingeordnet. Das heisst, sie sind damit

  • zulassungefrei und
  • nicht mehr kraftfahrtsteuerpflichtig.

Dabei muss folgendes eingehalten werden: die Fahrzeuge dürfen die Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h nicht überschreiten. Hinzu kommt, dass der Zweck des Selbstfahrer-Futtermischers entscheidend ist. Die Abgrenzung Gütertransport vs. Transport zur Fütterung der Tiere erfolgt über die Geschwindgkeitsgrenze.

Quelle: BMVI

2. EEG-Zahlungen in 2016 beliefen sich auf 24,3 Mrd. EUR

Soviel wurde in 2016 für erneuerbare Energieträger ausgegeben. Dabei teilt sich der Kuchen je Ökostrom-Typ wie folgt auf:

  • 10,2 Mrd. EUR für Solarstrom (entspricht 42%)
  • 6,9 Mrd. EUR für die Betreiber von Biomasseanlagen
  • 4,7 Mrd. EUR für Windstrom an Land
  • 1,9 Mrd. EUR für Windstrom auf See

Welche Region Deutschlands profitiert am stärksten vom EEG?

Es ist Bayern. Der Freistaat ist führend beim Solarstrom und erhielt rund 22% der gesamten Fördersumme.

An zweiter Stelle befindet sich Niedersachsen mit 14% der Fördersumme, was rund 3,5 Mrd. EUR entspricht. Anders als Bayern ist Niedersachsen führend bei Windenergie – was preiswerter ist; daher die Diskrepanz.

Quelle: BMWi

Firmenübernahmen in Norwegen und Deutschland

Zuerst werfen wir einen Blick nach Norwegen, denn da hat die Kverneland Group 40 Millionen EUR in das Pflugwerk investiert. Gekauft wurde die Immobiliengesellschaft Øksnevad Eiendom AS, weil diese Eigentümer des Grundstücks und der Gebäude waren.

Fakt ist, dass Kverneland zu einem der weltweiten Pflughersteller werden möchte und vor diesem Hintergrund macht die Entscheidung das Pflugwerk zu kaufen definitiv Sinn. Dai Watanabe, der CEO der Kverneland Group betrachtet die Firmenübernahme als einen wichtigen strategischen Schritt für die Weiterentwicklung der Firma.

Das Unternehmen hatte in den letzten Jahren erhebliche Investitionen in die Pflug-Produktionsstätte getätigt. Durch die Bündelung aller Aktivitäten am Standort Øksnevad erhofft sich die Geschäftsleitung von Kverneland einen weiteren Schub nach vorne in die Liga der großen Pflughersteller.

Nicht zu vergessen ist hiermit auch Kubotas Einstellung und Vertrauen in der Kverneland Group als Muttergesellschaft. Der japanische Konzern Kubota Group hatte die Kverneland Group in 2012 übernommen.

Kubota unterstützt Kverneland beim Ausbau seiner Marktführerschaft und die aktuelle Investition soll dies nochmal unterstreichen.

Würth-Gruppe übernimmt schwäbische Liqui Moly GmbH

Auch in Deutschland geht es mit den ersten Firmenübernahmen los. Mit Wirkung zum 1. Januar 2018 hat die Würth-Gruppe den schwäbischen Schmierstoffproduzenten Liqui Moly übernommen.

  • Durch den Erwerb der Anteile des geschäftsführenden Gesellschafters Ernst Prost wird die Würth-Gruppe alleiniger Eigentümer der Liqui Moly GmbH.
  • Liqui Moly soll als unabhängiges Unternehmen mit eigenständiger Marke weitergeführt werden.

Liqui Moly beschäftigt über 800 Mitarbeiter. Der Umsatz im Geschäftsjahr 2016 belief sich auf rund einer halben Milliarde EUR. Die Wettbewerbsbehörden müssen der Firmenübernahme noch zustimmen.

In einer aktuellen Pressemeldung äußerte sich Peter Zürn, stellvertretender Sprecher der Konzernführung der Würth-Gruppe wie folgt:

„Wir sind stolz, dass diese erfolgreiche Traditionsmarke mit hervorragender Reputation und großer Dynamik das Portfolio der Würth-Gruppe bereichert. Unser Ziel ist die nachhaltig erfolgreiche Weiterentwicklung von Liqui Moly in der Zukunft. Dafür vertrauen wir, wie in den letzten 20 Jahren, in denen wir eine stille Beteiligung an Liqui Moly halten, weiterhin voll und ganz auf das unternehmerische Geschick von Ernst Prost.“

Das Geschäft geht erstmals weiter wie gehabt. Der Unterschied zu vorher liegt darin, dass Liqui Moly fortan „unter einem größeren Dach“ arbeitet das erwartungsgemäß „mehr Schutz“ bieten soll.

Vertriebskooperation zwischen Lely und Trioliet

Lely steht für automatische Systeme, u.z. Fütterungssysteme, Melkroboter oder Spaltenschieber, um ein paar zu nennen.

Trioliet wiederum ist ein Spezialist für Fütterungstechnik. In 1973 erfand die Company den ersten Siloblockschneider (laut Unternehmensangaben).

Durch die Kooperation von Lely und Trioliet im Bereich Siloblock-Technik kommt endlich Bewegung in den Markt für automatische Fütterungssysteme. Lely erweitert damit seine Produktpalette und vertreibt den Siloblockschneider unter dem Namen BC 180 XL. Das Gerät kann an die Dreipunkthydraulik sowie an Rad-, Teleskop- oder Frontlader angebaut werden.

Welche Firmenübernahmen erwarten uns in diesem Jahr?

Die letzten beiden Jahre waren in puncto Firmenübernahmen und Mega-Fusionen sicherlich nicht ohne. So schnell vergisst keiner das Jahrhundertdeal Bayer-Monsanto für „zaghafte“ 66 Milliarden USD.

Ja, die Tech-Industrie und die Jungs aus Silicon Valley sind an solche Summen bereits gewöhnt, aber für uns Landwirte war das eine riesen Sache.

Und vergessen wir nicht die beiden anderen großen Deals Dow-DuPont und Syngenta-ChemChina. Zur Konzentration im Agrarsektor hatte ich bereits Anfang letzten Jahres einen ausführlichen Bericht geschrieben.

Was uns „übernahmetechnisch“ in diesem Jahr erwartet, das werden wir alle sehen. Die Glaskugel habe ich, aber ganz so durchsichtig und klar ist sie nicht. Eins glaube ich trotzdem: und zwar, dass die Konzentration bei uns in der Agrarbranche weiter gehen wird. Immer weniger Player, Global Player wohlgemerkt, verfügen über immer mehr. Die Abhängigkeit wird dadurch weiter verstärkt.

Wie lautet Eure Prognose? Welche Firmenübernahmen stehen uns unmittelbar bevor (die Automobilbranche mal aus und vor gelassen)?

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Landtechnik: Neue Traktoren von Claas und Kubota

Heute dreht sich alles um die neuen Traktoren bzw. Traktor-Baureihen der Landtechnikhersteller Claas und Kubota.

Claas hat seine Schmalspurtraktor-Baureihe Nexos überarbeitet. Ganze 14 verschiedene Traktorenmodelle warten auf alle Landwirte die schwerpunktmäßig in den Bereichen Obst und Wein arbeiten.

Eine neue Traktoren-Baureihe gibt es auch aus dem Hause Kubota. Die Kubota MGX III-Modelle positionieren sich in der 100 PS-Klasse; der neue M5001 tritt die Nachfolge der Traktormodelle M8560 und M9960 an.

Bevor wir uns der guten, alten Landtechnik wenden, lasst uns noch zwei brandaktuelle Meldungen kurz Revue passieren.

1. Donald Trump gewinnt die Wahlen und wird zum 45. Präsident der USA

Noch nie war die USA so gespalten und fassunglos. Was viele vor einem Jahr noch für völlig unmöglich hielten, ist am Mittwoch Realität geworden.

Was war das für ein „Battle“?

Nichts war in den letzten Monaten so präsent in den Medien (egal ob TV, Print oder Digital / Social) wie das ‚Debate Clinton-Trump‘. Bis zum letzten Augenblick glaubten viele an einen Sieg Hillary Clinton’s und unterschätzten Trumps Kampagne.

Jetzt ist Schluss mit der Show, die Menschen in den USA und überall auf der Welt wollen es wissen: wird Trump das durchziehen was er in der Kampagne geprädigt hat oder waren seine Worte Teil eines perfekt inszenierten und äußerst cleveren Schachzugs?

Wir werden sehen…

2. Vogelgrippe breitet sich in Deutschland aus

Jeden Tag grüsst das Murmelier – in diesem Falle, alle Jahre wieder grüsst die Vogelgrippe.

Erst wurde der Vogelgrippe-Erreger H5N8 in Schleswig-Holstein nachgewiesen und jetzt sterben Vögel im Süden der Republik, am Bodensee sowie auch in anderen Bundesländern.

In diesen Tagen jubeln mal wieder die Vegetarier und Veganer. Diejenige die gerne Fleisch essen, weichen auf Rinder- oder Schweinefleisch aus. Ach ja, da wäre noch die Kategorie Fisch worüber wir zumindest bis dato nicht so viel Negatives in den Schlagzeilen gelesen haben.

Soviel zu den USA-Wahlen und zur Vogelgrippe, zurück zur Landtechnik…

Claas Nexos: Neue Traktoren-Genetration umfasst 14 verschiedene Modelle

Leistungsstark, klein und wendig – die Nachfrage für Traktoren die diese drei Eigenschaften erfüllen, bestand schon immer. Und genau das haben die Harsewinkeler gut erkannt.

Der Landtechnikhersteller Claas präsentiert diese Tage auf der EIMA 2016 in Bologna, Italien (9 – 13. November) seine neue Schmalspurtraktoren-Baureihe Nexos. Neben den aufgeführten Eigenschaften, überzeugt die neue Nexos-Generation durch neue Getriebevarianten, neue Lösungen für den Frontanbau und mehr Komfort für den Fahrer.

Quelle: Claas France

Wie bereits in dem Videofilm gesehen, eignet sich der Nexos perfekt für den Anbau von Wein und Obst. Selbstverständlich lässt sich der kleine, wendige Traktor auch bei Kommunalarbeiten hervorragend einsetzen.

Claas Nexos: Ein paar technische Details im Überblick

  • 14 Traktorenmodelle
  • FPT-4-Zylinder Motor
  • 75 PS bis 112 PS
  • 103 PS beim Nexos VE (Einsatz in besonders schmale Rebzeilen)
  • Claas Power Management (CPM) für die Topmodelle 250 VL und 250 F
  • EU-Abgasstufe IIIB (vergleichbar zu Tier 4i)
  • 5 Getriebevarianten, 24 Vor- und Rückwärtsgänge mit Revershift kombinierbar
  • Sparzapfwelle mit 540 ec U/min für Frntanbaugeräte (NEU)
  • 2 Hydraulikleistungen erhältlich: 60 l/min Pumpe für Steuergeräte + 27 l/min Pumpe für Heckkraftheber
  • elektronische Common-Rail-Einspritzung
  • Abmessungen von 1 m Außenbreite (Modell VE) bis 1,45 m (Modell F)
  • Wespentaille (88 mm verkürzter Frontüberhang und 50 mm größerer Radstand) machen die Traktoren wendiger
  • komfortable Kabine mit digitalem Farbdisplay im Armaturenbrett

Das Gesamtgewicht kann auf 3,5 Tonnen begrenzt werden. Die Traktoren der neuen Nexos-Generation sind ab dem Frühjahr 2017 erhältlich.

Neue Traktoren von Kubota: Die MGX III und M5001 Baureihen

Der Hersteller Kubota erweitert sein Traktoren-Portfolio um zwei neue Baureihen. Die MGX III-Modelle mit weniger als 100 PS ersetzen die Baureihe MGX II. Der neue M5001 seinerseits wird zum Nachfolger der Modelle M8560 und M9960.

Kubota MGX III

Die neuen Traktoren sind leistungsstark. Sie sind mit einem 4-Zylinder-Motor ausgestattet und erfüllen dank SCR- und DPF-Technik die Abgasstufe Tier IV Final.

Das erweiterte Powershift-Getriebe ermöglicht einen automatischen Wechsel der 8 Gänge. Die Schaltung kann auch per Knopfdruck erfolgen. Zu den weiteren technischen Highlights der neuen Traktorserie gehören das bi-speed System (ermöglicht eine gute Wendigkeit), zwei neue Frontlader, eine gefederte Vorderachse (optional) und die ISOBUS-Kompatibilität.

Quelle: Kubota Europe

Kubota M5001

Das ist der Nachfolger der Traktormodelle M8560 und M9960.

Der neue Traktor arbeitet mit einem 4-Zylinder-Motor V3800 mit 95 bis 113 PS. Dank eingebautem Common Rail System (CRS) und SCR-Technologie erfüllt der Motor die Abgasstufe IV.

Zu den weiteren technischen Highlights zählen der 6-Gang-Synchron Getriebe 40 ECO mit Zweifachlastschaltung High-Lo-Technologie, die Ausstattung mit dem Frontlader LA1854, das retrofit ISOBUS-System für Precision Farming und ein neues Kabinendesign mit Dachfenster und verschiebbarer Sonnenblende (Ultra Grand Cab II).

Landmaschinen & Traktoren

Zwar geht in knapp 1,5 Monaten das Jahr zu Ende und das bedeutet für viele Hersteller ‚jetzt erst recht die neuen Landtechnik-Modelle zeigen, die im Frühjahr 2017 unsere Felder beschmücken‘.

Nächstes Jahr im November heißt es dann wieder Türen auf für die weltweit größte Landtechnik-Messe Agritechnica. Bis dahin werden wir noch jede Menge Innovationen und Produktneuheiten erleben.

Spannende Zeiten…