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Auf dem Land-Landwirtschaft-Internet

Scheibchenweise Internet auf dem Land

Auf der Agritechnica gab es die neuesten Technologien zum bewundern. Aber was nützt diese, wenn es auf dem Land kein Internet gibt?

Gerade jetzt zur Wahl wurden die Diskussionen und Versprechungen um den Ausbau des Internets in Deutschlands lauter.

Man brauch keine Statistiken, um zu wissen, dass es auf dem Land mit schnellem Datenaustausch nicht gut bestellt ist.

Sobald man sich von der Stadt aufs Land bewegt, nehmen die Balken für Netzempfang auf dem Handy ab oder man erhält gar die Nachricht “Kein Service”.

Fehlendes Netzwerk auf dem Land

Seit Jahren hinkt Deutschland im internationalen Vergleich beim Ausbau von mobiler Bandbreite und moderner Glasfasernetze hinterher.

Mit Highspeed beispielsweise Filme im Internet anschauen, ist für jeden Städter wohl ein Mindeststandard.

Auf dem Land ist dies jedoch in vielen Regionen ein Luxus, von dem man nur träumen kann.

Ein zügiger Ausbau der ländlichen Netzversorgung ist aber nicht aus Entertainmentzwecken notwendig.

Wenn mittelständische Betriebe sich nicht in ländlichen Regionen ansiedeln können oder weiterhin bestehen können, weil sie im wahrsten Sinne des Wortes von der Welt abgeschnitten sind, verstärkt dies auch die Landflucht.

In der Landwirtschaft ist der gesamte Wirtschaftszweig von dem zügigen Ausbau von HighSpeed-Datennetzen abhängig.

Ohne diese, wird die Landwirtschaft einfach nicht mehr konkurrenzfähig bleiben.

Maschinen kommunizieren mit Maschinen

Auf dem Land kommen immer mehr Anwendungen zum Einsatz, die miteinander reden. Und dafür brauchen sie High-Speed-Netzwerke.

Der zu übertragende Datenstrom nimmt stetig zu. Wo früher 50 Mb / Sekunde revulotionär schnell war, ist es heute lächerlich langsam.

Und dennoch wird in vielen Regionen nicht mal dies auf dem Land erreicht.

Von Agrardrohnen, über Roboterschwärme bis hin zu Apps, die den gesamten landwirtschaftlichen Prozess überwachen und stetig anpassen – ohne schnelles Internet läuft nichts.

Derzeit wird von Politikern insbesondere der Ausbau des Glasfasernetzes diskutiert.

Der Hacken an der Sache ist, dass Glaserfasernetze teuer sind.

In städtischen Ballungszentren mag es sich rechnen, das ein Anbieter in Glasfaser investiert. Er findet hier genügend Kundschaft, die für den Service zahlt, sprich, Gewinne generiert.

Auf dem Land fehlt diese kritische Masse. Es sind also andere Modelle gefragt, die die Kosten für Anbieter und Kommunen im finanzierbaren Rahmen hält.

Die Problematik vom zu langsamen Internet auf dem Land ins anscheinend ins Bewusstsein der Politiker gerückt, sprich die Dringlichkeit wurde erkannt.

Allerdings: solange die Finanzierungsfrage nicht geklärt ist, wird wohl nichts umgreifendes passieren.

Den Schwerpunkt auf den Ausbau der Glasfaser zu legen, ist auch nicht zielführend.

Für Traktoren und Co. brauchen 5G.

Vom Städte- und Gemeinschaftsbund wird deshalb eine Kombination von Festnetz und Mobilfunk gefordert:

“Ziel muss es sein, die Bandbreiten flächendeckend zu erhöhen, anstatt eine Hochleistungsversorgung für wenige anzustreben …. Wir warnen davor, das Wünschenswerte mit dem Machbaren zu verwechseln. Bei der Breitbandversorgung muss der Grundsatz ‘Flächendeckung vor Hochgeschwindigkeit’ gelten”, so Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes (DStGB).

Wie steht es bei Landwirten mit der digitalen Kompetent?

Bernhard Kürsken, Generalsektretär vom Deutschen Bauernverband (DBV) sagte der “Neuen Osnabrücker Zeitung”:

“70 Prozent der Landwirte sind mit ihrer verfügbaren Bandbreite auf dem Hof und dem Acker absolut unzufrieden.”

Dies ist eine durchaus beachtliche Prozentzahl und zeigt den akuten Handlungsbedarf aus.

Aber wie fit sind deutsche Landwirte bei all den digitalen Techniken?

Eine Umfrage des Deutschen Bauernverbandes (DBV) ergab, dass sich Landwirte in Punkto Digitalkompetenz mit der Note “3” bewerten.

Für die Erhebung wurden 850 Betriebsleiter durch ein Marktforschungsinstitut in Zusammenarbeit mit der Bitkom Research befragt.

In der Umfrage gaben die Landwirte folgende Bewertungen ab:

  • 67 Prozent: sehr gute bis befriedigende Digitalkompetenz
  • 16 Prozent: noch ausreichende Digitalkompetenz
  • 16 Prozent: ungenügende oder mangelhafte Digitalkompetenz

Auffällig ist in den Umfrageergebnissen der Altersunterschied bei den Angaben. Je jünger, desto kompetenter, lässt es sich wohl verallgemeinern.

Dies gilt sowohl für Betriebsleiter, als auch für die Mitarbeiter:

  • Alter des Mitarbeiters bis 35 Jahre: 92 Prozent erhielten mindestens die Note “3”
  • Alter des Mitarbeiters über 50 Jahre: 37 Prozent erhielten mindestens die Note “3”

Aber auch wenn die jungen Landwirte mit 87 Prozent angaben, „sehr gut“ oder „gut“ mit den neuen digitalen Entwicklungen zurechtzukommen, 46 Prozent von ihnen ist auch bewusst, dass sie noch mehr Digitalkompetenz für ihren Betrieb benötigen.

Zusammenfassend sehen sich viele Landwirte also nicht gut auf das digitale Zeitalter vorbereitet.

Dies zeigt, dass es nicht nur am Aufbau von Hochgeschwindigkeit auf dem Land mangelt.

Es ist auch wichtig, dass der Umgang mit den Technologien geschult wird. Die Möglichkeiten der digitalen Technik nehmen rasant zu und ändern sich in atemberaubendem Tempo.

Wie bereitet ihr Euch auf die zunehmende Digitalisierung vor und bleibt Up-to-date mit den neuesten Entwicklungen?

Safran-Landwirtschaft-Glyphosat

Der Orient in Deutschland: Safran wird in Franken angebaut

Safran – die einen denken direkt an den Orient, die anderen erinnern sich an die Paella im letzten Spanienurlaub.

Aber wer verbindet Safran mit Franken?

Auf der Suche nach neuen Einkommensquellen entdeckt der eine oder andere Landwirt neue, bisher für Europa eher exotische Pflanzen zum Anbau.

Längst beschränkt sich Landwirtschaft nicht mehr nur auf traditionelle, heimische Pflanzen.

Es lohnt sich, die Augen aufzumachen und nach neuen Ideen und Möglichkeiten Ausschau zu halten.

Ein Ehepaar aus Franken macht es vor, wie es aussehen kann, wenn man neue Wege geht.

Aber zunächst noch einen kurzen Ausflug zum wohl Thema der letzten Monate, Wochen und auch Tage.

Glyphosat bis 2022 oder 2024?

Am Mittwoch letzter Woche stimmten die EU-Staaten ab, ob Glyphosat die weitere Zulassung erhält. Zumindest war dies der Plan.

Eine Einigung konnte abermals nicht erzielt werden, d.h. im zuständigen Fachausschuss wurde keine Abstimmung vorgenommen.

Ursprünglich wollte die EU-Kommission die Verlängerung der Zulassung, die im Dezember ausläuft, auf 10 Jahre auslegen.

Das EU-Parlament fordert jedoch eine maximale Verlängerung von 5 Jahren. Als Kompromis steht jetzt die Zulassung für 5-7 Jahre im Raum, d.h. bis 2022 – 2024.

Während die einen vor den schädlichen Auswirkungen des Mittels warnen, halten die anderen es für unerlässlich.

Das Totalherbizid wirkt auf alles was grün ist. Es blockiert ein Enzym, was für den Pflanzenwachstum wichtig ist. D.h. wo Glyphosat ausgebracht wurde, ist im wahrsten Sinne des Wortes Wüste.

Es kann dort nichts mehr wachsen. Außer Pflanzen, die aufrund von Veränderungen in ihren Anlagen, resistent sind. Das Mittel ist also eine sehr einfach Methode, das Feld schnell von allem Unkraut zu befreien.

Herbizidhersteller wie Bayer, Monsanto oder Syngenta produzieren jährlich ca. 800.000 Tonnen des Mittels. Das Haupteinkommen erzielen die Unternehmen jedoch mit dem Verkauf von Saatgut, dass gegen Glyphosat resistent ist.

Es ist heißt also weiterhin abwarten. Bis dahin können wir uns aber den schönen Dingen des Lebens widmen.

Etwa dem Safran, der als Luxusgewürz nicht nur in Gourmethäusern, für einen Gaumenschmaus sorgt.

Safran – das Gold auf dem Teller

Manch einer kennt noch das Kinderlied “Safran macht den Kuchen gel”. Gel bedeutet dabei gelb.

Auch Spanier schwören bei ihrem Essen, etwa der Paella, auf die schöne gelbe Farbe. Safran kommt übrigens auch aus dem Arabischen, wo “Za’fran , ganz grob “gelb sein” bedeutet.

Ursprünglich wurde das Gewürz nur im persischen und arabischen Raum angebaut, mittlerweile ist es aber weltweit in ausgewählten Regionen zu finden.

Das Gelbe kommt von dem im Safran enthaltenen Farbstoff Crocin. Dieser ist so potent, dass bereits 0,01 Gramm ca. 3 Liter Wasser einfärben können.

Aber stop! Ja, Safran ist nicht nur eine schöne Lebensmittelfarbe.

Das Edelgewürz ist würzig und leicht bitter im Geschmack. Wer Safran an die Nase hält, dem wird der intensive, durchaus schwere Geruch auffallen.

Stellt sich die Frage, warum Safran so teuer ist.

Das liegt an seiner sehr aufwendigen Produktion. Die Erntezeit ist zeitlich sehr begrenzt und die Ernte ist schwierig:

Handarbeit von A bis Z

Alles um Safran ist Handarbeit.

Bei dem Gewürz handelt es sich um die Stempelfäden des “Safran” genannten Krokus. Diese Krokusart hat violette Blüten, die jeweils drei orangerote Safranfäden besitzt.

Während der ca. zwei wöchigen Blütezeit werden die Blüten von Hand geerntet. Die der Blüte entnommenen Fäden werden anschließend getrocknet, bevor sie gehandelt werden.

Zudem handelt es sich bei der Pflanze um einen Hybriden. D.h. der Krokus kann sich nicht selber fortpflanzen. Auch für die Vermehrung der Pflanze ist Handarbeit gefragt: jede Knolle muss für den Anbau geteilt werden.

Ja, Fäden hab nicht viel Gewicht. Hier zeigt sich, warum Safran das teuerste Gewürz ist und auch gerne mal gefälscht wird.

150.000 Blüten müssen geerntet werden, d.h. von Hand gepflückt werden, um ein Kilo getrockene Safranfäden zu gewinnen.

Heilung und Potenz

Wusstet Ihr, dass dem Safran auch heilende und Potenz fördernde Wirkungen zugesprochen werden?

In früheren Zeiten wurde etwa der Hochzeitschleier der Braut mit Safran gelb gefärbt. Der Brauch versprach nicht nur Gesundheit und ein langes Leben, sondern auch Potenz und Gebärfähigkeit.

Wer mit Safran seine Speisen würzt, sollte entsprechend vorsichtig sein.

Das Gewürz ist sehr intensiv. Neulinge sollten deshalb auch erstmal sehr vorsichtig vorgehen und kleine Mengen ansetzten.

Zudem ist Vorsicht geboten, weil das Gewürz, das auch zum Färben hochwertiger Seide genutzt wird, Flecken in Kleidung und Oberflächen verursacht, die nicht mehr rausgehen.

Lohnt sich der Anbau des Gewürzes? Die Produktion ist sehr aufwendig. Jedoch kann ein Gramm Safran zwischen 7 bis 17 EUR kosten.

In Franken hat sich ein Hof auf die Produktion des Krokus eingelassen.

Safran aus Franken

Quelle: Bayerischer Rundfunk

Auch wenn der Anbau in Franken noch ein Nebenerwerb ist, es zeigt, dass es sich durchaus lohnen kann, in neue Wege und Ideen zu investieren.

Der Preis für ein Kilo Safran geht schnell in mehrere Tausende EUR. Kein Wunder, dass das Gewürz damit ein lukratives Geschäft für allerlei auch dubiose Händler ist.

Nehmen wir zum Beispiel Spanien. Obwohl das Land nur 1,5 Tonnen Safran herstellt, werden 90 Tonnen Safran jährlich exportiert. (Quelle: Die Welt)

Wie funktioniert dies? Indem beispielsweise günstig Safran aus dem Iran eingekauft, in Spanien veredelt und zu wesentlichen höheren Preisen in alle Welt als in Spanien produzierter Safran verkauft wird.

Auf diese Art können nicht nur Handelsembargos umgangen werden (etwa darf Safran nicht vom Iran in die USA verkauft werden, aber durchaus von Spanien).

Auch muss sich die Produktion im Ausland nicht an die doch strikteren Bestimmung der EU halten.  Es lohnt sich deshalb für Verbraucher, sehr genau auf die Herkunft zu achten.

Ein florierender Handel zeigt jedoch, es besteht eine starke Nachfrage. Und Qualität und Herkunft sind wichtige Merkmale für Verbraucher.

Wie steht es mit Euch – habt Ihr auch bereits über den Anbau von nicht heimischen Pflanzen, die jedoch stark nachgefragt sind, nachgedacht? 

Agritechnica-Fendt-Landtechnik

Innovative Landtechnik auf der Agritechnica 2017

Nicht nur Hersteller von Landtechnik bereiten sich gerade auf das landwirtschaftliche Großereignis des Jahres, der Agritechnica 2017, vor.

Auch Ihr seid wohl mitten dabei, nicht nur Hotel und Anfahrt zu planen.

Denn, wenn sich vom 12. – 18. November die landwirtschaftliche Welt in Hannover trifft, ist man wohl besser vorbereitet.

Auf einer Fläche von 394.000 Quadratmeter präsentieren sich 2.900 Aussteller.

Die Agritechnica 2017 ist die weltweit größte Messe für Landtechnik. Aussteller aus 52 Länder sind vertreten.

Zudem gibt es 200 Foren und Fachtagungen, in denen relavante Themen für unsere Landwirtschaft vorgestellt und diskutiert werden, dann kann man wohl meinen, die Messe ist viel zu kurz.

Die Qual der Wahl ist groß. Aber ich weiß nicht wie es Euch geht, aber ich habe auch viel Spaß dran, in ruhigeren Minuten, meine Agritechnica-Tage zu planen.

In den letzten Wochen hab ich schon die eine oder andere Technik, die mit dem Agritechnica Innovations Award ausgezeichnet wurde, vorgestellt.

Hier kommen ein paar weitere Vorstellungen:

Innovation Award in Silver für Krone LiftCab

Krone erhielt für seinen Kabinenlift LiftCab die Silbermedialle.

LiftCab hebt per Knopfdruck den die Kabine um 70 Zentimeter in die Höhe und ist bisher die einzige Technik dieser Art auf dem Markt.

Der Kabinenlift soll die Arbeit der Landwirte beim Häckseln von Mais erleichtern:

Mais kann mittlerweile Höhen von bis zu 4 Meter erreichen. Mit herkömmlicher Technik sieht der Maschinenführer quasi immer nur eine dicke Wand aus Mais.

Mit dem Anheben der Kabine wird damit herblich die Sicht des Fahrers verbessert. Er behält den Überblick, sieht, was um ihn herum alles abläuft.

Neugierig? Dann schaut in Halle 27 beim Stand G21 vorbei.

Innovation Award in Silver für Düsen-Schaltung von Lechler

Auch Lechler konnte für eine wegweisende Innovation einen Preis einheimsen.

Das Unternehmen hat ein Elektrisches-Schließ-Ventil (ESV) entwickelt, welches das Ventil, die Verkabelung als auch den Stecker miteinander verbindet.

Das Lechler ESV ermöglicht damit eine einfache und verwechslungsfreie Montage auf Einzel- und Mehrfachdüsenträgern.

Wie funktioniert das Ventil? Geöffnet und geschlossen wird es über eine CAN-Bus-Steuerung mit geringen Schaltzeiten.

Das ESV ist mit seinen schnellen Reaktionszeiten und seiner hohen Anwendungsgenauigkeit besonderes interessant für Anwendungen in Richtung SmartFarming / Precision Farming.

Wenn die Lechler ESV für Euch interessant ist, dann schaut in Halle 08 am Stand B20 vorbei.

Pflanzenschutztechnik von Fendt auf der Agritechnica

AGCO/ Fendt baut sein Sortiment weiter aus und bietet nun auch angehängte (Rogator 300) und selbstfahrende (Rogator 600) Pflanzenschutzspritzen an.

Beide Serien wurden in Europa entwickelt und werden ab 2018 im AGCO Werk in Hohenmölsen gebaut.

Rogator 600

  • 3 Modelle: Nennvolumen von 4000, 5000 und 600o Litern
  • Arbeitsbreiten von bis zu 36 Meter
  • Zielgruppe: Großflächenbetriebe und Lohnunternehmer
  • Besondere Merkmale: Chassis-Konzept, präzise Gestängeführung sowie erweiterte Technologie- und Spurführungsangebote

Der Rogator 600 wird von AGCO Power Motoren mit 175 bis 242 PS angetrieben. Zusammen mit dem stufenlosen Antriebskonzept und der ausgeklügelten Traktionsregelung kann sich der Selbstfahrer im Einsatz behaupten.

Das Chassis-Konzept sorgt mit seiner hervorragenden, ausgewogenne Gewichtsverteilung bei einem niedrigsten Schwerpunkt für eine sehr ruhige Gestängelage.

Weiterhin zeichnet sich der Rogator 600 aus, durch:

  • vielfältige, serienmäßige Lenkungsvarianten bis hin zur Vierradlenkung bei bestem Wendekreis
  • stufenlose Anpassung der Bodenfreiheit im Feldeinsatz
  • Maximale Flexibilität mit der hydraulischen Spurbreitenanpassung bis zu 2,25 Meter
  • Breite Palette an Befüll-, Gestänge- und Düsentechnologie

Nicht nur die Einzelradaufhängung, sondern auch die neue VisionCab sorgen für ein sehr komfortables Arbeiten.

Der Rogator 600 ist serienmäßig mit einem 10,4 Zoll Varioterminal ausgestattet. Wer Fendt fährt, der wird auch hier die bekannte Bedienlogik des Unternehmens vorfinden.

Rogator 300

  • komplette Neuentwicklung
  • Nennvolumen von 3300, 4400, 5500 sowie 6600
  • Arbeitsbreiten von 24 bis 30 Metern
  • Besondere Merkmale: präzise Gestängeführung, gutes Handling, Chassiskonzept sowie hohe Einsatzsicherheit

Auch beim Rogator 300 kommt das stabile und verwindungssteife Einträger-Chassiskonzept zur Anwendung. Es wurde lediglich um eine universelle Deichsel-Lösung im vorderen Bereich ergänzt.

Der Wechsel zwischen Oben- oder Untenanhängung und die Anpassung der Technik an unterschiedliche Traktoren und Reifengrößen ist damit kein Problem.

Fendt Rogator 300 im Einsatz

Quelle: Fendt TV

Der Fendt Rogator 300 ist mit einer weit hinten angeordneten Achse eine kompakte Maschine mit einem flexiblen Schwerpunkt.

Das schlanke Chassiskonzept ermöglicht jedoch dem OptiSteer-Lenkachsenkonzept reifenabhängig Lenkwinkel von bis zu 35 Prozent und damit eine maximale Wendigkeit.

Das Modell ist zudem vollständig ISOBUS kompatible und AEF zertifiziert. Weitere Merkmale sind unter anderem:

  • Bedienung über Fendt Varioterminal ab Baureihe Fendt 500 aufwärts in ProfiPlus Ausführung
  • Optimierte OptiControl Joystick für einfache und sichere Bedienung
  • serienmäßige, elektrische Einzeldüsenschaltung mit 50 Zentimeter Teilbreiten
  • Mitführung von bis zu 900 Liter Frischwasser in zwei gewichtsoptimierten Tank

Das Fendt Rogator Konzept

Beiden Baureihen liegt das Fendt Rogator Konzept zu Grunde.

So sind die Maschinen serienmäßig mit verwindungsfreien und dennoch leichten Aluminiumgestängen ausgestattet, in denen die Düsen geschützt und einfach auswechselbar eingebaut sind. 

Die Gestängeausleger werden zu beiden Seiten, sprich links und rechts, unabhängig von bis zu fünf OptiSonic Ultraschallsensoren über die Zielflächen geführt. 

Die Gestänge reagieren sehr schnell, so dass gleichbleibende Zielflächenabstände erreicht werden. Es erfolgt zudem ein permanenter Ausgleich von horizontalen Gestängeanregungen bei gleichzeitiger Reduzierung der Belastung des Hauptrahmens.

Die ausreichende Rührleistung für den Brühekreislauf als auch die hohen Ansaugleistung für kurze Befüllzeiten werden von der hydraulisch angetriebenen, schnell reagierenden Zentrifugalpumpe (Förderleistung 785 Liter/ Minute) gewährleistet. 

Auch bei variablen Ausbringmengen können schnellste Mengenanpassungen vorgenommen werden, da ein speziell entwickelter Durchflussmengenmesser mit einem Messbereich von 5 bis 430 Liter / Minute die Information an die Elektrik weitergibt. 

Fendt Rogator 300 und 600 sind sehr ausgeklügelte Systeme, die das Spritzen von Pflanzenschutzmitteln vereinfachen. 

Ihr wollte noch mehr von Fendt? Dann besucht das Unternehmen in Halle 20 auf der Agritechnica 2017.

Worauf freut Ihr Euch am meisten auf der Agritechnica 2017?

XAVER-Landtechnik-Agritechnica-2017

Landtechnik: Fendt schickt Roboter XAVER aufs Feld

Wie sieht die Landtechnik der Zukunft aus? Fendt hat beschlossen, seine Robotereinheit XAVER zur Serienreife zu bringen. 

Es ist nichts neues, das Hightech immer stärker die Arbeitsprozesse von Landwirten, unterstützt, erleichtert oder gar selbstständig übernimmt.

Nehmen wir beispielsweise die neue Gemeinschaftsentwicklung von Pöttinger, New Holland und Josephinum Research.

Sie haben ein System entwickelt, dass die Saatbettbereitung mit kameragestützter Technik erleichtert:

Kameragestützte Saatbettbereitung von Pöttinger

Für Nicht-Landwirte mag es so aussehen, dass der Traktor mal einfach so in gleichmässigen Bahnen übers Feld gefahren wird. Klingt nicht sehr anspruchsvoll.

Aber die Realität sieht anderes aus. Etwa bei der Saatbettbereitung.

Werden heterogene Böden mit einer Kreiseleggen-Säkombination bestellt, muss der Fahrer ständig die Traktorgeschwindigkeit und Kreiseleggendrehzahl per Hand neu einstellen.

Nur mit diesem aufwendigen Nachsteuern kann eine möglichst gleichmäßige, optimale Saatgutablage erreicht werden.

Dies erfordert viel Konzentration, die den Fahrer auch leicht ermüden lässt.

Die kameragestützte Saatbettbereitung von Pöttinger ermöglicht nun die automatische Steuerung der Prozesse: abhängig vom gewünschten Ergebnis richten sich Traktor und Säkombination von selbst stetig neu aus.

Aber dank neuer Technologie, die von Pöttinger auf der Agritechnica 2017 vorgestellt wird, kann auch hier bald das manuelle Hantieren der Vergangenheit angehören:

  • Kameraaufnahme in Echtzeit: Hinter der Kreiselegge wird von einer Kamera die tatsächliche Oberflächenrauhigkeit gemessen
  • Übermittlung der Werte von der Rechnereinheit and die Implement-ECU
  • Automatische Regelung der Fahrgeschwindigkeit der Maschine und der Zapfwellendrehzahl der Kreiselegge, entsprechend dem Sollwert, der vom Fahrer festgelegt wurde

So erlaubt die Technik, auch bei heterogenen Böden die erwünschte Oberflächenstruktur zur erzielen.

Das klingt nach einer Menge Entlastung für den Fahrer.

Das autonome System ist jedoch noch an einem für die Landwirtschaft typischen Gerät angebunden: dem Traktor.

Und freuen wir uns nicht alle, auf der Agritechnica 2017 all die schweren Maschinen mit der neuesten Technik zu bestaunen?

Aber ist das die Zukunft der Landwirtschaft?

Läutet Roboter XAVER die neue Ära in der Landtechnik ein?

Das mehrjähriges Forschungsprojekt MARS (Mobile Agricultural Robot Swarms) von AGCO und Fendt, in Zusammenarbeit mit der Hochschule Ulm und der EU Forschungsförderung wurde erfolgreich abgeschlossen.

Das Roboter Projekt soll nun unter der Marke Fendt zur Serienreife gebracht werden.

Geht es nach AGCO und Fendt wird zukünftig ein Schwarm von Robotereinheiten, mit einer cloud-basierten Systemsteuerung, das Feld bearbeiten:

XAVER, so der Name des Systems, soll zukünftig die präzise Aussaat von Mais planen, überwachen und zudem exakt dokumentieren.

Präzise, exakt und rund um die Uhr. Die sind die Stichwörter, die die Technik auszeichnen.

Mit Hilfe von Satelittennavigation und einem Datenmanagement in der Cloud mit permanentem Zugriff auf die Daten wird dem Wort präzise wohl eine neue Definition in der Landwirtschaft zukommen.

Denn: wörtlich für jedes Saatkorn soll der Ablageort und der Saatzeitpunkt exakt festgehalten werden.

Einer anschließenden Pflege jedes einzelnen Korns vom Keimen bis zur Ernte steht damit nicht mehr soviel im Weg.

Landtechnik der Zukunft: Roboter statt Traktoren?

Quelle: Bayerischer Rundfunk

Gesteuert werden die Robotereinheiten über die XAVER App. D.h. für den Landwirt der Zukunft: gewünschte Parameter in die App eingeben und diese berechnet und plant den Robotereinsatz. 

Intelligentes Flottenmanagement

Die Flotte ist dann bereit sich an die Arbeit zu machen. Ein Robotersystem umfasst zwischen 6  bis 12 Einheiten. Bis zu ungefähr einem Hektar kann das System in einer Stunde bearbeiten. 

Die Einheiten kommunizieren ständig mit der Steuereinheit: ein Roboter fällt aus? Kein Problem, die App berechnet umgehend eine neue Planung. Sorten sollen gemischt werden? Internet funktioniert gerade nicht? Die App ist vorbereitet. 

Schutz von Boden und Ressourcen

Allein das die gleiche Feldarbeit durch XAVER mit ungefähr 70 Prozent weniger Energieeinsatz erfolgen kann, ist bereits beeindruckend. Der Roboter überzeugt jedoch auch durch andere Vorteile: 

  • Geringes Gewicht (ca. 50 Kilogramm)
  • Batteriebetriebene, elektrischer Antrieb (ca. 400 Watt): emissionsfreies, leckagenfreies Arbeiten
  • Größzügige Bereifung: vernachlässigbarer Bodendruck (ca. 200 Gramm pro Quadratzentimer)
  • Robuste, mechanisch einfach gehaltene Bauweise: einfache Wartung und immanent sicheres System

Gerade dann, wenn der Einsatz von konventionellen Maschinen, etwa aufgrund der Bodenverhältnisse oder der Geräuschemission eingeschränkt ist, kann XAVER seine Stärken ausspielen. 

Nicht zuletzt punktet das Robotersystem in Sachen Produktivität und Flexibilität, weil es rund um die Uhr an sieben Tagen der Woche zum Einsatz kommen kann. 

Insbesondere in Gebieten mit anspruchsvoll strukturierten Regionen dürfte XAVER eine interessante Alternative sein.

Aber auch innovative Betriebe, die in Gebieten wie dem Precision Farming unterwegs sind, werden das System auf der Agritechnica 2017 wohl genauer unter die Lupe nehmen. 

Was meint Ihr: werden Traktoren in Zukunft wie Dinosaurier ein Relikt vergangener Landtechnik sein?

Agritechnica 2017 -Landwirtschaft-Technik

Innovation Award Agritechnica 2017

Bald ist es soweit! Jeder von uns hat die Tage vom 12.-18. November im Kalender wohl rot angestrichen, wenn die Agritechnica 2017 in Hannover stattfinden wird.

Entsprechend wird sich in den nächsten Wochen viel um Technik drehen. Und passend hierzu gibt der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA) gute Zahlen bekannt.

Gute Aussichten für die europäischen Agrartechnikhersteller

7,5 Milliarden Euro – dies ist voraussichtlich das Umsatzvolumen aus deutscher Produktion für das Jahr 2017, so der VDMA.

Dies entspricht einem Umsatzwachstum von satten 4 Prozent.

Nach drei Jahren Rezession war die Freude insbesondere bei den in Deutschland produzierenden Landmaschinen- und Traktorenhersteller groß.

Diese konnten Ihren Umsatz um 7 Prozent auf rund 4,5 Milliarden Euro steigern.

„Wir erleben seit einigen Monaten auf zahlreichen Märkten ein konjunkturelles Comeback“, äußerte sich Dr. Bernd Scherer, Geschäftsführer des VDMA.

Die ersten Monate des Jahres waren noch deutlich vom Wachstum auf dem deutschen Markt geprägt. Mit einem Umsatzplus im zweistelligen Bereich konnten die Auslandsmärkte jedoch gut aufholen.

Mit der Agrartechnik im Aufschwung können wir uns natürlich umso mehr auf die neusten Innovationen, die auf der Agritechnica präsentiert werden, freuen.

2x Gold und 29x Silber beim Innovation Award Agritechnica 2017

Über 320 Neuheiten dürfen wir auf der Agritechnica 2017 näher unter die Lupe nehmen.

Die Neuheitenkommission des Agritechnica-Veranstalters, die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG), hatte hierbei einen kleinen Vorsprung. Sie hat nun bekanntgegeben, welche Maschinen für sie besonders innovative Lösungen für unsere Landwirtschaft bieten:

Zwei innovative Lösungen wurden vom DLG mit dem Innovation Award Agritechnica 2017 in Gold ausgezeichnet:

Claas CEMOS AUTO THRESHING – das autonome Dreschwerk für Claas Schüttler- und Hybrid-Mähdrescher: diese Technik ist der erste Tangentialmähdrescher, der sich vollautomatisch sowohl auf die Frucht als auf die Bedingungen einstellen lässt.

Kemper StalkBuster – eine ins Mais-Schneidwerk integrierte Mulcheinrichtung (gemeinsame Entwicklung mit John Deere): diese Innovation erlaubt Einsparungen bei Pflanzenschutzmitteln und Diesel und bringt einen geringeren Schädlingsdruck beim wichtigsten Widersacher im Maisanbau mit sich.

Herzlichen Glückwunsch an Claas und Kemper zur Goldmedaille. Zudem wurden weitere 29 Silbermedaillen für Neu- und Weiterentwicklungen der Agrartechnikhersteller verliehen:

  • AGCO e100 Vario
  • AGCO IDEAL Mähdrescher
  • AGCO MARS – Mobile Agricultural Robot Swarms
  • AGCO VarioPull
  • AGCO/DKE-Data/Horsch/Amazone/Grimme/Kuhn/Lemken/Pöttinger/Rauch/SDF agrirouter
  • Agrocom Smart Crop Damage Identification – Intelligentes Erkennungssystem von Wildschäden
  • Amazone SmartService 4.0
  • Amazone SwingStop pro
  • Claas CEMOS für Traktoren: Fahrerassistenzsystem zur optimalen Einstellung von Traktor und Maschine
  • Claas Telematics Large Vehicle Alert System warnt Automobil-Fahrer vor Landmaschinen im Straßenverkehr
  • Claas/Einböck/Hatzenbichler/Bednar/Carre Stereoskopische Reihenkamera CULTI CAM für mechanische Hacken
  • Claas-AXION 900 TERRA TRAC Halbraupentraktor mit Vollfederung der Gesamtmaschine
  • Farmdok – Automatisierung landwirtschaftlicher Aufzeichnungen mit Smartphones
  • Fliegl Beacon+GPS+Sigfox -Fliegl COUNTER SX-/-Pöttinger PÖTPRO Guide
  • Fliegl BÜFFEL Überladevorrichtung für Halmgut
  • Fruit-Tec SmaArt Kamerasystem für die automatisierte Blütenausdünnung mit Darwin
  • Grimme Ventor 4150 – 4-reihiger selbstfahrender Kartoffelroder mit Leistungsverdoppelung eines weltweit führenden Rodesystems
  • GSI Flexwave Grain Silo Unloading System
  • Holmer SmartTurn
  • John Deere EZ Ballast Wheels
  • John Deere Traktor-Integrierte Aktive Anbaugerätelenkung mit Infield Automatisierung für Hochleistungshacken – AutoTrac Implement Guidance
  • Krone LiftCab
  • Kuhn Optimierung der Pflugarbeit durch automatisches GPS-gestütztes Ausheben der Pflugkörper
  • Lechler ESV Elektrisches-Schließ-Ventil
  • New Holland Erstes proaktives automatisches Mähdreschereinstellungssystem
  • Petkus MultiCoater CM 300
  • Pöttinger Sensosafe
  • Pöttinger/New Holland Kameragestützte Saatbettbereitung
  • Wienhoff LevelTuner

Herzlichen Glückwunsch auch an die Gewinner der Silbermedaille. 

Alle über 320 Neuheiten und vielmehr könnt Ihr auf der weltweit größten Messe für Landtechnik im November erleben. Ein kleiner Vorgeschmack gefällig?

Agritechnica 2017

Quelle: Agritechnica

 Klar freu ich mich, die Maschinen und Techniken vor Ort zu sehen. Aber die Gelegenheit, sich mit Fachleuten und Gleichgesinnten auszutauschen, ist für mich der größte Pluspunkt der Messe. 

Trends in der Agrartechnik

Die ausgezeichneten, technischen Lösungen zeigen, dass die folgenden Trends in der Agrartechnik weiterhin an Bedeutung gewinnen:

  • Zunehmende Automatisierung von Prozessen
  • Integration von intelligenten Datamanagement-Systemen zur Optimierung der Regelung und Steuerung von Maschinen, Logistik, Dokumentation, Qualitätssicherung und Rückverfolgbarkeit
  • Zunehmende Bedeutung von Digitalisierung und Vernetzung der landwirtschaftlichen Wertschöpfungskette (Cloud Computing, Big Data, …)

Trotz dieser Trends spielt aber der klassische Maschinenbau für die Landwirtschaft weiterhin eine große Rolle.

Zudem lässt sich erkennen, dass die Agrartechnikhersteller zunehmend innovative Lösungen aus branchenfremden Bereichen erfolgreich in die Landtechnik integrieren.

Stichworte sind hier zum Beispiel E-Mobilität, höhenverstellbare Fahrerkabinen, intelligent vernetzte Fahrzeuge oder Augmented-Reality-Anwendungen.

Ihr könnt es sicher auch kaum abwarten, die Neuheiten in live unter die Lupe zu nehmen.

Gibt es eine Neuheit, die nicht mit einem Award ausgezeichnet wurde, aber für Euch definitiv auch ein Gewinner ist?