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Digitalisierung-Landtechnik-agrirouter

Digitalisierung – mit Chaos oder System

Ohne Digitalisierung der landwirtschaftlichen Prozesse ist eine produktive Landwirtschaft heutzutage nicht mehr bewältigbar.

Der Begriff Digitalisierung ist in aller Munde.

Von Software zum Betreiben von Traktoren, der Datenaustausch per Handy-App zwischen den Arbeitern, Verwaltungssoftware über externe Plattformen zum Austausch von Anbietern, Händeln und/ oder Abnehmern, die Liste digitaler Anwendungen und Anbieter ist vielfältig.

Und ergibt ein teils undurchsichtiges Netzwerk über viele Schnittstellen hinweg. Diesem Chaos will die DKE Data mit Ihrer neuesten Innovation, dem agrirouter, ein Ende bereiten. 

Bevor wir zum agrirouter von DKE Data kommen, noch ein kurzes Update zu letzter Woche:

Glyphosat – Entscheidung verschoben

Beim gemeinsamen Treffen von Vertretern der 28-EU-Staaten und der Europäischen Kommission am Donnerstag konnte keine Einigung bzgl. der zukünftigen Zulassung von Glyphosat erreicht werden.

Während Deutschland sich bisher noch nicht offiziell zu seiner Entscheidung geäußert hat, sind Frankreich, Italien, Österreich und Luxembourg wohl gegen die weitere Zulassung.

Es geht weiterhin um eine Zulassung des Pestizides für eine 10-Jahreszeitraum.

Derweil geht die Auseinandersetzung um den Vorwurf, dass das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) in seiner Risikoanalyse verschleiert und von Herstellern kopiert hat, weiter.

Die Plagiatsvorwürfe der Grünen sieht das BfR als ein Angriff, um die Glaubwürdigkeit der Wissenschafter der Bundesinstitutionen zu untergraben.

So, nun aber zum agrirouter, der übrigens in Halle 15 auf der Agritechnica 2017 näher unter die Lupe genommen werden kann. 

Kein Problem bei der Digitalisierung mit dem agrirouter

Mit dem agrirouter bringt DKE Data eine internetbasierte Plattform für den Datenaustausch für Landwirte und Lohnunternehmer auf den Markt.

Die Innovation soll das Leben der Landwirte erheblich erleichtern, denn sie ermöglicht eine herstellerübergreifende Verbindung von Maschinen und Agrarsoftware.

Dafür wurde sie mit dem Silver Award der Agritechnica 2017 ausgezeichnet. 

Smart Farming, Farming 4.0, Precision Farming – Begriffe, die jeder von uns kennt und in die Zukunft unserer Höfe mehr und mehr prägen:

Highech auf dem Acker – Digitalisierung in der Landwirtschaft

Quelle: Bayerischer Rundfunk

„Die Landwirtschaft steht derzeit vor riesigen Herausforderungen: hoher Preisdruck, harte internationale Konkurrenz, weltwirtschaftliche Zwänge sowie steigende Anforderungen an die Qualität von Lebensmitteln und Umweltschutz. Eine effiziente und ressourcenschonende Bewirtschaftung ist deshalb wichtiger denn je. Dabei helfen digitale Technologien“, so Dr. Bernhard Rohleder, Bitkom-Hauptgeschäftsführer. 

Dem wird wohl keiner widersprechen. Digitale Technologien, ohne geht es nicht mehr. Aber Digitalisierung ist nicht einfach die Lösung.

Sie bringt auch ihre Herausforderungen mit sich, insbesondere für Höfe, die nicht über unbegrenzte Ressourcen und Kapazitäten verfügen. 

Neben der Kompatibilität der verschiedenen Softwareanwendungen sind vor allem die hohen Investitionskosten und der Datenschutz ein erhebliches Problem für mittelständische und kleinere Betriebe. 

Es gibt ganzheitliche Lösung diverser Anbieter am Markt. Aber nicht für jeden Hof eignet sich die Anbindung an und damit Abhängigkeit von einem bestimmten Anbieter. Geschweige denn die damit verbundenen Kosten eines proprietären Systems.

Was kann der agrirouter?

Der agrirouter kann gerade mittelständische und kleinere Betriebe unterstützen: 

  • Herstellerübergreifende Plattform ermöglicht vereinfachten Datenaustausch, d.h. vereinfachte Betriebsprozesse, weniger Verwaltungsaufwand und gesteigerte Wirtschaftlichkeit
  • Vollständige Datenkontrolle durch persönliche Zusammenstellung des agrirouters, d.h. der Landwirt legt die Regeln fest und bestimmt, wer mit wem welche Daten und in welchem Umfang austauscht. 
  • Optimierung gesamter Produktionsprozesse, d.h. vom Beginn bis hin zur Lieferung des fertigen Produktes an die Abnehmer können Effizienz, energetischer und arbeitswirtschaftlicher Aufwand sowie die Nutzung der Betriebsmittel optimiert werden
  • Automisierung von Transfers mit jederzeit flexibler Anpassung vereinfachen Abläufe bei der täglichen Arbeit
  • Datenschutz durch  Transfer über schnelle Netzwerke nach mindestens den aktuellen Datenschutzrichtlinien
  • Datenhoheit bleibt beim Nutzer, das der agrirouter nur Daten transferiert aber nicht dauerhaft speichert
  • Flexibler Einsatz, da der agrirouter über jedes internetfähige Gerät erfolgen kann und die Anbindung an die eigenen Maschinen über Kommunikationseinheiten erfolgt, die auch nachgerüstet werden können

Preisgünstig und unabhängig

Wenn man den agrirouter mit zwei Worten beschreiben kann, dann wohl mit „preisgünstig“ und „unabhängig“. 

Preisgünstig

Die DKE-Data GmbH & Co. KG arbeitet als Non-Profit Unternehmen. Die Registrierung ist kostenfrei. Die Nutzungsgebühr wird vom jeweiligen Agrarsoftware-Anbieter in Rechnung gestellt.

Ansonsten fallen noch Gebühren beim Mobilfunkanbieter für die Internetnutzung an. Die geringen Nutzungsgebühren werden vor allem für mittelständische und kleine Unternehmen ein große Erleichterung sein. 

Unabhängig

Die Software, die von SAP entwickelt wurde, wird von vielen namenhaften Agrartechnik-Herstellern unterstützt

AGCO, Amazone, Deutz-Fahr, Grimme, Horsch, Krone, Kuhn, Lemken, Pöttinger und Rauch haben sich in einem Konsortium zusammengeschlossen, um einen herstellerunabhängigen und damit diskriminierungsfreien Datenaustausch zu ermöglichen. 

Mit SAP ist der sichere Betrieb und die internationale Nutzung sichergestellt. Zudem ist das System offen für weitere Marktteilnehmer wie etwa Herstellern von Landtechnik oder Händlern.

Der Ansatz des agrirouters wurde von den Herstellern verfolgt, weil digitale Landwirtschaft wohl nur mit einem gemeinsamen, herstellerunabhängigen Plattform funktionieren kann. 

 

Wird die fortschreitende Digitalisierung eine zunehmende Zusammenarbeit von Anbietern und Vereinheitlichung von Systemen führen?

NOVACAT A9 Landwirtschaft-Agrarbetrieb

Der NOVACAT A9 – Nachwuchs bei Pöttinger

Pöttinger hat mit seinem neuen NOVACAT A9 für Nachwuchs bei seinen Mähkombinationen gesorgt.

Diesen müssen wir natürlich direkt mal näher unter die Lupe nehmen.

Aber zuvor noch ein kurzes Update zur Übernahme von Monsanto durch Bayer.

EU-Kommission äussert Bedenken

Der Zusammenschluss der Konzerne Monsanto und Bayer ruft für die EU-Kommission wettbewerbsrechtliche Bedenken hervor.

Der Wettbewerb für Pflanzenschutzmittel, Saatgut und Gentechnik-Konstrukte könnten durch die Übernahme erheblich beeinträchtigt werden.

Die möglichen Konsequenzen eines Zusammenschlusses in dieser Größenordnung sind nicht gering:

höhere Preise, geringere Qualität, weniger Auswahl und geringere Innovation. Insbesondere äußerte die EU-Kommission Besorgnis hinsichtlich eines erschwerten Zuganges von Wettbewerbern zu Verteilern und Landwirten.

“Saatgut und Pestizide sind für Landwirte und letztendlich auch für die Verbraucher von entscheidender Bedeutung. Wir müssen auf diesen Märkten einen wirksamen Wettbewerb sicherstellen, sodas Landwirte Zugang zu innovativen Produkten und einer besseren Qualität haben und Produkte zu wettbewerbsfähigen Preisen kaufen. Gleichzeitig müssen wire in Umfeld wahren, in dem Unternehmen innovative tätig sind und in verbesserte Produkte investieren”, meinte EU-Kommissarin Margrethe Verstager.

Bis zum 8. Januar 2017, d.h. 90 Arbeitstage, hat die Kommission, um einen Beschluss zu erlassen.

Die bisher vorliegenden Verpflichtungsangebote von Bayer und Monsanto reichen der EU-Kommission nicht, um die wettbewerbsrechtlichen Bedenken auszuräumen.

Aber kommen wir nun zum Nachwuchs bei den Mähkombinationen: 

Der Neue NOVACAT A9 – kompakte Qualität

Der kleine Bruder des NOVACAT A10 misst in Kombination mit einem Frontmähwerk 8,92 oder 9,18 Meter Arbeitsbreite.

Lasst uns auf die weiteren Besonderheiten des NOVACAT A9 schauen:

Die Mähkombination ist sehr anpassungfähig: Er kann mit einer Front-/Heck-Kombination (Anbaubock für 3,0 bzw. 3,5 Meter Frontmäher) genutzt werden. Die Anpassung der Arbeitsbreite erfolgt über zwei Absteckpositionen.

Die Überdeckung beträgt:

  • in der engsten Position zwischen einem 3,0 Meter Frontmähwerk und der Kombination 52 Zentimeter und
  • in der maximalen Position zwischen einem 3,50 Meter Frontmähwerk und der Kombination 60 Zentimeter.

Der Mittelrahmen zeichnet sich durch Stabilität aus. Einzigartig sind

  • der neue Antriebsstrang Y DRIVE und
  • die beidseitige, hydraulische Anfahrsicherung NONSTOP LIFT.

Y DRIVE – Antrieb der neuen Generation

Das spezielle Eingangsgetriebe Y DRIVE mit Stirnradgetriebe verfügt über einen gegenüberliegenden Antrieb und sorgt für:

  • einen ruhigeren Lauf bei gleichzeitig
  • höherer Leistungsfähigkeit (auch bei hartem Einsatz und in Vorgewendeposition)
  • einer deutlich verlängerten Lebensdauer

Der Y DRIVE erlaubt den Einsatz von längeren Standardwellen mit geringerer Abwinkelung.

Ermöglicht wurde der spielfreie Antrieb über Standardgelenkwellen durch die Positionierung der Überlastkupplung am Getriebe und der optimalen Drehzahlübersetzung des Getriebes.

Ein Doppelgelenk in der inneren Mähtrommel sorgt für eine spannungsfreie Verbindung zwischen Winkelgetriebe und Balken.

NONSTOP-LIFT – neue, hydraulische Anfahrsicherung

Mit der innovativen Technik NONSTOP-Lift wird der Mähbalken optimal geschützt.

Ein effizientes Ausweichen des Mähbalkens bei Hindernissen wird hierbei durch die beidseitige Anfahrsicherung ermöglicht.

Mit NONSTOP-LIFT löst sich das Mähwerk leichter vom Hindernis. Größere Schäden des Mähwerks können auch bei höheren Geschwindigkeiten vermieden werden. Die wird ermöglicht durch:

  • Ausleger: Lagerung über ein Kugelgelenk und hydraulische Vorspannung über einen Dreieckslenker
  • Auslösedruck: ersichtliche und leichte Einstellung am Manometer
  • „dreidimensionaler“ Schutzmechanismus: beim Auslösen wird der Ausleger über den Dreieckslenker nach hinten geschwenkt und zusätzlich über das Kugelgelenk vorne hochgedreht

Den NOVACAT A9 gibt es mit Schwadformer ohne Aufbereiter, mit ED-Zinkenaufbereiter oder mit RCB-Walzenaufbereiter. Bei allen Modellen ist eine hydraulische Mähwerkentlastung inklusive.

Auch der NOVACAT A9 ist mit dem Markenzeichen der NOVACAT-Serie ausgestattet: dem Mähbalken mit dem serienmäßigen Klingen-Schnellwechselsystem.

Ein perfekter Futterfluss, eine erstklassige Schnittqualität als auch die optimale Schonung der Grasnarbe werden erreicht durch

  • abgeflachte Kegelflächen
  • einen optimierten Gegenschneidebereich sowie
  • die großzügige Überlappung der Messerlaufbahnen.

Komfortabel, einfach und Kompakt

Für die Straße kann das Mähwerk hydraulisch hochgeklappt werden. Die Sicherung erfolgt über die stabile Transportverriegelung.

Zudem ist in Transportposition der Mittelrahmen der tiefste Punkt, d.h. es besteht keine Beschädigungsgefahr.

Der NOVACAT 9 zeichnet sich durch sein kompaktes Format aus:

  • Transporthöhe: 4,0 Meter
  • Transportbreite: 2,95 Meter
  • Bodenfreiheit im Transport: 31 Zentimeter (schmale Variante) bzw. 18 Zentimeter (breite Variante)

Serienmäßig hat Pöttinger die Mähkombination mit dem SELECT CONTROL Bedienterminal ausgestattet. Das doppelt wirksame Steuergerät zeichnet sich aus durch:

  • Vorwahl der Mäheinheiten
  • Steuerung der Seitenschutzklappung
  • Hydraulische Transportentriegelung
  • Einstellung der Entlastung über Absperrhähne
  • Integration einer Wartungsanzeige

Pöttinger fasst die Merkmale seines neusten NOVACAT- Zuwachses zusammen mit: erstklassige Schnittqualität, Einsatzsicherheit, Wirtschaftlichkeit und einer hohen Lebensdauer.

Für alle Technikfans, die am Wochenende noch nichts vorhaben, hab ich jetzt noch einen Leckerbissen:

am 27.08.2017, sprich diesen Sonntag, findet auf dem Feld zwischen Rambrouch und Roodt, Luxembourg, der 12. Internationale Mähdreschercross statt.

Ein Rennen der besonderen Art

In drei Klassen und in drei Runden treten bei dem Motorspektakel aufgemotzte Mähdrescher gegeneinander an. Auf der 450 Meter langen Piste dürfen sie zeigen, was in ihnen steckt.

Die 35 teilnehmenden Rennfahrer kommen aus Luxembourg, Deutschland und den Niederlanden und dürfen Ihre Maschinen mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 100 Stundenkilometern über das Feld preschen lassen.

In der Standardklasse dürfen die Motoren und der Antrieb nicht ausgetauscht werden. Hier darf jedoch in der Spezialklasse fleissig aufgepimpt werden.

Auch Frauen gehen in einer eigenen Klasse an den Start. Und wem das Rennen von Erntemaschinen an sich zu langweilig ist, für den gibt es noch die Klasse, in der Mähdrescher einen Wohnwagen hinter sich herziehen.

Jawohl, einen Wohnwagen. Und hier soll es richtig krachen, denn hier geht darum, den Anhänger der Gegner zu zerstören.

Wer von heulenden Motoren und dicken, schwarzen Rauchschwaden nicht genug bekommen kann, der ist am Wochenende in Luxemburg genau richtig.

Welchen Spaß erlaubt Ihr Euch mit Euren Mähdreschern, die als Erntemaschinen ausrangiert sind?

Glyphosat-herbizid-pestizid

Landwirtschaft: Ja für Glyphosat, Nein für John Deere

Ende 2017 wär sie ausgelaufen, die Zulassung für Glyphosat. Während Umweltverbände ein EU-weites Verbot fordern, da das Mittel unter anderem krebserregend ist, kam ein Gutachten der Europäischen Chemikalienagentur zu einem anderen Ergebnis.

Der Ausschuss für Risikobewertung in der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) hat die Ergebnisse bereits existierender Studien ausgewertet, also keine eigenen Test durchgeführt.

Außer schweren Augenschädigungen und dass es giftig für das Wasser-Ökosystem ist, soll das Mittel demnach ungefährlich sein.

Es bestehe demnach kein Krebsrisiko, wie es unter anderem von der Internationalen Krebsforschung kommuniziert wurde.

10 weitere Jahre für Glyphosat

Über die Gefährlichkeit des Mittels wird es wohl weiterhin kontroverse Aussagen geben.

Im Jahr 2015 wurde das Mittel von der Krebsforschungsagentur der Weltgesundheitsorganisation WHO als „wahrscheinlich krebserregend“ eingestuft.

Im Jahr darauf attestierte sie jedoch das genaue Gegenteil, dass das Pestizid keinerlei Risiko für Krebs birgt. Es denke sich jeder seinen Teil.

Die EU-Kommission muss aber in diesem Jahr über die weitere Zulassung entscheiden. Die Aussage der ECHA ist hierfür die Grundlage.

Und die Wissenschaftler der Agentur bescheinigen Glyphosat die Ungefährlichkeit.

EU-Verbraucherkommissar Vytenis Andriukaitis legte nun auch den langerwarteten Vorschlag vor.

Demnach soll die Zulassung für das Pestizid um weitere 10 Jahre verlängert werden, während das Netzmittel Tallowamin weiterhin verboten ist.

Ein Verbot soll es für den Einsatz von Glyphosat vor der Ernte und in öffentlichen Parks und Spielplätzen geben.

Im Juni wird über den Vorschlag von dem Ständigen Ausschuss für Pflanzen, Tiere, Lebens- und Futtermittel (PAFF) entschieden.

Nur wenn die EU-Staaten mit einer qualifizierten Mehrheit dem Vorschlag nicht zustimmen, wird dieser nochmals überarbeitet werden müssen.

Eine Verlängerung wär bis zu 15 Jahre möglich gewesen. Auf welchen Verlängerungszeitraum der Ausschuss sich letztendlich einigt, bleibt noch abzuwarten.

Es könnte hierbei zu Kompromissen kommen, um die eine oder andere Stimme eines Mitgliedsstaates noch zu erhalten.

EU-Agrarkommissar Phil Hogan äusserte sich positiv zu dem Vorschlag und begrüsst, dass Glyphosat nun weiterhin in der Landwirtschaft eingesetzt werden kann.

Bei John Deere ist man hingegen derzeit alles andere als glücklich.

Übernahme von Monsanto-Sparte durch John Deere geplatzt

Der Landmaschinenhersteller wird das „Pecision Planting LLC equipment“ – Geschäft von Monsanto nicht übernehmen.

Monsanto hat sich von den seit 2015 laufenden Verhandlungen zurückgezogen.

Im August letzten Jahres leitet bereits das US-Justizministerium rechtliche Schritte gegen die Übernahme ein. Es argumentierte, dass die Akquisition dem Wettbewerb schaden würde.

Die Übernahme der Sparte durch John Deere hätte dazu geführt, dass die Verwendung von schneller und präziser Pflanztechnologien den Landwirten teuer zu stehen kommt.

John May, Präsident der Abteilung Agricultural Solutions bei John Deere, äusserte sich, dass John Deere „tief enttäuscht über dieses Ergebnis ist“.

John Deere und Monsanto hatten sich darauf vorbereitet, in diesem Jahr ihren Fall nochmals vorzutragen, um die Genehmigung für die Übernahme zu erhalten.

„Mit der Chance dies zum Abschluß zu bringen, glauben wir, es war klar ersichtlich, dass die Hürde der Transaktion auf eine falsche Einschätzung des Marktes beruhte.“ John May

Monsanto bestätigte unterdessen, dass seine Tochtergesellschaft Climate Corp. weiterhin an dem Verkauf des Geschäftsfeldes mit präzisen Pflanztechnologien interessiert ist. Das Unternehmen möchte sich ausschließlich auf seine digitale Landwirtschaftsplattform fokussieren.

Es werden derzeit Gespräche mit anderen potentiellen Käufern geführt.

Das Precision Planting Equipement Geschäft wurde im Jahr 2012 für 210 Millionen Dollar von Monsanto erworben.

Mit der gescheiterten Akquisition ist auch die digitale Kooperationsvereinbarung hinfällig.

Kunden von John Deere, die die Climate FieldView-Plattform und John Deeres Wireless-Data-Server-Technologie zur Datenübertragung nutzen, sind hiervon aber nicht betroffen.

Aber schauen wir doch zum Schluss noch aufs Feld. Derzeit steht bei Zuckerrüben die zweiten oder dritten Nachlaufbehandlungen an.

Bekämpfung von Unkräutern bei Zuckerrüben

Der Landwirtschaftliche Informationsdienst Zuckerrübe (LIZ) erwartet eine rasche Entwicklung der Rüben aufgrund des wüchsigen Wetters.

Die Rüben befinden sich auf den Großteil der Flächen in einem guten und stabilen Zustand.

Die Unkrautsituation variiert von Feld zu Feld sehr stark, aber es ist nun die Zeit, auf eine sichere Bekämpfung der Unkräuter zu achten.

Unkrautbekämpfung bei Zuckerrüben

Quelle: Housi Bracher

Nachlaufbehandlungen haben sich als effektive und kostengünstige Unkrautkontrolle bewährt.

Folgende Herbizide empfiehlt der LIZ 

  • Gänsefuß und Melde im Laubblatt: Metamitron, blattaktive PMP-Produkte und Öl
  • Große und/oder schwere bekämpfbare Unkräuter: blattaktiv Debut einsetzen
  • Spezielle Unkräuter im Laubblatt: Chlopyralid (Lontrel/Vivendi) zusetzen
  • Verhindern des erneuten Auslaufens: Spectrum aufgrund seiner versiegelnden Wirkungen; Additivwirkung des Mittels bei Mischungen beachten
  • Starker Grasdruck: separate Behandlung vor der dritten Nachlaufbehandlung

Mittelkombinationen aus Blatt- und Bodenherbiziden erzielen nicht nur witterungsunabhängig gute Wirkungen, sie erlauben auch Wirkungslücken zu erschließen, so dass verschiedene Unkrautarten wirkungsvoll bekämpft werden.

Stellt sich abschließend die Frage, wie es um Eure Meinung zum Glyphosatvorschlag und der gescheiterten Fusion steht. Begrüßt Ihr diese oder bedauert Ihr eher das Ergebnis? Warum?

Landtechnik Fokus liegt auf Traktoren der oberen Leistungsklassen Agrarbetrieb

Landtechnik: Fokus liegt auf Traktoren der oberen Leistungsklassen

Letztes Jahr hat die Landtechnikbranche in Deutschland 8% weniger erwirtschaftet als im Jahr zuvor. Der Verkauf von Traktoren unter 100 PS ist stark eingebrochen. Die Hersteller fokussieren sich mehrheitlich auf Traktoren der oberen Leistungsklassen.

Bevor ich auf dieses Thema näher eingehe, lassen Sie uns gemeinsam einen Blick auf etwas ganz Neuem aus dem Bereich Landtechnik werfen. Die Rede ist von den brandaktuellen T7-Modelle von New Holland.

Landtechnik von New Holland

Ende diesen Monats, am 21. Februar ist es soweit. Auf der landwirtschaftlichen Fachmesse SIMA in Paris wird der US-amerikanische Landtechnikhersteller New Holland seine neuen Modelle der Traktorserie T7 vorstellen.

Für alle Fans und New Holland Begeisterte hat das Unternehmen bereits heute ein äußerst „heisses“ Video auf YouTube veröffentlicht. Schauen wir doch am besten gemeinsam rein.

Welche Neuerungen dürfen wir erwarten?

Tier 4 Final Motoren, eine neue Motorhaube, eine neue Frontpartie und eine schicke Fahrerkabine…. Wir sind heute schon auf die Präsentation in Paris gespannt. Ich bin sicher, da werden die Herzen aller Landtechnikfans höher schlagen.

Landtechnik in Deutschland: Wo geht die Reise hin?

Laut Branchenstatistik des VDMA Landtechnik lag der Branchenumsatz in 2014 bei 7,68 Milliarden EUR. Das sind 8% weniger als der in 2013 erzielte Spitzenwert. Die Experten atmen leicht auf und sind guter Hoffnungen, weil sich der Abwärtstrend innerhalb des Jahres nicht beschleunigt hat.

Vor diesem Hintergrund, erwartet die Branche für das Jahr 2015 einen „nur“ einstelligen prozentualen Rückgang. Diese leicht positive Stimmung beruht auf der Tatsache, dass die Hersteller für ihre Werke in Deutschland seit dem Monat September nicht mehr als 5% Minus in den Auftragsbüchern registrierten.

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Die Trends im Einzelnen

Auf die jeweiligen Segmente wirkte sich das Ganze dann wie folgt aus:

1. Traktoren

In 2013 stieg der Produktionswert bei Traktoren um gigantische 16% an. In 2014 fiel er um 15% geringer aus. Dabei ist festzustellen, dass Traktoren mit weniger als 100 PS nur noch eine marginale Rolle spielen. Die deutschen Fabriken produzierten nur noch 51.500 Einheiten; das sind 19% weniger als im Vorjahr.

Der Trend, nur noch Modelle der oberen Leistungsklassen zu fertigen, setzt sich ungebremst weiter fort.

2. Sonstige Landtechnik

  • Stabile Entwicklung im Erntemaschinensegment aufgrund des stabilen Trends bei Mähdreschern, Feldhäckslern und Ladewagen.
  • Umsatzverluste (5%-Punkte unter Vorjahr) bei den Geräten zur Bodenbearbeitung, Aussaat und Pflanzenpflege
  • Nachfrageboom bei Melk- und Fütterungstechnik u.a. aufgrund neu errichteter Ställe in Deutschland

3. Exporte

Mit einer Exportquote von 72% konnte sich die deutsche Branche auch 2014 erneut gut behaupten. Die Entwicklungen in den drei größten Exportmärkten waren sehr unterschiedlich.

  • Frankreich: Die schlechte Stimmung in Frankreich wirkte sich auch direkt auf die Exporte aus Deutschland aus. Die Lieferungen gingen um 20% zurück.
  • USA: Der deutsche Ausfuhrwert konnte gesteigert werden.
  • Großbritannien: Mehr Exporte für die deutsche Industrie.

Das Embargo gegen Russland hat sich auch auf die Landtechnik negativ ausgewirkt. Mit den Vertriebspartners in Russland wurde ein Viertel weniger fakturiert.

Mit einem Anteil von 28% spielt der deutsche Markt weiterhin eine tragende Rolle. Der Umsatz mit dem deutschen Handel fiel um 4% unter das Rekordniveau des Jahres 2013.

2015 mit leichtem Rückgang erwartet

Für 2015 erwartet der VMDA einen Umsatzrückgang von minus 7%.

Die Stimmungslage in der Branche ist angesichts der geringeren Auftragspolster  verhaltener geworden, aber nicht ausgesprochen negativ. Gemäß der monatlichen CEMA-Umfrage bewerteten zuletzt 60 Prozent der befragten Führungskräfte in Deutschland ihre Lage als nach wie vor zufriedenstellend.

Das Jahr hat erst begonnen und es sind es noch ein paar gute Monate hin bis wir nach Hanover zur Agritechnica 2015 dürfen. Bis dahin kann viel Gutes noch passieren. Eins ist heute bereits sicher: innovative Technologien werden weiterhin gefragt – egal ob Schwellen-, Entwicklungs- oder Industrieländer.

Ihre Meinung

Was glauben Sie: Wird sich die Situation in der Landtechnik etwas entspannen? Werden Sie dieses Jahr mehr in Landmaschinen, Traktoren & Co. investieren als in 2014?

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Landtechnik Strohballen - Agrarbetrieb (c) Agrarbetrieb.com

News aus der Landtechnik: Leistungspflügen, Krone Projektstudie

Mehr als nur Landtechnik: Die 34. Deutsche Meisterschaft im Leistungspflügen ist letzte Woche erfolgreich beendet worden. Zwei Favoriten aus Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg setzten sich durch. Sie werden Deutschland bei der Weltmeisterschaft im kommenden Jahr vertreten. Ausserdem gibts Neues vom Landtechnikhersteller Krone.

Alle 2 Jahre finden in einem anderen Bundesland die nationalen deutschen Meisterschaften im Leistungspflügen statt. Nach Angaben des Vereins Deutscher Pflügerrat darf jedes Bundesland zwei Beetpflüger und zwei Drehpflüger im Alter von unter 35 Jahren ins Rennen schicken.

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Über 8.000 Besucher bewunderten das Können der 39 besten Pflüger aus neun Bundesländern. Die Teilnehmer mussten neben der theoretischen Prüfung ihre Pflugkünste live vorführen. Die jungen Landwirte konnten maximal 140 (Drehpflug) bzw. 130 (Beetpflug) Punkte erzielen. Nach rund zweieinhalb Stunden drehten die Teilnehmer ihre Schlussfurchen.

Wie sich das Ganze vor Ort in Bad Dürrenberg (Saalekreis, Sachsen-Anhalt) abwickelte, sehen Sie in dem nachfolgenden Auftrag der Kollegen von agrarheute.com.

Landtechnik: Junge Landwirte demonstrieren ihr Können auf der 34. Deutschen Meisterschaft im Leistungspflügen

Zu den Attraktionen bei der Deutschen Pflugmeisterschaft zählten Pferdeleistungspflügen und historische Dampflügen. Selbstverständlich lockten Oldtimer und neueste Landtechnik weitere Besucher an.

Die Sieger der 34. Pflugmeisterschaft

  • Der Feuerlein-Pokal für den punktbesten Pflüger der Meisterschaft ging an Sebastian Murkowski aus Rheinland-Pfalz.
  • Den Thomas-König-Pokal für den besten Beetpflüger schnappte sich Johannes Bendele aus Baden-Württemberg.
  • Sonja Jordan aus Schleswig-Holstein bekam den „Lady-Pokal“.

Wir gratulieren den Siegern und freuen uns auf die Teilnahme der beiden Herren Bendele und Murkowski bei den anstehenden Weltmeisterschaften. Wir drücken jetzt schon die Daumen, damit die Jungs das Pokal nach Deutschland holen.

Neue Landtechnik von Krone

Der neue Big Pack 870 HDP HighSpeed vom Landmaschinenhersteller Krone soll das Pressen auf dem Feld von Großpacken und die anschließende Aufteilung in kleine Ballen auf dem Hof erleichtern. Mit der neuen Projektstudie hat sich Krone vorgenommen, die Lücke zwischen Hochdruckpressen und konventionelle Großpackenpressen zu schließen.

Krone Big Pack 870 HDP im Einsatz

Ein paar technische Details zum Big Pack 870 HDP HighSpeed

  • Kanalbreite von 80 cm und Kanalhöhe von 70 cm
  • 5 Doppelknotern statt üblicherweise 4 Knotern
  • Ballenlänge zwischen 1 m bis 2,70 m
  • Kann laut Unternehmensangaben eine bis zu 25% höhere Pressdichte gegenüber den Standardpressen erreichen
  • Ballenlänge Multibale: mindestens 300 mm
  • Serienmäßig mit „Active Pick-up“ ausgestattet
  • Leistungsbedarf ab 105 kW/ 143 PS
  • Garnvorrat von 32 Rollen

Zu den Zusatzausstattungen zählen u.a. auch die Feuchtigkeitsmessung. Sensoren erfassen die Ballenfeuchte, errechnen daraus den Mittelwert und zeigen das Endergebnis dem Schlepperfahrer am Terminal an.

Was halten Sie von der Krone-Neuheit? Ist es was für Ihren Betrieb?

Welche Innovationen aus dem Bereich Landtechnik und Agrarwirtschaft interessieren Sie am meisten?

 

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